Ignoriere nicht den Vogel & die Zeichen!

Ein schwarzer Vogel sitzt auf einer Straßenlampe, graue Wolken im Hintergrund, herbstliche Blätter im Vordergrund.Wusste der Vogel mehr?

Ich gehe in der Mittagspause spazieren, Sauerstoff tut not.

Die Ausläufer der eben erlebten Männergrippe sind noch zu spüren, Schwäche und Verletzlichkeit zehren an mir.

Das Wetter, die Landschaft – alles ist grau und feindlich.

War es ein Fehler, die unglaubliche Herausforderung eines Mittagsspaziergangs auf sich zu nehmen?

Was, wenn mitten im Plan die Energie verschwindet?

Immerhin ist es in der Mitte genauso weit hin wie auch zurück. Die Unsicherheit greift um sich …

Man achtet auf Zeichen, schaut in die Umgebung.
Wird gegebenenfalls Rettung oder Hilfe zu erwarten sein?
Ungewissheit.

Und dann sieht man es, das Bild, das schon in unzähligen Filmen die Bedrohung, den Sturz in die Finsternis angekündigt hat:
Der schwarze Vogel auf der Straßenlampe :shock:

Hitchcock, The Walking Dead

Plötzlich ist das alles real, spürbar.

Es war nie Fiktion, es war alles wahr, man hätte auf die Warnungen achten sollen.

Real?

Nun ja, der blöde Geier ist weggeflogen, ehe ich nahe genug für ein besseres Foto war, der dämliche Wind hat mir ununterbrochen ins Antlitz geblasen und ich war froh, wieder im Büro zu sein, scheiß auf Sauerstoff.

Das Beste? Im Büro gibt’s Kaffee!

:mrgreen:

   

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Geschwindigkeit ist tatsächlich relativ

Geschwindigkeit ist tatsächlich relativAlles ist besser als null

Da ich heute gefühlt den größten Teil des Tages hinter dem Lenkrad verbracht habe, ist meine Energie viel Text in den Blog zu packen, tatsächlich eher gering.

Eine kleine Erkenntnis

Eines ist aber sicher – wenn man sich mal wieder aufregt, wie langsam es gelegentlich auf der Autobahn vorwärtsgeht, dann bedenke man: Langsamer als stehen bleiben geht nicht :mrgreen:

Eigentlich wollte ich heute ein paar Zeilen dazu schreiben, dass mein Job mich aktuell tatsächlich nach Duisburg geführt hat, aber das verschiebe ich jetzt einfach ;-)

 


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Eine Stunde später, eine andere Welt

Wild(er)wechsel muss nicht nur Tiere betreffenUnterwegs im ganz eigenen Straßenkino

Normalerweise fahre ich meine Strecke zur Arbeit immer etwa zur gleichen Zeit. Heute war wegen einer Veranstaltung in der Firma aber alles anders, ich war exakt eine Stunde später unterwegs.

Das allein reichte offenbar schon, um in eine völlig andere Verkehrswelt zu geraten. Ich habe gleich die Strecke gewählt, die ich sonst eher meide, weil mir schon bei den ersten Kilometern merkwürdig vorkam, was die Mitfahrer auf dem Asphalt so veranstalten.

Da blinkt einer links beim Einbiegen in den Kreisverkehr, aber nicht mehr bei der Ausfahrt. Auf der Landstraße tuckern andere mit 75 durch die 100er Zone, während gleichzeitig jeder Ampel mit übertriebenem Bremsen begegnet wird, es könnte ja irgendwann rot werden.

Und wenn am Straßenrand ein Auto steht, muss sofort die Rettung in Form eines hektischen Schlenkers in Richtung Fahrbahnmitte erfolgen. Ganz egal, ob der Gegenverkehr noch einen Kilometer entfernt ist oder nicht, anhalten scheint jedenfalls die bessere Lösung zu sein.

Alles nur, weil ich mal eine Stunde später unterwegs war. Manchmal reicht eben schon ein kleiner Schubser am Zeitrad, und die ganze Szenerie wirkt wie ein anderes Universum. :mrgreen:

 


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Nass ist neu, nass verwirrt!

Nass ist neu, nass verwirrt!Ein Tropfen reicht für die große Verwirrung

Kaum fällt nach Tagen voller Trockenheit am frühen Morgen ein bisschen Regen, schon ist die Straße nicht mehr wiederzuerkennen.

