Eine Party-Katze zum Mitnehmen

Hier steht sie still, die fahrende Katze. Wollt ihr sie in euren Videos bewegen?My cat 2 go

So, ja, stellt euch vor, ich sitze im Job und habe mir in den Kopf gesetzt, in einem eigenen Video eine Katze am Steuer einzubauen. So etwas hatte ich irgendwo gesehen, fand es lustig und wollte die Szene gerne für eine eigene Produktion verwenden.

Nicht das fertige Reel teilen, sondern die Katze per Greenscreen oder Overlay als Bestandteil in ein anderes Video einbauen. Eigentlich keine besonders ausgefallene Idee, schließlich gibt es im Netz reichlich solcher Animationen.

Dummerweise meldet sich bei so etwas aber mein Pflichtbewusstsein (immerhin geht es um den Job und damit auch um Verantwortung und Rechtliches) und meint, ich solle doch gefälligst prüfen, ob ich das fremde Material überhaupt verwenden darf.

Tja, genau da wird es schwierig. Entweder lässt sich der ursprüngliche Urheber nicht eindeutig ermitteln oder es ist völlig unklar, unter welchen Bedingungen das Material verwendet werden darf.

Dort, wo ich jemanden erreichen konnte, habe ich deshalb angefragt, ob eine entsprechende Lizenz zu bekommen wäre. Nur blieben diese Anfragen teilweise über Tage, in manchen Fällen sogar über Wochen unbeantwortet. Nicht einmal die Frage, ob und zu welchen Bedingungen ich dafür bezahlen könnte, ließ sich klären.

Irgendwann reicht’s dann aber auch, schließlich wollte ich ein Video produzieren und nicht hauptberuflich verschollene Urheber suchen. :roll:

Ich will meine Katze!

Was macht man, wenn sich ein Werkzeug nicht vernünftig beschaffen lässt? Richtig, man baut es sich selbst. ;-)

 

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In diesem Fall eben mit Unterstützung von KI, ein paar Versuchen bei der Animation, eigens produzierter Musik und anschließendem Videoschnitt. Der grüne Hintergrund gehört übrigens absichtlich dazu, denn die Katze sollte sich möglichst einfach freistellen und in andere Videos einbauen lassen.

Ein bisschen Arbeit steckt da schon drin, auch wenn das Ergebnis eigentlich nur ein kleines, gut gelauntes Tierchen mit Sonnenbrille und Lenkrad ist. Inzwischen hat es jedenfalls seinen vorgesehenen Einsatz hinter sich.

Nicht für die Katz

Nun wäre es doch irgendwie schade, wenn die ganze Arbeit nach einer einzigen Verwendung für die Katz gewesen wäre. :mrgreen:

Deshalb stelle ich die Animation samt Musik hier kostenlos zur Verfügung, falls ihr für eure eigenen Videos ebenfalls eine solche Szene gebrauchen könnt.

Die Katze lässt sich über den grünen Hintergrund (#00C400 bzw. RGB 0, 196, 0) freistellen und beispielsweise als Overlay in eigene Aufnahmen integrieren. Bearbeiten, schneiden, kombinieren und natürlich auch kommerziell verwenden ist ausdrücklich erlaubt, einschließlich der Nutzung auf Unternehmensaccounts.

Einzige Einschränkung ist, dass das Material selbst, also das Video, die Musik oder einzelne Bestandteile, nicht als eigenständiges Produkt weiterverkauft werden darf, wobei ich davon ausgehe, dass das eh nicht passiert.

Falls ihr die Katze gebrauchen könnt, findet ihr das komplette Video samt Musik hier bei Google Drive zum Download. Eine Erwähnung, woher das Material stammt, wäre natürlich nett, ist aber ausdrücklich keine Bedingung.

Warum ich bei solchen Dingen so genau auf die Nutzungsrechte achte, habe ich übrigens im Beitrag „Darf ich das eigentlich verwenden?“ beschrieben.

Falls euch die Katze irgendwann in einer eigenen Produktion begleitet, zeigt mir ruhig, was ihr daraus gemacht habt. Mich würde jedenfalls interessieren, wo das Tierchen noch überall auftaucht.

Für Erfolg oder Misserfolg garantiere ich aber weder bei mir noch bei euch. ;-)

 

 

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Darf ich das eigentlich verwenden?

Katze mit Smartphone in der Musikfalle.Wenn ein lustiges Reel rechtlich zum Problem wird

So, was passiert, wenn man in den sozialen Medien aktiv unterwegs ist und nicht aufpasst? Richtig! Man nutzt unter Umständen, ohne üble Absicht, Material, das jemand anderem gehört, der obendrein vielleicht noch nicht einmal weiß, dass sein Werk da gerade wie die sprichwörtliche Sau durchs Internet getrieben wird.

