Immer mittwochs ist alles sauber

erdnuesseKleine Ursache, große Sauerei

Ich kann auf dem Foto nur unzureichend darstellen, welche Sauerei ein nicht umsichtiger Umgang mit Erdnussschalen anrichten kann …

Schon gar nicht dann, wenn man vielleicht sogar noch durch so ein Chaos hindurchläuft!

Sie sind schon nicht harmlos, diese Dinger.

Kurz zur Erklärung:

Immer mittwochs, am Vormittag, werden hier im Internat die Zimmer auf meinem Flur gereinigt.

Ratet mal, an welchem Wochentag einem bestimmte Dinge passieren, natürlich NACH dem Putzen … :roll:

Ne, ne, nicht, dass ich so etwas einfach liegen lassen würde, aber meine eigenen Werkzeuge hier zum Reinigen sind eher von bescheidener Natur und die Beseitigung, die ist dann doch mit etwas mehr Aufwand verbunden. Natürlich ohne, dass die Mühe auch wenigstens eine erhöhte Wirkung hätte.

Natürlich nur theoretisch, das ist gar nicht passiert :oops:

:mrgreen: ;-)

 

Fluch(t)instinkt und Kamera

Weg ist es …

Ich glaube ja, es ist doch irgendwie ein persönliches Ding zwischen mir, der Kamera und jedem einzelnen Eichhörnchen.

Mittlerweile haben Igel, Rotkehlchen, Hasen und sogar Fliegen schon eine Weile stillgehalten, damit ich ein gescheites Foto machen kann.

Die Hornisse musste zwar etwas „überredet“ werden, aber wenigstens für den finalen Druck auf die Taste vom Auslöser hat auch sie stillgehalten.

Aber die Eichhörnchen? Die schei**en mir einen großen Haufen!

Eichhörnchen weg ...Was noch schlimmer ist?

Dass ich mich obendrein auch noch blöd anstelle!

Am Wochenende gab es eine Situation, in der ich sogar zwei Eichhörnchen beim Toben auf einem Baumstamm hätte knipsen können.

Weil ich aber die Kamera noch auf 10-Sekunden-Selbstauslöser stehen hatte, waren die zwei natürlich längst weg, als die Kamera dann endlich Klick gemacht hat. Shit happens …

Was passiert aber an anderer Stelle hier auf dem Campus? Einer Stelle, an der ich mich sehr oft aufhalte?

Da trägt in aller Ruhe ein erwachsenes Tier den Nachwuchs im Mund durch die Gegend.

Nur bekomme ich das natürlich erst durch die Erzählungen anderer Leute mit, ich war ja damit beschäftigt, den Selbstauslöser zu deaktivieren :roll:

Na, ich bin mal so frei und zeige Euch in den paar Bildern hier meine größten Erfolge bei der visuellen Eichhörnchenjagd am Weekend ;-)

Wobei der Kollege hier auf dem letzten Bild den Vogel sozusagen abgeschossen hat.

Erst schön stillhalten und dann eine Zehntelsekunde vor dem Auslösen der Kamera abhauen.

Dabei aber so hart Panik simulieren, dass kaum der Boden berührt wird :mrgreen:

 

 

3600 Euro im Monat reichen nicht!

fred_auf_dem_geldVon der Realität abgekoppelt

Da schalte ich heute früh das Notebook ein, schreit mich diese Schlagzeile an:

Wegen hoher Kosten: 3600 Euro netto im Monat reichen nicht mehr, laut Sparkasse

Der erste Gedanke im Kopf:

Wer hat das denn bitte auf dem Gehaltszettel, wenn er normaler Arbeitnehmer ist?

Direkt danach:

Die Menschen, die so viel verdienen, was machen die mit der Kohle?

Da platzt einem der Kopf!

Immerhin erklärt sich aber so, wo der dämliche Gedankengang herkommt, dass alle Deutschen im SUV mit 280 km/h über die Autobahn donnern.

Natürlich nur, wenn zeitgleich, bei 28 °C und zusätzlich laufender Klimaanlage, zu Hause die Energie verpulvert wird. Allerdings geht das ausschließlich von Montag bis Freitag, wenn 3 x am Tag im mindestens 4-Sterne-Restaurant gegessen wird, nachdem man für 16 Euro das Kilo vegane BIO-Karotten aus fairem Anbau beim Lieferservice bestellt hat. Am Wochenende geht das nicht, da will man ja ausschlafen und bestellt das Essen gleich komplett fertig.

Das alles hat zwar mit dem Leben vom Großteil der Bürger nichts zu tun, scheint aber das Bild in den Köpfen der Politik zu sein, wenn wir nach dem Sparen wieder den Gürtel enger schnallen sollen. Voraussetzung ist allerdings, dass vorher bescheiden und in Demut gelebt wurde.

Zum Hohn und obendrauf, das, was ohnehin zeigt, dass es hier NICHT mehr um den normalen Bürger geht

 

  • Die Verdummung um das Bürgergeld
  • Tafeln und überhaupt die ganze Hartz-4 Situation
  • Gendern, Negerküsse und Winnetou
  • Unsichtbare Gefahren aus Viren, Staub und Gas
  • Politiker:Innen, die öffentlich rausposaunen, dass sie auf die Meinung IHRER Wähler scheißen
  • Unleserliche Texte und Text*innen, bei denen inhaltlich darauf hingewiesen wird, was passiert, wenn Er/Sie/Es/Divers jeden Tag 5 Liter woken Smoothie-Rhabarber-Curry-Nutella-Smoothies säuft.
Studieren geht über echtes Wissen?

Vieles wundert mich aber auch nicht. An jeder Ecke wird propagiert, dass möglichst jeder studieren soll. Blöderweise haben wir am Ende mehr Menschen, die aus der Theorie wissen, wie etwas geht, nur leider nicht, wie man es macht. Ein Land voller Häuptlinge, nur fehlen blöderweise die Indianer, gell?

Seit ich in der kaufmännischen Ausbildung unterwegs bin, weiß ich eines:

Eine der gefährlichsten Funktionen in Excel ist das automatische Ausrechnen des Mittelwertes. Der Mittelwert von 1 € und 9999 € im Monat ergibt eben 5000 €. Leider verhungert damit der eine, während der andere zur Sicherheit das 3. E-Auto kaufen kann. Statistischer Wohlstand ist geil, Hurra!

Bedauerlicherweise leben wir aber in einer Zeit, in der Excel und Co den Alltag bestimmen.

Irgendwann wird man vielleicht merken, dass eine Tabellenkalkulation keinen Schraubendreher halten oder die Bude heizen kann!

Final zeigt die aktuelle Zeit, dass statistische Werte, von Personen errechnet, die lediglich auf Studieninhalte zurückgreifen können, nicht das Überleben sichern.

