Ach ja?
So, da hört man, mal wieder eher unfreiwillig, Radio, und schon schallt die nächste Idee durchs Zimmer, wie man uns unter dem Deckmantel des Fortschritts weiter bevormunden könnte. Diesmal geht es um kleinere Tanks für Plug-in-Hybride, am besten nur noch 15 Liter, damit die Besitzer gefälligst häufiger laden. Noch ist das eine Forderung einer Umweltorganisation und keine beschlossene EU-Vorschrift, aber die Richtung passt wunderbar zu dem, was ich inzwischen als schleichende Diktatur der Vorschriften empfinde.
Sie können ihn einfach nicht in Ruhe lassen, den Verbrenner. Die Finger von funktionierenden, bewährten Dingen zu lassen, scheint unmöglich, weil ein Haufen woker Realitätsverweigerer unbedingt die eigenen Vorstellungen durchdrücken muss. Wenn sich das E-Auto nicht von selbst durchsetzt, weil es für viele Menschen im Alltag schlicht untauglicher Scheißdreck ist, dann wird eben nachgeholfen. Richtige Gründe sehe ich dafür nicht, aber SIE WOLLEN ES! Punkt.
Das wäre ja nur ein weiterer Eintrag auf der langen, langen Liste von Idiotien, die aus Brüssel kommen oder dort möglicherweise noch auf dem Schreibtisch landen. Aber stopp, darum soll es heute gar nicht gehen.
Mir geht es vielmehr um die Vorteile, die uns bei der EU ständig gepredigt werden, während wirklich überzeugende Beispiele für ihren Nutzen im normalen Alltag erstaunlich dünn gesät sind. Das Kernargument mancher Befürworter scheint ohnehin zu sein: „Die EU ist gut für uns, weil die EU gut für uns ist.“
Ja, toll! Klasse! Doch, wirklich!
| Was wir bekommen | Wie es real aussieht |
|---|---|
| Freier Warenverkehr Ein gemeinsamer Binnenmarkt, weniger Handelsgrenzen und freier Warenverkehr innerhalb der EU. |
Verpackungsverordnung und Bürokratie Dafür unterliegen Unternehmen einer wachsenden Zahl europäischer Vorgaben. Die EU-Verpackungsverordnung ist ein aktuelles Beispiel dafür, wie aus freiem Handel neue Bürokratie und zusätzliche Kosten werden können, gerade für kleinere Unternehmen. |
| Freizügigkeit Innerhalb der EU wohnen, arbeiten und sich niederlassen, ohne große bürokratische Hürden. |
Für viele ohne Alltagsnutzen Interessant für Grenzpendler und Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegen. Wer sein Leben in Deutschland verbringt und hier arbeitet, hat davon im normalen Alltag herzlich wenig. |
| Der Euro Eine gemeinsame Währung, kein Geldwechsel und keine Wechselkurse innerhalb der Eurozone. |
Für mich begann damit das Abkassieren Für mich begann mit dem Euro eine Entwicklung, bei der die Preise ordentlich angezogen haben und das Abkassieren immer selbstverständlicher wurde. Ich brauche keine Tabellen, die mir meine Erfahrungen aus fast 25 Jahren wegerklären. Wer das grundsätzlich anders sieht, muss hier nicht weiterlesen. |
| Kostenloses EU-Roaming Telefonieren und mobiles Internet im EU-Ausland grundsätzlich zu Inlandskonditionen. |
Im Alltag kaum relevant Praktisch für Menschen, die regelmäßig im Ausland unterwegs sind. Für den Rest bleibt bestenfalls der Urlaub, sofern man sich den überhaupt noch leisten kann. Im normalen Alltag spielt dieser Vorteil kaum eine Rolle. |
| Einheitliche Fluggastrechte Gemeinsame Ansprüche bei Flugausfällen, größeren Verspätungen und Überbuchungen. |
Am normalen Leben vorbei Schön für diejenigen, die regelmäßig fliegen. Für viele andere besteht der Alltag aus Aufstehen, Arbeiten, Schlafen und dem Versuch, am Wochenende noch ein bisschen von der verbliebenen Freizeit zu genießen. Da spielen Fluggastrechte eher selten eine Rolle. |
Nebenwirkungen
Bürokratie und Regulierungswut
Neue Vorschriften, Dokumentationspflichten und Kontrollmechanismen. Besonders kleinere Unternehmen müssen Zeit und Geld für Dinge aufbringen, die mit ihrem eigentlichen Geschäft oft wenig zu tun haben.
Zusätzliche Kosten
Klimaauflagen, CO₂-Bepreisung, Produktvorgaben und Umstellungskosten. Was Unternehmen zusätzlich bezahlen müssen, bleibt schließlich nicht zwangsläufig bei den Unternehmen hängen.
Finanzielle Verpflichtungen
Deutschland trägt erheblich zur Finanzierung des EU-Haushalts bei. Geld, über dessen Verwendung nicht allein in Deutschland entschieden wird.
Weniger nationale Entscheidungsspielräume
EU-Verordnungen gelten unmittelbar in Deutschland. Besonders ärgerlich wird es, wenn unsere eigene Regierung entsprechende Vorgaben mitträgt und sich hinterher auf Brüssel beruft.
Grenzpolitik und Migration
Gemeinsame Regeln sollen gemeinsame Probleme lösen. Dass Deutschland wieder Kontrollen an seinen Landgrenzen durchführt, zeigt allerdings, dass die Zusammenarbeit in der Praxis längst nicht so reibungslos funktioniert wie auf dem Papier.
Der Untergang einer Insel lässt auf sich warten
Da wären beispielsweise noch die Briten, die sich 2016 tatsächlich erdreistet haben, der EU den Rücken zu kehren. Was wurde damals nicht alles vorhergesagt, welche Katastrophen sollten über das Königreich hereinbrechen! Die Experten waren sich in ihren düsteren Prognosen teilweise ziemlich sicher.
















