Warum mich das beschäftigt?

Nun, ich erstelle beruflich Inhalte für Social Media, unter anderem für ein Unternehmen, und da hängt eben mehr dran als nur ein lustiges Video. Was über einen Firmenaccount veröffentlicht wird, gehört zum geschäftlichen Auftritt, selbst wenn das Reel keinen einzigen Euro einbringt. Wenn dabei fremde Rechte verletzt werden, stehen plötzlich mögliche Abmahnungen, Forderungen und nicht zuletzt der gute Name des Unternehmens im Raum.

Ich MUSS also schon aus beruflichen Gründen ein Auge darauf haben, was wir verwenden, woher es stammt und ob die Nutzung überhaupt erlaubt ist. Schließlich möchte ich mit meiner Arbeit Aufmerksamkeit schaffen und keine Beschäftigung für irgendwelche Anwaltskanzleien.

Genau deshalb schaue ich bei manchen Trends und Hypes auch etwas genauer hin. Ihr ahnt nicht, wie viele Accounts zumindest das Potenzial haben, mit einem Bein im Gerichtssaal zu stehen. Da kann einem schon mal ziemlich anders werden, wenn sich hinter einem vermeintlich harmlosen Spaß plötzlich eine ganze Sammlung ungeklärter Nutzungsrechte verbirgt.

Besonders bei kleinen Firmenaccounts fällt mir das auf. Da wird mal eben ein Reel veröffentlicht, meistens aus Spaß an der Sache, ohne dass überhaupt jemand darüber nachdenkt, welche rechtlichen Folgen das haben könnte. Ich drücke wirklich allen die Daumen, dass es gut geht, denn ich bin ziemlich sicher, dass es in den allermeisten Fällen um den Spaß und nicht ums Geld geht.

Wenn die Musik aber doch angeboten wird …

Mich erschreckt manchmal schon, dass selbst professionelle Creator nicht immer wissen, dass Musik aus den Bibliotheken der Plattformen eben nicht automatisch nach dem Motto „Passt schon!“ verwendet werden darf.

Privat ist ungleich kommerziell! Was auf Instagram erlaubt ist, darf nicht automatisch auch auf Facebook verwendet werden, von TikTok und anderen Plattformen ganz zu schweigen. Die GEMA erklärt das beispielsweise für soziale Medien, und TikTok hat sogar eine eigene Musikbibliothek für kommerzielle Zwecke.

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Mein Fund aus der Insta-Aktion #unter5k

Mein Fund aus #unter5k: @lernenverstehen.#unter5K

Hängengeblieben bei @lernenverstehen

Meine kleine Instagram-Aktion #unter5k ist inzwischen durch, also wird es Zeit, auch das Versprechen aus dem ursprünglichen Aufruf einzulösen und einen der entdeckten Accounts hier im Desasterkreis etwas genauer vorzustellen.

Zur Erinnerung: Die Idee war, deutschsprachigen Accounts unter 5.000 Followern eine Gelegenheit zu geben, sich einfach mal zu zeigen. Kein Follow4Follow, keine gegenseitigen Verpflichtungen, sondern schauen, entdecken und vielleicht irgendwo hängenbleiben, wo man sonst achtlos vorbeigescrollt wäre.

Einige interessante Vorstellungen sind dabei durchaus zusammengekommen, was die Auswahl am Ende nicht unbedingt einfacher gemacht hat.

Was aus #unter5k geworden ist

Wer den ursprünglichen Aufruf verpasst hat, findet ihn hier im Blog.

Nun ging es mir ja nicht darum, möglichst viele Namen oder Followerzahlen einzusammeln, sondern tatsächlich mal ein bisschen in den Profilen zu stöbern und zu schauen, was die Leute dort eigentlich machen.

Für meine Vorstellung hier habe ich mich schließlich für @lernenverstehen entschieden, wobei meine Wahl nicht ganz zufällig auf diesen Account gefallen ist.

 

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Lernen hört wohl wirklich nicht auf

Bei @lernenverstehen geht es unter anderem um Lernstrategien, Gedächtnistraining und kleine Übungen, die zeigen, dass man seinen Kopf auch abseits von Schule, Beruf oder sonstigen Verpflichtungen noch ganz gut beschäftigen kann.

