Die Neugier der Katze

Die Kitty

Ich bin immer noch meine Fotos am Überarbeiten und mit der Galerie hier zugange, da fällt einem schon so einiges an Bildmaterial in die Hand. Manches ist natürlich eher ein Insiderding, vor allem aus der alten Heimat.

An den vier Fotos von unserer Kitty hier, kann ich aber nicht einfach vorbei gehen, die müssen jetzt einfach in den Blog. Leider ist sie nicht mehr bei uns, die Bilder zeigen aber ziemlich gut ihren Charakter.
Ein Inbegriff für Neugier, ohne Rücksicht auf Verluste ;-)

Außerdem, was wäre denn so ein Blog, ohne gelegentliche Katzenbilder? :mrgreen:

 

 

 

 

Das große „Aber“

moralei-aberNur ein Wort

Jeder kennt sie wohl, diese Sätze, die eine Meinung oder sogar Entscheidung verkünden, welche mit dem Wörtchen ‚Aber‘ am Ende dann doch wieder relativiert werden. So eine Art universelles Hintertürchen, wenn die eben getroffene Aussage jemandem nicht recht schmeckt. Ob es nun Unsicherheit, Feigheit oder auch Angst ist, so ein Satz wird in meinen Ohren inhaltlich meist ins Gegenteil gedreht.

Eigentlich wäre es oft besser gar nicht zu sprechen oder, besser noch, gleich das zu sagen, was wirklich sicher und auch gemeint ist.

Wie ich gerade jetzt darauf komme?

Durch Corona natürlich. Klar, auch vorher gab es schon ununterbrochen Aussagen in der Form, aber in diesen Tagen kommt ja kaum noch ein Satz ohne ‚Aber‘, über die Lippen von Menschen, deren Aussagen Einfluss auf das Leben vieler Tausend Menschen haben. War zu Beginn noch ein entschlossenes ‚werden wir‘, zu hören, wurde bald darauf daraus ein ‚hoffen wir‘, zum Schluss blieb ein ‚vermutlich‘. Um nun aktuell wieder gar nichts zu versprechen, muss ein Satz also mit ‚aber‘ enden, schließlich hieße alles andere ja, Verantwortung zu übernehmen. So kann im Fehlerfalle sichergestellt werden, dass eben mehr als ein Versuch, nie die Absicht war.

Irgendwie hat im Augenblick alles einen besonders fauligen Beigeschmack, wenn Versprechen unter Vorbehalt gemacht werden. Etwas anderes, ist dieses ‚Aber‘ in meinen Augen nämlich nicht. Klappt’s, steht der Versprecher sehr gut da, geht’s schief, gab es im Vorfeld ja ein wohlbekanntes ‚Aber‘. Wie auch immer – die Rechnung, die zahlen andere, Kritik hat kein Ziel und eventuelle Lorbeeren, nun ja…

 

 

 

 

Das Osterwochenende

Tee im SiebSchon Ostermontag

Sie gehen immer schnell vorbei, diese Tage mit besonderen Bedeutungen. Heute ist schon Ostermontag und auch dieser, zählt bereits seine letzten Stunden.

Natürlich leben wir aktuell auch in bewegten Zeiten mit ungekannten Situationen, welche, widersinniger Weise, alle Bewegungen und Aktionen bremsen. Wann immer möglich, sollte man also diese etwas unechte Ruhe nutzen und den inneren Akku aufladen.

Tee AufgussIch für meinen Teil mache dies wieder mit einer Tasse Tee und hoffe, dass Ihr alle ein ruhiges und entspanntes Osterfest verbringen konntet.

 

 

 

 

 

 

Eine Liste aus der Vergangenheit – Da fehlt noch was!

PhonoAltes geht, Neues kommt, oder?

Für die „Die Zeitmaschine im Kopf“ habe ich einen innerlichen Schritt in die Vergangenheit machen müssen. Zugegeben: Gerne machen müssen, ich bin eben ein Kind der 70/80’er und will das auch bleiben.

