Fenster vom Smartphone auf Kipp

Huawei-Smartphone mit angehobenem Rückdeckel, verursacht durch einen sichtbar aufgeblähten Akku.Wenn der Akku mal durchlüftet

Ich habe irgendwann ein Buch gelesen, eher durch Zufall, in dem jemand aus dem Ausland beschrieben hat, was an Deutschland so besonders ist. Ich meine, es war ein Engländer, aber nagelt mich nicht darauf fest. Dafür ist der Gedanke zu alt und mein Kopf kein sauber sortiertes Bücherregal.

Es ging dabei unter anderem um diese sehr deutsche Eigenart, Fenster nicht einfach nur zu öffnen oder zu schließen.

Nein, wir machen Fenster „auf Kipp“.

Nicht ganz auf, nicht ganz zu, einfach schräg einen Spalt öffnen, damit ein bisschen Luft reinkommt, ohne dass gleich die ganze Welt im Wohnzimmer steht. Ihr wisst schon. Deutsche Fensterlogik. Irgendwo zwischen Frischluft, Vorsicht und „mach bloß nicht zu weit auf, es zieht“ :mrgreen:

Nun, Smartphones scheinen international schon etwas weiter zu sein.

Die machen bei Hitze offenbar gleich den Gehäusedeckel auf Kipp, damit der Akku mal ordentlich lüften kann.

Besser gesagt: Der Akku macht dicke Backen und drückt den Rest auseinander.

Auf dem Foto liegt ein Huawei, das seinen Rückdeckel schon ziemlich deutlich angehoben hat. Von außen betrachtet sieht das erst einmal fast lustig aus. So ein bisschen wie ein Handy, das beleidigt den Mund aufmacht.

Nur ist das eben kein lustiges Klappfeature, sondern ein aufgeblähter Akku.

Die Sache mit dem Garten

Bei mir landet sowas, wann und wenn es irgendwie geht, draußen auf dem Tisch. Nicht, weil ich jetzt aus jedem Akkutausch einen Gefahrguttransport mit Sirene machen möchte, sondern weil ein Lithium-Akku mit Laune im Wohnzimmer ungefähr so viel Charme hat wie ein Toaster in der Badewanne.

Der Garten ist bei mir ja inzwischen ohnehin eine Art Außenstelle der Elektronikabteilung. In Strom aus Sonne, Powerbank und fünf Volt lag schon Solarkram, Powerbank, Spannungswandler und Notebook herum, als hätte jemand Camping mit Werkbank verwechselt.

Davor gab es schon mobile Elektronik, USB-Lötkolben, Spannungswandler und den ganzen Kram, bei dem andere Leute den Grill anschmeißen und ich erst einmal prüfe, ob irgendwo fünf Volt rausfallen.

Die Smartwatch hatte ja auch schon den kleinen Elektronikbausatz gespielt. Display, Gehäuse, Akku, Platine, alles da, nur eben nicht mehr da, wo es vorher war. Man könnte fast meinen, Geräte lesen hier mit und wollen irgendwann auch mal einen eigenen Auftritt. Nun, jetzt also mal wieder ein Smartphone.

Ein Gerät, das man täglich in der Hand hat, in die Tasche steckt, lädt, wieder lädt, liegen lässt, benutzt und irgendwann sagt es nicht etwa freundlich Bescheid. Es hebt einfach den Deckel.

Kleiner ernster Einschub

Ein aufgeblähter Lithium-Akku ist kein Feature. Nicht weiterladen, nicht drücken, nicht lochen, nicht „ach, geht noch“ sagen und schon gar nicht in den Hausmüll werfen.

Das Umweltbundesamt sieht das ziemlich ähnlich, nur natürlich ohne meine charmante Fenster-Theorie. Defekte, verformte oder aufgeblähte Akkus sollen nicht weiterverwendet werden und gehören sauber zur Sammelstelle, bei sichtbarer Beschädigung am besten mit Hinweis an das Personal.

Heißt übersetzt: Wenn das Handy von selbst auf Kipp geht, ist das kein Lüftungskonzept, sondern ein Hinweis.

Nicht der Reparaturfilm

Der wirkliche Technikteil kommt später auf michael-floessel.de, denke ich, da gehört er thematisch absolut hin, hier bleibt erst einmal der Moment.

Ein Smartphone liegt da, hebt den Deckel und tut so, als hätte es die deutsche Fensterkultur verstanden.

