Wenn Familie plötzlich stört

Eimer mit Euro-Scheinen und Münzen, daneben ein Stethoskop und ein gelbes Emoji, das sich an die Stirn tippt.Erst gewollt, dann zu teuer

Es gibt diese Momente, da liest man etwas und merkt sofort, was hier eigentlich läuft.

Jahrzehntelang erzählt man den Leuten, Familie sei wichtig, Kinder seien unsere Zukunft und Zusammenhalt sei sowieso das große Zauberwort.

Dann bauen Menschen ihr Leben genau auf dieser Grundlage auf. Einer geht arbeiten, der andere hält den Laden zusammen, zieht Kinder groß, steckt zurück, organisiert, verzichtet, fängt auf. Eben das, worauf dieses Land in Wahrheit die ganze Zeit gebaut hat und was auch funtkioniert hat.

Später kommt dieselbe Republik um die Ecke und tut so, als sei genau dieses Modell plötzlich ein Fehler.

Warum?

Weil die Politik bemerkt hat, dass man mit mehr Steuerzahler*INNEN (Ja, JETZT muss ich gendern!) einfach mehr einsackt, mit dem man die Welt beschenken kann.

Aktuell wird ganz offen an der Familienversicherung für Ehepartner herumgedoktert. Die beitragsfreie Familienversicherung steht heute auf gesetzlicher Grundlage im System der GKV, und das Bundesgesundheitsministerium nennt für mitversicherte Angehörige 2026 eine Einkommensgrenze von 565 Euro im Monat.

Gleichzeitig hat die Finanzkommission Gesundheit am 30. März 2026 empfohlen, die beitragsfreie Mitversicherung für Ehegatten ohne Kinder unter sechs Jahren abzuschaffen. Im Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums vom 16. April 2026 steht daraus schon die nächste Stufe auf Papier. Für nach § 10 versicherte Ehegatten und Lebenspartner sollen Beiträge erhoben werden, während Kinder weiter beitragsfrei bleiben.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen

Da gibt es Frauen, die 20, 25 oder 30 Jahre ihres Lebens nicht in Karriere und Konsumsteigerung gesteckt haben, sondern in Kinder, Familie und Alltag. Deren Kinder heute längst selbst arbeiten, selbst einzahlen, selbst tragen.

Nur die Mutter soll plötzlich das Problem sein, weil sie dem Arbeitsmarkt nicht lückenlos zur Verfügung stand, stehen konnte, Pflichten übernommen hat.

Frauen, durchaus Mitte 50. Nach Jahrzehnten Familienarbeit. In einem Land, das so tut, als würde an jeder Ecke jemand genau auf solche Lebensläufe warten. Klar doch :roll:

Bei uns sieht das so aus

Meine drei Kinder sind alle um die 30 und zahlen längst selbst in die GKV. Geht man bei ihnen im Mittel nur von 250 Euro eigenem GKV Anteil im Monat aus, also von dem Betrag, den man auf der Abrechnung auch wirklich sehen kann, dann sind das 3.000 Euro im Jahr pro Kind.

Auf die bisherigen Arbeitsjahre nach der Lehre gerechnet sind das in der Summe heute rund 100.000 Euro. Nur der Teil, den man direkt auf den Lohnzetteln sieht. Wer seine Abrechnung lesen kann, weiß auch, dass da noch der Arbeitgeberanteil obendrauf kommt. Den könnt ihr euch gerne selbst noch dazurechnen, ihr dürftet in etwa auf die gleiche Summe noch einmal oben drauf kommen. Dass allgemeiner Beitrag und Zusatzbeitrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber grundsätzlich anteilig getragen werden, ist in der GKV kein Geheimwissen, sondern offizielle Regel.

Ermöglicht wurde das von einer Frau, die eben nicht gemütlich am Rand stand, sondern ihre Zeit, ihre Kraft und am Ende auch Gesundheit in Familie und Kinder gesteckt hat. Einer Frau, deren Reserven heute leider nicht einfach wieder jung werden, nur weil sich ein paar kalte Rechner in Berlin eine neue Gerechtigkeit ausgedacht haben.

