Wind zurück an die Natur

Solarpanel versorgt einen kleinen USB-Ventilator im Garten.Sonne rein, Wind raus

Was macht man, wenn der Sommer einen garkocht?

Richtig, sich in den Schatten setzen oder einen Ventilator nutzen. Oder? Oder beides!

Wie man so etwas auch noch so dreht, dass sich das Ganze aus der Natur speist und sogar etwas zurückgibt?

Man nutzt folgende Ausstattung :mrgreen:

Einen kleinen akkubetriebenen USB-Ventilator mit USB-C-Anschluss, dazu mein faltbares 21-Watt-Solarpanel mit zwei USB-Ports und natürlich ausreichend Sonne. An der mangelt es schließlich genau dann nicht, wenn man den Ventilator am dringendsten braucht.

Energiewende im Gartenstuhlformat

Das Solarpanel kommt in die Sonne, der Ventilator ans USB-Kabel und schon läuft der Kreislauf. Die Sonne versorgt das Panel, das Panel lädt den Akku des Ventilators und der Ventilator kühlt mich.

Falls sich zwischendurch eine Wolke wichtigmachen möchte, übernimmt der Akku. Das Ganze funktioniert also sogar ohne App, Anmeldung, Update oder irgendein deutsches Großprojekt, das schon beim ersten Schattenwurf ins Wanken gerät.

 

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Normalerweise nutzt man den Wind der Natur, um Strom zu erzeugen. Ich mache es einfach andersherum und nutze die Sonne, um Wind zu erzeugen.

Die Natur liefert mir Energie, ich gebe ihr dafür ein bisschen Wind zurück. 😂

 

 

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Der hwV will eine neue Tastatur

CHERRY Bluetooth-Tastatur mit ein bisschen KI-Tischdeko 😉Elf Jahre alt, gestern erst ausgepackt

Kennt ihr den hwV?

Nein?

Irgendwo hier im Blog ist er schonhabe einmal aufgetaucht, damals wegen Springsteen, einem Heft und einer Schallplatte.

Das ist der haben will Virus! ;-)

Eine ziemlich hartnäckige Erscheinung, die bevorzugt dann zuschlägt, wenn irgendwo etwas Neues glänzt und das vorhandene Gerät ausgerechnet noch tadellos funktioniert.

Aktuell hat er sich meine Bluetooth-Tastatur ausgesucht, eine CHERRY aus dem Jahr 2015, also praktisch gestern gekauft. Der Kalender behauptet zwar, dass inzwischen mehr als elf Jahre vergangen sind, aber Kalender neigen bekanntlich zur Erbsenzählerei.

Die genaue Bezeichnung lautet CHERRY JK-0600DE, verkauft wurde sie seinerzeit, glaube ich, als CHERRY KW 6000 (oder war’s umgekehrt?).

Egal, damals war es jedenfalls gar nicht so einfach, eine Bluetooth-Tastatur zu finden, die bezahlbar, ordentlich verarbeitet und trotzdem angenehm zu tippen war.

Mehrere No-Name-Modelle vor ihr hatten ungefähr ein Jahr durchgehalten (wenn denn …), danach waren sie Elektroschrott mit Tasten. Die CHERRY lief dagegen an verschiedenen Tablets, an Raspberry Pis und gelegentlich sogar am Smartphone, wenn längere Texte auf Glas ungefähr so verlockend wirkten wie ein Zahnarzttermin mit anschließendem Finanzamtbesuch.

Selbst der fest eingebaute Akku macht noch mit, der Anschlag gefällt mir weiterhin und ausgelutscht wirkt sie ebenfalls nicht.

Für den hwV ist das natürlich eine denkbar ungünstige Ausgangslage :roll:

Neu wäre trotzdem irgendwie … na ja … neuer eben!

Natürlich gibt es inzwischen Tastaturen, die besser auf Android zugeschnitten sind, mehrere Geräte speichern können und vielleicht sogar einen Fn-Lock besitzen. Dem hwV reicht diese Erkenntnis vollkommen aus.

(Nebenbei, liebe Entwickler: Ist die Menschheit in eurer Vorstellung schon so verblödet, dass sie die Lala-Laune-Tasten eher braucht als die eigentlichen Werkzeuge? Klar, warum sollte ich nicht ständig lauter und leiser machen, während im Workflow eigentlich nur der Browser aktualisiert werden muss  …)

Zurück zum Thema hwV

Er braucht keinen Defekt, keine Notlage und schon gar keinen vernünftigen Grund. Ihm genügen ein paar Produktbilder, technische Daten und die leise Behauptung, dass ein neuer Gegenstand das Leben mindestens sieben Prozent schöner machen könnte.

