Von Viren, Informationen und den berühmten Fakenews

moralei-fakenewsUnsinnige Informationen

Ich habe in den letzten Tagen unglaublich viel Quatsch zum Corona-Thema im Netz gelesen.

Einige verkünden die eigene Meinung als Tatsache, andere haben anscheinend nicht genug Verstand, auch die einfachste Information zu begreifen. Es ist unglaublich, wie dumm manche Aussagen sind.

Ich will niemandem unterstellen, so zu agieren!

Ich weiß, dass der Löwenanteil der Leute besonnen mit Fakten umgeht. Da ich aber eben selber sehr viel Sensationsgeilheit und auch schlicht Idiotie gefunden habe, muss ich diesen kleinen Beitrag hier jetzt einfach tippen. Ihr wisst schon: Der Schuh und wer ihn anziehen möchte…!

Bitte nutzt seriöse Quellen zur Informationsgewinnung!

Tante Hertas ziehen im Knie und Onkel Huberts Wissen aus alten Tagen, sind bestimmt gute Hinweise auf das Wetter im Schaltjahr, leider aber keine medizinisch belastbaren Erkenntnisse.

Man muss doch zumindest misstrauisch werden, wenn auf einer Webseite, die ansonsten eher den Stoßrhythmus des Erotiksternchen Olivia Stossfest untersucht, plötzlich Zahlen ohne Quellen angeboten werden.

Lest dort, wo es Nachrichten gibt, die auf belastbaren Tatsachen aufgebaut sind! Nur diese sind es schließlich, die unser Leben auf jeden Fall beeinflussen!

So sehen Quellen aus, deren Angaben als Grundlage für Entscheidungen genutzt werden können:

Link: Tagesaktuelles vom Bundesministerium für Gesundheit.

Link: Aktuelle Zahlen beim Robert Koch Institut.

Natürlich ist es jedem freigestellt zu Zweifeln oder von einer großen Verschwörung auszugehen! Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die offiziellen Quellen die Basis für Entscheidungen sind, die das Leben jedes einzelnen Bürgers direkt beeinflussen! Entschieden wird von denen, die aktuell die Macht dazu besitzen, ob es nun gefällt oder nicht!

 

 

 

 

 

Eine Reha – Teil 3: Wer und wo sind denn Sie?

Meine EntchenLasset die Spiele beginnen

Tja, wie geht es nun weiter?„, lautet die Frage.

Ich sitze hier, der Rücken beruhigt sich langsam und ich bekomme den Eindruck, dass es jetzt losgehen sollte. Wie deutet man, „Wir werden auf Sie zukommen…?“ Ist das vielleicht schon eine Art Geduldstest, ein Check, ob ich die Arschlochpatient-Plakette erhalte oder doch eher auf eine Liste der Erträglichen komme? Vielleicht bin ich auch schlicht vergessen worden? Gibt es hier so etwas wie ein Stationszimmer oder überhaupt lebende Menschen? Bin ich vielleicht noch Zuhause und das ist alles nur ein Traum?

Was solls, ich habe ein Zimmer und einen Schlüssel, die Papiere sind übergeben, sollen sie mich doch suchen, wenn sie mich brauchen. Ein Blick in die Runde zeigt, ich muss einiges auspacken. Was zuerst?

Die Entchen!

Oh, Ihr kennt meine Entchen nicht? Das sind die beiden auf dem Foto, die mich seit 18 Jahren als Maskottchen begleiten. Ursprünglich als kleiner Trost nach einer recht üblen Operation 2002 von meinen Kindern ins Krankenhaus mitgebracht, sind sie heute festes Inventar in meinem Gepäck, wenn ich mehrere Tage nicht Zuhause schlafen kann. Ein festes Prozedere, geht gar nicht anders. Als letztes ein- und als erstes ausgepackt, so gehört sich das ;-) Schnell noch ein Foto an die Familie gesendet, dass es den beiden gut geht, so ein Transport im Gepäck ist schließlich kein Zuckerschlecken, nicht? Ansonsten beschränke ich mich fürs Erste auf das strategische Verteilen der Koffer, um bei Bedarf schnell an den Inhalt zu kommen.

Mittlerweile ist fast eine Stunde vergangen, ich will wissen, was nun folgt, etwas essen und überhaupt mal zur Kenntnis genommen werden. Vor der Zimmertür sind Geräusche zu hören, jetzt oder nie.

