Ich dachte, Turnhallen wären Geschichte

Leere Schulturnhalle mit Spielfeldlinien, Basketballkörben und blauen Matten.Damit war ich doch eigentlich durch, oder?

Ich dachte wirklich, Schulturnhallen wären für mich Geschichte.

Die Schulzeit liegt lange zurück, Sportnoten muss ich keine mehr fürchten und über Kästen, Barren oder andere Gerätschaften, deren Sinn sich mir bis heute nicht vollständig erschließt, soll sich inzwischen jemand anderes Gedanken machen :mrgreen:

Zumindest war das mein Stand des Denkens … :roll:

Dann bringt einen der Job mal wieder in eine Schule, irgendeine Tür geht auf und dahinter liegt genau so eine Halle. Leer, friedlich und eigentlich völlig harmlos. Trotzdem ist dieses leicht beklemmende Gefühl sofort wieder da.

Seltsamerweise gab es nach der Schulzeit durchaus Gelegenheiten, bei denen ich freiwillig in so eine Halle gegangen bin. Nicht nur hinein, sondern tatsächlich zur sportlichen Nutzung. Kein Zwang, kein „das bringt Dich im Leben weiter“, vielleicht reicht das dem Gehirn schon, um nahezu identische Räume in völlig verschiedenen Ecken abzulegen.

Beim Geräteraum hatte ich diesen Rückfall bereits. Diesmal gab’s gleich die komplette Halle ;-)

 

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Wenn das Bauchgefühl recht behält

Parkplatz 2026Irgendwas war anders

Seit ich vor ein paar Wochen aus dem Urlaub kam, war beim Blick von der Außentreppe auf den Firmenparkplatz irgendetwas anders. Ich konnte nur nicht greifen, was.

Man schaut da beinahe täglich runter, aber bis ich begriffen hatte, was plötzlich anders war, hat es trotzdem eine Weile gedauert :mrgreen:

Na, fällt es euch auf?

Nein, Autos und Mülltonnen sind unschuldig.

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Nicht bekommen ist nicht weggenommen

Ein Auto mit Geldbörse auf dem Beifahrersitz, während gierige Augen und krallenartige Hände nach dem Geld spähen.Wenn weniger kassieren plötzlich etwas kostet

Da hat in einem Facebook-Kommentar doch tatsächlich jemand der Aussage einer Politikerin zugestimmt, die zeitweise Senkung der Energiesteuer habe den Staat Milliarden gekostet. Stopp.

Gekostet?

Der Staat senkte die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 um 14,04 Cent pro Liter. Weil dadurch ebenfalls weniger Umsatzsteuer anfiel, sollten an der Zapfsäule rund 17 Cent pro Liter ankommen.

Im Gesetzentwurf waren dafür Steuermindereinnahmen von 1,6 Milliarden Euro angesetzt. Steuermindereinnahmen, nicht Ausgaben!

Nicht kassiert ist nicht ausgegeben

Angenommen, ich möchte eine Gitarre für 1.000 Euro verkaufen und bekomme am Ende nur 900 Euro dafür. Dann habe ich 100 Euro weniger eingenommen als erhofft. Vielleicht passt meine Planung nicht mehr und vielleicht ärgert mich das sogar gewaltig, der Verkauf hat mich aber keine 100 Euro gekostet.

Ich habe dem Käufer schließlich keine 100 Euro aus meiner Tasche gegeben. Ich habe sie nur nicht bekommen.

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Kaffee ist Stadtplanung

Coffee-to-go-Becher in Offenbach während eines Baustelleneinsatzes.So sieht perfekte Stadtplanung aus

Ich bin ja eher einer, der nicht viel braucht, denke ich wenigstes ;-)

Kaffee gehört allerdings nicht in diese Kategorie. Ohne werde ich zickig, mit zu viel wird auf längeren Fahrten irgendwann die Blase zum Reiseleiter :roll:

Deshalb drossele ich an Tagen, an denen ich im Job direkt zu einer Baustelle fahre, die Zufuhr aus blasentechnischen Gründen, man muss schließlich nicht jeden Rastplatz persönlich kennenlernen.

