Das Scrollrad funktioniert noch

Das Mausrad - einfach weiterscrollen ...!Das Scrollrad funktioniert noch. Lesen wäre auch eine Idee

Vor ein paar Tagen habe ich auf den Socials ein Video zu meinem Beitrag „Gegenverkehr? Erst mal bremsen“ veröffentlicht. Darin habe ich anhand von Ausschnitten aus meinem Originalmaterial die beobachtete Situation von einer KI zur Demonstration nachbauen lassen. Dass es KI ist, steht im Video, ich habe auch nirgendwo behauptet, die gezeigten Szenen wären authentische Aufnahmen meiner Fahrt.

Ein User fand trotzdem, ich solle so etwas doch lassen. Ich habe ihm erklärt, wie das Video entstanden ist und was es darstellen soll, damit hätte die Sache für mich erledigt sein können. Für ihn offenbar nicht, denn er schrieb weiter und irgendwann kam von mir sinngemäß nur noch, dass er das Video schließlich nicht anschauen muss.

Da klingelte etwas bei mir

2021 habe ich hier schon einmal über ein kleines technisches Wunderwerk geschrieben, das magische Rad an der Maus. Schon damals war die Erkenntnis dahinter recht simpel: Wenn euch im Internet etwas nicht gefällt, könnt ihr einfach weiterscrollen. Das funktioniert sogar heute noch. ;-)

Nur scheint sich das Problem inzwischen weiterentwickelt zu haben. Heute wird doch oftmals nicht einmal mehr richtig zur Kenntnis genommen, was da eigentlich steht oder gezeigt wird. Überschrift gesehen, ein paar Sekunden Video erwischt, vielleicht zwei Sätze gelesen und die Meinung ist fertig. Danach wird sie einfach über den Inhalt gebügelt, völlig egal, was dort tatsächlich gesagt oder geschrieben wurde.

Noch schräger wird es, wenn aus dieser Meinung gleich eine Art Anweisung wird. Das solltest Du nicht machen, das solltest Du nicht schreiben, so etwas sollte man nicht veröffentlichen. Eine andere Sicht reicht offenbar nicht mehr, das eigene Wort ist gesetzt und der Rest soll sich möglichst daran halten.

Natürlich kann jemand mein KI-Video blöd finden. Er kann meine Gedanken zum Straßenverkehr für Unsinn halten, meinen Blog nicht mögen oder bei meinen Social-Media-Beiträgen sofort weiterwischen. Alles völlig in Ordnung, nur entsteht daraus kein Anspruch darauf, dass ich deswegen etwas ändere oder mein Denken abstelle.

Genau das scheint mir inzwischen immer häufiger verloren zu gehen. Eine andere Meinung wird nicht einfach stehen gelassen, sie soll möglichst verschwinden. Löschen, sperren, melden, verbieten, Hauptsache weg. Dabei wäre es eigentlich recht einfach: Ihr sagt eure Meinung, ich sage meine, vielleicht sind wir uns einig und vielleicht eben nicht.

Ich schreibe hier schließlich keine Abstimmungsvorlagen. Ob jemand meiner Meinung zustimmt, geht mir im Zweifel ziemlich am Arsch vorbei. ;-)

Anders sieht es aus, wenn ich sachlich falsch liege. Wenn mir jemand klar und nachvollziehbar belegen kann, dass etwas nicht stimmt, immer her damit. Dann schaue ich mir das an, korrigiere mich gegebenenfalls und habe im besten Fall noch etwas gelernt. Das ist allerdings etwas völlig anderes als „Ich sehe das anders, also musst Du damit aufhören“.

Und wenn jemand nach einer Erklärung trotzdem immer weiter darauf herumreitet, mache ich beim Blockieren eines Accounts auch keine Wissenschaft daraus. Nicht jeder muss mich mögen und ich muss ganz sicher auch nicht jeden mögen.

Damit haben wir neben dem Scrollrad inzwischen sogar noch ein zweites technisches Wunderwerk bei den Social-Media-Plattformen: Den Blockieren-Knopf.

