Niemand zwingt dich zum Vollgas!

Betrachtet aus dem Desasterkreis: 130 als Lösung für alles, nett zurechtgebogen mit der KI ;-)Dann fahre halt 130!

Ich scrolle irgendwo durch die sozialen Plattformen und entsprechend dem Zeitgeist ist gefühlt jeder fünfte Post jetzt bei dieser Gleichung angekommen:

Tankrabatt fällt weg, Sprit wird wieder teurer, also zückt man bei bestimmten Parteien sofort die Universalwaffe:

Tempolimit!

(Hilft gegebenenfalls scheinbar auch bei Fußpilz, man muss nur die richtigen Leute fragen … ;-) )

Es geht also mal wieder um das generelle Tempolimit auf Autobahnen. Genauer gesagt um diese Diskussion, bei der man manchmal meinen könnte, jeder Autofahrer müsse ohne Verbot automatisch Vollgas fahren, sobald am Straßenrand kein Schild mit erhobenem Zeigefinger steht.

Du willst maximal 130 fahren? Mach!

Du willst nur 120 fahren? Mach!

Jetzt kommt nämlich der Teil, den manche offenbar kaum glauben können: Das Auto explodiert dabei nicht. Du kannst einfach 120 fahren. Das klappt, glaube mir.

Niemand zwingt dich, bei freier Strecke das rechte Pedal bis in den Fußraum zu laminieren. Niemand ruft aus Berlin an, weil du auf der Autobahn mit 128 dahingerollt bist, statt die Tachonadel in Richtung persönlicher Selbstfindung zu schicken.

Genau deshalb nervt mich diese Debatte so. Es wird jedes Mal so getan, als sei Vollgas Pflicht, solange kein allgemeines Tempolimit kommt, als würden alle Autofahrer morgens an der Auffahrt stehen und denken: „Mist, kein Schild, jetzt muss ich leider 200 fahren.“ (Oder was auch immer der Wagen hergibt …)

Das ist keine nüchterne Verkehrsdiskussion, das ist skurriles Denken mit Warnweste.

Nichts gegen 130

Es gibt gute Gründe, freiwillig 130 oder 120 zu fahren. Weniger Verbrauch, weniger Stress, weniger Lärm, oft auch weniger Gezappel im Verkehr. Die Physik ist da ziemlich humorlos. Luftwiderstand ist kein Gefühl, sondern eine Wand, die mit höherer Geschwindigkeit immer mehr zurückschubst.

Wer langsamer fährt, spart meistens Kraftstoff. Nicht immer im absurden Schleichmodus, dazu hatte ich ja gerade erst bei „Wenn Sparen durstig macht“ meinen Senf abgegeben, aber grundsätzlich stimmt das natürlich.

Beim gleichen Fahrzeug, auf der gleichen Strecke, bei gleichmäßiger Fahrt und entsprechend kleinerer Motordrehzahl ist 130 günstiger als 160. Überraschung des Tages, gleich kommt noch raus, dass Wasser nass ist.

Nur wird aus „ich spare, wenn ich langsamer fahre“ eben nicht automatisch „alle anderen müssen jetzt auch“. Wenn jemand sparen will, kann er sparen. Wenn jemand entspannt fahren will, kann er entspannt fahren. Wer 130 für sein persönliches Wohlfühltempo hält, hat schon heute alles dafür dabei.

Es liegt in MEINEM persönlichen Ermessen, ob ich bereit bin, die Geldbörse für eine Zeitersparnis, Freude beim Fahren oder mein Wohlfühltempo zu öffnen, wenn ICH das will.

Und ja, trotzdem darf ich mich aufregen, wenn ich beschissen werde, weil der Spritpreis durch die Verwaltung eines Landes künstlich hochgezogen wird, dessen Bevölkerung nur noch dazu gut ist, in anderen Ländern mit dem gewonnenen Geld Wohlstand zu ermöglichen.

Deine Meinung ist nicht automatisch mein Denken

Wer also mag: Fuß, Tempomat, rechte Spur, Kopf, mehr braucht es nicht. Wer auch immer sich gut fühlt, weil er meint, jetzt das Weltklima zu retten, Sicherheit für alle anderen zu liefern oder schlauer als der Rest zu sein, macht das einfach! Mir ist euer Gedankengut sowas von egal, ich übernehme keine Meinung, die nicht meine ist, nur, um in DEINEN Augen ein vermeintlich besserer Mensch zu sein.