Eines noch, speziell an die Freunde des „Ich klebe mich auf dem Asphalt fest„:

Wie fühlt man sich eigentlich, wenn man wegen oft zweifelhafter Klima-Gefahren mit dem Arsch auf der Straße pappt, während für unzählige Menschen demnächst im Winter ein sehr realer Klimawandel schon im eigenen Heim beginnt?

Aber werte Freunde, die ihr das Passende auf dem Wahlzettel angekreuzt habt und weiterhin ankreuzen werdet: Die, die IHR bestellt habt, die liefern gerade!

Überhaupt bin ich für ein Wahlrecht, das im zarten Alter von 6 Jahren beginnt. Mehr Bildung scheint für politische Entscheidungen eh unnötig ….

So, das war mein Wort zum Sonntag, ich wünsche Euch einen schönen Rest vom Wochenende 👍 ;-)

Kleine Ergänzung:

Das hier ist meine Meinung, keine Aufforderung zu Diskussion. Falls mich (wieder) jemand belehren möchte -> Such Dir einen, der zuhören will ;-)

 

 

 

100 Milliarden Euro …

Kein Foto LogoWas für eine Summe

Ich bin eigentlich nur zufällig über die Schlagzeile gestolpert, nebenbei, so beim Surfen.

Wir haben eine reale Gefahr im Land, dass Menschen im Winter die Heizung nicht mehr bezahlen können.

Stromsperren sind längst Realität und irgendwie hat man es geschafft, Tafeln zur Speisung der wirtschaftlich angeschlagenen Menschen gesellschaftsfähig zu machen.

Da kann doch in manchen Köpfen einfach irgendwas nicht mehr richtig arbeiten …

Erfriere oder sitze im Dunkeln, Hauptsache ein Haufen woker Aktivisten kann das Maul aufreißen oder wir erinnern uns plötzlich, dass da ja noch was Militärisches existiert.

Es mag sein, dass es so wie es mal war, nicht weitergehen kann. Aber das, was jetzt hier gerade blauäugig schöngequatscht wird (von einigen), das säuft schon nach ein paar Jahren ab, wir erleben es ja gerade.

Ja, das ist meine Meinung, man muss mich dafür nicht mögen, lege ich keinen Wert drauf!

Nebenbei, man möge mal 100 Milliarden durch 80 Millionen Bundesbürger teilen. Das wäre steuerfrei für so manchen doch mal ein guter Zuschuss ;-)

 

Eine kleine Wolke über Deutschland

wolke-desasterkreis.deWeil sie es nicht versteht

Eine kleine Wolke flog seit vielen Jahren immer wieder mal über Deutschland, je nachdem, wie der Wind wehte.

Sie machte dies sehr oft und sah in diesem Land schon viele schlimme, aber auch gute Dinge.

Es gab Jahre, in denen sie lieber auf Wind aus einer anderen Richtung wartete, damit sie nicht herunterschauen musste. Manchmal jedoch, da blieb ihr auch während dieser Zeiten keine wirkliche Alternative, sie musste diesen Weg wählen. Eine Zeit lang, sah sie nur überall Schutt, Asche, Feuer und Elend.

Kurz danach aber flog die Wolke wieder gerne über Deutschland. Alles wurde aufgebaut, die Farben in den Städten und Straßen kamen zurück und lächelnde, freie Menschen waren zu sehen.

Veränderung

Auf einer weiteren Reise vor einigen Tagen kam in Berlin unerwartet Windstille auf, die Wolke hing fest.

Nichts bewegte sich mehr und das ausgerechnet genau über dem Regierungssitz. Unglücklicherweise gehörte sie dieses Mal zu den sehr tief liegenden Vertretern ihrer Art, sodass sie Politiker reden hören konnte. Sie vernahm Worte, die doch so gar nicht zu dem passten, was sie selber gesehen hatte und was der Vernunft entsprechen würde.

Seit dieser Zeit verstand die Wolke sehr viele Dinge nicht mehr. Sie fasste sich also ein Herz und sprach bei der nächsten Gelegenheit einen der Politiker an, die sie in Berlin schon eine Weile beobachtete.

Live und exklusiv kann ich hier im „Desasterkreis“ den Inhalt des Gespräches wiedergeben, die Wolke musste einfach mit jemandem darüber sprechen, der gelegentlich die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und Richtung Himmel schaut, wie ich es auch in der Vergangenheit öfter tat.

Das Gespräch

Wolke:
„Du, Politiker, darf ich Dich mal etwas fragen?“

Politiker:
„Hm, ich weiß nicht. So ohne Pressestelle ist das immer etwas blöde für mich!“

Wolke:
„Ach komm, Du musst ja nicht antworten, wenn Du etwas nicht weiß!“

Die Wolke befürchtete nun, dass sie gar keine Antwort bekommen würde.

Politiker:
„Na gut, ich denke auch, niemand wird jemals eine Wolke nach ihrer Meinung fragen. Im Zweifel behaupte ich einfach, das habe ich SO nie gesagt oder gemeint.“

Wolke:
„Ja, anders kenne ich es auch nicht, mir genügt das. Immerhin, vielen Ihrer Wähler bleibt ja auch nichts anderes über. Den anderen übrigens auch nicht …“

Politiker (kichernd):
„Ja, weiß ich! Na los, frag schon!“

Wolke:
„Da war jetzt was mit dem 9-Euro-Ticket. So wie es aussieht, war das eine gute Idee. Vielleicht sollte etwas Vergleichbares Standard werden. Aber einer ihrer Politikerkollegen will da nichts von hören. Er redete irgendwie von ‚Gratismentalität‘. Das ist doch aber Unsinn, die Steuern kommen ja vom Volk.Also keine Spur von gratis“

Politiker:
„Die Steuergelder werden an anderer Stelle benötigt.“

Wolke:
„Wo zum Beispiel?“

Politiker:
„Förderung der E-Autos, damit die Umwelt geschont wird.“

Wolke:
„Wäre nicht gerade bei so einem Ziel ein Ticket, das für alle bezahlbar ist, nicht noch besser?“

Politiker (kichernd):
„Nein, das wären zu viele in der Wirtschaft außen vor. Die Bigplayer sollen ja mitverdienen, immerhin müssen auch wir Politiker nach der Amtszeit weiterkommen, nicht? Außerdem wäre das ja Gratismentalität.“

Wolke:
„Mir fehlen die Worte :shock: :roll:

Politiker:
„Mir nie. Im Notfall kann man ja immer noch Durchalteparolen und Phrasen dreschen. Wer daran zweifelt, ist halt undemokratisch.“

Wolke:
„Die Entwicklung der Lebenshaltungskosten, das ist doch jetzt langsam echt kritisch. Hilfen gibt es immer nur für ein paar Wochen, keinerlei wirkliche Sicherheit. Senkung der Mehrwertsteuer bei Corona, 9-Euro-Ticket, Energiepauschalen, die nicht bei jedem ankommen. Wie soll das denn helfen, wenn nach spätestens ein paar Monaten der Bürger wieder vor dem gleichen Problem steht?“

Politiker:
„Nun ja, dann haben die meisten den Schock überwunden, sich abgefunden und zahlen. Klappt schon seit Jahren, und Wolke, Du weißt ja: Im Notfall kann man ja immer noch Durchalteparolen und Phrasen dreschen. Wer daran zweifelt, ist halt undemokratisch.

