Die Goldrute meint es ernst

Die Goldrute, deren Ende ich nach dem Umpflanzen schon kommen sah, steht heute da, als hätte sie nie etwas anderes vorgehabt.Von wegen baldiges Ende

Ich mag ja solche kleinen Zeitmarken im Blog. Irgendwann hält man etwas fest, weil es gerade auffällt, ein paar Monate oder Jahre später schaut man wieder hin und hat plötzlich einen ziemlich direkten Vergleich.

Davon gibt es hier inzwischen einige, und diese Goldrute hat sich ihren nächsten Eintrag redlich verdient.

Am 5. September 2020 habe ich sie verpflanzt, direkt danach wurde das Wetter mies und blieb es auch eine ganze Weile. Damals war ich ziemlich sicher, dass ich die Pflanze nicht umgesetzt, sondern eher für ihr baldiges Ende etwas dekorativer abgestellt hatte.

Die Goldrute selbst war von dieser Prognose offensichtlich wenig beeindruckt.

Sechs Jahre später

Im Juli dieses Jahres hatte ich sie deshalb schon einmal wieder im Blog. Aus den ziemlich traurigen Stängeln von damals war inzwischen ein ordentlicher Busch geworden, der seinen Platz im Garten sehr überzeugend angenommen hatte.

Wer den Zwischenstand verpasst hat:
Die Goldrute wollte wohl bleiben

Damals hatte ich noch geschrieben, dass ich gespannt bin, was sie bei der Blüte veranstaltet.

Nun ja, die Antwort steht inzwischen im Garten.

Noch eine Zeitmarke

Jetzt haben wir September 2026 und aus dem Busch ist ein ziemlich stattliches gelbes Etwas geworden, das mit meiner damaligen Vorstellung vom baldigen Pflanzentod nicht mehr besonders viel gemeinsam hat.

Die Goldrute steht da, blüht vor sich hin und wirkt insgesamt eher so, als hätte sie inzwischen vergessen, dass ich mir jemals Sorgen um sie gemacht habe.

Von „hoffentlich überlebt die das“ bis „mach dich mal nicht so breit“ sind damit ziemlich genau sechs Jahre vergangen.

Eigentlich mag ich genau deshalb solche alten Bilder und Beiträge. Im Moment selbst ist es nur eine Pflanze, irgendeine Veränderung oder ein Foto, Jahre später wird daraus plötzlich eine kleine Zeitlinie und man sieht ziemlich genau, was aus der Sache geworden ist.

Bei dieser hier kann ich jedenfalls festhalten:

Ich hatte ihr Ende befürchtet, die Goldrute offenbar eher ihre Expansion geplant.

 

 

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Verbessert? Da werde ich misstrauisch!

Hohlbrot mit reduzierten Kalorien, aufgeschnitten und generiert mit KIWenn „verbesserte Rezeptur“ schon Warnsignal ist

Es gibt ein paar Aufdrucke auf Verpackungen, bei denen andere vielleicht denken, prima, da hat jemand etwas besser gemacht.

Bei mir gehen eher die Warnlampen an, wenn auf etwas, das ich seit Jahren kaufe, plötzlich „verbesserte Rezeptur“, „weniger Kalorien“ oder irgendeine andere Form von „jetzt noch besser“ steht.

Irgendwie bedeutet „verbessert“ erstaunlich oft nicht, dass es für mich besser geworden ist. Bei mir kommt eher sofort die Frage auf, was diesmal billiger, kleiner oder schlechter geworden ist, ob weniger drin steckt, andere Zutaten verwendet werden oder der Kram hinterher einfach nicht mehr so schmeckt wie vorher.

Bei Brötchen scheint man die Sache ohnehin schon ziemlich konsequent umzusetzen. Außen schön rund, knusprig und ordentlich Volumen, nach dem Aufschneiden blickt man teilweise in so viel Innenraum, dass eigentlich nur noch die Möbel fehlen. Weniger Kalorien stimmt dann natürlich irgendwie, wenn man einfach weniger Brot ins Brötchen baut.

Ganz neu ist das Thema hier nicht. Beim Schicksalsfischbrötchen lag schon 2019 ein Exemplar auf dem Teller, das innen verdächtig viel Platz mitbrachte, und 2025 wurde daraus mit Hohlbrot und heiße Luft: Die Brötchen endgültig ein eigenes Thema.

Es begegnet mir immer wieder

Genau daran musste ich wieder denken und habe die Sache diesmal von einer KI konsequent zu Ende bauen lassen. Das Reel ist natürlich künstlich erzeugt, aber wenn man sich manche echten Brötchen anschaut, liegt die KI mit ihrer Idee gar nicht mehr so weit daneben.

