Du Pflaume!

Kiloweise heruntergefallene Pflaumen auf meiner Mittagsrunde. Die Tiere freut's, ich habe natürlich wieder keine Tasche dabei.Kiloweise Pflaumen und keine Tasche dabei

Seit Wochen komme ich auf meiner Mittagsrunde an einer Stelle vorbei, an der kiloweise Pflaumen auf dem Boden liegen. Ob die nun von einem Baum oder gleich mehreren stammen, weiß ich gar nicht genau, aber für zwei bis drei 10-Liter-Eimer hätte es meiner Schätzung nach locker gereicht.

Seit Wochen nehme ich mir auch vor, endlich mal etwas zum Einsammeln mitzunehmen, und seit Wochen denke ich erst wieder daran, wenn ich vor den Pflaumen stehe. Andererseits, wer schleppt auch schon Eimer oder Taschen mit ins Büro? Eben! :roll:

 

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Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

Die Tiere hat’s jedenfalls gefreut, die konnten sich offensichtlich ordentlich bedienen, während ich mich jedes Mal über meine eigene Vergesslichkeit geärgert habe.

Vorbei 

Inzwischen dürfte das meiste Obst allerdings so weit sein, dass man sich damit bestenfalls noch besaufen kann, vorausgesetzt, man ist bereit, die faulenden Früchte mit allerlei Kriechtieren zu teilen. ;-)

Ich könnte jetzt natürlich behaupten, dass ich die Pflaumen ganz bewusst der Natur überlassen habe, aber so viel Ehre hat meine Vergesslichkeit dann doch nicht verdient. :mrgreen:

 

 

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Rettung Nummer zwei

Beschädigte Schutzabdeckung der Smartphone-Kamera mit Loch und Rissen.Wieder ein Treffer fürs Schutzglas

Manchmal hält man es einfach nicht auf, das Smartphone, wenn es auf Kollisionskurs ist.

Danach bleibt erst mal der Blick aufs Gerät und die Hoffnung, dass nix passiert ist.

Check Nummer eins: Display!

Alles okay, keine „Spinnweben-App“? Schwein gehabt!

Tja, irgendwann will man aber ein Foto oder Video machen, und es sieht ein bisschen merkwürdig aus, was die Kamera da einfängt. :shock:

Die nüchterne Erkenntnis

Die Kamera hat etwas vor der Linse, das da nicht sein sollte, also hatte der kleine Crash im Vorfeld doch Auswirkungen. :roll:

Aus weiser Voraussicht und genau wegen solcher Momente hat das Linsensystem allerdings vorher eine Schutzabdeckung bekommen, und genau die hat den Treffer abbekommen.

Das Glas vor einer der Linsen hat ein Loch und ringsherum Risse, während die Kamera selbst heil geblieben ist. Die ausgebaute Abdeckung sieht in meiner Hand nicht mehr schön aus, ihren Job hat sie aber erledigt.

Schon mal gehabt

Im Juni 2024 hatte ich schon einmal Risse im Schutzglas, damals allerdings keine Ahnung, wann oder wie das passiert war. Am nächsten Tag war wieder alles in Ordnung, womit das Thema von mir aus erledigt gewesen wäre.

Nüchterne Wahrheit: Die Schutzabdeckung für die Kamera ist ziemlich sinnvoll. Noch ein Beweisstück brauche ich dafür allerdings nicht. :mrgreen:

 

 

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Die Goldrute meint es ernst

Die Goldrute, deren Ende ich nach dem Umpflanzen schon kommen sah, steht heute da, als hätte sie nie etwas anderes vorgehabt.Von wegen baldiges Ende

Ich mag ja solche kleinen Zeitmarken im Blog. Irgendwann hält man etwas fest, weil es gerade auffällt, ein paar Monate oder Jahre später schaut man wieder hin und hat plötzlich einen ziemlich direkten Vergleich.

Davon gibt es hier inzwischen einige, und diese Goldrute hat sich ihren nächsten Eintrag redlich verdient.