Wolke:
„Was ist mit dem Bürgergeld? Das, was da jetzt an Zusagen existiert, hat doch mit der ursprüngleichen Idee nichts mehr zu tun!“

Politiker:
„Klingt aber besser als Hartz 4 und wird auf jeden Fall wieder ein prima Druckmittel für den Großteil der Arbeitnehmer. Die, die schon in den Leistungen drinhängen, die jucken uns doch eh nicht. So eine revolutionäre Umstellung des Sozialsystems ohne etwas wirklich zu ändern, das muss man uns erst mal nachmachen, gell?“

Der Wind hatte aber schließlich Mitleid mit der Wolke und wehte sie weiter. Sie hätte diesen Dialog noch endlos weiterführen können, aber die Antworten, die wären sicherlich immer die gleichen gewesen.

So beschloss die Wolke an jenem denkwürdigen Tag, fortan nur noch in einer geschlossenen Wolkendecke zu reisen, damit sie in Gesellschaft ist. Eine Wolke alleine, kann das alles nicht mehr verkraften.

Eines ist der Wolke aber klar: Bei dem ganzen Unfug, der da verzapft wird, ist die Realität längst vergessen …

Und immer daran denken: Humor ist, wenn man trotzdem lacht ;-)

 

 

 

Das warme und kuschelige Heim im Winter

schneeschippenSchutz im warmen Heim?

Gedanklich sehen sich die meisten Menschen im Winter wohl irgendwo in der warmen Wohnung.

Wahrscheinlich mit einer Decke auf dem Sofa liegend, ein Heißgetränk vor sich auf dem Tisch, alles eine Art von winterlicher Geborgenheit der eigenen vier Wände.

 

Die Außenaktivitäten nehmen ab und der das Gewicht der Menschlein vielleicht zu, Bewegungsmangel eben ;-)

Was mir da aber jedes Jahr mehr Sorgen macht als ein wahrscheinliches Fitnessdefizit und im kommenden Winter garantiert nicht mal eben vom Tisch kommt? Das Thema Heizkosten, parallel natürlich der Strom!

Ja, werte Volksvertreter, das Mantra „alle müssen sparen“ haben schon ihre Vorgänger ausgeschlachtet bis zum Gehtnichtmehr. Es ist verbraucht, kann man das verstehen? Ja?

Ich kann nur wiederholen: „Wenn der Gürtel nicht mehr enger geschnallt werden kann, dann hat er sein Ende erreicht!„, vielleicht auch der Träger das Seinige.

Drüben, bei meinem technischen Kram auf der michael-floessel.de, habe ich mich bereits im November 2012 mit den Stromkosten beschäftigt.

Die Sorge vieler Menschen, die Energiekosten nicht mehr stemmen zu können, hat seither blöderweise zugenommen und statt wirklich zu entlasten, wird unter der Flagge des „Nachhaltig“ weiter an der Geldbörse, an Existenzen, gesaugt.

Seinerzeit habe ich tatsächlich Zuschriften mit der Bitte erhalten, doch einige Zeilen zu den Stromkosten in den Blog zu packen. Die Tipps zum Umgang mit einem etwas optimierten Stromverbrauch sind natürlich weiter sinnvoll, nur nützt das alles nichts, wenn dermaßen irrsinnig an den Kosten gedreht wird. Jetzt komme mir bitte auch niemand mit Krieg & Co! Das Denken, welches hinter den Ursachen steht (eher der Zweck?) ist nicht in diesem Jahr entstanden.

Realitätsverlust

Ich weiß ja nicht, was in den Köpfen der Politik vorgeht, aber scheinbar meint man an den entsprechenden Stellen wirklich, dass das ganze Land mit 450 PS SUVs bei 260 km/h über die Autobahnen donnert, während daheim alle Lampen brennen und die Heizungen auf volle Pulle gedreht sind.

Wer das macht, kann es sich offensichtlich leisten. Aber es ist natürlich ungemein praktisch, wenn man das Verhalten von Wenigen auf die Masse verteilt, gell? Zwei Schlagzeilen weiter wird’s dann grad umgedreht. Dem Volke wird mit erhobenem Zeigefinger erklärt, dass man aus einzelnen Begebenheiten keine Rückschlüsse ziehen soll.

Aber, jaja, wir haben ja alle 3000 € netto im Monat, eine ehemalige Kanzlerin ließ doch mal so etwas verlauten. Oder war das einer ihrer Platzhalter? ich weiß es nicht mehr …

Hier der Rat, den Winter doch im Süden zu verbringen, dort der Tipp, einfach mal ein Jahr Auszeit zu nehmen – DAS sind doch die Ziele, die jeder jederzeit in Angriff nehmen kann, gell?

Selbst wenn man noch Potenzial zum Energie sparen im eigenen Heim entdeckt, dürfte das in harten Euros gerechnet einen zweistelligen Betrag im Jahr ausmachen, während real die Mehrkosten eher in den dreistelligen gehen, blöderweise aber im Monat.

Rund 17 Jahre, liebe Politiker, so lange habt ihr gebraucht, die Lage jedes Jahr (immer mehr) zu verschlimmern. Aber wenn man niemals vorhatte, an der Lage etwas zu ändern, dann wird die Zeit das schon richten, gell?

Ja, jetzt gab und gibt es wieder 2 oder 3 Monate lang Beruhigungshäppchen, bis das Volk es gefressen hat, dann ist ja alles getan, ich weiß.

So richtig auf die Fresse bekommen viele übrigens erst mit der Nebenkostenabrechnung für 2022 (und dann jedes Jahr wieder). Nur für den Fall, dass wieder jemand meint, mir mitteilen zu müssen, wie grandios gerade alle einige entlastet werden. Mit rund 300 Euro Rückzahlung der Steuern, die sie schon bezahlt haben. Ah ja, und die natürlich jetzt wieder versteuert werden.

Final: You get, what you voted for!