Man sucht also in den Techniktempeln der Konsumsucht, arbeitet sich in Bezeichnungen ein, staunt über Design und … KAUFT NICHT!

Ja, tatsächlich, das geht, ich kann so etwas! Ich kann etwas sehen, toll finden und einfach NICHT erwerben. Jedenfalls dann nicht, wenn ich es nicht zwingend brauche. Warum? Weil ich schon genug Zeug habe, das mal total geil war, absolut unverzichtbar und nun nur noch auf seinen Platz im Regal aufpasst. :mrgreen:

Lieber kaufen als verstehen

Diese seltsame neue und angeblich bessere Gesellschaft kauft lieber eine Lösung, als erst einmal zu prüfen, ob das vorhandene Problem vielleicht nur aus einer Einstellung, einer ungewohnten Taste oder zehn Minuten eigener Mühe besteht.

Geräte sollen sich selbst erklären, Fehler selbst beheben und möglichst schon vor dem Einschalten wissen, was der Besitzer gleich falsch machen wird. Eine Anleitung gilt als Zumutung, Einstellungen sind verdächtig technisch und wenn etwas nicht sofort so arbeitet wie erwartet, muss eben etwas Neues her.

Am besten belegt uns demnächst noch jemand das Brötchen, kaut es vor und verdaut es gleich mit, damit bloß keine eigene Mühe anfällt.

Dabei ist es oft gar nicht das Gerät, das nichts taugt. Manchmal kennt man nur seine Eigenheiten noch nicht, hat die falsche Einstellung erwischt oder erwartet, dass drei Hersteller und zwei Betriebssysteme zufällig dieselbe Vorstellung von einer Taste besitzen.

Bei meiner CHERRY sieht man ziemlich schön, wie schnell aus einer Kleinigkeit angeblich ein Grund für Ersatz werden könnte.

Man muss nicht alles neu kaufen, manchmal nur lernen, es zu bedienen

Unter Android sind bei meiner alten CHERRY beispielsweise die Tastenplätze für < > und ^ ° vertauscht. Die Funktionstasten F1 bis F12 brauchen zusätzlich Fn, während die Multimediafunktionen direkt reagieren.

Das ist gewöhnungsbedürftig und teilweise auch einfach bescheuert, aber kein Defekt. Sobald man weiß, wo die Zeichen liegen und wie die obere Tastenreihe arbeitet, lässt sich damit problemlos umgehen.

Wer mehr über die CHERRY KW 6000, ihre Eigenheiten unter Android und ihre erstaunlich lange Geschichte seit 2015 lesen möchte, findet das im Technikbeitrag Bluetooth-Tastatur seit 2015 auf michael-floessel.de.

Zahlt mehr, denn wir schaffen Standards

Man erklärt den Deutschen, warum sie den Deckel ihrer Colaflasche nicht mehr vollständig abdrehen können sollen, weltweit darf aber weiterhin jeder Hersteller Tastaturen beschriften und belegen, wie es ihm gerade passt.

Nach USB-C war mit der Einheitlichkeit offenbar schon wieder Schluss. :mrgreen:

Eine feste Position für vier Zeichen oder eine einheitliche Lösung für die Funktionstasten wäre vermutlich keine Mondlandung. Stattdessen darf man bei jeder Kombination aus Tastatur, Betriebssystem und Endgerät neu herausfinden, welche Beschriftung ernst gemeint ist und welche lediglich als freundlicher Gestaltungsvorschlag dient.

Natürlich ist ein Neukauf nicht grundsätzlich Unsinn. Wenn ein Gerät ausfällt, der Akku am Ende ist, wichtige Funktionen fehlen oder etwas Neues die tägliche Arbeit wirklich verbessert, darf der hwV gerne recht behalten.

Der Punkt ist nicht, aus jedem kaputten Gegenstand ein Familienerbstück zu machen. Es geht darum, vor dem Bestellen erst einmal zu verstehen, was man bereits besitzt, wie es arbeitet und ob das angebliche Problem vielleicht längst gelöst ist, sobald man seine Eigenheiten kennt.

