Wenn die Raupe Vorfahrt bekommt

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Weidenbohrer-Raupe mit Begleitschutz bis ins Gras ;-)Raupe mit Begleitschutz

Mittagspause, Spaziergang, alles wie fast jeden Tag. Aber nicht ganz, weil da ein paar Meter vor mir auf der Nebenstraße, ich will jetzt nicht asphaltierter Feldweg sagen, deutliche Bewegung herrschte.

Zu groß für einen Wurm, zu klein für eine Schlange, aber zu schnell für eine Schnecke.

Okay, ja, Neugier geweckt ;-)

Also näher ran, natürlich mit der gebotenen Würde eines erwachsenen Mannes, der mitten am Tag auf eine Raupe starrt.

Da lag, beziehungsweise lief, raupte, was auch immer, dann dieses rote Langgerät über den Asphalt. Etwas größer als mein Mittelfinger, kräftig unterwegs und optisch irgendwo zwischen Naturwunder, Gummitier und sehr ambitionierter Sonderlackierung.

Nach allem, was ich so vergleichen konnte, dürfte das eine Weidenbohrer-Raupe gewesen sein. Klingt erst mal nach Akkuwerkzeug aus dem Baumarkt, ist aber die Raupe eines Nachtfalters. Wieder was gelernt. Man geht raus, will ein paar Schritte machen und kommt mit halber Insektenkunde zurück.

Auf der Straße war sie allerdings eher schlecht aufgehoben.

Für eine Raupe ist Asphalt ungefähr das, was für uns Menschen ein Spaziergang über die A5 wäre. Kann man machen, aber die Erfolgsaussichten hängen stark davon ab, wie der Rest der Verkehrsteilnehmer das sieht …

Also habe ich sie lieber bis ins Gras eskortiert.

Einfach als spontaner Mittagspausen-Sicherheitsdienst, weil ich nun mal nicht zusehen wollte, wie dieses hübsche rote Ding als Muster im nächsten Reifenprofil endet.

Manchmal reicht ein Spaziergang eben nicht nur für frische Luft.

Manchmal bekommt man unterwegs auch noch kurz die Verantwortung für ein sechs Zentimeter langes Lebewesen mit Sonderlackierung. :mrgreen:


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Es kann glatt sein, Vorsicht!

Eisbildung auf den StraßenVorsicht!

Es kann zu Eisbildung auf den Straßen kommen!

Ja, is‘ ja gut, ich muss manchmal sowas machen, wisst ihr doch ;-)

Und ja, den Gag habe ich irgendwo gesehen und die Idee geklaut :mrgreen:

 

   

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Plötzlich war da eine Autobahn

Plötzlich war da eine AutobahnEine wilde A49 erscheint

Ich bin jedenfalls sicher, dass bei meiner Springsteen-Tour nach Hannover 2024 diese Asphaltsammlung noch nicht da war, oder zumindest nicht befahrbar.

Heute aber führte uns die Navi ganz entspannt über die A49, so frisch, dass man fast glauben könnte, irgendwo hinge noch ein Stück Verpackungsfolie dran.

Und was soll ich sagen, sowas kann glatt die Fahrt um 30 Minuten verkürzen ;-)


   

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Dies und das noch:

Geschwindigkeit ist tatsächlich relativ

Geschwindigkeit ist tatsächlich relativAlles ist besser als null

Da ich heute gefühlt den größten Teil des Tages hinter dem Lenkrad verbracht habe, ist meine Energie viel Text in den Blog zu packen, tatsächlich eher gering.

Eine kleine Erkenntnis

Eines ist aber sicher – wenn man sich mal wieder aufregt, wie langsam es gelegentlich auf der Autobahn vorwärtsgeht, dann bedenke man: Langsamer als stehen bleiben geht nicht :mrgreen:

Eigentlich wollte ich heute ein paar Zeilen dazu schreiben, dass mein Job mich aktuell tatsächlich nach Duisburg geführt hat, aber das verschiebe ich jetzt einfach ;-)

 


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Dies und das noch:

Eine Stunde später, eine andere Welt

Wild(er)wechsel muss nicht nur Tiere betreffenUnterwegs im ganz eigenen Straßenkino

Normalerweise fahre ich meine Strecke zur Arbeit immer etwa zur gleichen Zeit. Heute war wegen einer Veranstaltung in der Firma aber alles anders, ich war exakt eine Stunde später unterwegs.

Das allein reichte offenbar schon, um in eine völlig andere Verkehrswelt zu geraten. Ich habe gleich die Strecke gewählt, die ich sonst eher meide, weil mir schon bei den ersten Kilometern merkwürdig vorkam, was die Mitfahrer auf dem Asphalt so veranstalten.