Man merkt der Moral und oft leider auch dem Ergebnis in diesem Land längst an, welche Kinder wirklich in der Familie erzogen wurden und welche man über Jahre lieber ausgelagert hat.

Natürlich kann auch eine arbeitende Mutter drei Kinder haben. Das wird dann immer als Totschlagargument in den Raum geworfen, als wäre damit irgendetwas bewiesen.

Ist es nicht!

Ausnahmen gibt es immer, nur taugen Ausnahmen eben nicht als Maßstab für das, was im echten Leben bereits funktioniert. Die OECD verweist selbst auf die Bedeutung elterlicher Unterstützung beim Lernen, und das Bundesbildungsministerium nannte die PISA Ergebnisse 2022 für Deutschland besorgniserregend. Wer da ernsthaft behauptet, Nähe, Zeit und Erziehung im Elternhaus seien am Ende bloß romantische Nebensache, will sich die Realität schönreden.

Mama unter der Woche fast nur noch abends kurz zum Gute-Nacht-Sagen zu sehen, wenn überhaupt, als Fortschritt zu verkaufen, ist woker Dreck der Neuzeit. Die wenigen Ausnahmen bestätigen auch hier eher die Regel.

Genau das macht mich an dieser Nummer so sauer. Es ist nicht nur eine Beitragssache. Es ist Wortbruch. Menschen haben ihr Leben auf Regeln aufgebaut, die genau so gedacht waren. Erst wollte man dieses Modell. Heute will man die Rechnung anders schreiben.

Hier nehmen, dort verschwenden

Für Auslandsgeschenke, politische Lieblingsprojekte und jeden neuen Unsinn scheint in diesem Land zuverlässig noch irgendwo Geld zu liegen. Bei den eigenen Leuten wird dann plötzlich hektisch gerechnet. Genau mein Humor.

Werte Staatsverwalter, diese Frau hat der GKV Stand heute rund 100.000 Euro eingespielt, Arbeitnehmeranteil. Den Rest könnt ihr euch selbst dazurechnen, oder braucht ihr dazu wieder eine Expertenkommission?.

Ich erwarte, dass man sich an Gesetze hält, die Regierungen einst mit Ehre beschlossen haben.

Noch schöner wird es bei denen, die so etwas beklatschen, weil es angeblich gerechter sei. Hebt euch die Schadenfreude ruhig gut auf. Es kommt der Punkt, da greift dieselbe Logik auch an euren Hintern, denn dann ist das Geheule wieder groß.

 

 

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Dies und das noch:

Nicht direkt Schnee, eher Pollen

PollenTief durchatmen

Sagt man doch zu Leuten, die spazieren gehen, oder?

Ne, heute besser nicht ;-)

Das ist kein Dreck auf der Linse, was da so weiß rumfliegt, das kommt irgendwo aus der Pflanzenwelt in Ober-Ramstadt.

Die Kamera hat es leider nicht besser eingefangen, aber gegen den Himmel geschaut, war das von Schnee nicht zu unterscheiden.

So oder so – eine gute Gelegenheit, froh über die Allergiepillen zu sein :mrgreen:

 

 

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Da war noch was zum Geburtstag

Michael mit Geburtstagsgeschenk aus der FirmaJetzt auch endlich mal hier

Ostern, Duisburg, ein paar Tage Urlaub, schon sind wieder ein paar Tage durch, dabei war da ja noch was.

Ich hatte Ende März Geburtstag und von RESIS-TEC gab es auch etwas. Gefreut habe ich mich natürlich direkt, ich bin nur jetzt erst dazu gekommen, das hier auch mal in den Blog zu packen :mrgreen:

Bevor das also still und leise hinten runterfällt:

Vielen Dank an die Truppe in der Firma, hat mich echt gefreut.