Sobald das Auto vor Ort steht und eine Toilette realistisch erreichbar ist, darf die Versorgungslage natürlich wieder hochgefahren werden.

Wenn dann direkt ein Coffee-to-go-Dealer in Fußreichweite auftaucht, fühlt sich das jedes Mal ein bisschen wie eine gewonnene Schlacht an.

Zwischenstand: Edeka liegt klar vorn!

Ob Hamburg, Zellhausen oder heute Offenbach, jedes Mal stand ein Edeka mit Backdingens und Kaffee praktisch neben der Baustelle.

DAS, Freunde, ist perfekte Planung im Stadtbild. Über Parkplätze, Bäume und irgendwelche gestalterischen Konzepte kann man streiten. Ein brauchbarer Kaffee in Laufweite schafft dagegen sofort (inneren) Frieden.

Duisburg-Walsum zählt allerdings nur bedingt. Dort wusste ich vorher, wo ich hinmusste, der berühmte Heimvorteil eben. :mrgreen:

Man kann schließlich nicht alles dem Zufall überlassen, Kaffee schon gar nicht!

 

 

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Differenzierung stört, oder?

Drei Lager im Dauerfeuer und die Wahrheit wie so oft mittendrin (das Beitragsbild wurde mit Künstlicher Intelligenz erstellt).Zwei Lager müssen offenbar reichen

Ich habe immer öfter den Eindruck, die Welt braucht nur noch zwei Schubladen.

Gut oder böse, richtig oder falsch, dafür oder dagegen. Eine Partei ist komplett großartig oder der Untergang des Landes, Zucker bringt euch um oder ist unverzichtbar, Alkohol ist grundsätzlich böse und jeder, der ihn trinkt, charakterlich verdorben.

Auf Karrierenetzwerken wartet natürlich hinter jeder Ecke der nächste Traumjob. Wer bleibt, tritt auf der Stelle, wer wechselt, entwickelt sich weiter. Der aktuelle Arbeitgeber behandelt euch ohnehin schlecht, zahlt zu wenig und erkennt euer wahres Potenzial nicht.

Vermieter, Arbeitgeber, Behörden und Stadtverwaltungen sind grundsätzlich faul, gierig, unfähig oder verlogen. Man muss sie austricksen, wo man kann. Etwas dazwischen gibt es natürlich nicht.

Das Zauberwort wäre Differenzierung, nur ist die offenbar nicht gewollt. Sie bremst die Empörung, stört beim Einrichten sauber getrennter Lager und zwingt dazu, den jeweiligen Fall tatsächlich anzusehen.

Das ist schlecht für Schlagzeilen, schlecht für Algorithmen und ganz schlecht für Menschen, die schon vor dem Lesen wissen möchten, wer diesmal der Gute und wer der Böse ist.

Die Wirklichkeit stört die Ordnung

Natürlich gibt es schlechte Arbeitgeber, gierige Vermieter, unfähige Sachbearbeiter und Politiker, deren Entscheidungen sich nur schwer mit gesundem Menschenverstand erklären lassen. Ein schlechter Vermieter ist trotzdem noch kein Beweis dafür, dass alle Vermieter Gauner sind, ein mieser Chef vertritt nicht sämtliche Arbeitgeber und ein Fehler im Amt bedeutet nicht automatisch, dass die komplette Verwaltung morgens nur deshalb öffnet, um Bürger zu ärgern.

Eine Partei kann bei einem Thema richtigliegen und beim nächsten gewaltig einen an der Waffel haben. Alkohol kann gesundheitlich schädlich sein, ohne dass jeder Mensch mit einem Bier in der Hand moralisch verwahrlost ist.

Zwei Dinge können gleichzeitig stimmen, aber für die heute übliche Lagerhaltung ist das natürlich viel zu kompliziert.

