Der hwV will eine neue Tastatur

CHERRY Bluetooth-Tastatur mit ein bisschen KI-Tischdeko 😉Elf Jahre alt, gestern erst ausgepackt

Kennt ihr den hwV?

Nein?

Irgendwo hier im Blog ist er schonhabe einmal aufgetaucht, damals wegen Springsteen, einem Heft und einer Schallplatte.

Das ist der haben will Virus! ;-)

Eine ziemlich hartnäckige Erscheinung, die bevorzugt dann zuschlägt, wenn irgendwo etwas Neues glänzt und das vorhandene Gerät ausgerechnet noch tadellos funktioniert.

Aktuell hat er sich meine Bluetooth-Tastatur ausgesucht, eine CHERRY aus dem Jahr 2015, also praktisch gestern gekauft. Der Kalender behauptet zwar, dass inzwischen mehr als elf Jahre vergangen sind, aber Kalender neigen bekanntlich zur Erbsenzählerei.

Die genaue Bezeichnung lautet CHERRY JK-0600DE, verkauft wurde sie seinerzeit, glaube ich, als CHERRY KW 6000 (oder war’s umgekehrt?).

Egal, damals war es jedenfalls gar nicht so einfach, eine Bluetooth-Tastatur zu finden, die bezahlbar, ordentlich verarbeitet und trotzdem angenehm zu tippen war.

Mehrere No-Name-Modelle vor ihr hatten ungefähr ein Jahr durchgehalten (wenn denn …), danach waren sie Elektroschrott mit Tasten. Die CHERRY lief dagegen an verschiedenen Tablets, an Raspberry Pis und gelegentlich sogar am Smartphone, wenn längere Texte auf Glas ungefähr so verlockend wirkten wie ein Zahnarzttermin mit anschließendem Finanzamtbesuch.

Selbst der fest eingebaute Akku macht noch mit, der Anschlag gefällt mir weiterhin und ausgelutscht wirkt sie ebenfalls nicht.

Für den hwV ist das natürlich eine denkbar ungünstige Ausgangslage :roll:

Neu wäre trotzdem irgendwie … na ja … neuer eben!

Natürlich gibt es inzwischen Tastaturen, die besser auf Android zugeschnitten sind, mehrere Geräte speichern können und vielleicht sogar einen Fn-Lock besitzen. Dem hwV reicht diese Erkenntnis vollkommen aus.

(Nebenbei, liebe Entwickler: Ist die Menschheit in eurer Vorstellung schon so verblödet, dass sie die Lala-Laune-Tasten eher braucht als die eigentlichen Werkzeuge? Klar, warum sollte ich nicht ständig lauter und leiser machen, während im Workflow eigentlich nur der Browser aktualisiert werden muss  …)

Zurück zum Thema hwV

Er braucht keinen Defekt, keine Notlage und schon gar keinen vernünftigen Grund. Ihm genügen ein paar Produktbilder, technische Daten und die leise Behauptung, dass ein neuer Gegenstand das Leben mindestens sieben Prozent schöner machen könnte.

Man sucht also in den Techniktempeln der Konsumsucht, arbeitet sich in Bezeichnungen ein, staunt über Design und … KAUFT NICHT!

Ja, tatsächlich, das geht, ich kann so etwas! Ich kann etwas sehen, toll finden und einfach NICHT erwerben. Jedenfalls dann nicht, wenn ich es nicht zwingend brauche. Warum? Weil ich schon genug Zeug habe, das mal total geil war, absolut unverzichtbar und nun nur noch auf seinen Platz im Regal aufpasst. :mrgreen:

Lieber kaufen als verstehen

Diese seltsame neue und angeblich bessere Gesellschaft kauft lieber eine Lösung, als erst einmal zu prüfen, ob das vorhandene Problem vielleicht nur aus einer Einstellung, einer ungewohnten Taste oder zehn Minuten eigener Mühe besteht.

Geräte sollen sich selbst erklären, Fehler selbst beheben und möglichst schon vor dem Einschalten wissen, was der Besitzer gleich falsch machen wird. Eine Anleitung gilt als Zumutung, Einstellungen sind verdächtig technisch und wenn etwas nicht sofort so arbeitet wie erwartet, muss eben etwas Neues her.

Am besten belegt uns demnächst noch jemand das Brötchen, kaut es vor und verdaut es gleich mit, damit bloß keine eigene Mühe anfällt.