Da blinkt einer links beim Einbiegen in den Kreisverkehr, aber nicht mehr bei der Ausfahrt. Auf der Landstraße tuckern andere mit 75 durch die 100er Zone, während gleichzeitig jeder Ampel mit übertriebenem Bremsen begegnet wird, es könnte ja irgendwann rot werden.

Und wenn am Straßenrand ein Auto steht, muss sofort die Rettung in Form eines hektischen Schlenkers in Richtung Fahrbahnmitte erfolgen. Ganz egal, ob der Gegenverkehr noch einen Kilometer entfernt ist oder nicht, anhalten scheint jedenfalls die bessere Lösung zu sein.

Alles nur, weil ich mal eine Stunde später unterwegs war. Manchmal reicht eben schon ein kleiner Schubser am Zeitrad, und die ganze Szenerie wirkt wie ein anderes Universum. :mrgreen:

 


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Nass ist neu, nass verwirrt!

Nass ist neu, nass verwirrt!Ein Tropfen reicht für die große Verwirrung

Kaum fällt nach Tagen voller Trockenheit am frühen Morgen ein bisschen Regen, schon ist die Straße nicht mehr wiederzuerkennen.

Also nicht die Straße, der ist das egal, sondern die Leute, die darauf unterwegs sind.

Plötzlich schleicht alles, als hätte jemand Schmierseife verteilt. Fernlicht wird zum Pflichtprogramm, schließlich muss man durch den Regen hindurchsehen, auch wenn der Gegenverkehr dabei halb blind wird. In dem Fall: ICH! :shock:

Überholen?

Auf keinen Fall!

Jeder weiß doch, dass im Regen die geheimen Geister der Landstraße auftauchen, die sofort zuschlagen, wenn einer auch nur ansatzweise schneller als 60 fährt. Dass selbst der schwere Lkw davor im Vergleich sprintet, das ist total uninteressant. :roll:

Und das Schönste:

Die grüne Ampel außerorts.

Da rollt man selbstverständlich mit 40 an, man weiß ja nie, gell?

Lieber zehn Sekunden auf Schrittgeschwindigkeit runterbremsen, bevor man riskiert, dass die Reifen bei Regen das tun, wofür sie erfunden wurden – nämlich am Asphalt haften.

Merke: Bei nasser Straße wird das Auto sofort unkontrollierbar!

Am Ende wirkt es fast so, als gäbe es zwei Straßenverkehrsordnungen:

Eine für trocken, eine für nass.

Leider steht in der nassen Version nicht drin, dass man auch bei Regen noch Auto fahren darf, aber das habe ich bestimmt falsch verstanden :mrgreen:

 


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Dies und das noch:

Ist das Kunst, oder kann das weg?

Asphaltkunst?Was man so entdeckt

An den letzten Abenden (oder auch in den letzten Nächten) war ich ja beruflich on the road.

Wir haben Arbeiten in und an einem Autobahntunnel durchgeführt, dazu war es notwendig, dass wechselseitig immer mal Teile des Tunnels und der Zufahrten für den Autoverkehr gesperrt wurden.

Man gelangt also an Orte, die man im normal fließenden Verkehr nicht betreten sollte und an denen man während der Fahrt kaum Gelegenheit hat, sich den Asphalt anzuschauen.

Jetzt ging es aber!

Nun, ich überlasse jedem die Interpretation dieser „Asphaltkunst“ mal selbst … ;-)

Persönlich sehe ich da natürlich ein lächelndes Gesicht mit großen Augen :mrgreen:

Wo das war?

Bis zum 15. August 2025 fanden auf der A60 im Tunnel Mainz‑Hechtsheim nächtliche Reinigungs- und Wartungsarbeiten statt. Dort waren jeweils zwischen 20:00 Uhr und 5:00 Uhr zeitweise Fahrstreifensperrungen notwendig, pro Fahrtrichtung blieb jedoch immer mindestens ein Streifen offen, damit der Verkehr weiterfließen konnte.

 


 

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Einfach mal platt sein!

Einfach mal platt sein!Also, die Dose meine ich natürlich ;-)

Eben noch lag sie da, leer, vom Fisch befreit, einfach so an einer Kreuzung.

Nur einen Lkw später war sie platt, beinahe nur noch Alufolie.

Nicht „bisschen eingedrückt“, sondern richtig platt – beinahe nur noch Alufolie mit Erinnerungen.

So geht Recycling!

(Ja, in meinem Kopf ist alles okay, was dachtet Ihr denn? :mrgreen: )

Warum ich den Müll blogge?

Weil das Dingen da spiegelnd in der Sonne lag und ich dann immer reagiere wie eine Elster, könnte ja was Wertvolles sein, oder? Ne … war’s nicht … :roll:


 

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Wildwechsel ist kein Scherz!