Weiterlesen

Ein Dank, vor allem, an die Unsichtbaren!

Herzlichen Dank vom Moralei!Ein Dankeschön

Ich weiß, dass ich garantiert nicht der Erste bin, der sich bei all jenen bedankt, die auch in seltsamen Zeiten wie diesen, Leistung bringen.

Ebenfalls bin ich sicher, dass ich nicht alle namentlich erwähnen kann, denen ein besonderer Dank gebührt, gerne darf jeder in den Kommentaren ergänzen, was ich vergessen habe.

Neben den direkt mit der Gesundheit verbundenen Menschen, möchte einfach noch speziell „Danke“ an die sagen, die so transparent und im Hintergrund, unser gewohntes Leben ermöglichen:

Müllabfuhr

Stromversorgung

Telekommunikation

Trinkwasser

Abwasser

Tankstellen

Servicetechniker

Lieferanten

Produktionsmitarbeiter

Verkauf & Regalfüllung

Sicherheit und Ordnung

Straßenreinigung

Eine bestimmt unvollständige Liste, keine Frage.

Danke!

 

 

 

Freitags gibt es Fisch: Kalorien im Matjesbrötchen

DIY MatjesbrötchenDas Matjesbrötchen

Nicht jeder mag es, das Brötchen mit dem Matjes-Hering darauf. On Top noch Salat und Zwiebeln – so etwas liebt man oder hasst es :-)

Ich jedenfalls liebe die Dinger, vor allem, wenn es schnell gehen muss und der Sinn nicht nach Burgern oder Pizza steht.

Wer auf sein Gewicht achtet, sollte natürlich auch in etwa den Kalorienpower so eines Snacks abschätzen können, ist ja nicht unwichtig.

Ja, aber was stimmt denn nun?

Allerdings gehen hier die Informationen im Netz stark auseinander, weshalb ich dazu nun eigentlich überhaupt den Beitrag hier schreibe.

Schaut man sich nämlich auf den geeigneten Seiten zur Kalorienzähmung im Web um, wird das klassische Matjesbrötchen mit rund 220 kcal und 28,8 Gramm Kohlenhydraten (Entspricht 2,4 BE) angegeben. Klar, unter Umständen bezieht sich das auch auf 100 Gramm, wer hat aber denn unterwegs am Fischwagen, schon eine Küchenwaage dabei? Natürlich weiß ich, dass dieses Problem oft auch bei anderen Außer-Haus-Mahlzeiten zu finden ist, nehmt diesen Artikel einfach stellvertretend, für alle anderen. Ich mein, an jeder Ecke wird einem vorgekaut, wie wichtig gesunde Ernährung ist. Wenn Du aber keine Chance hast, erst duch langes Diskutieren, Recherchieren und Rätseln an die Daten einer Speise zu gelangen, gilt im Einzelfall: Nimm, was Du findest!

So weit, so gut. Ein durchschnittliches Weizenbrötchen alleine, bringt aber schon 250-300 kcal mit, bei bis zu 4 Broteinheiten (auf 100 Gramm bezogen). Matjes selber schlägt auch noch mit ca. 240 kcal/100 Gr. zu Buche, rund 110-160 Gramm, sind in dem kompletten Matjesbrötchen verbaut. Wie muss man da denn nun mit umgehen? Salat und Zwiebeln, sind in der Übersicht, übrigens noch gar nicht berücksichtig.

Wie kann also ein komplettes Paket weniger Energie besitzen, als die Summe der Einzelteile?

Werden die Brötchen speziell ausgehöhlt bei der Herstellung? Also quasi alles Weiche raus, Fisch rein? Zugegeben, ich mache das immer, allerdings auch bei jedem Brötchen. Hat was mit Resten der Kindheit und perfekter Belagvorbereitung zu tun. Ja auch mit Gier, meistens zumindest ;-) Sind vielleicht sogar Brötchen für Matjesbrötchen spezielle Brötchen, die der Ottonormal-Nicht-Matjesbrötchenesser, gar nicht einzeln erwerben kann?

Bleibt aber immer noch das Problem:

Wie viele Kalorien hat ein Matjesbrötchen?

Beim Eigenbau eines Einzelexemplares, habe ich, bei Durchschnittswerten, Folgendes auf der Liste:

65 Gramm Brötchen: 180 kcal

110 Gramm Fisch: 240 kcal

Salat und Zwiebeln: 20 kcal, die gehen wohl im Schwund unter :-)

Sind, nach Adam Riese und Rita Zwerg, in der Summe 440 kcal.

