Wenn Politik im Alltag größer wird

Auf ein Wort, denn Politik ist im Moment eben auch Alltag. Der Hintergrund ist KI, ich bin echt.Warum das gerade hierher gehört

So, ja, ich weiß, hier geht es im Moment ziemlich oft um Dinge rund um das politische Geschehen in diesem Land.

Eigentlich soll das gar nicht der Schwerpunkt des Desasterkreises sein, nur geht es hier eben um Dinge des Alltags, manchmal groß, manchmal klein und manchmal um Details, die schnell übersehen werden. Dazu gehören auch Zusammenhänge, die man kaum erkennen kann, wenn man erst drei Tage vor einer Wahl anfängt hinzuschauen.

Nun, ICH denke, im Moment ist es das wert, auch hier den einen oder anderen Beitrag dazu zu schreiben.

Wer wirklich der Meinung ist, dass alles, was sich gerade in Deutschland verändert, normal und irgendwie gewinnbringend für die Menschen hier ist, den kann ich irgendwann nicht mehr für voll nehmen. Sorry, aber 1 + 1 ist 2 und nicht 1,99, nur weil irgendwer lange genug erklärt, warum das Ergebnis trotzdem stimmen soll.

Dabei geht es mir nicht darum, irgendeine Partei aufgrund ihrer Farbe groß oder klein zu schreiben. Mir ist ziemlich egal, ob da CDU, SPD, AfD, FDP, Grüne oder sonst etwas draufsteht.

Ich möchte mich am Abend mit dem Vertrauen ins Bett legen können, dass am nächsten Morgen noch das Leben existiert, das ich seit, Stand heute, 57 Jahren mehr oder weniger erfolgreich für mich und meine Familie aufgebaut habe. Ein Leben auf der Grundlage dessen, was hier einmal Recht, Gesetz, Kultur und eine halbwegs planbare Zukunft bedeutete.

Genau dieses Vertrauen bekommt allerdings zunehmend Risse

Mit Ideologie lässt sich die Realität nicht bewältigen, mit Größenwahn kein Alltag meistern und mit Hirngespinsten kein Kühlschrank füllen.

Wenn ich mich also für oder gegen eine Partei entscheide, dann deshalb, weil ich von ihr erwarte, dass sie ihr Bestes für meine Heimat und die Menschen darin gibt. Der Name auf dem Wahlzettel ist mir dabei ziemlich scheißegal.

Bei der nächsten Wahl kann meine Entscheidung deshalb völlig anders aussehen, vielleicht ändere ich meine Meinung sogar noch direkt an der Wahlurne.

Dieses „Habe ich schon immer gewählt“ gibt es für mich nicht. Ebenso wenig „Papa, Oma oder Opa haben die auch gewählt“, „haben sie im Fernsehen gesagt“ oder „stand so in der Zeitung“.

Ich versuche mir mein eigenes Bild zu machen, und zwar immer, nicht erst kurz vor einer Wahl und natürlich ist es vielleicht mühsam, wenn einen das nicht interessiert. Nun, ich kann aber nicht verstehen, wie es jemandem egal sein kann, wie das eigene Leben regiert wird. ICH habe das früh begriffen und wenn man einfach im Alltag etwas achtsam ist, dann bekommt man das Wichtigste eigentlich mit.

Jeder, dem das zu anstrengend scheint, sollte vielleicht einmal daran denken, wie lange ihn die Folgen seiner Entscheidung begleiten können. Auf dem Konto, an der Tankstelle, im Job, beim Einkaufen, vor Gericht, bei seiner persönlichen Sicherheit und inzwischen teilweise selbst bei Dingen, über die vor ein paar Jahren kaum jemand überhaupt nachgedacht hätte.

24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr

Da finde ich es nicht übertrieben, ein bisschen Zeit und Wissen in die Frage zu investieren, wer eigentlich darüber entscheiden möchte, was vom Brutto als Netto übrigbleibt, wofür jemand vor Gericht landen kann, was morgen noch erlaubt ist und wie sicher die nächste Ecke des eigenen Alltags eigentlich bleibt.

Das Kreuz dauert ein paar Sekunden, die Folgen können Jahre dauern.

Weiterhin gilt hier trotzdem genau das, was schon immer gegolten hat. Wenn im Alltag etwas passiert, was MIR bedeutsam erscheint, dann landet es möglicherweise im Desasterkreis.