Ich sag’s ja

Starke Bande, nach wie vor. ;-)

 

 

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Mal wieder Steinbachwiesen

Fürth an den SteinbachwiesenBisschen raus

Wenn ringsum alles mal wieder einen Tick zu viel ist, hilft so eine Runde draußen oft mehr als jedes Gerede über Ruhe und Runterkommen.

Dass ich hier in Fürth an den Steinbachwiesen nicht gerade selten unterwegs bin, ist kein Geheimnis. Für genau sowas taugt es da aber eben immer wieder.

Wenig Text, viel Wasser.

Mehr braucht das Bild eigentlich nicht.

Mit Ton und in Bewegung übrigens noch eine Ecke besser :mrgreen:

Manchmal auch mit Ton und in Bewegung :mrgreen:

 

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Es reicht schon lange

Radio, Laptop, Zeitung, Einkaufskorb und Euroscheine als Sinnbild für Konsumdruck und Dauerbeschallung, fotorealistisch per KI erstellt.Denn sie wissen nie, wann es genug ist

Ich drücke auf einen Knopf, schalte irgendwas ein und sofort geht es los.

Kauf das.
Denk das.
Glaub das.
Funktioniere gefälligst sauber in der Spur.

Um mich geht es dabei nicht. Schon lange nicht mehr. Mein Alltag ist egal, meine Nerven sind egal, mein Konto ist egal. Wenn mich irgendein Irrsinn innerhalb von einem Tag wirtschaftlich an die Wand fährt, dann ist das eben so. Auf Einzelschicksale kann leider keine Rücksicht genommen werden. Möchten Sie zur Überbrückung noch eine Finanzierung?

Das gleiche Spiel läuft doch überall. Ich gehe jahrzehntelang arbeiten, zahle Steuern mit Geld, das vorher schon an anderen Stellen angefasst wurde, dann kommen Abgaben drauf, Gebühren drauf, Preisaufschläge drauf, irgendwas kommt immer noch oben drauf. Am Ende stellt sich irgendein Hansel hin und verkauft mir das als notwendig, gerecht und alternativlos.

All das heißt übersetzt doch nur:

Halt den Mund. Mach mit. Frag bloß nicht zu viel.

Genau da war bei mir der Punkt schon lange überschritten.

Vier Monate ohne den ganzen Krach

2013 bin ich von Duisburg nach Fürth gezogen.

Heute weiß ich, was für ein Glück das damals war. Rund vier Monate lang hatte ich nur Filme auf der Festplatte. Kein Free TV, kein Werbegebrüll, kein Ansagegequake, kein hektisches Gezappel, das einem schon beim Einschalten auf die Nerven fällt.

Die technischen Möglichkeiten kamen später wieder.
Das Free TV nicht.

Aus gutem Grund

Man muss diesem ganzen Lärm wohl erst einmal entkommen, um zu merken, wie kaputt das alles längst ist. Solange man mittendrin steckt, hält man vieles für normal. Werbung hier, Haltung da, noch ein erhobener Zeigefinger, noch ein moralischer Hustenanfall aus dem Off, noch ein völlig überdrehter Versuch, mir das Denken, Fühlen und Konsumieren gleich mit abzunehmen.

Bis ich merke, dass es nie nur um Unterhaltung geht.

Es geht darum, dass immer irgendeiner in meinen Kopf will.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

YouTube reicht es nie

YouTube war früher für mich mal ein Ort, an dem ich Stunden versenken konnte, ohne mir vorzukommen wie in einer digitalen Fußgängerzone voller Drückerkolonnen.

Heute ist das Ding mit Werbung, Einblendungen, Bettelei und Gängelung so zugekleistert, dass ich stellenweise schon suchen muss, wo zwischen all dem Müll eigentlich noch das Video steckt.

Es reicht nicht, dass ich da bin.
Es reicht nicht, dass ich schaue.
Es reicht nicht, dass ich klicke.

Ich soll gefälligst auch noch so schauen, wie die Plattform das gern hätte. Werbung schlucken, die richtigen Grenzen akzeptieren, die richtige Moral nicht in Frage stellen und am besten noch zahlen, damit ich etwas weniger genervt werde als ohne Geld.