Keine Sorge, ich finde mich parallel wunderbar im Jahr 2020 und hoffentlich kommenden zurecht, manche Entwicklung möchte man denn doch nicht vermissen. Ich kann durchaus noch nach Landkarte meinen Weg finden, mit Navi geht es aber ungemein komfortabler ;-) Jedenfalls bin ich seit dem Schreiben des erwähnten Artikels wieder ein wenig sensibilisierter für das Bemerken alle der Dinge, welche im Begriff sind zu verschwinden, oder auf dem Besten Wege sind, in Vergessenheit zu geraten.

retro-tonband-uherHier geht es mir gerade um Bemerkungen oder alltägliche Sätze die, nicht zuletzt durch die technische Entwicklung, in unserer aktuellen Zeit an Sinn verloren haben.

Die Liste ist unter Garantie höchst unvollständig und sozusagen offen, es würde mich freuen, wenn sie im Laufe der Zeit durch Kommentare und Bemerkungen verlängert würde. Bilder wären auch OK, wenn die Rechte ganz klar ersichtlich vorhanden und für eine Veröffentlichung hier im Blog gegeben sind. Was noch dazu kommt, würde ich gelegentlich einfach an den Blogbeitrag ranhängen.

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Hoheiten des Dramas und des Leidens

SchweigEntsetzliches geschieht

Kennt Ihr so Menschen, bei denen alles zum Drama wird? Die zusätzlich immer noch einen drauflegen müssen? Ungeheuer anstrengend, oder?

Ich mein, so etwas merkt man ja nicht sofort. Jedenfalls dann, wenn die betreffende Person einem nur entfernt bekannt ist. Zu Beginn denkt man sich nichts dabei, „Armer Pechvogel„, schießt einem vielleicht durch den Kopf. Bis Du erstmals selber und höchstpersönlich, an den Dramen teilhaben darfst.

Zunächst erfolgen Bemerkungen über einen schweren Schaden bei ihm oder ihr. Als Besipiel dient mal eine real erlebte Gegebenheit:

Mit viel Armgefuchtel, dramatischem Gesichtsausdruck und leidvoller Stimme, wurde von der Katastrophe berichtet. Es gab einen schweren Brandschaden beim Kochen, der Löschversuch scheiterte und alles war ruiniert. Klingt hart, Mitleid steigt auf.

Es ist wohl etwas durch Feuer schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Der eigene Kopf füllt die Lücken in der Story, mit persönlichen Befürchtungen und Ängsten, so ergibt sich eben ein Bild.

Hakt man aber nun etwas nach, stellt sich heraus, dass der schweren Brand auf dem Holzkohlegrill stattfand und durch eine einzige kleine Flamme dargestellt wurde. On Top, das übertriebene Löschen mit Bier, welches die Glut vernichtet hat. Oh ja, das Bier war natürlich auch futsch! Beeindruckend! Nun gut, vielleicht war das für die Betreffenden wirklich schrecklich, kann ja durchaus sein. Glut am Grill und im Freien, kann für einige Leute, die Krone der Herausforderungen bedeuten. Nicht zu reden vom Bierverlust.

Richtig ungefiltert bekommt man die Ladung, wenn die gleiche Person erkrankt, sich aber trotz des bald zu erwartenden Endes noch in Deine Nähe quält, um von den schrecklichen Beschwerden zu berichten. Da gibt es das Ziehen im Zeh, den Druck im Ohrläppchen und obendrauf noch das Jucken in der Nase. Natürlich nicht einfach nur ein Jucken, nein, es ist DAS Jucken. Dieses finale, alles besiegelnde Jucken.

Jetzt ist Vorsicht angebracht! Da der Erzähler Dich offensichtlich als interessierten und empathischen Menschen kennengelernt hat, wird es bald keine Grenzen mehr geben! Nur eine oder zwei Sätze noch, und wir sind thematisch beim Mageninneren oder dem, was daraus hervorgebracht wird. Oder im Leidensfall eben nicht herauskommt, das ist dann sozusagen Stufe drei.

Egal um was es geht, Dramahoheiten kannst Du nicht erreichen. Stößt Du Dir den Kopf, präsentieren sie den eigenen Schädelbruch. Ist bei Dir Brot verschimmelt, erlitten sie, just gestern noch, die schwere Lebensmittelvergiftung. Immer!

Was kriegst Du aber zu hören, wenn Dir etwas unschönes geschieht? „Stell‘ Dich nicht so an!“

 

 

 

Repariere nichts, was nicht kaputt ist! Von Pommes, Kaffee und Normalität.

Heiß & FettigAltmodisch oder einfach normal?