Hat es aber nicht.

Es will nicht lüften.

Es meldet sich ab. ;-)

(Der Vollständigkeit halber: Das ist nicht mein „täglich Handy“, das ist eines von den Geräten, mit dem ich hier meine Experimente veranstalte, eines von zwei identischen Exemplaren. Seit 2024 wiederholt sich das Spiel jeden Sommer recht pünktlich zwischen Juni und August :mrgreen: )

 

 

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Dies und das noch:

Heuschrecke mit Rückfahrkarte?

Flip wollte raus. Oder rein. Oder einfach nur diskutieren.Der Rückweg lag direkt auf meinem Arm

Es wird mal wieder tierisch!

Oder insektisch?

So genau weiß man das im Desasterkreis ja nie, weil hier scheinbar alles, was Beine, Flügel, Fühler oder ein fragwürdiges Verständnis von Hausrecht hat, irgendwann auftaucht.

Diesmal in der Küche und da saß er an der Wand.

Ein recht großer grüner Hüpfer. Grashüpfer? Heuschrecke? Heupferdchen? Nach dem Foto würde ich auf ein Grünes Heupferd tippen, aber ich bin eben kein Insektenkundler mit Klemmbrett, sondern nur der Mann, der plötzlich einen grünen Mitbewohner an der Küchenwand hat.

Der gute Kerl war zu Fuß auf dem Weg nach oben.

Nicht dramatisch, aber eben in diese Richtung, in der man irgendwann nicht mehr ohne Leiter, Verrenkung oder mittelgroße Diskussion drankommt. Also habe ich ihn vorsichtig von der Wand gepflückt, innerlich schon mal als Rettungsaktion verbucht und ihm schnell noch einen Namen gegeben: Flip!

Ja, natürlich wegen Biene Maja. Wer das noch kennt, darf sich jetzt kurz alt fühlen, muss aber nicht :mrgreen:

Der Plan war einfach

Ich wollte Flip durch das offene Küchenfenster in die Freiheit entlassen.

Klingt nach einem überschaubaren Vorgang, oder?

Mensch nimmt Heuschrecke.
Mensch hält Heuschrecke ans Fenster.
Heuschrecke erkennt Freiheit, Natur, Grünzeug und Horizont.
Heuschrecke verlässt das Gebäude.

So weit die Theorie,  aber Scheißdreck :shock:

Ich setze ihn raus, und wer hüpft auf meinen Arm und rennt wieder rein?

Flip.

Nicht irgendwie panisch. Nicht verwirrt. Eher zielstrebig. Als hätte er draußen kurz gesehen, dass Natur auch ohne Fliesen, Kaffeemaschine und trockene Wand funktioniert, und das Konzept spontan abgelehnt.

Also noch mal.

Ich setze ihn auf die andere Hand.

Gleiches Spiel, nur links.

 

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Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

Es wird persönlich

Beim dritten Versuch hatte Flip offenbar endgültig die Schnauze voll. Er zeigte mir seine Sprungbeine in Aktion und krallte sich auf der Schulter der Gattin fest.

Das muss man erst mal machen. Man wird freundlich gerettet, bekommt ein offenes Fenster angeboten, hat alle Möglichkeiten der Welt und denkt sich: Nein, ich nehme jetzt die Frau des Hauses als Zwischenstation.

Also pflückte ich ihn dort wieder vorsichtig ab, altes Spiel, neue Runde!

Und zwar so stabil, dass ich sogar noch Zeit hatte, das Handy anzuwerfen und zumindest so gut mitzufilmen, wie es die Lage zuließ. Man muss ja Beweise sichern, sonst heißt es nachher wieder, ich würde übertreiben.

Als ob :roll:

Serientäter mit Fühlern

Ganz neu ist das Thema hier ja nicht.

Grashüpfer, Heuschrecken und sonstige Hüpfer haben im Desasterkreis offenbar längst eine eigene Nebenrolle. Da war schon der blinde Passagier auf dem Fahrrad, dann gab es die Idee vom Hotel für Grashüpfer, und selbst im November saß noch einer auf meinem Auto, als wäre der Kalender nur eine unverbindliche Empfehlung.

Vielleicht sind das gar keine Zufälle, vielleicht läuft da draußen längst eine geheime Hüpferliste.

„Bei dem kannst du landen. Der redet zwar dummes Zeug, aber setzt dich wieder raus.“

Das würde einiges erklären.