Also nicht die Straße, der ist das egal, sondern die Leute, die darauf unterwegs sind.

Plötzlich schleicht alles, als hätte jemand Schmierseife verteilt. Fernlicht wird zum Pflichtprogramm, schließlich muss man durch den Regen hindurchsehen, auch wenn der Gegenverkehr dabei halb blind wird. In dem Fall: ICH! :shock:

Überholen?

Auf keinen Fall!

Jeder weiß doch, dass im Regen die geheimen Geister der Landstraße auftauchen, die sofort zuschlagen, wenn einer auch nur ansatzweise schneller als 60 fährt. Dass selbst der schwere Lkw davor im Vergleich sprintet, das ist total uninteressant. :roll:

Und das Schönste:

Die grüne Ampel außerorts.

Da rollt man selbstverständlich mit 40 an, man weiß ja nie, gell?

Lieber zehn Sekunden auf Schrittgeschwindigkeit runterbremsen, bevor man riskiert, dass die Reifen bei Regen das tun, wofür sie erfunden wurden – nämlich am Asphalt haften.

Merke: Bei nasser Straße wird das Auto sofort unkontrollierbar!

Am Ende wirkt es fast so, als gäbe es zwei Straßenverkehrsordnungen:

Eine für trocken, eine für nass.

Leider steht in der nassen Version nicht drin, dass man auch bei Regen noch Auto fahren darf, aber das habe ich bestimmt falsch verstanden :mrgreen:

 


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Update verfügbar! Für wen eigentlich?

Neues Telefon? (Natürlich KI-generiert, echte Urzeitmenschen sind echt schwer zu bekommen!)Es fängt meist harmlos an

Das Smartphone, einst der stolze Begleiter für alles von Katzenfotos bis Steuerbescheid, wird langsam… zäh.

Apps brauchen plötzlich zwei Atemzüge länger. Der Akku? Hält noch zuverlässig – bis zur nächsten roten Ampel.

Okay, dafür ist er aber auch in 10 Minuten wieder aufgeladen (und nach weiteren zehn wieder leer).
Und wehe, du öffnest Navi und Messenger gleichzeitig – dann brauchst du eine Ladestation und einen Gebetsteppich.

Aber woran liegt’s?

Spoiler: Das Gerät selbst ist nicht schlechter geworden.
Die Welt drumherum ist einfach gieriger geworden.

Die gleiche App, die früher locker auf ein paar hundert Megabyte lief, kommt heute als aufgepumpter 2-Gigabyte-Koloss daher – mit animiertem Menü, Voice-KI, Augmented-Werbung und einem Startsound in Dolby Atmos.

Der Inhalt? Der gleiche wie früher. Nur jetzt mit Ressourcenhunger auf Industrieniveau.

Dazu gesellen sich Sicherheits-Updates, die sich anfühlen wie eine höfliche Einladung zur Selbstabschaffung.

So à la:

„Dieses Update schützt Sie – vor der weiteren Nutzung Ihres Geräts.“

Und ganz plötzlich laufen Dinge nicht mehr flüssig, der Speicher ist voll, und in jeder Ecke deines Alltags erscheint der Hinweis: „Bald ist’s vorbei mit deiner Vorkriegs-Kiste!“

Und die, die bei jeder Gelegenheit das Klima retten wollen, stehen trotzdem mit dem neuesten Glanzgerät vorm Café – natürlich nachhaltig verpackt in veganer Korkhülle.

Weil: das neue Modell hat ein Feature, das niemand braucht, aber alle haben müssen. Und das alte? Wird per Update gleich mal vorsorglich entschleunigt. Schleichend. Ganz „natürlich“ – „I like Marketing …“

Dabei würde es das Gerät noch locker zwei, drei Jahre schaffen.
Aber halt nicht mit dem neuen App-Design, dem ultraharten Kamera-Filter (den eh keine Sau konfiguriert) und dem Betriebssystem, das sich alle paar Monate hochzählt wie ein Kilometerzähler im Taxi.

Es geht längst nicht mehr darum, was das Ding kann.
Sondern nur noch, wie neu es wirkt.

Und so wird aus jedem Gerät irgendwann ein alter Hut. Nicht weil es nichts mehr kann – sondern weil man es ihm einredet.

Die Ironie?