Es kann jetzt gut sein, dass dieser Beitrag hier schon (m)einen Generationskonflikt beinhaltet. Vielleicht ist es auch nur eine Macke von mir, persönlich gesehen empfinde ich meine Einstellung aber als völlig normal. Erstaunlich, oder?

Als bekennendes Kind der 80er, habe ich nämlich einen gewissen Anspruch auf Normalität, auf bewährte Standards.

Wisst Ihr auch, womit das beginnt? Mit Pommes! Einfache, stinknormale Pommes! Diese ungesunden, fettigen und gesalzenen Kartoffelstäbchen, denen in heißer Ölbrühe endgültig der Garaus gemacht wird. Wo oben drauf ein Klatsch noch viel fettigerer Mayonnaise samt massakrierter Tomaten als Ketchup, die Sache bis zum äußersten Übel verschlimmert.

Jetzt kommt aber der Knackpunkt! Wenn ich damals in eine beliebige Pommesbude marschiert bin, dann habe ich einfach Pommes bekommen. Normalos, ohne die Gefahr, da nun was Verschlimmbessertes zu erhalten. Nix mit extra Special-Würz oder gar in den Honkey-Donkey Sonderbauformen. Keine extra dünnen 3mm Kanten oder in Einhornform. Misstrauen gab es bestenfalls beim Fett – riecht es nach Aquarium, mach besser einen Bogen drum.

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Ich glaube, ich bin ein Banause

Sound with SilenceKulturunwürdig?

Ganz oft, wenn im Radio aber auch Fernsehen etwas künstlerisch- oder kulturell Wertvolles angepriesen wird, gerate ich ziemlich schnell an meine Schmerzgrenze.

Ich bin auch nicht selten derjenige, der sich Filme und Bücher mit schlechten Kritiken gerade wegen dieser negativen Bewertung zu Gemüte führt. Umgekehrt kann ich zudem oft nicht verstehen, was an manchem Hype denn so unwiderstehlich sein könnte.

Nicht schlimm?

Na, wenn man schweigt, merkt es ja keiner. Wenn da aber ein Haufen Leute steht und mit Jubelrufen wie „Oh grandios, toll“ oder „Das ist unübertroffen“ meine Ohren füllt, muss ich oft sagen:“ Sorry, finde ich scheiße!

Alleine die Blicke der Mitmenschen, sind dann allerdings unbezahlbar :mrgreen: Vor allem die von denen, wo ich den Verdacht habe, sie sehen es ähnlich. Vielleicht müssen diese aber Rücksicht auf die Laune der Schwiegermutter nehmen, wer will schon auf’s Erbe verzichten? Vielleicht geht es auch um die Gefahr, der Verweigerung von „Mittwochs-Sex“. Nein, nicht mit der Schwiegermutter, was denkt Ihr denn von mir?

Erlebtes

Es gab mal eine, ihrer Meinung nach, vorgesetzte Kollegin, die uns zu einer Firmenweihnachtsfeier eine schwangere Sängerin offerierte, welche stark verjazzte Musik zum Besten gab. Mein Kollege (Gruß an Jürgen) und ich hatten allerdings Sorge, dass es nicht der Gesang war, der sie zum Schallwellenerzeugen animierte, sondern das die Dame schon unter starken Wehen litt. Immerhin hätten wir dann wahrscheinlich heißes Wasser und Handtücher benötigt, weiß man ja. Nun, wir haben auch nicht wirklich ein Geheimnis aus dieser Erkenntnis gemacht, allderdings gedacht, bei dem Lärm würde uns ohnehin keiner verstehen. Falsch gedacht… Was meint Ihr, wie viele der bis dahin andächtig Lauschenden, plötzlich unserer Meinung waren? Komisch, oder?

Nicht falsch verstehen, das war eine ganz liebe Frau, mit guter Stimme und singen konnte sie auch, vermutlich jedenfalls. Die Stilrichtung hat aber eher beinhaltet, dass jeder Musiker wohl offensichtlich eine eigene Melodie spielen durfte, wer soll das denn dann wirklich würdigen können? Bis dahin hatte ich auch noch geglaubt zu wissen, welches Instrument wie klingt. Ha, weit gefehlt! Wie, der Wille zählt? Ja, aber manchmal  nicht bis 3!