Dabei ist es oft gar nicht das Gerät, das nichts taugt. Manchmal kennt man nur seine Eigenheiten noch nicht, hat die falsche Einstellung erwischt oder erwartet, dass drei Hersteller und zwei Betriebssysteme zufällig dieselbe Vorstellung von einer Taste besitzen.

Bei meiner CHERRY sieht man ziemlich schön, wie schnell aus einer Kleinigkeit angeblich ein Grund für Ersatz werden könnte.

Man muss nicht alles neu kaufen, manchmal nur lernen, es zu bedienen

Unter Android sind bei meiner alten CHERRY beispielsweise die Tastenplätze für < > und ^ ° vertauscht. Die Funktionstasten F1 bis F12 brauchen zusätzlich Fn, während die Multimediafunktionen direkt reagieren.

Das ist gewöhnungsbedürftig und teilweise auch einfach bescheuert, aber kein Defekt. Sobald man weiß, wo die Zeichen liegen und wie die obere Tastenreihe arbeitet, lässt sich damit problemlos umgehen.

Wer mehr über die CHERRY KW 6000, ihre Eigenheiten unter Android und ihre erstaunlich lange Geschichte seit 2015 lesen möchte, findet das im Technikbeitrag Bluetooth-Tastatur seit 2015 auf michael-floessel.de.

Zahlt mehr, denn wir schaffen Standards

Man erklärt den Deutschen, warum sie den Deckel ihrer Colaflasche nicht mehr vollständig abdrehen können sollen, weltweit darf aber weiterhin jeder Hersteller Tastaturen beschriften und belegen, wie es ihm gerade passt.

Nach USB-C war mit der Einheitlichkeit offenbar schon wieder Schluss. :mrgreen:

Eine feste Position für vier Zeichen oder eine einheitliche Lösung für die Funktionstasten wäre vermutlich keine Mondlandung. Stattdessen darf man bei jeder Kombination aus Tastatur, Betriebssystem und Endgerät neu herausfinden, welche Beschriftung ernst gemeint ist und welche lediglich als freundlicher Gestaltungsvorschlag dient.

Natürlich ist ein Neukauf nicht grundsätzlich Unsinn. Wenn ein Gerät ausfällt, der Akku am Ende ist, wichtige Funktionen fehlen oder etwas Neues die tägliche Arbeit wirklich verbessert, darf der hwV gerne recht behalten.

Der Punkt ist nicht, aus jedem kaputten Gegenstand ein Familienerbstück zu machen. Es geht darum, vor dem Bestellen erst einmal zu verstehen, was man bereits besitzt, wie es arbeitet und ob das angebliche Problem vielleicht längst gelöst ist, sobald man seine Eigenheiten kennt.

Meine CHERRY bleibt deshalb erst einmal. Nicht aus Sparreligion und auch nicht, weil alte Technik automatisch besser wäre, sondern weil sie gut tippt, zuverlässig läuft und ich inzwischen weiß, wo sie ihre Zeichen versteckt.

Der hwV darf weiter im Tablet stöbern. Bestellen kann er, sobald er auch selbst bezahlt.

 

 

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TikTok hat jetzt ein kleines Desaster

Digitales Arbeiten im Garten 😉Der Desasterkreis erreicht China

Der Desasterkreis hat nun also auch China erreicht. Zumindest über den Umweg ByteDance und TikTok ;-)

Irgendwie ist das schleichend passiert.

Erst habe ich dort nur geschaut, was andere so treiben, dann landeten die ersten eigenen Videos auf der Plattform und irgendwann war der Account nicht mehr nur vorhanden, sondern wurde tatsächlich benutzt.

Eigentlich hätte das längst hier im Blog stehen müssen, aber besser spät als nie.

Ganz neu ist TikTok hier nicht

TikTok war im Desasterkreis sogar schon einmal Thema. Im Beitrag „Wenn sich Fimmel und TikTok treffen“ hatte ich bereits ein Video eingebunden, weil der Fund für meine gepflegten Macken einfach zu gut passte.

Damals stammte das Video allerdings noch von jemand anderem, inzwischen liefert der Desasterkreis seinen Kram dort selbst ab.