Unter dem Motto „MEMOVITY – Lernen ein Leben lang“ findet man dort verschiedene Anregungen und kleine Herausforderungen, die man zum Teil gleich selbst ausprobieren kann. Für Nachschub ist übrigens auch gesorgt, sie hat angekündigt, jeden Samstag eine neue Übung zu posten.

Letzte Woche habe ich mal mitgemacht, nun ja, es dauert ein wenig, bis die Finger auf beiden Seiten gleich gehorchen. :mrgreen:

Nachdem die Knoten wieder so weit gelöst waren, dass ich schreiben konnte, habe ich natürlich auch einen entsprechenden Kommentar hinterlassen, woraus sich sogar noch ein kleiner, netter Chat mit der Betreiberin entwickelt hat.

Mehr als nur ein bisschen Fingerturnen

Gerade als Gitarrenspieler finde ich das interessant, schließlich weiß ich nur zu gut, dass der Kopf beim Lernen neuer Fingerstellungen manchmal schon drei Schritte weiter ist, während die Finger noch versuchen, sich über die Zuständigkeiten zu einigen.

Vielleicht nehme ich solche Übungen künftig einfach öfter mit, einen gewissen praktischen Nutzen kann ich für mich jedenfalls durchaus erkennen.

Darum ist @lernenverstehen hier gelandet

Genau solche Entdeckungen meinte ich mit #unter5k. Ein Account, dessen Themen ich vielleicht nicht gezielt gesucht hätte, bei dem ich aber trotzdem hängen geblieben bin.

Wer selbst mal schauen möchte, was sich dort noch so findet, hier geht’s direkt zu @lernenverstehen auf Instagram.

Manchmal lohnt es sich eben doch, nicht nur das anzuschauen, was einem Instagram ungefragt vor die Nase hält. ;-)

 

 

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#unter5k: Warum eigentlich so klein?

#unter5k: Kleine Instagram-Accounts sollen sich zeigen, ohne Follow4Follow und ohne Pflichtprogramm.#unter5k: Kleine Accounts, macht mal Lärm

Ich stolpere auf Instagram immer wieder über Accounts, bei denen ich mich ernsthaft frage:

Warum ist der eigentlich so klein? :shock:

Da steckt Arbeit drin, jemand hat ein interessantes Hobby, zeigt Dinge, die nicht jeder zeigt, hat Humor, Ahnung von seinem Kram oder einfach eine Art, bei der man hängenbleibt. Trotzdem dümpelt der Account irgendwo bei ein paar hundert Followern herum, während anderswo der nächste komplett belanglose Kram durch die Decke geht.

Kann man jetzt lange drüber philosophieren, bringt aber nichts.

Also habe ich mir mal selber etwas überlegt. ;-)

#unter5k

 

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Die Idee ist simpel. Deutschsprachige Accounts mit weniger als 5.000 Followern können sich unter dem Reel kurz vorstellen. Wer seid ihr, seit wann seid ihr bei Instagram und was gibt es bei euch zu sehen?

Hobby, Alltag, Shop, Musik, Handwerk, Fotografie, irgendein völlig spezielles Thema, ist mir ziemlich egal. Hauptsache, hinter dem Account steckt etwas, bei dem andere vielleicht denken: Ach, guck mal.

Was es ausdrücklich nicht werden soll, ist dieser übliche Follow4Follow-Zirkus. Niemand muss irgendwem folgen, nur weil derjenige vorher irgendwo ein Herzchen dagelassen hat. Anschauen, stöbern und wenn etwas gefällt, dann kann man liken, kommentieren oder eben folgen, der Inhalt und das eigene Interesse sollen eben entscheiden.

Ganz uneigennützig ist es natürlich nicht

Ich mache das Ganze nicht nur aus reiner Menschenliebe, mein eigener Account darf dabei ruhig auch ein bisschen profitieren. Allerdings geht es mir schon um den Gedanken, dass manche Menschen Stunden auf der Plattform scrollen, dabei aber nicht das zu sehen bekommen, was sie vielleicht interessieren würde. Klar, ich ändere damit nicht das System, aber so ein kleines Steinchen ins Wasser zu werfen, kann ja manchmal größere Kreise ziehen. :mrgreen:

Deshalb gehört zu den wenigen Regeln, dass ihr mir folgt, wenn ihr mitmacht.

Irgendwas muss ich ja auch davon haben.

Reiner KI-Content ist eher raus, außer KI gehört tatsächlich zum Thema des Accounts. Und wenn ihr selbst gar nichts vorstellen wollt, könnt ihr auch einen anderen Account unter 5.000 Followern nennen, bei dem ihr euch schon länger fragt, warum den eigentlich kaum jemand kennt.

