Reaktion, Verwirrung, Überforderung?

Fernlicht, das unheimliche WesenFernlicht, das unheimliche Wesen

Unter der Woche bin ich früh unterwegs, das Zifferblatt zeigt irgendwas zwischen fünf und sechs Uhr.

Um die Zeit ist es so gut wie immer dunkel, streckenbedingt ist es viel Landstraße. Wer das kennt, weiß, warum man auf freien Abschnitten gern mehr sehen möchte, Fernlicht liegt da nahe.

Nach tausenden Kilometern auf immer denselben Wegen frage ich mich inzwischen trotzdem, ob mit der Reaktionsfähigkeit der Menschheit irgendwas passiert ist.

Gefühlt schafft es mindestens jeder Dritte nicht mehr, bei Gegenverkehr das Fernlicht zeitnah auszuschalten. Manche lassen es gleich komplett an. Das ist kein einzelner Spezialist, das ist eine Disziplin mit Breitenwirkung.

Was steckt dahinter, was passiert da im Kopf?

Ist der Weg vom Auge zum Hirn inzwischen so lang, dass unterwegs noch kurz ein Kaffee gekocht wird?
Hängt es am Weg vom Hirn zur Hand, weil man erst mal den Hebel sucht, den man seit Jahren täglich benutzt?
Wird einfach erwartet, dass das Auto das schon regelt, obwohl die Technik das in der Regel ziemlich gut kann, wenn sie aktiv ist und nicht ignoriert wird?

Lifehack der persönlichen Art?

Dann gibt es noch die ganz besondere Variante, die man irgendwann wiedererkennt, weil sie zuverlässig immer gleich kommt.
Ein Scheinwerfer bleibt beim Abblendlicht ganz aus, weil das Leuchtmittel den Weg alles Irdischen gegangen ist, also wird das mit Fernlicht überbrückt.
Dauerhaft, weil man sonst ja zu wenig sieht. Dass man damit allen anderen die Netzhaut neu kalibriert, wird offenbar als Kollateralschaden verbucht. Selbst im Dunkeln merkt man irgendwann, dass es ziemlich sicher immer das gleiche Auto ist. Neue H4 heißt in dem Fall nicht Luxus, sondern einfach nur „Problem gelöst“.

Ich habe dazu schon mal was geschrieben, damals eher als Versuch, den Blendrekord wenigstens nicht täglich neu zu überbieten. Wer das nachlesen will, hier entlang ;-)

Heute ist das eher ein Nachtrag, weil es sich nicht wie ein Ausrutscher anfühlt, sondern wie ein Trend. Überforderung wirkt inzwischen serienmäßig, Reaktionszeit klingt manchmal wie ein theoretisches Konzept, Fernlicht wird von manchen behandelt, als wäre es kein Lichtmodus, sondern eine Lebenseinstellung.

Ich wollte es nur mal sagen, weil ich immer noch geflasht bin von so viel Erleuchtung … :roll:

 

 

   

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Wenn Bremsen zum Prinzip wird

0-kmh-Tachometer-DesasterkreisZu langsam für die Vernunft

Ich bin ja wirklich kein Freund davon, hirnlos über die Straßen zu brettern, aber zügig fahren ist eben auch kein rasen.

Schau, was auf der Straße los ist

Es kommt eben darauf an, was um einen herum los ist. Auf einer freien Landstraße, auf der 100 km/h erlaubt und auch machbar sind, da kann man die auch fahren.

Ist das Wetter mies, der Verkehr nicht überschaubar oder mit Wildwechsel zu rechnen, ist eben Vorsicht angesagt.

Was mir aber immer öfter auffällt

Viele fahren nicht vorsichtig, sondern ängstlich.
Da sitzt jemand am Steuer, verkrampft schon beim Geradeausfahren und tastet sich mit 60 dahin, wo 100 erlaubt wären.
Nicht, weil er provozieren will, sondern weil er schlicht überfordert ist.

Diese Art von „Sicherheit“ ist trügerisch!