Mal ist das ein kaputter Gegenstand, irgendein Irrsinn auf der Straße, ein Gedanke beim Kaffee oder eben etwas Politisches, das am Ende sehr viel stärker in unseren Alltag hineinreicht, als manche wahrhaben wollen.

Wie ihr das wertet, bleibt euch überlassen. Lesen muss es ebenfalls niemand, weiterscrollen ist schließlich auch eine völlig legitime Möglichkeit.

Nur eines bleibt dabei ziemlich einfach:

Mein Blog, meine Regeln.

Mein Senf und mein Wort zum Tag.

Punkt.

 

 

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Kennst Du noch *plonk*?

Wenn die Kommentarschlacht nur noch im Kreis läuft, macht es irgendwann plonk. KI-generiertes Symbolbild.Weg in 3, 2, 1 … *plonk*

Ich veröffentliche hier im Blog etwas, teile einen Beitrag bei Facebook, Instagram oder sonstwo und natürlich kommen Reaktionen. Genau so soll es ja auch sein, sonst könnte ich den ganzen Kram gleich auf meiner Festplatte liegen lassen.

Manche stimmen zu, manche sehen es völlig anders, andere bringen einen neuen Gedanken rein oder erklären mir ziemlich deutlich, warum sie meinen, dass ich Blödsinn geschrieben habe, kann ja durchaus mal sein ;-)

Alles gut, genau dafür gibt es schließlich Kommentare.

Leider leben wir aber auch in einer Zeit, in der es manchen gar nicht mehr um die Sache geht. Fakten werden ignoriert, Aussagen passend verdreht und wenn das alles nicht reicht, wird eben gepöbelt. Reagiere ich irgendwann nicht mehr, kommt gerne noch einer hinterher, manchmal auch zwei, bis schließlich der vermeintliche Sieg verkündet wird.

Keine Antwort mehr? Ha! Gewonnen!

Nein, Freund oder Freundin, Du hast nicht gewonnen. Du bist für mich irgendwann einfach zu unbedeutend, als dass ich weiter Lebenszeit in Dich investiere.

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Das Scrollrad funktioniert noch

Das Mausrad - einfach weiterscrollen ...!Das Scrollrad funktioniert noch. Lesen wäre auch eine Idee

Vor ein paar Tagen habe ich auf den Socials ein Video zu meinem Beitrag „Gegenverkehr? Erst mal bremsen“ veröffentlicht. Darin habe ich anhand von Ausschnitten aus meinem Originalmaterial die beobachtete Situation von einer KI zur Demonstration nachbauen lassen. Dass es KI ist, steht im Video, ich habe auch nirgendwo behauptet, die gezeigten Szenen wären authentische Aufnahmen meiner Fahrt.

Ein User fand trotzdem, ich solle so etwas doch lassen. Ich habe ihm erklärt, wie das Video entstanden ist und was es darstellen soll, damit hätte die Sache für mich erledigt sein können. Für ihn offenbar nicht, denn er schrieb weiter und irgendwann kam von mir sinngemäß nur noch, dass er das Video schließlich nicht anschauen muss.

Da klingelte etwas bei mir

2021 habe ich hier schon einmal über ein kleines technisches Wunderwerk geschrieben, das magische Rad an der Maus. Schon damals war die Erkenntnis dahinter recht simpel: Wenn euch im Internet etwas nicht gefällt, könnt ihr einfach weiterscrollen. Das funktioniert sogar heute noch. ;-)

Nur scheint sich das Problem inzwischen weiterentwickelt zu haben. Heute wird doch oftmals nicht einmal mehr richtig zur Kenntnis genommen, was da eigentlich steht oder gezeigt wird. Überschrift gesehen, ein paar Sekunden Video erwischt, vielleicht zwei Sätze gelesen und die Meinung ist fertig. Danach wird sie einfach über den Inhalt gebügelt, völlig egal, was dort tatsächlich gesagt oder geschrieben wurde.

Noch schräger wird es, wenn aus dieser Meinung gleich eine Art Anweisung wird. Das solltest Du nicht machen, das solltest Du nicht schreiben, so etwas sollte man nicht veröffentlichen. Eine andere Sicht reicht offenbar nicht mehr, das eigene Wort ist gesetzt und der Rest soll sich möglichst daran halten.

Natürlich kann jemand mein KI-Video blöd finden. Er kann meine Gedanken zum Straßenverkehr für Unsinn halten, meinen Blog nicht mögen oder bei meinen Social-Media-Beiträgen sofort weiterwischen. Alles völlig in Ordnung, nur entsteht daraus kein Anspruch darauf, dass ich deswegen etwas ändere oder mein Denken abstelle.