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Der innere Tachometer

Der TachoDie Sicht auf die eigene Geschwindigkeit

Ist Euch schon aufgefallen, wie oft man im Alltag darauf bedacht ist, Geschwindigkeiten zu prüfen und vor allem, nicht zu überschreiten? Im Auto, bei der Waschmaschine und sogar beim Küchenmixer, ist jeder darauf bedacht, nur nicht zu weit aufzudrehen.

Gerade beim Autofahren ist die größte Umsicht angebracht. Unzählige Male geht es gut, kleinere Überschreitungen der maximal zulässigen Geschwindigkeit fallen selten auf oder werden gar nicht geahndet. Geht es irgendwann schief, sind vielleicht ein paar Euros fällig, ärgerlich aber zu verschmerzen.

Übertreibt es jemand mit dem Limit jedoch deutlicher, ändert sich die Gefahrenlage drastisch. Von wirklich bedeutenden Geldstrafen über Fahrverbot bis zur Lebensgefährdung, reicht da die Bandbreite. Nur wenige Menschen riskieren wissentlich solche Konsequenzen, was wäre auch zu erreichen? Auch von außen wird drauf geachtet. Die Polizei, Passanten und Nachbarn – jeder wird aufmerksam, wenn sich ein Fahrzeug in halsbrecherischer Weise durch die Straßen bewegt. Notfalls wird eingeschritten, vielleicht Schlimmeres verhindert.

Der menschliche, der eigene Tacho

Wie sieht es denn aber beim Eigenen, dem biologischen Tacho aus? Plötzlich schaut der Einzelne da gar nicht mehr so genau auf den Zeiger. Klar, man kann nicht bei jeder Handlung darauf bedacht sein, immer im sicheren Rahmen zu verbleiben. Geht doch gar nicht. Die anderen vorher genannten Beispiele, da geht es ja auch viel stärker darum, keinen Schaden zu verursachen. Vorne weg zählt allzu oft auch, was eben die anderen denken, sehen und erwarten. Sein Inneres kennt man doch gut genug, da braucht niemand reinreden. Alles im Griff!

Wirklich?

Der bedeutendste Unterschied liegt meiner Meinung nach eher bei dem Zeitraum, der vergehen kann, bis die Auswirkungen spürbar werden. Auch passt keine Polizei auf, wenn jemand mit seiner inneren Einstellung immer auf Vollgas fährt. Wenn es im Straßenverkehr blitzt oder gar knallt, ist fast jedem Schuldigen klar, dass man nicht umsichtig war. Schwächelt man aber körperlich oder seelisch, können Jahre vergehen, bis die Auswirkungen spürbar sind. Wer will denn dann noch die Ursachen genau benennen können? Noch schlimmer ist es, wenn nichts mehr gegen die Probleme unternommen werden kann.

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Der Lebensakku

AkkupegelVerzeiht mir, wenn der Beitrag jetzt einen etwas morbiden Eindruck macht, so ist er eigentlich nicht gemeint.

Meine folgenden Gedanken wurden durch eine Bemerkung angeregt, welche ich zufällig aufgeschnappt habe. Wird höchstwahrscheinlich beim Arzt gewesen sein, ich weiß es nicht mehr genau.

Jedenfalls ist mir im Gedächtnis geblieben, dass ein Mann auf einem Stuhl sitzt und auf sein Handy schaut. Er wird gerufen, erhebt sich und nach einem kurzen Blick auf das Display entfernt er sich mit den Worten: „So, dann mal sehen, wie voll denn MEIN Akku noch ist!“ Irgendwie war es der Tonfall, der meine Aufmerksamkeit erregt hat, was mag er wohl erwarten? Für einen kurzen Moment hat mich das gefesselt.

Im Prinzip macht sich ja kaum jemand gerne Gedanken zum Ablaufen der eigenen Eieruhr, nicht? Zugegeben, mit 20 empfindet man seine Jahre anders als mit 50 und dies, obwohl ja niemand vorhersehen kann, was noch vor einem liegt. Unglücke und Krankheit kennen zudem keine Jugend. Wenn man seine Jahre mal zerlegt, steht „alt“ allerdings nicht wirklich für die reale Anzahl an erlebten Jahren, sondern eher für das, was man unbewusst als zu erwartenden Rest einschätzt.

