Warten, aber bitte mit Rollen

Bürostuhl am Gleis, draußen, nass, Zotzenbach Haltepunkt.Setz Dich, das kann dauern

Gestern in Zotzenbach am Bahnhof der Anblick vom Foto.

Wobei, Bahnhof ist schon wieder zu groß gedacht, das ist eher ein Haltepunkt mit Wartehäuschen und ein Bisschen Natur drumrum ;-)

Erster Gedanke: „Na guck, jetzt wird das Warten endlich bequem. Vielleicht hat da jemand den Servicegedanken entdeckt.

Zweiter Gedanke: „Ne, kann nicht, ist ja die Bahn:mrgreen:

  

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

 

 

Geschwindigkeit ist tatsächlich relativ

Geschwindigkeit ist tatsächlich relativAlles ist besser als null

Da ich heute gefühlt den größten Teil des Tages hinter dem Lenkrad verbracht habe, ist meine Energie viel Text in den Blog zu packen, tatsächlich eher gering.

Eine kleine Erkenntnis

Eines ist aber sicher – wenn man sich mal wieder aufregt, wie langsam es gelegentlich auf der Autobahn vorwärtsgeht, dann bedenke man: Langsamer als stehen bleiben geht nicht :mrgreen:

Eigentlich wollte ich heute ein paar Zeilen dazu schreiben, dass mein Job mich aktuell tatsächlich nach Duisburg geführt hat, aber das verschiebe ich jetzt einfach ;-)

 


Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Eine Stunde später, eine andere Welt

Wild(er)wechsel muss nicht nur Tiere betreffenUnterwegs im ganz eigenen Straßenkino

Normalerweise fahre ich meine Strecke zur Arbeit immer etwa zur gleichen Zeit. Heute war wegen einer Veranstaltung in der Firma aber alles anders, ich war exakt eine Stunde später unterwegs.

Das allein reichte offenbar schon, um in eine völlig andere Verkehrswelt zu geraten. Ich habe gleich die Strecke gewählt, die ich sonst eher meide, weil mir schon bei den ersten Kilometern merkwürdig vorkam, was die Mitfahrer auf dem Asphalt so veranstalten.

Da blinkt einer links beim Einbiegen in den Kreisverkehr, aber nicht mehr bei der Ausfahrt. Auf der Landstraße tuckern andere mit 75 durch die 100er Zone, während gleichzeitig jeder Ampel mit übertriebenem Bremsen begegnet wird, es könnte ja irgendwann rot werden.

Und wenn am Straßenrand ein Auto steht, muss sofort die Rettung in Form eines hektischen Schlenkers in Richtung Fahrbahnmitte erfolgen. Ganz egal, ob der Gegenverkehr noch einen Kilometer entfernt ist oder nicht, anhalten scheint jedenfalls die bessere Lösung zu sein.

Alles nur, weil ich mal eine Stunde später unterwegs war. Manchmal reicht eben schon ein kleiner Schubser am Zeitrad, und die ganze Szenerie wirkt wie ein anderes Universum. :mrgreen:

 


Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Nass ist neu, nass verwirrt!

Nass ist neu, nass verwirrt!Ein Tropfen reicht für die große Verwirrung

Kaum fällt nach Tagen voller Trockenheit am frühen Morgen ein bisschen Regen, schon ist die Straße nicht mehr wiederzuerkennen.

Also nicht die Straße, der ist das egal, sondern die Leute, die darauf unterwegs sind.

Plötzlich schleicht alles, als hätte jemand Schmierseife verteilt. Fernlicht wird zum Pflichtprogramm, schließlich muss man durch den Regen hindurchsehen, auch wenn der Gegenverkehr dabei halb blind wird. In dem Fall: ICH! :shock:

Überholen?

Auf keinen Fall!

Jeder weiß doch, dass im Regen die geheimen Geister der Landstraße auftauchen, die sofort zuschlagen, wenn einer auch nur ansatzweise schneller als 60 fährt. Dass selbst der schwere Lkw davor im Vergleich sprintet, das ist total uninteressant. :roll:

Und das Schönste:

Die grüne Ampel außerorts.