Eine Kleinigkeit noch:

Spart Euch bitte Mails in der Art: „Was soll der arme Politikmensch denn an der Inflation machen?“!

Ich werde das ggf. gar nicht zu Ende lesen, erst recht nicht reagieren!

Wer so denkt, ist Teil des Problems! Denn nur das Wissen in Führungspositionen, dass diese Art Generalentschuldigung gelegentlich akzeptiert wird, macht bestimmten Unsinn überhaupt möglich.

Ach, was reg ich mich auf … Wer macht sich denn schon Gedanken um sein Alltagsleben, wenn man sich doch mit den Medien an dem Leben auf der Insel teilhaben kann? :mrgreen:

 

 

 

R. I. P. Queen Elizabeth II., aber …

Kein Foto LogoTraurig, aber der Lauf der Welt

Auch mich hat sie sozusagen medial bis heute begleitet, seit meiner Geburt quasi.

Ich bin nicht mehr der jüngste und selbst als ich das Licht der Welt erblickt habe, war sie schon Königin.

Das ist eine lange Zeit, keine Frage und ich wünsche ihr wirklich, dass sie in Frieden ruhen möge.

Aber mehr habe ich damit auch nicht zu schaffen. Wie die allermeisten Leute (vor allem Deutsche), war diese Dame eine völlig fremde für mich.

Und: Es war nicht die deutsche Königin!

Präziser, speziell für jene, die es nicht wissen!

Deutschland hat gar keine Königin!

Ja, on top: Auch wenn sie die deutsche Königin gewesen wäre, hätte das Land jetzt eben keine mehr!

Ernsthaft

Es ist sicherlich traurig, wenn jemand verstirbt, der so viele Jahre das Bild der Geschichte geprägt hat.

Mit 96 Jahren ist das aber nicht wirklich verwunderlich. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, dass einige Leute wirklich geglaubt haben, wenn man in England gekrönt wurde, ist ewiges Leben möglich :roll:

Warum zum Geier muss man nun jeden, aber wirklich jeden, Winkel der Welt mit den schwachsinnigsten „News“ zuballern?

Ihre letzten Stunden“ oder „so leidet XYZ„, man, kommt mal wieder bei!

Sorry, aber bei sowas hier („Was ist das für ein Fleck auf ihrer Hand?„) fliegt mir der Kopf weg!

Kann man nicht einfach neutral berichten, den aufrichtig (!) Trauernden Ruhe gewähren und dann ist es gut?

Wahrscheinlich liegt das aber an mir. Ich kann ja auch nicht innerlich (und äußerlich …) zusammenbrechen, nur weil eine Fußballmannschaft verloren hat oder irgendwer heiratet, den ich noch nicht mal kenne.

Das Einzige, was sich für mich ändert, ist die Tatsache, dass „König Charles“ total falsch klingt :mrgreen:

 

 

Nachfolge des 9-Euro-Ticket = Geschwätz (II.)

Symbolische GleiseWer nichts weiß, sollte immer noch schweigen

Ich wollte eigentlich gar nichts mehr zu dem Thema schreiben, meine Meinung habe ich ja kundgetan.

Heute früh aber konnte ich einigen Schlagzeilen der Sorte „Das 9-Euro-Nachfolgeticket für *Bundesland X*!“  mal wieder nicht ausweichen.

Manchmal muss man eben eine Seite besuchen und kann dem eingeblendeten Text nicht entgehen.

Scheiße, was soll denn bitte ein regionales Abo-Ticket an Nachfolge haben?

Werte Schreiberlinge, wenn ihr euer Lieblingseis in der Tiefkühltheke nicht findet, fresst ihr dann gefrorene Pommes?

Kommt ja auch aus der Kühlung, muss das Gleiche sein, gell?

Nächster Clickbait vielleicht so?

„Discounter erfindet Kartoffeleis! Pistazieneismangel aufgeboben! Das macht es mit deinem Körper, wenn DU es 3 Tage lang isst!“

Man man man, was ein Müll … :roll:

So, gut jetzt ;-)

 

Winnetou und überhaupt dieser ganze „woken“ Dreck

Sei mal still, hörst Du was?Zwecklos

Eigentlich habe ich mich gerade hingesetzt, um ein paar Gedanken zu dem lächerlichen Zirkus um Winnetou, Mohrenköpfe und all den anderen Rotz zu tippen.

Aber wisst Ihr was?

Ich lass‘ es!

Warum?

Zum einen rege ich mich nur auf, wenn ich sehe, wie behämmert ein Teil der Menschheit im Köpfchen tickt.

Zum anderen hat diese ganze „woken“ Lebenseinstellung eh keine Zukunft, weil die Realität zurechtgegendert und mit dem Denken in einer Ponyhof-Einhorn-Blümchenfarm nicht funktioniert, nicht funktionieren kann.

Eine Zukunft, die mit dieser Einstellung kommen soll, verreckt schon auf der Startlinie, man kann es jetzt schon erkennen.

Die Welt wird sich weiterdrehen, notfalls eben ohne Menschen. Ich weiß aber jeden Tag etwas genauer, warum der Mensch nicht ewig lebt ;-)

 

 

Nachfolge des 9-Euro-Ticket = Geschwätz

Symbolische GleiseWer nichts weiß, sollte schweigen

Ich bin ja nun irgendwie doch etwas sensibilisiert, was das Thema 9-Euro-Ticket angeht.

Durch die Blogbeiträge und auch Gespräche mit realen Menschen habe ich halt so meine ganz persönlichen Eindrücke sammeln können, die einem einfach die Medien nicht vermitteln können oder wollen.

 

Grundsätzlich halte ich aber einfach ein derart gestaltetes Ticket für sinnvoll, weil es einfach simpel gestrickt ist. Passt dann noch der Preis, ist eine wirklich vorhandene Lücke gefüllt.

Nicht, dass ich es jetzt unbedingt und ständig nutzen müsste. Wenn es aber eine interessante Nachfolge gibt, würde ich mich durchaus auf Wege begeben, die ich so einfach aus Kostengründen wahrscheinlich nicht beschreiten würde.

Es nervt

Was mir dabei aber regelrecht auf den Sack geht im Augenblick ist der Umstand, dass sehr viele Medien plötzlich eine Nachfolgelösung erspäht haben wollen.

Freunde der Schlagzeilen: Das ist Bullshit!

Was macht denn das 9-Euro-Ticket im Kern aus?