Am 5. September 2020 habe ich sie verpflanzt, direkt danach wurde das Wetter mies und blieb es auch eine ganze Weile. Damals war ich ziemlich sicher, dass ich die Pflanze nicht umgesetzt, sondern eher für ihr baldiges Ende etwas dekorativer abgestellt hatte.

Die Goldrute selbst war von dieser Prognose offensichtlich wenig beeindruckt.

Sechs Jahre später

Im Juli dieses Jahres hatte ich sie deshalb schon einmal wieder im Blog. Aus den ziemlich traurigen Stängeln von damals war inzwischen ein ordentlicher Busch geworden, der seinen Platz im Garten sehr überzeugend angenommen hatte.

Wer den Zwischenstand verpasst hat:
Die Goldrute wollte wohl bleiben

Damals hatte ich noch geschrieben, dass ich gespannt bin, was sie bei der Blüte veranstaltet.

Nun ja, die Antwort steht inzwischen im Garten.

Noch eine Zeitmarke

Jetzt haben wir September 2026 und aus dem Busch ist ein ziemlich stattliches gelbes Etwas geworden, das mit meiner damaligen Vorstellung vom baldigen Pflanzentod nicht mehr besonders viel gemeinsam hat.

Die Goldrute steht da, blüht vor sich hin und wirkt insgesamt eher so, als hätte sie inzwischen vergessen, dass ich mir jemals Sorgen um sie gemacht habe.

Von „hoffentlich überlebt die das“ bis „mach dich mal nicht so breit“ sind damit ziemlich genau sechs Jahre vergangen.

Eigentlich mag ich genau deshalb solche alten Bilder und Beiträge. Im Moment selbst ist es nur eine Pflanze, irgendeine Veränderung oder ein Foto, Jahre später wird daraus plötzlich eine kleine Zeitlinie und man sieht ziemlich genau, was aus der Sache geworden ist.

Bei dieser hier kann ich jedenfalls festhalten:

Ich hatte ihr Ende befürchtet, die Goldrute offenbar eher ihre Expansion geplant.

 

 

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Muss ich mal irgendwann machen

Alte Schubkarre, neues Rad und nach rund 15 Minuten wieder bereit für den Garten.„Irgendwann“ ist plötzlich heute

Man weiß, dass nach dem Winter der Garten wieder Arbeit machen wird und spätestens im Herbst reichlich Zeug von vorne nach hinten oder andersherum geschafft werden muss.

Zu diesem Zweck ist eine funktionierende Schubkarre eigentlich keine völlig abwegige Idee, ich habe so ein vorteilhaftes Gerät sogar im Garten stehen. Meine war grundsätzlich auch funktionstüchtig, wenn man von diesem einen eher unwichtigen Bauteil absieht, das den Kontakt zum Boden herstellt: dem Reifen.

Das hält bestimmt noch

Der stand vor gut zwei Jahren schon einmal platt herum, damals reichte allerdings noch etwas Luft und fürs Erste war wieder Ruhe. Dass der Reifen selbst seine besten Jahre (Jahrzehnte …) deutlich hinter sich hatte, konnte man dabei kaum übersehen. Der Gummi war porös und rissig, eigentlich war also ziemlich klar, dass der mir eher bald als irgendwann den Stinkefinger zeigen dürfte.

Mein Umgang mit dieser Erkenntnis war entsprechend professionell, ich müsste da halt irgendwann mal ran.

Weiterlesen →

Der rosa Lappen musste weg

Mein alter rosa Führerschein von 1988 neben dem neuen Kartenführerschein, der ihn nach fast vier Jahrzehnten abgelöst hat.Irgendwas mit „zu alt“

Geboren 1969, Führerschein seit 1988. Natürlich noch dieses wunderschöne rosa Stück Papier, das ungefähr so handlich ist wie eine Speisekarte und nach fast vier Jahrzehnten auch ein bisschen danach aussieht.

Eigentlich hätte ich mich davon schon früher verabschieden sollen. Für meinen Jahrgang war der 19. Januar 2024 Stichtag für den Pflichtumtausch. Ich war also, sagen wir mal, ein kleines bisschen spät dran. ;-)

Ein paar bürokratische Hürden gab es tatsächlich, wenn man aus NRW kommt, muss man ja erstmal wissen, wer hier in Hessen sowas macht. Den Rest hat meine durchaus vorhandene Begabung zur Prokrastination übernommen.