Einer landet zusätzlich hier

Wenn mir bei der Aktion ein Account besonders auffällt, stelle ich den am folgenden Wochenende hier im Desasterkreis noch einmal etwas genauer vor. Vielleicht auch mehr, kommt auf das an, was sich so ergibt.

Der Blog ist kein Reichweitenmonster, das weiß ich selber, aber ein paar tausend Besucher im Monat hat er schon, manchmal auch deutlich drüber, schwankt halt. Dafür verschwindet so ein Beitrag aber auch nicht nach zwei Tagen irgendwo im Social-Media-Nirwana, sondern bleibt hier stehen, solange der Blog und der jeweilige Account existieren.

Ob das am Ende fünf neue Besucher bringt, zwei Follower oder gar nichts, weiß ich nicht. Genau deshalb ist es ja ein Versuch.

Mal sehen, ob daraus was wird

Vielleicht entdecken ein paar Leute Accounts, die sie sonst nie gesehen hätten. Vielleicht bleibt irgendwo jemand hängen, kommentiert, folgt oder denkt einfach nur: Den kannte ich noch nicht.

Wenn das funktioniert, kann man #unter5k irgendwann wiederholen.

Wenn nicht, existiert eben eine weitere nutzlose Idee mehr auf dieser Welt.

Auf die eine kommt es dann auch nicht mehr an. :mrgreen:

 

 

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Mittelfinger mit Tradition?

MittelfingerMittwoch: (Mein) Mittelfinger vor einer Wand aus Social-Media-SymbolenPflegefall aus Twitter

Es gibt so Dinge, die habe ich auf Twitter kennengelernt und bei denen denke ich, die sollte man pflegen.

Der #MittelfingerMittwoch gehört dazu ;-)

Twitter heißt inzwischen X, einiges ist seitdem anders, manches besser, manches schlechter und manches einfach nur anders benannt. Mein Account @desasterkreis wohnt jedenfalls immer noch dort.

Und der #MittelfingerMittwoch offenbar auch.

Der Mittelfinger ist schließlich nicht einfach nur ein Finger. Er ist ein Symbol für einen ganzen Satz, ein ganzes Gespräch oder, wenn es richtig gut läuft, sogar für einen kompletten Lebensabschnitt.

Manchmal müsste man lange erklären, diskutieren, argumentieren und irgendwann feststellen, dass sich beide Seiten sowieso keinen Millimeter bewegen. Ein einziger Finger kann da erstaunlich viel Zeit sparen.

Nicht nett?

Nö.

Aber gelegentlich ausgesprochen eindeutig.

Ein Mittwoch mit Geschichte

Ganz neu ist der Spaß jedenfalls nicht. Bereits im März 2019 tauchte der Mittelfingermittwoch bei den Twitterperlen ganz selbstverständlich neben Bergfest und Wochenteiler auf. Twitter hieß damals noch Twitter und niemand musste erklären, warum ein einzelner Buchstabe plötzlich ein komplettes soziales Netzwerk sein soll.

Die Umbenennung zu X hat der Mittelfinger jedenfalls schadlos überstanden.

Gut so.

Denn es gibt Mittwoche, da reicht ein Kaffee, ein bisschen Ruhe und die Erkenntnis, dass Freitag irgendwann kommen wird.

Für die anderen gibt es #MittelfingerMittwoch.

Manche Traditionen sollte man einfach nicht sterben lassen. :mrgreen:

 

 

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Wenn Politik im Alltag größer wird

Auf ein Wort, denn Politik ist im Moment eben auch Alltag. Der Hintergrund ist KI, ich bin echt.Warum das gerade hierher gehört

So, ja, ich weiß, hier geht es im Moment ziemlich oft um Dinge rund um das politische Geschehen in diesem Land.

Eigentlich soll das gar nicht der Schwerpunkt des Desasterkreises sein, nur geht es hier eben um Dinge des Alltags, manchmal groß, manchmal klein und manchmal um Details, die schnell übersehen werden. Dazu gehören auch Zusammenhänge, die man kaum erkennen kann, wenn man erst drei Tage vor einer Wahl anfängt hinzuschauen.

Nun, ICH denke, im Moment ist es das wert, auch hier den einen oder anderen Beitrag dazu zu schreiben.

Wer wirklich der Meinung ist, dass alles, was sich gerade in Deutschland verändert, normal und irgendwie gewinnbringend für die Menschen hier ist, den kann ich irgendwann nicht mehr für voll nehmen. Sorry, aber 1 + 1 ist 2 und nicht 1,99, nur weil irgendwer lange genug erklärt, warum das Ergebnis trotzdem stimmen soll.