  • Es ist bezahlbar
  • Ich komme durch das ganze Land
  • Kein Abo-Zwang
  • Ich kann einfach in ein geeignetes Fahrzeug steigen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, ob nicht doch eine „feindliche“ Wabe des Schwarzfahrens dazwischen liegt

Macht man jetzt aber nur den Webbrowser auf, vermelden unzählige Newsseiten (oder solche, die meinen, so etwas darstellen zu können) gleich die vermeintliche Nachfolge gefunden zu haben. Kaum liest man aber die ersten drei Zeilen des Artikels, kommt das Bedürfnis auf, das Schließen-X des Fensters zu nutzen.

Um nur mal ein Beispiel zu nennen:

Kein Schwanz in Hamburg interessiert sich für das neue Tarifsystem in Heidelberg, wenn man als Student schon das Ticket XY besitzt und umgekehrt.

Man, das ist keine Nachfolge, das ist einfach eines von unzähligen Tarif- oder Abosystemen!

 

Von immer schon in irgendeiner Form vorhandenen lokalen Lösungen, die an der nächsten Stadtgrenze völlig belanglos sind, will niemand etwas wissen. Wahrscheinlich ist das alles für die Leute spannend, die in der jeweiligen Region leben, nur mit dem 9-Euro-Ticket, da hat das schlicht nichts zu tun.

Sehr seriös Leute, sehr seriös …

 

Manchmal muss man was Verrücktes machen!

BB-TorteOder?

Der Rest der Family und ich haben hier gesessen und ein bisschen Blödsinn gelabert.

Wir kamen irgendwann auf das Thema  „vergangene Geburtstage“, vor allem vom eigenen Nachwuchs.

Jo, da haben Tochter B. und ich halt beschlossen, dass wir mal was völlig Bescheuertes machen ;-)

Da die anderen hier von der Benjamin-Blümchen-Torte nicht so begeistert sind, hat’s mehrere Tage gereicht :mrgreen:

 

 

 

9-Euro-Ticket: 660 Kilometer, ein Fazit

9-euro-du-hbf-desasterkreis.deFahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger & was ich dazu sagen möchte!

(Das ist ein mehrteiliger Artikel! Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4  und diesem abschließenden Kommentar ;-) )

Tja, wir, meine Frau und ich, sind unbeschadet von Fürth im Odenwald nach Duisburg und im weiteren Verlauf Voerde am Niederrhein gelangt.

Freitags hin und montags wieder zurück, natürlich haben wir die Heimfahrt ebenfalls erfolgreich meistern können, alles mit dem und durch das 9-Euro-Ticket.

9-euro-ticket-mfUnterwegs habe ich mich entschieden, dazu eben die Blogbeiträge letzten Tage zu schreiben, Zeit darüber nachzudenken, hatte ich in den Zügen ja genug ;-)

Wie immer gilt:

Das ist meine persönliche Meinung, man kann sie teilen, muss aber nicht!

Es war eine Fahrt in die alte Heimat Ruhrgebiet bzw. Niederrhein, die schon lange auf dem Plan stand, mir allerdings für 2 Personen schlicht zu teuer war.

Im ersten Artikel habe ich ja kurz die Ersparnis umrissen, die das Ticket uns ermöglicht hat. Diverse Tagestouren noch außen vor, wäre in den vergangenen Tagen auf jeden Fall das Auto mein Mittel zum Zweck gewesen. Nicht nur wegen des Geldes, natürlich auch, weil es einfach praktischer ist.

Man kann im PKW eben einfach so seine Habe unterbringen und hat für den Fall, dass man die Fahrt unterbrechen möchte, ein klein wenig Privatsphäre, vor allem aber einen garantierten gemütlichen Platz.

Nein, nicht wegen der Bequemlichkeit!

9-Euro-Ticket hin oder her, für eine kilometermäßig weitere Fahrt mit der Bahn muss man unter Umständen hart im Nehmen sein.

Unsichere Angaben in der App, zu kleine Gepäckablagen in einigen Waggons, verschlossene oder ekelhafte Toiletten, unsinnige Auskünfte am Bahnhof, das alles kann einen an den Rand des Wahnsinns bringen.

Nicht jeder Mensch ist psychisch oder physisch in der Lage, die Rahmenbedingungen langer Bahnfahrten durchzustehen, ich habe das in den vergangenen Tagen mehrfach beobachten können. Das alles sind Umstände, die nichts mit dem Ticket zu tun haben. Allerdings kann man sagen, dass sich mit entsprechenden Mehrausgaben diese Hürden durchaus verkleinern lassen, nur sind diese finanziellen Mittel eben nicht bei jedem vorhanden. So witzig das auch klingt, so ernst ist es. Die Menschen, die in der Mehrheit die Bahn aus Umweltschutzgründen nutzen sollen, sind oft die, die es sich nicht leisten können, dies im für sie erträglichen Maß auch zu tun.

Schaut man sie jetzt allerdings die Auslastung der DB durch das Ticket an, dann ist klar zu erkennen, dass sich das Nutzungsverhalten der Menschen beim entsprechend günstigen und auch einfach zugänglichen Ticket völlig verändert.

Für mich ein klares Zeichen, dass sich der ÖPNV die normalerweise recht üppigen Preise nicht leisten kann.

Gerade meine Erfahrungen mit dem vom Billigticket nicht verursachten Chaos auf der Strecke Duisburg – Niederlande ist mein Fazit, dass die Nutzung mehr als 9 € einfach nicht wert ist. Erst recht kein Abo-Ticket für mindestens hohe und zwei- bis dreistellige Summen im Monat, welches man bei Nichtnutzung der Fahrzeuge nicht mal aussetzen oder kündigen kann.

9-euro-ticketsIm Moment liegt jedes Problem am 9-Euro-Ticket?

Das garantiert nicht!

Komischerweise kommen scheinbar die lokalen Verkehrsbetriebe bei Bussen oder Straßenbahnen besser mit der hohen Fahrgastfrequenz zurecht. Klar, rappelvoll sind diese Fahrzeuge teilweise auch, aber sie fahren.

In keiner Stadt, in der wir außerhalb der Züge den öffentlichen Personennahverkehr genutzt haben, ist auch nur eine Verbindung ausgefallen. Dementsprechend haben dann nicht Passagiere auf die Verbindung gewartet, die eigentlich schon seit einer Stunde weitergereist oder gar angekommen sein würden. Genau da lag aber bei der Bahn der Knackpunkt:

Bei rund 75 % der Züge, die wir nehmen mussten, waren die Verspätungen (oder gar Totalausfälle) so hoch, dass die Menschen, die normalerweise auf 2, manchmal 3 Züge verteilt reisen, alle in einen Zug müssen.

Den Aussagen diverser Pendler nach ist das schon seit Jahren oft der Normalzustand, nur merkt man es jetzt durch die starke Nutzung einfach stärker. Eine Dame sagte: „Die Bahn weiß genau, dass wir die Umstände einfach fressen, weil wir außer zu Bezahlen keine Rechte haben!“ Nun, ich lasse das mal so stehen.