Sie wirkt ruhig, ist aber in Wahrheit ein ständiger Alarmzustand.
Man merkt es an den kleinen Dingen: zu spät geblinkt, abrupt gebremst, der Blick starr auf die Motorhaube, als wäre dort schon das sichere Ziel, wenn man nur lange genug hinstarrt.

Und hinter solchen Autos passiert das, was jeder kennt

Der Rhythmus ist weg, das Denken auch bald.
Man fährt nicht mehr, man hängt einfach fest.
Dann glaubt einer, er müsste zeigen, dass es auch anders geht, genau dort, wo es keiner braucht.

Ganz schlimm wird es, wenn dann noch ein Traktor, ein Linienbus oder ein Radfahrer vor diesen Helden der Bremsscheibe auftaucht.
Dann entsteht eine Kolonne der Ratlosigkeit, in der irgendwann jemand meint, er müsse die Entscheidung für alle treffen.
Das geht oft gut, aber manchmal eben nur knapp.

Ich glaube, viele wollen gar nicht langsam fahren, sie trauen sich einfach nicht, normal zu fahren.
Und so wird Angst zur Verkehrspolitik auf Rädern.

Vernunft bedeutet nicht, jeden Meter zu fürchten, sondern ihn einzuschätzen.
Das ist der Unterschied zwischen bremsen und wissen, wann man’s sollte.

Gedacht und im Kopf verfasst heute früh, als ich bei LEICHTEM Nebel doch länger zur Arbeit gebraucht habe und das, ohne dass wirklich das Wetter schuld war ;-)

 


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Geschwindigkeit ist tatsächlich relativ

Geschwindigkeit ist tatsächlich relativAlles ist besser als null

Da ich heute gefühlt den größten Teil des Tages hinter dem Lenkrad verbracht habe, ist meine Energie viel Text in den Blog zu packen, tatsächlich eher gering.

Eine kleine Erkenntnis

Eines ist aber sicher – wenn man sich mal wieder aufregt, wie langsam es gelegentlich auf der Autobahn vorwärtsgeht, dann bedenke man: Langsamer als stehen bleiben geht nicht :mrgreen:

Eigentlich wollte ich heute ein paar Zeilen dazu schreiben, dass mein Job mich aktuell tatsächlich nach Duisburg geführt hat, aber das verschiebe ich jetzt einfach ;-)

 


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Eine Stunde später, eine andere Welt

Wild(er)wechsel muss nicht nur Tiere betreffenUnterwegs im ganz eigenen Straßenkino

Normalerweise fahre ich meine Strecke zur Arbeit immer etwa zur gleichen Zeit. Heute war wegen einer Veranstaltung in der Firma aber alles anders, ich war exakt eine Stunde später unterwegs.

Das allein reichte offenbar schon, um in eine völlig andere Verkehrswelt zu geraten. Ich habe gleich die Strecke gewählt, die ich sonst eher meide, weil mir schon bei den ersten Kilometern merkwürdig vorkam, was die Mitfahrer auf dem Asphalt so veranstalten.

Da blinkt einer links beim Einbiegen in den Kreisverkehr, aber nicht mehr bei der Ausfahrt. Auf der Landstraße tuckern andere mit 75 durch die 100er Zone, während gleichzeitig jeder Ampel mit übertriebenem Bremsen begegnet wird, es könnte ja irgendwann rot werden.

Und wenn am Straßenrand ein Auto steht, muss sofort die Rettung in Form eines hektischen Schlenkers in Richtung Fahrbahnmitte erfolgen. Ganz egal, ob der Gegenverkehr noch einen Kilometer entfernt ist oder nicht, anhalten scheint jedenfalls die bessere Lösung zu sein.

Alles nur, weil ich mal eine Stunde später unterwegs war. Manchmal reicht eben schon ein kleiner Schubser am Zeitrad, und die ganze Szenerie wirkt wie ein anderes Universum. :mrgreen:

 


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Nass ist neu, nass verwirrt!