Aussperraktion mit Ansage

Am Ende hat dann ein etwas nachdrücklicherer Rausschmiss funktioniert.

Nicht grob, nicht wild, aber eben mit klarer Kante. Fenster, raus, Abstand, keine Diskussion, Fenster zu, Ende der Verhandlung.

Flip draußen – ich drinnen.

So war es ursprünglich auch gedacht.

Sollte er allerdings wiederkommen, bekommt er ein eigenes Schild am Briefkasten.

„Flip, 3 x klingeln“

Wundern würde es mich nicht mehr :mrgreen:

 

 

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Zurück im Bergtierpark?

Eingang zum Bergtierpark Fürth-Erlenbach mit Willkommensschild zwischen Bäumen und Wegen.12 Jahre Pause sind auch mal genug

Aaaalso, was macht man alle 12 Jahre mal, was man eigentlich viel öfter machen möchte, aber dann doch nicht macht, weil man es ja jederzeit machen könnte?

Richtig, man geht mal wieder in den Bergtierpark Fürth-Erlenbach.

Klingt erst mal logisch. Wenn etwas quasi vor der Haustür liegt, kann man ja immer hin. Morgen. Nächste Woche. Im Urlaub. Wenn das Wetter besser ist. Wenn alle Zeit haben. Wenn der Mond günstig steht und die Kaffeemaschine keinen Widerstand leistet. So entstehen dann eben 12 Jahre Pause.

Mein letzter Besuch dort war 2014, damals noch auf michael-floessel.de dokumentiert, weil es den Desasterkreis noch gar nicht gab. Andere sammeln Briefmarken, ich sammle offenbar zeitliche Abstände, bei denen man irgendwann selber denkt: „Ja gut, das ist jetzt auch konsequent ausgesessen.“

Natürlich Regen

Geplant war der Besuch für Sonntag mit dem ganzen Clan. Familienausflug, ein bisschen Natur, ein paar Tiere, vielleicht ein paar Fotos und dann hier etwas freiwillige, unbezahlte Werbung für etwas, das man direkt vor der Nase hat und trotzdem viel zu leicht ignoriert.

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Dies und das noch:

Zwischen Keks und Kopf-Tisch

Geöffneter Flachwitz-Keks mit grüner Verpackung und einem Witz über Elefanten, die sich in Bäumen verstecken.Zwischen Philosophie und Kopf Tisch

Ich habe es aus den unterschiedlichsten Gründen ja immer mal mit Glückskeksen zu tun.

Ne, besser gesagt, mit mehr oder weniger tiefsinnigem Gebäck :mrgreen:

Mal sagt der Keks „folge deinem Herzen“, mal erklärt er mir in einer Geschichte in vier Bildern das Leben, mal steht (krümelt) er einfach nur da und tut so, als wäre er kurz vor der Erleuchtung, ihr kennt das.

Wir bewegen uns da gerne irgendwo zwischen „geh in dich und denke“ und „hier ist deine Zukunft, wir wünschen dir dann mal das Beste, leider müssen wir weiter, wir haben noch einen Termin“.

Also ganz normale Gebäckphilosophie.

Jetzt aber hat Tochter S. offenbar die nächste Stufe dieser knusprigen Lebensberatung aufgetrieben.

Die Rubrik heißt: FLACHWITZ :shock:

Ich lasse das mal kurz stehen.

Angefressener Flachwitz-Keks mit grüner Verpackung und zwei Sprüchen über letzte Mahnungen und versteckte Elefanten.FLACHWITZ

Nicht Weisheit. Nicht Schicksal. Nicht „du wirst bewundert“, wie es ein anderer Keks schon mal völlig richtig erkannt hat (braver Keks, DER Keks war toll!).

Nein, diesmal geht es direkt dahin, wo der Humor schon eine Warnweste tragen müsste.

Alt und flach, aber lachen musste ich doch :mrgreen:

Auf dem ersten Zettel steht:

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Dies und das noch:

Die Goldrute wollte wohl bleiben

Frisch verpflanzte Goldrute im September 2020Sechs Jahre später steht sie da

Sommer, Sonne, Urlaub und dann?