Meine CHERRY bleibt deshalb erst einmal. Nicht aus Sparreligion und auch nicht, weil alte Technik automatisch besser wäre, sondern weil sie gut tippt, zuverlässig läuft und ich inzwischen weiß, wo sie ihre Zeichen versteckt.

Der hwV darf weiter im Tablet stöbern. Bestellen kann er, sobald er auch selbst bezahlt.

 

 

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Tagpfauenauge auf Sonnendeck

Tagpfauenauge mit geöffneten Flügeln auf einer hellen Steinfläche im Garten.Wenn der Kollege wieder in der Sonne sitzt

Da ist er also wieder, der Kollege vom kleinen Schmetterlingsbad im Garten.

Im letzten Beitrag Stopp! Kein Nachtfalter saß er spät am Abend auf den feuchten Steinen am Außenwasseranschluss, nahm offenbar erst einmal Wasser auf und sah mit zusammengeklappten Flügeln so unauffällig aus, dass man ihn fast übersehen hätte. Tagsüber flatterten mehrere Tagpfauenaugen herum, abends saß da dieses dunkle, getarnte Etwas und ließ offen, ob er nun wirklich einer davon war oder einfach nur wieder ein kleines Rätsel auf sechs Beinen.

Jetzt hat er den Vorhang hochgezogen.

Diesmal saß der Kollege nicht im Halbdunkel an der Tankstelle, sondern schön offen auf einer Steinfläche, Flügel ausgebreitet, Sonne drauf, Ruhe im System.

Natürlich an einer anderen Stelle, denn man sonnt sich ja nicht da, wo man nachts badet und trinkt. Ein bisschen Stil darf selbst ein Falter haben, gell? :mrgreen:

Nachts betrinken, tagsüber sonnen

Was für ein Lotterleben!

Nachts kommt der Herr zum Baden und Trinken vorbei, am Tag setzt er sich irgendwo anders dekorativ in die Sonne und lässt sich fotografieren. Nur – nicht von mir :roll:

Das Foto hat Tochter S. gemacht, ich selbst bekam nicht einmal den Popo, denn bei mir war unter drei Meter Abstand Schluss. Kaum komme ich mit dem Handy in Reichweite, macht er die Flatter.

Kann man natürlich machen, wirkt aber schon ein bisschen persönlich… Wollte ich nur mal so gesagt haben, Herr Falter!

Offenbar bin ich in diesem Garten fürs Wasser zuständig, fürs Schreiben und fürs spätere Meckern, während andere das Foto bekommen.

Diesmal mit geöffnetem Beweisstück

Beim letzten Mal war die Sache noch nicht ganz so eindeutig. Dunkle Unterseite, Abendlicht, zusammengeklappte Flügel und ein Falter, der eher nach großer Motte aussah, als denn nach Schmetterling.

Wissenswertes zum Tagpfauenauge

Das Tagpfauenauge heißt wissenschaftlich Aglais io und gehört zu den Edelfaltern. Auffällig sind die großen Augenflecken auf den Flügeln, durch die der Falter bei geöffneten Flügeln ziemlich gut zu erkennen ist.

Tagpfauenaugen überwintern als fertige Falter, zum Beispiel in Höhlen, Kellern oder Garagen. An den ersten wärmeren Tagen können sie schon ab März wieder auftauchen. Sie sonnen sich gerne auf freien, windgeschützten Stellen, was dieses Exemplar offenbar sehr wörtlich genommen hat.

Die Eier werden auf Brennnesseln abgelegt. Wer also irgendwo im Garten ein paar Brennnesseln stehen lässt, betreibt im Grunde schon ein kleines Tagpfauenauge-Servicecenter. Nur ohne Schild, Parkplatz und Öffnungszeiten.

Quelle und mehr Infos:
BUND Rheinland-Pfalz: Tagpfauenauge

Das kleinste Sonnendeck im Garten

Langsam wirkt es fast so, als hätte sich herumgesprochen, dass es hier im Garten nicht nur Wasser, Steine, Pflanzen und Menschen mit Handy gibt, sondern auch halbwegs brauchbare Plätze für kurze Falter-Auftritte.

Ich freue mich, so etwas im Garten zu haben, denn im Gegensatz zu früher sehe ich sie nicht mehr oft, die Tagpfauenaugen und Schmetterlinge an sich.

