Wenn alle dahin wollen, muss es doch wichtig sein
Manchmal entdeckt man in einem fremden Lager Dinge, bei denen man unweigerlich stehenbleibt.
Hier zum Beispiel ein ganzer Haufen Gießkannen, dicht zusammengedrängt in einer Ecke, als gäbe es genau dort etwas, das man unbedingt haben muss.
Billiges Wasser vielleicht. Eine geheime Sonderaktion. Die große Ausgabe für Auserwählte.
Blöd nur – dort ist gar nichts!
Kein Hahn, keine Quelle, kein sichtbarer Grund für dieses Gedränge.
Einfach nur Ecke, ganz viel Ecke.
Trotzdem scheint für diese Kannen festzustehen, dass man genau da hin muss, möglichst schnell, möglichst geschlossen und bitte ohne lange nachzufragen.
So albern das aussieht, ganz fremd ist das Prinzip nun auch bei Menschen nicht ![]()
Klopapier zu Coronazeiten.
Das nächste Smartphone mit Apfel im Logo, obwohl das bisherige noch tadellos läuft.
Schlangen vor Läden, nur weil irgendwo ein neues Produkt auftaucht, das plötzlich jeder haben will, sobald genug andere auch so tun.
Hauptsache, man ist dabei. Hauptsache, man läuft nicht als Letzter hinterher.
Genau so entsteht Herdentrieb. Einer fängt an, die anderen halten es vorsichtshalber für eine gute Idee, und am Ende stehen alle in derselben Ecke und tun so, als müsse das wohl seine Richtigkeit haben.
Wer dazu neigt, den eigenen Verstand lieber bequem bei anderen abzugeben, fühlt sich in solchen Momenten oft sogar noch besonders gut aufgehoben.
Das Bild zeigt also nicht nur ein paar abgestellte Gießkannen, es zeigt ein Prinzip, das erstaunlich oft funktioniert. Selbst dann, wenn weit und breit nichts zu holen ist … ![]()
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Bisschen Desasterkreis & Social Media?

