Klar, ein Bericht aus dem Garten, weil ich eben draußen bin, wann immer es geht. Kind der 70er und 80er oder so, ich weiß es nicht :mrgreen:

Heute jedenfalls:

Am 5. September 2020 habe ich diese Goldrute verpflanzt. Kaum war sie an ihrem neuen Platz, kam schlagartig mieses Wetter auf und blieb gleich für mehrere Wochen.

Nass, kalt, ungemütlich, trotz eines der heißesten und trockensten Sommer aller Zeiten… :roll:

Ich war fast sicher, dass ich sie nicht verpflanzt, sondern nur für ihr baldiges Ende umgebettet hatte.

Die Goldrute sah das offensichtlich anders

Das war ohnehin die Zeit, in der ich im Garten reichlich gebuddelt und geschnippelt hatte. Während ich oben beschäftigt war, kümmerte sich wenig später Rudi der Maulwurf unten um den Rest.

Das aktuelle Foto stammt vom 2. Juli 2026. Gleiche Pflanze, gleicher Garten, nur fast sechs Jahre später. Aus den ziemlich traurig aussehenden Stängeln von damals ist inzwischen ein ordentlicher Busch geworden, der seinen Platz sehr überzeugend beansprucht.

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Strom aus Sonne, Powerbank und fünf Volt

Mobiler Arbeitsplatz im Garten mit Notebook, Powerbanks, Bluetoothlautsprecher und Solarpaneel.Heute kommt der Strom aus der Konserve

Ich bin wieder einmal auf dem Trip, herauszufinden, wie weit man kommt, wenn kein Strom aus der Steckdose verfügbar ist.

Passend bietet sich dafür der Garten an. Nicht, weil dort die Zivilisation endet, sondern weil ich für normalen Netzstrom tatsächlich erst eine Kabeltrommel bemühen müsste. Also kann ich genauso gut versuchen, das Ganze mit Energie aus der Konserve zu erledigen.

Die Kabeltrommel lacht trotzdem

Witzig ist dabei nur, dass zuverlässig jemand aus dem Clan nach draußen kommt und etwas vorhat, das ohne „richtigen“ Strom natürlich überhaupt nicht funktioniert.

Dann steht die Kabeltrommel da, während ich daneben mit Solarpaneel, Powerbank und Spannungswandler den Betatester spiele, und grinst mich an.

Aber: Mein Pioniergeist lacht darüber. HA! :mrgreen:

Nebenbei, wenn die Regierung weiterhin so fähig und gut zu uns ist, gibt es Strom in Zukunft vielleicht ohnehin nur noch, wenn man artig war, brav gegendert und natürlich passend gewählt hat. Aber lassen wir das…

Faltbares 21-Watt-Solarpaneel auf einem Gartenstuhl in der Sonne.Man nehme etwas Sonne

Die Grundidee ist bei mir nicht neu. In Powerbank, Solar und Ampere für unterwegs ging es schon einmal um meinen kleinen Solarstromkreis im Garten. Auch die mobile Elektronikwerkstatt lebte bereits von Powerbank, USB und Spannungswandler.

Diesmal soll allerdings nicht nur ein Tablet, Smartphone oder USB-Lötkolben versorgt werden, sondern gleich ein Notebook.

Man nehme also ein faltbares Solarpaneel mit 21 Watt, eine Powerbank, die gleichzeitig geladen und entladen werden kann, und etwas Geduld.

Powerbank als Energiespeicher für den mobilen Arbeitsplatz im Garten.Zumindest theoretisch kann die Powerbank beides parallel. In der Praxis klappt das gerade eher so semi, wie ich bei diesem Versuch feststellen durfte. Vielleicht wird das noch ein Fall für eine Reklamation.

21 Watt sind schließlich kein Atomkraftwerk, für ein paar mobile Geräte aber durchaus brauchbar. Die Powerbank speichert, was gerade von oben kommt, und versorgt gleichzeitig alles, was am anderen Ende Energie haben möchte.

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Wenn die Smartwatch zum Bausatz wird

Smartwatch mit aufgeklapptem Display und sichtbarem Innenleben.Ich wollte schon immer wissen, wie sie innen aussieht

Seit es so warm war, hat sich meine Armbanduhr, besser gesagt meine Smartwatch, gelegentlich irgendwie anders angehört. Nicht, dass ich ständig auf dem Ding herumklopfe, aber wenn beim Laden der Magnetkontakt drangeklackt ist oder man eben mal mit einem harten Gegenstand das Gehäuse berührt hat, klang das plötzlich etwas hohl.