 

 

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Bonnie Tyler: Ruhe in Frieden

Kein Foto LogoWieder eine Stimme weniger

Bonnie Tyler ist verstorben, 75 Jahre alt wurde sie.

Damit ist wieder eine dieser Stimmen weg, die man sofort im Ohr hat, ohne vorher erst das halbe Musiklexikon im Kopf aufzublättern.

„Total Eclipse of the Heart“, „Holding Out for a Hero“, „It’s a Heartache“, das war eben eine eigene Ecke der 80er. Groß, dramatisch, manchmal knapp an der Nebelmaschine vorbei, aber eben nicht austauschbar.

Heute kann man Stimmen nachbauen, Gesichter glätten, Songs berechnen und Stars aus Datenmatsch ziehen, bis irgendwo eine Marketingabteilung vor Rührung Noten in den Latte macchiato tropft, nur wird daraus noch lange keine Bonnie Tyler.

Diese alte Medienwelt

Ich war jetzt nie der größte Bonnie-Tyler-Fan zwischen Odenwald und Ruhrpott, aber das ist bei solchen Namen auch gar nicht der Punkt, sie war einfach da.

Im Radio, im Fernsehen, in Filmen, in Erinnerungen. Teil dieser alten Medienkulisse, in der Musik noch Ecken hatte, Stimmen kratzen durften und nicht jeder Mensch auf Bühne oder Bildschirm wirkte, als sei er gerade aus einem Algorithmus gefallen.

Das fehlt heute oft.

Nicht alles war früher besser, diese Leier kann ich selbst nicht mehr hören. Aber vieles hatte mehr Gesicht, mehr Kante und manchmal auch mehr Mut zur großen Geste.

Kurzer Faktenanker

Bonnie Tyler wurde als Gaynor Hopkins in Wales geboren und wurde international vor allem durch „It’s a Heartache“, „Total Eclipse of the Heart“ und „Holding Out for a Hero“ bekannt.

Reuters berichtet über ihren Tod und ihre Laufbahn.

Sky News führt die Meldung ebenfalls prominent.

Ruhe in Frieden

Wieder eine Stimme weniger aus einer Zeit, in der Pop nicht immer fein war, aber oft unverwechselbar, ruhe in Frieden, Bonnie Tyler.

 

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Garten schlägt Fußball-WM

Eichelhäher sitzt auf einem kleinen Holzhaus im Garten, umgeben von Efeu, Baumstämmen und dichtem Grün.Wer braucht schon eine Fußball-WM, wenn er einen Garten hat?

Da sitzt man draußen, macht eigentlich nichts Besonderes, und plötzlich steht ein Eichelhäher im Gras. Ob er in den Blog wollte?

So ganz klar ist mir das nicht, weil vom Anschleichen bis zum maximalen Handyzoom so ziemlich alles notwendig war, um ihn digital zu verewigen. Wahrscheinlich sieht man den Bildern das auch an.

Der Garten liefert eben

Später saß er dann auf dem kleinen Holzhaus, etwas besser platziert, mit dem blauen Flügelfeld gut sichtbar und genug Haltung für ein eigenes kleines Gartenereignis.

Von „ich sehe den Vogel“ bis „ich habe Bilder vom Vogel“ waren da bestimmt fünf bis zehn Minuten vergangen. Immer: Ein Schritt vor, Vogel schaut. Vogel zuckt, stehenbleiben, Foto machen. Beim Maximum an Nähe hat er dann die Flatter gemacht :mrgreen:

Aber: Mir hat’s gereicht.

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Fenster vom Smartphone auf Kipp

Huawei-Smartphone mit angehobenem Rückdeckel, verursacht durch einen sichtbar aufgeblähten Akku.Wenn der Akku mal durchlüftet

Ich habe irgendwann ein Buch gelesen, eher durch Zufall, in dem jemand aus dem Ausland beschrieben hat, was an Deutschland so besonders ist. Ich meine, es war ein Engländer, aber nagelt mich nicht darauf fest. Dafür ist der Gedanke zu alt und mein Kopf kein sauber sortiertes Bücherregal.

Es ging dabei unter anderem um diese sehr deutsche Eigenart, Fenster nicht einfach nur zu öffnen oder zu schließen.

Nein, wir machen Fenster „auf Kipp“.