Wildwechsel ist kein Scherz!Der Schreck sitzt

Wisst ihr, wann man morgens so richtig wach ist?

Beim Autofahren, voll in Gedanken, auf dem Weg zur Arbeit?

Wenn plötzlich vor einem alles quietscht, rot aufleuchtet und Reagieren angesagt ist!

Warum?

Weil Reh-Junior mal eben aus dem Graben auf die Fahrbahn gehüpft ist und eine Weile den Asphalt untersuchen musste!

Ich weiß, auf dem Foto ist es leider nicht gut zu erkennen, aber in der Sekunde hatte ich andere Probleme, als auf die Bildqualität der Dashcam zu achten ;-)

Obendrein verzerrt die Kamera auch die Perspektive, real war das alles ein ganzes Stück weiter vor meiner Motorhaube.

Ernsthaft muss ich zugeben, dass ich auch zuweilen die Schilder mit der Warnung vor Wildwechsel eher einfach an mir vorbeiziehen lasse, aber seit ich im Odenwald lebe, habe ich sie doch im Hinterkopf.

Wobei das Tier an sich gar nicht mal so das Problem war, eher die anderen Fahrzeuge. Was manche Menschen unter Ausweichen und Gefahrenbremsung verstehen, unterscheidet sich doch stark von dem, was ich in solchen Momenten mache.

Egal, nix passiert, aber der Schreck, der sitzt :shock:

Das Reh war allerdings eher chillig unterwegs, es ist dann doch eine Weile stehengeblieben und hat die Gesichter begutachtet, die da in den Autos zu sehen waren. Zugegeben – wir werden alle ziemlich bescheuert geguckt haben :mrgreen:

Kurze Info dazu

Auch im Juli ist mit Wildwechsel zu rechnen. Gerade Rehe sind das ganze Jahr unterwegs, aber im Sommer steigt die Gefahr nochmal, weil dann ihre Paarungszeit (die Blattzeit) beginnt.

Da wird viel herumgerannt, gejagt und Straßen werden öfter überquert, auch früh morgens oder spät abends.

Dazu kommen Jungtiere, die anfangen, die Gegend zu erkunden. Im Odenwald also definitiv ein Thema, selbst mitten im Sommer!

Also: Augen auf!

 

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Dies und das noch:

282 – Ein Zeichen der Offenbarung!

Es kann mehr, das Zeichen 282 (KI made)Es kann mehr, das Zeichen 282

Jeder, der ein Fahrzeug lenkt, kennt es: Das Zeichen 282!

Dieses Schild mit den fünf schrägen schwarzen Linien auf weißem Grund, eingefasst von einem schwarzen Rand.

Bedeutung:

Vorschriftzeichen 282 StVO beendet alle für den Streckenabschnitt geltenden Verbote im Hinblick auf Tempo und Überholen, sozusagen „freie Fahrt voraus!

Doch dieses Schild kann mehr

Es ist kein bloßes Verkehrszeichen – es ist ein Spiegel. Ein durch eine Blechplatte ermöglichter Röntgenblick in die Seelen der Verkehrsteilnehmer.

Spontan fühlen sich manche plötzlich völlig frei!

Endlich raus aus der 70er-Zone, rein in den Tempowahn. Man müsste ihnen glatt zwei Gaspedale geben – eines scheint in dem Moment einfach nicht zu reichen.

Andere dagegen wirken wie vom Leben gebeutelt.

Sie trauen der Freiheit nicht mehr so recht. „Es wird eh nicht besser„, raunt ihr innerer Monolog. Also lieber ein bisschen langsamer, dann hält das Gefühl von Kontrolle wenigstens ein paar Meter länger.

Und manche … Ja, manche zeigen uns das wohl menschlichste Muster von allen: das schwankende Mindset.

Sie starten stark, voll im Plan. Ran an das Erlaubte und dann?

Plötzlich – Zweifel!

Ein innerer Schalter kippt, sie drosseln, 100… 90… 85… man weiß nie so genau. Vielleicht ist da vorn ja schon wieder die nächste 70er-Zone?

Oder gar 50?!

Also lieber gleich flexibel auf alles einstellen. Vorsichtshalber.

Multiflexibel. Dauerschleife. Wird schon passen. Vielleicht. Wenn man es denn kennt oder überhaupt bemerkt hat.

Final?

Der Hintermann will den Abstand einhalten.

Kann er nicht.

Er bleibt weiter zurück.

Es entsteht Freiraum.

Und final?

Des einen Fahrers Sicherheitsabstand ist die Lücke zum Einscheren des anderen, gell? ;-)


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