Genau das scheint mir inzwischen immer häufiger verloren zu gehen. Eine andere Meinung wird nicht einfach stehen gelassen, sie soll möglichst verschwinden. Löschen, sperren, melden, verbieten, Hauptsache weg. Dabei wäre es eigentlich recht einfach: Ihr sagt eure Meinung, ich sage meine, vielleicht sind wir uns einig und vielleicht eben nicht.

Ich schreibe hier schließlich keine Abstimmungsvorlagen. Ob jemand meiner Meinung zustimmt, geht mir im Zweifel ziemlich am Arsch vorbei. ;-)

Anders sieht es aus, wenn ich sachlich falsch liege. Wenn mir jemand klar und nachvollziehbar belegen kann, dass etwas nicht stimmt, immer her damit. Dann schaue ich mir das an, korrigiere mich gegebenenfalls und habe im besten Fall noch etwas gelernt. Das ist allerdings etwas völlig anderes als „Ich sehe das anders, also musst Du damit aufhören“.

Und wenn jemand nach einer Erklärung trotzdem immer weiter darauf herumreitet, mache ich beim Blockieren eines Accounts auch keine Wissenschaft daraus. Nicht jeder muss mich mögen und ich muss ganz sicher auch nicht jeden mögen.

Damit haben wir neben dem Scrollrad inzwischen sogar noch ein zweites technisches Wunderwerk bei den Social-Media-Plattformen: Den Blockieren-Knopf.

Beide funktionieren erstaunlich zuverlässig. ;-)

 

 

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Winken für die Überwachung?

Zwei Smileys winken Überwachungskameras zu, der dritte zeigt ihnen den Vogel. KI-generiertes Symbolbild.Wer kennt denn sowas?

(Aus der Reihe: Dinge, die keine Sau kennt und die deshalb erst ein paar Tage später durch Zufall auf den Schirm kommen!)

Am 16. August, also gestern, war Wink-Überwachungskameras-zu-Tag ( :shock: ) und natürlich erfahre ich sowas rechtzeitig, also präzise später. :roll:

Bis dahin hatte ich nicht den blassesten Schimmer, dass es diesen Tag überhaupt gibt, wobei ich vermute, damit nicht ganz allein zu sein. So richtig scheint der hierzulande jedenfalls nicht eingeschlagen zu haben. Grund genug, es jetzt und hier zu erwähnen :mrgreen:

Dabei ist die Sache durchaus echt. Wer eine Überwachungskamera sieht, soll ihr zuwinken, als kleiner Protest gegen die zunehmende Überwachung im öffentlichen Raum. Kein Witz, kann man bei den Kuriosen Feiertagen nachlesen.

Ich musste trotzdem zweimal darüber nachdenken. Da hängt also eine Kamera, die mich beobachtet, ich entdecke sie und als Zeichen meines Protestes winke ich freundlich hinein. Damit habe ich es der Überwachung natürlich mal richtig gezeigt. ;-)

Dinge, die keine Sau kennt?

Material dürfte genug vorhanden sein, man muss es nur finden (wollen) …

 

 

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Der hwV will eine neue Tastatur

CHERRY Bluetooth-Tastatur mit ein bisschen KI-Tischdeko 😉Elf Jahre alt, gestern erst ausgepackt

Kennt ihr den hwV?

Nein?

Irgendwo hier im Blog ist er schonhabe einmal aufgetaucht, damals wegen Springsteen, einem Heft und einer Schallplatte.

Das ist der haben will Virus! ;-)

Eine ziemlich hartnäckige Erscheinung, die bevorzugt dann zuschlägt, wenn irgendwo etwas Neues glänzt und das vorhandene Gerät ausgerechnet noch tadellos funktioniert.

Aktuell hat er sich meine Bluetooth-Tastatur ausgesucht, eine CHERRY aus dem Jahr 2015, also praktisch gestern gekauft. Der Kalender behauptet zwar, dass inzwischen mehr als elf Jahre vergangen sind, aber Kalender neigen bekanntlich zur Erbsenzählerei.

Die genaue Bezeichnung lautet CHERRY JK-0600DE, verkauft wurde sie seinerzeit, glaube ich, als CHERRY KW 6000 (oder war’s umgekehrt?).

Egal, damals war es jedenfalls gar nicht so einfach, eine Bluetooth-Tastatur zu finden, die bezahlbar, ordentlich verarbeitet und trotzdem angenehm zu tippen war.