Nass ist neu, nass verwirrt!Ein Tropfen reicht für die große Verwirrung

Kaum fällt nach Tagen voller Trockenheit am frühen Morgen ein bisschen Regen, schon ist die Straße nicht mehr wiederzuerkennen.

Also nicht die Straße, der ist das egal, sondern die Leute, die darauf unterwegs sind.

Plötzlich schleicht alles, als hätte jemand Schmierseife verteilt. Fernlicht wird zum Pflichtprogramm, schließlich muss man durch den Regen hindurchsehen, auch wenn der Gegenverkehr dabei halb blind wird. In dem Fall: ICH! :shock:

Überholen?

Auf keinen Fall!

Jeder weiß doch, dass im Regen die geheimen Geister der Landstraße auftauchen, die sofort zuschlagen, wenn einer auch nur ansatzweise schneller als 60 fährt. Dass selbst der schwere Lkw davor im Vergleich sprintet, das ist total uninteressant. :roll:

Und das Schönste:

Die grüne Ampel außerorts.

Da rollt man selbstverständlich mit 40 an, man weiß ja nie, gell?

Lieber zehn Sekunden auf Schrittgeschwindigkeit runterbremsen, bevor man riskiert, dass die Reifen bei Regen das tun, wofür sie erfunden wurden – nämlich am Asphalt haften.

Merke: Bei nasser Straße wird das Auto sofort unkontrollierbar!

Am Ende wirkt es fast so, als gäbe es zwei Straßenverkehrsordnungen:

Eine für trocken, eine für nass.

Leider steht in der nassen Version nicht drin, dass man auch bei Regen noch Auto fahren darf, aber das habe ich bestimmt falsch verstanden :mrgreen:

 


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Von Autofahrten und Unerklärlichem

Von Autofahrten und UnerklärlichemWTF?

Das Thema:

Der Versuch, zu verstehen, was in den Köpfen anderer Autofahrer vorgeht.

Die Szene

Heute früh, irgendwas um und gegen 5:30 Uhr, leichter Regen, es ist noch dunkel.

Ich fahre zur Arbeit, der Weg führt nur über Landstraße, rund 30 Kilometer. Ich sehe in der Ferne Rücklichter, offensichtlich fährt da vorne irgendwo ein Auto, was an sich jetzt nicht so spannend ist.

Allerdings schließe ich recht schnell auf, „Oh ne, nicht wieder so ein Schleicher!„, denke ich.

Wir fahren kurz darauf durch die erste Ortschaft, das Auto vor mir gibt Gas, zischt regelrecht los – scheinbar war meine Sorge unbegründet, dass die Fahrt wieder eher im Schleichgang endet.

Dann wird’s seltsam

Eben in der Ortschaft ist mir dieses Fahrzeug regelrecht weggefahren und ich hätte ein Blitzer-Ticket riskiert, bei dem Versuch, die Lücke zu schließen.

Danach aber wieder, außerorts, auf der Landstraße der gleiche Gag, die Karre da vorne wird zum Hindernis. Augenscheinlich kein Bremsvorgang oder so, einfach „schneller wird hier nicht gefahren!

Plötzlich gibt der uns entgegenkommende Linienbus Lichthupe und ich hatte schon vorher den Eindruck, dass das auch andere Auto schon taten, wenn sie nahe genug dran waren.

Erkenntnisse

Natürlich wird man dann neugierig, was wohl der Auslöser solche Aktionen ist. Man achtet gezielt auf das, was vor einem geschieht und stellt fest:

Dieser Mensch, der ha hinter dem Lenkrad vor einem sitzt, schaltet außerhalb der geschlossenen Ortschaften das Abblendlicht aus! :shock:

Da ist in den letzten Jahren nun schon das zweite Mal, dass ich das erlebe, nur bei der Situation damals, war gleich ganz duster – im Ort Licht an – draußen Dunkelkammer.

