Ergänzende Worte zu „Ländlicher Raum“

laendlicher_raum_artikelSie hat etwas zu sagen!

Ihr erinnert Euch garantiert an das geniale Musikvideo von und mit Corinna, oder?

Das, in dem sie ziemlich genial (und vielleicht ein klein wenig sarkastisch) aufzeigt, was einer Mutter so geboten wird, wenn sie einen Teilzeitjob sucht.

Nein? Doch?

Na, ehe es jemand verpasst, hier gleich noch mal „Ländlicher Raum“ ;-)

 

Wird das hier jetzt ein Dauerbeitrag oder was?

Nein, natürlich nicht, es ist viel besser!

Im ursprünglichen Blogartikel zu dem Thema habe ich ja die Hoffnung geäußert, dass sie vielleicht auch selbst hier ein paar Worte dazu verlieren möchte.

Was soll ich sagen, sie hat zugestimmt!

Nicht live, aber per Text und in Farbe hier im Blog, Corinna im O-Ton zum Thema Teilzeitarbeitsplatz für Mütter in Gegenden, wo die Wege lang und die Möglichkeiten offensichtlich kurz sind.

Ok, was soll ich noch sagen, hier ist das Interview :-)

 


Dein Text zu diesem Lied behandelt ja nicht nur eins, sondern gleich mehrere Themen. Warum?

Was in diesem Text aufs Korn genommen wird, hat ja leider einen recht ernsten und unschönen Hintergrund. Der Text beschreibt mehrere Punkte, die jeweils einzeln schon problematisch sein können, die sich jedoch auch teilweise überschneiden und sogar gegenseitig bedingen – eben besonders im ländlichen Raum.

Und die treffen zumindest momentan auch alle auf mich zu, deshalb kommen sie alle im umgeschriebenen Liedtext vor.

Du nennst den ÖPNV.

Ja. Denn der ist im ländlichen Raum einfach nicht nennenswert. Ich wohne selbst in einer Kleinstadt mit 12.000 Einwohnern in der Kerngemeinde. Und ich bin froh, in der „Stadt“ zu leben! Leute, die in einem der vielen umliegenden Dörfer leben, lachen gackernd, wenn man „Öffentlicher Personennahverkehr“ auch nur ausspricht. Da fährt zwei Mal am Tag ein Bus – der Schulbus. Einmal morgens, einmal nachmittags. Am Wochenende fährt kein einziger Bus.

Was bleibt also übrig an Fortbewegungsmitteln?

Mit dem Fahrrad lässt sich zumindest dort, wo ich wohne, längst nicht alles erreichen (hier gibt es neben Kühen und Hühnern auch viele, viele Hügel). Auch mit dem Zug nicht – hier wurden Zugstrecken sogar rückgebaut.

Die Leute müssen also sehr oft aufs Auto zurückgreifen, aber wenn man sich mal ausrechnet, wie viel ein Auto eigentlich kostet … Naja, ich schweife ab.

Und die anderen Themen?

Die Kühe und Hühner?

Scherz beiseite – das zweite Thema ist das Jobangebot auf dem Land. Und das dritte die Jobsituation und Job-Such-Situation von Müttern in Teilzeit. Was ein bisschen ineinandergreift.

Um das näher zu erklären, muss ich noch einmal über meine persönliche Situation reden. Ich bin Mutter eines kleinen Kinds, das das Down-Syndrom hat. Zudem gehe ich einer Erwerbsarbeit in Teilzeit nach, aktuell zwölf Stunden pro Woche.

Regelmäßig sehe ich mich auf Stellenportalen um, und logischerweise hauptsächlich in den Branchen, in denen ich studiert und gelernt habe. Da gibt es so gut wie keine Jobangebote – zumindest nicht auf dem Land, sondern in größeren Städten (die mindestens 45 Minuten Autofahrt entfernt liegen), und zumindest keine in Teilzeit. Und wenn in Teilzeit, dann mit Minimum 20 Arbeitsstunden.

Tja, was soll ich sagen, ich bin zum einen pflegende Angehörige, was natürlich Zeit verschlingt. Zum anderen möchte ich ja selbst nicht nur „zu Hause sitzen“, sondern ich will ja arbeiten – und auch gerne mehr als zwölf Stunden pro Woche. Und am besten einigermaßen in der Nähe, damit ich auch notfalls schnell vor Ort sein kann, wenn der Kindergarten anruft und sagt, dass mein Kind verletzt ist.

Das sind ganz schön viele Probleme, oder?

Ich denke, es sind viele Aspekte eines Problems.

Ich rede aber ungern von „meinem“ Problem, sondern es ist eine Problematik, die viele Mütter betrifft, unter anderem eben mich.

Und diese Problematik beinhaltet zum Beispiel auch die Betreuungssituation von Kindern, damit Mütter überhaupt arbeiten gehen können – was im Lied nun nicht vorkommt, aber das hätte den Rahmen auch gesprengt.

Dann ist es eben auch ein Angebotsproblem und zugleich auch das Problem, dass Unternehmen wirtschaftlich denken, was ebenfalls ineinandergreift. Frauen können schwanger werden, dann sind sie erst mal weg, vielleicht kommen sie ein paar Jahre später zurück, können dann aber nur noch Teilzeit arbeiten und sind sowieso ständig mit einem kranken Kind zu Hause – diese Klischees herrschen in sehr, sehr vielen Köpfen vor, und deshalb lohnt sich diese „Nummer“ für ein Unternehmen wirtschaftlich gesehen nicht. Ich habe es bei meinem eigenen Arbeitgeber oft genug miterlebt, dass nach einem Probearbeitstag einer potenziellen neuen Mitarbeiterin gemunkelt wurde: „Die ist Ende 20, die kriegt bestimmt bald ein Kind.“

Und was passiert? Die Frau wird genau deshalb nicht eingestellt.

Ich meine – what the fuck?!

Zumal zu einem Kind ja meist zwei Elternteile gehören.

Ja. Wir leben im 21. Jahrhundert – auch Väter dürfen in Elternzeit gehen und Teilzeit arbeiten. Aber das ist eher eine Ausnahme, zumindest die Sache mit der Teilzeit. Ach, ich könnte noch stundenlang darüber reden, aber ich bin sowieso schon ganz schön abgeschweift.

Dann noch mal ganz zum Anfang zurück, zum ländlichen Raum: Magst du den denn wenigstens ein bisschen?

(lacht)

Ja, doch, ein bisschen schon. Er hat neben seinen Nachteilen natürlich auch Vorteile, wie das ja bei allem ist. Die Luft ist definitiv besser als in den Großstädten. Es ist hier nicht so anonym wie es in größeren Städten oft ist – was auch ein Nachteil sein kann, aber das ist ein anderes Thema.

Ich lebe nicht auf dem Dorf und darf, wenn ich ein Auge zudrücke, eine Art Mischung aus Stadtleben und Landleben erfahren: Fast alles, was ich für den täglichen Bedarf brauche oder was wichtig ist, ist mit dem Fahrrad zu erreichen. Außer das nächste Krankenhaus – aber das ist ebenfalls ein anderes Thema.