Mehrere No-Name-Modelle vor ihr hatten ungefähr ein Jahr durchgehalten (wenn denn …), danach waren sie Elektroschrott mit Tasten. Die CHERRY lief dagegen an verschiedenen Tablets, an Raspberry Pis und gelegentlich sogar am Smartphone, wenn längere Texte auf Glas ungefähr so verlockend wirkten wie ein Zahnarzttermin mit anschließendem Finanzamtbesuch.

Selbst der fest eingebaute Akku macht noch mit, der Anschlag gefällt mir weiterhin und ausgelutscht wirkt sie ebenfalls nicht.

Für den hwV ist das natürlich eine denkbar ungünstige Ausgangslage :roll:

Neu wäre trotzdem irgendwie … na ja … neuer eben!

Natürlich gibt es inzwischen Tastaturen, die besser auf Android zugeschnitten sind, mehrere Geräte speichern können und vielleicht sogar einen Fn-Lock besitzen. Dem hwV reicht diese Erkenntnis vollkommen aus.

(Nebenbei, liebe Entwickler: Ist die Menschheit in eurer Vorstellung schon so verblödet, dass sie die Lala-Laune-Tasten eher braucht als die eigentlichen Werkzeuge? Klar, warum sollte ich nicht ständig lauter und leiser machen, während im Workflow eigentlich nur der Browser aktualisiert werden muss  …)

Zurück zum Thema hwV

Er braucht keinen Defekt, keine Notlage und schon gar keinen vernünftigen Grund. Ihm genügen ein paar Produktbilder, technische Daten und die leise Behauptung, dass ein neuer Gegenstand das Leben mindestens sieben Prozent schöner machen könnte.

Man sucht also in den Techniktempeln der Konsumsucht, arbeitet sich in Bezeichnungen ein, staunt über Design und … KAUFT NICHT!

Ja, tatsächlich, das geht, ich kann so etwas! Ich kann etwas sehen, toll finden und einfach NICHT erwerben. Jedenfalls dann nicht, wenn ich es nicht zwingend brauche. Warum? Weil ich schon genug Zeug habe, das mal total geil war, absolut unverzichtbar und nun nur noch auf seinen Platz im Regal aufpasst. :mrgreen:

Lieber kaufen als verstehen

Diese seltsame neue und angeblich bessere Gesellschaft kauft lieber eine Lösung, als erst einmal zu prüfen, ob das vorhandene Problem vielleicht nur aus einer Einstellung, einer ungewohnten Taste oder zehn Minuten eigener Mühe besteht.

Geräte sollen sich selbst erklären, Fehler selbst beheben und möglichst schon vor dem Einschalten wissen, was der Besitzer gleich falsch machen wird. Eine Anleitung gilt als Zumutung, Einstellungen sind verdächtig technisch und wenn etwas nicht sofort so arbeitet wie erwartet, muss eben etwas Neues her.

Am besten belegt uns demnächst noch jemand das Brötchen, kaut es vor und verdaut es gleich mit, damit bloß keine eigene Mühe anfällt.

Dabei ist es oft gar nicht das Gerät, das nichts taugt. Manchmal kennt man nur seine Eigenheiten noch nicht, hat die falsche Einstellung erwischt oder erwartet, dass drei Hersteller und zwei Betriebssysteme zufällig dieselbe Vorstellung von einer Taste besitzen.

Bei meiner CHERRY sieht man ziemlich schön, wie schnell aus einer Kleinigkeit angeblich ein Grund für Ersatz werden könnte.

Man muss nicht alles neu kaufen, manchmal nur lernen, es zu bedienen

Unter Android sind bei meiner alten CHERRY beispielsweise die Tastenplätze für < > und ^ ° vertauscht. Die Funktionstasten F1 bis F12 brauchen zusätzlich Fn, während die Multimediafunktionen direkt reagieren.

Das ist gewöhnungsbedürftig und teilweise auch einfach bescheuert, aber kein Defekt. Sobald man weiß, wo die Zeichen liegen und wie die obere Tastenreihe arbeitet, lässt sich damit problemlos umgehen.

Wer mehr über die CHERRY KW 6000, ihre Eigenheiten unter Android und ihre erstaunlich lange Geschichte seit 2015 lesen möchte, findet das im Technikbeitrag Bluetooth-Tastatur seit 2015 auf michael-floessel.de.