So, ja, jetzt sitze ich da und überlege, wer mir das wohl erklären kann …


 

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Eine Idee für ein neues Verkehrszeichen

Wild(er)wechsel muss nicht nur Tiere betreffenWild(er)wechsel muss nicht nur Tiere betreffen

Manchmal hat man den Eindruck, dass bestimmte Tage im Straßenverkehr unter einem ganz besonderen Stern stehen – einem sehr verwirrten, leicht aggressiven, definitiv nicht nüchternen Stern :roll:

Es ist nämlich nicht so, dass sich verschiedene Arten von Verkehrs-Absurditäten gleichmäßig über die Woche verteilen würden.

Nein

Sie kommen in Schüben!

Wie Mücken nach Regen oder neue beste Freunde bei Freibier …

Da ist Montag zum Beispiel „Ich blinke links und fahre rechts„-Tag, Dienstag hat dann das „Ich fahre mit dem Fahrrad einfach über den Zebrastreifen, obwohl ich gar nicht absteige oder es ankündige„-Motto.

Und wenn Mittwoch ist, fahren plötzlich alle mit exakt 43 km/h durch die 100er-Zone, weil… keine Ahnung, vermutlich Angst vor Luftveränderung? Fahrtwind, weil keine Windschutzscheibe mehr da ist?

Donnerstags? Da wird dann „Rechts vor links“ – kreativ neu interpretiert, gerne auch im Kreisverkehr. Und freitags blinken alle so, als gäbe es Sonderzeichen für „Ich hab’s selber noch nicht entschieden“.

Man fragt sich irgendwann wirklich

Wo werden diese Leute programmiert?
Ist das irgendein Cloud-Update? Kommt da eine neue Firmware für „Verkehrsteilnehmer mit Störungen“ per OTA rein?

Das kann doch nicht mehr Zufall sein, wenn einem auf einer einzigen Fahrt gleich mehrfach auffällt, dass da draußen kollektiver Funktionsausfall herrscht.

Das ist wie Wildwechsel, nur nicht mit Rehwild.

Deshalb meine Idee

Ein neues Verkehrszeichen!

Wer weiß, vielleicht hilft’s ja.

Oder es ist wenigstens ein kleiner Trost, wenn man wieder einmal denkt:

Ich bin nicht irre – das passiert wirklich gerade.

:mrgreen:


 

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Hinten die Wirkung – vorne die Ursache

KI-Szene: Bus im RegenNicht direkt Hellsehen (eher rot)

In der Regel KANN man früh gegen 5 Uhr 30 Glück haben und die Straßen sind frei.

Ein kleines Bisschen schmälert sich die Hoffnung auf diesen Zustand allerdings, wenn es regnet – angepasste (…) Fahrweise und so.

Persönlich finde ich es auch durchaus angebracht, entsprechend der Straßenverhältnisse zu fahren, solange man das am Ende eben noch als Fahren bezeichnen kann.

Eines ist jedenfalls sicher

Wenn auf einer Strecke, die ansonsten eigentlich bestenfalls in der Ferne vor einem ein Auto erahnen lässt, plötzlich eine ganze Reihe Rücklichter immer größer werden, dann befindet sich das Problem eher an der Spitze dieser hoffentlich noch rollenden Reihe.

Da denkst’e, irgendjemand glaubt mal wieder, dass bei Regen Panik Pflicht ist und plötzlich Monster aus der Straße schießen oder etwas in der Art. Aber nein, keine Apokalypse, kein plötzlicher Krater – nur wieder der weiße Kleinbus des Reiseunternehmens S!

(Un)glücklicherweise bin ich so weit von der Spitze entfernt, dass sich der Gedanke an ein Überholen getrost wegschieben lässt, obwohl die Mitleidenden vor mir schon so einiges riskieren, um an dem Ding vorbeizukommen.

Junge, Junge, da entwickeln sich regelrechte Stunt-Szenen! Das wäre ja fast unterhaltsam, wenn es nicht so brandgefährlich wäre. Denn wenn’s vorne kracht, kann das hinten immer noch böse enden.

