Eben noch Feld, jetzt Frühling

Im März wirkt die Landschaft noch eher wie Wartemodus.März guckt, April liefert

Zwei Fotos, fast derselbe Blick.

Eines im März, eines im April. Dazwischen nur ein paar Wochen, ein paar Mittagspausenspaziergänge und offenbar genug Zeit, damit die Landschaft einmal den Schalter umlegt.

Im März sieht das noch nach normaler Runde aus. Feld, Weg, Bäume, blauer Himmel. Nett, ruhig, alles okay. Nichts, worüber man groß stolpert, wenn der Kopf gerade mit Arbeit, Hunger, Wetter oder sonstigem Alltagsgedöns beschäftigt ist.

Ein paar Wochen später steht der Frühling plötzlich ziemlich deutlich da.Dann April

Gleiche Ecke, anderer Auftritt. Plötzlich steht da dieses gelbe Feld, als hätte jemand über Nacht beschlossen, dass „ein bisschen Frühling“ wohl zu langweilig wäre.

Ich mag solche Vergleiche. Nicht, weil da jetzt die große Lebensweisheit aus dem Acker wächst. Man muss nicht aus jedem Rapsfeld direkt ein Seminar machen.

Es fiel mir einfach auf

Gleiche Stelle, kurzer Abstand, komplett anderer Eindruck und als bloggenswert befunden.

Also Foto gemacht, fertig, manchmal reicht das völlig :mrgreen:

 

 

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Taktvoll? Nicht mit diesen Fahrern!

Zäher Kolonnenverkehr auf nasser Landstraße, ein unruhiger Vordermann zerlegt den Fahrfluss, Bild KI-generiert.Sie zerlegen den Rhythmus

Es gibt Fahrten, da ist gar nicht das langsame Tempo das eigentliche Problem.

Langsam vor mir nervt, klar. Kostet Zeit, kostet Laune und manchmal auch ein paar Minuten Lebensfreude, die morgens ohnehin nicht in Säcken im Kofferraum liegen. Trotzdem kann man sich darauf einstellen, wenn vorne einer konstant langsamer fährt. Dann ist das eben der fahrende Deckel auf dem Topf, man bleibt dahinter und gut ist.

Das eigentliche Elend beginnt da, wo jemand nicht langsam fährt, sondern ohne erkennbaren Rhythmus. Mal 82, mal 96, dann vor einer harmlosen Kurve runter auf 64, danach wieder zäh hoch auf 78, plötzlich kurz Bremse, dann wieder rollen lassen, dann wieder Gas, dann wieder dieses kleine rote Aufleuchten aus dem Nichts. Da fährt keiner einfach nur vor einem her, da zerlegt jemand den kompletten Fahrfluss.

Das ist nicht mitschwimmen. Das ist ein Taktproblem mit Kennzeichen.

Der eigene Fahrfluss ist weg

Ich fahre nicht wie ein Irrer, das hatten wir hier oft genug. Zügig ist nicht rasen, vorsichtig ist nicht verkrampft, und wer eine Straße halbwegs lesen kann, muss nicht jeden Meter behandeln, als hätte der Asphalt gerade eine Drohung ausgesprochen.

Genau diese Nummer hatte ich schon bei Wenn Bremsen zum Prinzip wird. Dieses Gefühl, dass vorne nicht gefahren wird, sondern verwaltet. Jeder Schatten, jede Kurve, jedes Schild wird erstmal innerlich geprüft, freigegeben, wieder verworfen und dann doch irgendwie befahren.

Das kostet nicht nur Zeit. Es zwingt dich in eine Fahrweise, die du selbst gar nicht fahren würdest.

Eigentlich würdest du rollen lassen, sauber Abstand halten, mit dem Verkehr gleiten und das Auto einfach arbeiten lassen. Stattdessen hängst du dauernd auf den Pedalen, weil vorne jemand aus jeder Kleinigkeit ein kleines Fahrmanöver baut. Gas weg, leicht bremsen, wieder rollen, Abstand neu suchen, wieder bremsen, wieder fragen, was da vorne eigentlich los war.