 

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Wie ich jetzt darauf komme? Ich hatte vor ein paar Tagen eine Tüte Brötchen, bei denen ALLE wirklich komplett gefüllt waren, ich hatte fast Freudentränen in den Augen :mrgreen:

Vielleicht steht demnächst einfach „verbesserte Rezeptur, jetzt mit 30 Prozent mehr Innenraum“ auf der Tüte.

Wäre wenigstens ehrlich …

(Und ja, manche Menschen sind ähnlich ;-) )

 

 

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Viel Meinung, erstaunlich wenig Wissen?

Ne, dann nehme ich das 1. Text dazu? Lautstarke Meinung auf der einen, recherchiertes Wissen auf der anderen Seite. KI-generiert.Wenn Überzeugung größer ist als Wissen

Gerade jetzt, in einer Zeit, in der es politisch in Deutschland an ziemlich vielen Ecken qualmt, lese ich in den sozialen Medien Kommentare, bei denen ich mich ernsthaft frage, ob der Verfasser noch alle Latten am Zaun hat.

Da widersprechen sich Aussagen teilweise schon innerhalb weniger Sätze, es werden Zusammenhänge konstruiert, die sich mit etwas logischem Denken ziemlich schnell selbst zerlegen, oder Parteien Dinge zugeschrieben, die so weder im Programm stehen noch jemals gefordert wurden.

Trotzdem wird das Ganze mit einer Sicherheit in die Tastatur gehämmert, als hätte man die entsprechenden Parteiprogramme persönlich mitgeschrieben.

Natürlich kann jeder eine politische Meinung haben, auch eine völlig andere als ich. Darum geht es überhaupt nicht. Interessant wird es für mich an dem Punkt, an dem aus Meinung angebliches Wissen wird und dieses vermeintliche Wissen anschließend noch dazu benutzt wird, anderen zu erklären, sie hätten keine Ahnung.

Genau deshalb habe ich mich gefragt, wie viel die Menschen eigentlich tatsächlich über die Parteien wissen, die sie wählen, verteidigen oder verteufeln. Da wird es ziemlich schnell interessant.

Ich will schon wissen, was ich wähle

Ich lese die Programme der Parteien, die für mich infrage kommen, ziemlich aufmerksam. Gerade bei denen, bei denen ich noch zweifle, sogar besonders genau, denn wie soll ich mich entscheiden, wenn ich nicht weiß, wofür ich mich da eigentlich entscheide?

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Muss ich mal irgendwann machen

Alte Schubkarre, neues Rad und nach rund 15 Minuten wieder bereit für den Garten.„Irgendwann“ ist plötzlich heute

Man weiß, dass nach dem Winter der Garten wieder Arbeit machen wird und spätestens im Herbst reichlich Zeug von vorne nach hinten oder andersherum geschafft werden muss.

Zu diesem Zweck ist eine funktionierende Schubkarre eigentlich keine völlig abwegige Idee, ich habe so ein vorteilhaftes Gerät sogar im Garten stehen. Meine war grundsätzlich auch funktionstüchtig, wenn man von diesem einen eher unwichtigen Bauteil absieht, das den Kontakt zum Boden herstellt: dem Reifen.

Das hält bestimmt noch

Der stand vor gut zwei Jahren schon einmal platt herum, damals reichte allerdings noch etwas Luft und fürs Erste war wieder Ruhe. Dass der Reifen selbst seine besten Jahre (Jahrzehnte …) deutlich hinter sich hatte, konnte man dabei kaum übersehen. Der Gummi war porös und rissig, eigentlich war also ziemlich klar, dass der mir eher bald als irgendwann den Stinkefinger zeigen dürfte.

Mein Umgang mit dieser Erkenntnis war entsprechend professionell, ich müsste da halt irgendwann mal ran.

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Da bewegte sich doch was

Eine ziemlich müde Hummel in einer gelben Blüte am Feldrand.Eine ziemlich müde Hummel

Gestern bin ich in der Mittagspause mal wieder einfach ein Stück an einem Feld entlanggelaufen, ein bisschen Bewegung, raus aus dem Büro, nichts Besonderes.

Irgendwann ist mir in einer der gelben Blüten etwas aufgefallen, das sich bewegt hat. Nicht viel, aber eben genug, um stehenzubleiben und genauer hinzusehen.