Da rollt man selbstverständlich mit 40 an, man weiß ja nie, gell?

Lieber zehn Sekunden auf Schrittgeschwindigkeit runterbremsen, bevor man riskiert, dass die Reifen bei Regen das tun, wofür sie erfunden wurden – nämlich am Asphalt haften.

Merke: Bei nasser Straße wird das Auto sofort unkontrollierbar!

Am Ende wirkt es fast so, als gäbe es zwei Straßenverkehrsordnungen:

Eine für trocken, eine für nass.

Leider steht in der nassen Version nicht drin, dass man auch bei Regen noch Auto fahren darf, aber das habe ich bestimmt falsch verstanden :mrgreen:

 


Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Affenhitze im August!

Affenhitze im August!Ich kann das nicht ignorieren!

Ihr habt alles zu viel Benzin, Diesel, Gas, Strom und was weiß ich nicht verbraucht!

Durch die ganzen zusätzlichen Abgaben für, also, gegen, also, bei der Klimaerwärmung, ist zu viel Geld zusammengekommen! :shock:

Der gute alte August weiß ja schon gar nicht mehr wohin mit der Hitze!

13° C am 7. August 2025, früh um 5 Uhr und 44 Minuten – man reiche mir die Sonnencreme … :mrgreen:

 

 


 

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Der Sommer 2025 – Merker

So kann ein Himmel aussehen!So kann ein Himmel aussehen!

Da ja kaum noch jemand weiß, wie so etwas ausschaut, hinterlege ich hier jetzt mal ein Bild von einem Himmel mit blauen Anteilen.

Ja, ich weiß, da sind ein paar Wolken, aber ich wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, schonend vorgehen, Ihr wisst schon … ;-)

Ich bin nur froh, dass andere wenigstens erkannt haben, dass 15° C im August über Tage total normal sind, ich habe das nämlich scheinbar nicht begriffen :mrgreen:

 


 

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Das Wetter und die KI

Das Wetter und die KI, aus der KIInteressantes Ergebnis

Man nehme das aktuelle Datum und den aktuellen Wetterbericht.

Anschließend nehme man eine künstliche Intelligenz, welche auch Bilder generieren kann und füttere sie mit diesen Daten.

Das Resultat

Siehe Foto :mrgreen:

(Und ja, dieses Dreckswetter geht mir auf den Sack!)

 


 

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Der trockenste und heißeste Sonntag …

Der trockenste und heißeste Sonntag ...… oder Sommer aller Zeiten?

Ja, die ewig Klimapanikhaften werden sich das schon in ihren Statistiken passend zusammenbasteln, da mache ich mir keine Sorgen ;-)

Es nervt einfach

Mein Gedanke: „Sonntag, eh immer so eine Sache für mich …, also vielleicht Garten, draußen, eine Runde laufen gehen …?“ – Irgendwie so jedenfalls.

Das Wetter so: „Klar, kannst Du versuchen, aber ich mach‘ die Sache mal spannend!

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

Ich so: „Leck‘ mich am Ar…“

Fazit: Sofa!

:roll:

(Und ich weiß, irgendwer kommt jetzt wieder mit:

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!„, und ich bewundere Euch wirklich für Eure Meinung, ja echt! Ja! Toller Gedanke, tatsächlich!

Nur –  ich habe gar nicht danach gefragt! :mrgreen: )


 

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Wenn der Name Programm ist

Wenn der Name Programm istImmerhin passte es

Ich komme im, durch und mit dem Job ja schon dann und wann ein bisschen im Land herum.

Gestern führte die Pflicht nach Baden-Baden, was an sich jetzt nicht sooo spektakulär ist.

Natürlich ist man in so einem Fall aber auch sozusagen das Opfer blöder Witze, wie zum Beispiel: „Michael, pass auf, dass Du da nicht baden gehst!“

Was macht das Wetter natürlich?

