Fahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger
(Das ist ein mehrteiliger Artikel! Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und einem abschließenden Kommentar
)
Ein kleiner Bericht von einer kurzentschlossen durchgeführten Tour von Fürth im Odenwald nach Voerde am Niederrhein. 330 Kilometer hin und auch später wieder zurück, da kann man schon Eindrücke sammeln.
Ein Vorwort, weil ich denke, dass es sinnvoll ist:
Dieser Bericht wird mehrteilig. Ich weiß, dass kaum jemand lange Texte wirklich liest. Oft merke ich das, weil Fragen oder Kritik an mich herangetragen werden, denen man entnehmen kann, dass höchstens 50 % vom Text gelesen wurden 
Zusätzlich wäre es auch für mich zu viel, alles in einen einzigen Artikel zu pressen, weil einzelne Erlebnisse wirklich (meiner Meinung nach) einen eigenen Eintrag Wert sind. Vielleicht nur für mich, aber vielleicht eben auch nicht.
Kein Bashing!
Was mir aber am wichtigsten ist:
Das hier soll kein Niedermachen der DB, der Mitarbeiter oder von sonst wem sein, ich schreibe einfach das auf, was ich aus meiner Sicht erlebt habe und äußere meine Meinung dazu. Diese kann man teilen, muss man aber nicht.
Final kann ich aber jetzt schon sagen, dass ich diese Fahrt durchaus wiederholen würde. Mit dem Wissen von jetzt sogar deutlich entspannter.
Ich habe diese Fahrt(en) übrigens nicht speziell wegen des 9-Euro-Tickets durchgeführt, sie war ohnehin geplant. Aber wenn ich die Chance habe, für 2 x 9 Euro mit meiner Frau eine ohnehin notwendige Reise zu unternehmen, dann mache ich das. Im Schnitt haben wir für die Zugfahrt dabei 300 Euro gespart, da rechne ich nicht mehr lange und das Auto sollte einfach dieses Mal nicht das Verkehrsmittel der Wahl sein.
Zum 9-Euro–Ticket werde ich aber wohl doch zusätzlich noch einen eigenen Beitrag schreiben, weil da viele Menschen ein Statement zu abgeben, die gar nicht wissen, wovon sie reden und brav das nachquasseln, was Medien, Arbeitskollegen und der Nachbar des Neffen vom Onkel in ihrer Weisheit festgestellt haben.
Warum ausgerechnet diese Ziele?
Ich bin in Duisburg-Hamborn geboren, in Voerde am Niederrhein aufgewachsen und habe bis 2013 in Duisburg-Walsum gelebt, bis wir (ich, meine Frau und mein 3-köpfiger, mittlerweile erwachsener Nachwuchs) berufsbedingt nach Fürth im Odenwald gezogen sind. Meine beiden Mädels habe diese Tour bereits leicht abweichend schon vor einigen Wochen unternommen, für mich wurd’s nun einfach auch Zeit.
Meine Familie dort im Revier und auch sehr viele andere Menschen aus meinem Leben habe ich seit 9 Jahren nicht mehr gesehen, weil es irgendwie die Zeit nicht zugelassen hat. Obdach finde ich bei meinem Vater in Voerde, was die Sache natürlich ungemein entlastet.
Das sind also grob umrissen meine Motive, eine Stippvisite in die alte Heimat zu wagen.
Fürth, es geht los
Freitag, 12. August 2022, irgendwann gegen 9 Uhr am Morgen.
Wir starten zu Fuß, bepackt mit 2 Trolleys und 2 Rucksäcken Richtung Fürth Bahnhof. Kein Weg in entferntere Ziele führt hier an Weinheim oder Heppenheim vorbei, von dort aus kann man die Welt erreichen 
Mit dem 667’er Bus nach Heppenheim oder doch lieber nach Weinheim? Weinheim wäre normalerweise auch schon eine Zugfahrt, jedoch herrscht Schienenersatzverkehr, weil schlicht zu viele Lokführer erkrankt sind. Das an sich finde ich schon bemerkenswert, aber nun gut, ist halt so.
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