Handy raus und näher ran

In der Blüte hat eine Hummel gesessen, allerdings keine von der Sorte, die hektisch von Blume zu Blume brummt. Die hier war eher gemütlich unterwegs, um nicht zu sagen ziemlich träge.

 

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Ob sie dort nur ein kleines Nickerchen gehalten hat, die inzwischen kühleren Tage gespürt hat oder ihr Hummeljahr langsam dem Ende entgegengeht, weiß ich natürlich nicht. Viel Bewegung war jedenfalls nicht mehr drin, für ein kleines Reel hat es trotzdem gereicht. Wenn so ein Exemplar mal nicht gleich die Flucht ergreift, sabald ich das Smartphone in der Hand halte, dann nehme ich das natürlich mit. Oh, ja, den Hintern hat sie mir auch nicht zugedreht ;-)

Vor ein paar Wochen wäre mir so eine Hummel vermutlich kaum besonders aufgefallen, inzwischen werden Hummeln und Bienen aber merklich seltener und der Herbst macht sich langsam breit. Da schaut man plötzlich wieder genauer hin und bleibt an Dingen hängen, die im Sommer wahrscheinlich einfach unter „ist halt da“ durchgelaufen wären.

Genau für solche Kleinigkeiten gibt es den Desasterkreis, für das Zeug, an dem man sonst einfach vorbeiläuft und das trotzdem irgendwie hängenbleibt :mrgreen:

 

 

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Der rosa Lappen musste weg

Mein alter rosa Führerschein von 1988 neben dem neuen Kartenführerschein, der ihn nach fast vier Jahrzehnten abgelöst hat.Irgendwas mit „zu alt“

Geboren 1969, Führerschein seit 1988. Natürlich noch dieses wunderschöne rosa Stück Papier, das ungefähr so handlich ist wie eine Speisekarte und nach fast vier Jahrzehnten auch ein bisschen danach aussieht.

Eigentlich hätte ich mich davon schon früher verabschieden sollen. Für meinen Jahrgang war der 19. Januar 2024 Stichtag für den Pflichtumtausch. Ich war also, sagen wir mal, ein kleines bisschen spät dran. ;-)

Ein paar bürokratische Hürden gab es tatsächlich, wenn man aus NRW kommt, muss man ja erstmal wissen, wer hier in Hessen sowas macht. Den Rest hat meine durchaus vorhandene Begabung zur Prokrastination übernommen.

In diesem Sommer habe ich es dann endlich hinbekommen.

Weg ist der rosa Lappen trotzdem nicht. Ich durfte ihn entwertet behalten und genau da gehört er für mich auch hin. Zu den Relikten aus meinem bisherigen Leben.

An dem Ding hängen schließlich nicht nur fast vier Jahrzehnte Führerschein. Der hat bei mir auch ein Stück Geschichte mitgemacht, das stellenweise etwas dramatischer war als „mit 18 bestanden und seitdem Auto gefahren“. Vielleicht ist das irgendwann noch einmal einen eigenen Beitrag wert.

Offiziell ist er jedenfalls Geschichte, bei mir bleibt er trotzdem.

Woran merkt man eigentlich, dass es Zeit wird?

Nicht unbedingt daran, dass auf dem Foto ein Mensch zu sehen ist, bei dem man selbst kurz überlegen muss, ob man den kennt.

Viel deutlicher merkt man es daran, dass gefühlt niemand mehr mit diesem rosa Papierding umgehen kann.

In der Firma wird wegen der Firmenfahrzeuge regelmäßig der Führerschein kontrolliert. Autovermietungen wollen ihn sehen, irgendwelche Systeme möchten Daten erfassen und was weiß ich noch alles. Überall trifft ein Stück Papier aus den Achtzigern plötzlich auf eine Welt, die Karten, Scanner und digitales Zeug erwartet.

Irgendwann dachte ich mir also: Mach mal.

Kann ja nicht sein, dass mein Führerschein irgendwann nur noch deshalb als Museumsstück durchgeht, weil keiner mehr weiß, wo man ihn beim Kontrollieren hinhalten soll.

Ja, einen Grund gibt es schon

Ganz aus Spaß werden die alten Lappen natürlich nicht eingesammelt. Das Bundesministerium für Verkehr erklärt den Pflichtumtausch unter anderem mit einheitlichen und fälschungssichereren Führerscheinen innerhalb der EU.

Kann ich sogar nachvollziehen.