Rechnen statt meinen

Interessant wird es, wenn man nicht nur Liter pro 100 Kilometer anschaut, sondern Zeit und Kosten zusammenlegt. Gerade gewerblich ist das nicht ganz unwichtig, auch wenn es in der Tempolimit-Predigt meistens eher stört.

Nehmen wir ein einfaches Rechenbeispiel: Bei 130 km/h braucht ein Auto 6,5 Liter auf 100 Kilometer, bei 160 km/h 8,7 Liter. Das sind 2,2 Liter Unterschied auf 100 Kilometer.

Bei 1,70 Euro pro Liter kostet die schnellere Fahrt also rund 3,74 Euro mehr auf 100 Kilometer. Dafür ist man theoretisch etwa 8,7 Minuten früher da. Rein rechnerisch kauft man sich diese Zeit also für knapp 26 Euro pro Stunde. Bei 2 Euro pro Liter liegen wir bei gut 30 Euro pro Stunde.

Privat kann jeder sagen: „Ist mir egal, ich nehme lieber den Kaffee früher daheim.“ Oder eben: „Ist mir zu teuer, ich rolle mit 130.“ Beides ist völlig okay.

Gewerblich wird es aber spannender. Wenn ein Mitarbeiter, Monteur, Techniker oder Außendienstler unterwegs ist, muss man eben auch rechnen, was eine Stunde Arbeitszeit kostet oder bringt. Wenn die eingesparte Zeit mehr wert ist als der zusätzlich verbrannte Sprit, ist langsamer fahren nicht automatisch wirtschaftlicher. Wenn die Zeit im Auto ohnehin tote Zeit ist, sieht es wieder anders aus.

Genau darum geht es. Nicht um Glauben, nicht um Haltungsnoten, rechnen reicht.

Natürlich ist das nur ein sauberes Rechenbeispiel. In echt kommen Baustellen, Abfahrten, Verkehr, Wetter, Stau und die Spezialisten dazu, die mit 121,5 an jemandem vorbeiziehen, der 121 fährt. Diese rollenden Geduldsprüfungen, bei denen man irgendwann innerlich anfängt, die einzelnen Mittelstreifenabschnitte zu zählen.

Trotzdem bleibt der Punkt: Kosten entstehen nicht nur pro Kilometer. Kosten entstehen auch pro Zeit. Ein Motor läuft nicht im luftleeren Raum, nur weil der Verbrauch schön auf 100 Kilometer normiert wird. Klima, Heizung, Licht, Elektronik, Verschleiß, Arbeitszeit, alles gehört am Ende zur Rechnung. Fahre ich langsamer, bin ich länger unterwegs, also läuft auch der Motor länger, die Klima, all das.

Sicherheit ist wichtig, aber kein Zauberwort

Das stärkste Argument für ein Tempolimit ist nicht Sprit, sondern Sicherheit. Das sollte man nicht wegwischen, nur weil einem die andere Seite der Debatte auf die Nerven geht.

Hohe Geschwindigkeit macht Unfälle nicht automatisch wahrscheinlicher, aber sie macht Fehler härter. Reaktionsweg, Bremsweg, Aufprallenergie, alles wird ungemütlicher, wenn aus „zügig“ plötzlich „viel zu spät“ wird.

Nur sind auch die Unfallzahlen nicht so simpel, wie manche sie gerne hätten. Laut ADAC lag Deutschland auf Autobahnen 2023 bei rund 1,3 Toten pro Milliarde Fahrzeugkilometer. Frankreich lag im ADAC-Vergleich für 2023 bei 1,8, Tschechien bei 1,6, die USA noch deutlich höher. Österreich, die Niederlande und die Schweiz stehen besser da.

Heißt also: Ein Tempolimit ist kein magischer Sicherheitszauberstab. Es kann helfen, ja. Es kann auf bestimmten Strecken sogar sehr sinnvoll sein. Bei Baustellen, Unfallhäufungen, viel Verkehr, schlechtem Wetter oder unübersichtlichen Abschnitten bin ich der Letzte, der sich über ein sinnvolles Limit aufregt.