Nicht ganz auf, nicht ganz zu, einfach schräg einen Spalt öffnen, damit ein bisschen Luft reinkommt, ohne dass gleich die ganze Welt im Wohnzimmer steht. Ihr wisst schon. Deutsche Fensterlogik. Irgendwo zwischen Frischluft, Vorsicht und „mach bloß nicht zu weit auf, es zieht“ :mrgreen:

Nun, Smartphones scheinen international schon etwas weiter zu sein.

Die machen bei Hitze offenbar gleich den Gehäusedeckel auf Kipp, damit der Akku mal ordentlich lüften kann.

Besser gesagt: Der Akku macht dicke Backen und drückt den Rest auseinander.

Auf dem Foto liegt ein Huawei, das seinen Rückdeckel schon ziemlich deutlich angehoben hat. Von außen betrachtet sieht das erst einmal fast lustig aus. So ein bisschen wie ein Handy, das beleidigt den Mund aufmacht.

Nur ist das eben kein lustiges Klappfeature, sondern ein aufgeblähter Akku.

Die Sache mit dem Garten

Bei mir landet sowas, wann und wenn es irgendwie geht, draußen auf dem Tisch. Nicht, weil ich jetzt aus jedem Akkutausch einen Gefahrguttransport mit Sirene machen möchte, sondern weil ein Lithium-Akku mit Laune im Wohnzimmer ungefähr so viel Charme hat wie ein Toaster in der Badewanne.

Der Garten ist bei mir ja inzwischen ohnehin eine Art Außenstelle der Elektronikabteilung. In Strom aus Sonne, Powerbank und fünf Volt lag schon Solarkram, Powerbank, Spannungswandler und Notebook herum, als hätte jemand Camping mit Werkbank verwechselt.

Davor gab es schon mobile Elektronik, USB-Lötkolben, Spannungswandler und den ganzen Kram, bei dem andere Leute den Grill anschmeißen und ich erst einmal prüfe, ob irgendwo fünf Volt rausfallen.

Die Smartwatch hatte ja auch schon den kleinen Elektronikbausatz gespielt. Display, Gehäuse, Akku, Platine, alles da, nur eben nicht mehr da, wo es vorher war. Man könnte fast meinen, Geräte lesen hier mit und wollen irgendwann auch mal einen eigenen Auftritt. Nun, jetzt also mal wieder ein Smartphone.

Ein Gerät, das man täglich in der Hand hat, in die Tasche steckt, lädt, wieder lädt, liegen lässt, benutzt und irgendwann sagt es nicht etwa freundlich Bescheid. Es hebt einfach den Deckel.

Kleiner ernster Einschub

Ein aufgeblähter Lithium-Akku ist kein Feature. Nicht weiterladen, nicht drücken, nicht lochen, nicht „ach, geht noch“ sagen und schon gar nicht in den Hausmüll werfen.

Das Umweltbundesamt sieht das ziemlich ähnlich, nur natürlich ohne meine charmante Fenster-Theorie. Defekte, verformte oder aufgeblähte Akkus sollen nicht weiterverwendet werden und gehören sauber zur Sammelstelle, bei sichtbarer Beschädigung am besten mit Hinweis an das Personal.

Heißt übersetzt: Wenn das Handy von selbst auf Kipp geht, ist das kein Lüftungskonzept, sondern ein Hinweis.

Nicht der Reparaturfilm

Der wirkliche Technikteil kommt später auf michael-floessel.de, denke ich, da gehört er thematisch absolut hin, hier bleibt erst einmal der Moment.

Ein Smartphone liegt da, hebt den Deckel und tut so, als hätte es die deutsche Fensterkultur verstanden.

Hat es aber nicht.

Es will nicht lüften.

Es meldet sich ab. ;-)

(Der Vollständigkeit halber: Das ist nicht mein „täglich Handy“, das ist eines von den Geräten, mit dem ich hier meine Experimente veranstalte, eines von zwei identischen Exemplaren. Seit 2024 wiederholt sich das Spiel jeden Sommer recht pünktlich zwischen Juni und August :mrgreen: )

 

 

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Heuschrecke mit Rückfahrkarte?

Flip wollte raus. Oder rein. Oder einfach nur diskutieren.Der Rückweg lag direkt auf meinem Arm

Es wird mal wieder tierisch!

Oder insektisch?

So genau weiß man das im Desasterkreis ja nie, weil hier scheinbar alles, was Beine, Flügel, Fühler oder ein fragwürdiges Verständnis von Hausrecht hat, irgendwann auftaucht.

Diesmal in der Küche und da saß er an der Wand.