Und doch bin ich, wenn ich möchte, sehr schnell in wunderschönster Landschaft. Mit dem E-Bike zum Beispiel, das ich jetzt endlich habe, kann ich die hügelige Gegend erkunden oder auch tatsächlich zur Arbeit fahren.

Und man ist von hier aus schnell am Bodensee und relativ schnell in den Bergen. Mit dem Auto, natürlich.

Natürlich. Vielen Dank für das Gespräch.

 


LandidylleZum guten Schluss

Vermutlich spricht Corinna vielen Frauen in ähnlicher Situation (aber auch Männern, da bin ich sicher) aus Seele, oder?

Auf jeden Fall sind das Probleme, die angesprochen gehören, weil sie täglich den Alltag beeinflussen. Real werden sie an vielen Stellen bei der Thematik „Job & Kind“ aber schlicht ignoriert, weil der Sachverhalt eben unbequem ist und fast jeder die Verantwortung von sich weist.

Im Zweifel heißt die Parole „Die Betroffenen müssen flexibel sein!“, dieses Totschlagargument hilft nur leider gar nicht.

An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Dich Corinna, ich weiß, da steckt viel Zeit und Mühe drin :-)

twitter@zuselisutwitter@zuselisu

Ich weiß, ich habe das auch im vorherigen Artikel schon erwähnt, aber es kann ja nicht schaden, es zu wiederholen:

Wer dichter an Corinna und ihrer Musik „dran“ bleiben möchte: Der Twitter-Account „@zuselisu“ macht’s möglich.

 

Ländlicher Raum – Job & Mütter mit Kind – Schaut es Euch an!

laendlicher_raum_artikel„Ich habe hier eine Message im Dirndl und ich werde sie benutzen!“

(O-Ton von Corinna, der Dame oben im Foto und im Video ;-) )

Ich will gar nicht viele Worte verlieren, wer im ländlichen Raum wohnt, einen anderen Job sucht und/oder dabei sogar auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen ist, weiß, um was es in dem kleinen Musikvideo geht.

Schaut es Euch an, alleine der Stil ist großartig!

Da ich die ziemlich geniale Corinna persönlich kenne, kriegen wir in den nächsten Tagen vielleicht auch noch die Chance, ein paar Zeilen Text von ihr persönlich hier im Blog zu lesen, wer weiß 8-)

Sie hat das absolut klasse gemacht! Jetzt, hier und direkt aber endlich der Clip! ⬇

Super, oder? :-)

twitter@zuselisutwitter@zuselisuWer dichter an ihr und ihrer Musik „dran“ bleiben möchte: Ihr Twitter-Account „@zuselisu“ macht’s möglich.

In dem Clip hat sie wirklich alles gegeben und es steckt eine Menge Wahrheit in dem, was sie in ihrem kleinen Musikwerk leicht ironisch verpackt hat.

 

Klar, die Problematik betrifft nicht jeden. Vielleicht ist bei einigen auch der Musikgeschmack etwas anders gelagert, aber das, was Corinna da rüberbringen möchte, das trifft’s doch voll in der Mitte.

Nebenbei, als ich vor 9 Jahren von Duisburg in den Odenwald zog, hätte ich auch nicht gedacht, dass spärliche ÖPNV-Verbindungen (oder deren Taktung) mich oder meine Familie mal betreffen würden, also: Sag niemals nie!

Wer obendrein denkt, dass es doch für ihn (oder sie) nie ein Problem darstellen wird, auf eine Teilzeitstelle angewiesen zu sein oder eine solche zu finden: Sag niemals nie!

Sollte zusätzlich jemand der Meinung sein, dass man aus der aktuellen Lebenssituation heraus mit all diesen Problemen auf keinen Fall in Kontakt kommen wird: Sag niemals nie!

Fahrtzeit, passende Arbeitszeit, Kinderbetreuung bei der Arbeit, Teilzeitjob, Mobilität & Co, alles kein Problem? Sag niemals nie!

Apropos, wegen dem oben erwähnten Musikgeschmack … Die gute Corinna hat es geschafft, dass ich seit knapp 24 Stunden mit einem Ohrwurm leben muss, der durch das Verfassen dieses Blogartikels garantiert nicht wirklich schnell abklingen wird :mrgreen:

Schaut es Euch an, packt ein „Daumen hoch 👍“ darunter und zeigt es jedem, dem man es zeigen kann!

 

 

 

Die Sommerzeit kommt!

UhrumstellungUhren umstellen, gell?

Aus zwei Uhr wird wieder drei Uhr heute Nacht.

Also: Eine Stunde VORSTELLEN ;-)

Bei vielen geht das automatisch, ja, aber eben nicht bei allen. Also, so Retro-Freaks wie ich, die haben echt noch gelernt, Zeiger zu bewegen :mrgreen:

 

 

Diabetes Typ 2, Mails, mein Senf zum Thema und auch sonst viel laienhafte Meinung!

diabetes-2.1Huch, ich habe Zucker!

(M)eine Erkenntnis nach 25 Jahren gesicherter Diabetes Typ 2 Diagnose.

Vorweg scheint es mir angebracht, zu diesem Blogartikel einige Punkte gleich zu Beginn klarzustellen:

  • Ich bin kein Arzt! Im Zweifelsfalle fragt IMMER (!) diesen!
  • Das hier sind meine persönlichen Erfahrungen, nichts anderes.
  • Den folgenden Zeilen liegt meine persönliche Meinung zugrunde, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Er ist so geschrieben, wie ich das als Nichtmediziner eben verstanden habe, konstruktive Kritik wird gerne angenommen. Sollte allerdings jemand einfach trollen wollen oder ich merke, dass mein Text nicht gründlich gelesen wurde, wird die Mail oder auch ein Kommentar schlicht gelöscht. Wie fies? Ja, vielleicht, aber mein Blog – Meine Regeln!
  • Der Artikel jetzt wird (viel) länger und ist eigentlich untrennbar mit diesem hier verknüpft. Wer sich für meine Worte interessiert, sollte den vorher verlinkten wahrscheinlich zuerst lesen.
  • Vielleicht fühlt sich jemand durch meine Meinung angegriffen, aber das ist nicht meine Absicht. Ich kann (und werde) bei einigen Menschen mit meiner Meinung total daneben liegen, bei vielen aber auch eben nicht. Ich werde auf jeden Fall beim „sprechen“ nun nicht unbedingt die Hand vor den Mund nehmen ;-)

Zu Beginn vielleicht etwas Provokation

Ich werfe nun einfach mal einige Worte in den Raum, die, mich eingeschlossen, auf einen Großteil der an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankten Menschen zutreffen. Natürlich kann es anders sein, aber höchstwahrscheinlich muss man dann auch wesentlich differenzierter mit der Krankheit umgehen und der Beitrag hier nicht unbedingt der Passende.