Bämms!

Und nun?

Ich persönlich halte mich übrigens an meine Rechnung aus meiner Liste, so kann ich zumindest nichts falsch machen, außer weniger gegessen zu haben.

Ach ja, dass mein Brötchenfoto nicht das Schönste ist, weiß ich.

Dafür war es aber lecker :mrgreen:

(Lüften nicht vergessen!)

 

 

 

Die Folgen vom Abnehmen, was Dir niemand sagt!

Zero WightNimm ab, alles wird besser!

Ja, stimmt! Ich möchte auf keinen Fall meine alten Kilos zurück, so einiges fällt aber doch auf ;-) Wenn man sein Leben lang wesentlich mehr auf die Waage gebracht hat, als es hätte sein sollen, muss man sich da ja zunächst mal dran gewöhnen, nicht?

Abnehmen ist nicht billig!

Ja, lacht nur! Plötzlich stehst Du in der Situation, engere Sachen kaufen zu müssen. Das ist doch eine völlig unbekannte Lage, wenn Du Jahrzehnte lang eigentlich gewohnt bist zu hoffen, dass es die Plörren auch noch eine Nummer größer gibt.

Da sind Knochen!

Eine unglaubliche Erkenntnis? Durchaus! Da fehlt nämlich Manchesmal die Polsterung, vor allem am Hintern, wenn die Sitzfläche eher unbequem ist.

Frieren…

Das schlimmste Ding bisher. Seit knapp 29 Jahren Ehe ziehe ich meine Frau mit ihrer Fröstelei auf. Ratet mal, wer jetzt lieber die Klappe hält? Langsam wird es etwas besser, ich bin aber auch froh, dass der Winter doch eher milde verlaufen ist.

Die Menge der Vorräte!

Es ist überdies auch erstaunlich, wie wenig plötzlich im Kühlschrank auf Vorrat liegen muss. Jedenfalls dann, wenn man nicht dauernd was vergammeln lassen will. Das ist aber auch gut so, irgendwo muss man ja die Kleidungskosten wieder reinholen, oder? ;-) Das Dumme ist nur, wenn mal nicht das vorhanden ist, wonach es einen gerade gelüstet, fehlt die Auswahl.

Weniger Kampfmasse

Wer lacht hier, das ist bittere Realität! Im Laufe der Jahre gewähnt man sich daran, irgendwie doch eine gewisse Stabilität zu besitzen, wenn mal gedrängelt oder geschubst wird. Viele halten dann eher auch eher einen Sicherheitsabstand ein, man kann ja auch nicht so leicht übersehen werden. Plötzlich dann, haben SIE Macht über Dich :mrgreen:

Vorsicht bei Alkohol!

OK, ich trinke ohnehin nicht viel, meist mal Ouzo nach dem Essen. Aber! Der wirkt plötzlich viel stärker. Was habe ich früher immer die Leute beneidet, die sich recht billig besaufen konnten. Heute weiß ich, warum das so war ;-)

Saubere Schuhe!

Wenn die plötzlich im Stehen wieder zu sehen sind, sollten sie auch glänzen.

Muss man ja mal von berichten, oder?

Wenn ich auch sagen muss, dass ich immer noch nicht Gefahr laufe, durch einen Gullydeckel zu flutschen ;-)

 

 

 

 

Eine Situation, eine Entscheidung

LeckerchenDie Situation

Mein Blutzucker ist gerade um rund 20mg/dl zu tief.

Mögliche Lösungen

Jeder der Kandidaten auf dem Foto, kann das Problem lösen. Dummerweise darf ich aber nur einen essen, sonst geht es in die falsche Richtung. Esse ich mehr, muss ich vielleicht wieder nachspritzen, sprenge aber damit auch mein Kalorienlimit.

Das Problem

Ich kann mich nicht entscheiden… ;-)

Update hier :mrgreen:

 

 

 

Das kann man echt machen: Der Salat als TV-Snack

Snack itWer knabbert nicht gerne?

Ihr kennt das bestimmt: Am Abend sitzt man vor der Glotze, schaut sich einen Film an oder nutzt die Zeit auf eine sinnvollere Weise. Irgendwann kommt dann die Erkenntnis, dass das Abendessen ja doch schon eine Weile her ist und man eigentlich ein paar zusätzliche Kalorien, in körpereigene Energie umwandeln könnte.