Mein Sony-Tablet von 2012 funktioniert wie am ersten Tag. Der Speed ist noch okay – nur: Kaum noch Apps, die darauf installierbar sind, Betriebssystem zu alt.

Und mein Smartphone von vor fünf Jahren? Auf jeden Fall untragbar!

Ich denke, man sollte vielleicht nicht die Technik updaten, sondern die Konsumgeilheit … Aber klar – Hauptsache, wir retten das Klima. Mit 5 Watt Ladegerät. Und 3 neuen Geräten pro Jahr.

Ihr wisst schon, nur mein Senf … ;-)

 

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Guten Morgen zusammen, nur ein Gedicht …

… für mehr reicht’s bei mir grad‘ nicht!

Es war dereinst ein Radio,
das sollte informieren froh!
Es konnt‘ neutral berichten,
auch ein wenig unterrichten.

Was davon geblieben ist?
Nur ein großer Haufen Mist!
Corona, Umwelt, Gender,
kommt alleinig aus dem Sender!

Den Verstand würde es rauben,
könnte man es einfach glauben!
Gewiss, nicht alles ist Vision,
doch soll man passend denken schon!

Manch‘ News bereitet Qualen,
Hauptsache schöne Zahlen!
Doch soll Dein Handeln sein,
wie trichtert man’s Dir ein!

Informationen sind nichts wert,
wenn vermittelt sie verkehrt.
So kann man fest drauf bauen,
dass geschürt wird manch‘ Misstrauen!

Guten Morgen, Kaffee? ☕ ;-)

 

 

Eine Reha – Teil 2: Die Ankunft

Reha Koffer symbolischDie Ankunft

Eine ziemlich wirre Fahrt mit dem Taxi beginnt. Es geht mal links, mal rechts, dann wieder rauf und runter. Müsste ich jetzt selber fahren, wäre ich ohne Navi verloren, mit aber wahrscheinlich auch.

Eventuell liegt das aber nur an mir, ich sehe in letzter Zeit nicht besonders gut. Wenn ich wieder Zuhause bin, muss ich mich um den grauen Star kümmern, da führt kein Weg dran vorbei. In gewohnter Umgebung ist die miese Sicht noch gut zu kaschieren, in fremden Gefilden gehen aber zu viele Details unter, die zur Orientierung wichtig sind.

Natürlich kenne ich mich hier überhaupt nicht aus, aber nachdem der Bahnhof bei der Ankunft schon viel versprochen und wenig gehalten hat, sind meine Erwartungen auch nicht besonders hoch. Gefühlt geht es zu einem Ort außerhalb jeder Zivilisation, was der Mobilfunkempfang im Moment recht deutlich bestätigt.

Der Fahrer ist wirklich freundlich, er erklärt viel, ich bin aber kaum bei der Sache, es geht mir einfach zu viel im Kopf herum. Am Rande erfasse ich, dass die andere Dame vom Bahnhof, die jetzt mit im Auto sitzt, zu einer anderen Klinik muss und ich zuerst abgeliefert werde. Da scheint es etwas Durcheinander zu geben, ich frage mich, wie viele von den Rehahäusern hier wohl existieren. Ich horche allerdings auf, als ich mitbekomme, dass die Frau aus Oberhausen kommt. Dort habe ich jahrelang gearbeitet und 44 Jahre direkt nebenan in und um Duisburg gelebt, ziehe dann 300 km weit in den Odenwald, um hier in der Reha, wiederum 200 km von Daheim, quasi eine fast-Nachbarin zu treffen. Schon kurios. Irgendwie verbindet so etwas, kann man schlecht erklären. Susanne heißt die Gute, man stellt sich eben kurz und formlos vor. Wahrscheinlich würde ein interessantes Gespräch aufkommen, wenn sie nicht genau so durch den Wind wäre, wie ich.

Es ist vollbracht, wir rollen auf einen Parkplatz und stehen vor dem Gebäude. Optisch eher ein Mietbunker aus den 70ern, der Klinikcharakter schlägt aber durch. Wenn ich da an meine erste Reha zurückdenke, verspüre ich schon eine gewisse Ernüchterung. Gut, ich will ja hier auch nicht für immer einziehen, außerdem weiß ich ja nun noch gar nichts über das Innere, also Klappe halten. Wir steigen aus, der Taxifahrer hilft mir noch bis zur Tür mit dem Gepäck und fährt wieder ab. Ich schaue auf die Uhr, wir haben es kurz nach 11, wahrscheinlich liege ich gut in der Zeit, aber spielt das eigentlich im Augenblick eine Rolle?

