Niemand zwingt dich zum Vollgas!

Betrachtet aus dem Desasterkreis: 130 als Lösung für alles, nett zurechtgebogen mit der KI ;-)Dann fahre halt 130!

Ich scrolle irgendwo durch die sozialen Plattformen und entsprechend dem Zeitgeist ist gefühlt jeder fünfte Post jetzt bei dieser Gleichung angekommen:

Tankrabatt fällt weg, Sprit wird wieder teurer, also zückt man bei bestimmten Parteien sofort die Universalwaffe:

Tempolimit!

(Hilft gegebenenfalls scheinbar auch bei Fußpilz, man muss nur die richtigen Leute fragen … ;-) )

Es geht also mal wieder um das generelle Tempolimit auf Autobahnen. Genauer gesagt um diese Diskussion, bei der man manchmal meinen könnte, jeder Autofahrer müsse ohne Verbot automatisch Vollgas fahren, sobald am Straßenrand kein Schild mit erhobenem Zeigefinger steht.

Du willst maximal 130 fahren? Mach!

Du willst nur 120 fahren? Mach!

Jetzt kommt nämlich der Teil, den manche offenbar kaum glauben können: Das Auto explodiert dabei nicht. Du kannst einfach 120 fahren. Das klappt, glaube mir.

Niemand zwingt dich, bei freier Strecke das rechte Pedal bis in den Fußraum zu laminieren. Niemand ruft aus Berlin an, weil du auf der Autobahn mit 128 dahingerollt bist, statt die Tachonadel in Richtung persönlicher Selbstfindung zu schicken.

Genau deshalb nervt mich diese Debatte so. Es wird jedes Mal so getan, als sei Vollgas Pflicht, solange kein allgemeines Tempolimit kommt, als würden alle Autofahrer morgens an der Auffahrt stehen und denken: „Mist, kein Schild, jetzt muss ich leider 200 fahren.“ (Oder was auch immer der Wagen hergibt …)

Das ist keine nüchterne Verkehrsdiskussion, das ist skurriles Denken mit Warnweste.

Nichts gegen 130

Es gibt gute Gründe, freiwillig 130 oder 120 zu fahren. Weniger Verbrauch, weniger Stress, weniger Lärm, oft auch weniger Gezappel im Verkehr. Die Physik ist da ziemlich humorlos. Luftwiderstand ist kein Gefühl, sondern eine Wand, die mit höherer Geschwindigkeit immer mehr zurückschubst.

Wer langsamer fährt, spart meistens Kraftstoff. Nicht immer im absurden Schleichmodus, dazu hatte ich ja gerade erst bei „Wenn Sparen durstig macht“ meinen Senf abgegeben, aber grundsätzlich stimmt das natürlich.

Beim gleichen Fahrzeug, auf der gleichen Strecke, bei gleichmäßiger Fahrt und entsprechend kleinerer Motordrehzahl ist 130 günstiger als 160. Überraschung des Tages, gleich kommt noch raus, dass Wasser nass ist.

Nur wird aus „ich spare, wenn ich langsamer fahre“ eben nicht automatisch „alle anderen müssen jetzt auch“. Wenn jemand sparen will, kann er sparen. Wenn jemand entspannt fahren will, kann er entspannt fahren. Wer 130 für sein persönliches Wohlfühltempo hält, hat schon heute alles dafür dabei.

Es liegt in MEINEM persönlichen Ermessen, ob ich bereit bin, die Geldbörse für eine Zeitersparnis, Freude beim Fahren oder mein Wohlfühltempo zu öffnen, wenn ICH das will.

Und ja, trotzdem darf ich mich aufregen, wenn ich beschissen werde, weil der Spritpreis durch die Verwaltung eines Landes künstlich hochgezogen wird, dessen Bevölkerung nur noch dazu gut ist, in anderen Ländern mit dem gewonnenen Geld Wohlstand zu ermöglichen.