Würde jemand die Darstellung der Restlebenszeit mit der Akkuanzeige von technischen Geräten realisieren, wäre das Ergebnis wohl wirklich eher düster. Wer kennt nicht das Gefühl, dass ein Akku mit 60 % Energie, noch gut was leisten kann. Bei 30 % wird aber schon unbewusst, nach der nächsten Steckdose gesucht. Dabei weiß aber auch jeder, dass in den meisten Fällen die Geräte noch wesentlich länger durchhalten, als der Ladestand vermuten lässt.

Gedanken eben…

 

 

 

Die Zeitmaschine im Kopf: eine kurze Reise durch Erinnerungen

bmw-323i-e21-cockpitIch wurde gerade getriggert!

In einem Tweet bei Twitter ging es um das Anschauen von alten TV-Sendungen, vornehmlich aus den 80er und frühen 90er Jahren. Irgendwie hat dies bei mir etwas ausgelöst. In meinem Kopf wurde ein, sich in in Echtzeit selbst erstellender, Film gestartet.

Keine große Reise, nein! Ein ganz gewöhnlicher Tag, für ganz normale Erledigungen. Nur das eben der größte Teil davon für immer Erinnerung bleibt, es existiert vieles nicht mehr. Die Autos sind längst als etwas anderes unterwegs, die Musik Kult oder vergessen. Die meisten Orte haben heute andere Bedeutung, vor allem sind leider auch viele der Menschen aus der Zeit, nicht mehr in der Gegenwart zu erleben.

Los geht es:

Ich steige für einen kurzen Moment noch einmal in meinen BMW 323i. Den E21, der E30 ist noch zu neu, für mich unbezahlbar. Radio an, Kassette rein, die „Sisters of Mercy“ hämmern den „Temple of Love“ in mein Gehör. Wahrscheinlich schüttelt meine Mutter schon wieder den Kopf, weil sie die Musik bis in die Wohnung hört. Nun, es ist wirlich etwas dolle, mal leiser drehen.

Im 323iDer erste Weg führt zur BP-Tankstelle, ich muss verbleites Benzin tanken. Vielleicht wieder teurer heute, wahrscheinlich um 1.15 DM der Liter. Den Tankwart kenne ich schon lange, zum Sprit noch zwei Raider und eine Flasche Cola, das kennt er schon. Beim Bezahlen lese ich auf der  Bild eine Schlagzeile, irgendwas mit Helmut Kohl und Genscher.

Ich fahre auf den Parkplatz der Firma, es ist 6 Uhr früh, der Job ruft. Heute ist wieder ein Montageeinsatz fällig. Das ist gut, vor allem ruhig. Wenn man den Hof verlassen hat, kann einen niemand mehr erreichen, bis der Tag um ist. Sollte es schneller gehen, kann man immer noch an einer Telefonzelle stoppen und Rücksprache halten. Hab ich eigentlich noch was auf der Telefonkarte? Egal, ein paar Groschen liegen bestimmt im Handschuhfach.

Nichts aussergewöhnliches auf der Arbeit heute, endlich Feierabend. Anschließend geht es nach Allkauf, ich brauche eine paar leere VHS- und auch Audiocassetten. Für den Ton werden es wohl wieder BASF Chromdioxid, bei den Videobändern ist mir die Marke relativ egal. Blöde, die VHS-Tapes sind da, nur keine für die Musik. Wohin nun? Vielleicht bei Divi? Ne, nicht mehr heute, um 18:30 machen die dicht. Ausserdem will ich nach Hause. Es kann sein, dass endlich die Fernsehantenne aufgerüstet ist, ich will auch mal RTL schauen, Sat-1 wird höchstwahrscheinlich ohnehin wieder nichts. Klar, ich könnte noch einen Filmvorrat in der Videothek holen, langsam wird das aber auch teuer. Außerdem kenne ich das Spielchen mit der Rückgabe und dem Zurückspulen. Vergessen als Ausrede zieht bei beidem nicht.

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Weltuntergang trotz Dschungelcamp?

Kein Foto LogoAuf der Erde brennt es!

Wörtlich wie auch sinnbildlich.

Einige Menschen rechnen mit dem klimabedingten Weltuntergang schon morgen. Andere wieder, sehen überhaupt keinen Grund zum Handeln. Mord und Totschlag sind nur noch Futter für die Statistik.

Es zählen nicht mehr die Taten und Opfer, sondern vielfach nur noch, welcher Interessengemeinschaft die Täter nützlich sind. Das Vertrauen der Wähler in die Politik ist mehr als angeschlagen, es wird ja auch nicht wirklich regiert. Vermeintlich guter Wille, kann eben nicht immer Kompetenz ersetzen.