Meist war nichts los. Genau das ist ja der Punkt. Da vorne findet ein innerer Vorgang statt, und leider findet er mit Außenwirkung statt.

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Dies und das noch:

Mal wieder Steinbachwiesen

Fürth an den SteinbachwiesenBisschen raus

Wenn ringsum alles mal wieder einen Tick zu viel ist, hilft so eine Runde draußen oft mehr als jedes Gerede über Ruhe und Runterkommen.

Dass ich hier in Fürth an den Steinbachwiesen nicht gerade selten unterwegs bin, ist kein Geheimnis. Für genau sowas taugt es da aber eben immer wieder.

Wenig Text, viel Wasser.

Mehr braucht das Bild eigentlich nicht.

Mit Ton und in Bewegung übrigens noch eine Ecke besser :mrgreen:

Manchmal auch mit Ton und in Bewegung :mrgreen:

 

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Dies und das noch:

Fahrertyp: Gegenverkehr-Bremser

Kurve, Gegenverkehr, Bremse. Mehr brauchen die nicht. KI-Hinweis: Bild auf Grundlage eines eigenen Fotos mit KI ergänzt und angepasst.Wenn Gegenverkehr Panik auslöst

Ich fahre ja täglich 30 Kilometer hin und 30 wieder zurück ins Büro, die Fahrten zu Baustellen noch gar nicht mitgerechnet. Mit Gegenverkehr, Kurven und, tadaa, Fahrzeugen vor mir.

Gerade hier im Odenwald ist das eben viel Landstraße, kurvig, stellenweise enger, aber nun wirklich nichts, woran ein normaler Autofahrer geistig zerbrechen müsste.

Was einem trotzdem zuverlässig jede Zeitplanung zerlegt, ist nicht die Strecke. Es ist der Typ oder die Tussi vor einem, bei dem man schon nach zwei Minuten das Gefühl hat, hinter einer mobilen Bremslicht-Disko herzufahren.

Bremsen aus Prinzip

Da wird die Kurve mit erlaubten 70 schon mit vielleicht 65 auf dem Tacho angesteuert, nur um dann kurz vorher sicherheitshalber nochmal auf 40 runterzubremsen. Man weiß ja nie. Vielleicht lauert hinter der Biegung das pure Verderben oder, ganz wild, ein Auto auf der Gegenfahrbahn. Also dort, wo Gegenverkehr sich normalerweise aufhält. ;-)

Besonders schön ist dann der Teil danach. Hinter der Kurve sind 100 erlaubt, aber der Wagen vor einem braucht einen halben Roman und scheinbar so richtig Anlauf, um überhaupt wieder auf 75 zu kommen (wenn überhaupt).

Es könnte ja schon wieder sein, dass von vorne jemand auftaucht. Breite Straße, genug Platz zwischen den Spuren, aber lieber nochmal kurz auf die Bremse.

So etwas ist ja keine Ausnahme. Das Grundproblem, dass manche Menschen alles auf Rädern behandeln, als würde hinter jedem Schild und jeder Kurve sofort der Untergang warten, hatte ich hier im Blog schon an anderer Stelle, etwa bei „Fahre früh, dann sind die Straßen frei“. Nur gestern hatte ich eben gleich zwei von dieser Sorte  „Bremsen löst all deine Probleme“ direkt vor der Nase.

Engstelle, Schweißausbruch, Stillstand im Kopf

Ganz groß wird es in Ortschaften. Rechts parkende Autos, die Straße etwas enger, Gegenverkehr und im Auto vor mir läuft innerlich offenbar sofort eine Mischung aus Panikfilm und Abschlussprüfung. Ich kann die Schweißperlen auf der Stirn förmlich schon durch die Heckscheibe sehen.