Was ich nicht brauche, ist die große moralische Gießkanne über alles.

Wenn eine Stelle gefährlich ist, dann begrenzt sie. Wenn Verkehr dicht ist, dann steuert ihn. Wenn Wetter mies ist, dann runter mit dem Tempo. Dafür gibt es Wechselverkehrszeichen, Kontrollen und hoffentlich Menschen, die nicht erst nach dem dritten Einschlag merken, dass Regen nicht nur Dekoration auf der Windschutzscheibe ist.

Ein pauschales Limit ist dagegen oft eher die politische Allzweckschraube: passt irgendwie überall, löst aber längst nicht alles.

Ich persönlich weiß obendrein, dass meine Konzentration leidet, wenn ich über Stunden das Auto mit Tempomat einfach chillig rollen lasse, weshalb das Ding bei mir auch auf langen Strecken faktisch immer aus ist. Aktiv fahren hält mich aufmerksam und verkürzt mir einfach gefühlt die Reisedauer.

Der Akku fährt mit

Dann gibt es da noch einen Punkt, über den in der Debatte erstaunlich wenig offen gesprochen wird.

Nicht jeder Ruf nach 130 kommt nur aus Sorge um Sprit, Sicherheit oder Weltklima. Bei manchen dürfte auch mitschwingen, dass Elektroautos bei hohem Tempo ziemlich schnell zeigen, wo die praktische Grenze liegt. Reichweite schrumpft, Ladepausen wachsen, und plötzlich sieht die freie Autobahn nicht mehr nach Freiheit aus, sondern nach Prozentanzeige.

Das kann man alles technisch erklären, schönrechnen oder mit Broschüren glattbügeln. Am Ende bleibt aber: Wer mit einem Verbrenner bei 160 noch recht entspannt Strecke macht, schaut im E-Auto bei dieser Geschwindigkeit deutlich häufiger auf Restreichweite und Ladesäulen. Genau da wird das Tempolimit dann natürlich hübsch bequem.

Wenn alle langsamer fahren müssen, fällt weniger auf, dass manche Technik bei höherem Tempo schlicht unpraktischer wird.

Auch das wäre wenigstens ehrlich.

Der Liter ist kein Naturereignis

Dann kommt natürlich noch das große Kostenthema. Sprit ist teuer, also sollen alle langsamer fahren.

Auch hier wieder: Ja, wer langsamer fährt, verbraucht meist weniger. Kann man machen. Mache ich je nach Strecke, Verkehr und Laune auch. Manchmal will man einfach ruhig ankommen, manchmal will man nur nicht hinter dem nächsten mobilen Verkehrshindernis alt werden.

Nur sollte man bei den Spritkosten vielleicht auch mal dahin schauen, wo der Preis künstlich aufgeblasen wird. Der Liter ist nicht nur teuer, weil da irgendwo ein Ölkonzern morgens besonders schlecht geschlafen hat. In Deutschland hängen Mineralölsteuer, Ökosteuer, Mehrwertsteuer und inzwischen auch dieser CO2-Preis satt mit drin.

CO2 ist für mich an dieser Stelle kein Sparziel, sondern vor allem ein Preisschild. Eine politische Belastung, die an der Zapfsäule klebt und dann gerne so verkauft wird, als sei der hohe Preis eine Art Naturereignis.

Ist er nicht.

Allein dieser CO2-Preis macht den Liter Benzin 2026 grob 17 Cent teurer, Diesel rund 19 Cent. Das ist kein Naturgesetz, das ist politisch gewollt.

Da steht Politik mit an der Kasse, hält die Hand auf und erklärt hinterher, der Bürger müsse jetzt aber dringend sein Verhalten ändern, weil alles so teuer geworden ist.

Ja, warum nur?

Mysteriös.

Fast schon ein Fall für die ganz große Verkehrsesoterik.

Mein Vorschlag

Wer 130 fahren will, fährt 130.

Wer 120 fahren will, fährt 120.

Wer 100 hinter dem nächsten Lieferwagen rollen will, darf das auch tun, solange er dabei nicht die linke Spur als privaten Meditationsraum entdeckt.