Das konnte ja niemand ahnen?

Doch!

Wenn es wirklich so ist, dass die hohen Auslastungen der Züge durch das 9-Euro-Ticket Ursache für defekte Weichen, ausgefallene Stellwerke oder gar erkrankte Lokführer sind, dann möchte ich gerne eine nachvollziehbare Erklärung bekommen.

Keine Wischi-Waschi-Phrasen-Pauschalausrede in den oder durch die Medien, sondern eine, die mir plausibel darlegt, warum eine Weiche den Geist aufgibt, weil der Zug, der sie überfährt, einfach voll ist.

Auch dafür, dass Fahrten einfach ohne Vorwarnung oder Erklärung ersatzlos gestrichen werden oder mittendrin enden und der Fahrgast sehen muss, wie er klarkommt. Oftmals in fremder Umgebung, Hunderte Kilometer von daheim entfernt und ohne Alternative, weil er oder sie diese eben nicht kennt.

Dass das Personal, das direkt mit dem Passagier konfrontiert wird, extrem gefordert wird, das leuchtet mir dagegen ein. Die Mitarbeiter, die ich gesehen und gesprochen habe, waren durchweg motiviert und hilfsbereit. Leider befanden bzw. befinden sie sich allerdings auch in einer gewissen Ohnmacht, was sollen sie denn machen? Einen fliegenden Zug beschaffen konnten sie auch nicht.

9-euro-blick-bahnsteigVerkehrswende jetzt, weg vom Individualverkehr?

Ja wie denn?

Wenn man den Umwelt-Mantras bestimmter Leute zuhört, dann soll doch jetzt und hier und sofort jeder sein Auto wegwerfen, nur noch in Züge steigen und die Welt wird gut! Niemals! Schon gar nicht im ländlichen Raum!

Vor allem beweist gerade die DB, dass sie mit plötzlich auftretenden und hohen Fahrgastzahlen gar nicht zurechtkommt. Das macht nichts, weil das dann nicht so schnell und geballt aufkommt?

Tja, daran glaube ich nicht. Auch wenn 1 Jahr Vorbereitungszeit wäre, würde niemand von den Damen und Herren mit den Taschenrechnern und Exceltabellen auch nur einen Euro mehr ins Personal und die Technik steckt als unbedingt notwendig.

Ok, lassen wir es an der Stelle gut sein, die Probleme bei der Bahn sind nicht unbekannt oder neu, dafür zahlen wird eh der Kunde.

Meine ganz persönliche Zusammenfassung

9-Euro-Ticket: Vorteile

  • Es ist unschlagbar günstig
  • Hat man begriffen, welche Verbindungen außen vor sind, kann man einfach zu jeder Zeit einsteigen
  • Bundesweit nutzbar
  • Kein hinterhältiges Abo-Modell
  • Kein Ärger beim Ticketkauf
  • Keine unberechenbaren Kosten innerhalb der Verkehrsverbünde, wenn man in unterschiedlichen Regionen unterwegs ist
  • Auch wirtschaftlich schlecht aufgestellte Menschen kommen einfach mal weiter weg

9-Euro-Ticket: Nachteile

  • Die Züge und Bahnsteige sind zu voll
  • Der Mangel an sozialer Kompetenz vieler Menschen kommt ungefiltert ans Tageslicht
  • Die mangelnde Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Bahn offenbart sich
  • Es kündigt sich an, dass die Bahn die Preise anzieht, weil man mit dem 9-Euro-Ticket wieder jedes noch so blöde Argument bringen kann, dies zu tun

Die Vor- und Nachteile sind sicherlich nicht komplett aufgeführt. Ich habe einfach das hier notiert, was ich bei unserem kleinen Trip ins Revier mehrfach von anderen Leuten gehört habe und was sich eben mit meiner Meinung deckt.

Und nach dem 1. September 2022?

So es eine Nachfolge zum 9-Euro-Ticket gibt, wird diese dem Kunden wahrscheinlich wieder als eine total am Ziel vorbeigehende Innovation vorgegaukelt.

Ziemlich sicher zu teuer und/oder als Abo-Modell, mit dutzenden Einschränkungen und Ausnahmen, wie bei fast allem, was im Ansatz eine gute Idee ist.

Was es für mich persönlich kosten darf?

Ein Einzel-Tagesticket kostet hier in und um Fürth im Odenwald beim VRN aktuell 8,80 €. Wenn ich also 2 Mal im Monat irgendwo nach Heppenheim oder Heidelberg fahre, sind das in der Summe  17,60 €.

An dieser Stelle hätte sich das 9-Euro-Ticket bereits gelohnt. Sollte es aber die magische Grenze von 20 € überschreiten, sorry, dann investiere ich das Geld in meinen Tank am Auto, weil bei dieser Summe schon die Flexibilität den Preis schlägt. Kommt gar ein DB-Zug ins Spiel und ich muss irgendwo pünktlich anreisen, dann ist der ÖPNV auch schon raus aus meiner Planung, egal wie billig.

Ich muss dazu sagen, dass ich mir das 9-Euro-Ticket im Juni gar nicht und im Juli sozusagen auf Verdacht gekauft habe, weil ich sicher war, nichts falsch zu machen.

In Heidelberg ist quasi an jeder Ecke ein Transportmittel damit nutzbar, was schon praktisch ist und ich diese Flexibilität gerne in der Tasche haben wollte. Man hat an mir wahrscheinlich sogar etwas verdient, weil ich gar nicht oft genug gefahren bin ;-)

Im August jetzt hat sich das Ticket natürlich mehr als gelohnt, für 18 Euro mit 2 Personen ins Ruhrgebiet und zurück, das kommt so schnell wohl nicht wieder.

9-euro-nur-nicht-am-rad-drehenFazit: 

Ich würde die Fahrt wieder durchführen, mit den jetzt vorhandenen Erfahrungen vielleicht sogar schneller und entspannter.

Sollte ein Nachfolger des 9-Euro-Tickets allerdings wesentlich teurer als 25 € oder deutlich eingeschränkt werden, dann zeigt dies, dass die Verantwortlichen nichts verstanden haben.

Natürlich spielt es auch eine große Rolle, dass ich in den letzten Jahren nur selten mit den Öffis gefahren bin, hartgesottene Bus-Bahn-Pendler sind da sicherlich trickreicher bei den Fahrten. Allerdings ist ja auch das Teil der 9-Euro-Situation: Es begeben sich Menschen auf Reisen, die so etwas ewig nicht oder gar noch nie getan haben.

Am Ende geht es immer darum, von A nach B zu gelangen.