Die Videos sind dabei nichts Neues

Videos gehören bei mir schließlich schon lange zu Instagram, Facebook und den anderen Social-Media-Kanälen, und was vorhanden ist, kann man auch nutzen, oder? ;-)

Wenn etwas flattert, krabbelt, fährt, brummt oder auf andere Weise meint, sich vor meiner Kamera wichtigmachen zu müssen, bleibt es eben nicht immer bei einem Foto.

Dazu kommen Alltag, Technik, kleine Fundstücke und Momente, die sich in Bewegung einfach besser zeigen lassen, wobei der passende Text natürlich trotzdem noch im Blog landen kann. Man muss sich ja nicht unnötig auf eine Form beschränken :mrgreen:

Neu ist also nicht, dass der Desasterkreis Videos veröffentlicht, neu ist nur die zusätzliche Ablage bei TikTok.

Platz war gerade vorhanden

Der Zeitpunkt passte ebenfalls ganz gut.

Wie ich im Beitrag „Bluesky passt dann wohl eher nicht“ bereits beschrieben habe, muss man nicht jede Plattform weiter bespielen, nur weil man irgendwann einmal ein Profil angelegt hat.

Wenn etwas geht, das hauptsächlich noch nervt, entsteht wenigstens Raum für etwas Unterhaltsameres, bei dem nicht sofort jeder in Schockstarre verfällt, wenn die Realität auf Ideologie trifft.

TikTok hat diesen Platz nun übernommen, ganz ohne Bewerbungsgespräch, Einarbeitung oder Probezeit.

Jetzt steht es auch im Blog

Das TikTok-Symbol sitzt inzwischen unten bei den anderen Social-Media-Links und das Profil bekommt tatsächlich Inhalt.

Zu finden ist der Desasterkreis dort unter:

Der Desasterkreis bei TikTok

Damit wäre auch das im öffentlichen Privatarchiv festgehalten und TikTok hat jetzt ebenfalls ein kleines Desaster.

Ob die Plattform weiß, was sie sich damit eingefangen hat, wird sich zeigen :mrgreen:

 

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Checke mit der KI, wer Du bist

Frühe Technikjahre und digitale SpurenWer lange online ist, legt Fährten

Ich habe ChatGPT mal den Auftrag gegeben, zu suchen, wo ich im weltweiten Netz auftauche, wer ich dort seit wann und warum bin.

Spannendes Ding :shock:

Natürlich war mir klar, dass man mich findet. Ich betreibe schließlich seit mehr als 25 Jahren eigene Webseiten, schreibe in Blogs, bin auf diversen Plattformen unterwegs und beruflich ebenfalls nicht gerade unsichtbar.

Trotzdem hatte ich eher mit dem üblichen Kram gerechnet. Der Desasterkreis, michael-floessel.de, ein paar soziale Netzwerke, berufliche Profile und natürlich die Impressen. Die müssen nun einmal sein, auch wenn man digitalen Schnüfflern damit schon einen Teil der Arbeit abnimmt.

Die KI kam allerdings nicht mit ein paar Links zurück, sie legte mir beinahe einen Lebenslauf mit Quellenangaben auf den Tisch.

Online seit 1999

Los ging das Ganze bereits 1999 mit pc-tech-tips.de.

Nach einem Providerwechsel gingen die Inhalte später in michael-floessel.de auf. Dass ich mir das nicht gerade passend zurechterinnere, steht sogar seit 2019 in meinem eigenen Beitrag „Sicher, unsicher, HTTP, HTTPS, altes, neues“. (Ja, ich weiß, auf der Seite ist im Moment tote Hose, aber ich komme einfach nicht dazu, mal wieder in die Elektronikkiste zu greifen … :roll: )

Dort hatte ich selbst geschrieben, dass ich um 1999 mit meiner Webseite begonnen habe und Inhalte über Providerwechsel, andere Domains und verschiedene Systeme hinweg immer wieder mitgenommen wurden.

Ein Newsgroup-Beitrag aus dem Jahr 2003 verweist sogar bereits auf einen alten pc-tech-tips-Inhalt unter michael-floessel.de.

Das Netz hat die Verbindung also ebenfalls nicht ganz vergessen.

Eine der ältesten noch direkt auffindbaren Fährten stammt vom 20. Oktober 2001 aus einer alten Newsgroup.

Es ging um die Internetverbindungsfreigabe bei T-DSL. Schon die Begriffe klingen heute ein wenig so, als hätte man beim Einwählen noch Kohlen in den Rechner schaufeln müssen.