Da wird nicht mehr gefahren, da wird nur noch verwaltet. Zentimeterweise, mit Bremsbereitschaft, mit Blicken irgendwo zwischen Tunnel und Todesangst. Als wäre das eigene Auto spontan auf Panzerbreite angewachsen.

Kleiner Bonus, weil, da geht noch was:

Wenn noch so ein 30er-Schild mit Zeitbeschränkung auftaucht, also diese Nummern, bei denen darunter zum Beispiel 22 bis 6 Uhr steht. Dann ist endgültig alles vorbei. Solche Zusatzschilder sind ja ohnehin für viele eher Deko, wie ich schon bei „Schilder selber lesen (und überhaupt…)“ und auch bei „30 km/h – länger ist immer gut!“ festgestellt habe.

Bonuslevel mit Radfahrer

Der totale Endgegner taucht allerdings auf, wenn zu Kurve, Engstelle und Gegenverkehr dann noch ein Radfahrer dazu kommt. Dann eskaliert das Ganze endgültig. Erst bremsen. Dann zögern. Dann wieder bremsen. Dann halb ausscheren. Dann doch nicht. Dann nochmal bremsen. Das ist kein Überholen mehr, das ist ein öffentlich aufgeführter Nervenzusammenbruch mit Blinker (meist ohne).

Mir ist völlig klar, dass niemand wie ein Irrer durch die Gegend fliegen soll. Darum geht es nicht. Es geht um diese völlig absurde Mischung aus Unsicherheit, Übervorsicht und dem dringenden Bedürfnis, jeden anderen Verkehrsteilnehmer daran teilnehmen zu lassen.

Nicht die Kurven sind das Problem. Nicht der Gegenverkehr. Nicht mal die Engstelle. Das Problem sitzt davor und glaubt vermutlich auch noch, besonders umsichtig unterwegs zu sein.

 

 

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Hagel wie aus dem Schrotgewehr

Hagel macht Dach und Wiese in Minuten weißMännergrippe, Hagelbeschuss und Flutlicht

Viele wissen, ich kämpfe gerade (mehr oder weniger erfolgreich) gegen eine dieser extrem gefährlichen Männergrippen.

Da ist natürlich jeder Angriff von außen noch etwas heikler als das Leiden selbst. :roll:

Blöde nur, dass man ja trotzdem einer gewissen Neugier (Sensationsgeilheit) folgt. Gerade dann, wenn man so etwas wie den Desasterkreis betreibt. Wenn es draußen rummst, kracht und innerhalb weniger Minuten alles weiß wird, bleibt man eben nicht heldenhaft auf dem Sofa liegen. Man schleppt sich ans Küchenfenster und dokumentiert den Irrsinn.

Es hagelte richtig!

Nicht ein bisschen.

Nicht so ein harmloser Frühlingshuster aus der Wetterküche.

Sondern richtig. Erbsengroße Körner, laut, heftig, mit Gewitter. Innerhalb von vielleicht fünf Minuten war alles weiß. Bei der Firma nebenan hörte ich sogar schon die Schneeschaufel, kein Scheiß!

Genau die Sorte Wetter, die in den Medien sofort zum Vorboten des nächsten großen Untergangs verwurstet würde, mit Sondersendung, Warnkarte und betretenem Expertenblick.

Also habe ich Fotos gemacht und direkt noch ein Reel aufgenommen. Wenn das Wetter schon komplett freidreht, soll es wenigstens ordentlich dokumentiert sein, oder? :mrgreen:

Erbsengroßes Hagelkorn nach direktem TrefferBeweise als Zeitzeugen, ein Zeitzeuge als Beweis

Besonders schön war dabei, dass mich der Hagel sogar selbst erwischt hat! :shock:

So ein kleines Geschoss mit Schmackes.

Durch das offene Fenster!

Das tat tatsächlich weh.