Für gewöhnlich ist dies der Moment, in dem Chips, Erdnüsse oder Salzstangen ihre Verpackungen verlassen müssen und den Weg alles Verdaulichen beschreiten. Nicht selten muss dann die komplette Packung vertilgt werden, wer macht denn schon halbe Sachen? Wenn man allerdings auf seine Kalorien achten will oder muss, kann so ein Leckerchen durchaus den kompletten Tagesbedarf auf den Kopf stellen.

Tja, da ich solche Dinge nicht mehr unkontrolliert dem Zufall überlassen will, habe ich nach Alternativen gesucht, wenn der Tagesplan keine Reserven mehr zu bieten hat. Witzigerweise bin ich am Ende bei so einer Tüte Fertigsalat hängen geblieben, die es für um einen Euro herum, bei Aldi zu kaufen gibt. Die Sorte in dieser blauen Packung ist bereits mit Petersilie und Schnittlauch verfeinert, für mich eine gute Kombi. In der Tüte befinden sich 100 Gramm Grünzeug, somit schlägt die komplette Ladung nur mit 16 kcal zu Buche. Selbst wenn man sich eine vergleichbare Mischung selber zusammenstellt, sollte sich daran auch nichts gravierendes ändern.

Umdenken eben!

Klingt komisch? Vielleicht wirkt es so. Ich denke allerdings, der Gedanke so zu naschen, ist einfach nur ungewohnt. Geschmacklich ist so ein Salat auch nicht lediglich ein Kompromiss, er ist eben einfach nur nicht als Knabberwerk assoziiert.

Ich esse durchaus auch Chips und den ganzen anderen Kram, da binde ich aber alles mit in meine Kalorienbilanz ein, weil man sich sonst ganz schnell wieder an höhere Zahlen auf der Waage gewöhnen muss. Die paar kcal für eine kleine Salatladung zusätzlich, werden aber niemanden in Gewissenskonflikte führen. Immerhin geht es darum, seine Essgelüste zu erfüllen, nicht die Hauptmahlzeit des Tages zu erledigen.

Muss man natürlich alles nicht mögen oder glauben. Es soll sich aber niemand beschweren, weil ich nichts gesagt habe ;-)

 

 

 

Soul Care: Tea Time

Soul Care Tea TimeSo, nun ist Teezeit!

Und Ihr so? ;-)

Ne, aber mal im ernst. Wenn der Tag eine ruhige Minute zulässt, kann eine Tasse Tee wirklich die innere Drehzahl herunterschrauben. Ruhig ein wenig zeremoniell zubereiten und genießen, nicht einfach mit Geblubber herunterglorzen.

Wir haben hier auch früher schon Tee getrunken, jahrzehntelang immer die Schnelldreher mit Teebeuteln, was an sich auch schon recht nett ist. Vor einigen Jahren kam dann meine Frau auf die Idee, uns zu Weihnachten mit einer Art Grundausstattung für frischen Tee zu beschenken. Eine nicht geringe Rolle dürfte auch der kleine Teeladen hier in Fürth gespielt haben, wo man wirklich inspiriert wird, wenn man denn Tee mag. Jedenfalls haben wir seit dem ein kleines Ritual um unseren frischen Tee entwickelt, welches hier niemand mehr missen möchte. Das Geschirr von damals hat leider den Alltagsbetrieb nicht komplett ohne Blessuren überstanden, was unserer Sympathie zu Sache aber nicht schadet ;-)

Wenn man dabei ist sein Gewicht nach unten zu korrigieren, ist Tee übrigens auch eine gutes Mittel, Heißhungerattacken den Kampf anzusagen! Man kann die Geschmacksnerven beschäftigen und den Magen bei Laune halten, ohne Kalorien zu sich zu nehmen. Natürlich nur, wenn da nicht 10 Stücke Zucker drin sind, das sollte jedem klar sein :mrgreen: Süßstoff und Ähnliches sind aber erfunden, das sollte keine Hürde sein.

Neben dem klassischen Pfefferminztee gibt es noch dermaßen viele Sorten, ich kann mich nicht wirklich festlegen, welche mein Favorit ist. Bei Magenzwicken wähle ich ‚Ingwer auf Kräuter‘ oder ‚Ingwer mit Zitronenmelisse‘, bei Gegrummel im Darm eher ‚Fenchel mit Anis und Kümmel‘. Schmecken muss es eben.