Wer schneller fahren will, soll das verantwortungsvoll tun, Abstand halten, mitdenken, nicht drängeln und am Ende auch selbst bezahlen, was er mehr verbraucht. Genau das ist der Punkt. Eigene Entscheidung, eigene Kosten, eigene Verantwortung.

Was mir auf die Nerven geht, ist dieser Reflex, aus jeder persönlichen Vorliebe sofort eine Regel für alle bauen zu wollen. Ich fahre so, also sollen alle so fahren. Ich spare so, also müssen alle sparen. Ich fühle mich bei 130 wohl, also braucht das Land ein neues Schild.

Vielleicht liegt die Lösung ja wirklich im Kopf jedes Einzelnen.

Blöd nur, dass man den nicht so einfach beschildern kann.

Faktenanker

ADAC Fakten zum Tempolimit und Unfallvergleich
StVO § 18 zu Autobahnen und Kraftfahrstraßen
Unternehmensnetzwerk Klimaschutz mit Beispiel 130/160 km/h
ADAC zur CO2-Abgabe beim Tanken

 

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Dies und das noch:

Der zweite Kaffee war ein Fehler

Stau auf der Autobahn am Wiesbadener Kreuz74 Kilometer bis zur inneren Krise

Gestern stand ein beruflicher Termin in Wallau an.

Vorher kurz die Strecke gecheckt, 74 Kilometer, rund 50 Minuten Fahrzeit, also nichts, worüber man morgens groß nachdenken müsste.

Früh los, direkt von daheim, zwei Kaffee rein, fertig. Ich dachte noch, das passt alles, so früh am Tag wird mir schon keiner in die Planung grätschen und unter einer Stunde Fahrt solle auch die Blase verkraften.

Tja

Start war um 7:09 Uhr, angekommen bin ich um 9:16 Uhr :shock:

Das Wiesbadener Kreuz hatte offenbar andere Pläne. Aus einer überschaubaren Anfahrt wurde eine gute Stunde Stau, mit allem, was dazu gehört. Kein Vorwärtskommen, kein Ausweichen, kein Klo. Genau die Sorte Komfort, die man morgens nach zwei Kaffee ganz besonders zu schätzen lernt.

Am Anfang redet man sich sowas noch schön

Gleich zieht es an. Gleich löst sich das auf. Gleich kommt Bewegung rein. Nach einer Weile merkt man dann, dass dieses „gleich“ im Straßenverkehr ein erstaunlich dehnbarer Begriff ist. Vorne leuchten Bremslichter, links und rechts rollt das Elend im Schritttempo vorbei, und man selbst steht einfach da und hofft auf irgendeine Form von Erlösung.

Richtig spannend wird es in dem Moment, in dem der zweite Kaffee beschließt, sich wieder in Erinnerung zu bringen, ab da verliert so ein Stau garantiert seinen harmlosen Charakter.

Dann stehst du zwischen LKW, Blech und diesem blauen Schild, das dir ernsthaft 1500 Meter ankündigt, als wäre das noch eine Strecke, mit der sich arbeiten ließe und das heißt ja nur, dass es dann auf die nächste Autobahn geht, nicht zum WC.

Was einem in solchen Momenten durch den Kopf geht, ist auch speziell. Jede Form von Behälter wird auf die Fähigkeit zur Zweckentfremdung als Toilette durchdacht, wohlwissend, dass DAS alleine nicht ausreichen kann, immerhin sitzt man hinterm Lenkrad.

Und ja, da kann ich nicht mal der Regierung die Schuld geben, vermute ich wenigstens … ;-)

 

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Dies und das noch:

Sie regieren Dich überall!

Blick aus dem Auto auf die Autobahn mit Kaffeebecher, Wischerblick, wartenden Lkw und WC-Schild am Rastplatz, auf Grundlage eines eigenen Fotos mit KI ergänzt.Es gibt ihn, den persönlichen Mix aus Toilette und Regierung!

Warum?

Wenn ich längere Autofahrten, in meinem Fall also alles über 20 Minuten, vor mir habe, dann trinke ich früh wenig Kaffee, Klo-Drang, der eine oder andere kennt das wahrscheinlich.