Das Projektil liegt sogar im Bild. Raffiniert, gell? Viel länger gibt es diesen Beweis nicht mehr, denn das Ding schmilzt natürlich weg. Das Foto ist also gewissermaßen die letzte amtliche Spur des Angriffs. Tja, wenn man C.S.I. gesehen hat, dann lernt man eben dazu!

Ganz einfach, noch besser, ich zeige es mal bei Instagram:

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

Man kennt das ja inzwischen. Kaum passiert draußen etwas, das mehr ist als Niesel und laues Lüftchen, wird nicht einfach berichtet, sondern gleich expertenüberflutet eingeordnet, dramatisiert und politisch passend gerahmt.

Früher war es Wetter

Heute ist es Material.

Für Schlagzeilen, für Hysterie, für Debatten und irgendwann vermutlich auch wieder für irgendeine neue Idee, wie man dem Bürger noch ein schlechtes Gewissen oder gleich eine Abgabe in die Tasche drücken kann. Feinstaub haben wir, CO₂ sowieso, da fehlt eigentlich nur noch die Grobkornpauschale. Also, bereitet euch wieder auf das Schlimmste vor, kauft genug Klopapier!

Helle Sonne kurz nach dem Hagel am FensterErst Hagelbeschuss, dann Flutlicht

Und weil das alles noch nicht bekloppt genug war, schien rund 30 Minuten später die Sonne so hell ins Zimmer, dass das Rollo runter musste, damit man am Bildschirm überhaupt noch etwas erkennen konnte.

Aprilwetter Mitte März. Da ist er also, der Klimawandel.

Hier im Odenwald, hier schlägt er zu.

Eben noch Schrotgewehr von oben, kurz darauf Sonnenschein, als wolle der Tag so tun, als sei nie etwas gewesen.

Aber, liebes Wetter, so nicht. Ich habe die Beweise. Wofür?

Kurz gesagt: Einfach für’s Wetter ;-)

 


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Wenn der Geräteraum zurückschlägt

Matten: Zeitlose Grundausstattung in Blau.Trauma in Blau?

Ich komme jobbedingt ja durchaus auf, unter und in andere Gebäude, manchmal eben auch in Schulen.

Es ist oft ganz interessant, was man da so (wieder)entdecken kann, ohne, dass der Kopf sich wirklich erinnern will.

Okay, ja, die Schüler sehen das alles wahrscheinlich öfter, aber ich bin da eben schon eine Weile raus, aus dem Kram.

Nur manchmal, aber eben auch nur manchmal, sieht man dabei Dinge aus der Kindheit und Jugend, an die man eigentlich gar nicht mehr denken wollte :mrgreen:

Barren: Folterinstrument für die Oberarme, Baujahr gefühlt 1970.Wiedererkennungswert

Man macht die Tür auf und steht mitten in diesem ganz speziellen Mief aus Bohnerwachs und abgestandener Luft, den scheinbar jede Schulturnhalle der Welt serienmäßig eingebaut hat. Das riecht heute noch exakt so wie damals in den Siebzigern oder Achtzigern, is‘ ja klar.

Ich lasse die Fotos mal für sich sprechen ;-)

 


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Dies und das noch:

48.501 km: Fakten statt Wunschdenken

Symbolfoto aus der KI48.501 km: Fakten statt Wunschdenken?

Ein Beitrag über einen Blick auf den Kilometerzähler vom Auto, Gedanken im Stau und Zahlen, die man sich mit Hilfe diverser KI’s zusammensuchen lässt. ;-)

Bei zähflüssigem Verkehr falsch auf das Display vom Auto getatscht und wirklich zufällig in die Nachrichten eines öffentlich-rechtlichen Radiosenders geraten, der mir gerade erklärt, wie böse es ist, dass ich einen CO2-Fußabruck hinterlasse, weil ich eben existiere. Auch, weil ich mit dem Auto unterwegs bin, welches eben einen Verbrennungsmotor besitzt.