Schaut man auf die diversen Nachrichtenseiten, sind Meldungen zu Vorgängen die das Wohl aller betreffen, oft nur wenige Sätze lang. Ein Angriff von gestern, unterscheidet sich eben kaum von dem, der vorgestern geschehen ist. Wer will denn schon Artikel lesen, bei denen nur das Datum verändert werden muss? Dort wird gebombt, da gefoltert, ganze Landstriche stehen in Flammen. Alles schlimm! Muss man ja so empfinden, nicht? Wird doch erwartet, wenn man als gutes Menschenkind zählen will, oder?

Aber zum Glück gibt es ja noch so etwas wie das Dschungelcamp! Da darf der Journalismus sich austoben und der Zuschauer jubeln. Wer dies in den Vordergrund rückt, kann nur alles richtig machen. Wer sich darüber unterhält, ist auf dem sicheren Weg, ganz bestimmt!

Ja, ich weiß, es gibt noch mehr aus solchen Genres, ich stehe aber schon einen einzigen Artikel zu dem Zeug nicht durch. Wenn ich sehe, dass alleine die Sendetermine dieser „Unterhaltungsformen“ besser ausgearbeitet sind, als manch ernsthaftes Thema weiß ich, auf welche intellektuelle Stufe der Zuschauer gestellt wird. Leider wird er auch genau so behandelt und bedankt sich gar dafür. Brot und Spiele eben.

Ich sollte vor dem ersten Kaffee keine Nachrichten mehr lesen…

 

 

 

 

 

Der Mittelmaß-Snob

Schematisch, Euro Kennt Ihr den Mittelmaßsnob, sozusagen aus der Kleingeldklasse? Nein?

Ich bisher auch nicht, ich habe das zunächst nur so am Rande mitbekommen. Natürlich nicht nur mitbekommen, auch das eine oder andere zusammengereimt. Ich meine, kennt Ihr das? Du sitzt so im Auto oder auf dem Klo, da springt Dich ein Gedanke an, der sich wie von alleine weiterspinnt. Dann macht es PING, und man hat eine Story im Kopf. Eben so eine kleine Idee, wie sich welcher Sachverhalt erklärt. So etwas muss man dann bloggen, weil das einfach nicht anders geht ;-)

Einfach „mitbekommen“ stimmt aber doppelt nicht, eher habe ich Schlussfolgerungen aus dem gezogen, was ich bei Facebook kürzlich in den Kommentaren gelesen habe. Es ging um ein Thema, welches vor allem die wirtschaftlich Schwachen betrifft. Frei nach dem Motto: „Ätsch, mit gehts besser als Dir, aber auch nicht gut genug. Du bist allerdings selber Schuld, ich nur ein bemitleidenswertes Opfer„.

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Alltag, besser: Die Januar-Melancholie

AlltagNun, da ist er: Der 2. Januar 2020. Der erste, ganz normale Werktag im neuen Jahr.

Kein Feiertag, keine Vorbereitungen auf nahende Festlichkeiten, keine Jahresendstimmung. Die Weihnachtsdeko in den Straßen bekommt plötzlich einen etwas traurigen Charme, man sieht Christbäume an den Straßen liegen, die vor wenigen Tagen vielleicht noch Herzen und Seelen berührt haben. An den Bordsteinen liegen vereinzelt noch Reste der Silvesternacht. Neu ist in diesem Zusammenhang erscheint jedoch, daß diese Feuerwerksreste nach Willen einiger Meinungsdurchsetzer, in kommenden Jahren wohl seltener werden dürften. Sachlich völlig in Ordnung, in der eigentlichen Motivation untragbar. Lassen wir das, es passt jetzt nicht.

Ich mag diesen Zeitraum jedenfalls nicht besonders, für mich fühlt es sich immer so an, als wenn man eine Schutzzone verlassen muss. Wirklich eine Art von Januar-Melancholie, auch wenn mir völlig klar ist, daß dies Unsinn ist.

Klar, heute ist Donnerstag, so richtig auf Drehzahl kommt die Welt wohl wieder erst am Montag, wenn bei etlichen der Urlaub beendet ist und die Silvesterwunden verheilt sind. Was natürlich noch lange nicht für alle gilt. Alleine schon hier bei uns Zuhause, musste die halbe Familie an den Fest- und Feiertagen ihren Job erledigen, incl. Nachtschicht in der Silvesternacht.