Dabei geht es mir nicht darum, irgendeine Partei aufgrund ihrer Farbe groß oder klein zu schreiben. Mir ist ziemlich egal, ob da CDU, SPD, AfD, FDP, Grüne oder sonst etwas draufsteht.

Ich möchte mich am Abend mit dem Vertrauen ins Bett legen können, dass am nächsten Morgen noch das Leben existiert, das ich seit, Stand heute, 57 Jahren mehr oder weniger erfolgreich für mich und meine Familie aufgebaut habe. Ein Leben auf der Grundlage dessen, was hier einmal Recht, Gesetz, Kultur und eine halbwegs planbare Zukunft bedeutete.

Genau dieses Vertrauen bekommt allerdings zunehmend Risse

Mit Ideologie lässt sich die Realität nicht bewältigen, mit Größenwahn kein Alltag meistern und mit Hirngespinsten kein Kühlschrank füllen.

Wenn ich mich also für oder gegen eine Partei entscheide, dann deshalb, weil ich von ihr erwarte, dass sie ihr Bestes für meine Heimat und die Menschen darin gibt. Der Name auf dem Wahlzettel ist mir dabei ziemlich scheißegal.

Bei der nächsten Wahl kann meine Entscheidung deshalb völlig anders aussehen, vielleicht ändere ich meine Meinung sogar noch direkt an der Wahlurne.

Dieses „Habe ich schon immer gewählt“ gibt es für mich nicht. Ebenso wenig „Papa, Oma oder Opa haben die auch gewählt“, „haben sie im Fernsehen gesagt“ oder „stand so in der Zeitung“.

Ich versuche mir mein eigenes Bild zu machen, und zwar immer, nicht erst kurz vor einer Wahl und natürlich ist es vielleicht mühsam, wenn einen das nicht interessiert. Nun, ich kann aber nicht verstehen, wie es jemandem egal sein kann, wie das eigene Leben regiert wird. ICH habe das früh begriffen und wenn man einfach im Alltag etwas achtsam ist, dann bekommt man das Wichtigste eigentlich mit.

Jeder, dem das zu anstrengend scheint, sollte vielleicht einmal daran denken, wie lange ihn die Folgen seiner Entscheidung begleiten können. Auf dem Konto, an der Tankstelle, im Job, beim Einkaufen, vor Gericht, bei seiner persönlichen Sicherheit und inzwischen teilweise selbst bei Dingen, über die vor ein paar Jahren kaum jemand überhaupt nachgedacht hätte.

24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr

Da finde ich es nicht übertrieben, ein bisschen Zeit und Wissen in die Frage zu investieren, wer eigentlich darüber entscheiden möchte, was vom Brutto als Netto übrigbleibt, wofür jemand vor Gericht landen kann, was morgen noch erlaubt ist und wie sicher die nächste Ecke des eigenen Alltags eigentlich bleibt.

Das Kreuz dauert ein paar Sekunden, die Folgen können Jahre dauern.

Weiterhin gilt hier trotzdem genau das, was schon immer gegolten hat. Wenn im Alltag etwas passiert, was MIR bedeutsam erscheint, dann landet es möglicherweise im Desasterkreis.

Mal ist das ein kaputter Gegenstand, irgendein Irrsinn auf der Straße, ein Gedanke beim Kaffee oder eben etwas Politisches, das am Ende sehr viel stärker in unseren Alltag hineinreicht, als manche wahrhaben wollen.

Wie ihr das wertet, bleibt euch überlassen. Lesen muss es ebenfalls niemand, weiterscrollen ist schließlich auch eine völlig legitime Möglichkeit.

Nur eines bleibt dabei ziemlich einfach:

Mein Blog, meine Regeln.

Mein Senf und mein Wort zum Tag.

Punkt.

 

 

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Kennst Du noch *plonk*?

Wenn die Kommentarschlacht nur noch im Kreis läuft, macht es irgendwann plonk. KI-generiertes Symbolbild.Weg in 3, 2, 1 … *plonk*

Ich veröffentliche hier im Blog etwas, teile einen Beitrag bei Facebook, Instagram oder sonstwo und natürlich kommen Reaktionen. Genau so soll es ja auch sein, sonst könnte ich den ganzen Kram gleich auf meiner Festplatte liegen lassen.

Manche stimmen zu, manche sehen es völlig anders, andere bringen einen neuen Gedanken rein oder erklären mir ziemlich deutlich, warum sie meinen, dass ich Blödsinn geschrieben habe, kann ja durchaus mal sein ;-)

Alles gut, genau dafür gibt es schließlich Kommentare.