Die Dame hier in besagtem Teeladen bietet auch unzählige Probetütchen an, mit deren Hilfe immer wieder mal was Neues getestet werden kann. Ich schätze, so rund 5% der Sorten habe ich schon probiert ;-)

 

 

 

Eine Reha – Teil 2: Die Ankunft

Reha Koffer symbolischDie Ankunft

Eine ziemlich wirre Fahrt mit dem Taxi beginnt. Es geht mal links, mal rechts, dann wieder rauf und runter. Müsste ich jetzt selber fahren, wäre ich ohne Navi verloren, mit aber wahrscheinlich auch.

Eventuell liegt das aber nur an mir, ich sehe in letzter Zeit nicht besonders gut. Wenn ich wieder Zuhause bin, muss ich mich um den grauen Star kümmern, da führt kein Weg dran vorbei. In gewohnter Umgebung ist die miese Sicht noch gut zu kaschieren, in fremden Gefilden gehen aber zu viele Details unter, die zur Orientierung wichtig sind.

Natürlich kenne ich mich hier überhaupt nicht aus, aber nachdem der Bahnhof bei der Ankunft schon viel versprochen und wenig gehalten hat, sind meine Erwartungen auch nicht besonders hoch. Gefühlt geht es zu einem Ort außerhalb jeder Zivilisation, was der Mobilfunkempfang im Moment recht deutlich bestätigt.

Der Fahrer ist wirklich freundlich, er erklärt viel, ich bin aber kaum bei der Sache, es geht mir einfach zu viel im Kopf herum. Am Rande erfasse ich, dass die andere Dame vom Bahnhof, die jetzt mit im Auto sitzt, zu einer anderen Klinik muss und ich zuerst abgeliefert werde. Da scheint es etwas Durcheinander zu geben, ich frage mich, wie viele von den Rehahäusern hier wohl existieren. Ich horche allerdings auf, als ich mitbekomme, dass die Frau aus Oberhausen kommt. Dort habe ich jahrelang gearbeitet und 44 Jahre direkt nebenan in und um Duisburg gelebt, ziehe dann 300 km weit in den Odenwald, um hier in der Reha, wiederum 200 km von Daheim, quasi eine fast-Nachbarin zu treffen. Schon kurios. Irgendwie verbindet so etwas, kann man schlecht erklären. Susanne heißt die Gute, man stellt sich eben kurz und formlos vor. Wahrscheinlich würde ein interessantes Gespräch aufkommen, wenn sie nicht genau so durch den Wind wäre, wie ich.

Es ist vollbracht, wir rollen auf einen Parkplatz und stehen vor dem Gebäude. Optisch eher ein Mietbunker aus den 70ern, der Klinikcharakter schlägt aber durch. Wenn ich da an meine erste Reha zurückdenke, verspüre ich schon eine gewisse Ernüchterung. Gut, ich will ja hier auch nicht für immer einziehen, außerdem weiß ich ja nun noch gar nichts über das Innere, also Klappe halten. Wir steigen aus, der Taxifahrer hilft mir noch bis zur Tür mit dem Gepäck und fährt wieder ab. Ich schaue auf die Uhr, wir haben es kurz nach 11, wahrscheinlich liege ich gut in der Zeit, aber spielt das eigentlich im Augenblick eine Rolle?

Ich bin da!

Aus dem Augenwinkel registriere ich schräg hinter mir das Raucherhäuschen und obwohl ich ja nun schon seit Jahren elektrisch dampfend unterwegs bin weiß ich, dass dort ein großer Teil meiner Reha stattfinden wird. Für mich ist eben Liquid der neue Tabak, was allerdings an den Aufenthaltsmöglichkeiten nicht viel ändert. Wenn es so ist, wie meine Erfahrungen belegen, erfolgt dort in der Qualmecke die Therapie von der Therapie. Das muss aber alles warten, jetzt brauche ich erst mal eine Zuflucht.

Wir haben einen regnerischen 28. Mai, alles ist grau. Zusätzlich ist es nicht besonders warm. Kein sehr einladendes Wetter, um vor der Tür zu stehen. Irgendwie passt dies perfekt zu meiner aktuellen Stimmung.

Weiterlesen

Beim Arzt: Im Zimmer der Geheimnisse

beim-arzt-pen-pflasterJetzt bist Du dran!

