Wenn Nicht-Hingehen ziemlich laut wird
Es gibt Abende, die plant man, und es gibt Abende, die treten einem einfach freundlich in den Hintern.
Gestern, 30.05.2026, war in Fürth im Odenwald die Fürther Nacht. Offiziell also dieser Abend mit Bühnen, Musik, offenen Geschäften, Feuerwerk und allem, was man braucht, damit eine Bundesstraße für ein paar Stunden vergisst, dass sie eigentlich Bundesstraße ist.
Ich hatte das auch alles auf dem Schirm, also, irgendwie jedenfalls.
Nur war Regen angekündigt, und Regen plus Menschen plus Bühne plus „ach komm, wir gehen mal durch“ ist für mich ungefähr so verlockend wie ein lauwarmer Kaffee ohne Süßstoff. Also war mein Plan sauber, klar und erwachsen:
Ich gehe nicht hin.
Hat gut funktioniert. Ungefähr bis 18 Uhr.
Eine WhatsApp später
Dann kam von meinem Arbeitskollegen Sascha per WhatsApp die völlig harmlose Frage:
„Seid ihr auch auf der Fürther Nacht?“
Ich weiß bis jetzt nicht genau, was danach passiert ist. Es gibt in solchen Momenten offenbar eine Lücke im Raum-Zeit-Gefüge, direkt zwischen „nee, heute nicht“ und „warum stehe ich eigentlich schon auf dem Marktplatz?“, jedenfalls war ich gegen 18:30 Uhr auf der Fürther Nacht, obendrein eine ganze Weile vor dem guten Sascha ![]()
Noch seltsamer wurde es dadurch, dass plötzlich mein ganzer Clan dort auftauchte. Nicht geplant, nicht sauber abgestimmt, nicht vorher groß organisiert. Einfach da. Offenbar funktioniert Familienlogistik manchmal besser, wenn keiner sie versteht, vielleicht auch besser so ![]()