Ich bin da!

Aus dem Augenwinkel registriere ich schräg hinter mir das Raucherhäuschen und obwohl ich ja nun schon seit Jahren elektrisch dampfend unterwegs bin weiß ich, dass dort ein großer Teil meiner Reha stattfinden wird. Für mich ist eben Liquid der neue Tabak, was allerdings an den Aufenthaltsmöglichkeiten nicht viel ändert. Wenn es so ist, wie meine Erfahrungen belegen, erfolgt dort in der Qualmecke die Therapie von der Therapie. Das muss aber alles warten, jetzt brauche ich erst mal eine Zuflucht.

Wir haben einen regnerischen 28. Mai, alles ist grau. Zusätzlich ist es nicht besonders warm. Kein sehr einladendes Wetter, um vor der Tür zu stehen. Irgendwie passt dies perfekt zu meiner aktuellen Stimmung.

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Eine Reha – Teil 1: Das Ticket zur Genesung, bitte!

Symbolfoto MediplanSzenen aus einer stationären Rehabilitation

Oder: Wo Mensch krank hinfährt und irgendwie wiederkehrt.

Ein kleines Vorwort

Ich starte jetzt die Erzählung einer Reihe von Erlebnissen, die ich während meiner Rehabilitationen machen durfte. Inhaltlich kann wohl alles vertreten sein, von medizinisch Ernsthaftem bis zu wirklich Lustigem.

Es wird ein mehrteiliger Artikel werden, eher eine kleine Erzählungsreihe. Zum Einen hat nicht jeder Interesse daran, sich vielleicht stundenlang im Text zu suhlen, zum Anderen will die Story auch erst mal entstehen, deshalb schreibe ich häppchenweise.

Es dürfte auch genügend Blogleser geben, die sich genau gar nicht für das Thema interessieren, verblüffend: i’am not amused! ;-) Nun, da muss zwischenzeitlich auch an anderen Themen gearbeitet werden. Egal, ich schreibe jetzt und immer wieder an dieser Reihe weiter, wer Lust hat, liest immer wieder mal mit! OK? Dann machen wir das jetzt so.

Nein, nein! Keine Angst!

Ich habe jetzt nicht die Absicht, hier einen furztrockenen Bericht zur medizinischen Reha abzufassen. Auch nicht dazu, welche Anwendungen von welcher Pille begleitet, zu gelegentlichen Blähungen führen. Außer vielleicht, an einem bestimmten Punkt der Geschichte ist das wichtig, dann eventuell doch.

Aktuell bin ich auch nicht sicher, ob ich verraten werde, warum und vor allem wo ich zur Heilbehandlung gewesen bin. Vielleicht ist es gar nicht möglich, dies zu umgehen, dann wird sich das zu gegebener Zeit zeigen, in Planung ist es jedenfalls gerade nicht. Versucht vielleicht einfach, es selber anhand der Story herauszufinden.

Erfahrungsmäßig liegen zwei Behandlungsaufenthalte an verschieden Standorten in einem Abstand von 16 Jahren hinter mir. In erster Linie wird es um den letzten im Sommer 2019 gehen, bestimmte Vergleiche werden aber höchstwahrscheinlich auch Erlebnisse der ersten Reha einschließen. Da sagt bestimmt jetzt jemand: „Bah, ich war schon 5x weg, was schreibt der Anfänger da?“ Das könnte sein, klar! Darum sage ich: „DANN SCHREIB DOCH SELBER WAS!“ Ist das jetzt geklärt? Gut, dann geht es jetzt los ;-)

Ehe man überhaupt fahren darf.

Lasst uns den ärztlichen Kram mit Diagnosen und Anträgen überspringen, das wäre genug Stoff für eine eigene Artikelreihe. Sagen wir mal, der Bescheid der Rentenversicherung ist gerade angekommen und man weiß, wohin es gehen wird. Noch nicht wann, aber der Ort ist wenigstens bekannt. Alles Weitere folgt wohl in einem Schreiben der Klinik. Fünf Wochen hat man mir zunächst bewilligt, der Rest bleibt abzuwarten. Da bin ich vorsichtig mit den Prognosen, bei der ersten Reha 2003 sollten es vier Wochen sein, sechs waren es am Ende.

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