Den ganzen Vormittag über von oben für die passende Befeuchtung sorgen, vielleicht sollte das eher Duschen-Duschen heißen :mrgreen:

    

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

 

 

Bei dem Wetter flüchten alle!

MobilheimWer hockt auch schon gerne im Wasser?

Ja, okay, Lebewesen, die nicht so schnell unterwegs sind, müssen wahrscheinlich ohnehin eher starten ;-)

Man sollte echt nicht meinen, dass der Regen im trockensten und heißesten Sommer aller Zeiten sogar die Schnecken die Wände hochtreibt …

(Ich weiß, ich reite auf dem Thema „Heißer und trockener Sommer“ herum, aber ich habe auch noch nie so oft so einen Müll zu dem Thema gehört oder gelesen!)

oben auf dem Deckel der RestmülltonneDieses Exemplar hier saß jedenfalls heute Morgen oben auf dem Deckel der Restmülltonne, es muss also schon einen ordentlichen Spurt hingelegt haben.

Versammlung?

So gesehen war heute früh der Weg durch unseren Garten ein Campingplatz für Schnecken, einige haben sogar ihr Mobilheim mitgebracht.

total unschamhaft schlicht nacktDie anderen waren allerdings total unschamhaft schlicht ganz nackt unterwegs, wahrscheinlich sind das einfach Pornoschnecken.

Uiuiui, wenn da mal nicht die Nachbarn anfangen zu reden … :mrgreen:

 

 


Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Guten Morgen am Sonntag

Wir schreiben das Jahr 2024, es ist Sommer.So könnte es einst geschrieben stehen!

Wir schreiben das Jahr 2024, es ist Sommer.

Seit dem Beginn der Regenzeit erinnert sich kaum jemand mehr an die Sonne.

Während in der Schleuse der Taucheranzug trocknet, wird das Schlauchboot auf Undichtigkeiten geprüft.

Es muss mehr Kaffee her, die steten Geräusche des Regens lullen alle ein, Müdigkeit gewinnt.

Ich will raus, all dem entfliehen, aber die Sauerstoffflaschen müssen erst gefüllt werden.

Ich sehe auf meine Finger, erste Anzeichen von Schwimmhäuten zeigen sich, wie bei vielen anderen Menschen auch.

7:40 Uhr, die Schwimmvögel übernehmen die Macht.

7:50 Uhr, ein Froschmann klopft ans Fenster.

Um 8 Uhr beginnt die tägliche Algenernte im Garten, aber zunächst muss ich warten, bis die Haie weg sind.

Im Radio berichten sie erneut vom trockensten Sommer der Geschichte mit den höchsten Temperaturen aller Zeiten.

Ich reiße aus Protest den fest angebrachten Deckel der Colaflasche ab, die Revolution beginnt.

Ich mag nicht mehr.

Guten Morgen zusammen ;-)

(Okay, das Foto ist von gestern und ganz so arg sieht es gerade nicht aus, aber das kann nur eine Falle sein :mrgreen: )

 

   

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Ach menno, nix darf man …

Ach menno, nix darf man ...Immer diese Vernunft!

Da will man mal ordentlich sein und mit dem Hochdruckreiniger auch die Kabeltrommel reinigen, da wird man gleich wieder blöd angeschaut.

Ständig dieses Gemecker :roll:

Ey, man hört doch immer, dass man mit sauberem Strom leben soll und all diese Sachen!

Ne ne, nix kann man den Leuten recht machen :mrgreen:

 

   

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home nass
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Und es regnet(e) noch immer …

Und es regnet(e) noch immer ...Gib mir mehr!

Ich mein‘, dass es im November (und überhaupt) mal regnet oder regnen muss, das ist wohl soweit jedem klar.

Aber, liebes Wetter, so wie gestern, ne, so muss das nicht sein!

Hat es da überhaupt mal für nur eine Minute aufgehört zu schütten?

Die Krönung war ja wohl, dass das Wasser sogar in Rinnsalen innen auf dem Insektenvorhang draußen heruntergelaufen ist! Das war noch nie!