Um es mit Joda zu sagen: „Angefressen sie ist, die Krankheit!“

Ja, um es mal ganz einfach zu sagen, der Zucker soll vom Körper in die Zellen gebracht werden, um daraus letztendlich die Energie zu generieren, die wir für den Alltag brauchen.

Der Mensch hat von Natur aus alles, was er dazu benötigt. Befindet sich im Blut mehr Zucker, wird einfach mehr Insulin ausgeschüttet und die Zellen können eben diesen Zucker aufnehmen und ihren Job machen.

Nun, bei Diabetes Typ 2 funktioniert das eben nicht mehr. Im Gegensatz zu Diabetes Typ 1 ist es ja nicht so, dass kein Insulin mehr produziert wird, sondern in den allermeisten Fällen sind die Zellen gegen das Insulin resistent und nehmen den Zucker nicht mehr auf. Fazit: Der Zucker bleibt im Blut und kann von den Zellen eben nicht verwertet werden.

Ich weiß, dass das jetzt sehr vereinfacht dargestellt ist, aber mehr braucht man für die eigentlich einfache Betrachtung zunächst nicht unbedingt zu wissen.
In meiner Situation, und nur von der kann ich hier schreiben, ist eben genau dies der Fall.

Hat also das Menschlein Hunger (in der Funktion, die ihm die Natur zugedacht hat), dann fehlt Energie. Nimmt es eine passende Menge Nahrung zu sich, kann der Körper diese verwerten und es geht einem wieder oder weiterhin gut.

Leider ist es aber nun so, dass uns jeden Tag dermaßen viele Verlockungen vor die Nase gehalten werden, dass man in der Regel deutlich mehr Energie zu sich nimmt, als der Körper benötigt, jedenfalls wenn es einem an einer gewissen Selbstbeherrschung mangelt. Bei manchen Menschen geht es gut, bei sehr vielen eben nicht. Im zweiten Fall steigt das eigene Gewicht und letztendlich kann der Körper mit den Zuckermassen nicht mehr zurechtkommen, man erkrankt vielleicht an Diabetes und anderen unschönen Dingen.

Was dann in der Regel passiert?

Die Krankheit, sie schmerzt und drückt zunächst nicht oder hindert einen sonst am Leben, wird verdrängt, gar verharmlost. Vielleicht hat man auch schon die eine oder andere Tablette vom Arzt verschrieben bekommen, auf jeden Fall ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man einfach so weitermacht – die Pillen (später ggf. auch die Spitzen) werden es schon richten.

Ich fasse unfein zusammen: Das Menschlein kann einfach weiter fressen!

Zugegeben, das sind vielleicht jetzt ein paar leicht überzogene oder auch anmaßend klingende Worte, aber wenn ich meine eigenen Gedanken über viele Jahre zugrunde lege, dann war genau das mein Denkmuster. Wobei „war“ auch ein bisschen gewagt ausgerückt ist, ich muss nach wie vor auf das achten, was ich esse, weil die Versuchungen bestehen bleiben und es ist nie besonders schwer, in schädliche Muster zurückzufallen.

Nun, wer hier des Öfteren mitliest, der weiß, dass ich seit ungefähr 3 Jahren meinem eigenen Verhalten den Kampf angesagt habe und die mittlerweile ziemlich stabil verlorenen 52 kg Körpergewicht haben sich nicht nur bei einem Zipperlein als unwahrscheinlicher Vorteil gezeigt. Aber, um das zu unterstreichen, all das, was ich hier mal so pauschal unterstelle in diesem Abschnitt habe ich mir selber vorgemacht.

Bisherige Reaktionen (auch) über den Blog hier

Egal, ob ich mich hier oder auch im realen Leben in irgendeiner Form zu den Themen Diabetes oder Gewichtsabnahme äußere, meist erfahre ich eine von drei Reaktionen:

  1. Missgunst oder Schadenfreude
  2. Anerkennung
  3. Meistens Klugscheißerei

Zu 1: Es ist für nicht Betroffene natürlich immer sehr einfach, Kommentare abzusondern, wenn man die angesprochenen Probleme nie hatte oder einfach nicht kennt. Ich persönlich hake solche Leute meist innerlich ab, weil erfahrungsgemäß von ihnen auch sonst nicht viel zu erwarten ist.

Zu 2: Das freut einen dann schon, allerdings bin ich auch jemand, der mit Komplimenten eher nicht umgehen kann, ich lasse das Wort „Verlegenheit“ an der Stelle einfach seine Wirkung entfalten :mrgreen:

Zu 3: Es ist unglaublich, wie schwer es ist, mit Argumenten und auch Beweisen dagegen anzukommen, was in Illustrierten, werbefinanzierten Medien und (vor allem) von wissenden Freunden oder Verwandten, an Weisheiten „gelehrt“ wird.

Nicht weniger erstaunlich ist allerdings, dass nicht wenige Leute einem zwar glauben, dass das, was man selber geschafft hat, funktioniert, bei ihnen aber leider nicht anzuwenden ist, weil dieses und jenes bei ihnen der Fall ist.

Gut, das kann natürlich sein, in 80 % der Fälle stellt sich dann aber im weiteren Gesprächsverlauf heraus, dass die betreffenden Personen einfach weiter wie gewohnt ihre Leckerchen genießen wollen, eigentlich machen sie ja alles richtig.

Nun, solange man diesen Leuten keine Lösung anbietet, wie sie quasi beim Naschen leichter werden und gleichzeitig ihren Blutzucker senken, werden sie immer das letzte Gegenargument haben und ich beende dann diese Thematik mit oder bei ihnen, weil es schlicht nicht mein Hintern ist, um den es geht. Punkt. Bei anderen gesundheitlichen Ursachen kann nur der Arzt helfen, aber bestimmt nicht privates Geschreibsel im weltweiten Netz.

Das Problem

Grundsätzlich ist das mit dem Diabetes auch so ein Informations- und Glaubensproblem. Selbst wenn man, wie ich zum Beispiel, eine gewisse Anzahl an Diabetesschulungen hinter sich hat, weiß man hinterher eigentlich nicht viel mehr als vorher, hat sich aber das, was eindeutig ist, mehrfach angehört.

Es gibt einfach zu viele Dinge, die einem Diabetiker im Laufe seines Lebens als Allheilmittel angepriesen werden. Die einen schwören auf „Low Carb“, weil eben keine Kohlenhydrate auch keinen Blutzuckeranstieg veranlassen, sie setzten dann oft auf eine Eiweißernährung. Wieder andere dagegen meiden nur Zucker, obwohl der garantiert nicht nur ist, wo es auch süß schmeckt und all diese Dinge eben.
Man muss es halt kombinieren. Mein Weg, das Gewicht zu verlieren, ging schlicht und einfach über die Kalorien. Einfach nicht mehr Energie zuführen als verbraucht wird, dann muss das Gewicht sinken. Viel mehr habe ich eigentlich auch nicht gemacht.
Ich habe weder darauf geachtet, dass ich möglichst wenig Kohlenhydrate in mich hinein schaufle, noch habe ich um alles einen Bogen gemacht, was irgendwie süß schmeckt. Ich habe einfach in dem Gesamtpaket Ernährung, alles, was ich gerne esse untergebracht, weil ich genau weiß, wenn ich all das komplett vom Speiseplan verbanne, wird mein Plan scheitern.
Verzichte ich zum Beispiel komplett auf Kohlenhydrate, funktioniert mein Kopf sehr träge. Das Gehirn scheint (bei mir zumindest) die Energie zu brauchen und auch eine gewisse Dauermüdigkeit stellt sich ein, die nicht besser ist als die Müdigkeit, die irgendwann einsetzt, wenn der Zucker mal wieder zu hoch ist oder beziehungsweise war.

Es macht also wenig Sinn, den Zucker und alles was den Zucker nach oben treibt, zu reduzieren, um die Kalorien mit anderen Lebensmitteln nachzuholen. Wenn das Gewicht nicht sinkt, bekommt man den Diabetes nicht dauerhaft in den Griff.
Ich nehme nur mal den gesunden Apfel als Beispiel, der sicherlich nicht das schlechteste Lebensmittel ist, aber immerhin in einem durchschnittlichen Vertreter seiner Art durchaus 3 – 5 Broteinheiten konzentrieren kann, die den Blutzucker eben nach oben treiben. Hätte man alternativ vielleicht aufgetretenen Heißhunger einfach ein mit einem Stück Fleisch bekämpft, wäre der Blutzucker eben grad gar nicht angestiegen, allerdings hätte man wohl auch deutlich mehr Kalorien zugeführt. Hundert Gramm Apfel haben so in etwa 60 Kalorien, hundert Gramm Schnitzel bringen selbst unpaniert mehr als das Doppelte auf den Plan. Manchmal kann man Heißhunger auch einfach ignorieren oder mit einer Tasse Kaffee oder Tee überwinden.

Man muss also schon schauen, wie man sein Essen verteilt. Ich erwähne noch mal den oben verlinkten Artikel, den ich vor mittlerweile einigen Jahren geschrieben habe, da steht noch mehr zu meiner Denkweise drin. Wie gesagt, mein Weg muss nicht DER Weg sein, er hat bei mir nur schlicht funktioniert.

Es ist einfach auch so, das man selber auch handeln WILL! Soll sich nichts ändern, bleibt eben alles so, wie es immer war. Inklusive Diabetes. Punkt.

Meine eigenen Erfahrungen als Fazit

Man muss ausreichende Mengen essen, die mal selber als „Menge“ empfindet. Nur muss das eben so gestaltet sein, dass die Masse nicht mehr Energie beinhaltet, als auch verbraucht wird und die Kohlenhydrate sollten nicht unnötig in die Höhe getrieben werden.

Die bestmögliche Lösung

Die Resistenz der Zellen gegen das Insulin muss durchbrochen werden und aus meiner Erfahrung heraus, geht das nur über das Abnehmen.

Die Fehler

Getränke, die nicht wirklich zuckerfrei sind, oder solche, die einen Haufen Kalorien in sich bergen. Bier und Alkohol überhaupt, gezuckerter Tee oder Kaffee, vielleicht gar mit Milch, Softdrinks und Limonade ohnehin.

Obst als alle Probleme lösenden Allheilmittel. Das ist schlicht auch alles drin, was den Blutzucker nach oben treibt und auch die Kalorien summieren sich ziemlich rasant.

Ich will jetzt nicht alles aufzählen, was man eh in jeder Illustrierten beim Arzt lesen kann. Schon gar nicht will ich empfehlen, auf all das zu verzichten, nein!

Packt ruhig alles in den Speiseplan rein! Nur, wenn es die Flasche Bier am Abend sein soll, dann muss es eben eine Scheibe Brot weniger sein, eigentlich recht simpel.

In einer perfekten Welt …

… gäbe es sie, die zuckerfreie Schokolade und das kalorienfreie Eis, aber auf der Erde muss man in der Regel immer etwas mehr leisten, als man am Ende zurückbekommt. Nimmt man allerdings erfolgreich ab, kann man diesen Umstand auch mal für sich ausnutzen ;-)

Zum guten Schluss

Ich will nicht belehren oder missionieren, das liegt mir fern. Der Artikel hier ist eher eine Zusammenfassung meiner Kommunikation mit verschiedensten Menschen, bei denen ich jemals in irgendeiner Form über diese Dinge gesprochen oder geschrieben habe.

Wenn ich vor jemandem stehe, der locker 60 Kilo Übergewicht hat, mir aber weismachen will, dass das, was bei mir funktioniert hat, totaler Quatsch ist, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln oder eben einen Blogartikel dazu schreiben, weil mich das beschäftigt, gelegentlich sogar ärgert. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Zuweilen darf es vielleicht auch einfach nicht an einem selbst liegen.

Aber auch hier sei noch ausdrücklich erwähnt: Ich selbst bin keinen Deut besser als der Rest, ich habe eben nur bemerkt, dass es an mir selber liegt ;-)

 

Modern, schlauer und besser! Oder?

scooterSchöne neue Zeit?

Ihr wisst ja, ich bin durchaus ein Retro-Fan, der gewissen Neuerungen unserer aktuellen Zeit oft skeptisch gegenübersteht.

Ich bin aber auch so egoistisch, dass ich die Bequemlichkeiten gerne annehme und nicht einen Fetzen schlechtes Gewissen heuchele, weil ich mir ein kleines Stückchen der Bequemlichkeit gönne, die jeder andere auch genießt.

Aber wisst ihr was?

Ich stehe dazu und es tut mir nicht ein Stückchen leid. 😉

Natürlich ist nicht alles schlecht, was wir seit der Zeit unserer Jugend erreicht oder auch verwirklicht haben, nur leider scheint es doch oft so, als wenn bestimmte Menschen einfach nicht wissen, wann es gut ist.

Oberflächlich und auf den ersten Blick betrachtet, ist es natürlich der einfachste Weg hinzugehen und allen vorhergehenden Generationen eine gewisse Schuld an Missständen anzuhängen, die derzeit tatsächlich vorhanden sind oder von manchen Leuten als vorhanden gekennzeichnet werden. Dass vielleicht gerade die Kritiker auch von den Sünden der „alten weißen Männer“ immer wieder profitieren, lassen mir thematisch mal unberührt.

Witzigerweise erlebt aber sehr oft, dass von eben den Leuten, die mahnend den Finger erheben und auf Missstände hinweisen, außer Vorwürfen nichts zu erwarten ist, realistische Lösungen schon gar nicht.

Vielmehr ist es doch so, dass eben die vorhergehenden Generationen zu Hilfe gerufen werden, weil man selber offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, Probleme zu lösen!
Dabei ist es natürlich extrem bequem, einfach so mit Vorwürfen um sich zu werfen, anstatt das eigene Unvermögen offen zuzugeben.

Natürlich haben frühere Generationen Fehler gemacht und die Folgen derer und dieser, sind oftmals auch heute zu begutachten. Allerdings sind, bzw. waren, viele Fortschritte, die heute gerne genutzt werden, genau nur deshalb möglich, weil gewisse Folgen ignoriert oder in Kauf genommen wurden.

Ich möchte als Beispiel nur einmal anführen, wie bequem es doch heute ist, per Mausklick einen Artikel zu sich nach Hause zu bestellen, der dann schon am nächsten Tage eintreffen kann. Ohne die Entwicklung der KFZ Technik, wäre heute im Ansatz nicht an so einen Luxus zu denken und ich möchte zusätzlich wetten, dass ganz viele von den Menschen, die heute in jedem zweiten Satz die Worte Bio, Öko oder Nachhaltigkeit benutzen, nicht darüber nachdenken, warum sie diesen Luxus überhaupt nutzen können, aber ebenso davon profitieren.

Ich weiß, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber in der Regel sind Ausnahmen selten! 😉

Dabei wird heute genau mit dem Denken fortgefahren, dass alle Innovationen, die auf den ersten Blick toll und wahnsinnig fortschrittlich wirken, wieder in ihren Folgen nicht bedacht werden.

Nun, genau das, symbolisiert für mich das Foto oben, welches ich heute morgen aufgenommen habe.

Kleine Anmerkung am Rande:

Der Campus ist zeitweise gespickt von diesen Dingern am Wegesrand, da währen mir Blumen schon lieber …

R. I. P. Volker Lechtenbrink

Kein Foto LogoMan kannte ihn von klein auf

Ich hatte ja gestern schon in meinen persönlichen „Top 5 der Woche“ zwei Namen aufgeführt, die nun auch in die Liste derer eingehen, die mich von Kind an begleitet haben und jetzt dieses irdische Dasein hinter sich haben.

Quasi parallel zum Klick auf „Veröffentlichen“ des Blogbeitrags, kam dann auch noch die Sterbenachricht von oder zu Volker Lechtenbrink herein, den ich nun wirklich, von Derrick bis Ersatzkaffeewerbung, als allgegenwärtig in den Medien in Erinnerung habe.

Nun, es geht wieder auf das Jahresende zu und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es dann immer besonders viele Namen sind, von denen es nichts Neues mehr zu berichten geben kann.

Ruht alle in Frieden!

 

 

Hilfe brauchen ist nicht gleich wollen

moralei-koennen-und_wollen-1kManchmal ist es verschwendete Energie

Es gibt ja so Situationen, in denen bemerkt man, dass jemand in seinem Umfeld Hilfe benötigt und vielleicht sogar danach fragt.

Gerade wenn man, so wie ich jetzt, in einer Aus- oder Weiterbildung steckt, kommt es hier und da schon zu Lerninhalten, die einfach nicht auf Anhieb Einzug in das eigene Gehirn halten.

Vielleicht war man unverschuldet abwesend, vielleicht hat auch der Dozent einen etwas unglücklichen Erklärstil oder das Thema liegt einem einfach nicht, Gründe gibt es viele. Natürlich gilt das auch bei anderen Gelegenheiten, hier fällt es mir aber extrem auf.

Wie es so läuft, trifft man sich hier und da und schnell wird klar, mit der Hilfe eines oder mehrerer Kollegen, kann man die Lücken schließen.

Was passiert also? Man bietet an, zu helfen, Material zu ergänzen oder manchmal kann auch das einfache Sprechen über den Unterricht schon helfen, im Kopf eine Tür zu öffnen. Gerade auch beim Onlineunterricht zeigt sich jetzt des Öfteren, dass der persönliche Kontakt einfach fehlt.

Nun, wenn man dann aber feststellt, dass das Gegenüber schlicht nicht will, keinen Bock hat oder seine Talente doch lieber in das abendliche TV-Programm oder irgendwelche Gastronomietouren investiert, dann ist die von einem selber eingebrachte Energie schlicht verschwendet.

Sprich: Freund, wenn ich meine Lebenszeit in Deine eigene investieren soll, musst Du schon einen Teil zurückgeben.

Spätestens wenn ich sehe, dass die eigenen Bücher schon so langsam Verschleißerscheinungen bekommen, die Exemplare dieser speziellen Kandidaten aber noch völlig unberührt sind, sinkt meine Motivation deutlich, die eigene Freizeit für solche Personen noch weiter zu reduzieren.

Nun gut, dann eben nicht

Spannend sind ja im Verlauf solcher Geschichten die Gesichtszüge dieser Leute, wenn SIE dann auf einen zukommen, weil es so langsam richtig brennt in der Zeitleiste. Schließlich wären SIE ja nun doch bereit, einem selbst persönliche Aufmerksamkeit zu widmen, weil SIE irgendwo nicht klarkommen. Natürlich nur, falls SIE nicht kurzfristig etwas anderes planen.

Am Arsch Baby!

Ich komme übrigens gut damit klar, wenn jemand mit mir NICHT klarkommt, das geht mir sozusagen am Arsch vorbei, was sich in den letzten 52 Jahren (…) als durchaus vorteilhafte Eigenschaft erwiesen hat.

Da halte ich mich dann doch lieber an die Leute, die mitziehen und einfach ein Geben und Nehmen ermöglichen ;-)

 

Strickmuster Radiomoderation 2021 (Erst recht vor einer gewissen Wahl)

Doppelt Blöd ;-)Echt jetzt?

Vielleicht war das schon immer so, vielleicht gehört es aber auch zu einer neuen Form der „Verbesserung“ unserer Einstellung zur Realität.

Noch mal vielleicht, habe ich das früher auch nur nicht so wahrgenommen, aber in einer Zeit, in der das Geschlecht von Ampelmännchen die gleiche Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll, wie die Tatsache, dass es unnötigerweise (z. B.) Kinder gibt, die Ernährung über Tafeln erleben müssen, höre und schaue ich eben etwas kritischer auf alles, was mir als normal untergeschoben werden soll.

Jedenfalls komme ich mir echt leicht verarscht veralbert vor, wenn mir so ein Dreierteam aus Radiomoderatoren ein Laienspiel zum Frühstück anbietet.

Die Rollen sind klar verteilt:

Position eins oder der Systemtreue, mit strenger aber gütiger Argumentation, gibt den (gut abgesteckten) Rahmen des Themas vor.

Part zwei, die Opposition, simuliert dezente Gegenwehr, natürlich im genannten Rahmen, unpassende Fragen oder Fakten sind nicht erwünscht, aber der Schein des Widerspruchs ist deutlich zu erkennen.

Nummer drei ist dann der oder die Weise, beschwichtigend mit dem Schild der Moral überm Kopf, wohlgeformte Stammtischlogik relativierend.

Es wird gestritten und argumentiert, dann erschallt ein Musiktitel. Anschließend wird die große Einsicht angekündigt und erneut kommen rhythmische Töne für ca. 3 Minuten aus den Lautsprechern.

Die Opposition zeigt nun Einsicht, der Moralteil klatscht Beifall und der systemtreue Wortführer tätschelt ob der erlangten Einsicht der Opposition den Kopf. Alle sind geläutert und zur Buße bereit. Final kommt noch das passende Interview, gerne mit dem Hinweis auf das neue Buch, Lied oder Filmwerk des Interviewpartners.

Im Anschluss schnell ein kuscheliger Seitenhieb auf anders Denkende, etwas Musik und schon ist Zeit für die Werbung.

Nebenbei, selbst die Musiktitel sind passend ausgewählt. Billig und durchschaubar, Baby, billig und durchschaubar!

Ich mein‘, es kann ja jeder denken, glauben und wählen, was er oder sie will, aber sind wir wirklich in unserer Zeit, in der man in Sekunden an so ziemlich jede gewünschte Information kommt, schon so weit, dass Menschen so eine billige Manipulation wünschen, gar brauchen?

Ich mag das nicht glauben. Wenn man allerdings davon ausgeht, dass an den entscheidenden Stellen der Verantwortlichen tatsächlich angenommen wird, eigenständiges Denken sei nicht mehr möglich beim „Volk“, dann wundert mich manch Anderes in unserer Zeit auch nicht (mehr) wirklich. Schon gar nicht, wenn es wirklich so sein sollte, dass Fremddenken lassen der neue Standard ist.

Differenzieren

Wieder erscheint es mir so, als ob viele vergessen haben, dass es bei all dem nicht um Fans einer Musikgruppe oder eines Sportvereines geht, denen man zujubelt oder gar sich zum Vorbild nimmt, sondern um Alltagsthemen, die unser aller Leben bestimmen.

Aber wie es eben so ist mit der Masse, die das Gleiche denkt oder denken soll…

Millionen Fliegen können nicht irren, folglich muss Scheiße schmecken!

Sorry, aber versucht es doch mal wieder mit ganz normaler Aufrichtigkeit und Neutralität. Vor allem, weil jeder für diese Art der Moderation (mit)bezahlen muss, ob man nun will oder nicht.

Ihr wisst schon, mein Senf eben .. ;-)

 

 

Ein kleiner Reim zum Wetter und einem gewissen Klima-Unmut

ein-kleiner-reim-zu-wetter-und-klimaNur ein Gedicht

Getriggert durch eine unglaublich widersprüchliche Radiosendung … :roll:

Aus Wärme mache Hitze,

das klingt im Fernsehen spitze!

Kommt dann aber Regen,

darf auch er nicht sein ein Segen.

Natürlich wär‘ es netter,

man sagte einfach „Wetter“!

Doch würde dies nicht taugen,

noch mehr Geld beim Volk zu saugen.

Also nutze Jahreszeiten,

um Angst und Panik zu verbreiten!

Schon gibt’s ’ne neue Strophe,

im Lied der Klimakatastrophe.

Übrigens, wenn mich jetzt wieder jemand belehren will, dass wir ja alle schon klimatechnisch praktisch verendet sind – spart Euch das!

Für die Umwelt muss etwas getan werden, keine Frage!

Schaut aber bei den aktuellen Zahlen mal an, wer zahlt, wer die Schuld haben SOLL, wer sie wirklich HAT und, vor allem, wo die Kohle des Bürgers hingeht!

Wenn so gebaut wird, dass Wasser nicht mehr über seine natürlichen Wege abfließen kann oder Geräte nicht mehr geöffnet werden sollen, obwohl genügend Kontrollwerkzeuge zur Verfügung stehen, um so etwas zu unterbinden, dann ist das Absicht!

Wer schreit, wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, aber bei der nächsten Gelegenheit das Flugzeug nutzt oder statt Obst lieber Smoothies säuft, der ist Teil des Problems. Hauptsache vorzeigbar modern, bei Urlaub und Ernährung, gell?

Man muss nebenbei schon ziemlich oberflächlich oder leichtgläubig sein, um nicht zu bemerken, dass fast alle neuen „Gründe“ das Volk vor jeden Karren zu spannen unsichtbar sind und immer nur durch eine Handvoll erlesener Experten erkannt und erläutert werden. Gase, Viren, Staub – alles wird genutzt!

Was passiert?

Sofort spaltet sich alles in die Lager der Idealisten, Verweigerer und Realisten. Leider ordnen die ersten beiden Gruppen die dritte sofort der jeweiligen anderen Seite zu, schon gibt es keinen sinnvollen Diskurs mehr, die wahre Gefahr hinter den Themen wird nicht bekämpft, aber kassiert, beschränkt und verboten wird trotzdem, was das Zeug hält. Taktisch gut für Macht und Wahlkampf; realistisch scheiße für die Erde und die Menschen.

Es ist wie mit Corona: Wenn man die Messlatte nur möglich realitätsfern anlegt, kann man sehr gut auch das Unsinnigste durchdrücken, ohne es „Steuer“ zu nennen. Klima- und Umweltschutz heißt nämlich hier vornehmlich nur eines:

Kassiere und mache gar nichts!

Sorry, das musste  raus …

Nicht falsch verstehen, ich zweifele die Gefahren nicht an, die uns in unserer Zeit bedrohen, sehr wohl aber den Umgang damit und die Maßnahmen, die ganz sicher, weil niemals jemand zurückrudert, wenn offensichtlich falsch entschieden wurde. Bestenfalls bleiben bestimmte Verbote oder Verordnungen stehen, um zusätzliche immer wieder welche obendrauf zu packen. Manchmal wäre ein eifaches: „Es hat nichts gebracht, wir entschuldigen uns für den Unfug und nehmen alles zurück!“, auch ein kleiner Schritt in Richtung Vertrauen.

Ach ja, sollte sich jemand jetzt wieder sehr echauffieren müssen, man muss ja nicht meiner Meinung sein! ;-)

 

 

Ein kleiner Link zum Thema Dampfen und dem, was zu erwarten ist.

the_modMan möchte brechen!

Wer sich die aktuelle Lage zum Thema E-Zigarette, Steuern, Halbwissen, bewusster Ignoranz und auch geduldetem Lobbyismus ansieht und da noch an das Umsetzen gesundheitsbedingter Vorgaben glaubt, der muss mit einer anderen Gehirnform als ich ausgestattet sein.

Natürlich ist das jetzt vornehmlich meine persönliche Meinung, aber zu welchem anderen Ergebnis kann man auch kommen, wenn sich wirklich niemand an den Schaltern der Macht für die Realität interessiert?

Nein, ich sehe auch eigentlich kein Desinteresse, es ist eher das bewusste Ignorieren der Realität, weil das, was kommen soll, schon von Anfang an in Stein gemeißelt scheint. An jeder Ecke stinkt es nach Aussaugen der Kunden (Bürger) und Machtsicherung für die, in diesem Fall, großen Tabakkonzerne. Jedes Gespräch, jede Petition und alle Diskussionen haben den faden Geschmack der Ruhigstellung.

Wie auch immer, es ist nicht neu, dass der Freund der elektrisch erzeugten Dampfwolken den Gedanken an das Bunkern von Liquid und Co inhaltlich ausarbeitet, deshalb möchte ich diesen Artikel von, mit und bei “Vapoon“ gerne hier verlinken. Ich denke, er fasst die Dinge, die auf uns zukommen und bisher bekannt scheinen, recht gut zusammen.

Fazit:

Am Besten kommt man wohl immer noch klar, wenn man sich planlos billigen Alkohol und normalen Tabak in die Birne hämmert, da traut man sich anscheinend noch am Wenigsten ran. Klar, man muss sich gar nichts von dem Zeugs gönnen, aber es gibt ja durchaus auch andere Dinge, für die wir mittlerweile bedenkliche Summen auf den Tisch blättern und auf welche wir nicht mal eben verzichten können.

Aber welche Sorgen sollten sich die Gesetzgeber auch machen müssen? Nach dem ersten Stöhnen wirft sich ein großer Teil des Volkes unterwürfig auf den Boden, löhnt ganz brav und klatscht Beifall, wenn die Eliten der Volksvertreter wieder ihre Gier unverblümt in die Masse brüllen, solange es eben nur nicht einen selber betrifft. Dieses Mal vielleicht noch nicht, nein …

Wie oft zu diesem Thema ein kleines Zusatzwort:

Ich weiß nicht, inwieweit Wahlen überhaupt etwas bringen, aber seid sicher, dass ich keine Zweifel habe, wer meine Stimme NICHT erhält, was soll man auch sonst machen?

Kommt mir jetzt bitte nicht mit “auf die Straße gehen“, was hat das denn jemals gebracht? Es muss damit anfangen, dass sich nicht die Leute, die es etwas NICHT betrifft, an denen aufgeilen, die eben betroffen sind! Na, lassen wir das, es ist und bleibt ein Desasterkreis ;-)

Wer sich nun wieder berufen fühlt, mir erklären zu müssen, wie fürsorglich Politiker und gefährlich E-Zigaretten sind, spare sich die Mühe! Er oder sie lese ruhig weiter Zeitungen mit Bildern, glaube Politikern mit schönen Reden oder lasse sich sonst wie vorgeformt informieren, aber verschont mich …

Ach ja …

Alleine schon die Tatsache, dass Fläschchen mit max. 10 ml Inhalt, statt einer einzigen großen Flasche, uns alle nun so richtig nach vorne gebracht haben, unterstreicht doch die weisen Entscheidungen, oder etwa nicht?

 

 

Die ungebetene Lebenshilfe

SchweigDer gute Rat

Nicht zuletzt wegen gelegentlicher Mails, die man so über Social-Media-Kanäle oder auch als Webseitenbetreiber bekommt, muss ich jetzt doch mal einige Zeilen schreiben. Ich muss explizit erwähnen, dass es nicht darum geht, auch gelegentlich unbequeme Antworten zu bekommen, Kritik also, es geht um die ekelhafte Angewohnheit, seine Meinung ungebeten als Tatsache auszukotzen.

Ihr kennt diese Situationen bestimmt auch:

Man berichtet von einem Vorhaben oder auch einem Erlebnis und plötzlich schießen etliche Ratgeber und Bedenkenträger aus dem Boden. Nicht, dass man sie gerufen hätte, sie sind einfach ungefragt da. Nun ist es auch nicht so, dass ich (oder andere) guten Ideen gegenüber nicht aufgeschlossen wäre(n), nur in den meisten Fällen kommen die Tipps im Allgemeinen von den Leuten, deren Wissensstand man selbst schon vor Äonen hinter sich gelassen hat, zumindest in seinen eigenen Schritten längst weit entfernt ist und die nicht begreifen, dass sie gar nicht begreifen, was eigentlich Kern oder Ziel der Angelegenheit ist. Gerne übrigens gepaart mit dezenten Hinweisen, dass man selber so eine Situation ja ohnehin niemals so perfekt lösen könnte, wie es der Hinweisgeber vermag.

Beispiele?

Man unterhält sich mit Gleichgesinnten über elektrische Zigaretten, also das Dampfen. Prompt poltert jemand ungefragt in das Gespräch und gibt seine Weisheiten zu Popcornlungen oder auch Nikotinsucht zum Besten. Schon beim zweiten Satz kommt die pure Bildzeitungspolemik aus allen Poren. Natürlich geht es meist nicht um Information oder gut Gemeintes. Nein, es geht um pure Wichtigtuerei.

Ich poste etwas zu Schnitzeln, prompt erklärt jemand, warum nur vegane Ernährung die Lösung und welch guter Mensch sie oder er doch ist. Nun, für mich bist Du das aber deswegen noch lange nicht!

Man erwähnt den Virenscanner am PC (ohne, dass dies für den Textinhalt relevant ist), kommt ganz schnell der Hinweis, dass nur die Suite von 123ABC-Soft die einzig wahre Lösung ist, immerhin sagt das ja auch eine gewisse Zeitung! Nein, Baby, das ist eben nicht die Lösung für JEDEN!

In einem Artikel wird das Auto erwähnt, natürlich kommt pfeilschnell der Hinweis darauf, dass der Mensch nur mit dem Fahrrad überleben kann. Natürlich ohne darauf einzugehen, dass es im Beitrag um den Transport mehrere Getränkekisten geht.

Jetzt endlich können aufgeschnappte Informationshäppchen ausgespielt, die eigene unglaubliche Überlegenheit bewiesen und Lorbeeren erhascht werden. Endlich zahlt es sich aus, bei Themen, die einen gar nicht berühren, oberflächliche Schlachtrufe aufgefangen zu haben. Bohrt man bei diesen Leuten allerdings nach, durchstößt man sofort die Hülle und innen ist alles hohl.

Überhaupt sollten einige Menschen sich vor Augen führen, dass ein geschriebener Text nicht automatisch zur Diskussion auffordert!

Gehen den “Experten“ dann die Argumente aus, was meist recht schnell der Fall ist, lautet das Argument der Königsklasse: “Beweise mir doch das Gegenteil!

Nein, werter Freund, DU musst das schon belegen, was DU da meinst absondern zu müssen, weil ich garantiert niemandem etwas beweisen werde, der sich in meine Angelegenheiten eingeklinkt hat! That’s not my job!

Nun, werte Freunde des Einmischens, was meint Ihr denn, wer da Wert drauf legen würde? Wenn diese, Eure, Meinung von Interesse wäre, hätte jemand gefragt und niemand, der einen gewissen Kenntnisstand in einem Themenbereich hat, will wissen, was diverse unbekannte Arbeitskollegen, Schwägerinnen oder Reifenhändler an Erkenntnissen zutage fördern.

Wer allerdings wirklich etwas zu sagen hat oder vielleicht sogar einen echten Irrtum aufklären kann, der ist jetzt übrigens nicht angesprochen, aber eben diese Leute haben ja auch die Möglichkeit zu belegen, was sie anführen! In der Regel mischen sich Personen mit Sachkenntnis aber auch nicht ungefragt in anderer Leute Gespräche.

Wie man das etwas abmildern kann?

Wer nicht gefragt wird, kann einfach mal die Fre… Klappe halten.

Wer keinen Humor hat, sollte keine Texte lesen, die nicht als solche erkannt werden.

Wer nicht zwischen Zeilen lesen kann, ebenso!

Einfach mal weiterscrollen!

Final: Zwischen Kritik, Belehrung, Anmaßung und Klugscheißerei ist der Grat oft schmal ;-)

 

 

 

Sinn und Unsinn beim Thema E-Zigaretten und Steuern und ein Link zum Stand der Dinge

the_modWas für ein Unsinn

Vorweg und weil ich weiß, wie die Reaktionen gelegentlich ausfallen: Es ist mir natürlich völlig klar, dass es am besten ist, sich gar nicht mit Suchtmitteln vollzupumpen.

Tatsächlich ist es aber nun ja aber auch so, dass viele Menschen das trotzdem machen – Menschen eben, ich eben :roll:

Selbst unter den Betroffenen herrscht oft keine Einigkeit, noch schlimmer wird es, wenn Vater Staat merkt, dass man ja irgendwo noch ordentlich Kohle abgreifen kann. Das vorhandene Potenzial einer Situationsverbesserung kann da schon mal zu Nebensache werden.

Nun, jedenfalls möchte ich diesen kleinen Bericht zum Thema Steuern und elektrisch Dampfen bei T-Online hier mal verlinken, alleine schon, damit ich ihn wiederfinde und mir den Stand der Dinge am heutigen Tage merken kann. Ich will einfach mal sehen, wie sich die Sache entwickelt und werde sicherlich auch bei kommenden Wahlen die Entscheidungen nicht vergessen. Ich weiß, das wird nicht die Welt verändern, aber ich habe damit eben meinen Teil der Entscheidung(en) beigetragen ;-)

Bitte verschont mich jetzt mit Verbesserungsvorschlägen für mein Leben, das bekomme ich sehr gut alleine hin. Ich habe dank der E-Zigarette vor über 8 Jahren dem Tabak den Rücken gekehrt und würde das jederzeit auf dem Wege wieder schaffen, mir braucht niemand mit urbanen Legenden zum Killer “Dampfen“ zu kommen. Ich wollt’s nur mal erwähnt haben ;-)

Mir braucht auch garantiert niemand mit Weisheiten aus der Politik kommen und wie gut die Damen und Herren es dort mit dem Volk meinen, der Zug ist für mich schon lange abgefahren.

 

 

 

In Trauer

Kein Foto LogoTrauer

Zum Start vom Desasterkeis hier, habe ich meinem Freund Jan einen der allerersten Beiträge gewidmet.

Wir haben oft über solche und ähnliche Scherze gelacht, überhaupt haben wir sehr dauernd über die blödesten Dinge stundenlang Unsinn erzählt.

Nun, heute Morgen habe ich leider erfahren müssen, dass es diesen Jan nun nicht mehr in dieser Welt gibt. Im Alter von nur 33 Jahren haben ihn am 27.3.2021 scheinbar die Folgen eines Unfalls eingeholt, der zwar schon 15 Jahre zurückliegt, aber eben wohl doch noch präsent war.

Jan war der erste Mensch, mit dem ich hier in Fürth, nach meinem Umzug aus Duisburg, wirklich privaten Kontakt und parallel auch eine Freundschaft aufgebaut habe. Wir haben uns oft gegenseitig unterstützt und motiviert, auch in Zeiten, die nicht besonders rosig waren, Insider wissen, was ich meine. Sicherlich haben wir uns auch gezofft und einige (wenige) kritische Momente erlebt, aber das bleibt nun im Hintergrund.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich diesen Beitrag hier schreibe und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich das machen muss. Ich erwarte keine Antworten oder Reaktionen auf meine Zeilen, aber als letzten Gruß hat er diesen Artikel verdient, mehr kann ich leider nicht tun.

Jan, wo immer Du auch bist, lass‘ es Dir gut gehen und vergesse den Grill nicht! ❤

Du würdest wissen, was ich mit dem Foto hier meine …

 

 

 

 

 

Sommerzeit!

UhrumstellungUhren umstellen!

Also nicht an eine andere Stelle, sondern auf eine Stunde später. Sommerzeit, Ihr versteht? Unsinn und so …

Will sagen: Aus zwei Uhr, wird drei Uhr. Später wird’s, geklaute Stunde, dies bedeutet VORSTELLEN ;-)

Ja, ich weiß, dass sich der Wecker von Heini oder Trude per Funk selbstständig anpassen, aber ich sag’s trotzdem und später ist es so oder so :mrgreen:

 

Der graue Star, die Operation und die Augenklappe danach

AugenabdeckungDie Augenk(l)appe und die Fragen

Mir fällt gerade auf, dass verhältnismäßig viele Fragen zu der Augenabdeckung nach der Katarakt-OP in meinem E-Mail-Eingang landen.

Meist ist da noch ein ganzer Wust an zusätzlichen Themen mit beschrieben, was allerdings bei der Unruhe, die eine vielleicht bevorstehende Operation auslöst, auch nicht verwundert.

Nun, die allgemeine Beschreibung meiner OP’s (wer weiß, vielleicht ist das bei anderen Ärzten völlig anders!) habe ich schon vor einiger Zeit hier in Text verpackt, logischerweise kann ich da nichts Neues zu sagen ;-)

Um die Kernfragen kurz zu beantworten:

Nach dem ersten Tag muss der Schutz nur in der Nacht getragen werden. In meinem Fall waren das die ersten fünf Nächte.

Die Befestigung ist kein Hexenwerk, wir haben einfach (vernünftiges) Pflaster in X-Form über die Kappe geklebt, so, dass die Enden eben auf der Haut sitzen und die Mitte, also der Schnittpunkt, die Augenkappe hält.

Leider weiß ich den Pflastertyp nicht mehr, so eine Rolle weißes Zeug eben, aber wenn es ordentlich klebt, dann taugt’s :mrgreen:

Das saugfähige Verbandsmaterial, welches direkt nach dem Eingriff noch eingelegt wird, kommt danach nicht mehr zum Einsatz, im Normalfall wird das Auge ja tagsüber auch wieder normal genutzt, also muss da nichts Polsterndes oder Flüssigkeit aufsaugendes mehr hinein.

Ich konnte damit schlafen, erstaunlicherweise gewöhnt man sich schnell an dieses Anhängsel. Gelöst hat sich auch nichts, man schläft scheinbar doch nicht so unruhig, wie vielleicht vermutet. Mit etwas Mühe und Sorgfalt bei der Befestigung drückt eigentlich auch nichts, allerdings möchte natürlich immer genau dann irgendein Part des Gesichtes jucken, wenn man nicht mehr herankommt, das legt sich aber schnell. Vor allem: Finger weg vom Auge!

Tja, mehr kann ich da wirklich nicht zu sagen. Ich weiß aus den Mitteilungen, dass sich einige Menschen mehr Sorgen um diesen Schutz machen als um die eigentliche OP, aber das ist eher unbegründet.