Ich sitze beim Arzt, warte darauf, dass mein Name genannt wird und eben irgendwann an die Reihe komme. Endlich kommt der ersehnte Augenblick, der Startschuss zur Heilung!

Die nette bis netteste Sprechstundenhilfe (das heißt jetzt anders, oder?), parkt mich im Sprechzimmer auf einem Stuhl mit den begleitenden Worten: „Frau Doktor kommt gleich!“ Nun, das ist auch meine Erwartung, wenn gleich der Fliesenleger reinkommt und eine Spritze in der Hand hält, hau ich nämlich ab.

Nutze die Gelegenheit…

Hier hocke ich nun voller Erwartung und in Demut, Kurzweil will nicht aufkommen. Bei akuten Schmerzen oder sonstigen Problemen, kommt ja schnell der Beweis, dass Zeit ein dehnbarer Begriff ist. Heute steht aber nichts Dramatisches an, es geht nur um eine Kontrolle und die Besprechung der letzten Blutwerte.

Allerdings ja, da ist schon noch was…

Ich weiß aber nicht, ob ich da so früh drüber reden will. Kann man ja nicht so einfach, am Ende stellt sich noch heraus, dass was behandelt werden muss. Schlimmstenfalls noch unter Schmerzen. Vielleicht brauche ich gar Medikamente? Wissen die hier eigentlich, dass ich jeden Monat Kohle in der Apotheke lasse, von der andere ein Auto finanzieren?

Ne, das ist ein Risiko, da warte ich erst mal ab, was vorher so läuft. Überhaupt wäre es aktuell besser, nur die Punkte bei mir zu erwähnen, die in Ordnung sind, das geht vermutlich schneller.

Ich sehe mich um. Es gibt einige Sachen, die bestimmt auch im Hobbykeller Beeindruckendes leisten könnten. Da, dieses Ding mit der Öse oder das Schlauchteil da vorne. Könnte man vielleicht benutzen, um etwas abzupumpen oder aufzublasen. Ob’s dazu geeignet ist? Keine Ahnung. Soll ich mir das mal ansehen? Zu riskant, es könnte ja jemand reinkommen und denken, ich mach hier ’ne Eigentransplantation, was macht denn das für einen Eindruck? Ich benehme mich lieber. Ja, das wird das Beste sein.

Der Blick analysiert weiter das Zimmer, ich erspähe meine Patientenakte auf dem Bildschirm! Die Gelegenheit muss ich nutzen. Jetzt komme ich hinter all die Informationen, die SIE tatsächlich über mich sammelt. Nicht das, was gefiltert dem Patienten mitgeteilt wird, jetzt kann ich sehen, wie es wirklich um mich steht. Tapferkeit ist angesagt. Wer sind schon CIA und BND? Jetzt kommt Michael 2.0, aber Hallo! Bisschen den Stuhl drehen, etwas besser positionieren, so wird es gehen.

Aber Stopp! Was ist, wenn da mein baldiges Ende geschrieben steht, welches sie mir gerade heute verkünden will? Immerhin geht es hier um die Daten von dem, was da durch meine Adern fließt! Wer weiß, wie viele Tragödien in so einem harmlos erscheinenden Moment schon begonnen haben? Ich fühle mich jetzt plötzlich auch gar nicht gut und war da nicht letztens dieses komische Zucken auf der Wange? Was ist auch mit dem Pickel vom Sommer, ist der gut verheilt? Irgendwie bemerke ich gerade eine leichte Reizung im Hals, kann nur der Corona-Virus sein. Sehen wir der Realität ins Auge: ich bin Erledigt!

Nix, das muss ich wissen und gucke just in dem Moment auf den Schirm, als der Bildschirmschoner anspringt. Die spinnen doch! Bildschirmschoner im Jahr 2020 und bei meinen Daten. Wie soll ich denn jetzt was sehen?

Nun, da liegen Maus und Tastatur… Ein kleiner Ruck, ein kleiner Druck und alles wäre in Millisekunden wieder sichtbar. Langsam und unauffällig, noch unentschlossen, nähert sich meine Hand der Maus.

Weiterlesen

Ein kleiner Sieg: das verflixte 30. Kilo…

Diät-SchlemmermenüMein kleiner, persönlicher Sieg:

Kilogramm Nr. 30 ist geschafft!