Okay, dafür dann 13° C an Temperatur am Abend, da können wir drüber reden. Aber nur, weil mir eh den ganzen Tag über irgendwie fröstelig zumute war!

Warum das einen Blogbeitrag wert ist?

Erstens bin ich Deutscher, da muss ich was zum Meckern haben.

Zweitens wird doch viel zu wenig über das Wetter gejammert, sogar beim Stern hat sich schon jemand Gedanken zu dem Umstand gemacht ;-)

Außerdem mag ich das Foto irgendwie.

Ey, das war gar nicht so einfach!

Habt Ihr schon mal versucht, chillig auf der Couch liegend ein Bild aufzunehmen, bei dem sich so ziemlich alles im Fenster spiegelt, was von Licht berührt wird?

Nein?

Dann macht das mal! Ich musste dafür sogar aufstehen, also so richtig hoch vom Sofa! Ja, so hart war das :mrgreen:

Mai 2021, Gartenarbeit, Frühling oder auch nichts

Sonne im GartenSo langsam muss mal was geschafft werden!

Wir haben mittlerweile fast Ende Mai, und irgendwie müsste im Garten mal so langsam einiges getan werden, wenn man im Sommer nicht im Gestrüpp absaufen möchte.

Bedingt durch meine Umschulung, befinde ich mich über weite Teile des Monats im Internat, und kann dementsprechend nicht wahlfrei immer dann ans Grünzeug, wenn das Wetter dies unerwartet ermöglicht. Klar, die anderen im Haushalt sind auch noch da, aber die haben zum einen auch ihre Jobs zu machen, zum anderen eben auch das Wetterproblem.

Sonne!

Nun, über Pfingsten verweile ich in der heimischen Festung und könnte aktiv werden in der Flora und Fauna, was sich heute als wirklich machbar angekündigt hat, zumindest nach dem Aufstehen. Die Sonne ist deutlich zu erkennen, siehe auch Bild 1, also raus an die Heckenschere, den Spaten und was man sonst so als Waffe gegen Wildwuchs besitzt. Bloß jede Gelegenheit nutzen, jeder Grashalm zählt.

Nun, warm geht zwar anders, aber der Pullover ist erfunden und die Arbeit dürfte einen auf Betriebstemperatur bringen. Es ist irgendwas um 9 Uhr herum, vielleicht bessert sich das ja auch noch. Ruck zuck schnippeln hier, zupfen dort, die Grünschnittkarre füllt sich.

Allerdings ist der Wind heute auch kein zu unterschätzender Gegner. Man fegt einen Haufen Kleinzeug zusammen, dreht sich um und er ist weg. Klar, auf den ersten Blick ist das recht effizient, allerdings findet sich das Zeug dann fast exakt an der Stelle wieder, an der man es just 5 Minuten vorher zusammengekehrt hat, auch blöde ;-)

Weiterlesen

Der Maskeneffekt

moralei-mit-maskeBeobachtungen

Wer jetzt mal an bestimmten Orten etwas genauer hinschaut, sieht durchaus Menschen, die mit einer Art Gesichtsmaske durch die Gegend laufen. Nicht ganz freiwillig vielleicht, wer weiß ;-)

Jedenfalls ist es nicht ganz uninteressant, sich die kleinen Problemchen anzusehen, die mit so einem Spuckschutz auftreten, die im Alltagsleben ansonsten, gleich wieder untergehen.

Es beginnt schon beim Betreten eines Geschäftes. Man kommt parallel mit einer fremden Dame am Eingang an und möchte Ihr, mit einem Lächeln den Vortritt lassen. Es ergibt sich ein Augenkontakt, der allerdings eher wie eine Drohung wirkt. Klar, schlagartig wird mit bewusst, dass sie weder meine, noch ich ihre vielleicht vorhandenen Lippenbewegungen sehe! Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die Augen beim Lächeln unter Umständen einen echt bedrohlichen Ausdruck rüberbringen können? Das geht bis zum Auslösen des Fluchtreflexes!