Das muss man auch erst mal bringen.

Erst wird der Laden vollgeräumt wie ein Grabbeltisch am Wühltag, danach soll ich bitte Verständnis dafür haben. Wenn ich mich wehre, bin natürlich nicht ich derjenige, dem es zu blöd geworden ist. Nein, dann bin ich das Problem.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

Radio mit Haltung im Beipack

Beim Radio, vor allem beim öffentlich rechtlichen Rundfunk, ist es keinen Deut besser.

Da läuft schon lange nicht mehr einfach ein Programm. Da läuft immer gleich etwas mit. Unterton, Einordnung, Richtung, Haltung, alles hübsch im Beipack. Natürlich ungefragt.

Ich will Musik hören oder Informationen.
Ich brauche keine Dauerbegleitung, die so tut, als säßen da draußen nur Menschen, die dringend an die Hand genommen werden müssen, weil sie sonst womöglich auf eigene Gedanken kommen.

Ich bin nicht völlig verblödet. Ich muss mir nicht jeden neuen Spruch, jede neue Mode und jede neue politische Duftmarke als Fortschritt verkaufen lassen. Ich habe auch keine Lust, mich an irgendeine woke Gesinnung anzuschließen, die mit großem Theater aufgeblasen wurde und gerade an allen Ecken zeigt, wie wenig tragfähig sie auf Dauer ist.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

Zeitungen, die sich selbst abschaffen

Die Webseiten der großen, ehemals namhaften Zeitungen machen denselben Fehler, nur noch peinlicher.

Kein Clickbait ist billig genug. Keine Verdrehung zu schäbig, keine Schlagseite zu offensichtlich, solange am Ende das politisch gewünschte Bild irgendwie stehen bleibt. Danach wird gejammert, dass die Auflagen sinken, das Vertrauen wegbricht und die Leser abspringen.

Ja warum denn nur?

Vielleicht, weil man Leute nicht endlos für doof verkaufen kann. Vielleicht, weil ich keine Lust habe, mir zwischen Panik, Framing und Gesinnungskulisse die Reste von Information zusammenzukratzen. Vielleicht auch, weil ein Modell, das sich immer weiter von den Leuten entfernt und ihnen gleichzeitig erklärt, sie müssten noch dankbar dafür sein, am Ende eben genau da landet, wo es hingehört.

Im freien Fall.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

Sogar der Einkauf soll mich erziehen

Selbst beim Einkaufen wird mir dieser Kram inzwischen zwischen Käse, Shampoo und Tiefkühlpizza reingedrückt.

Da geht es nicht mehr einfach nur um Ware, Preis und die Frage, ob ich das Zeug überhaupt haben will. Irgendwo will immer jemand mitdenken, mitformen, mitmoralisieren.

Ich bestimme selbst, ob ich vegan leben will.
Will ich nicht.

Ich bestimme auch selbst, was ich in Werbung glaubwürdig finde und was aussieht wie zusammengegossene Gleichmacherei mit moralischem Beipackzettel. Ich brauche keine Agentur, keine Minderheit und keinen Haltungskatalog, der mir erklärt, wie ich zu fühlen, zu kaufen und zu leben habe.

Mein Einkaufswagen ist kein Umerziehungsprojekt.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

Dann eben ohne mich

Die Folge daraus ist bei mir längst klar und auf vieles verzichte ich komplett. Den Rest minimiere ich. Ich suche Alternativen, kappe Gewohnheiten, ignoriere den Kram oder schmeiße ihn gleich ganz aus meinem Alltag.

An mir wird da schon lange weniger verdient.
Morgen noch weniger als heute.
Heute schon weniger als gestern.

Nicht aus Trotz. Einfach, weil irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem ich keine Lust mehr habe, mich von jedem zweiten Kanal, jeder dritten Plattform und jedem vierten Produkt wie ein unmündiger Trottel behandeln zu lassen.

Es reicht eben nicht erst seit gestern.

Es reicht schon lange.