Fazit

Wenn vor Dir die Schlange leuchtet, ist das kein Zeichen für Gemütlichkeit, sondern für Pulsbeschleunigung :roll:


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30 km/h – länger ist immer gut!

Gefahren durch 30er-Zonen, über die keiner spricht!Begleiterscheinungen in 30er-Zonen, über die keiner spricht!

Ich weiß, dass das Thema „30 überall“ gerne polarisiert, deshalb will ich da gar nicht drauf eingehen, ob es nun sinnvoll oder nicht ist.

Bestimmten Menschen kann man eben ihre persönliche Ideologie nicht ausreden, sieht man ja auch an anderen Stellen.

Egal, darum geht es mir jetzt gerade gar nicht mal, eher um die Begleiterscheinungen von 30er-Zonen, über die kaum jemand spricht! ;-)

Unterschätzte Nachteile:

  • Der Blutdruck steigt, wenn man das Schild plötzlich an Stellen sieht, an denen bis gestern gar keines war.
  • Er steigt noch weiter, wenn jemand zeitliche Einschränkungen wie zum Beispiel „Von 22 – 6 Uhr“ nicht registriert oder kapiert.
  • Es dauert einfach länger, bis das Pizzataxi ankommt.
  • Die Pizza kommt kälter an, als es sein müsste.
  • Man kann schnell erkennen, wer 25 nicht von 30 km/h unterscheiden kann.
  • Es stellt sich an jedem Blitzer heraus, wer den Unterschied zwischen angepasst fahren und Bremstest nicht verstanden hat.
  • Der erste in der Schlange bestimmt den Rhythmus, siehe die vorherigen beiden Punkte (Ja, das gilt tatsächlich überall.
  • Fußgänger brauchen keine Ampeln mehr, die Lücke zum Überqueren der Straße reicht immer und falls nicht, ist es ja eine 30er-Zone, da muss das Auto einfach schlagartig stoppen können.
  • Aus normalem Abstand werden plötzlich Lücken, in die man sich aus Seitenstraßen und Parklücken „mal eben“ vorschnellend reinzwängt.

Ungeahnte Vorteile:

  • Adrenalinkick, wenn du ein 15 km/h schnelles Fahrrad überholen möchtest.
    Kein Fitnessstudio mehr nötig! 30/50/30 trainieren die Wadenmuskulatur am rechten Bein.
  • Der Lkw, der früher in 3 Sekunden an deinem Fenster vorbeigefahren ist, kann jetzt bewundert werden, wenn er jetzt stattdessen im Stop-and-Go 1-2 Minuten vor dem Haus kriecht.
  • Man kann sehen, wie viel Potenzial die Seitenstraßen haben, wenn da ungeahnte Schlangen auf eine Lücke zum Einscheren warten.
  • Du kennst nach einer Weile alle Schaufenster sehr genau, immerhin bist Du früher ja effizient daran vorbeigefahren.
  • Du lernst die Pizza-Sorte „Frozen-Ice“ kennen!
  • Bestimmte Parteien können beweisen, wie gut sich Dinge einführen lassen, die nur eine Minderheit toll findet.
  • Im Gespräch über solche Dinge merkst du schnell, wem du einfach nichts zu sagen hast.

Die Liste ist bestimmt nicht vollständig, nein, ganz bestimmt nicht :mrgreen:

   

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Fahre früh, dann sind die Straßen frei

KI-Szene: Bus im RegenDas gilt wohl nicht mehr …

Kennt Ihr das?

Man muss morgens so gegen 5:25 Uhr zur Arbeit fahren. Die Zeit ist absichtlich so gewählt, weil die Straßen zu dieser Uhrzeit in der Regel leer(er) sind.

Okay, ich bin eigentlich nie im Zeitdruck, aber im Grunde geht es mir ja darum, einfach anzukommen, mehr nicht.