Die alten Papierführerscheine sind nun wirklich keine Hochsicherheitsdokumente und mein Foto von 1988 hilft heute wahrscheinlich auch nur noch Menschen weiter, die mich damals schon kannten. :mrgreen:

Trotzdem hat so eine Pflichtaktion natürlich noch einen (un)angenehmen Nebeneffekt, kostenlos ist der Spaß nämlich nicht.

Für den Umtausch selbst werden Gebühren fällig, dazu kommt das neue Foto und je nach Verfahren noch weiterer Kleinkram. Bei mir waren am Ende inklusive Fotos rund 50 Euro weg.

50 Euro dafür, dass aus rosa Papier eine Plastikkarte wird

Natürlich steckt hinter dem Umtausch ein nachvollziehbarer Zweck. Trotzdem darf man bei solchen flächendeckenden Pflichtaktionen schon mal feststellen, dass dabei nebenbei auch ziemlich zuverlässig Geld durch diverse Kassen läuft.

Zumal die neue Karte als Dokument nach 15 Jahren wieder abläuft. Die Fahrerlaubnis bleibt bestehen, nur das Kärtchen möchte irgendwann erneuert werden.

Dann gibt es wieder ein aktuelles Foto, eine neue Karte und vermutlich auch eine neue Rechnung. Kann man machen, für rund 50 Euro hätte ich allerdings auch Pizza bekommen.

Mehrfach.

 

 

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Ich mach doch ein Hüpfer-Hotel auf

Grünes Heupferd auf meinem Arm. Einer der regelmäßigen Gäste, die hier inzwischen fast schon zum Inventar gehören.Wenn man Gäste schon am „Klack“ erkennt

Langsam muss ich wohl doch über ein kleines Hotel nachdenken.

Für Grashüpfer, Heuschrecken, Heupferde oder wie auch immer die jeweiligen grünen Kollegen gerade korrekt heißen. An Kundschaft scheint es jedenfalls nicht zu mangeln.

In den letzten Tagen waren nämlich schon wieder ein paar hier.

Auf den Autos sitzt übrigens auch regelmäßig einer. Aber eben immer nur einer auf einem der Autos. Nie mehr. ;-)

Mittlerweile müssen wir die Tierchen teilweise nicht einmal mehr sehen. Es reicht ein bestimmtes „Klack“ irgendwo im Raum und man weiß ziemlich genau: Da ist wieder einer.

Je nach Größe klingt das ein bisschen anders. Mal landet einer auf einer Lampe, mal an der Wand oder auf der Tapete. Irgendwann entwickelt man offenbar ein Gehör dafür.

Andere erkennen ihre Familienmitglieder am Schritt im Flur, wir inzwischen Heuschrecken am Einschlag.

Kann man auch nicht überall von sich behaupten. :mrgreen:

So langsam wird es eine Serie

Ganz neu ist das Thema hier schließlich nicht. Die Hüpfer ziehen sich inzwischen durch mehrere Beiträge und spätestens bei Flip und seiner Rückfahrkarte hätte ich eigentlich merken können, dass die Sache langsam System bekommt.

Die einen wollen nicht raus, andere tauchen am Auto auf und wieder andere kommen offenbar einfach vorbei, um zu prüfen, ob noch ein Zimmer frei ist.

Vielleicht hängt draußen irgendwo wirklich eine Bewertung:

„Etwas seltsamer Betreiber, aber man wird meistens wieder lebend vor die Tür gesetzt. Vier Sterne, einen ziehe ich wegen fehlendem Frühstück selbst ab.“

Was machen die eigentlich im Winter?

Mit dem Herbst dürfte hier langsam Ruhe einkehren. Die Fenster bleiben wieder öfter geschlossen und damit wird auch die Zahl der spontanen Besucher vermutlich deutlich sinken.

Bleibt nur die Frage, wo die Kollegen dann eigentlich sind. :shock:

Hüpfen die in den Süden?

Eher nicht, vermute ich wenigstens. ;-)

Wenn es sich bei unseren großen grünen Besuchern tatsächlich um das Grüne Heupferd handelt, läuft das Überwintern deutlich unspektakulärer. Die Eier werden im Boden abgelegt und bleiben dort ziemlich lange. Laut NABU meistens zwei Jahre, manchmal sogar bis zu fünf.

Die nächste Generation liegt also möglicherweise längst irgendwo im Garten und wartet auf ihren Einsatz.

Na großartig.

Dann kann ich das Hotel vermutlich doch ganzjährig geöffnet lassen.

 

 

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Zum Hiehogge

Eine Holzbank bei Berg & Sohn mit der freundlichen Einladung „zum hiehogge“. Regionaler Sprachkurs mit Sitzgelegenheit. 😁Sprachkurs mit Sitzgelegenheit

Man lernt ja nie aus, nicht einmal beim Einkaufen.