Erst recht bei gewissen Parteien …

 

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Dies und das noch:

Fahrertyp: Gegenverkehr-Bremser

Kurve, Gegenverkehr, Bremse. Mehr brauchen die nicht. KI-Hinweis: Bild auf Grundlage eines eigenen Fotos mit KI ergänzt und angepasst.Wenn Gegenverkehr Panik auslöst

Ich fahre ja täglich 30 Kilometer hin und 30 wieder zurück ins Büro, die Fahrten zu Baustellen noch gar nicht mitgerechnet. Mit Gegenverkehr, Kurven und, tadaa, Fahrzeugen vor mir.

Gerade hier im Odenwald ist das eben viel Landstraße, kurvig, stellenweise enger, aber nun wirklich nichts, woran ein normaler Autofahrer geistig zerbrechen müsste.

Was einem trotzdem zuverlässig jede Zeitplanung zerlegt, ist nicht die Strecke. Es ist der Typ oder die Tussi vor einem, bei dem man schon nach zwei Minuten das Gefühl hat, hinter einer mobilen Bremslicht-Disko herzufahren.

Bremsen aus Prinzip

Da wird die Kurve mit erlaubten 70 schon mit vielleicht 65 auf dem Tacho angesteuert, nur um dann kurz vorher sicherheitshalber nochmal auf 40 runterzubremsen. Man weiß ja nie. Vielleicht lauert hinter der Biegung das pure Verderben oder, ganz wild, ein Auto auf der Gegenfahrbahn. Also dort, wo Gegenverkehr sich normalerweise aufhält. ;-)

Besonders schön ist dann der Teil danach. Hinter der Kurve sind 100 erlaubt, aber der Wagen vor einem braucht einen halben Roman und scheinbar so richtig Anlauf, um überhaupt wieder auf 75 zu kommen (wenn überhaupt).

Es könnte ja schon wieder sein, dass von vorne jemand auftaucht. Breite Straße, genug Platz zwischen den Spuren, aber lieber nochmal kurz auf die Bremse.

So etwas ist ja keine Ausnahme. Das Grundproblem, dass manche Menschen alles auf Rädern behandeln, als würde hinter jedem Schild und jeder Kurve sofort der Untergang warten, hatte ich hier im Blog schon an anderer Stelle, etwa bei „Fahre früh, dann sind die Straßen frei“. Nur gestern hatte ich eben gleich zwei von dieser Sorte  „Bremsen löst all deine Probleme“ direkt vor der Nase.

Engstelle, Schweißausbruch, Stillstand im Kopf

Ganz groß wird es in Ortschaften. Rechts parkende Autos, die Straße etwas enger, Gegenverkehr und im Auto vor mir läuft innerlich offenbar sofort eine Mischung aus Panikfilm und Abschlussprüfung. Ich kann die Schweißperlen auf der Stirn förmlich schon durch die Heckscheibe sehen.

Da wird nicht mehr gefahren, da wird nur noch verwaltet. Zentimeterweise, mit Bremsbereitschaft, mit Blicken irgendwo zwischen Tunnel und Todesangst. Als wäre das eigene Auto spontan auf Panzerbreite angewachsen.

Kleiner Bonus, weil, da geht noch was:

Wenn noch so ein 30er-Schild mit Zeitbeschränkung auftaucht, also diese Nummern, bei denen darunter zum Beispiel 22 bis 6 Uhr steht. Dann ist endgültig alles vorbei. Solche Zusatzschilder sind ja ohnehin für viele eher Deko, wie ich schon bei „Schilder selber lesen (und überhaupt…)“ und auch bei „30 km/h – länger ist immer gut!“ festgestellt habe.

Bonuslevel mit Radfahrer

Der totale Endgegner taucht allerdings auf, wenn zu Kurve, Engstelle und Gegenverkehr dann noch ein Radfahrer dazu kommt. Dann eskaliert das Ganze endgültig. Erst bremsen. Dann zögern. Dann wieder bremsen. Dann halb ausscheren. Dann doch nicht. Dann nochmal bremsen. Das ist kein Überholen mehr, das ist ein öffentlich aufgeführter Nervenzusammenbruch mit Blinker (meist ohne).

Mir ist völlig klar, dass niemand wie ein Irrer durch die Gegend fliegen soll. Darum geht es nicht. Es geht um diese völlig absurde Mischung aus Unsicherheit, Übervorsicht und dem dringenden Bedürfnis, jeden anderen Verkehrsteilnehmer daran teilnehmen zu lassen.

Nicht die Kurven sind das Problem. Nicht der Gegenverkehr. Nicht mal die Engstelle. Das Problem sitzt davor und glaubt vermutlich auch noch, besonders umsichtig unterwegs zu sein.

 

 

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Dies und das noch:

Unten gab es Hoffnung

Kaffee vom Gyrosstand als BaustellenhilfeZwei Becher sind kein Luxus

Montag, Wochenstart, alles etwas härter.

Auf den Punkt gebracht:

Vorgestern.

Ja, lacht nicht, man braucht schon ein bisschen Zeit, sich von so einem Desaster zu erholen ;-)

Ich war bei den Monteuren auf der Baustelle, oben auf dem Dach, und schon da war klar, dass die Kaffeesituation morgens eher unter Notversorgung lief.

Ich hatte einfach zu wenig

Immerhin zeitlich genau in der Schneise zwischen Mamataxi und Kitadroschke, dazu dann noch Autobahn, man muss blasenschonend agieren.

Das ist keine Grundlage für irgendwas, das ist ein Drahtseilakt.

Unter Entzug auf dem Dach

Beim Blick nach unten sehe ich einen Gyrosstand.
Kurz nachgefragt, ob es da auch Kaffee gibt, gab es.

Also runter, kaufen, trinken, staunen. Das Zeug war sogar echt okay, kein Wunderwerk, aber absolut brauchbar.

Zwei Becher, weil einer einfach lächerlich istEinziger Haken?

Die Bechergröße wirkte eher wie ein freundlicher Hinweis als wie ernst gemeinte Hilfe.

Dienstag gleiche Baustelle, gleiche Uhrzeit, gleiche Grunderschütterung im System. Diesmal wollte ich schlauer sein und frage, ob es auch große Kaffeepötte gibt.

Antwort: „Nein, nur diese.

Gut, dachte ich mir, dann eben zwei. Man muss Probleme ja nicht immer politisch diskutieren, manche kann man auch einfach sinnvoll lösen.

Die Problematik aus Toilette und Fahrzeit war inzwischen geklärt, der Plan für mittags damit ebenfalls:
Noch mal runter, noch mal zwei Becher, noch mal ein kleines Stück Menschenwürde zurückholen.

Ich gehe also hin, der Verkäufer sieht mich schon von Weitem, hebt die Hand und winkt direkt ab.

Maschine defekt :shock:

So schnell wird aus einer sicheren Versorgungslage wieder ein humanitärer Notfall :mrgreen:

 

 

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Dies und das noch:

Da liegt doch (k)ein Tor

Straße am Hang, in der Ferne wirkt ein Schatten wie ein umgestürzter Zaun oder ein TorViel Sonne, wenig Scharfblick

Ich gehe spazieren, Sonne von vorn, der Weg schön steil, also alles dabei, was man unterwegs nicht zwingend braucht.

Ein Stück weiter vorne denke ich plötzlich, da liegt doch irgendwas auf der Straße.

So sah es jedenfalls aus.

Ein Stück Zaun vielleicht.
Oder gleich das Tor dazu.
Also genau die Sorte Fundstück, auf die man beim Laufen eher nicht hofft.

Ich kenne die Strecke, deshalb war kurz eher die Frage, seit wann da plötzlich halber Gartenbau herumliegt.

Ein paar Schritte näher dran kam dann die eher unspektakuläre Wahrheit.

Nur ein Zaun .... Setz' die Brille auf Da lag gar nichts

Nur Schatten.