Klar, ich fahre gerne Auto, aber wenn ich Spaß haben will, dann starte ich:

Nicht um diese Uhrzeit.
Nicht im Dunkeln.
Nicht bei der Kälte.
Nicht im Regen.
Nicht bei Dingens

Normalerweise klappt das morgens auch ganz gut – Betonung auf „normalerweise“.

Womit es losgeht?

Damit, dass Busse anscheinend eine Art „flexiblen Fahrplan“ haben.
Der 693er zockelt gerne mal gemütlich vor mir her, weswegen ich meine Abfahrtszeit genau so gelegt habe, dass er idealerweise hinter mir bleibt. Locker hinter mir bleibt.

Heute?

Keine Chance!

Er ist entweder später gestartet oder hat sich spontan überlegt, mein persönlicher Führer zu sein. Jedenfalls habe ich ihn nach dem Abbiegen auf die Hauptstraße direkt vor der Nase.

Überholen?

Bei dem Sauwetter?

Vergiss es.

Also ausharren. Manchmal hilft allerdings der Zufall und am Gumpener Kreuz fährt er tatsächlich in die Haltestelle. Ich kann endlich vorbei und denke: „Das war’s!“.

ABER!

Von links erscheint an der Kreuzung der weiße Kleinbus des Reiseunternehmens S und hat Vorfahrt, was natürlich bedeutet, ich habe dieses Gefährt nun VOR mir“ Da stellen sich bei mir sofort alle Nackenhaare auf, weil ich diese Karre schon öfter vor der Nase hatte. Wer auch immer da fährt – er oder sie hat da was mit dem Bedienen eines Autos auf der Straße und im Verkehr nicht verstanden!

Mehr als 70 in den 100er-Zonen? Fehlanzeige. Und bei jedem neuen Geschwindigkeitsbegrenzungsschild wird gebremst, völlig egal, ob die erlaubte Geschwindigkeit überhaupt erreicht ist. Danach wird dann auf irgendeinen Zufallswert beschleunigt – gerade so, dass man keine Chance hat, vorbeizuziehen. Außer im letzten Drittel von geschlossenen Ortschaften, da gibt das Teil dermaßen Speed, dass ich mal lieber im Rahmen des Erlaubten bleibe.

Das Ganze zieht sich, bis ungefähr zwei Drittel der Strecke hinter mir liegen. Endlich biegt er ab, der Kleinbus.

Aber die Freude währt nur kurz

Es ist fast schon ein Klischee, aber meine Erfahrung hat mich gelehrt:

Wenn ein SUV mit „E“ auf dem Kennzeichen vor einem auftaucht, wird’s merkwürdig. Nicht generell, aber auffallend oft … Und ratet mal, was keine 100 Meter weiter den Kleinbus ablöst. Richtig! Ein SUV mit „E“.

28 in der 30er-Zone, 35 in den 50ern – und bei jedem Anzeichen von Gegenverkehr wird gebremst.

Kurve? -> Bremsen.

Fahrbahnverengung? -> Bremsen.

Wahrscheinlich bremst der Typ*In*Innen ( :mrgreen: ) auch, wenn sich die Farbe des Autos vorm ihm/ihr/es ändert!

Die ganzen anderen Kleinigkeiten wie unbenutzte Blinker, endloses stehen an auf grün geschalteten Ampeln oder Panikbremsungen an stationären Blitzern fallen da gar nicht mehr ins Gewicht.

Aber mal ehrlich, also, weil das ja immer mal Thema ist und oft als Argument gepredigt wird:

Wenn man wirklich Energie sparen will, dann doch sicher nicht mit diesen ständigen Brems- und Beschleunigungsorgien. Jetzt komme man mir auch nicht mit dem Schlagwort „Sicherheit“! Diese Leute fahren alles andere als sicher und sorgen durchaus auch für Unsicherheiten und Missverständnisse bei den restlichen Verkehrsteilnehmern, ganz zu schweigen von der verschwendeten (eigenen) Lebenszeit. :roll:

Aber eigentlich passt das gut zu gestern Nachmittag

Auf dem Rückweg lief das genauso ab, nur mit anderen Akteuren.