Nun ja, das Rätsel ist gelöst

Gestern Abend fühlte sich das Ding am Handgelenk dann auch noch etwas ungewohnt an. Ich mache das Armband auf, nehme die Uhr ab und bekomme, voilà, einen lustigen kleinen Elektronikbausatz präsentiert :shock:

Display, Gehäuse, Akku, Platine und Kabel, alles da, nur eben nicht mehr unbedingt dort, wo es hingehört.

Okay, ich wollte tatsächlich schon immer einmal wissen, wie das Teil von innen aussieht :mrgreen:

Geöffnete Smartwatch als unfreiwilliger Elektronikbausatz mit sichtbarem Akku, Platine und Kabeln.ABER NICHT JETZT!

Der Akku hat sichtbar etwas dicke Backen, auf dem Foto wirkt das allerdings deutlich schlimmer, als es in Wirklichkeit aussieht. Ein Luftballon ist er noch lange nicht, aber Vertrauen sieht bei mir auch anders aus …

Ob der Sommer und die Hitze etwas damit zu tun hatten oder einfach nur der Kleber keine Lust mehr hatte, weiß ich nicht. Vielleicht war es auch eine Gemeinschaftsarbeit aus beidem, bei der die Uhr anschließend beschlossen hat, mir ihr Innenleben vorzuführen.

Die Aufgabe lautet nun jedenfalls, aus dem Bausatz wieder eine Smartwatch zu machen.

Also vorsichtig zusammensetzen, wieder schließen und anschließend irgendwie dafür sorgen, dass das Ding auch wieder dicht ist.

Erst einmal baue ich sie wieder zusammen. Beim Laden bleibt sie unter Beobachtung, falls sie dabei zickt, sollte ich das früh genug merken.

Soweit der Plan … :roll:

 

 

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TikTok hat jetzt ein kleines Desaster

Digitales Arbeiten im Garten 😉Der Desasterkreis erreicht China

Der Desasterkreis hat nun also auch China erreicht. Zumindest über den Umweg ByteDance und TikTok ;-)

Irgendwie ist das schleichend passiert.

Erst habe ich dort nur geschaut, was andere so treiben, dann landeten die ersten eigenen Videos auf der Plattform und irgendwann war der Account nicht mehr nur vorhanden, sondern wurde tatsächlich benutzt.

Eigentlich hätte das längst hier im Blog stehen müssen, aber besser spät als nie.

Ganz neu ist TikTok hier nicht

TikTok war im Desasterkreis sogar schon einmal Thema. Im Beitrag „Wenn sich Fimmel und TikTok treffen“ hatte ich bereits ein Video eingebunden, weil der Fund für meine gepflegten Macken einfach zu gut passte.

Damals stammte das Video allerdings noch von jemand anderem, inzwischen liefert der Desasterkreis seinen Kram dort selbst ab.

Die Videos sind dabei nichts Neues

Videos gehören bei mir schließlich schon lange zu Instagram, Facebook und den anderen Social-Media-Kanälen, und was vorhanden ist, kann man auch nutzen, oder? ;-)

Wenn etwas flattert, krabbelt, fährt, brummt oder auf andere Weise meint, sich vor meiner Kamera wichtigmachen zu müssen, bleibt es eben nicht immer bei einem Foto.

Dazu kommen Alltag, Technik, kleine Fundstücke und Momente, die sich in Bewegung einfach besser zeigen lassen, wobei der passende Text natürlich trotzdem noch im Blog landen kann. Man muss sich ja nicht unnötig auf eine Form beschränken :mrgreen:

Neu ist also nicht, dass der Desasterkreis Videos veröffentlicht, neu ist nur die zusätzliche Ablage bei TikTok.

Platz war gerade vorhanden

Der Zeitpunkt passte ebenfalls ganz gut.

Wie ich im Beitrag „Bluesky passt dann wohl eher nicht“ bereits beschrieben habe, muss man nicht jede Plattform weiter bespielen, nur weil man irgendwann einmal ein Profil angelegt hat.

Wenn etwas geht, das hauptsächlich noch nervt, entsteht wenigstens Raum für etwas Unterhaltsameres, bei dem nicht sofort jeder in Schockstarre verfällt, wenn die Realität auf Ideologie trifft.

TikTok hat diesen Platz nun übernommen, ganz ohne Bewerbungsgespräch, Einarbeitung oder Probezeit.