Mehr nicht.

Die Straße frei, der Zaun da, wo er hingehört, und ich hatte mal wieder die eine geniale Maßnahme vergessen, die solche Erkenntnisse deutlich früher möglich macht.

Brille mitnehmen! :mrgreen:

    

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Quark kennt kein Oben

Finde die Wahrheit!Das Gleiche ist nicht dasselbe

Noch mitten im Garten, also da, wo ich mich mal wieder mit dem Rasenmäher herumärgern durfte, kommt die Gattin raus und fragt mich:

„Wolltest Du heute Quark essen?“

Man hält in so einem Moment kurz inne.

Nicht wegen der Frage an sich. Quark ist ja jetzt nichts, wovor man grundsätzlich Angst haben müsste. Eher wegen des Tons. Da war schon dieses kleine Detail drin, das sagt: Gleich kommt noch was.

Also sage ich sinngemäß, dass wir doch eben erst welchen gekauft haben und ein Mangel an Quark im Hause derzeit eher nicht das Problem sein dürfte.

Darauf sie:
„Egal, aber WENN du das willst, musst du einen bestimmten nehmen.“

Da weiß man dann schon, dass drinnen offenbar etwas zu feinden sein wird, das mit der handelsüblichen Vorstellung von „ein Becher Quark“ nur noch lose verwandt ist. :mrgreen:

Geschlossener Becher Erdbeerquark auf dem Ceranfeld, äußerlich völlig unauffällig.Erwartung

Ich gehe also rein und denke mir, dass mich da ungefähr das erwartet, was auf so einem Becher eben außen drauf versprochen wird.

Deckel zu.
Inhalt unten.
Weltordnung intakt.

Also, ja.
Nicht ganz. :shock:

Weiterlesen

Das Ende einer guten Ausrede

Funktion vor OptikDie Lösung wird dich finden

Oder:

Manchmal kommt der Rasenmäher eben einfach.

So, wer hier schon länger mitliest, kennt ja mein Problemkind in Sachen Frisur für die Wiese.

Der alte Mäher lebt zwar noch in dem Sinne, dass er nicht in Flammen aufgeht, sobald man ihn anguckt, aber das Thema ist durch. Das Ding steht in der Garage und wartet im Grunde nur noch auf eine passende Gelegenheit zur Entsorgung.

Bis dahin hatte er allerdings noch einen Vorteil

Solange der alte Rasenmäher nicht mehr richtig taugt, ist das natürlich auch eine ganz brauchbare Ausrede, den Rasen nicht zu mähen.

Also erzähle ich auf der Arbeit eher nebenbei, dass ich bei dem schönen Wetter ja gerne den Rasen mähen würde, aber, soooo schade, der Mäher leider in den Wicken ist. Ihr kennt das. So ein Satz ist erstmal einfach ein bisschen Gejammer, ein bisschen Unlust und die leise Hoffnung, dass genau damit alles gesagt ist.

Gebrauchter Rasenmäher im Kofferraum, frisch übernommen und in gutem ZustandHat nur nicht funktioniert

Die Kollegin direkt gegenüber hört sich das an und sagt einfach: „Brauchst’e einen? Ich habe einen über, der ist eh im Weg!“

Tja, eine Frage und alles ist anders

Neuer gebrauchter Rasenmäher im Einsatz auf dem Rasen bei sonnigem WetterMache es einfach 

Was soll ich sagen, Sohn Christian und ich hatten am Samstag dann eine Aufgabe, aber geteiltes Leid ist ja halbes Leid ;-)

Man sollte im Büro manchmal einfach vorsichtiger jammern. :mrgreen:

Zugegeben, ein paar andere Dinge waren auch noch zu erledigen, damit der Sommer im Garten kommen kann. Wenn er denn kommt und nicht wieder bei laufender Heizung absäuft im Regen, weil er wieder DER Sommer ist! Welcher? Na, der trockenste und heißeste Sommer aller Zeiten …

Ich hatte da gestern schon was bei Insta zu gebastelt:

 

    

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