75.201 Kilometer auf dem Tacho lügen nicht, auch wenn manche (in Berlin?) das vielleicht gerne hätten.

Von dieser Strecke habe ich 48.501 Kilometer selbst abgespult, seit ich den Fiesta im Oktober 23 in Benutzung habe. Das ist schon ein bisschen Asphalt und da fängt man zwangsläufig an zu rechnen, gell?

Jedenfalls dann, wenn man hier und da ein schlechtes Gewissen haben soll, dass man einfach sein Ding im Alltag macht, machen muss, weil die Brötchen nun mal verdient werden müssen.

Viele Klischees rund um die Unwelt exitieren und die ökologische Bilanz ist eben ein kühles Zahlenspiel, das man nicht mit Meinung gewinnen kann.

Zahlen, die man kennen möchte

Ich wollte einfach wissen, ob die ganze Rechnerei zugunsten der Elektromobilität eigentlich aufgeht, wenn man mal die nackten Fakten statt der üblichen Polemik hernimmt.

Mein Benziner hat auf diesen 48.501 Kilometern insgesamt 13.969 kg CO2 auf dem Deckel, wobei die Produktion vom Auto schon mit drin ist. Ein vergleichbarer Stromer aus der gleichen Klasse, zum Beispiel ein Opel Corsa-e, käme heute auf 15.186 kg.

Da schluckt man erst mal, denn ich bin fast 50.000 Kilometer (selber) gefahren und stehe rechnerisch immer noch besser da als jeder, der sich gerade frisch ein Elektroauto geholt hat. Das liegt schlicht an diesem massiven Rucksack aus der Batterieproduktion, den man erst mal mühsam über die Straße abarbeiten muss, is‘ ja klar. Wäre kein Thema, wenn man die Lebensdauer moderner Autos auf Jahrzehnte anlegen könnte, aber … :roll:

Wo ist der Moment?

Wann kommt denn eigentlich der Punkt, an dem die berühmte schwarze Null fällt?

Bei meiner Fahrweise wäre der Gleichstand erst bei etwa 64.103 Kilometern erreicht. Ich müsste also noch eine ganze Ecke weiterjuckeln, nur damit die Bilanz überhaupt mal neutral wird.

Dass man davon in den Hochglanzbroschüren nichts liest, ist logisch, da wird lieber mit gefühlten Wahrheiten gearbeitet als mit realen Kilometern. Und wenn man dann über die Haltbarkeit nachdenkt, wird es richtig finster.

Statistisch gesehen, fängt das große Zittern bei der Batterie oft schon an, bevor die 100.000 Kilometer voll sind. Wenn so ein Akku dann die Grätsche macht, kostet der Austausch locker 15.000 Euro, was bei einem Kleinwagen quasi der wirtschaftliche Exitus ist. Muss nicht so sein, ist aber realistisch und wird nicht selten so kommen.

Ein neuer Akku knallt dann direkt wieder 5 bis 8 Tonnen CO2-Schulden oben drauf, womit die ganze Rechnung wieder von vorne anfängt, während mein Verbrenner einfach weiterläuft.

Was ich mir auf diesen 48.501 selbst gefahrenen Kilometern aber wirklich erspart habe, lässt sich gar nicht nur in CO2 messen.

Während andere sich vielleicht on the road stundenlang vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit irgendwelchen Umerziehungsversuchen beschallen lassen, lief bei mir meine eigene Musik. Zu 80 % Bruce Springsteen, is‘ ja klar.

Sicher, der Boss hat seine eigene Meinung zur US-Politik, aber das soll er mal schön mit seinen Amerikanern ausmachen. Das juckt mich hier wenig. Mir werden hier in Deutschland die Zahlen für jeden Atemzug vorgehalten und CO2-Preise um die Ohren gehauen, da brauche ich nicht auch noch das Oberlehrer-Gequatsche aus dem Radio.