Jetzt steht es auch im Blog

Das TikTok-Symbol sitzt inzwischen unten bei den anderen Social-Media-Links und das Profil bekommt tatsächlich Inhalt.

Zu finden ist der Desasterkreis dort unter:

Der Desasterkreis bei TikTok

Damit wäre auch das im öffentlichen Privatarchiv festgehalten und TikTok hat jetzt ebenfalls ein kleines Desaster.

Ob die Plattform weiß, was sie sich damit eingefangen hat, wird sich zeigen :mrgreen:

 

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Stopp! (K)ein Nachtfalter?

Ein vermutliches Tagpfauenauge tankt spät am Abend auf dem feuchten Boden am Außenwasseranschluss auf ;-)Vollbremsung im Halbdunkel

Samstagabend, irgendwann zwischen 22 und 23 Uhr. Es war fast dunkel, ein paar aus meinem Clan saßen noch draußen, ich ging nur kurz rein und kam wieder heraus.

Plötzlich brüllten alle:

„STOPP! Nicht drauftreten, da sitzt jemand und tankt auf!“

Vollbremsung, Schockstarre, Blick auf den Boden.

Obwohl da angeblich jemand direkt vor mir saß, musste ich den Kollegen erst einmal suchen. Mit zusammengeklappten Flügeln war der Falter auf den nassen Steinen nämlich ziemlich gut getarnt.

Am Tag waren mehrere Tagpfauenaugen um mich herumgeflattert, die dunkle Unterseite könnte ebenfalls passen. Ganz festnageln will ich mich trotzdem nicht, weil der Kollege seine berühmten Augen natürlich geschlossen hielt.

Sehr hilfreich :roll:

Kein Nachtfalter, aber Nachtschicht

Tagpfauenaugen sind hier im Blog nun wirklich keine Unbekannten. Schon 2022 hieß es Hallo Tagpfauenauge, und im vergangenen Jahr wurde geklärt, dass Schmetterlinge freundlich sind, weil selbst der Hintern noch als Fotomotiv taugt.

Bei diesem Exemplar war allerdings nicht einmal davon viel zu erkennen.

Handy raus, Licht an, knipsen und filmen, während der Falter einfach sitzen blieb. Kein hektisches Geflatter, kein Abflug und vor allem wieder nichts mit Tierpopo oder Tierarsch.

Nach dem Eichelhäher ohne Popo bekommt mein Ruf als Tierarsch-Fotograf langsam wirklich Risse :mrgreen:

Spätschicht an der Tankstelle

An genau dieser Stelle befindet sich unser Außenwasseranschluss. Ich hatte über den Tag ein bisschen geplanscht und dabei einiges an Wasser verteilt, der Boden war also noch ordentlich feucht.

Der Tag war heiß, der Falter wirkte ziemlich erledigt und für mich sah das eindeutig danach aus, als würde er dort erst einmal nachtanken.

Er blieb lange sitzen, ließ sich weder vom Licht noch vom Handy groß stören und war irgendwann verschwunden.

Offenbar wieder genug Reichweite ;-)

Der Kollege in bewegten Bildern

 

@desasterkreis.deDa sitzt ein Schmetterling auf dem nassen Boden, lässt mich mit der Kamera ziemlich nah heran und wird ausführlich kommentiert. Nur auf das naheliegendste Wort komme ich im ganzen Video nicht: Schmetterling 😁🦋 #Schmetterling #Naturbeobachtung #Desasterkreis # Natur♬ Originalton – desasterkreis.de

Am nächsten Morgen wieder geöffnet

Sonntagmorgen saß ich erneut draußen. Alles trocken.

Prompt kam ein Tagpfauenauge angeflogen und setzte sich ziemlich genau an dieselbe Stelle.

Ob es derselbe war? Keine Ahnung. Vielleicht wollte er nur prüfen, ob das Bad wieder geöffnet hatte.

Ich verteilte jedenfalls noch einmal etwas Wasser und ging rein. Man will die Intimsphäre beim Baden schließlich wahren, nicht? Das habe ich spätestens bei der Rabenkrähe im Hamburger Badezimmer gelernt :mrgreen:

Jetzt bin ich gespannt, ob das öfter vorkommt. Vielleicht habe ich aus Versehen das kleinste Schmetterlingsbad im Odenwald eröffnet.