Zahlt mehr, denn wir schaffen Standards

Man erklärt den Deutschen, warum sie den Deckel ihrer Colaflasche nicht mehr vollständig abdrehen können sollen, weltweit darf aber weiterhin jeder Hersteller Tastaturen beschriften und belegen, wie es ihm gerade passt.

Nach USB-C war mit der Einheitlichkeit offenbar schon wieder Schluss. :mrgreen:

Eine feste Position für vier Zeichen oder eine einheitliche Lösung für die Funktionstasten wäre vermutlich keine Mondlandung. Stattdessen darf man bei jeder Kombination aus Tastatur, Betriebssystem und Endgerät neu herausfinden, welche Beschriftung ernst gemeint ist und welche lediglich als freundlicher Gestaltungsvorschlag dient.

Natürlich ist ein Neukauf nicht grundsätzlich Unsinn. Wenn ein Gerät ausfällt, der Akku am Ende ist, wichtige Funktionen fehlen oder etwas Neues die tägliche Arbeit wirklich verbessert, darf der hwV gerne recht behalten.

Der Punkt ist nicht, aus jedem kaputten Gegenstand ein Familienerbstück zu machen. Es geht darum, vor dem Bestellen erst einmal zu verstehen, was man bereits besitzt, wie es arbeitet und ob das angebliche Problem vielleicht längst gelöst ist, sobald man seine Eigenheiten kennt.

Meine CHERRY bleibt deshalb erst einmal. Nicht aus Sparreligion und auch nicht, weil alte Technik automatisch besser wäre, sondern weil sie gut tippt, zuverlässig läuft und ich inzwischen weiß, wo sie ihre Zeichen versteckt.

Der hwV darf weiter im Tablet stöbern. Bestellen kann er, sobald er auch selbst bezahlt.

 

 

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TikTok hat jetzt ein kleines Desaster

Digitales Arbeiten im Garten 😉Der Desasterkreis erreicht China

Der Desasterkreis hat nun also auch China erreicht. Zumindest über den Umweg ByteDance und TikTok ;-)

Irgendwie ist das schleichend passiert.

Erst habe ich dort nur geschaut, was andere so treiben, dann landeten die ersten eigenen Videos auf der Plattform und irgendwann war der Account nicht mehr nur vorhanden, sondern wurde tatsächlich benutzt.

Eigentlich hätte das längst hier im Blog stehen müssen, aber besser spät als nie.

Ganz neu ist TikTok hier nicht

TikTok war im Desasterkreis sogar schon einmal Thema. Im Beitrag „Wenn sich Fimmel und TikTok treffen“ hatte ich bereits ein Video eingebunden, weil der Fund für meine gepflegten Macken einfach zu gut passte.

Damals stammte das Video allerdings noch von jemand anderem, inzwischen liefert der Desasterkreis seinen Kram dort selbst ab.

Die Videos sind dabei nichts Neues

Videos gehören bei mir schließlich schon lange zu Instagram, Facebook und den anderen Social-Media-Kanälen, und was vorhanden ist, kann man auch nutzen, oder? ;-)

Wenn etwas flattert, krabbelt, fährt, brummt oder auf andere Weise meint, sich vor meiner Kamera wichtigmachen zu müssen, bleibt es eben nicht immer bei einem Foto.

Dazu kommen Alltag, Technik, kleine Fundstücke und Momente, die sich in Bewegung einfach besser zeigen lassen, wobei der passende Text natürlich trotzdem noch im Blog landen kann. Man muss sich ja nicht unnötig auf eine Form beschränken :mrgreen:

Neu ist also nicht, dass der Desasterkreis Videos veröffentlicht, neu ist nur die zusätzliche Ablage bei TikTok.

Platz war gerade vorhanden

Der Zeitpunkt passte ebenfalls ganz gut.

Wie ich im Beitrag „Bluesky passt dann wohl eher nicht“ bereits beschrieben habe, muss man nicht jede Plattform weiter bespielen, nur weil man irgendwann einmal ein Profil angelegt hat.

Wenn etwas geht, das hauptsächlich noch nervt, entsteht wenigstens Raum für etwas Unterhaltsameres, bei dem nicht sofort jeder in Schockstarre verfällt, wenn die Realität auf Ideologie trifft.

TikTok hat diesen Platz nun übernommen, ganz ohne Bewerbungsgespräch, Einarbeitung oder Probezeit.

Jetzt steht es auch im Blog

Das TikTok-Symbol sitzt inzwischen unten bei den anderen Social-Media-Links und das Profil bekommt tatsächlich Inhalt.

Zu finden ist der Desasterkreis dort unter:

Der Desasterkreis bei TikTok

Damit wäre auch das im öffentlichen Privatarchiv festgehalten und TikTok hat jetzt ebenfalls ein kleines Desaster.

Ob die Plattform weiß, was sie sich damit eingefangen hat, wird sich zeigen :mrgreen:

 

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Checke mit der KI, wer Du bist

Frühe Technikjahre und digitale SpurenWer lange online ist, legt Fährten

Ich habe ChatGPT mal den Auftrag gegeben, zu suchen, wo ich im weltweiten Netz auftauche, wer ich dort seit wann und warum bin.

Spannendes Ding :shock:

Natürlich war mir klar, dass man mich findet. Ich betreibe schließlich seit mehr als 25 Jahren eigene Webseiten, schreibe in Blogs, bin auf diversen Plattformen unterwegs und beruflich ebenfalls nicht gerade unsichtbar.

Trotzdem hatte ich eher mit dem üblichen Kram gerechnet. Der Desasterkreis, michael-floessel.de, ein paar soziale Netzwerke, berufliche Profile und natürlich die Impressen. Die müssen nun einmal sein, auch wenn man digitalen Schnüfflern damit schon einen Teil der Arbeit abnimmt.

Die KI kam allerdings nicht mit ein paar Links zurück, sie legte mir beinahe einen Lebenslauf mit Quellenangaben auf den Tisch.

Online seit 1999

Los ging das Ganze bereits 1999 mit pc-tech-tips.de.

Nach einem Providerwechsel gingen die Inhalte später in michael-floessel.de auf. Dass ich mir das nicht gerade passend zurechterinnere, steht sogar seit 2019 in meinem eigenen Beitrag „Sicher, unsicher, HTTP, HTTPS, altes, neues“. (Ja, ich weiß, auf der Seite ist im Moment tote Hose, aber ich komme einfach nicht dazu, mal wieder in die Elektronikkiste zu greifen … :roll: )

Dort hatte ich selbst geschrieben, dass ich um 1999 mit meiner Webseite begonnen habe und Inhalte über Providerwechsel, andere Domains und verschiedene Systeme hinweg immer wieder mitgenommen wurden.

Ein Newsgroup-Beitrag aus dem Jahr 2003 verweist sogar bereits auf einen alten pc-tech-tips-Inhalt unter michael-floessel.de.

Das Netz hat die Verbindung also ebenfalls nicht ganz vergessen.

Eine der ältesten noch direkt auffindbaren Fährten stammt vom 20. Oktober 2001 aus einer alten Newsgroup.

Es ging um die Internetverbindungsfreigabe bei T-DSL. Schon die Begriffe klingen heute ein wenig so, als hätte man beim Einwählen noch Kohlen in den Rechner schaufeln müssen.

Unter dem Beitrag standen mein Name und gleich vier Domains:

pc-tech-tips.de, dayofmen.de, computer-basis.de und wollideen.de.

Eine Webseite allein war mir offensichtlich schon damals zu übersichtlich ;-)

Später kamen weitere Beiträge zu Autos, Linux, WLAN, Netzwerken, Computern und Technik hinzu. Selbst meine WLAN-Probleme aus dem Jahr 2003 liegen noch griffbereit im Archiv.

Dazu tauchten Projekte wie antischulgewalt.de auf, alte Signaturen blieben erhalten und längst verschwundene Seiten wurden in Foren, Verzeichnissen oder anderen Beiträgen verlinkt.

Jeder dieser Treffer ist erst einmal nur ein Stück aus seiner Zeit.

Ein alter Forenbeitrag, eine frühere Domain, ein Foto, ein Presseartikel oder irgendein technisches Problem, über das ich vor Jahren geschrieben habe.

Nichts davon ist geheim, schließlich habe ich es selbst veröffentlicht. Jeder, der an dieser Stelle reflexartig „Datenschutz!“ schreit, sollte erst einmal in sich gehen und sich fragen, WAS da eigentlich geschützt werden muss, wenn man freiwillig öffentlichen Austausch betreibt ;-)

Interessant wird es, wenn man die einzelnen Marker nebeneinanderlegt. Dann entsteht aus vielen kleinen Fundstücken ein erstaunlich vollständiges Bild davon, womit ich mich beschäftigt habe, wo ich unterwegs war und wie sich die Dinge über die Jahre entwickelt haben.

Nicht wegen irgendeiner finsteren Datensammelei, sondern schlicht deshalb, weil ich den größten Teil davon selbst ins Netz gestellt habe.

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Blödsinn gewinnt wohl doch

Einfach mal den Garten saugen 😁War ja klar

Aus völlig anderen Gründen steht der Staubsauger im Garten, mein Kopf macht daraus natürlich „Okay, einfach mal den Rasen saugen“.

Macht ja jeder, oder?

Naja, und wenn es schon sowas wie Instagram & Co gibt… gell?

Dann sieht man, dass nicht nur ich einen merkwürdigen Humor habe. :mrgreen:

Wer mag, kann ja schauen (und folgen ;-) )

Ja, ich weiß, manche Accounts lachen vielleicht über 1000 Aufrufe, aber ich freue mich einfach. Nicht mehr, nicht weniger.

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

      

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Bluesky passt dann wohl eher nicht

Bluesky - Ein blauer Himmel mit Wolken?Der Account bleibt, die Aktivität stoppt

Bluesky fliegt bei mir aus der Liste der Onlinedinge, die ich aktiv im Fokus habe.

Nicht der Account komplett, der bleibt erst mal stehen, wie eine Wiese, die man nicht mehr mäht. Da kann weiter wachsen, was wachsen will, nur unten in meinen Social-Profilen taucht der Link nicht mehr auf und ich pflege da nichts mehr großartig.

Warum überhaupt Bluesky?

Ich bin damals nicht aus Langeweile dort gelandet. Einige liebe Accounts waren von Twitter beziehungsweise X rübergegangen, Menschen, denen ich gerne gefolgt bin und teils noch folge.

Leute eben, mit denen man unterschiedlicher Ansicht sein kann, ohne dass sofort der digitale Dorfplatz nach Fackeln und Mistgabeln greift.

Nicht dieses ewige „Wenn du nicht denkst wie ich, bist du böse“, sondern dieses alte, fast schon verdächtig erwachsene Ding, bei dem man Widerspruch aushält und trotzdem miteinander auskommt.

Nur ist genau das auf Bluesky für mich in so geringem Maße zu finden, dass es inzwischen unerträglich wird, die Plattform überhaupt noch zu öffnen.

Vielleicht liegt es ja an meiner Bubble?

Klar, kann jetzt jemand sagen: „Dann bist du eben in der falschen Bubble gelandet.“

Okay, ja, kann sein. Allerdings ist das ja noch nichtmal meine Bubble an sich, mir reicht schon, was mir als offensichtlich für mich passend eingespielt wird.

Vielleicht habe ich auf Bluesky wirklich nur die falsche Ecke erwischt. Vielleicht gibt es dort irgendwo normale Gespräche, gesunden Widerspruch und Menschen, die nicht bei jedem zweiten Satz mit moralischem Blaulicht um die Ecke schießen, nur … gesehen habe ich davon nicht viel.

Was ich gesehen habe, war reichlich Selbstgewissheit, viel Haltungsschaum und dieses typische „Wir sind die Guten“-Getue, bei dem man schon weiß, dass es gleich unangenehm wird.

Es reicht schon lange

Ich habe vor kurzem schon in Es reicht schon lange geschrieben, dass ich keine Lust mehr habe, mich von allen und allem Möglichen belehren zu lassen, wie eine heile Welt auszusehen hat, während die Realität andere Ergebnisse liefert. Ebenso geht es mir mit Menschen, die all das noch bejubeln und nachplappern:

Danke, ich habe den Kaffee damit einfach auf!

All das funktioniert nur, wenn ein Nährboden gepflegt wird, auf dem es gedeiht und so sieht es dort eben so aus.

Wer damit ein Problem hat, darf es behalten.

Ich trage keine Plattform weiter mit, auf der diese Art Denken für mich so sichtbar dominiert. Ich werde keinen Link prominent stehen lassen, der am Ende wirkt, als würde ich diesen Laden ernsthaft noch als Teil meiner kleinen öffentlichen Runde empfehlen.

Warum der Account trotzdem bleibt

Der Account bleibt hauptsächlich wegen der wenigen Kontakte, wegen denen ich überhaupt dort gelandet bin. Falls man sich dort noch finden muss, falls jemand kurz schreiben will, falls irgendein Draht nicht komplett abreißen soll, ist die Tür nicht zugemauert, Mehr ist es nicht.

Ich werde dort nicht weiter Zeit, Energie und Sichtbarkeit reinwerfen, nur damit am Ende eine Plattform mitgefüttert wird, deren Grundklima ich nicht mehr mittrage.

Gehen diese wenigen Kontakte irgendwann auch weg, ist das eben so. Wenn sie dorthin abbiegen, wo ich ihnen über kurz oder lang ohnehin nichts mehr zu sagen hätte, dann ist das keine Katastrophe, sondern vermutlich nur die ehrliche Sortierung, die das Netz manchmal von selbst erledigt.

Die Spielwiese bleibt

Der Account bleibt, die Spielwiese bleibt, aber gemäht wird da nicht mehr.

Und unten in meinen Profilen ist der Link ab sofort raus. Der angeblich gefürchtete X-Killer, die große Anti-Musk-Waffe und der blaue Himmel der besseren Social-Welt sind für mich nach 2,5 Jahren Test ziemlich genau das geworden, was solche angekündigten Revolutionen gerne sind: eine Nischen-Luftnummer mit viel Sendungsbewusstsein.

Ein bisschen wie dieser neue Super-Discounter, der angeblich Aldi, Lidl und Co verdrängen soll, dessen Namen man sich aber nicht mal bis morgen merkt ;-)

 

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Wenn Dich das Archiv frösteln lässt

Ein sichtlich traumatisiertes Moralei sitzt auf einem Notizblock am Schreibtisch. Im Hintergrund leuchtet ein Monitor mit dem Blog-Beitrag „Das Grauen in der Küche“, während ein Eierschneider bedrohlich daneben aufragt.Eiskalt erwischt im Archiv

Der Desasterkreis ist jetzt über sechs Jahre alt. Da haben sich inzwischen etliche Beiträge angesammelt, mal mehr, mal weniger sinnvoll, is’ ja klar. Was macht man also in einer ruhigen Stunde am Abend? Wenn es für einen Kaffee schon zu spät ist, man sich für die Falle aber noch viel zu wach fühlt?

Richtig!

Man geht auf Zeitreise durch die eigene digitale Müllhalde. Über sechs Jahre Desasterkreis – da hat sich ordentlich was angesammelt. Manche Beiträge sind ja fast schon sinnvoll, andere … nun ja, die fallen eher unter die Kategorie „Was hat er sich dabei nur gedacht?“, gell?

Man hockt also vor dem Rechner und schaut mal nach, was man der Onlinewelt in den letzten Jahren eigentlich so zugemutet hat. Und, ja … was soll ich sagen? Ich habe entdeckt, dass da echte Grausamkeiten bei sind. Dinge, die sich direkt gegen das Maskottchen hier im Blog wenden, mitten ins Zentrum und ohne Rücksicht auf Verluste! :shock:

Man muss sich das mal vorstellen

Da stolpert man über das eigene How-to für den nicht ganz Präzisionseierschneider. Ich habe das damals eiskalt als „Service am Leser“ verkauft. Dass ich dabei eine Hochsicherheitsspannungsdraht-Schneideeinheit angepriesen habe, die quasi das Fallbeil für alles Rund-Weiße ist – nun ja, heute würde ich das wohl unter „jugendlicher Leichtsinn“ verbuchen. Passend dazu gab es natürlich auch direkt das Troubleshooting beim Präzisionseierschneider, falls die Hinrichtung nicht auf Anhieb geklappt hat. Man will ja professionell bleiben, gell?

Die absolute Krönung der Skrupellosigkeit war aber Das Grauen in der Küche. Während das Moralei im Hintergrund wahrscheinlich schon die Koffer gepackt hat, habe ich die nackte Wahrheit über die Eizerteilung in Bildern dokumentiert. Ein echtes Drama in mehreren Stufen – und ich habe seelenruhig daneben gestanden und auf den Auslöser gedrückt.

Wenn ich heute sehe, wie das Moralei und der Schritt in die Realität damals Hand in Hand gingen, habe ich echt ein mieses Gefühl in der Magengegend. Der kleine Kerl ist ja eigentlich als Der kleine Admin angetreten, um hier im Laden aufzupassen. Dass er dabei zusehen musste, wie sein Schöpfer Tipps zur „Einzeleizerteilung“ gibt, grenzt schon an psychologische Kriegsführung im Odenwald.

Ich glaube, ich muss die nächsten Tage mal ganz kleine Brötchen backen. :roll: Denn wenn das Moralei irgendwann mal den Dienst quittiert, dann gibt es hier gar kein Halten mehr, ei ei ei …! :mrgreen:


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