Leider leben wir aber auch in einer Zeit, in der es manchen gar nicht mehr um die Sache geht. Fakten werden ignoriert, Aussagen passend verdreht und wenn das alles nicht reicht, wird eben gepöbelt. Reagiere ich irgendwann nicht mehr, kommt gerne noch einer hinterher, manchmal auch zwei, bis schließlich der vermeintliche Sieg verkündet wird.

Keine Antwort mehr? Ha! Gewonnen!

Nein, Freund oder Freundin, Du hast nicht gewonnen. Du bist für mich irgendwann einfach zu unbedeutend, als dass ich weiter Lebenszeit in Dich investiere.

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Das Scrollrad funktioniert noch

Das Mausrad - einfach weiterscrollen ...!Das Scrollrad funktioniert noch. Lesen wäre auch eine Idee

Vor ein paar Tagen habe ich auf den Socials ein Video zu meinem Beitrag „Gegenverkehr? Erst mal bremsen“ veröffentlicht. Darin habe ich anhand von Ausschnitten aus meinem Originalmaterial die beobachtete Situation von einer KI zur Demonstration nachbauen lassen. Dass es KI ist, steht im Video, ich habe auch nirgendwo behauptet, die gezeigten Szenen wären authentische Aufnahmen meiner Fahrt.

Ein User fand trotzdem, ich solle so etwas doch lassen. Ich habe ihm erklärt, wie das Video entstanden ist und was es darstellen soll, damit hätte die Sache für mich erledigt sein können. Für ihn offenbar nicht, denn er schrieb weiter und irgendwann kam von mir sinngemäß nur noch, dass er das Video schließlich nicht anschauen muss.

Da klingelte etwas bei mir

2021 habe ich hier schon einmal über ein kleines technisches Wunderwerk geschrieben, das magische Rad an der Maus. Schon damals war die Erkenntnis dahinter recht simpel: Wenn euch im Internet etwas nicht gefällt, könnt ihr einfach weiterscrollen. Das funktioniert sogar heute noch. ;-)

Nur scheint sich das Problem inzwischen weiterentwickelt zu haben. Heute wird doch oftmals nicht einmal mehr richtig zur Kenntnis genommen, was da eigentlich steht oder gezeigt wird. Überschrift gesehen, ein paar Sekunden Video erwischt, vielleicht zwei Sätze gelesen und die Meinung ist fertig. Danach wird sie einfach über den Inhalt gebügelt, völlig egal, was dort tatsächlich gesagt oder geschrieben wurde.

Noch schräger wird es, wenn aus dieser Meinung gleich eine Art Anweisung wird. Das solltest Du nicht machen, das solltest Du nicht schreiben, so etwas sollte man nicht veröffentlichen. Eine andere Sicht reicht offenbar nicht mehr, das eigene Wort ist gesetzt und der Rest soll sich möglichst daran halten.

Natürlich kann jemand mein KI-Video blöd finden. Er kann meine Gedanken zum Straßenverkehr für Unsinn halten, meinen Blog nicht mögen oder bei meinen Social-Media-Beiträgen sofort weiterwischen. Alles völlig in Ordnung, nur entsteht daraus kein Anspruch darauf, dass ich deswegen etwas ändere oder mein Denken abstelle.

Genau das scheint mir inzwischen immer häufiger verloren zu gehen. Eine andere Meinung wird nicht einfach stehen gelassen, sie soll möglichst verschwinden. Löschen, sperren, melden, verbieten, Hauptsache weg. Dabei wäre es eigentlich recht einfach: Ihr sagt eure Meinung, ich sage meine, vielleicht sind wir uns einig und vielleicht eben nicht.

Ich schreibe hier schließlich keine Abstimmungsvorlagen. Ob jemand meiner Meinung zustimmt, geht mir im Zweifel ziemlich am Arsch vorbei. ;-)

Anders sieht es aus, wenn ich sachlich falsch liege. Wenn mir jemand klar und nachvollziehbar belegen kann, dass etwas nicht stimmt, immer her damit. Dann schaue ich mir das an, korrigiere mich gegebenenfalls und habe im besten Fall noch etwas gelernt. Das ist allerdings etwas völlig anderes als „Ich sehe das anders, also musst Du damit aufhören“.

Und wenn jemand nach einer Erklärung trotzdem immer weiter darauf herumreitet, mache ich beim Blockieren eines Accounts auch keine Wissenschaft daraus. Nicht jeder muss mich mögen und ich muss ganz sicher auch nicht jeden mögen.

Damit haben wir neben dem Scrollrad inzwischen sogar noch ein zweites technisches Wunderwerk bei den Social-Media-Plattformen: Den Blockieren-Knopf.

Beide funktionieren erstaunlich zuverlässig. ;-)

 

 

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Winken für die Überwachung?

Zwei Smileys winken Überwachungskameras zu, der dritte zeigt ihnen den Vogel. KI-generiertes Symbolbild.Wer kennt denn sowas?

(Aus der Reihe: Dinge, die keine Sau kennt und die deshalb erst ein paar Tage später durch Zufall auf den Schirm kommen!)

Am 16. August, also gestern, war Wink-Überwachungskameras-zu-Tag ( :shock: ) und natürlich erfahre ich sowas rechtzeitig, also präzise später. :roll:

Bis dahin hatte ich nicht den blassesten Schimmer, dass es diesen Tag überhaupt gibt, wobei ich vermute, damit nicht ganz allein zu sein. So richtig scheint der hierzulande jedenfalls nicht eingeschlagen zu haben. Grund genug, es jetzt und hier zu erwähnen :mrgreen:

Dabei ist die Sache durchaus echt. Wer eine Überwachungskamera sieht, soll ihr zuwinken, als kleiner Protest gegen die zunehmende Überwachung im öffentlichen Raum. Kein Witz, kann man bei den Kuriosen Feiertagen nachlesen.

Ich musste trotzdem zweimal darüber nachdenken. Da hängt also eine Kamera, die mich beobachtet, ich entdecke sie und als Zeichen meines Protestes winke ich freundlich hinein. Damit habe ich es der Überwachung natürlich mal richtig gezeigt. ;-)

Dinge, die keine Sau kennt?

Material dürfte genug vorhanden sein, man muss es nur finden (wollen) …

 

 

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Der hwV will eine neue Tastatur

CHERRY Bluetooth-Tastatur mit ein bisschen KI-Tischdeko 😉Elf Jahre alt, gestern erst ausgepackt

Kennt ihr den hwV?

Nein?

Irgendwo hier im Blog ist er schonhabe einmal aufgetaucht, damals wegen Springsteen, einem Heft und einer Schallplatte.

Das ist der haben will Virus! ;-)

Eine ziemlich hartnäckige Erscheinung, die bevorzugt dann zuschlägt, wenn irgendwo etwas Neues glänzt und das vorhandene Gerät ausgerechnet noch tadellos funktioniert.

Aktuell hat er sich meine Bluetooth-Tastatur ausgesucht, eine CHERRY aus dem Jahr 2015, also praktisch gestern gekauft. Der Kalender behauptet zwar, dass inzwischen mehr als elf Jahre vergangen sind, aber Kalender neigen bekanntlich zur Erbsenzählerei.

Die genaue Bezeichnung lautet CHERRY JK-0600DE, verkauft wurde sie seinerzeit, glaube ich, als CHERRY KW 6000 (oder war’s umgekehrt?).

Egal, damals war es jedenfalls gar nicht so einfach, eine Bluetooth-Tastatur zu finden, die bezahlbar, ordentlich verarbeitet und trotzdem angenehm zu tippen war.

Mehrere No-Name-Modelle vor ihr hatten ungefähr ein Jahr durchgehalten (wenn denn …), danach waren sie Elektroschrott mit Tasten. Die CHERRY lief dagegen an verschiedenen Tablets, an Raspberry Pis und gelegentlich sogar am Smartphone, wenn längere Texte auf Glas ungefähr so verlockend wirkten wie ein Zahnarzttermin mit anschließendem Finanzamtbesuch.

Selbst der fest eingebaute Akku macht noch mit, der Anschlag gefällt mir weiterhin und ausgelutscht wirkt sie ebenfalls nicht.

Für den hwV ist das natürlich eine denkbar ungünstige Ausgangslage :roll:

Neu wäre trotzdem irgendwie … na ja … neuer eben!

Natürlich gibt es inzwischen Tastaturen, die besser auf Android zugeschnitten sind, mehrere Geräte speichern können und vielleicht sogar einen Fn-Lock besitzen. Dem hwV reicht diese Erkenntnis vollkommen aus.

(Nebenbei, liebe Entwickler: Ist die Menschheit in eurer Vorstellung schon so verblödet, dass sie die Lala-Laune-Tasten eher braucht als die eigentlichen Werkzeuge? Klar, warum sollte ich nicht ständig lauter und leiser machen, während im Workflow eigentlich nur der Browser aktualisiert werden muss  …)

Zurück zum Thema hwV

Er braucht keinen Defekt, keine Notlage und schon gar keinen vernünftigen Grund. Ihm genügen ein paar Produktbilder, technische Daten und die leise Behauptung, dass ein neuer Gegenstand das Leben mindestens sieben Prozent schöner machen könnte.

Man sucht also in den Techniktempeln der Konsumsucht, arbeitet sich in Bezeichnungen ein, staunt über Design und … KAUFT NICHT!

Ja, tatsächlich, das geht, ich kann so etwas! Ich kann etwas sehen, toll finden und einfach NICHT erwerben. Jedenfalls dann nicht, wenn ich es nicht zwingend brauche. Warum? Weil ich schon genug Zeug habe, das mal total geil war, absolut unverzichtbar und nun nur noch auf seinen Platz im Regal aufpasst. :mrgreen:

Lieber kaufen als verstehen

Diese seltsame neue und angeblich bessere Gesellschaft kauft lieber eine Lösung, als erst einmal zu prüfen, ob das vorhandene Problem vielleicht nur aus einer Einstellung, einer ungewohnten Taste oder zehn Minuten eigener Mühe besteht.

Geräte sollen sich selbst erklären, Fehler selbst beheben und möglichst schon vor dem Einschalten wissen, was der Besitzer gleich falsch machen wird. Eine Anleitung gilt als Zumutung, Einstellungen sind verdächtig technisch und wenn etwas nicht sofort so arbeitet wie erwartet, muss eben etwas Neues her.

Am besten belegt uns demnächst noch jemand das Brötchen, kaut es vor und verdaut es gleich mit, damit bloß keine eigene Mühe anfällt.

Dabei ist es oft gar nicht das Gerät, das nichts taugt. Manchmal kennt man nur seine Eigenheiten noch nicht, hat die falsche Einstellung erwischt oder erwartet, dass drei Hersteller und zwei Betriebssysteme zufällig dieselbe Vorstellung von einer Taste besitzen.

Bei meiner CHERRY sieht man ziemlich schön, wie schnell aus einer Kleinigkeit angeblich ein Grund für Ersatz werden könnte.

Man muss nicht alles neu kaufen, manchmal nur lernen, es zu bedienen

Unter Android sind bei meiner alten CHERRY beispielsweise die Tastenplätze für < > und ^ ° vertauscht. Die Funktionstasten F1 bis F12 brauchen zusätzlich Fn, während die Multimediafunktionen direkt reagieren.

Das ist gewöhnungsbedürftig und teilweise auch einfach bescheuert, aber kein Defekt. Sobald man weiß, wo die Zeichen liegen und wie die obere Tastenreihe arbeitet, lässt sich damit problemlos umgehen.

Wer mehr über die CHERRY KW 6000, ihre Eigenheiten unter Android und ihre erstaunlich lange Geschichte seit 2015 lesen möchte, findet das im Technikbeitrag Bluetooth-Tastatur seit 2015 auf michael-floessel.de.

Zahlt mehr, denn wir schaffen Standards

Man erklärt den Deutschen, warum sie den Deckel ihrer Colaflasche nicht mehr vollständig abdrehen können sollen, weltweit darf aber weiterhin jeder Hersteller Tastaturen beschriften und belegen, wie es ihm gerade passt.

Nach USB-C war mit der Einheitlichkeit offenbar schon wieder Schluss. :mrgreen:

Eine feste Position für vier Zeichen oder eine einheitliche Lösung für die Funktionstasten wäre vermutlich keine Mondlandung. Stattdessen darf man bei jeder Kombination aus Tastatur, Betriebssystem und Endgerät neu herausfinden, welche Beschriftung ernst gemeint ist und welche lediglich als freundlicher Gestaltungsvorschlag dient.

Natürlich ist ein Neukauf nicht grundsätzlich Unsinn. Wenn ein Gerät ausfällt, der Akku am Ende ist, wichtige Funktionen fehlen oder etwas Neues die tägliche Arbeit wirklich verbessert, darf der hwV gerne recht behalten.

Der Punkt ist nicht, aus jedem kaputten Gegenstand ein Familienerbstück zu machen. Es geht darum, vor dem Bestellen erst einmal zu verstehen, was man bereits besitzt, wie es arbeitet und ob das angebliche Problem vielleicht längst gelöst ist, sobald man seine Eigenheiten kennt.

Meine CHERRY bleibt deshalb erst einmal. Nicht aus Sparreligion und auch nicht, weil alte Technik automatisch besser wäre, sondern weil sie gut tippt, zuverlässig läuft und ich inzwischen weiß, wo sie ihre Zeichen versteckt.

Der hwV darf weiter im Tablet stöbern. Bestellen kann er, sobald er auch selbst bezahlt.

 

 

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