Gesehen bei Berg & Sohn hier in der Gegend, wobei ich bis heute nicht so genau weiß, ob ich das nun Bau-, Gartenmarkt oder einfach Laden für alles nennen soll, was man irgendwann rund ums Haus brauchen könnte.

Jedenfalls stand da diese Bank, und darauf die freundliche Einladung:

„zum hiehogge“

Nun komme ich bekanntlich aus dem Ruhrpott. Wir haben dort ebenfalls eine gewisse Begabung entwickelt, mit der deutschen Sprache sehr frei umzugehen. Trotzdem musste mein Gehirn bei „hiehogge“ erst einmal kurz die regionale Übersetzungs-App hochfahren.

Gemeint ist natürlich schlicht: Setz dich hin!

Kann man ja machen. :mrgreen:

Die Bank sieht bequem aus, steht da schön in der Sonne und bittet praktisch darum, dass man mal kurz Platz nimmt. Eine ausgesprochen freundliche Art, Kunden durch den Einkauf zu bringen.

Ganz uneigennützig ist die Einladung allerdings nicht, die Bank kann man natürlich auch kaufen.

Man darf also hiehogge, Gefallen daran finden und sie anschließend gleich mitnehmen. Irgendwie clever.

Nur der Zettel gehört vermutlich nicht zwingend dazu, jedenfalls musste ich schon grinsen ;-)

 

 

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Mittelfinger mit Tradition?

MittelfingerMittwoch: (Mein) Mittelfinger vor einer Wand aus Social-Media-SymbolenPflegefall aus Twitter

Es gibt so Dinge, die habe ich auf Twitter kennengelernt und bei denen denke ich, die sollte man pflegen.

Der #MittelfingerMittwoch gehört dazu ;-)

Twitter heißt inzwischen X, einiges ist seitdem anders, manches besser, manches schlechter und manches einfach nur anders benannt. Mein Account @desasterkreis wohnt jedenfalls immer noch dort.

Und der #MittelfingerMittwoch offenbar auch.

Der Mittelfinger ist schließlich nicht einfach nur ein Finger. Er ist ein Symbol für einen ganzen Satz, ein ganzes Gespräch oder, wenn es richtig gut läuft, sogar für einen kompletten Lebensabschnitt.

Manchmal müsste man lange erklären, diskutieren, argumentieren und irgendwann feststellen, dass sich beide Seiten sowieso keinen Millimeter bewegen. Ein einziger Finger kann da erstaunlich viel Zeit sparen.

Nicht nett?

Nö.

Aber gelegentlich ausgesprochen eindeutig.

Ein Mittwoch mit Geschichte

Ganz neu ist der Spaß jedenfalls nicht. Bereits im März 2019 tauchte der Mittelfingermittwoch bei den Twitterperlen ganz selbstverständlich neben Bergfest und Wochenteiler auf. Twitter hieß damals noch Twitter und niemand musste erklären, warum ein einzelner Buchstabe plötzlich ein komplettes soziales Netzwerk sein soll.

Die Umbenennung zu X hat der Mittelfinger jedenfalls schadlos überstanden.

Gut so.

Denn es gibt Mittwoche, da reicht ein Kaffee, ein bisschen Ruhe und die Erkenntnis, dass Freitag irgendwann kommen wird.

Für die anderen gibt es #MittelfingerMittwoch.

Manche Traditionen sollte man einfach nicht sterben lassen. :mrgreen:

 

 

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Ralf Richter: Ruhe in Frieden

Desasterkreis-Logo zum Abschied von Ralf Richter.Abschied von Ralf Richter

Ralf Richter ist im Alter von nur 69 Jahren verstorben.

Schon wieder einer, inzwischen häufen sich diese Meldungen hier im Blog auf eine Weise, die langsam wirklich bedrückend wird.

Für mich führt sein Name sofort zu „Das Boot“. Der Film gehört bis heute zu meinen absoluten Favoriten, ebenso das Buch von Lothar-Günther Buchheim, und als Frenssen war Ralf Richter ein Teil jener Besatzung, die das alles so glaubwürdig eng, dreckig und menschlich gemacht hat.

Natürlich hatte er danach noch jede Menge andere Rollen, darunter „Bang Boom Bang“, aber mein erster Gedanke bleibt dieses U-Boot.

Die Welt berichtet unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur über seinen Tod.

Ruhe in Frieden, Ralf Richter.

 

      

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