In diesem Sommer habe ich es dann endlich hinbekommen.

Weg ist der rosa Lappen trotzdem nicht. Ich durfte ihn entwertet behalten und genau da gehört er für mich auch hin. Zu den Relikten aus meinem bisherigen Leben.

An dem Ding hängen schließlich nicht nur fast vier Jahrzehnte Führerschein. Der hat bei mir auch ein Stück Geschichte mitgemacht, das stellenweise etwas dramatischer war als „mit 18 bestanden und seitdem Auto gefahren“. Vielleicht ist das irgendwann noch einmal einen eigenen Beitrag wert.

Offiziell ist er jedenfalls Geschichte, bei mir bleibt er trotzdem.

Woran merkt man eigentlich, dass es Zeit wird?

Nicht unbedingt daran, dass auf dem Foto ein Mensch zu sehen ist, bei dem man selbst kurz überlegen muss, ob man den kennt.

Viel deutlicher merkt man es daran, dass gefühlt niemand mehr mit diesem rosa Papierding umgehen kann.

In der Firma wird wegen der Firmenfahrzeuge regelmäßig der Führerschein kontrolliert. Autovermietungen wollen ihn sehen, irgendwelche Systeme möchten Daten erfassen und was weiß ich noch alles. Überall trifft ein Stück Papier aus den Achtzigern plötzlich auf eine Welt, die Karten, Scanner und digitales Zeug erwartet.

Irgendwann dachte ich mir also: Mach mal.

Kann ja nicht sein, dass mein Führerschein irgendwann nur noch deshalb als Museumsstück durchgeht, weil keiner mehr weiß, wo man ihn beim Kontrollieren hinhalten soll.

Ja, einen Grund gibt es schon

Ganz aus Spaß werden die alten Lappen natürlich nicht eingesammelt. Das Bundesministerium für Verkehr erklärt den Pflichtumtausch unter anderem mit einheitlichen und fälschungssichereren Führerscheinen innerhalb der EU.

Kann ich sogar nachvollziehen.

Die alten Papierführerscheine sind nun wirklich keine Hochsicherheitsdokumente und mein Foto von 1988 hilft heute wahrscheinlich auch nur noch Menschen weiter, die mich damals schon kannten. :mrgreen:

Trotzdem hat so eine Pflichtaktion natürlich noch einen (un)angenehmen Nebeneffekt, kostenlos ist der Spaß nämlich nicht.

Für den Umtausch selbst werden Gebühren fällig, dazu kommt das neue Foto und je nach Verfahren noch weiterer Kleinkram. Bei mir waren am Ende inklusive Fotos rund 50 Euro weg.

50 Euro dafür, dass aus rosa Papier eine Plastikkarte wird

Natürlich steckt hinter dem Umtausch ein nachvollziehbarer Zweck. Trotzdem darf man bei solchen flächendeckenden Pflichtaktionen schon mal feststellen, dass dabei nebenbei auch ziemlich zuverlässig Geld durch diverse Kassen läuft.

Zumal die neue Karte als Dokument nach 15 Jahren wieder abläuft. Die Fahrerlaubnis bleibt bestehen, nur das Kärtchen möchte irgendwann erneuert werden.

Dann gibt es wieder ein aktuelles Foto, eine neue Karte und vermutlich auch eine neue Rechnung. Kann man machen, für rund 50 Euro hätte ich allerdings auch Pizza bekommen.

Mehrfach.

 

 

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Ich mach doch ein Hüpfer-Hotel auf

Grünes Heupferd auf meinem Arm. Einer der regelmäßigen Gäste, die hier inzwischen fast schon zum Inventar gehören.Wenn man Gäste schon am „Klack“ erkennt

Langsam muss ich wohl doch über ein kleines Hotel nachdenken.

Für Grashüpfer, Heuschrecken, Heupferde oder wie auch immer die jeweiligen grünen Kollegen gerade korrekt heißen. An Kundschaft scheint es jedenfalls nicht zu mangeln.

In den letzten Tagen waren nämlich schon wieder ein paar hier.

Auf den Autos sitzt übrigens auch regelmäßig einer. Aber eben immer nur einer auf einem der Autos. Nie mehr. ;-)

Mittlerweile müssen wir die Tierchen teilweise nicht einmal mehr sehen. Es reicht ein bestimmtes „Klack“ irgendwo im Raum und man weiß ziemlich genau: Da ist wieder einer.

Je nach Größe klingt das ein bisschen anders. Mal landet einer auf einer Lampe, mal an der Wand oder auf der Tapete. Irgendwann entwickelt man offenbar ein Gehör dafür.

Andere erkennen ihre Familienmitglieder am Schritt im Flur, wir inzwischen Heuschrecken am Einschlag.

Kann man auch nicht überall von sich behaupten. :mrgreen:

So langsam wird es eine Serie

Ganz neu ist das Thema hier schließlich nicht. Die Hüpfer ziehen sich inzwischen durch mehrere Beiträge und spätestens bei Flip und seiner Rückfahrkarte hätte ich eigentlich merken können, dass die Sache langsam System bekommt.

Die einen wollen nicht raus, andere tauchen am Auto auf und wieder andere kommen offenbar einfach vorbei, um zu prüfen, ob noch ein Zimmer frei ist.

Vielleicht hängt draußen irgendwo wirklich eine Bewertung:

„Etwas seltsamer Betreiber, aber man wird meistens wieder lebend vor die Tür gesetzt. Vier Sterne, einen ziehe ich wegen fehlendem Frühstück selbst ab.“

Was machen die eigentlich im Winter?

Mit dem Herbst dürfte hier langsam Ruhe einkehren. Die Fenster bleiben wieder öfter geschlossen und damit wird auch die Zahl der spontanen Besucher vermutlich deutlich sinken.

Bleibt nur die Frage, wo die Kollegen dann eigentlich sind. :shock:

Hüpfen die in den Süden?

Eher nicht, vermute ich wenigstens. ;-)

Wenn es sich bei unseren großen grünen Besuchern tatsächlich um das Grüne Heupferd handelt, läuft das Überwintern deutlich unspektakulärer. Die Eier werden im Boden abgelegt und bleiben dort ziemlich lange. Laut NABU meistens zwei Jahre, manchmal sogar bis zu fünf.

Die nächste Generation liegt also möglicherweise längst irgendwo im Garten und wartet auf ihren Einsatz.

Na großartig.

Dann kann ich das Hotel vermutlich doch ganzjährig geöffnet lassen.

 

 

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Zum Hiehogge

Eine Holzbank bei Berg & Sohn mit der freundlichen Einladung „zum hiehogge“. Regionaler Sprachkurs mit Sitzgelegenheit. 😁Sprachkurs mit Sitzgelegenheit

Man lernt ja nie aus, nicht einmal beim Einkaufen.

Gesehen bei Berg & Sohn hier in der Gegend, wobei ich bis heute nicht so genau weiß, ob ich das nun Bau-, Gartenmarkt oder einfach Laden für alles nennen soll, was man irgendwann rund ums Haus brauchen könnte.

Jedenfalls stand da diese Bank, und darauf die freundliche Einladung:

„zum hiehogge“

Nun komme ich bekanntlich aus dem Ruhrpott. Wir haben dort ebenfalls eine gewisse Begabung entwickelt, mit der deutschen Sprache sehr frei umzugehen. Trotzdem musste mein Gehirn bei „hiehogge“ erst einmal kurz die regionale Übersetzungs-App hochfahren.

Gemeint ist natürlich schlicht: Setz dich hin!

Kann man ja machen. :mrgreen:

Die Bank sieht bequem aus, steht da schön in der Sonne und bittet praktisch darum, dass man mal kurz Platz nimmt. Eine ausgesprochen freundliche Art, Kunden durch den Einkauf zu bringen.

Ganz uneigennützig ist die Einladung allerdings nicht, die Bank kann man natürlich auch kaufen.

Man darf also hiehogge, Gefallen daran finden und sie anschließend gleich mitnehmen. Irgendwie clever.