Unter dem Beitrag standen mein Name und gleich vier Domains:

pc-tech-tips.de, dayofmen.de, computer-basis.de und wollideen.de.

Eine Webseite allein war mir offensichtlich schon damals zu übersichtlich ;-)

Später kamen weitere Beiträge zu Autos, Linux, WLAN, Netzwerken, Computern und Technik hinzu. Selbst meine WLAN-Probleme aus dem Jahr 2003 liegen noch griffbereit im Archiv.

Dazu tauchten Projekte wie antischulgewalt.de auf, alte Signaturen blieben erhalten und längst verschwundene Seiten wurden in Foren, Verzeichnissen oder anderen Beiträgen verlinkt.

Jeder dieser Treffer ist erst einmal nur ein Stück aus seiner Zeit.

Ein alter Forenbeitrag, eine frühere Domain, ein Foto, ein Presseartikel oder irgendein technisches Problem, über das ich vor Jahren geschrieben habe.

Nichts davon ist geheim, schließlich habe ich es selbst veröffentlicht. Jeder, der an dieser Stelle reflexartig „Datenschutz!“ schreit, sollte erst einmal in sich gehen und sich fragen, WAS da eigentlich geschützt werden muss, wenn man freiwillig öffentlichen Austausch betreibt ;-)

Interessant wird es, wenn man die einzelnen Marker nebeneinanderlegt. Dann entsteht aus vielen kleinen Fundstücken ein erstaunlich vollständiges Bild davon, womit ich mich beschäftigt habe, wo ich unterwegs war und wie sich die Dinge über die Jahre entwickelt haben.

Nicht wegen irgendeiner finsteren Datensammelei, sondern schlicht deshalb, weil ich den größten Teil davon selbst ins Netz gestellt habe.

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Blödsinn gewinnt wohl doch

Einfach mal den Garten saugen 😁War ja klar

Aus völlig anderen Gründen steht der Staubsauger im Garten, mein Kopf macht daraus natürlich „Okay, einfach mal den Rasen saugen“.

Macht ja jeder, oder?

Naja, und wenn es schon sowas wie Instagram & Co gibt… gell?

Dann sieht man, dass nicht nur ich einen merkwürdigen Humor habe. :mrgreen:

Wer mag, kann ja schauen (und folgen ;-) )

Ja, ich weiß, manche Accounts lachen vielleicht über 1000 Aufrufe, aber ich freue mich einfach. Nicht mehr, nicht weniger.

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

      

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Bluesky passt dann wohl eher nicht

Bluesky - Ein blauer Himmel mit Wolken?Der Account bleibt, die Aktivität stoppt

Bluesky fliegt bei mir aus der Liste der Onlinedinge, die ich aktiv im Fokus habe.

Nicht der Account komplett, der bleibt erst mal stehen, wie eine Wiese, die man nicht mehr mäht. Da kann weiter wachsen, was wachsen will, nur unten in meinen Social-Profilen taucht der Link nicht mehr auf und ich pflege da nichts mehr großartig.

Warum überhaupt Bluesky?

Ich bin damals nicht aus Langeweile dort gelandet. Einige liebe Accounts waren von Twitter beziehungsweise X rübergegangen, Menschen, denen ich gerne gefolgt bin und teils noch folge.

Leute eben, mit denen man unterschiedlicher Ansicht sein kann, ohne dass sofort der digitale Dorfplatz nach Fackeln und Mistgabeln greift.

Nicht dieses ewige „Wenn du nicht denkst wie ich, bist du böse“, sondern dieses alte, fast schon verdächtig erwachsene Ding, bei dem man Widerspruch aushält und trotzdem miteinander auskommt.

Nur ist genau das auf Bluesky für mich in so geringem Maße zu finden, dass es inzwischen unerträglich wird, die Plattform überhaupt noch zu öffnen.

Vielleicht liegt es ja an meiner Bubble?

Klar, kann jetzt jemand sagen: „Dann bist du eben in der falschen Bubble gelandet.“

Okay, ja, kann sein. Allerdings ist das ja noch nichtmal meine Bubble an sich, mir reicht schon, was mir als offensichtlich für mich passend eingespielt wird.

Vielleicht habe ich auf Bluesky wirklich nur die falsche Ecke erwischt. Vielleicht gibt es dort irgendwo normale Gespräche, gesunden Widerspruch und Menschen, die nicht bei jedem zweiten Satz mit moralischem Blaulicht um die Ecke schießen, nur … gesehen habe ich davon nicht viel.