Ob Falter untereinander gute Schwimmbäder weiterempfehlen, weiß ich leider nicht, aber falls ja, brauche ich demnächst aushängende Öffnungszeiten :roll:

 

      

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Checke mit der KI, wer Du bist

Frühe Technikjahre und digitale SpurenWer lange online ist, legt Fährten

Ich habe ChatGPT mal den Auftrag gegeben, zu suchen, wo ich im weltweiten Netz auftauche, wer ich dort seit wann und warum bin.

Spannendes Ding :shock:

Natürlich war mir klar, dass man mich findet. Ich betreibe schließlich seit mehr als 25 Jahren eigene Webseiten, schreibe in Blogs, bin auf diversen Plattformen unterwegs und beruflich ebenfalls nicht gerade unsichtbar.

Trotzdem hatte ich eher mit dem üblichen Kram gerechnet. Der Desasterkreis, michael-floessel.de, ein paar soziale Netzwerke, berufliche Profile und natürlich die Impressen. Die müssen nun einmal sein, auch wenn man digitalen Schnüfflern damit schon einen Teil der Arbeit abnimmt.

Die KI kam allerdings nicht mit ein paar Links zurück, sie legte mir beinahe einen Lebenslauf mit Quellenangaben auf den Tisch.

Online seit 1999

Los ging das Ganze bereits 1999 mit pc-tech-tips.de.

Nach einem Providerwechsel gingen die Inhalte später in michael-floessel.de auf. Dass ich mir das nicht gerade passend zurechterinnere, steht sogar seit 2019 in meinem eigenen Beitrag „Sicher, unsicher, HTTP, HTTPS, altes, neues“. (Ja, ich weiß, auf der Seite ist im Moment tote Hose, aber ich komme einfach nicht dazu, mal wieder in die Elektronikkiste zu greifen … :roll: )

Dort hatte ich selbst geschrieben, dass ich um 1999 mit meiner Webseite begonnen habe und Inhalte über Providerwechsel, andere Domains und verschiedene Systeme hinweg immer wieder mitgenommen wurden.

Ein Newsgroup-Beitrag aus dem Jahr 2003 verweist sogar bereits auf einen alten pc-tech-tips-Inhalt unter michael-floessel.de.

Das Netz hat die Verbindung also ebenfalls nicht ganz vergessen.

Eine der ältesten noch direkt auffindbaren Fährten stammt vom 20. Oktober 2001 aus einer alten Newsgroup.

Es ging um die Internetverbindungsfreigabe bei T-DSL. Schon die Begriffe klingen heute ein wenig so, als hätte man beim Einwählen noch Kohlen in den Rechner schaufeln müssen.

Unter dem Beitrag standen mein Name und gleich vier Domains:

pc-tech-tips.de, dayofmen.de, computer-basis.de und wollideen.de.

Eine Webseite allein war mir offensichtlich schon damals zu übersichtlich ;-)

Später kamen weitere Beiträge zu Autos, Linux, WLAN, Netzwerken, Computern und Technik hinzu. Selbst meine WLAN-Probleme aus dem Jahr 2003 liegen noch griffbereit im Archiv.

Dazu tauchten Projekte wie antischulgewalt.de auf, alte Signaturen blieben erhalten und längst verschwundene Seiten wurden in Foren, Verzeichnissen oder anderen Beiträgen verlinkt.

Jeder dieser Treffer ist erst einmal nur ein Stück aus seiner Zeit.

Ein alter Forenbeitrag, eine frühere Domain, ein Foto, ein Presseartikel oder irgendein technisches Problem, über das ich vor Jahren geschrieben habe.

Nichts davon ist geheim, schließlich habe ich es selbst veröffentlicht. Jeder, der an dieser Stelle reflexartig „Datenschutz!“ schreit, sollte erst einmal in sich gehen und sich fragen, WAS da eigentlich geschützt werden muss, wenn man freiwillig öffentlichen Austausch betreibt ;-)

Interessant wird es, wenn man die einzelnen Marker nebeneinanderlegt. Dann entsteht aus vielen kleinen Fundstücken ein erstaunlich vollständiges Bild davon, womit ich mich beschäftigt habe, wo ich unterwegs war und wie sich die Dinge über die Jahre entwickelt haben.

Nicht wegen irgendeiner finsteren Datensammelei, sondern schlicht deshalb, weil ich den größten Teil davon selbst ins Netz gestellt habe.

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