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Da war doch mal ein Feld

Feld, Straße und Bäume an der Strecke meiner Mittagsrunde im Mai oder Juni 2025.Der gleiche Ort, nur nicht mehr derselbe

Wenn ich in der Mittagspause meine Runde drehe, komme ich immer wieder an denselben Stellen vorbei. Meistens ändert sich dort nicht viel, zumindest nicht so, dass man es von einem Tag auf den anderen wirklich bemerkt, andernfalls landet es früher oder später eh hier im Blog.

Feld, Straße, Himmel, ein paar Bäume. Nichts, wofür irgendwo ein Reisebus hält, aber genau solche normalen Aussichten gehören irgendwann so fest zum Weg, dass man sie kaum noch bewusst wahrnimmt.

Das Foto oben ist irgendwann im Mai oder Juni 2025 entstanden, vermutlich habe ich an dem Tag Interesse an Bildern mit Feldern gehabt :mrgreen:

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Zeit am Wasser – anders als gedacht

Spiegelungen und Fußspuren in einer großen Wasserfläche auf einem Flachdach in Hamburg.So war das nicht gedacht

Was macht man an einem Samstag, wenn man ohnehin viel am Computer sitzt, weil das eine oder andere erledigt werden muss?

Richtig: Zwischen ein paar Updates, dem Warten auf die Cloud-Synchronisierung (habt ihr schon einmal 1,8 TB ins Google Drive geschoben? Nein? Ich auch nicht. Das Ganze ist nämlich seit gestern Nacht dran und immer noch nicht fertig … :roll: ) und einem gepflegten Mittagsnickerchen sortiert man Fotos.

Dabei fiel mir dieses Bild von einem beruflichen Trip mit der Firma nach Hamburg wieder in die Hände.

Zeit am Wasser verbringen?

Grundsätzlich gerne. Nur hatte ich mir das für Hamburg nicht unbedingt auf einem Flachdach vorgestellt. :mrgreen:

 

 

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Augen auf beim Wetterkauf

Blauer Wolkenhimmel mit Thermometer und verbogenem Zollstock als Sinnbild für Wetter, Messung und verschobene Maßstäbe.Klima, Zweifel und die schnelle Schublade

Warum ich mich genötigt fühle, euch mit diesem langen Artikel zu plagen?

Weil mir im WWW gerade wieder mein baldiges Ende in Aussicht gestellt wurde, weil es sommerlicher wird.

Weil beim Thema Klima inzwischen oft schon eine kritische Nachfrage reicht, damit andere meinen, die passende Schublade für den Fragesteller gefunden zu haben.

Wer nicht bei jeder düsteren Prognose zusammenzuckt, gilt schnell als Leugner, wer Modelle oder politische Maßnahmen hinterfragt, bekommt den Aluhut gereicht und wer trotzdem bestimmte Messwerte oder Erkenntnisse akzeptiert, passt plötzlich auch nicht mehr zur Gegenseite.

Bevor also wieder jemand aus zwei Sätzen meine komplette Haltung zusammenbaut, schreibe ich lieber einmal ausführlich auf, was ich tatsächlich denke und warum ich zu dieser Meinung komme. Mir ist durchaus klar, dass kaum jemand den gesamten Artikel lesen wird, bei einem Thema wie diesem reicht vielen schließlich schon die Überschrift, um sich empören zu können.

Mir macht es nichts aus anzuecken. Man muss meine Gedanken weder teilen noch mögen und schon gar nicht übernehmen, man sollte nur wenigstens wissen, worüber man sich anschließend aufregt.

Am 20. Juli zeigte das Thermometer in Fürth im Odenwald 11 Grad, daraus entstand der kleine Beitrag „Sommer, Hitze, 11 Grad“.

Natürlich widerlegen diese 11 Grad keinen langfristigen Temperaturanstieg. So wenig, wie ein einzelner Tag mit 36 Grad beweist, dass wir kurz vor dem klimatischen Ableben stehen. Wetter ist kein Klima, heißt es schließlich immer, allerdings verschwindet dieser wichtige Unterschied erstaunlich schnell, sobald sich eine Schlagzeile mit Hitze, Dürre oder Starkregen besser verkaufen lässt.