Beide funktionieren erstaunlich zuverlässig. ;-)

 

 

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Wildwechsel: Frühschicht auf der L3099

Frühverkehr auf der L3099, Reh inklusive. Zum Glück war noch genug Zeit zum Reagieren.Morgens halb sechs auf der L3099

Da war doch gerade erst etwas mit Rehen, Schrecksekunde und 50:50

Heute früh gegen 5:30 Uhr gab’s dann gleich die nächste Runde, wieder auf dem Weg von Fürth zur Arbeit, dieses Mal auf der L3099 in den 100/70/50er-Kurven vor Brandau.

Keine dramatische Schrecksekunde oder Panik in „3-2-1“, harmlos war es trotzdem nur, weil mein Tempo passte. Wäre ich dort schneller unterwegs gewesen, hätte das ziemlich anders ausgehen können. So reichte es zum rechtzeitigen und kontrollierten Reagieren und danach sogar noch für das Knöpfchen der Dashcam.

Auf jeden Fall ausreichend Aufregung für halb sechs in der Frühe, also, haben muss ich das nicht … :roll:

Die Video- und Bildqualität ist, nun ja, ausbaufähig. Regen, Insekten auf der Scheibe und die morgendliche Dunkelheit sind eher suboptimal für saubere Bilder, zumal ich hier nur einen Ausschnitt zeigen kann. Für einen Naturfilmpreis reicht es nicht, für den Blog muss es genügen :mrgreen:

 

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Das ist leider nicht die einzige Ecke

Ein Stück vorher auf derselben Strecke, kurz vor der Ortseinfahrt Glattbach, gab es früh zwischen ungefähr 5:15 und 5:30 Uhr inzwischen mehrfach dasselbe Spiel. Tiere auf der Fahrbahn oder beim Sprung aus dem Unterholz, vermutlich Rehe.

Bei Tage besehen scheint unweit der Straße außerdem eine Futterstelle zu liegen. Kein Wunder also, wenn dort morgens Familientreffen stattfinden und der Nachwuchs mal eben testet, wie schnell Autos bremsen können, wenn denn rechtzeitig aufgepasst wird.

Dann eben wieder über Reichelsheim

Wild auf der Strecke zwischen Fürth und Ober-Ramstadt ist nichts Neues. Im Moment häufen sich die Begegnungen auf der L3099 allerdings so sehr, dass ich morgens wohl wieder den etwas längeren Weg über Reichelsheim nehme.

Ganz tierfrei ist es dort natürlich auch nicht, nach meiner persönlichen Statistik liegt das Verhältnis der Sichtungen aber ungefähr bei 20:1. Lieber ein paar Kilometer mehr, dafür aber vielleicht etwas weniger morgendliches Wildwechsel-Roulette.

Gute Fahrt und Augen auf

Angepasst fahren ist kein Schleichen, aber Schleichen ist auch keine Vorsicht. Das ist einfach Schleichen. ;-)

 

 

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Komische Dinge geschehen heute

Das ist er mal, der Regen 😉Was kommt denn da von oben?

Was ist das nur?

Kommt von oben, irgendwie habe ich das schon mal gesehen, aber ich erinnere mich nicht mehr so recht. Klingt auch vertraut, nur komme ich einfach nicht drauf.

Nach Wochen mit Sonne, Hitze und trockenem Wetter ist das Gehirn offenbar nicht mehr auf alles vorbereitet. ;-)

Ich frage mal ChatGPT.

Oh, fuck.

REGEN! :shock:

(Es werden Tage kommen, an denen man sich freut, wenn er wieder aufhört :mrgreen: )

 

 

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Winken für die Überwachung?

Zwei Smileys winken Überwachungskameras zu, der dritte zeigt ihnen den Vogel. KI-generiertes Symbolbild.Wer kennt denn sowas?

(Aus der Reihe: Dinge, die keine Sau kennt und die deshalb erst ein paar Tage später durch Zufall auf den Schirm kommen!)