Nur der Zettel gehört vermutlich nicht zwingend dazu, jedenfalls musste ich schon grinsen ;-)

 

 

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Ralf Richter: Ruhe in Frieden

Desasterkreis-Logo zum Abschied von Ralf Richter.Abschied von Ralf Richter

Ralf Richter ist im Alter von nur 69 Jahren verstorben.

Schon wieder einer, inzwischen häufen sich diese Meldungen hier im Blog auf eine Weise, die langsam wirklich bedrückend wird.

Für mich führt sein Name sofort zu „Das Boot“. Der Film gehört bis heute zu meinen absoluten Favoriten, ebenso das Buch von Lothar-Günther Buchheim, und als Frenssen war Ralf Richter ein Teil jener Besatzung, die das alles so glaubwürdig eng, dreckig und menschlich gemacht hat.

Natürlich hatte er danach noch jede Menge andere Rollen, darunter „Bang Boom Bang“, aber mein erster Gedanke bleibt dieses U-Boot.

Die Welt berichtet unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur über seinen Tod.

Ruhe in Frieden, Ralf Richter.

 

      

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Zurück geht immer. Irgendwie.

Mit dem Linienbus zurück Richtung Hotel, zumindest war das der Plan.Wenn der Rückweg plötzlich selbst Programm wird

Wenn ich mit den Monteuren vor Ort bin, fahre ich aus wirtschaftlichen Gründen meistens gleich im Montagebus mit. Vom Hotel zur Baustelle, später wieder zurück, fertig. Nebenbei fällt an solchen Tagen ja auch gerne mal ein Reel oder sonst irgendwas Brauchbares ab. ;-)

Blöd nur, wenn man nach Feierabend noch gar keine Lust aufs Hotel hat, weil man in der Ecke des Landes noch nie war und sich wenigstens ein bisschen umschauen will. Dann steigt man eben nicht wieder ins Montagefahrzeug, winkt den Kollegen hinterher und kümmert sich später selbst darum, irgendwie zurück ins Zimmer zu kommen.

Kann ja nicht so schwer sein, also, theoretisch, Busse wurden schließlich nicht nur erfunden, damit andere Leute damit fahren.

Also irgendwann in den Linienbus gesetzt und ungefähr eine halbe Stunde durch die Gegend gegondelt. Für jemanden, der weder besonders geübt im Umgang mit Öffis noch auch nur ansatzweise ortskundig ist, lief das sogar erstaunlich gut.

Bis zum Aussteigen …

Da hatte sich offenbar der kleine, aber entscheidende Fehler eingeschlichen. Also, der Name der Haltestelle war richtig, nur war es real eben NICHT DIE HALTESTELLE. :roll: Was allerdings weniger an mir lag, sondern eher daran, dass der Bus behauptet hat, sie wäre es.

Aus rund 30 Minuten Busfahrt wurden deshalb noch einmal 30 bis 40 Minuten Fußmarsch Richtung Hotel.

Immerhin habe ich so tatsächlich noch etwas von der Gegend gesehen. Nur eben deutlich mehr zu Fuß als ursprünglich geplant.

Man könnte natürlich vorher genauer nachsehen, wo man aussteigen muss. Man könnte aber auch einfach losfahren und den Rest als kostenlose Stadtführung mit Bewegungsteil verbuchen. :mrgreen:

 

 

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Wenn Politik im Alltag größer wird

Auf ein Wort, denn Politik ist im Moment eben auch Alltag. Der Hintergrund ist KI, ich bin echt.Warum das gerade hierher gehört

So, ja, ich weiß, hier geht es im Moment ziemlich oft um Dinge rund um das politische Geschehen in diesem Land.

Eigentlich soll das gar nicht der Schwerpunkt des Desasterkreises sein, nur geht es hier eben um Dinge des Alltags, manchmal groß, manchmal klein und manchmal um Details, die schnell übersehen werden. Dazu gehören auch Zusammenhänge, die man kaum erkennen kann, wenn man erst drei Tage vor einer Wahl anfängt hinzuschauen.

Nun, ICH denke, im Moment ist es das wert, auch hier den einen oder anderen Beitrag dazu zu schreiben.