Ein recht großer grüner Hüpfer. Grashüpfer? Heuschrecke? Heupferdchen? Nach dem Foto würde ich auf ein Grünes Heupferd tippen, aber ich bin eben kein Insektenkundler mit Klemmbrett, sondern nur der Mann, der plötzlich einen grünen Mitbewohner an der Küchenwand hat.

Der gute Kerl war zu Fuß auf dem Weg nach oben.

Nicht dramatisch, aber eben in diese Richtung, in der man irgendwann nicht mehr ohne Leiter, Verrenkung oder mittelgroße Diskussion drankommt. Also habe ich ihn vorsichtig von der Wand gepflückt, innerlich schon mal als Rettungsaktion verbucht und ihm schnell noch einen Namen gegeben: Flip!

Ja, natürlich wegen Biene Maja. Wer das noch kennt, darf sich jetzt kurz alt fühlen, muss aber nicht :mrgreen:

Der Plan war einfach

Ich wollte Flip durch das offene Küchenfenster in die Freiheit entlassen.

Klingt nach einem überschaubaren Vorgang, oder?

Mensch nimmt Heuschrecke.
Mensch hält Heuschrecke ans Fenster.
Heuschrecke erkennt Freiheit, Natur, Grünzeug und Horizont.
Heuschrecke verlässt das Gebäude.

So weit die Theorie,  aber Scheißdreck :shock:

Ich setze ihn raus, und wer hüpft auf meinen Arm und rennt wieder rein?

Flip.

Nicht irgendwie panisch. Nicht verwirrt. Eher zielstrebig. Als hätte er draußen kurz gesehen, dass Natur auch ohne Fliesen, Kaffeemaschine und trockene Wand funktioniert, und das Konzept spontan abgelehnt.

Also noch mal.

Ich setze ihn auf die andere Hand.

Gleiches Spiel, nur links.

 

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Es wird persönlich

Beim dritten Versuch hatte Flip offenbar endgültig die Schnauze voll. Er zeigte mir seine Sprungbeine in Aktion und krallte sich auf der Schulter der Gattin fest.

Das muss man erst mal machen. Man wird freundlich gerettet, bekommt ein offenes Fenster angeboten, hat alle Möglichkeiten der Welt und denkt sich: Nein, ich nehme jetzt die Frau des Hauses als Zwischenstation.

Also pflückte ich ihn dort wieder vorsichtig ab, altes Spiel, neue Runde!

Und zwar so stabil, dass ich sogar noch Zeit hatte, das Handy anzuwerfen und zumindest so gut mitzufilmen, wie es die Lage zuließ. Man muss ja Beweise sichern, sonst heißt es nachher wieder, ich würde übertreiben.

Als ob :roll:

Serientäter mit Fühlern

Ganz neu ist das Thema hier ja nicht.

Grashüpfer, Heuschrecken und sonstige Hüpfer haben im Desasterkreis offenbar längst eine eigene Nebenrolle. Da war schon der blinde Passagier auf dem Fahrrad, dann gab es die Idee vom Hotel für Grashüpfer, und selbst im November saß noch einer auf meinem Auto, als wäre der Kalender nur eine unverbindliche Empfehlung.

Vielleicht sind das gar keine Zufälle, vielleicht läuft da draußen längst eine geheime Hüpferliste.

„Bei dem kannst du landen. Der redet zwar dummes Zeug, aber setzt dich wieder raus.“

Das würde einiges erklären.

Aussperraktion mit Ansage

Am Ende hat dann ein etwas nachdrücklicherer Rausschmiss funktioniert.

Nicht grob, nicht wild, aber eben mit klarer Kante. Fenster, raus, Abstand, keine Diskussion, Fenster zu, Ende der Verhandlung.

Flip draußen – ich drinnen.

So war es ursprünglich auch gedacht.

Sollte er allerdings wiederkommen, bekommt er ein eigenes Schild am Briefkasten.

„Flip, 3 x klingeln“

Wundern würde es mich nicht mehr :mrgreen:

 

 

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Zurück im Bergtierpark?

Eingang zum Bergtierpark Fürth-Erlenbach mit Willkommensschild zwischen Bäumen und Wegen.12 Jahre Pause sind auch mal genug

Aaaalso, was macht man alle 12 Jahre mal, was man eigentlich viel öfter machen möchte, aber dann doch nicht macht, weil man es ja jederzeit machen könnte?