Das Rad lässt sich ohnehin nicht neu erfinden :mrgreen:

 


(Das ist ein mehrteiliger Artikel! Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4  und diesem abschließenden Kommentar ;-) )

 

9-Euro-Ticket: Nur 660 Kilometer! (IV.)

9-euro-du-hbf-desasterkreis.deFahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger! (Teil 4) 

(Das ist ein mehrteiliger Artikel! Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4  und einem abschließenden Kommentar ;-) )

Es ist Montag Morgen und zum ersten Mal seit Tagen (Wochen?) feuert nicht schon in der Frühe sie Sonne ins Zimmer. Eigentlich wollen wir bis morgen noch bei meinem Vater bleiben, das Wochenende war eh viel zu schnell vorbei.

Allerdings haben die vergangenen Tage auch gezeigt, dass wir uns für den Heimweg durchaus auf einiges gefasst machen sollten. Zusätzlich habe ich nur noch bis zum kommenden Sonntag Ferien und zu Hause ist durchaus noch einiges zu erledigen.

Darüber hinaus kann ich auch sagen, dass nach den mittlerweile rund 50 Kilometern, die wir seit Donnerstag Abend gelaufen sind, die Leistungsfähigkeit doch ein klein wenig nachgelassen hat ;-)

Kurzum, hauptsächlich wegen des erträglicheren Wetters entschließen wir uns, den Heimweg anzutreten. Wir legen uns bei gar nichts fest und werden auch nicht versuchen, bestimmte Verbindungen zu erreichen. Notfalls machen wir in den Städten eine kleine Sightseeingtour, ehe es weitergeht.

Voerde BahnhofRückmarsch

Der Plan:

Von Voerde mit dem RE 5 nach Koblenz und dann erst schauen, wie die nächsten Verbindungen zu erreichen sind.

Die Fahrt bis Koblenz sollte heute entspannter sein, da wir einen entscheidenden Vorteil haben:

Weil der RE 5 in Wesel erst frisch startet und anschließend nur in Voerde-Friedrichsfeld hält, ehe wir zusteigen müssen, sollte noch jede Menge Luft im Zug sein.

RE 5 leerHa, die Vermutung hat sich bestätigt. Wir können uns buchstäblich einen Platz aussuchen und haben sogar die Möglichkeit, ohne Stress unser Gepäck halbwegs koordiniert zu verstauen.

Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich seit Freitag in keinem Zug so weit durch den Gang schauen konnte.

RE 5 leer, andere RichtungKlar, das wird sich ändern, aber jetzt ist mir das relativ egal, wir haben unsere Plätze bis Koblenz gesichert, so nichts Unerwartetes mehr eintritt.

Ich halte es für eine gute Idee, doch noch mal die Toilette auszusuchen, eher der Zug wieder aus allen Nähten platzt.

Nun, manche Probleme entdeckt man im Detail.

Klokabine Nummer 1, lässt sich gar nicht erst öffnen, also ab in die andere Richtung bis eine weitere auftaucht.

Ich öffne die Tür, kriege fast Atemnot und würde am Liebsten wieder herausgehen. Da aber der Zug jetzt mit jedem Stopp voller wird, überwinde ich meinen Ekel, atme nicht durch die Nase und klappe den Toilettendeckel hoch.

Ich erspare Euch die Beschreibung, aber seid sicher, nach Essen ist mir in den kommenden Stunden nicht. Wie können Menschen nur so eine Fäkalschlacht veranstalten?

Alles rollt

Wie erwartet füllt sich der Zug mit jedem Halt mehr, die Gänge sind voll, das Drücken und Schieben ist Standard.

Derweil wage ich mal einen Blick in die DB-App, wie es wohl ab Koblenz weitergehen kann. Ich würde Frankfurt gerne vermeiden und via Mainz nach Mannheim ausweichen, allerdings steht da eine Meldung von einem Brand bzw. Feuer an oder auf der Strecke. Fährt da nun überhaupt ein Zug? Keine Ahnung …

Koblenz

Nach rund 2,5 Stunden erreicht der RE 5 Koblenz Hauptbahnhof.

Wir warten geduldig, bis die Masse im Zug an uns vorbei ist. Ich frage mich wirklich, warum manche Menschen so drücken und drängeln müssen, nur um in Richtung Tür zu gelangen. Ob man nun Nummer 50 oder 51 ist, ehe man durchkommt, spielt doch keine Rolle und schneller geht’s auch nicht.

Zusätzlich endet der Zug hier, wer also nicht direkt einen Anschluss bekommen muss, kann es gar nicht so eilig haben und, seien wir mal ehrlich, wann war denn in Zeiten des 9-Euro-Tickets ein Zug pünktlich? :mrgreen:

Kleiner Stau im Bahnhof KoblenzMan kommt unter Umständen ohnehin selbst im Bahnhofgebäude nicht weiter, wenn vorne irgendein Vorfall alles ausbremst oder sich vielleicht auch nur jemand mal wieder dumm angestellt hat.

Der Grund für den Stau auf dem Bild?

Wir haben es nie erfahren. Aber nach den Erfahrungen in den Zügen der letzten Tage sind solch kuschelige Menschengruppen ohnehin ein gewohnter Anblick.

Das Foto schmeichelt der Situation allerdings ein wenig. Da wir ja nicht im Zeitdruck sind, haben wir uns etwas zurückfallen lassen. Ein paar Sekunden später stehen wir aber trotzdem mittendrin, weil ein paar Leute keine Zeit haben und versuchen müssen, schneller als der Rest hindurchzukommen. Natürlich ohne Erfolg, aber immerhin haben sie damit die Verstopfung wenigstens verschlimmert.

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9-Euro-Ticket: Nur 660 Kilometer! (III.)

9-euro-du-hbf-desasterkreis.deFahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger! (Teil 3) 

(Das ist ein mehrteiliger Artikel! Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4  und einem abschließenden Kommentar ;-) )

Was soll ich sagen, der Samstag verlief unauffällig. Obwohl wir auch mit der DB bei kurzen Abschnitten unterwegs waren, alleine dabei hat sich das 9-Euro-Ticket schon bezahlt gemacht.

Außer einigen Szenen oder Fotos aus Dinslaken gibt es nichts zu berichten. Jedenfalls nichts, was mit dem 9-Euro-Ticket zu tun hat, dazu vielleicht später mal mehr.

Voerde Gleis 1Ein Sonntagsausflug

Jetzt wäre ich ja nicht ich, wenn der Zoo-Duisburg auf der Liste der Wunschziele fehlen würde.

Über mehrere Jahre hinweg haben wir Jahreskarten besessen, kannten jede Ecke dort, da möchte man doch wissen, wie es heute aussieht.