Genau deshalb darf es gerne etwas ausführlicher werden.

Was tatsächlich gemessen wird

Die aus Messungen abgeleitete globale Durchschnittstemperatur ist seit Beginn der breit verfügbaren instrumentellen Aufzeichnungen gestiegen. Das wegzuerklären, nur weil es nicht zum eigenen Bild passt, wäre genauso unseriös wie die Behauptung, jeder ungewöhnlich warme Tag sei bereits der persönliche Gruß vom Weltuntergang.

Allerdings steht nirgendwo ein riesiges Thermometer, an dem morgens die Temperatur der gesamten Erde abgelesen wird.

Globale Temperaturreihen werden aus Lufttemperaturen an Land, Messungen der Meeresoberfläche, räumlichen Gittern und statistischen Verfahren zusammengesetzt. Der Datensatz HadCRUT5 beispielsweise kombiniert Stationsmessungen an Land mit Messungen von Schiffen und Bojen, verteilt diese auf Rasterflächen und gibt neben dem berechneten Verlauf auch Unsicherheitsbereiche an. Gerade in frühen Zeiträumen und schlecht abgedeckten Regionen sind diese Unsicherheiten größer. Quelle: Originalarbeit zu HadCRUT5

Auch die Messpraxis selbst war nicht zu allen Zeiten identisch. Messgeräte wurden ausgetauscht, Stationen versetzt, Umgebungen bebaut und Berechnungsverfahren verändert. Solche Brüche werden dokumentiert, geprüft und teilweise rechnerisch ausgeglichen. Das ist grundsätzlich notwendig und noch kein Beleg für Manipulation, es bedeutet aber, dass eine globale Temperaturkurve immer ein bearbeitetes Ergebnis aus vielen unterschiedlichen Daten ist und keine durchgehend unter identischen Bedingungen entstandene Messreihe.

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Das Feld war beim Frisör

Abgeerntetes Feld Ende Juli, aufgenommen von derselben Stelle wie in den Monaten zuvor.Das Feld bleibt, der Alltag zieht weiter

Man muss die Reihe ja rund machen, gell? ;-)

Also stand ich gestern wieder an derselben Stelle, an der ich inzwischen seit Ende März immer mal das gleiche Feld fotografiere. Mehrfach in der Woche führt mich meine Mittagsrunde dort vorbei, sofern Zeit und Wetter mitspielen, der Standort ist also nicht gerade schwer wiederzufinden.

Diesmal war das Feld beim Frisör :mrgreen:

Wo im Juni noch alles stand und langsam reif wurde, bleiben jetzt nur noch Stoppeln. Kurz geschnitten, sauber abgeräumt und vermutlich schon bereit dafür, demnächst wieder neu aufgeladen zu werden.

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Der Schilderwald existiert

Verkehrszeichen für Halteverbote, Tempolimits und Umleitungen stehen dicht gedrängtStraßenordnung auf Vorrat

Viele reden davon, manche fluchen darüber, ich habe ihn gefunden, den Schilderwald.

Die Mutter aller Verbote, Gebote, Anweisungen und Widersprüche, die Quelle all dessen, was per Gesetz für Knöllchen, blöde Briefe oder auch gelegentliche Schnappatmung sorgt.

Ich musste schwören, den Ort nicht zu nennen, niemand redet über den Schilder-Club, aber alle sind da:

Halteverbot, Tempo 30, Umleitung, Pfeile in sämtliche Richtungen. Alles dicht an dicht und bereit für den nächsten Einsatz (oder auch nicht …).

Damit wäre endlich geklärt, wo die Dinger herkommen, die gefühlt über Nacht an Baustellen, Festplätzen und Ortsdurchfahrten auftauchen. Wer entscheidet, welches Exemplar wohin gestellt wird, bleibt offen.

Wobei vermutlich gewürfelt wird, wenn ich mir manche Beschilderung ansehe. :mrgreen:

 

 

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