Am 16. August, also gestern, war Wink-Überwachungskameras-zu-Tag ( :shock: ) und natürlich erfahre ich sowas rechtzeitig, also präzise später. :roll:

Bis dahin hatte ich nicht den blassesten Schimmer, dass es diesen Tag überhaupt gibt, wobei ich vermute, damit nicht ganz allein zu sein. So richtig scheint der hierzulande jedenfalls nicht eingeschlagen zu haben. Grund genug, es jetzt und hier zu erwähnen :mrgreen:

Dabei ist die Sache durchaus echt. Wer eine Überwachungskamera sieht, soll ihr zuwinken, als kleiner Protest gegen die zunehmende Überwachung im öffentlichen Raum. Kein Witz, kann man bei den Kuriosen Feiertagen nachlesen.

Ich musste trotzdem zweimal darüber nachdenken. Da hängt also eine Kamera, die mich beobachtet, ich entdecke sie und als Zeichen meines Protestes winke ich freundlich hinein. Damit habe ich es der Überwachung natürlich mal richtig gezeigt. ;-)

Dinge, die keine Sau kennt?

Material dürfte genug vorhanden sein, man muss es nur finden (wollen) …

 

 

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Knapp vorbei mit der Glaskugel

34 Grad um 15:21 Uhr in Fürth. Heiß war es definitiv, aber gemessen ist eben etwas anderes als vorhergesagt. ;-) Eigener Screenshot.Knapp vorbei, ich hatte nicht so ganz Unrecht

Gestern wusste das Radio ja schon am Morgen ziemlich genau, was der Tag bringen würde:

Bis zu 39 Grad, heißester Tag der Woche. Ich hatte bei „Wenn aus Prognose Wahrheit wird (vielleicht)“ vor allem mit einem kleinen Wort mein Problem: ist.

Am Nachmittag dann mein Screenshot: Samstag, 15. August 2026, 15:21:43 Uhr, Fürth im Odenwald, 34 Grad. Heiß? Aber hallo, gar keine Frage!

Aber 39 Grad? Zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht.

Bevor jetzt jemand mit „bis zu“ um die Ecke kommt, genau darum ging es doch. Natürlich können irgendwo 39 Grad erreicht werden, vielleicht wurden sie später sogar noch irgendwo gemessen. Eine Vorhersage darf ziemlich genau sein und auch komplett ins Schwarze treffen.

Nur ist sie eben vorher noch keine Tatsache, mein „vielleicht“ war also gar nicht so verkehrt. :mrgreen:

34 Grad um 15:21 Uhr sind gemessen, alles andere war zu diesem Zeitpunkt weiterhin Vorhersage.

Knapp vorbei? Vielleicht. Ganz daneben lag ich jedenfalls nicht. Und 5 Grad mehr oder weniger sind nun auch nicht gerade ein Rundungsfehler … ;-)

 

 

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Wenn aus Prognose Wahrheit wird (vielleicht)

Wenn das Radio morgens schon weiß, wie heiß der Tag wird, fehlt eigentlich nur noch die Glaskugel. ;-) KI-generiertes Bild.Das Radio kennt das Wetter von heute Abend schon

Heute Morgen im Radio: „Bis zu 39 Grad. Es ist der heißeste Tag der Woche.“

Ähm. Es ist? Um kurz nach acht Uhr morgens?

Da bin ich offenbar technisch etwas hinterher. Mein Wetter kann nämlich noch nicht in die Zukunft schauen. Das Radio schon. ;-)

Natürlich kann heute der heißeste Tag der Woche werden. Die Vorhersage kann genau das erwarten, vielleicht sogar mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit. Trotzdem ist zwischen „wird voraussichtlich“ und „ist“ ein kleiner Unterschied, der nennt sich Realität.

 

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Bis heute Nacht können irgendwo 39 Grad erreicht werden. Vielleicht werden es 38, vielleicht 39, vielleicht sogar mehr, wahrscheinlich oft weniger. Irgendwo zieht früher etwas zu, irgendwo später, irgendwo trifft die Prognose genau ins Schwarze. Erst wenn der Tag vorbei ist, wissen wir, wie heiß er tatsächlich war.

Vorher wissen wir, wie heiß er werden könnte, eigentlich keine Raketenwissenschaft.