Da gab’s eine Fahrschule, die jede mögliche Unsicherheit in Sachen Anfahren und einfach auch Weiterfahren perfekt demonstrierte. Okay, ja, die Leutchen lernen noch, da bin ich nachsichtig, allerdings erschließt sich mir auch hier nicht, warum man mit 30 km/h bei freier Fahrbahn durch Reichelsheim tuckern muss.

Vor allem, wenn man doch vorher schon bewiesen hat, dass 70 Kilometer pro Stunde auf der Landstraße durchaus gemeistert werden (in der 100er-Zone).

Als Bonus dann noch den Fahrer eines 3,5-Tonners, der sein Fahrzeug offensichtlich eher als Flugzeugträger eingeschätzt hat. Dazu, Trommelwirbel, ein weiterer SUV mit „E“ auf dem Kennzeichen. Andere Farbe, anderer Hersteller, aber die Fahrweise des „Klienten“? Copy & Paste.

Was ich damit sagen will?

Es geht doch nichts über eine Extra-Portion Puls ;-)

 

   

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Wie man den Blend-Rekord knackt

Fernlicht-Allüren?Fernlicht-Allüren?

Kennt Ihr das?

Ihr fahrt entspannt durch die Nacht (den frühen Morgen ….), die Straße vor Euch ist ruhig und dunkel.

Bis plötzlich ein kleiner Stern in Form eines Autos auftaucht, dessen Fahrer offensichtlich vergessen hat, dass Fernlicht keine Lichttherapie ist.

Heute früh (und immer wieder)

Ich komme mit normalem Licht entgegen, und da ist er, der Herr oder die Dame, mit gefühlt dem Licht einer Großraum-Bühne, das direkt in meine Augen zielt.

Reaktion? Fernlicht wird ausgeschaltet, aber erst, als ich quasi schon im Scheinwerferlicht zur Fotosynthese ansetze und den Effekt gerade noch im Rückspiegel entdecke.

(Das Foto dient übrigens echt nur der Illustration, die Fernlicht-Szenen haben schlicht eine weiße Fläche mit Flecken erzeugt.)

Das ist aber noch nicht alles

Neue Mode?

Innerorts mit Fernlicht unterwegs :roll:

Vielleicht wollen sie ja den Sternenhimmel beleuchten oder sicherstellen, dass wirklich auch das Ortsende erstrahlt – ich weiß es nicht …
Praktisch ist das aber ’ne Nullnummer, besonders für die armen Teufel im Gegenverkehr, die während der nächsten paar Meter nur noch den Fahrbahnrand zur Orientierung haben.

Also, liebe Fernlichtfreunde (mit negativem Reaktionskoeffizienten)

Wenn Ihr den Tag für andere nicht zum aufgezwungenen Stadion mit Flutlicht machen wollt, schaltet um!

Man erkennt den Gegenverkehr in der Regel an so kleinen Lichtpunkten, die größer werden ;-)

Und ja, ich weiß, man kann das GELEGENTLICH kurz verpeilen, aber nicht dauernd und schon gar nicht hunderte von Metern weit.

Meine Netzhaut und ich danken Euch!

 

   

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Heidelberg hat harte Regeln im Verkehr!

leute_auf_dem_fahhrad_stehend_muessen_wartenDu nicht!

Also, dann fassen wir mal zusammen:

Wer in Heidelberg die Straße überqueren darf, ist ziemlich streng geregelt.

Dagegen liest sich die Straßenverkehrsordnung wie eine oberflächliche Richtlinie ;-)

 

Hoffentlich fühlt sich da nicht gleich wieder jemand diskriminiert :roll:

In dem Fall hier dürfen also Menschen, die über ihrem Fahrrad schweben, nicht die Straßenseite wechseln. Ok, das kann ich verstehen, der Anblick könnte schon die anderen Verkehrsteilnehmer irritieren :mrgreen:

Leute mit Hut müssen ja auch ziemlich auf der Hut sein.