Richtig, man geht mal wieder in den Bergtierpark Fürth-Erlenbach.

Klingt erst mal logisch. Wenn etwas quasi vor der Haustür liegt, kann man ja immer hin. Morgen. Nächste Woche. Im Urlaub. Wenn das Wetter besser ist. Wenn alle Zeit haben. Wenn der Mond günstig steht und die Kaffeemaschine keinen Widerstand leistet. So entstehen dann eben 12 Jahre Pause.

Mein letzter Besuch dort war 2014, damals noch auf michael-floessel.de dokumentiert, weil es den Desasterkreis noch gar nicht gab. Andere sammeln Briefmarken, ich sammle offenbar zeitliche Abstände, bei denen man irgendwann selber denkt: „Ja gut, das ist jetzt auch konsequent ausgesessen.“

Natürlich Regen

Geplant war der Besuch für Sonntag mit dem ganzen Clan. Familienausflug, ein bisschen Natur, ein paar Tiere, vielleicht ein paar Fotos und dann hier etwas freiwillige, unbezahlte Werbung für etwas, das man direkt vor der Nase hat und trotzdem viel zu leicht ignoriert.

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Zwischen Keks und Kopf-Tisch

Geöffneter Flachwitz-Keks mit grüner Verpackung und einem Witz über Elefanten, die sich in Bäumen verstecken.Zwischen Philosophie und Kopf Tisch

Ich habe es aus den unterschiedlichsten Gründen ja immer mal mit Glückskeksen zu tun.

Ne, besser gesagt, mit mehr oder weniger tiefsinnigem Gebäck :mrgreen:

Mal sagt der Keks „folge deinem Herzen“, mal erklärt er mir in einer Geschichte in vier Bildern das Leben, mal steht (krümelt) er einfach nur da und tut so, als wäre er kurz vor der Erleuchtung, ihr kennt das.

Wir bewegen uns da gerne irgendwo zwischen „geh in dich und denke“ und „hier ist deine Zukunft, wir wünschen dir dann mal das Beste, leider müssen wir weiter, wir haben noch einen Termin“.

Also ganz normale Gebäckphilosophie.

Jetzt aber hat Tochter S. offenbar die nächste Stufe dieser knusprigen Lebensberatung aufgetrieben.

Die Rubrik heißt: FLACHWITZ :shock:

Ich lasse das mal kurz stehen.

Angefressener Flachwitz-Keks mit grüner Verpackung und zwei Sprüchen über letzte Mahnungen und versteckte Elefanten.FLACHWITZ

Nicht Weisheit. Nicht Schicksal. Nicht „du wirst bewundert“, wie es ein anderer Keks schon mal völlig richtig erkannt hat (braver Keks, DER Keks war toll!).

Nein, diesmal geht es direkt dahin, wo der Humor schon eine Warnweste tragen müsste.

Alt und flach, aber lachen musste ich doch :mrgreen:

Auf dem ersten Zettel steht:

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Die Goldrute wollte wohl bleiben

Frisch verpflanzte Goldrute im September 2020Sechs Jahre später steht sie da

Sommer, Sonne, Urlaub und dann?

Klar, ein Bericht aus dem Garten, weil ich eben draußen bin, wann immer es geht. Kind der 70er und 80er oder so, ich weiß es nicht :mrgreen:

Heute jedenfalls:

Am 5. September 2020 habe ich diese Goldrute verpflanzt. Kaum war sie an ihrem neuen Platz, kam schlagartig mieses Wetter auf und blieb gleich für mehrere Wochen.

Nass, kalt, ungemütlich, trotz eines der heißesten und trockensten Sommer aller Zeiten… :roll:

Ich war fast sicher, dass ich sie nicht verpflanzt, sondern nur für ihr baldiges Ende umgebettet hatte.

Die Goldrute sah das offensichtlich anders

Das war ohnehin die Zeit, in der ich im Garten reichlich gebuddelt und geschnippelt hatte. Während ich oben beschäftigt war, kümmerte sich wenig später Rudi der Maulwurf unten um den Rest.

Das aktuelle Foto stammt vom 2. Juli 2026. Gleiche Pflanze, gleicher Garten, nur fast sechs Jahre später. Aus den ziemlich traurig aussehenden Stängeln von damals ist inzwischen ein ordentlicher Busch geworden, der seinen Platz sehr überzeugend beansprucht.

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Dies und das noch: