Unterwegs im Job, soweit nichts Neues und irgendwie erwartet man auch nichts.
Selbst wenn man dann so ein Schild mit „Baden verboten“ sieht, sagt die Erwartungshaltung: „Jo, hatte ich auch nicht vor.“
Wenn allerdings die Tür geöffnet wird und direkt dahinter die Elektroverteilung steht, stellt man sich schon die eine oder andere Frage.
Einmal kurz zurück zum Schild
Ich habe noch mal aufs Schild geschaut, dann in den Raum und wieder zurück, weil mein Kopf für einen Moment nicht recht wusste, was er mit dieser Kombination anfangen sollte.
Was macht man an einem Samstag, wenn man ohnehin viel am Computer sitzt, weil das eine oder andere erledigt werden muss?
Richtig: Zwischen ein paar Updates, dem Warten auf die Cloud-Synchronisierung (habt ihr schon einmal 1,8 TB ins Google Drive geschoben? Nein? Ich auch nicht. Das Ganze ist nämlich seit gestern Nacht dran und immer noch nicht fertig … ) und einem gepflegten Mittagsnickerchen sortiert man Fotos.
Dabei fiel mir dieses Bild von einem beruflichen Trip mit der Firma nach Hamburg wieder in die Hände.
Zeit am Wasser verbringen?
Grundsätzlich gerne. Nur hatte ich mir das für Hamburg nicht unbedingt auf einem Flachdach vorgestellt.
Samstagabend, irgendwann zwischen 22 und 23 Uhr. Es war fast dunkel, ein paar aus meinem Clan saßen noch draußen, ich ging nur kurz rein und kam wieder heraus.
Plötzlich brüllten alle:
„STOPP! Nicht drauftreten, da sitzt jemand und tankt auf!“
Vollbremsung, Schockstarre, Blick auf den Boden.
Obwohl da angeblich jemand direkt vor mir saß, musste ich den Kollegen erst einmal suchen. Mit zusammengeklappten Flügeln war der Falter auf den nassen Steinen nämlich ziemlich gut getarnt.
Am Tag waren mehrere Tagpfauenaugen um mich herumgeflattert, die dunkle Unterseite könnte ebenfalls passen. Ganz festnageln will ich mich trotzdem nicht, weil der Kollege seine berühmten Augen natürlich geschlossen hielt.
Sehr hilfreich
Kein Nachtfalter, aber Nachtschicht
Tagpfauenaugen sind hier im Blog nun wirklich keine Unbekannten. Schon 2022 hieß es Hallo Tagpfauenauge, und im vergangenen Jahr wurde geklärt, dass Schmetterlinge freundlich sind, weil selbst der Hintern noch als Fotomotiv taugt.
Bei diesem Exemplar war allerdings nicht einmal davon viel zu erkennen.
Handy raus, Licht an, knipsen und filmen, während der Falter einfach sitzen blieb. Kein hektisches Geflatter, kein Abflug und vor allem wieder nichts mit Tierpopo oder Tierarsch.
Nach dem Eichelhäher ohne Popo bekommt mein Ruf als Tierarsch-Fotograf langsam wirklich Risse
Spätschicht an der Tankstelle
An genau dieser Stelle befindet sich unser Außenwasseranschluss. Ich hatte über den Tag ein bisschen geplanscht und dabei einiges an Wasser verteilt, der Boden war also noch ordentlich feucht.
Der Tag war heiß, der Falter wirkte ziemlich erledigt und für mich sah das eindeutig danach aus, als würde er dort erst einmal nachtanken.
Er blieb lange sitzen, ließ sich weder vom Licht noch vom Handy groß stören und war irgendwann verschwunden.
@desasterkreis.deDa sitzt ein Schmetterling auf dem nassen Boden, lässt mich mit der Kamera ziemlich nah heran und wird ausführlich kommentiert. Nur auf das naheliegendste Wort komme ich im ganzen Video nicht: Schmetterling 😁🦋 #Schmetterling #Naturbeobachtung #Desasterkreis # Natur♬ Originalton – desasterkreis.de
Am nächsten Morgen wieder geöffnet
Sonntagmorgen saß ich erneut draußen. Alles trocken.
Prompt kam ein Tagpfauenauge angeflogen und setzte sich ziemlich genau an dieselbe Stelle.
Ob es derselbe war? Keine Ahnung. Vielleicht wollte er nur prüfen, ob das Bad wieder geöffnet hatte.
Ich verteilte jedenfalls noch einmal etwas Wasser und ging rein. Man will die Intimsphäre beim Baden schließlich wahren, nicht? Das habe ich spätestens bei der Rabenkrähe im Hamburger Badezimmer gelernt
Jetzt bin ich gespannt, ob das öfter vorkommt. Vielleicht habe ich aus Versehen das kleinste Schmetterlingsbad im Odenwald eröffnet.
Ob Falter untereinander gute Schwimmbäder weiterempfehlen, weiß ich leider nicht, aber falls ja, brauche ich demnächst aushängende Öffnungszeiten
Wenn ringsum alles mal wieder einen Tick zu viel ist, hilft so eine Runde draußen oft mehr als jedes Gerede über Ruhe und Runterkommen.
Dass ich hier in Fürth an den Steinbachwiesen nicht gerade selten unterwegs bin, ist kein Geheimnis. Für genau sowas taugt es da aber eben immer wieder.