Schon aus beruflichen Gründen habe zumindest ich es seit 2007 nicht mehr in den Tierpark geschafft, das kann ich jetzt nachholen.

Ganz schmerzfrei mit der DB von Voerde nach Duisburg-Hauptbahnhof, kein Problem. Der RE 5 (ein alter Bekannter), ist in Voerde so gut wie leer, wir steigen ein und 30 Minuten später wieder aus.

Sitzen, ausbreiten, entspannt mit Mitreisenden schwatzen – so chillig kann Bahnfahren sein ;-)

Vom Duisburger Hauptbahnhof aus gelangen wir mit der Straßenbahnlinie 901 zum Zoo, altbekannte Wege und Verbindungen eben.

Die 901 am Zoo DuisburgWurde früher nicht ohnehin das Auto genutzt, sind wir meist von Walsum mit der 903 bis Pollmann und von dort eben mit der 901 zum Zoo gefahren.

Mit beiden Bahnen zusammen ist man allerdings rund 90 Minuten unterwegs, wenn ich mich recht erinnere, das kann sich dann schon hinziehen.

Schneller geht es, wenn der Part bis Duisburg Bahnhof mit dem Zug erledigt wird. Immerhin wohnen wir ja nicht mehr in Walsum und müssten ohnehin irgendwie nach Dinslaken kommen, weil die 903 erst dort startet.

Ursprünglich sollte natürlich auch eine Walsum-Tour in die „alte Ecke“ auf dem Weg quasi nebenbei erledigt werden, nach dem Zirkus durch den Schienenersatzverkehr von Freitag aber lassen wir das mal lieber außen vor.

Zoo-Duisburg EingangsbereichVorfreude

Ich muss gestehen, aufgrund der zu erwartenden Sommertemperaturen waren wir etwas unsicher, ob der Zoo überhaupt eine gute Idee ist.

Die Fahrt von Fürth nach Voerde am Freitag, rund 25 Kilometer Fußmarsch in den beiden vergangenen Tagen zusätzlich, das steckt schon ein bisschen in den Knochen.

So richtig konnte es aber keiner von übers Herz bringen, nicht in den Zoo zu fahren :-)

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9-Euro-Ticket: Nur 660 Kilometer! (II.)

9-euro-du-hbf-desasterkreis.deFahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger

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So, wir sind also in Duisburg angekommen!

Es stellt sich schon ein merkwürdig vertrautes Gefühl ein, beim Betreten des Portsmouthsplatzes. Wir bleiben wirklich eine Weile stehen und lassen ein gewisses Gefühl von Heimat auf uns wirken.

Die kleine Verklärtheit ist aber nicht von Dauer, ein Blick in die Runde auf bestimmte Szenen und Personen offenbart recht schnell, was zum Teil ein Grund war, damals nach Fürth zu ziehen. Fairerweise muss ich allerdings zugeben, dass es in Mannheim und anderen Ecken in der neuen Wahlheimat nicht anders aussieht, nur dass es da nicht Alltag für mich ist.

Egal, die Freude mal wieder hier zu sein überwiegt und wir laufen eine Weile die Einkaufsstraße hoch.

Die Gerüche und auch optischen Reize der verschiedenen Gastronomiebetriebe erinnern uns recht schnell daran, dass die letzte Mahlzeit rund 23 Stunden her ist. Kaffee und ein paar Kalorien, die sind jetzt gefragt :-)

Paprica DuisburgNicht direkt nur ein Snack

Weil es nett wirkt und für uns neu ist, entscheiden wir, den leiblichen Bedürfnissen im Paprica auf der Königstraße nachzugehen, was sich als eine gute Idee herausstellt.

Am Morgen habe ich mich mit dem Kaffee etwas zurückgehalten, auf Reisen bin ich da aus toilettären Gründen immer vorsichtig.

Da der innere Akku aber langsam in den roten Bereich kommt, muss zuallererst an dieser Stelle die größte Not gelindert werden.

Ein Tipp!

Studiert beim Genießen einer Tasse Kaffee an solchen Orten NIE die dort liegende Speisekarte! Das wird teuer und sorgt dafür, dass man länger im Restaurant verbleibt. Im Gegenzug ist aber später der Geldbeutel leichter, also gleicht sich das wieder aus :mrgreen:

Essen im Paprica in DuisburgDie Wahl fällt bei der Frau auf ein Zwiebelschnitzel, ich entscheide mich für das Schnitzel-Hawaii, dazu Pommer bzw. geröstete Kartoffelecken.

Ah ja, noch ein Tipp!

Wenn die Bedienung sagt: „Vorsicht, die Pfanne ist heiß!“, dann verinnerlicht das und denkt an diese Worte :!:

Erstens brennen dann die Finger später nicht so und Ehefrau muss nicht die Augen verdrehen!

Fazit: Der Service ist schnell, nett und wirklich auf Draht, das Essen super, herzlichen Dank :-)

Wir müssen weiter

Es hilft aber alles nichts, da wir nicht mehr in Duisburg wohnen, ist unser Ziel ja noch nicht erreicht. Jedenfalls dann nicht, wenn wir Wert auf eine Nacht in einer Behausung mit Bett legen.

Der Plan sieht vor, mit der Straßenbahnlinie 903 bis Dinslaken Bahnhof zu fahren, uns dort mit meinem Vater zu treffen und mit ihm gemeinsam, per Bus, zu unserem finalen Ziel Voerde am Niederrhein zu gelangen.

Ergänzend muss ich sagen, dass ich früher immer mit dem Bus Linie 918 gefahren bin, die neueren Verbindungen aber nicht kenne. Hier will ich mal lieber auf die aktuellen Kenntnisse eben meines Vaters vertrauen.

Ich kann hier schon vorwegnehmen, dass ich, Dank der Deutschen Bahn, bis heute keinen Bus von innen gesehen habe, aber das erklärt sich im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Zur Straßen- oder U-BahnAb zur Straßenbahn

Weil wir gerade eh in der Nähe sind, steuern wir die Haltestelle „König-Heinrich-Platz“ an.

Also führt der Weg unter die Erde, weil das ÖPNV-System an dieser Stelle nicht unter freiem Himmel arbeitet.

Ich bin auf dem Weg zu den Bahnen da immer etwas hilflos, mir kommt das ganze Gewirr von Treppen und Gängen dort einfach kryptisch vor.

Immerhin kann man mit etwas nachdenken und lesen seine Richtung finden, wir müssen halt dorthin, wo die 903 Richtung Dinslaken zu finden ist. Ich frage mich allerdings, wie jemand überhaupt von dieser Bahn Kenntnis haben soll. Wer nicht weiß, dass es sie gibt, hat ja keine Ahnung, dass er sie suchen muss.

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