Das hat zum einen die Folge, dass ich aufgrund von Koffeinmangel dann echt nicht pflegeleicht bin, zum anderen führt es dazu, dass ich mich auch gefühlt, so aus meinem Inneren heraus, zu nichts zu gebrauchen fühle.

Jetzt denkt ihr, ich bin völlig durchgeknallt, richtig?

Ja, bin ich, aber an anderen Stellen, also erkläre ich die Zusammenhänge mal. :mrgreen:

Sobald absehbar ist, dass ich etwas länger im Auto sitze, reduziere ich eben die Zufuhr von meinem persönlichen Treibstoff.

Nicht aus Vernunft, schon gar nicht aus Reife. Einfach, weil ich keine Lust habe, unterwegs irgendwann mit wachsendem Ernst zu überlegen, wo ich im Zweifel noch rechtzeitig an eine Toilette komme.

Disziplin Baby

Auf Landstraßen liegt die Lösung irgendwo zwischen Gelegenheit, Botanik, Mut und auch Glück, an Autobahnen gibt es natürlich Toiletten, weshalb ich auch eben diese bevorzuge. ;-)

Theoretisch. Unter der Woche, zu normalen Zeiten, klappt das oft noch halbwegs. Billiger wird es dadurch nicht, schon für einen ganz gewöhnlichen biologischen Vorgang darf man wieder Geld in die Hand nehmen. Einfach nur deshalb, weil der menschliche Körper sich leider nicht mit der Tatsache befasst, dass zum Einlass in das begehrte stille Örtchen gelöhnt werden muss.

Das Ding mit dem Gesetz und den Profis

Richtig dämlich wird es aber am Wochenende oder dann, wenn die Brummifahrer irgendwo stehen müssen, weil irgendeine Regel sagt, dass jetzt Feierabend ist.

Für Lkw über 7,5 Tonnen gilt sonntags und an Feiertagen ein Fahrverbot von 0 bis 22 Uhr. Im Juli und August kommt auf vielen Strecken samstags von 7 bis 20 Uhr noch eins dazu.

On top kommen die Lenkzeiten und Ruhezeiten: Nach spätestens 4,5 Stunden ist Pause fällig, täglich sind meist 9 Stunden Lenkzeit erlaubt, zweimal pro Woche 10.

Klingt nach Ordnung, führt nur dazu, dass sehr viele ziemlich gleichzeitig ziemlich dringend irgendwo hin müssen, wo sie stehen dürfen müssen. Tja, und das macht die Rastplätze voll, dicht, total zu.

Der eigentliche Witz an der Sache

Bin ich beruflich unterwegs, halte ich mich mit dem Kaffee ohnehin zurück, der Tag ist lang und man will sich ja nicht nur vom Bohnensaft ernähren, gell?

Aber nachts oder am Wochenende, also bei privaten Fahrten, bei denen man auch nach dem 3. Kaffee noch gar nicht weiß, dass man gleich fahren wird, DA gibt es dann WC-Roulette!

Rastplätze gibt es genug, aber klar

Nur spannend wird es dann immer, wenn wieder mit Stellplatzzahlen gewedelt wird, als wäre damit irgendetwas gelöst. Ein Stellplatz bringt genau dann etwas, wenn er da ist, wo der Fahrer ihn braucht, wenn seine Zeit am Limit ist.

Nicht zehn Kilometer zu früh. Nicht zwanzig zu spät. Nicht irgendwo, wo ein Schreibtischmensch später eine schöne Zahl in eine Tabelle drücken kann.

Die Autobahn GmbH schreibt selbst, dass im Umfeld der Autobahnen rund 82.500 Lkw-Stellplätze zur Verfügung stehen, 2023 aber trotzdem rund 19.600 gefehlt haben. Genau das ist der Punkt. Nicht nur zu wenig Platz. Zu wenig Platz dort, wo er im entscheidenden Moment gebraucht wird.

Genau so sieht deutsche Expertenkunst aus. Da entscheiden Leute über praktische Abläufe, die mit der Praxis ungefähr so viel zu tun haben wie ein Teelicht mit Flutlicht. Ein Bäcker ist auch ein Experte. Ich würde ihn trotzdem nicht über die Elektrik in meinem Haus entscheiden lassen. Wobei man fair sein muss. Wenn der in seinem Fach Mist baut, kann er die Beweise wenigstens aufessen. Keine Beweise, keine Vorwürfe.