Wenig Text, viel Wasser.
Mehr braucht das Bild eigentlich nicht.
Mit Ton und in Bewegung übrigens noch eine Ecke besser
So mit Deckel, eingebautem Strohhalm und immerhin sagenhaften 2 Litern Fassungsvermögen.
Darauf ist eine Skala angebracht, die einem auf Englisch den Tag taktet. Also, bis wann welche Menge getrunken sein sollte, damit der Körper genug Flüssigkeit bekommt.
Mal in Übersetzt ( … und vielleicht etwas interpretiert):
Okay, gute Idee, aber ich bezweifle, dass ich irgendein Getränk finde, welches auf einem Zeitstrahl von immerhin 14 Stunden am Abend überhaupt noch getrunken werden will
Mein Plan B, das Ding mit Kaffee zu füllen, muss leider vom Tisch – der wird ja kalt und ich fürchte, selbst wenn das nicht der Fall wäre, würde diese Menge an Kaffee vor meiner Nase die 21 Uhr gar nicht mehr erleben. In der Zeitung stände dann final: „Auf tragische Weise ist er zur Mittagszeit ertrunken!„, das geht ja gar nicht, kann man nicht machen!
Immerhin, sollte ich dem Vorschlag der Pulle doch irgendwann folgen, komme ich inklusive Kaffee am Tag auf immerhin 3,5 Liter. Sollte reichen, oder?
Mengen und Realität
Ah ja, falls jemand das wissenschaftlich nachprüfen will: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt rund 1,5 Liter pro Tag als Richtwert, je nach Tätigkeit und Temperatur gerne auch mehr. Details gibt’s hier bei dge.de: Empfohlene Trinkmenge.
Ich finde das Teil eigentlich cool, aber Volumen und auch die Handlichkeit dürften mich davon abhalten, einen ständigen Begleiter aus diesem Aquarium zu machen. Im Sommer im Garten, DA könnte das allerdings klappen.
Mittlerweile scheuen sich auch „große“ Medienbuden nicht mehr davor, möglichst belanglose oder simple Themen so aufzubereiten, als wenn wirklich ein inhaltlicher Mehrwert vorhanden wäre – Clickbait eben.
Man nimmt einen alltäglichen Vorgang, der jedem halbwegs gebildeten Menschen ohnehin klar ist und packe ein erklärendes Vorwort (SEO-konform) in die Einleitung.
Dann erkläre man langatmig, wie man eine Selbst(un)verständlichkeit realisiert und wenn es halbwegs passt, kommt eine Ausleitung des Textes mit Dingen zu Nachhaltigkeit, Umwelt oder (veganer?) Ernährung.
Ich habe mir gedacht, ich mache das mit meinen bescheidenen Fähigkeiten jetzt auch mal.
Wasserveredelung
(Schwafelige Einleitung)
Wasser ist unser aller Lebenselixier! Wir brauchen es wie nichts anderes auf der Welt, darum …
Sorry, das muss reichen, mir platzt schon der Kopf
Heißes oder kaltes Wasser – So geht’s!
Zutaten:
1 Liter frisches Wasser (aus der Leitung, dem Fluss oder dem nächsten Brunnen)
Eine Prise Salz (optional, für den besonderen Geschmack)
Eiswürfel (optional, für die Erfrischung)
Zubereitung:
Wasserbeschaffung: Suche dir die Quelle deines Vertrauens. Das kann ein Wasserhahn, ein Brunnen oder ein klarer Fluss sein. Wenn du das Wasser aus dem Hahn nimmst, schau sicherheitshalber, dass er auch wirklich betriebsbereit ist.
Behälterwahl: Nimm dir einen geeigneten Behälter. Eine große Schüssel, ein Glas oder ein Kochtopf – alles ist möglich (Kloschüsseln außen vor!). Sei kreativ!
Wasserfüllung: Fülle den Behälter mit dem Wasser deiner Wahl. Achte darauf, nicht zu viel zu verschütten. Das könnte ein nasses Missgeschick Verschwendung ergeben!
Optionaler Kick: Wenn du magst, füge eine Prise Salz hinzu, um deinem Wasser einen kleinen Pfiff zu geben. Oder wirf ein paar Eiswürfel rein, wenn du es frisch und kühl magst.
Heißes Wasser: Sollte dir dein ökologischer Fußabdruck egal sein, kannst du es auch in dem geeigneten Behälter erhitzen. Am besten ohne Strom (CO₂) oder offenes Feuer (Feinstaub), direkte Sonnenerhitzung wäre eine gute Wahl.
Servieren: Genieße dein Wasser pur oder verwandle es in ein erfrischendes Getränk, indem du ein paar Früchte oder Kräuter hinzufügst – aber das ist schon fast ein anderes Rezept!
Hinweis: Dieses Rezept ist leicht nachzumachen und benötigt keine besonderen Kochfähigkeiten. Aber Vorsicht! Übermäßiger Konsum kann zu heftiger Hydrierung führen.
Es lohnt sich
(Ausgangsgeschwafel mit erhobenem Zeigefinger oder mütterlichem Ratschlag)
Wasser hat keine Kalorien, kein Fett und ist vegan (außer das aus der Dusche oder Badewanne, da ist jede Menge Abhub der Lebewesen drin!).
Helft euch, dem Planeten, der Umwelt, den Enkeln der Welt: Ernährt euch von Wasser!