Deine Meinung ist nicht automatisch mein Denken

Wer also mag: Fuß, Tempomat, rechte Spur, Kopf, mehr braucht es nicht. Wer auch immer sich gut fühlt, weil er meint, jetzt das Weltklima zu retten, Sicherheit für alle anderen zu liefern oder schlauer als der Rest zu sein, macht das einfach! Mir ist euer Gedankengut sowas von egal, ich übernehme keine Meinung, die nicht meine ist, nur, um in DEINEN Augen ein vermeintlich besserer Mensch zu sein.

Rechnen statt meinen

Interessant wird es, wenn man nicht nur Liter pro 100 Kilometer anschaut, sondern Zeit und Kosten zusammenlegt. Gerade gewerblich ist das nicht ganz unwichtig, auch wenn es in der Tempolimit-Predigt meistens eher stört.

Nehmen wir ein einfaches Rechenbeispiel: Bei 130 km/h braucht ein Auto 6,5 Liter auf 100 Kilometer, bei 160 km/h 8,7 Liter. Das sind 2,2 Liter Unterschied auf 100 Kilometer.

Bei 1,70 Euro pro Liter kostet die schnellere Fahrt also rund 3,74 Euro mehr auf 100 Kilometer. Dafür ist man theoretisch etwa 8,7 Minuten früher da. Rein rechnerisch kauft man sich diese Zeit also für knapp 26 Euro pro Stunde. Bei 2 Euro pro Liter liegen wir bei gut 30 Euro pro Stunde.

Privat kann jeder sagen: „Ist mir egal, ich nehme lieber den Kaffee früher daheim.“ Oder eben: „Ist mir zu teuer, ich rolle mit 130.“ Beides ist völlig okay.

Gewerblich wird es aber spannender. Wenn ein Mitarbeiter, Monteur, Techniker oder Außendienstler unterwegs ist, muss man eben auch rechnen, was eine Stunde Arbeitszeit kostet oder bringt. Wenn die eingesparte Zeit mehr wert ist als der zusätzlich verbrannte Sprit, ist langsamer fahren nicht automatisch wirtschaftlicher. Wenn die Zeit im Auto ohnehin tote Zeit ist, sieht es wieder anders aus.

Genau darum geht es. Nicht um Glauben, nicht um Haltungsnoten, rechnen reicht.

Natürlich ist das nur ein sauberes Rechenbeispiel. In echt kommen Baustellen, Abfahrten, Verkehr, Wetter, Stau und die Spezialisten dazu, die mit 121,5 an jemandem vorbeiziehen, der 121 fährt. Diese rollenden Geduldsprüfungen, bei denen man irgendwann innerlich anfängt, die einzelnen Mittelstreifenabschnitte zu zählen.

Trotzdem bleibt der Punkt: Kosten entstehen nicht nur pro Kilometer. Kosten entstehen auch pro Zeit. Ein Motor läuft nicht im luftleeren Raum, nur weil der Verbrauch schön auf 100 Kilometer normiert wird. Klima, Heizung, Licht, Elektronik, Verschleiß, Arbeitszeit, alles gehört am Ende zur Rechnung. Fahre ich langsamer, bin ich länger unterwegs, also läuft auch der Motor länger, die Klima, all das.

Sicherheit ist wichtig, aber kein Zauberwort

Das stärkste Argument für ein Tempolimit ist nicht Sprit, sondern Sicherheit. Das sollte man nicht wegwischen, nur weil einem die andere Seite der Debatte auf die Nerven geht.

Hohe Geschwindigkeit macht Unfälle nicht automatisch wahrscheinlicher, aber sie macht Fehler härter. Reaktionsweg, Bremsweg, Aufprallenergie, alles wird ungemütlicher, wenn aus „zügig“ plötzlich „viel zu spät“ wird.

Nur sind auch die Unfallzahlen nicht so simpel, wie manche sie gerne hätten. Laut ADAC lag Deutschland auf Autobahnen 2023 bei rund 1,3 Toten pro Milliarde Fahrzeugkilometer. Frankreich lag im ADAC-Vergleich für 2023 bei 1,8, Tschechien bei 1,6, die USA noch deutlich höher. Österreich, die Niederlande und die Schweiz stehen besser da.