Ich verlasse mich lieber auf das, was ich selbst nachgerechnet habe. Solange die Bilanz der E-Karren erst dann ins Plus rutscht, wenn die Technik eigentlich schon fast reif für den Schrottplatz ist, bleibt das Ganze für mich ein teures Experiment auf Kosten der Logik, wenn man es denn am Ende am Co2 festmacht, wozu ich einen langen Artikel zusätzlich schreiben könnte. Am Ende zählen eben die Zahlen und nicht das, was man sich irgendwo als Meinung zusammenreimt, nun ja.

Und über die Reichweite möchte ich mal gerade gar nichts sagen :mrgreen:

Wie immer, nur mein Senf … ;-)

   

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Wochenend-Rechnung: Wo ist die Zeit?

Das Wochenende als chronologische Mogelpackung.Chronologische Insolvenz

Ich muss das jetzt mal anprangern. Diese Geschichte mit den zwei freien Tagen ist doch die größte Mogelpackung seit der Erfindung der CO2-Steuer, gell?

Schauen wir uns das Elend doch mal nüchtern an, der Freitag wird uns immer als Startschuss verkauft.

Von wegen!

Es ist ein ganz normaler Arbeitstag. Der Wecker macht morgens seinen Job, gnadenlos wie eh und je. Man zieht seine Stunden durch, und wenn man dann endlich die Haustür hinter sich zuschlägt, ist man einfach k.o. Der Akku ist leer.

Immerhin muss man nicht früh ins Bett, aber die Sache mit der Restenergie muss man schon im Auge haben ;-)

Und dann?

Samstag kurz die Welt retten und schon rutschen wir in den Sonntag.

Kaum ist der Nachmittag erreicht, setzt diese seltsame Zeitkrümmung ein.
Man blinzelt einmal kurz und PENG, Schicht im Schacht.
Es fühlt sich an, als wäre man nie weg gewesen. Das Wochenende ist kein Zeitraum, sondern ein Wimpernschlag mit eingebautem Montag-Aroma. Da wird einem die Erholung einfach gnadenlos weggesteuert.

Eigentlich besteht das Ganze nur aus einem einzigen Tag, der von zwei Erschöpfungsphasen eingerahmt wird. Nun ja, ich geh dann mal wieder die Sekunden zählen, bevor ich wieder aus dem Bett muss.

Man hat’s ja nicht leicht, gell? :mrgreen:

 

 

   

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Vor 6 Uhr früh geht alles

Das Bild wurde mit einer KI erstellt, weil ich morgens um kurz vor sechs beim Blindflug keine Hand frei hatte, um auch noch die Kamera zu zücken. Es trifft die Situation aber ziemlich genau: Viel Licht, null Sicht und das Auto irgendwo im Nirgendwo.Lass ruhig alles an, ist ja noch früh

Man lernt ja nie aus, vor allem morgens.

Da denkt man, man hätte den Straßenverkehr schon komplett durchgespielt, inklusive Bonuslevel „Dunkelheit“ und dem Klassiker „Fernlicht als Lebenseinstellung“, prompt kommt da was Neues.

Stehendes Licht, fahrende Menschen

Es ist doch ein nettes Szenario, mit dem sich wunderbar ein früher Tag im Winter erhellen lässt.

Da steht ein Auto.
Motor aus oder an, ist egal.
Abblendlicht ist an, das ist wichtig.
Und es steht entgegen der Fahrtrichtung.

Warum?

Warten auf irgendwen, Zeitung austragen, kurz „nur mal eben“, was man halt so macht, wenn das Zifferblatt noch nicht entschieden hat, ob es Nacht oder Morgen sein möchte.

Das Ergebnis ist jedenfalls zuverlässig: Man fährt nicht mehr in eine Kurve oder auf eine Einmündung zu, sondern in eine Wand aus Licht. Nicht dieses „hach, wie hell“, sondern eher „wo ist hier eigentlich der Rest der Straße hin“ :roll:

Bonuspunkte für den normalen Verkehr

Das Beste daran ist ja, dass das nicht allein passiert. Parallel fährt noch normaler Gegenverkehr. Hinter einem hängt vielleicht auch noch jemand. Und irgendwo am Rand läuft noch einer mit Stirnlampe, weil man ja inzwischen alles tragen muss, um gesehen zu werden.

Kurz gesagt: alle geben sich Mühe.
Man sieht trotzdem nichts.

Und natürlich ist es „nur Abblendlicht“. Also quasi harmlos. So harmlos wie ein Baustrahler, der zufällig genau auf Augenhöhe steht ;-)

Kleiner Vorschlag aus der Kategorie „Verrückt, ich weiß“

Wenn das Auto entgegen der Fahrtrichtung steht, könnte man das Licht vielleicht ausmachen. Oder wenigstens nur Standlicht, so rein aus Spaß. Nur, damit die anderen wieder erkennen, wo die Straße ist (das is‘ echt besser, glaubt mir!).

Aber gut. Vor 6 Uhr früh geht eben alles, also, bei Licht besehen :mrgreen:

 

   

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Dies und das noch:

Reaktion, Verwirrung, Überforderung?

Fernlicht, das unheimliche WesenFernlicht, das unheimliche Wesen

Unter der Woche bin ich früh unterwegs, das Zifferblatt zeigt irgendwas zwischen fünf und sechs Uhr.

Um die Zeit ist es so gut wie immer dunkel, streckenbedingt ist es viel Landstraße. Wer das kennt, weiß, warum man auf freien Abschnitten gern mehr sehen möchte, Fernlicht liegt da nahe.

Nach tausenden Kilometern auf immer denselben Wegen frage ich mich inzwischen trotzdem, ob mit der Reaktionsfähigkeit der Menschheit irgendwas passiert ist.

Gefühlt schafft es mindestens jeder Dritte nicht mehr, bei Gegenverkehr das Fernlicht zeitnah auszuschalten. Manche lassen es gleich komplett an. Das ist kein einzelner Spezialist, das ist eine Disziplin mit Breitenwirkung.

Was steckt dahinter, was passiert da im Kopf?

Ist der Weg vom Auge zum Hirn inzwischen so lang, dass unterwegs noch kurz ein Kaffee gekocht wird?
Hängt es am Weg vom Hirn zur Hand, weil man erst mal den Hebel sucht, den man seit Jahren täglich benutzt?
Wird einfach erwartet, dass das Auto das schon regelt, obwohl die Technik das in der Regel ziemlich gut kann, wenn sie aktiv ist und nicht ignoriert wird?

Lifehack der persönlichen Art?

Dann gibt es noch die ganz besondere Variante, die man irgendwann wiedererkennt, weil sie zuverlässig immer gleich kommt.
Ein Scheinwerfer bleibt beim Abblendlicht ganz aus, weil das Leuchtmittel den Weg alles Irdischen gegangen ist, also wird das mit Fernlicht überbrückt.
Dauerhaft, weil man sonst ja zu wenig sieht. Dass man damit allen anderen die Netzhaut neu kalibriert, wird offenbar als Kollateralschaden verbucht. Selbst im Dunkeln merkt man irgendwann, dass es ziemlich sicher immer das gleiche Auto ist. Neue H4 heißt in dem Fall nicht Luxus, sondern einfach nur „Problem gelöst“.

Ich habe dazu schon mal was geschrieben, damals eher als Versuch, den Blendrekord wenigstens nicht täglich neu zu überbieten. Wer das nachlesen will, hier entlang ;-)

Heute ist das eher ein Nachtrag, weil es sich nicht wie ein Ausrutscher anfühlt, sondern wie ein Trend. Überforderung wirkt inzwischen serienmäßig, Reaktionszeit klingt manchmal wie ein theoretisches Konzept, Fernlicht wird von manchen behandelt, als wäre es kein Lichtmodus, sondern eine Lebenseinstellung.

Ich wollte es nur mal sagen, weil ich immer noch geflasht bin von so viel Erleuchtung … :roll:

 

 

   

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