Hier bleibt der Murks einfach stehen, wird mit ernster Miene zur Lösung erklärt und ich darf zusehen, wie selbst mein kümmerlicher Plan mit weniger Kaffee am Ende nicht mehr sauber funktioniert.

Streng genommen lässt mich die Regierung also durch die Hintertür nicht aufs Klo!

Ich hacke schon wieder auf der Regierung rum?

Ja, natürlich!

Weil da seit Jahren, eher seit Jahrzehnten, nichts mehr passiert, was dieses Land nicht ein Stück weiter in die Entwicklungshilfe treibt.

Jeden Tag ein neuer (Ein)Griff ins Klo

Und ja, vielleicht ist dieser Blogbeitrag nicht ganz ernst gemeint, vielleicht … :cool:

 

 

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Plötzlich war da eine Autobahn

Plötzlich war da eine AutobahnEine wilde A49 erscheint

Ich bin jedenfalls sicher, dass bei meiner Springsteen-Tour nach Hannover 2024 diese Asphaltsammlung noch nicht da war, oder zumindest nicht befahrbar.

Heute aber führte uns die Navi ganz entspannt über die A49, so frisch, dass man fast glauben könnte, irgendwo hinge noch ein Stück Verpackungsfolie dran.

Und was soll ich sagen, sowas kann glatt die Fahrt um 30 Minuten verkürzen ;-)


   

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Stehen, wo sonst keiner stehen kann

Orte, die im Normalbetrieb nicht für jeden zugänglich sindDas muss man doch ausnutzen

Gelegentlich führt einen der Job ja an Orte, die im Normalbetrieb nicht für jeden zugänglich sind.

Oder, ne, eher:

An Orte, die man besser im Normalzustand nicht betreten sollte ;-)

Wäre ich jetzt größenwahnsinnig, würde ich sagen, man hat mir extra Platz geschaffenMomentaufnahmen

Aber wenn man denn schon die Chance hat, von der rechten Spur der A8 in einem Tunnel aus ein Foto zu schießen, dann muss das auch machen, oder?

Wäre ich jetzt größenwahnsinnig, würde ich sagen, man hat mir extra Platz geschaffen :mrgreen:


 

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Geschwindigkeit ist tatsächlich relativ

Geschwindigkeit ist tatsächlich relativAlles ist besser als null

Da ich heute gefühlt den größten Teil des Tages hinter dem Lenkrad verbracht habe, ist meine Energie viel Text in den Blog zu packen, tatsächlich eher gering.

Eine kleine Erkenntnis

Eines ist aber sicher – wenn man sich mal wieder aufregt, wie langsam es gelegentlich auf der Autobahn vorwärtsgeht, dann bedenke man: Langsamer als stehen bleiben geht nicht :mrgreen:

Eigentlich wollte ich heute ein paar Zeilen dazu schreiben, dass mein Job mich aktuell tatsächlich nach Duisburg geführt hat, aber das verschiebe ich jetzt einfach ;-)

 


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Meine Lücke – Deine Lücke – Stau!

Meine Lücke – Deine Lücke – Stau!Dem einen sein Abstand ist dem anderen seine Chance

Es gibt so ein Phänomen im Stau, das eigentlich gar keins ist, sondern pure Fahrphysik gepaart mit menschlichem Verhalten.

Die einen lassen so viel Lücke, dass sie theoretisch von null auf hundert durchschalten könnten, bis sie wieder bremsen müssen.

Andere kleben so dicht am Vordermann, dass sie schon vom ständigen Stop-and-Go fast einen Burn-out im rechten Fuß riskieren.

Genau dazwischen liegt der eigentliche Nervfaktor

Kaum ergibt sich irgendwo ein bisschen entspannte Fahrweise, springt garantiert einer von der Nebenspur in die Lücke.

Immer in der Hoffnung, fünf Sekunden schneller voranzukommen.

Das Ergebnis?

Nach 20 Sekunden überholen ihn die Leute, die eben auf der alten Position noch hinter ihm fahren, während er selbst merkt, dass es eigentlich gar nichts gebracht hat, außer: neuen Unmut.

Eine Stunde Zeit

Man schleiche stoppend vor sich hin, studiere Menschen und staune.