Wer den K(r)ampf mit den Kilos hier gelesen hat, kennt ja meine Story. Über 6 Monate hinweg, habe ich für ein Kilo Gewichtsabnahme, immer rund 10 Tage benötig. Klar, je leichter man wird, desto flacher wird die Kurve, es wird ja weniger Leergewicht transportiert :mrgreen:

Das letzte Kilo, um die 30 final zu vollenden, hat sich aber nun echt bitten lassen. So was von nervig! Ich nehme die Kilos nicht als gegeben, wenn sie erstmalig auf der Waage erscheinen, sondern wenn ich sicher bin, dass die Schwelle nicht mehr überschritten wird. Knapp vier Wochen lang, sind es immer wieder mal einige Hundert Gramm über meinem Limit gewesen, heute ist es endlich geschafft. Wenn sich einige Zeit lang kein wirklich neuer Erfolg einstellt, zehrt das schon ein wenig an der Motivation. Zumal man sich ja auch nicht immer komplett sicher ist, ob die eigenen Berechnungen bei den Kalorien korrekt sind, gerade wenn man mal nascht, wie ich am Wochenende. ananasmixblaetterteig

Es ist immerhin mittlerweile ein eher instinktives Gefühl für die Nahrungsmittel und die Mengen eingetreten, manches lässt sich aber eher schwer einschätzen und auf gelegentliche Highlights, kann und will ich nicht verzichten. Natürlich in Maßen, nicht in Massen. Für einen schnellen Gewichtsverlust war die Weihnachtszeit vielleicht auch nicht unbedingt förderlich. Immerhin kam nichts dazu ;-)

Da freut man sich schon über den Erfolg und muss es bloggen :-D

An meine Mitbetroffenen: Haltet durch, es lohnt sich. Ich habe aus einer Laune heraus beim letzten Einkauf mal 3 Pakete dieser Pressholzbriketts hochgehoben. Einfach um real in der Hand zu haben, was 30 Kilo sind. Ich darf nicht darüber nachdenken, dass ich die jahrelang völlig selbstverständlich mit mir herumgetragen habe. Irre!

 

 

 

Wenn der Zucker und die Kalorien Dich ärgern wollen

69 BlutzuckerBlutzucker und Kalorien

Und plötzlich sackt er ab…

Wisst Ihr was blöde ist?

Wenn Du Deine Kalorien für den Tag eigentlich weghast, der Blutzucker aber plötzlich meint, mal eben in den Keller gehen zu müssen. Auf einmal wirst Du irgendwie unruhig und die Sicht verschwimmt. Du misst und deine Untergrenze von 80 mg/dl an Blutzucker ist deutlich unterschritten. Tja, was soll man machen, da packe ich also lieber mal noch eine Broteinheit drauf, zunächst jedenfalls. Zwei Mini-Schokoküsse mit zusammen 67 kcal und 0.9 BE sollen Abhilfe schaffen, mal abwarten. Rein aus dem Gefühl, muss noch etwas hinterher. Dabei hatte ich vorher eigentlich eher knapp gespritzt. Blöde…

Nachtrag: Hat super funktioniert ;-)

 

 

 

Insulin spritzen – Die Länge der Nadel

Wie tief darf’s denn sein?

Ich bin ja nun nicht der Schlankeste und wurde wohl deshalb darauf angesprochen, wie lang denn meine Nadeln zum Spritzen des Insulins sind.

Klare Antwort: 6 Millimeter.

Die benötigte Nadellänge hängt übrigens nicht mit der Körperfülle zusammen. Es soll ja die Haut durchdrungen werden, nichts tiefer liegendes. Vor einigen Jahren hat mir allerdings sogar ein Arzt 8 mm Nadeln verschrieben, eben wegen des Übergewichtes. Ich habe sie lange benutzt und kann sagen, dass es im Vergleich zu meiner heutigen 6 mm Variante, keinerlei Unterschied bei der Wirkung des Insulins gegeben hat. Selbst jetzt nicht, wo mittlerweile 28 kg von mit runter sind. Der Einstich, ist bei längeren Nadeln allerdings schon etwas unangenehmer.

Wie immer halte ich es für möglich, dass in bestimmten Fällen anderen Menschen auch anders reagieren, meine Erfahrungen sind aber gegenteilig. Natürlich habe ich den Umstieg auf 6 mm nicht alleine entschieden, da hängt meine nun schon länger aktuelle Ärztin mit drin. Wieder als Tipp: Fragt beim Arzt nach, gerade wenn Ihr der Meinung seid, Anweisungen oder Verordnungen sind nicht richtig!