Wer wirklich der Meinung ist, dass alles, was sich gerade in Deutschland verändert, normal und irgendwie gewinnbringend für die Menschen hier ist, den kann ich irgendwann nicht mehr für voll nehmen. Sorry, aber 1 + 1 ist 2 und nicht 1,99, nur weil irgendwer lange genug erklärt, warum das Ergebnis trotzdem stimmen soll.

Dabei geht es mir nicht darum, irgendeine Partei aufgrund ihrer Farbe groß oder klein zu schreiben. Mir ist ziemlich egal, ob da CDU, SPD, AfD, FDP, Grüne oder sonst etwas draufsteht.

Ich möchte mich am Abend mit dem Vertrauen ins Bett legen können, dass am nächsten Morgen noch das Leben existiert, das ich seit, Stand heute, 57 Jahren mehr oder weniger erfolgreich für mich und meine Familie aufgebaut habe. Ein Leben auf der Grundlage dessen, was hier einmal Recht, Gesetz, Kultur und eine halbwegs planbare Zukunft bedeutete.

Genau dieses Vertrauen bekommt allerdings zunehmend Risse

Mit Ideologie lässt sich die Realität nicht bewältigen, mit Größenwahn kein Alltag meistern und mit Hirngespinsten kein Kühlschrank füllen.

Wenn ich mich also für oder gegen eine Partei entscheide, dann deshalb, weil ich von ihr erwarte, dass sie ihr Bestes für meine Heimat und die Menschen darin gibt. Der Name auf dem Wahlzettel ist mir dabei ziemlich scheißegal.

Bei der nächsten Wahl kann meine Entscheidung deshalb völlig anders aussehen, vielleicht ändere ich meine Meinung sogar noch direkt an der Wahlurne.

Dieses „Habe ich schon immer gewählt“ gibt es für mich nicht. Ebenso wenig „Papa, Oma oder Opa haben die auch gewählt“, „haben sie im Fernsehen gesagt“ oder „stand so in der Zeitung“.

Ich versuche mir mein eigenes Bild zu machen, und zwar immer, nicht erst kurz vor einer Wahl und natürlich ist es vielleicht mühsam, wenn einen das nicht interessiert. Nun, ich kann aber nicht verstehen, wie es jemandem egal sein kann, wie das eigene Leben regiert wird. ICH habe das früh begriffen und wenn man einfach im Alltag etwas achtsam ist, dann bekommt man das Wichtigste eigentlich mit.

Jeder, dem das zu anstrengend scheint, sollte vielleicht einmal daran denken, wie lange ihn die Folgen seiner Entscheidung begleiten können. Auf dem Konto, an der Tankstelle, im Job, beim Einkaufen, vor Gericht, bei seiner persönlichen Sicherheit und inzwischen teilweise selbst bei Dingen, über die vor ein paar Jahren kaum jemand überhaupt nachgedacht hätte.

24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr

Da finde ich es nicht übertrieben, ein bisschen Zeit und Wissen in die Frage zu investieren, wer eigentlich darüber entscheiden möchte, was vom Brutto als Netto übrigbleibt, wofür jemand vor Gericht landen kann, was morgen noch erlaubt ist und wie sicher die nächste Ecke des eigenen Alltags eigentlich bleibt.

Das Kreuz dauert ein paar Sekunden, die Folgen können Jahre dauern.

Weiterhin gilt hier trotzdem genau das, was schon immer gegolten hat. Wenn im Alltag etwas passiert, was MIR bedeutsam erscheint, dann landet es möglicherweise im Desasterkreis.

Mal ist das ein kaputter Gegenstand, irgendein Irrsinn auf der Straße, ein Gedanke beim Kaffee oder eben etwas Politisches, das am Ende sehr viel stärker in unseren Alltag hineinreicht, als manche wahrhaben wollen.

Wie ihr das wertet, bleibt euch überlassen. Lesen muss es ebenfalls niemand, weiterscrollen ist schließlich auch eine völlig legitime Möglichkeit.

Nur eines bleibt dabei ziemlich einfach:

Mein Blog, meine Regeln.

Mein Senf und mein Wort zum Tag.

Punkt.

 

 

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