A6, Rückweg von Weinsberg nach Fürth. Ne, eigentlich erstmal nur der Weg bis zum Autobahndreieck Walldorf, die anschließende A5 hat einen eigenen Charme, vor allem so rund um Heidelberg, aber das ist eine andere Story.

Irgendwann schaltet das Gehirn in den Alphazustand des Stop-and-Go, man fährt wie auf Autopilot, und die Gedanken schweifen ab.

Nutzlose Erkenntnis

Egal ob viel Lücke, wenig Lücke oder Lücken-Springer – am Ende stehen wir alle im gleichen Stau. :roll:


 

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Sonntags auf der Autobahn

Sonntags auf der Autobahn - Symbolisches KI BildIch weiß, warum ich das vermeide!

Manchmal mache ich Dinge, bei denen ich schon vorher weiß, dass sie keine gute Idee sind.

Also, nicht, dass ich dann kneife oder so, ich habe nur eben den Gedanken im Hinterkopf, dass es einfach Erfahrungswerte gibt, die zum Nachdenken anregen.

Aber es hilft ja nichts, wenn man ein Ziel hat, muss der Weg dahin in Kauf genommen werden. Und ja: Es hätte auch schlimmer kommen können :mrgreen:

Heute

Autobahn!

An einem Sonntag!

In den Ferien!

Bei Sonnenschein!

Gegen 8 Uhr hin, gegen 13 Uhr zurück, auf der A5 und A6, von Heppenheim bis ungefähr Heilbronn und später wieder zurück.

Das reicht vollkommen, um den Rest des Tages am liebsten zu Fuß zu gehen.

Ich muss bemerken, unter der Woche bin ich auch nicht gerade wenig unterwegs. Aber der berufserfahrene Pkw-Lenker ist eben doch eine ganz andere Gattung als der wörtlich zu nehmende Sonntagsfahrer.

In der Regel fahre ich diese Strecke eher samstags und dachte bisher, der Wochenendeinkaufsverkehr sei schon ein ziemlich merkwürdiges Erlebnis. Aber der heutige Sonntag hat mir gezeigt: Es geht noch was.

Es ist schon faszinierend, was sich da so alles auf den Asphalt verirrt. Der Knopf der Dashcam, mit dem man „besondere Momente“ sichern kann, blieb fast handwarm vom Dauerdrücken.

Ist es die Sonne?

Dürfen manche Leute nur am Sonntag raus?
Sind niederländische und schweizer Nummernschilder ein automatischer Warnhinweis?

Offenbar gilt bei Wohnwagengespannen: Blinken reicht, Lücke zum Einscheren ist optional.
Spurverengungen? Gerne schon mal einen Kilometer vorher mit einer Vollbremsung ansteuern.
Mittlere Spur? Natürlich mit exakt 88 km/h belegen – selbst wenn rechts genauso schnell gefahren wird. Vielleicht ist die Aussicht einfach besser.

Und in Baustellen? Klar, da fährt man mit dem SUV links. Nicht etwa, weil man schneller wäre – sondern um zu demonstrieren, dass man die Breite des eigenen Wagens eben nicht einschätzen kann.

Kurz gesagt: Ich weiß jetzt wieder, warum ich sonntags lieber alles meide, was mehr als zwei Fahrspuren hat.

:roll:

Immerhin

Manch zweifelhafte Geschwindigkeitsbeschränkung, die in der neuen Zeit der Erwachung entstanden ist, spielt so kaum noch eine Rolle. Obwohl … ;-)

 


 

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Dies und das noch:

„Da kommt was Großes!“

"Da kommt was Großes!"Was man eben so zu sehen bekommt!

Wo?

Auf der Autobahn ;-)

"Da ist was Großes!"Die Szene

Du bist mit einem Kollegen auf dem Weg nach Köln, die Autobahn zeigt sich endlos als graues Band.

Plötzlich nur ein Wort vom Fahrersitz: „Kamera bereit, da kommt was!

Nun ja, wir waren nicht direkt Hummer essen, aber zumindest haben wir einen ziemlich langen gesehen :mrgreen:

"Da war was Großes!"Meine Frage im Kopf

Wo zum Teufel kann man das Ding parken?

 

 

 


 

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