Aus vielleicht wird Tatsache

Genau über solche Unterschiede hatte ich mich bei „Augen auf beim Wetterkauf“ schon ausführlicher ausgelassen. Eine Prognose ist keine Messung aus der Zukunft. Ein Modell ist keine Zeitmaschine und ein einzelner heißer Tag ist zunächst einmal Wetter.

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Ein Stern hinterm Zaun

Ein Mercedes C 123 als Futter für den Retrofimmel.Futter für den Retrofimmel

Wer hier öfter liest, kennt meinen Fimmel mit alten Autos.

Mercedes war zwar nie so ganz meine Welt, aber wenn irgendwo ein Stück Automobilgeschichte herumsteht, bleibt der Blick trotzdem hängen. ;-)

Diesmal hinter einem Zaun: ein weißes Mercedes-Coupé, ziemlich sicher aus der Baureihe C 123. Gebaut wurden die Coupés von 1977 bis 1985. Welcher Typ es genau ist, ließ sich aus der Entfernung und durch den Maschendraht natürlich nicht feststellen.

Näher kam ich leider nicht heran. Für ein Foto hat es aber gereicht, und das Herz des Freundes der Kfz-Geschichte freut sich notfalls eben auch auf Abstand. :mrgreen:

 

 

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Wildwechsel: 50:50 und richtig entschieden

Am Rehkindergarten sollte eigentlich Tempo 30 gelten!Wenn mindestens zwei Rehe im Lichtkegel stehen

Vor ein paar Tagen ging es hier um Menschen, die bei jedem Gegenverkehr erst einmal die Bremse testen. Am Mittwochmorgen gegen 5:30 Uhr bekam die Geschichte auf dem Weg zur Arbeit eine ziemlich passende Ergänzung.

Diesmal gab es tatsächlich einen Grund, zu reagieren, nur eben ohne Gegenverkehr.

Landstraße im Odenwald, dunkel, erlaubt sind 100 km/h. Ich war mit ungefähr 60 unterwegs. Nicht, weil ich vorsorglich jedes Gebüsch angebremst hätte, sondern weil Erfahrung, Bauchgefühl und der Gedanke „Hier kann etwas stehen“ offenbar gemeinsam das Richtige geraten hatten. (Die ganze Strecke zur Arbeit ist im Moment mal wieder ein Wildwechsel-Roulette. Von Fuchs bis Reh alles dabei, und wenn die Pause machen, ist es eine chillig schleichende Katze und ja, ich bremse für Tiere!)

Da stand auch etwas. Mindestens zwei Rehe.

Die Kamera hat keine Schrecksekunde

Wenn ihr das Reel jetzt anschaut, wisst ihr bereits, dass dort Rehe stehen. Der Blick geht sofort an die richtige Stelle und wartet praktisch nur noch darauf, die Tiere zu entdecken.

In der echten Situation schaut niemand ausschließlich auf diesen einen Punkt. Der Blick liegt auf der Straße, wandert in die Spiegel, kurz zum Tacho und wieder nach vorne. Die Rehe standen bereits am Straßenrand, für mich sichtbar wurden sie aber erst, als mein Lichtkegel sie erfasste.

Die Kamera macht die Situation zusätzlich etwas harmloser, als sie tatsächlich war. Durch die Optik wirken die Tiere weiter entfernt. Noch wichtiger ist allerdings, dass die Kamera keine Schrecksekunde kennt. Sie muss nichts erkennen, nichts begreifen und sich nicht innerhalb eines Augenblicks entscheiden. Sie nimmt einfach weiter auf.

Im Video bleibt dafür angenehm viel Zeit. Hinter dem Lenkrad eher nicht.

Gefühlt 50:50 auf vier Beinen

Die entscheidende Frage war nicht, ob dort Rehe stehen. Die waren nun einmal da. Ich wusste nur nicht, was sie als Nächstes tun würden.

Bleiben sie stehen, flüchten sie zurück oder springt eines im dümmsten Moment vor den Kühler? Gefühlt eine 50:50-Chance, obwohl mindestens zwei Tiere beteiligt waren und damit vermutlich noch ein paar Möglichkeiten mehr im Angebot standen.

Rehe blinken leider nicht (Menschen auch eher selten…) und eine zuverlässige Richtungsanzeige gehört ebenfalls nicht zur Serienausstattung.

Ich habe mich in diesem Moment entschieden, deren Schrecksekunde zu nutzen und beherzt auszuweichen, Gas geben und vorbei. Eine Vollbremsung hätte mich nach meiner Einschätzung nicht mehr rechtzeitig vor den Tieren zum Stehen gebracht. Bis dahin wäre längst entschieden gewesen, in welche Richtung sie losspringen.

Ob das bei einer anderen Begegnung ebenfalls richtig wäre, spielt dabei keine Rolle. Es war meine Entscheidung in genau dieser Situation, bei diesem Abstand, dieser Geschwindigkeit und mit mindestens zwei ziemlich unberechenbaren Verkehrsteilnehmern am Straßenrand.

Die wichtigste Entscheidung fiel vorher

Der entscheidende Teil der Geschichte begann schon, bevor ich überhaupt ein Reh sehen konnte.

Auf dieser Straße sind 100 km/h erlaubt. Ich fuhr ungefähr 60, weil es dunkel war, ich die Strecke kenne und dort um diese Uhrzeit mit Wild zu rechnen ist. Nicht hinter jedem Busch, aber durchaus hinter dem nächsten.

100 erlaubt bedeutet schließlich nicht, dass die Zahl unbedingt ausgereizt werden muss. Das Verkehrsschild weiß weder, dass es 5:30 Uhr morgens ist, noch wie dunkel die Straße gerade ist oder was sich am Rand herumtreibt. Ein bisschen Mitdenken bleibt weiterhin Aufgabe des Fahrers.

Mit 100 hätte ich deutlich weniger Zeit und sehr viel weniger Platz gehabt. Ob die Begegnung dann genauso glimpflich ausgegangen wäre, möchte ich weder ausprobieren noch nachträglich ausrechnen.

Die 40 km/h, die ich nicht gefahren bin, waren an diesem Morgen vermutlich die wichtigsten.

Bremsen allein ist noch keine Aufmerksamkeit

Genau darin liegt für mich der Unterschied zur Bremserei bei normalem Gegenverkehr. Vorsorglich auf alles zu reagieren, was sich irgendwie bewegt, ist nicht automatisch vorausschauend. hirnloses Rasen natürlich ebenso wenig.

Das Gegenteil von hirnlosem Rasen ist aber auch kein voreilendes Schleichen. Es ist situationsgerechtes Fahren.

Aufmerksamkeit bedeutet nicht, ständig auf der Bremse zu stehen. Sie bedeutet, mit dem zu rechnen, was an diesem Ort und zu dieser Zeit tatsächlich passieren könnte.

Eine Portion Glück war ebenfalls dabei. Das darf beim Autofahren gerne mitfahren, nur darauf verlassen möchte ich mich nicht.

Ich bin heile, die Rehe sind heile. Für 5:30 Uhr morgens war damit eigentlich schon genug erreicht ;-)

 

 

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Wenn ein Reel die empfindliche Stelle trifft

Social-Media-Kirmes mit KI 😁Was ein paar Bremslichter alles auslösen

Gestern ging es hier um das Bremsen bei Gegenverkehr auf der Landstraße. Das dazugehörige Reel läuft für meine Verhältnisse ziemlich gut und an den Kommentaren ist deutlich zu erkennen, dass das Thema einen Nerv trifft.

Der Großteil kennt dieses Verhalten und empfindet die Situation ähnlich wie ich. Bremslichter an, obwohl einfach nur ein Auto entgegenkommt, danach wieder etwas beschleunigen und beim nächsten Gegenverkehr dasselbe Spiel.

Spannender wird es dort, wo nicht mehr auf die Verkehrssituation reagiert wird, sondern offenbar auf das, was sie im Inneren auslöst.

 

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Wenn ein Video persönlich wird

Bei einigen wirkt es, als hätte ich nicht ein bestimmtes Fahrverhalten kritisiert, sondern sie persönlich. Vielleicht erkennen sie darin eine eigene Unsicherheit, vielleicht wollen sie grundsätzlich Verständnis zeigen oder einfach nur widersprechen. Plötzlich bekommt der unbekannte Fahrer jedenfalls eine komplette Geschichte verpasst.

Vielleicht hatte er einen schweren Unfall. Vielleicht traut er sich gerade erst wieder auf die Straße. Vielleicht ist er verängstigt, fühlt sich von mir bedrängt oder bremst bergab, um meinen Überholweg zu verkürzen (was sicherlich nicht ernstgemeint war :mrgreen: ).

Nichts davon ist im Video zu sehen, trotzdem wird Verständnis für ein möglicherweise gefährliches Verhalten gefordert, weil es ja irgendeinen unbekannten Grund dafür geben könnte.

Natürlich kann hinter Unsicherheit eine Geschichte stecken. Verständnis ändert aber keinen Bremsweg und macht ein unberechenbares Verhalten nicht ungefährlich. Wer bei jedem Gegenverkehr bremst, zwingt alle dahinter, darauf zu reagieren. Egal, warum er es tut.

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Gegenverkehr? Erst mal bremsen

KI-generiert: Bremsen bei Gegenverkehr.Die Landstraße hat eine neue Mode

Im Straßenverkehr gibt es offenbar zeitlich begrenzte Moden.

Plötzlich machen Menschen, die sich ziemlich sicher weder kennen noch abgesprochen haben, alle denselben Unsinn. Das hält ein paar Wochen, verteilt sich über verschiedene Strecken und verschwindet irgendwann wieder, vermutlich weil die nächste Disziplin ansteht.

Eine Weile wurde das Fernlicht gebündelt erst ausgeschaltet, wenn der Gegenverkehr praktisch schon vorbei war. Dazu kamen längere Stopps entgegen der Fahrtrichtung, natürlich mit voller Beleuchtung. Beides hatte ich hier schon unter „Reaktion, Verwirrung, Überforderung?“ und „Vor 6 Uhr früh geht alles“ verarbeitet.

Die aktuelle Disziplin ist einfacher:

Gegenverkehr? Bremse!

 

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Nicht in einer engen Ortschaft, zwischen parkenden Autos oder an einer Stelle, an der zwei Fahrzeuge tatsächlich nicht vernünftig aneinander vorbeikommen. Das wäre nachvollziehbar. Nein, außerorts auf der Landstraße. Egal wie breit sie ist, egal ob dort 70 oder 100 erlaubt sind. Sobald etwas entgegenkommt, leuchten vor mir die Bremslichter.

Offenbar verliert die Straße in diesem Moment spontan einen halben Meter Breite und bekommt ihn direkt danach zurück. Ist das Fahrzeug vorbei, wird wieder mäßig beschleunigt. Bis zum nächsten Gegenverkehr. Dann beginnt das Spiel erneut.

Kommt eine ganze Kolonne, wird eben eine ganze Kolonne lang gebremst. Selbst ein Fahrrad reicht inzwischen als Auslöser.

Das läuft seit ungefähr zwei Wochen so. Verschiedene Fahrer, verschiedene Straßen, dasselbe Programm. Ich bin gespannt, wie lange diese Verkehrsmode anhält und was danach kommt.

Gut nur, dass auf der Autobahn der Gegenverkehr ausgesperrt ist … :mrgreen:

Kleiner Nachtrag, weil ich da doch noch ein Wort zu verlieren wollte. Und nie vergessen: Ich habe weder jemals behauptet, dass mir das an diesem Tag live passiert ist, noch dass das Video live aufgenommen wurde. Es ist KI, es steht dabei und es spiegelt wider, was mir im Moment fast jeden Tag passiert. Nicht mehr, nicht weniger!

Aber ja: Wer physisch oder psychisch im Straßenverkehr eine Gefahr darstellt, sollte das Auto nicht benutzen. Ich kenne das. Ich habe vor meinen Augenoperationen gemerkt, dass es nicht mehr geht, und bin NICHT mehr gefahren!

 

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