Ich persönlich kann so allmählich ab heute schon das Rennen beginnen, viele Weichen sind zu stellen, Entscheidungen zu treffen. 2020 hat einiges an Ungewissheiten für mich offen, soviel weiß ich jetzt schon. Wer auch zukünftig hier gelegentlich mitliest, wird mit ziemlicher Sicherheit einiges davon mitbekommen, man wird sehen. Es gibt eben so ein paar persönliche Dinge, bei denen man sich schon gut überlegen sollte, ob man sie denn mit der Welt teilt.

Andersherum gibt es ab jetzt auch wieder Ereignisse, die einen freundlicher Stimmen können. Der Frühlingsanfang liegt näher, als der vergangene Herbstbeginn und vieles, was heute klar ist, war seinerseits vor einigen Wochen noch unbekannt oder beunruhigend. Wie immer, es liegt an der eigenen Einstellung, dem Erlebten und Erwarteten. Man kann es nun mal drehen wie man will aber die Zeit anhalten, diese Macht hat niemand.

OK, soweit meine Neujahrsansprache ;-)

 

 

 

Guten Rutsch zur nächsten Etappe oder auch: Jahresende

silvesterwunschWie wahrscheinlich die meisten Leute mitbekommen haben, ist Weihnachten nun vorüber, der Kalender drückt gnadenlos in Richtung Jahresende, heute ist sozusagen Stichtag.

Zeit für einen Rückblick oder gar eine Vorschau auf die Zeit? Ne, genau das schenke ich mir. Wenn mir gerade die letzten Jahre, im Besonderen 2013,2018 und 2019, nämlich eines bewiesen haben, dann die Unvorhersagbarkeit der Geschehnisse. Die nicht zu beeinflussenden Dinge, die trotz aller Planung eintreten.

Der Löwenanteil all dessen, was uns geschieht und begegnet, ist doch nicht von uns selbst bestimmt oder zu bestimmen. Natürlich hat man gewisse Erwartungen und auch Erfahrungen, die manche Entwicklung absehbar machen. Das Ergebnis ist aber oft völlig anders, enthält Kompromisse oder Enttäuschungen, vielleicht sogar angenehme Überraschungen. Wenn man nun doch, ganz kurz nur, über die Schulter in die Vergangenheit blickt, wird wahrscheinlich auch vieles auftauchen, was in keiner Weise geplant oder vorhersehbar war, tatsächlich aber eingetreten ist. Gut, oder schlecht? Man kann es nur im Nachhinein bewerten, nicht mehr verändern.

Das sind für mich (auch) Gründe, welche mich veranlassen, über Vorsätze für das neue Jahr kaum nachzudenken. Änderungen, welche notwendig sind um Unheil abzuwenden, müssen sofort umgesetzt werden, da nimmt der Alltag keine Rücksicht auf den Kalender. Andere Dinge sind dagegen anscheinend ja gar nicht so wichtig, sonst würde Mann oder Frau sie ja nicht in die Zukunft verschieben. Nutzbringend ist das Thema „gute Vorsätze für das neue Jahr“ doch allenfalls für langweilende Nachrichten oder Smalltalk. Nun, was ich davon halte, hab‘ ich ja schon geschrieben. Für mich klingt das alles immer wie Gespräche über das Wetter. Kann man eben machen, muss man aber nicht.

Ich bin auch kein großer Silvesterfeierer, heute nicht mehr. In jüngeren Jahren war das anders, irgendwie habe ich das aber verloren. Ebenso den Drang, einen hinter die Binde zu schütten, weil ja das Jahr endet. Wahrscheinlich liegt das mitunter an den gesundheitlichen Bremsen, die ein Diabetiker anziehen sollte, genau kann ich das nicht sagen. Man wird eben auch älter, unter Umständen reifer.

Ein Wort vielleicht noch zum Thema Verbot, Silvester und Feuerwerk, auch wenn meine schmale Stimme da bestimmt keine Welle bewegt. Ich persönlich habe seit rund 20 Jahren keinen Cent, lieber Pfennig, für die Knallerei ausgegeben. Ebenso geht es mir auch ziemlich auf den Keks, wenn Tage vorher schon geknallt wird, ebenso nach Neujahr. Hier in Fürth ist das aber kaum wahrzunehmen, in Duisburg wurden einem da schon andere Qualitäten an Vor- und Nachböllerei geboten. Auch an die Tiere denke ich, was ebenfalls einer der Gründe für mich ist, nicht mehr mitzumachen.

Mir ist ein Feuerwerksverbot wirklich egal , das Prinzip aber nicht! Bremst diesen Verbots-Irrsinn endlich, da kommt nichts Gutes bei raus!

All together: Guten Rutsch und ein frohes neues 2020!

;-)

 

 

 

 

Smalltalk, nein Danke!

SchweigIch hasse Smalltalk!

Floskeln auch, vielleicht sogar gerade die. Ach ja, Phrasen! Ne, muss auch nicht sein.

Wenn, dann nur in ganz speziellen Situationen und bei Menschen, mit denen man in Kontakt treten muss, die man aber wirklich nicht kennt, um eben die Situation zu entspannen. Selbst dann aber, ist mein Mittel der Wahl eher ein Scherz, eine kleine Geste. So kann man auch sein Gegenüber besser einschätzen. Oft sind Leute, die auf eine Floskel sofort mit Smalltak anspringen, eher oberflächlich und erscheinen simpel. Trifft man sich nie wieder, geht das ja gerade noch. Sieht man sich aber öfter und kommt über den Smalltalk nie hinaus, kann das echt anstrengend werden, wirklich dazu führen, dass der Kontakt vermieden wird. Von mir jedenfalls ;-)

Warum? Weil ich so etwas für eine einfache Lebenszeitverschwendung halte. Was könnte man in der Zeit nicht alles sagen, was wirklich Inhalt hat, womit man weiterkommt.

Kleines Beispiel:

Herr A. trifft Herrn B.

A.: „Hallo B. Lange nicht gesehen! Wie geht es? Was machen die Kinder?“

B.: „Ja grüß‘ Dich A! Alles wie immer, außer (Geld, Aua, Leid, Glück, Wetter)…“

A.: „Sach bloß. Das ist aber (toll, blöd, teuer, warm, rosa). Na, ich habe gleich einen Termin, lass uns beim nächsten mal genauer drüber sprechen. Tschühüüs und viele Grüße!“

B.: „Ja, müssen wir machen. Danke und auch viele Grüße an X,Y und Z!“

Was da aber gerade wirklich abgelaufen ist:

A. ist mit wichtigen Gedanken befasst, geht an die Straße entlang, sieht B. entgegen kommen, an ein Ausweichen ist nicht mehr zu denken. In der ersten Panik wird sortiert: Wer ist das? Könnte er was wollen? Ist er wichtig? Das Gehirn hat aber schon lange entschieden, sicherheitshalber den weichgespülten Weg zu gehen, den des geringesten Widerstandes. Kleines, absolut unbedeutendes Gespräch, zu nichts verpflichten und möglichst schnell wieder weg. Flucht!

B. hingegen geht es gerade nicht gut. Er würde sich gerne etwas von der Seele reden. Bei fast jedem, nur nicht bei A., der aber ausgerechnet jetzt den Weg kreuzt. Er wird gleich die Sprechdistanz erreichen, soll er grüßen? Da nimmt A. ihm aber schon die Mühe ab und beginnt das Gespräch. Noch ehe sich B. dessen bewusst wird, hat er zum Gruß auch schon begonnen, sein Befinden zu erklären, schließlich hat A. ja gefragt. Ganz schnell merkt B. aber, dass die Mühe vergeudet ist, es waren einfach nur Floskeln, ein Stück Smalltalk, kein wirkliches Interessa am Gegenüber.

A. ist froh, nun wieder seinen Aufgaben nachkommen zu können, B. ist noch frustrierter, weil er sich ärgert. Er ärgert sich über seine eigene Naivität, auf ein ernsthaftes Gespräch gehofft zu haben.

Hätten beide sich nur einfach einen guten Tag gewünscht, wäre das völlig ausreichend gewesen. Wann ist überhaupt bei so etwas mal mehr herausgekommen, als die Gerüchteküche anzuheizen? Soll das Höflichkeit sein? Ich weiß nicht, man kann so etwas vielleicht auch zwischen Heuchelei und Geringschätzung einsortieren, empfinde ich jedenfalls.

Wollte ich auch nur mal erwähnt haben :-D