Was ich gesehen habe, war reichlich Selbstgewissheit, viel Haltungsschaum und dieses typische „Wir sind die Guten“-Getue, bei dem man schon weiß, dass es gleich unangenehm wird.

Es reicht schon lange

Ich habe vor kurzem schon in Es reicht schon lange geschrieben, dass ich keine Lust mehr habe, mich von allen und allem Möglichen belehren zu lassen, wie eine heile Welt auszusehen hat, während die Realität andere Ergebnisse liefert. Ebenso geht es mir mit Menschen, die all das noch bejubeln und nachplappern:

Danke, ich habe den Kaffee damit einfach auf!

All das funktioniert nur, wenn ein Nährboden gepflegt wird, auf dem es gedeiht und so sieht es dort eben so aus.

Wer damit ein Problem hat, darf es behalten.

Ich trage keine Plattform weiter mit, auf der diese Art Denken für mich so sichtbar dominiert. Ich werde keinen Link prominent stehen lassen, der am Ende wirkt, als würde ich diesen Laden ernsthaft noch als Teil meiner kleinen öffentlichen Runde empfehlen.

Warum der Account trotzdem bleibt

Der Account bleibt hauptsächlich wegen der wenigen Kontakte, wegen denen ich überhaupt dort gelandet bin. Falls man sich dort noch finden muss, falls jemand kurz schreiben will, falls irgendein Draht nicht komplett abreißen soll, ist die Tür nicht zugemauert, Mehr ist es nicht.

Ich werde dort nicht weiter Zeit, Energie und Sichtbarkeit reinwerfen, nur damit am Ende eine Plattform mitgefüttert wird, deren Grundklima ich nicht mehr mittrage.

Gehen diese wenigen Kontakte irgendwann auch weg, ist das eben so. Wenn sie dorthin abbiegen, wo ich ihnen über kurz oder lang ohnehin nichts mehr zu sagen hätte, dann ist das keine Katastrophe, sondern vermutlich nur die ehrliche Sortierung, die das Netz manchmal von selbst erledigt.

Die Spielwiese bleibt

Der Account bleibt, die Spielwiese bleibt, aber gemäht wird da nicht mehr.

Und unten in meinen Profilen ist der Link ab sofort raus. Der angeblich gefürchtete X-Killer, die große Anti-Musk-Waffe und der blaue Himmel der besseren Social-Welt sind für mich nach 2,5 Jahren Test ziemlich genau das geworden, was solche angekündigten Revolutionen gerne sind: eine Nischen-Luftnummer mit viel Sendungsbewusstsein.

Ein bisschen wie dieser neue Super-Discounter, der angeblich Aldi, Lidl und Co verdrängen soll, dessen Namen man sich aber nicht mal bis morgen merkt ;-)

 

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Wenn Dich das Archiv frösteln lässt

Ein sichtlich traumatisiertes Moralei sitzt auf einem Notizblock am Schreibtisch. Im Hintergrund leuchtet ein Monitor mit dem Blog-Beitrag „Das Grauen in der Küche“, während ein Eierschneider bedrohlich daneben aufragt.Eiskalt erwischt im Archiv

Der Desasterkreis ist jetzt über sechs Jahre alt. Da haben sich inzwischen etliche Beiträge angesammelt, mal mehr, mal weniger sinnvoll, is’ ja klar. Was macht man also in einer ruhigen Stunde am Abend? Wenn es für einen Kaffee schon zu spät ist, man sich für die Falle aber noch viel zu wach fühlt?

Richtig!

Man geht auf Zeitreise durch die eigene digitale Müllhalde. Über sechs Jahre Desasterkreis – da hat sich ordentlich was angesammelt. Manche Beiträge sind ja fast schon sinnvoll, andere … nun ja, die fallen eher unter die Kategorie „Was hat er sich dabei nur gedacht?“, gell?

Man hockt also vor dem Rechner und schaut mal nach, was man der Onlinewelt in den letzten Jahren eigentlich so zugemutet hat. Und, ja … was soll ich sagen? Ich habe entdeckt, dass da echte Grausamkeiten bei sind. Dinge, die sich direkt gegen das Maskottchen hier im Blog wenden, mitten ins Zentrum und ohne Rücksicht auf Verluste! :shock:

Man muss sich das mal vorstellen

Da stolpert man über das eigene How-to für den nicht ganz Präzisionseierschneider. Ich habe das damals eiskalt als „Service am Leser“ verkauft. Dass ich dabei eine Hochsicherheitsspannungsdraht-Schneideeinheit angepriesen habe, die quasi das Fallbeil für alles Rund-Weiße ist – nun ja, heute würde ich das wohl unter „jugendlicher Leichtsinn“ verbuchen. Passend dazu gab es natürlich auch direkt das Troubleshooting beim Präzisionseierschneider, falls die Hinrichtung nicht auf Anhieb geklappt hat. Man will ja professionell bleiben, gell?

Die absolute Krönung der Skrupellosigkeit war aber Das Grauen in der Küche. Während das Moralei im Hintergrund wahrscheinlich schon die Koffer gepackt hat, habe ich die nackte Wahrheit über die Eizerteilung in Bildern dokumentiert. Ein echtes Drama in mehreren Stufen – und ich habe seelenruhig daneben gestanden und auf den Auslöser gedrückt.

Wenn ich heute sehe, wie das Moralei und der Schritt in die Realität damals Hand in Hand gingen, habe ich echt ein mieses Gefühl in der Magengegend. Der kleine Kerl ist ja eigentlich als Der kleine Admin angetreten, um hier im Laden aufzupassen. Dass er dabei zusehen musste, wie sein Schöpfer Tipps zur „Einzeleizerteilung“ gibt, grenzt schon an psychologische Kriegsführung im Odenwald.

Ich glaube, ich muss die nächsten Tage mal ganz kleine Brötchen backen. :roll: Denn wenn das Moralei irgendwann mal den Dienst quittiert, dann gibt es hier gar kein Halten mehr, ei ei ei …! :mrgreen:


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Eierschneider 2.0: Das KI-Update

Eierschneider-Haltebasis-Ausbuchtung mit Hochsicherheitsspannungsdraht-SchneideeinheitFortschritt ist, wenn die KI den Eierschneider erklärt

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als man Informationen mühsam mit den eigenen Augen aus Texten saugen musste?

Is‘ ja Steinzeit, gell?

Vor ein paar Jahren habe ich hier im Blog mal eine (wie ich fand) bahnbrechende Anleitung zum How-to für den nicht ganz Präzisionseierschneider verfasst.

Damals musste man noch selber denken (es versuchen …), während man die Hochsicherheitsspannungsdraht-Schneideeinheit bedient hat. Aber wir leben ja in der Zukunft!

Ich habe den ganzen Quatsch von damals mal einer KI (NotebookLM) vorgeworfen.

Was dabei herauskam?

Ein „Eierschneider Guide“, der so tiefschürfend ist, dass mir vor Rührung über mich selber fast die Tränen kommen.  In Bild und Ton wird da jetzt die „strukturelle Integrität“ des Hühnerproduktszerteilens seziert.

Besonders wichtig: Die Warnung vor Katzen im operativen Bereich wurde glücklicherweise übernommen. Man will ja keine Infiltration der Gefahrenzone, während man am Quetsch-Druck arbeitet, nun ja.

Wer also keine Lust mehr hat, meine alten Texte zu lesen, kann sich das Drama jetzt bequem erklären lassen.

Aber Vorsicht!

Es klingt so professionell, dass es eigentlich nicht von mir sein kann! :roll:

Hier ist das Stück modernster Küchen-Philosophie:

 

Mission abgeschlossen?

Vielleicht. Es ist jedenfalls beeindruckend, mit welcher Ernsthaftigkeit die Technik heute ein einfaches Küchenprotokoll in eine operative Analyse verwandelt.

Wer hätte damals gedacht, dass die „Hochsicherheitsspannungsdraht-Schneideeinheit“ mal eine eigene Video-Dokumentation bekommt? Die Zukunft ist vielleicht kompliziert, aber sie klingt wenigstens verdammt professionell. :mrgreen:

Und ja, im Moment habe ich eine Fimmel mit NotebookLM ;-)


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Das Mindset der künstlichen Intelligenz

Eine künstliche Intelligenz, die versucht, das Chaos im Kopf des Bloggers zu visualisieren – inklusive Kaffeedurst und technischem Wahnsinn.Da kriegst’e Dein Fett weg

Ich muss zugeben, dass mich Experimente mit der KI schon faszinieren.

Die Plattformen denken mit, lernen den eigenen Stil und sind schon sehr gut in der Lage, sich an die Person anzupassen, die da am Bildschirm die mehr oder weniger optimalen Prompts verfasst ;-)

Erwischt

Spannend wird es, wenn man die eigenen Macken mal in einem Bild zusammenfassen lässt, eben so, wie es die künstliche Intelligenz erkannt hat :mrgreen:


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Mein Weihnachtsgeschenk: Smileys gratis

Smiley mit Nikolausmütze, grinsend, WeihnachtslookIch hab da mal was vorbereitet

Also, alle werben ja mit kostenlos und so, also will ich da auch mal mitspielen ;-)

Ich habe mir mit KI Hilfe ein paar Weihnachtssmileys gebaut.

Nicht, weil die Welt darauf gewartet hat, sondern weil ich mich kenne. Nächstes Jahr stehe ich sonst wieder da und suche wie blöd nach genau diesen Dateien, die ich „ganz sicher“ irgendwo sauber abgelegt habe. :roll:

Weiterlesen

Muss man Dir sagen, was relevant ist?

Relevant ist nur, was relevant sein sollRelevant ist nur, was relevant sein soll

Ich dachte immer, eigenständig denken und entscheiden, was relevant ist, dient als die Basis für Verantwortung.

Warum ich das schreibe?

Man scrollt nichtsahnend (nicht wirklich) durch Facebook, bleibt bei einem Beitrag hängen und will mal schauen, was die Leute so dazu sagen.

Nur, welche Kommentare sieht man da eigentlich so out of the box?

Genau: Die, die Facebook für relevant hält. Und das ist der Punkt, an dem mir langsam aber sicher die Magensäure die Speiseröhre hinauf wandert.

Facebook bietet drei schöne Auswahlmöglichkeiten:

  • Top-Kommentare
  • Neueste zuerst
  • Alle Kommentare

Klingt erstmal fair, oder?

Ist es aber nicht.

Die Standardansicht sind die Top-Kommentare, also das, was Facebook als besonders wichtig oder interessant einstuft. Angeblich hilft das, Spam herauszufiltern.

Aber mal ehrlich: Wie oft erlebt man, dass die „Top-Kommentare“ einfach nur die lautesten, dümmeren oder provokantesten sind? Genau die, die am meisten Klicks, Likes oder wütende Reaktionen bekommen. Die sachlichen, fundierten Beiträge? Die saufen irgendwo ganz unten ab.

Genau hier geht die Meinungslenkung los!

Wer entscheidet denn, was relevant ist?

Wieder richtig:

Die Plattform.

Und die hat sicher nicht das Interesse an einer objektiven Diskussion im Sinn. Es geht um Reichweite, Engagement und – natürlich – um die Agenda, die gerade gepusht werden soll.

Nicht vergessen: Es gibt nicht wenige Leute, die begeistert klatschen, wenn so eine Plattform Fakenews filtert oder festlegt, was Hatespeech ist. Besser noch, Leute, die in Panik verfallen, wenn angekündigt wird, dass das ggf. wegfällt.

Das spiegelt ein ziemlich scharfes Bild von dem, was an Ergebnissen jeden Tag im realen Leben zu entdecken ist. Vielleicht nicht die Mehrheit, aber ziemlich sicher der Teil, der Relevanzfilter benötigt, um eine Meinung zu haben …

Wenn man wirklich alle Meinungen sehen will, gibt es nur eine Option: Alle Kommentare. Aber komisch, dass genau diese Auswahl ganz unten platziert ist, welch ein Zufall, oder? Neutralität sieht jedenfalls anders aus.

Falls das jetzt übertrieben klingt, ich habe dazu schon mal meine Meinung geäußert. Wen es interessiert – einfach „Es geht nicht um Dich“ lesen.

Solche Auswahlmöglichkeiten wie diese hier spielen da ganz vorne mit, wenn es um meine Sichtweise geht. Da wird klar, dass man für Facebook und Co. nicht mehr ist als ein weiteres Zahnrad im großen Manipulationsgetriebe.

Ach ja, und wer 202x nicht 110% bei jedem „woken“ Thema mitschwimmt, der kann sicher sein: Seine Meinung landet vielleicht, aber nur vielleicht, nicht in den „Top-Kommentaren“.

Willkommen in der schönen neuen Filterblasen-Welt.

Wie immer: Nur meine Meinung, nur mein Senf ;-)

  

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