Na, kein Problem, es gibt ja noch die gute alte Sprache. „Ladys first!“, will ich sagen, „Läffys fift!“, sage ich. Scheiß Maske, habe ich mich also wieder mal zu Affen gemacht. Da von der Dame aber auch nur ein Zwinkern und ein genuscheltes „Alleff gut!“, herüberschallt, teilt sich der Schmerz wohl eher.

Es geht nun also rein, in den Laden, der wohl noch nie so gut gefilterte Luft besessen haben wird. Das erste, was mir auffällt: Weder der vertraute Brotgeruch, noch dieses dezente Gemüsearoma erreichen die Nase. Es riecht, wie es mit dem umgebauten Bettlaken vor dem Gesicht schon seit der ersten Sekunde des Tragens riecht. Bestenfalls ein Eigenduft könnte eintreten, zum Glück leide ich nicht unter Mundgeruch. Wobei, würde man den eigenen Mief eigentlich wahrnehmen?

Irgendwie wirkt überhaupt der ganze Einkauf merkwürdig. Mir wird plötzlich aber auch klar, warum das so ist. Man kann durch die zerstückelte Mimik der Miteinkäufer, deren Gemütszustand nicht mehr einschätzen. Alle wirken so, als wenn sie für die nächste Tomate bereit sind, auch den letzten Kampf zu bestreiten. Was vielleicht auch doppelt gefährlich ist, immerhin sind die Folgen der Hamsterkäufe, noch in einigen Regalen zu erkennen.

Immerhin ist aber bestimmt ein Viertel meiner Runde durch das Geschäft sowieso nur im Nebel sichtbar, meine Brille beschlägt. Während andere ihre Schnitzel sortieren, entwickle ich mich tief in meinem Inneren, zum Lüftungstechniker. Ich teste verschiedene Brillen- und Maskenpositionen, die Intuition hat blitzschnell völlig neue Atemtechniken parat und das Ausatmen, bekommt eine komplett neue Bedeutung. Kann man alles machen, so richtig funktionieren wird es aber erst, wenn die Brille die passende Temperatur angenommen hat. Nur, so lange möchte ich hier auf dem Maskenball gar nicht verweilen.

OK, nächster Schritt: Kasse!

Irgendwie überkommt mich beim Auflegen der Waren auf das Kassenband das fast nicht zu unterdrückende Bedürfnis, den Mist einfach vom Gesicht zu reißen. Das Atmen ist anstrengender, die Brille schon wieder vernebelt und durch das ständige Hin und Her beim Umpacken, sitzt auch die Maske nicht mehr gut. Es zieht am Ohr, drückt auf die Nase und zerrt an der Brille.

Der Bezahlvorgang, wird die reinste Brüllorgie. Während ich die Kassiererin noch halbwegs gut verstehen kann, muss ich nun nicht nur gegen die Schutzscheibe, sondern auch durch den Stoff der Maske ankämpfen, wenn ich antworte, Löhnen am Limit!

Raus, nur noch raus! Weg von all den Lebensmitteln, nur noch zum Auto! Mittlerweile hat es begonnen zu regnen, damit ist meine Brille nun endgültig nutzlos. Erst mal Schutz unter der geöffneten Kofferraumklappe suchen und Luft holen. Was mit aber auch wieder die Chance gibt zu sehen, wie meine Mitmenschen gerade an die Situation herangehen.

Von links kommt ein Herr auf einem Fahrrad, der seine Maske während der Fahrt wohl unter dem Kinn hängen hatte. Nun, es regnet, das Teil ist Nass seine Reaktionen beim Aufsetzen, kann ich gar nicht beschreiben. Wenn es nicht so unverschämt wäre, hätte ich ihn gerne um die Filmrechte gebeten.

Jeder oder jede fünfte kommt schon mit der aufgesetzten Atemmaske im Auto an, viele andere gehen zu den Einkaufswagen und drehen unverrichteter Dinge wieder um – Maske im Fahrzeug vergessen?!

Mir reichts, ab nach Hause. Für heute ist genug gefiltert worden.

Ein Maskenaffe