Heißt also: Ein Tempolimit ist kein magischer Sicherheitszauberstab. Es kann helfen, ja. Es kann auf bestimmten Strecken sogar sehr sinnvoll sein. Bei Baustellen, Unfallhäufungen, viel Verkehr, schlechtem Wetter oder unübersichtlichen Abschnitten bin ich der Letzte, der sich über ein sinnvolles Limit aufregt.

Was ich nicht brauche, ist die große moralische Gießkanne über alles.

Wenn eine Stelle gefährlich ist, dann begrenzt sie. Wenn Verkehr dicht ist, dann steuert ihn. Wenn Wetter mies ist, dann runter mit dem Tempo. Dafür gibt es Wechselverkehrszeichen, Kontrollen und hoffentlich Menschen, die nicht erst nach dem dritten Einschlag merken, dass Regen nicht nur Dekoration auf der Windschutzscheibe ist.

Ein pauschales Limit ist dagegen oft eher die politische Allzweckschraube: passt irgendwie überall, löst aber längst nicht alles.

Ich persönlich weiß obendrein, dass meine Konzentration leidet, wenn ich über Stunden das Auto mit Tempomat einfach chillig rollen lasse, weshalb das Ding bei mir auch auf langen Strecken faktisch immer aus ist. Aktiv fahren hält mich aufmerksam und verkürzt mir einfach gefühlt die Reisedauer.

Der Akku fährt mit

Dann gibt es da noch einen Punkt, über den in der Debatte erstaunlich wenig offen gesprochen wird.

Nicht jeder Ruf nach 130 kommt nur aus Sorge um Sprit, Sicherheit oder Weltklima. Bei manchen dürfte auch mitschwingen, dass Elektroautos bei hohem Tempo ziemlich schnell zeigen, wo die praktische Grenze liegt. Reichweite schrumpft, Ladepausen wachsen, und plötzlich sieht die freie Autobahn nicht mehr nach Freiheit aus, sondern nach Prozentanzeige.

Das kann man alles technisch erklären, schönrechnen oder mit Broschüren glattbügeln. Am Ende bleibt aber: Wer mit einem Verbrenner bei 160 noch recht entspannt Strecke macht, schaut im E-Auto bei dieser Geschwindigkeit deutlich häufiger auf Restreichweite und Ladesäulen. Genau da wird das Tempolimit dann natürlich hübsch bequem.

Wenn alle langsamer fahren müssen, fällt weniger auf, dass manche Technik bei höherem Tempo schlicht unpraktischer wird.

Auch das wäre wenigstens ehrlich.

Der Liter ist kein Naturereignis

Dann kommt natürlich noch das große Kostenthema. Sprit ist teuer, also sollen alle langsamer fahren.

Auch hier wieder: Ja, wer langsamer fährt, verbraucht meist weniger. Kann man machen. Mache ich je nach Strecke, Verkehr und Laune auch. Manchmal will man einfach ruhig ankommen, manchmal will man nur nicht hinter dem nächsten mobilen Verkehrshindernis alt werden.

Nur sollte man bei den Spritkosten vielleicht auch mal dahin schauen, wo der Preis künstlich aufgeblasen wird. Der Liter ist nicht nur teuer, weil da irgendwo ein Ölkonzern morgens besonders schlecht geschlafen hat. In Deutschland hängen Mineralölsteuer, Ökosteuer, Mehrwertsteuer und inzwischen auch dieser CO2-Preis satt mit drin.

CO2 ist für mich an dieser Stelle kein Sparziel, sondern vor allem ein Preisschild. Eine politische Belastung, die an der Zapfsäule klebt und dann gerne so verkauft wird, als sei der hohe Preis eine Art Naturereignis.

Ist er nicht.

Allein dieser CO2-Preis macht den Liter Benzin 2026 grob 17 Cent teurer, Diesel rund 19 Cent. Das ist kein Naturgesetz, das ist politisch gewollt.

Da steht Politik mit an der Kasse, hält die Hand auf und erklärt hinterher, der Bürger müsse jetzt aber dringend sein Verhalten ändern, weil alles so teuer geworden ist.

Ja, warum nur?

Mysteriös.

Fast schon ein Fall für die ganz große Verkehrsesoterik.

Mein Vorschlag

Wer 130 fahren will, fährt 130.

Wer 120 fahren will, fährt 120.

Wer 100 hinter dem nächsten Lieferwagen rollen will, darf das auch tun, solange er dabei nicht die linke Spur als privaten Meditationsraum entdeckt.

Wer schneller fahren will, soll das verantwortungsvoll tun, Abstand halten, mitdenken, nicht drängeln und am Ende auch selbst bezahlen, was er mehr verbraucht. Genau das ist der Punkt. Eigene Entscheidung, eigene Kosten, eigene Verantwortung.

Was mir auf die Nerven geht, ist dieser Reflex, aus jeder persönlichen Vorliebe sofort eine Regel für alle bauen zu wollen. Ich fahre so, also sollen alle so fahren. Ich spare so, also müssen alle sparen. Ich fühle mich bei 130 wohl, also braucht das Land ein neues Schild.

Vielleicht liegt die Lösung ja wirklich im Kopf jedes Einzelnen.

Blöd nur, dass man den nicht so einfach beschildern kann.

Faktenanker

ADAC Fakten zum Tempolimit und Unfallvergleich
StVO § 18 zu Autobahnen und Kraftfahrstraßen
Unternehmensnetzwerk Klimaschutz mit Beispiel 130/160 km/h
ADAC zur CO2-Abgabe beim Tanken

 

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Dies und das noch:

Fürther Nacht statt Sofa

Fürther Nacht 2026Wenn Nicht-Hingehen ziemlich laut wird

Es gibt Abende, die plant man, und es gibt Abende, die treten einem einfach freundlich in den Hintern.

Gestern, 30.05.2026, war in Fürth im Odenwald die Fürther Nacht. Offiziell also dieser Abend mit Bühnen, Musik, offenen Geschäften, Feuerwerk und allem, was man braucht, damit eine Bundesstraße für ein paar Stunden vergisst, dass sie eigentlich Bundesstraße ist.

Ich hatte das auch alles auf dem Schirm, also, irgendwie jedenfalls.

Nur war Regen angekündigt, und Regen plus Menschen plus Bühne plus „ach komm, wir gehen mal durch“ ist für mich ungefähr so verlockend wie ein lauwarmer Kaffee ohne Süßstoff. Also war mein Plan sauber, klar und erwachsen:

Ich gehe nicht hin.

Hat gut funktioniert. Ungefähr bis 18 Uhr.

Eine WhatsApp später

Dann kam von meinem Arbeitskollegen Sascha per WhatsApp die völlig harmlose Frage:

Seid ihr auch auf der Fürther Nacht?

Ich weiß bis jetzt nicht genau, was danach passiert ist. Es gibt in solchen Momenten offenbar eine Lücke im Raum-Zeit-Gefüge, direkt zwischen „nee, heute nicht“ und „warum stehe ich eigentlich schon auf dem Marktplatz?“, jedenfalls war ich gegen 18:30 Uhr auf der Fürther Nacht, obendrein eine ganze Weile vor dem guten Sascha :mrgreen:

Noch seltsamer wurde es dadurch, dass plötzlich mein ganzer Clan dort auftauchte. Nicht geplant, nicht sauber abgestimmt, nicht vorher groß organisiert. Einfach da. Offenbar funktioniert Familienlogistik manchmal besser, wenn keiner sie versteht, vielleicht auch besser so ;-)

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Hornisse mit Wohnrecht

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Hornisse auf Stippvisite, groß, laut und mit eigener Fluglogik ;-)Was ist das denn bitte?

Es ist fast so lang wie mein kleiner Finger, laut genug, um einen Hubschrauber zu übertönen und schon von der Zimmertür aus am Fenster zu erkennen.

Außerdem versteht es Frau Hornisse wunderbar, permanent in die falsche Richtung zu fliegen.

Also gut, Fenster ganz auf, damit die Dame raus kann.

Sie fliegt hinter die Gardine.

Gardine angehoben, freie Bahn, bitte sehr.

Sie setzt sich in die Gardine.

Ich scheuche sie vorsichtig von der Gardine weg, damit sie endlich den Ausgang nimmt, den ich ihr inzwischen wirklich recht großzügig eingerichtet habe.

Sie umfliegt die Gardine und setzt sich von der anderen Seite wieder drauf.

Man muss ja auch nicht immer gleich übertreiben mit dieser ganzen Freiheit, gell? ;-)

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Hornisse am Fenster, groß genug für eigene Hausordnung ;-)Dann wohnt sie jetzt halt hier

Irgendwann gibt man auf.

Nicht aus Angst, eher aus dieser stillen Erkenntnis heraus, dass man gerade gegen ein Tier mit Flügeln, Brummton und offenbar sehr eigenem Grundrissverständnis diskutiert.

Also habe ich gefilmt und fotografiert, wenn sie schon hier wohnt, kann sie wenigstens Material liefern. So viel Teamgeist muss drin sein.

 

 

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Dann, wirklich genau dann, fliegt sie raus, einfach so. Kaum will man sie im sicheren Haus endgültig begrüßen, so auf Dauer, da flieht sie in die Ungewissheit.
Undankbare Verräterin. :mrgreen:

War wohl doch nur zum Fotoshooting da.

Für gute Aufnahmen leider etwas zu flatterhaft, das habe ich ihr aber auch gesagt :roll:

 

 

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Dies und das noch:

Wenn Sparen durstig macht

Zäher Kolonnenverkehr auf nasser Landstraße, ein unruhiger Vordermann zerlegt den Fahrfluss, Bild KI-generiert.Schleichen spart nicht automatisch Sprit

Langsam fahren spart Treibstoff!„, das hört man gerade im Moment recht oft.

Klingt auch erst mal logisch, solange man daraus nicht macht:

Ich bewege mein Auto jetzt wie eine Kuh auf Glatteis„, und jeder Meter Asphalt ist eine neue Prüfung für Pedal, Puls und Geduld.

Mein Auto ist bei solchen Dingen recht auskunftsfreudig. Verbrauch, Durchschnitt, Strecke, alles da. Ich fahre den Wagen jetzt seit über zwei Jahren, nicht gerade wenig, und inzwischen weiß ich ziemlich gut, was auf meiner Strecke normal ist und was nicht.

Morgens gegen 5:15 Uhr bin ich oft ziemlich allein unterwegs. Genau dann lässt sich das schön beobachten, weil nicht jeder zweite Kreisverkehr zum Feldversuch für betreutes Autofahren wird.

Wenn ich meinen Rhythmus fahren kann, eher zügig, aber ohne zu rasen, lande ich ziemlich stabil bei 5,1 Litern Super auf 100 Kilometer. Das funktioniert auch dann, wenn jemand vor mir fährt, der den Wagen einfach sauber rollen lässt. Abstand passt, keine hektischen Bremsaktionen, Tempozonen werden normal mitgenommen, das Auto darf einfach fahren.

So kann Verkehr sogar fast entspannend wirken.

Fast …

Dann gibt es aber diese andere Sorte. Die Liga „Ich fahre ökonomisch“, bei der man von hinten zusehen kann, wie jemand offenbar aktiv jeden einzelnen Meter kontrolliert. Nicht fahren, eher verwalten, nicht gleiten, eher beaufsichtigen. Als säße da vorne jemand im Cockpit eines Space Shuttle, mitten im Meteoritensturm, und jede Kurve könnte gleich die letzte sein, spätestens bei Gegenverkehr aber garantiert.

Da wird nicht einfach früh genug vom Gas gegangen. Da wird korrigiert, gezögert, gebremst, wieder leicht beschleunigt, wieder gebremst, wieder geprüft, ob die Straße wirklich noch Straße ist, natürlich alles im Namen der Sparsamkeit, wenn man so einen Menschen denn mal fragen kann, was wohl der Auslöser für diese Art von Fortbewegung sein KÖNNTE.

Das Ergebnis sieht man dann nicht nur an den Nerven, sondern auch im Display. Aus den gewohnten 5,1 Litern werden schnell 5,4 oder 5,5. Wenn das öfter passiert, pendelt sich der Schnitt eben nicht mehr bei 5,1 ein, sondern eher bei 5,3 oder 5,4.

Glückwunsch, Mission erfüllt

Mehr Verbrauch, weniger Fluss, mehr Puls.

Ich hatte das Thema ja in der Rubrik „Der liebe Straßenverkehr“ schon mal in ähnlicher Form, und offenbar bleibt es ein Dauerbrenner. Manche glauben wirklich, langsam sei automatisch sparsam. Dabei ist flüssig oft viel entscheidender als demonstrativ bedächtig.

Es reicht meistens, wenn man vorausschauend fährt, den Verkehr liest und nicht bei jedem Blatt am Straßenrand reflexartig den rechten Fuß neu verhandelt.

Schleichen alleine spart gar nichts, schon gar nicht die (MEINE!) Nerven. :mrgreen:

 

 

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Büroapotheke mit Fluchtpotential

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Büroapotheke mit Material für falsche Schlüsse ;-)Hast du was gegen Kopfschmerzen?

Man hat ja in seinem Schrank in der Firma, im Büro oder im Spind irgendwo so eine Ecke, in der die Dinge für den Fall der Fälle liegen.

Ein paar Ibus oder Aspirin, Pflaster, Binden, Kleinkram eben. Sachen, die man irgendwann mal brauchte, eine Zeit lang griffbereit haben wollte und die jetzt nur noch für „falls mal was ist“ dort herumliegen.

Wenn man mit Kollegen im Büro auch noch irgendwann Liquids für E-Zigaretten gemixt hat, kann vielleicht sogar die eine oder andere Spritze dabei sein. Natürlich völlig harmlos, aber erklär das mal in genau dem Moment, in dem jemand nur eine Kopfschmerztablette wollte.

Denn wenn ein Kollege reinkommt und fragt: „Hast du was gegen Kopfschmerzen da?“, und du sagst „Ja klar, warte“, dann sollte es im Idealfall relativ schnell gehen.

Blöd wird es nur, wenn du erst diesen Kram aus dem Schrank ziehen musst, um überhaupt an die Pillen zu kommen.

Dann liegt plötzlich genug Material für falsche Schlüsse auf dem Tisch. Ich habe ja nie behauptet, dass ich es einsetzen wollte. ;-)

Vielleicht wirkt das Zeug also doch.

Nur eben anders als gedacht. :mrgreen:

 

 

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Jetzt macht das Grün ernst

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Eben noch gelb, jetzt grün mit Ansage ;-)Eben noch gelb, jetzt grün

Vor ein paar Wochen hatte ich hier schon fast denselben Blick im Blog.

Damals war es der Vergleich zwischen März und April. Erst Feld, dann plötzlich Raps. Zwei Fotos, fast derselbe Blick, und die Landschaft hatte einmal kräftig den Schalter umgelegt.

Jetzt ist wieder etwas Zeit vergangen, gleiche Ecke, nächster Auftritt ;-)

Der Raps ist weg, das Grün ist da

Das Gelb war schon deutlich genug. Dieses „Guck mal, ich bin Frühling!“ quer über das Feld, nicht gerade dezent, aber hübsch.

Inzwischen sieht die Sache schon wieder anders aus. Weniger Knalleffekt, mehr Wucht. Alles voller Grün, die Bäume dichter, das Gras höher, die ganze Ecke irgendwie breiter, voller, lebendiger.

Man geht da entlang, kennt den Blick, denkt im ersten Moment vielleicht gar nichts Besonderes, und dann fällt es eben doch auf.

Da hat schon wieder jemand umgebaut :mrgreen:

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Job, Wetter, Wasser & Ruhrpott

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Job am Wasser, nur leider ohne Badefreigabe ;-)Nur gucken, nicht planschen

Wenn man bei diesem Wetter an einem Ort im Einsatz ist, an dem man an jeder Ecke Wasser sieht, ist das erst mal ziemlich nett.

Wenn man aber nicht hinein darf, dann ist das hart. :mrgreen:

Mein persönliches Highlight heute allerdings:

Wir waren irgendwo in der Nähe von Frankfurt unterwegs, und es holt mich immer wieder ein, das Ruhrgebiet.

Schaut selber … ;-)

 

 

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Blödsinn gewinnt wohl doch

Einfach mal den Garten saugen 😁War ja klar

Aus völlig anderen Gründen steht der Staubsauger im Garten, mein Kopf macht daraus natürlich „Okay, einfach mal den Rasen saugen“.

Macht ja jeder, oder?

Naja, und wenn es schon sowas wie Instagram & Co gibt… gell?

Dann sieht man, dass nicht nur ich einen merkwürdigen Humor habe. :mrgreen:

Wer mag, kann ja schauen (und folgen ;-) )

Ja, ich weiß, manche Accounts lachen vielleicht über 1000 Aufrufe, aber ich freue mich einfach. Nicht mehr, nicht weniger.

 

 

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Frohe Pfingsten rundherum

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Frohe Pfingsten mit Pfingstochse, Kaffeepott und Feiertagslaune, nett verbogen mit KI ;-)Zwei Tage Feiertag, nur leiser

Heute ist Pfingsten, also wieder zwei Feiertage hintereinander.

Ein bisschen wie Ostern, aber nicht ganz, so’n bisschen. Halt ohne diesen großen Aufmarsch drumherum. Dezenter irgendwie, leiser. Vielleicht sogar mit etwas mehr Würde, weil eben nicht alles schon Wochen vorher aus Regalen, Prospekten und Sonderangeboten herausbrüllt.

Ich mag das. Pfingsten steht da im Kalender, macht seinen Job und muss nicht ständig erklären, warum man es gefälligst beachten soll. Für Menschen, die gläubig sind, steckt da ohnehin genug drin. Für andere bleibt es vielleicht einfach ein ruhiger Punkt im Jahr, an dem der Alltag mal kurz nicht ganz so fest auf dem Brustkorb sitzt. Beides kann nebeneinander stehen, ohne dass man daraus gleich ein Seminar machen muss.

Ich starte jetzt einfach erst mal mit meinem Kaffee in einer ruhigen Ecke, Stille und so.

Danach darf der Tag dann gerne anlaufen, aktuelle Idee: „Mach den Grill an“ (Das hat nix mit dem Pfingstochsen zu tun. Nur, falls wieder wer fragt!) :mrgreen:

In diesem Sinne wünsche ich euch frohe Pfingsten rundherum.
Macht etwas Gutes daraus, und wenn heute einfach nur Ruhe ist, dann ist das vermutlich gar nicht die schlechteste Variante ;-)

 

      

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Spieltrieb mit Rotoren

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Drohne wartet auf dem Tisch, Spieltrieb bereits im Startmodus ;-)Endlich durfte sie fliegen

(Also, so richtig, nicht nur „ich schalte mal ein, Kopf einziehen“)

Die Lage aktuell:

Sommerlich, in Ruhe testen, Männlein darf spielen. :mrgreen:

Nach dem ersten Anlauf unter „Ein Droh(n)endes Desaster“ darf das kleine Ding jetzt endlich zeigen, warum es überhaupt Propeller hat. Nicht nur herumstehen, nicht nur App-Menüs vorführen, nicht nur Akku laden und wichtig aussehen, sondern fliegen.

Ganz windstill ist es natürlich nicht. Wäre ja auch zu einfach. :roll:

Wenn die ersten ernsthaften Übungen zu PUNKTGENAUEM Landen aber halbwegs funktionieren, kann man auch mal kurz in den Windböen-Pro-Modus wechseln. Beziehungsweise: Man wird gewechselt. ;-)

Und jetzt?

Akkus leer.

Also Zeit für den Blog und ein bisschen Zickerei mit der Holy-Stone-App HS FPV V4 gibt es auch noch, da muss ich nämlich tricksen. Der Spieltrieb ist fürs Erste bedient, jetzt kommt eben der eher theoretische Teil.

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Wenn Spieltrieb abhebt, wird der Himmel kurz zum Übungsplatz ;-)

      

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Dies und das noch: