9-Euro-Ticket: Nur 660 Kilometer! (IV.)

9-euro-du-hbf-desasterkreis.deFahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger! (Teil 4) 

(Das ist ein mehrteiliger Artikel! Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4  und einem abschließenden Kommentar ;-) )

Es ist Montag Morgen und zum ersten Mal seit Tagen (Wochen?) feuert nicht schon in der Frühe sie Sonne ins Zimmer. Eigentlich wollen wir bis morgen noch bei meinem Vater bleiben, das Wochenende war eh viel zu schnell vorbei.

Allerdings haben die vergangenen Tage auch gezeigt, dass wir uns für den Heimweg durchaus auf einiges gefasst machen sollten. Zusätzlich habe ich nur noch bis zum kommenden Sonntag Ferien und zu Hause ist durchaus noch einiges zu erledigen.

Darüber hinaus kann ich auch sagen, dass nach den mittlerweile rund 50 Kilometern, die wir seit Donnerstag Abend gelaufen sind, die Leistungsfähigkeit doch ein klein wenig nachgelassen hat ;-)

Kurzum, hauptsächlich wegen des erträglicheren Wetters entschließen wir uns, den Heimweg anzutreten. Wir legen uns bei gar nichts fest und werden auch nicht versuchen, bestimmte Verbindungen zu erreichen. Notfalls machen wir in den Städten eine kleine Sightseeingtour, ehe es weitergeht.

Voerde BahnhofRückmarsch

Der Plan:

Von Voerde mit dem RE 5 nach Koblenz und dann erst schauen, wie die nächsten Verbindungen zu erreichen sind.

Die Fahrt bis Koblenz sollte heute entspannter sein, da wir einen entscheidenden Vorteil haben:

Weil der RE 5 in Wesel erst frisch startet und anschließend nur in Voerde-Friedrichsfeld hält, ehe wir zusteigen müssen, sollte noch jede Menge Luft im Zug sein.

RE 5 leerHa, die Vermutung hat sich bestätigt. Wir können uns buchstäblich einen Platz aussuchen und haben sogar die Möglichkeit, ohne Stress unser Gepäck halbwegs koordiniert zu verstauen.

Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich seit Freitag in keinem Zug so weit durch den Gang schauen konnte.

RE 5 leer, andere RichtungKlar, das wird sich ändern, aber jetzt ist mir das relativ egal, wir haben unsere Plätze bis Koblenz gesichert, so nichts Unerwartetes mehr eintritt.

Ich halte es für eine gute Idee, doch noch mal die Toilette auszusuchen, eher der Zug wieder aus allen Nähten platzt.

Nun, manche Probleme entdeckt man im Detail.

Klokabine Nummer 1, lässt sich gar nicht erst öffnen, also ab in die andere Richtung bis eine weitere auftaucht.

Ich öffne die Tür, kriege fast Atemnot und würde am Liebsten wieder herausgehen. Da aber der Zug jetzt mit jedem Stopp voller wird, überwinde ich meinen Ekel, atme nicht durch die Nase und klappe den Toilettendeckel hoch.

Ich erspare Euch die Beschreibung, aber seid sicher, nach Essen ist mir in den kommenden Stunden nicht. Wie können Menschen nur so eine Fäkalschlacht veranstalten?

Alles rollt

Wie erwartet füllt sich der Zug mit jedem Halt mehr, die Gänge sind voll, das Drücken und Schieben ist Standard.

Derweil wage ich mal einen Blick in die DB-App, wie es wohl ab Koblenz weitergehen kann. Ich würde Frankfurt gerne vermeiden und via Mainz nach Mannheim ausweichen, allerdings steht da eine Meldung von einem Brand bzw. Feuer an oder auf der Strecke. Fährt da nun überhaupt ein Zug? Keine Ahnung …

Koblenz

Nach rund 2,5 Stunden erreicht der RE 5 Koblenz Hauptbahnhof.

Wir warten geduldig, bis die Masse im Zug an uns vorbei ist. Ich frage mich wirklich, warum manche Menschen so drücken und drängeln müssen, nur um in Richtung Tür zu gelangen. Ob man nun Nummer 50 oder 51 ist, ehe man durchkommt, spielt doch keine Rolle und schneller geht’s auch nicht.

Zusätzlich endet der Zug hier, wer also nicht direkt einen Anschluss bekommen muss, kann es gar nicht so eilig haben und, seien wir mal ehrlich, wann war denn in Zeiten des 9-Euro-Tickets ein Zug pünktlich? :mrgreen:

Kleiner Stau im Bahnhof KoblenzMan kommt unter Umständen ohnehin selbst im Bahnhofgebäude nicht weiter, wenn vorne irgendein Vorfall alles ausbremst oder sich vielleicht auch nur jemand mal wieder dumm angestellt hat.

Der Grund für den Stau auf dem Bild?

Wir haben es nie erfahren. Aber nach den Erfahrungen in den Zügen der letzten Tage sind solch kuschelige Menschengruppen ohnehin ein gewohnter Anblick.

Das Foto schmeichelt der Situation allerdings ein wenig. Da wir ja nicht im Zeitdruck sind, haben wir uns etwas zurückfallen lassen. Ein paar Sekunden später stehen wir aber trotzdem mittendrin, weil ein paar Leute keine Zeit haben und versuchen müssen, schneller als der Rest hindurchzukommen. Natürlich ohne Erfolg, aber immerhin haben sie damit die Verstopfung wenigstens verschlimmert.

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Dies und das noch:

9-Euro-Ticket: Nur 660 Kilometer! (III.)

9-euro-du-hbf-desasterkreis.deFahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger! (Teil 3) 

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Was soll ich sagen, der Samstag verlief unauffällig. Obwohl wir auch mit der DB bei kurzen Abschnitten unterwegs waren, alleine dabei hat sich das 9-Euro-Ticket schon bezahlt gemacht.

Außer einigen Szenen oder Fotos aus Dinslaken gibt es nichts zu berichten. Jedenfalls nichts, was mit dem 9-Euro-Ticket zu tun hat, dazu vielleicht später mal mehr.

Voerde Gleis 1Ein Sonntagsausflug

Jetzt wäre ich ja nicht ich, wenn der Zoo-Duisburg auf der Liste der Wunschziele fehlen würde.

Über mehrere Jahre hinweg haben wir Jahreskarten besessen, kannten jede Ecke dort, da möchte man doch wissen, wie es heute aussieht.

Schon aus beruflichen Gründen habe zumindest ich es seit 2007 nicht mehr in den Tierpark geschafft, das kann ich jetzt nachholen.

Ganz schmerzfrei mit der DB von Voerde nach Duisburg-Hauptbahnhof, kein Problem. Der RE 5 (ein alter Bekannter), ist in Voerde so gut wie leer, wir steigen ein und 30 Minuten später wieder aus.

Sitzen, ausbreiten, entspannt mit Mitreisenden schwatzen – so chillig kann Bahnfahren sein ;-)

Vom Duisburger Hauptbahnhof aus gelangen wir mit der Straßenbahnlinie 901 zum Zoo, altbekannte Wege und Verbindungen eben.

Die 901 am Zoo DuisburgWurde früher nicht ohnehin das Auto genutzt, sind wir meist von Walsum mit der 903 bis Pollmann und von dort eben mit der 901 zum Zoo gefahren.

Mit beiden Bahnen zusammen ist man allerdings rund 90 Minuten unterwegs, wenn ich mich recht erinnere, das kann sich dann schon hinziehen.

Schneller geht es, wenn der Part bis Duisburg Bahnhof mit dem Zug erledigt wird. Immerhin wohnen wir ja nicht mehr in Walsum und müssten ohnehin irgendwie nach Dinslaken kommen, weil die 903 erst dort startet.

Ursprünglich sollte natürlich auch eine Walsum-Tour in die „alte Ecke“ auf dem Weg quasi nebenbei erledigt werden, nach dem Zirkus durch den Schienenersatzverkehr von Freitag aber lassen wir das mal lieber außen vor.

Zoo-Duisburg EingangsbereichVorfreude

Ich muss gestehen, aufgrund der zu erwartenden Sommertemperaturen waren wir etwas unsicher, ob der Zoo überhaupt eine gute Idee ist.

Die Fahrt von Fürth nach Voerde am Freitag, rund 25 Kilometer Fußmarsch in den beiden vergangenen Tagen zusätzlich, das steckt schon ein bisschen in den Knochen.

So richtig konnte es aber keiner von übers Herz bringen, nicht in den Zoo zu fahren :-)

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Dies und das noch:

9-Euro-Ticket: Nur 660 Kilometer! (II.)

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So, wir sind also in Duisburg angekommen!

Es stellt sich schon ein merkwürdig vertrautes Gefühl ein, beim Betreten des Portsmouthsplatzes. Wir bleiben wirklich eine Weile stehen und lassen ein gewisses Gefühl von Heimat auf uns wirken.

Die kleine Verklärtheit ist aber nicht von Dauer, ein Blick in die Runde auf bestimmte Szenen und Personen offenbart recht schnell, was zum Teil ein Grund war, damals nach Fürth zu ziehen. Fairerweise muss ich allerdings zugeben, dass es in Mannheim und anderen Ecken in der neuen Wahlheimat nicht anders aussieht, nur dass es da nicht Alltag für mich ist.

Egal, die Freude mal wieder hier zu sein überwiegt und wir laufen eine Weile die Einkaufsstraße hoch.

Die Gerüche und auch optischen Reize der verschiedenen Gastronomiebetriebe erinnern uns recht schnell daran, dass die letzte Mahlzeit rund 23 Stunden her ist. Kaffee und ein paar Kalorien, die sind jetzt gefragt :-)

Paprica DuisburgNicht direkt nur ein Snack

Weil es nett wirkt und für uns neu ist, entscheiden wir, den leiblichen Bedürfnissen im Paprica auf der Königstraße nachzugehen, was sich als eine gute Idee herausstellt.

Am Morgen habe ich mich mit dem Kaffee etwas zurückgehalten, auf Reisen bin ich da aus toilettären Gründen immer vorsichtig.

Da der innere Akku aber langsam in den roten Bereich kommt, muss zuallererst an dieser Stelle die größte Not gelindert werden.

Ein Tipp!

Studiert beim Genießen einer Tasse Kaffee an solchen Orten NIE die dort liegende Speisekarte! Das wird teuer und sorgt dafür, dass man länger im Restaurant verbleibt. Im Gegenzug ist aber später der Geldbeutel leichter, also gleicht sich das wieder aus :mrgreen:

Essen im Paprica in DuisburgDie Wahl fällt bei der Frau auf ein Zwiebelschnitzel, ich entscheide mich für das Schnitzel-Hawaii, dazu Pommer bzw. geröstete Kartoffelecken.

Ah ja, noch ein Tipp!

Wenn die Bedienung sagt: „Vorsicht, die Pfanne ist heiß!“, dann verinnerlicht das und denkt an diese Worte :!:

Erstens brennen dann die Finger später nicht so und Ehefrau muss nicht die Augen verdrehen!

Fazit: Der Service ist schnell, nett und wirklich auf Draht, das Essen super, herzlichen Dank :-)

Wir müssen weiter

Es hilft aber alles nichts, da wir nicht mehr in Duisburg wohnen, ist unser Ziel ja noch nicht erreicht. Jedenfalls dann nicht, wenn wir Wert auf eine Nacht in einer Behausung mit Bett legen.

Der Plan sieht vor, mit der Straßenbahnlinie 903 bis Dinslaken Bahnhof zu fahren, uns dort mit meinem Vater zu treffen und mit ihm gemeinsam, per Bus, zu unserem finalen Ziel Voerde am Niederrhein zu gelangen.

Ergänzend muss ich sagen, dass ich früher immer mit dem Bus Linie 918 gefahren bin, die neueren Verbindungen aber nicht kenne. Hier will ich mal lieber auf die aktuellen Kenntnisse eben meines Vaters vertrauen.

Ich kann hier schon vorwegnehmen, dass ich, Dank der Deutschen Bahn, bis heute keinen Bus von innen gesehen habe, aber das erklärt sich im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Zur Straßen- oder U-BahnAb zur Straßenbahn

Weil wir gerade eh in der Nähe sind, steuern wir die Haltestelle „König-Heinrich-Platz“ an.

Also führt der Weg unter die Erde, weil das ÖPNV-System an dieser Stelle nicht unter freiem Himmel arbeitet.

Ich bin auf dem Weg zu den Bahnen da immer etwas hilflos, mir kommt das ganze Gewirr von Treppen und Gängen dort einfach kryptisch vor.

Immerhin kann man mit etwas nachdenken und lesen seine Richtung finden, wir müssen halt dorthin, wo die 903 Richtung Dinslaken zu finden ist. Ich frage mich allerdings, wie jemand überhaupt von dieser Bahn Kenntnis haben soll. Wer nicht weiß, dass es sie gibt, hat ja keine Ahnung, dass er sie suchen muss.

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9-Euro-Ticket: Nur 660 Kilometer! (I.)

9-euro-du-hbf-desasterkreis.deFahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger

(Das ist ein mehrteiliger Artikel! Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4  und einem abschließenden Kommentar ;-) )

Ein kleiner Bericht von einer kurzentschlossen durchgeführten Tour von Fürth im Odenwald nach Voerde am Niederrhein. 330 Kilometer hin und auch später wieder zurück, da kann man schon Eindrücke sammeln.

Ein Vorwort, weil ich denke, dass es sinnvoll ist:

Dieser Bericht wird mehrteilig. Ich weiß, dass kaum jemand lange Texte wirklich liest. Oft merke ich das, weil Fragen oder Kritik an mich herangetragen werden, denen man entnehmen kann, dass höchstens 50 % vom Text gelesen wurden ;-)

Zusätzlich wäre es auch für mich zu viel, alles in einen einzigen Artikel zu pressen, weil einzelne Erlebnisse wirklich (meiner Meinung nach) einen eigenen Eintrag Wert sind. Vielleicht nur für mich, aber vielleicht eben auch nicht.

Kein Bashing!

Was mir aber am wichtigsten ist:

Das hier soll kein Niedermachen der DB, der Mitarbeiter oder von sonst wem sein, ich schreibe einfach das auf, was ich aus meiner Sicht erlebt habe und äußere meine Meinung dazu. Diese kann man teilen, muss man aber nicht.

Final kann ich aber jetzt schon sagen, dass ich diese Fahrt durchaus wiederholen würde. Mit dem Wissen von jetzt sogar deutlich entspannter.

Ich habe diese Fahrt(en) übrigens nicht speziell wegen des 9-Euro-Tickets durchgeführt, sie war ohnehin geplant. Aber wenn ich die Chance habe, für 2 x 9 Euro mit meiner Frau eine ohnehin notwendige Reise zu unternehmen, dann mache ich das. Im Schnitt haben wir für die Zugfahrt dabei 300 Euro gespart, da rechne ich nicht mehr lange und das Auto sollte einfach dieses Mal nicht das Verkehrsmittel der Wahl sein.

Zum 9-Euro–Ticket werde ich aber wohl doch zusätzlich noch einen eigenen Beitrag schreiben, weil da viele Menschen ein Statement zu abgeben, die gar nicht wissen, wovon sie reden und brav das nachquasseln, was Medien, Arbeitskollegen und der Nachbar des Neffen vom Onkel in ihrer Weisheit festgestellt haben.

Warum ausgerechnet diese Ziele?

Ich bin in Duisburg-Hamborn geboren, in Voerde am Niederrhein aufgewachsen und habe bis 2013 in Duisburg-Walsum gelebt, bis wir (ich, meine Frau und mein 3-köpfiger, mittlerweile erwachsener Nachwuchs) berufsbedingt nach Fürth im Odenwald gezogen sind. Meine beiden Mädels habe diese Tour bereits leicht abweichend schon vor einigen Wochen unternommen, für mich wurd’s nun einfach auch Zeit.

Meine Familie dort im Revier und auch sehr viele andere Menschen aus meinem Leben habe ich seit 9 Jahren nicht mehr gesehen, weil es irgendwie die Zeit nicht zugelassen hat. Obdach finde ich bei meinem Vater in Voerde, was die Sache natürlich ungemein entlastet.

Das sind also grob umrissen meine Motive, eine Stippvisite in die alte Heimat zu wagen.

Fürth, es geht losFürth, es geht los

Freitag, 12. August 2022, irgendwann gegen 9 Uhr am Morgen.

Wir starten zu Fuß, bepackt mit 2 Trolleys und 2 Rucksäcken Richtung Fürth Bahnhof. Kein Weg in entferntere Ziele führt hier an Weinheim oder Heppenheim vorbei, von dort aus kann man die Welt erreichen :mrgreen:

Mit dem 667’er Bus nach Heppenheim oder doch lieber nach Weinheim? Weinheim wäre normalerweise auch schon eine Zugfahrt, jedoch herrscht Schienenersatzverkehr, weil schlicht zu viele Lokführer erkrankt sind. Das an sich finde ich schon bemerkenswert, aber nun gut, ist halt so.

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Dies und das noch:

Mal wieder Stoff für den Bulli-Fimmel

T1-Samba-von-vorne Da steht da einfach ein T1-Samba vor mir

Man geht um eine Ecke in Heppenheim und ohne Vorwarnung, steht plötzlich der VW-Bulli vor einem.

Für Menschen mit  T1-Fimmel, durchaus ein Grund zur Freude :-)

T1-Samba-von-hinten

 

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Persönlicher Wochenrückblick – KW 17/18 2020 – Meine Top-5

Persönliche Top-5 der Nachrichten, SymbolfotoZeit für meinen persönlichen Wochenrückblick!

Gefühlt, gehört oder erlebt, ohne Garantie auf Richtigkeit, aus dem Bauch heraus.

 

KW 17/18 2020 – Meine Top-5:

Platz 1: Corona, also für die Einen mehr, für die Anderen weniger…

Platz 2: Maskenball beim Einkauf und dem ÖPNV. Also für jeden in ganz Deutschland nun doch. Weil, sollte ja nicht, also doch, aber erst jetzt, also seit gestern.

Platz 3: Teilöffnung für Teile von Schulen, für Teile von Schülergruppen, zur Teilhabe an irgendwas, mit hygienischem lernen. Also, der Idee nach. Weil, auch Eltern entlasten und so, wegen Job, auch Betreuung. Ja, Betreuung ist wichtig! Für manche Kinder, und manche Eltern, wenn alles passt.

Platz 4: Dieses und jenes Geschäft, darf wieder loslegen. Ganz vorsichtig, auch mit anfassen, auf keinen Fall aber mit Anspucken. Oh, Auto kaufen geht wohl auch wieder. Man muss es ja nicht zulassen. Allerdings kann man schon, nur noch nicht überall. Hier ein Link zu check24.de, da gibt es ein .pdf mit einer Übersicht, was wo funktioniert (funktionieren soll).

Platz 5: Immer mehr Leute kommen auf die Idee, sich irgendwie unter dem Deckmantel einer Krise mit Ideen hervorzutun, für die sie sonst verhauen worden wären. Ach ne, keine Krise, war alles nur in Quarantäne. Also, alles wie vorher, jetzt hat die Situation nur gezeigt, dass es ja gar nicht anders geht. Weil ja über Wochen gar nichts ging. 

Für die Dauer des Sonderzustandes, hier noch 2 Links. Einmal zur aktuellen Situation der Maßnahmen, dazu noch eine Übersicht, wie die offiziellen Infektionszahlen aussehen:

Link: Tagesaktuelles vom Bundesministerium für Gesundheit.

Link: Aktuelle Zahlen beim Robert Koch Institut. (Anmerkung: Mir geht es nur um Zahlen!)

Ohne Wertung, (fast) ohne Kommentar, einfach nur notiert :!:

 

 

 

Dies und das noch:

Lappen vor’s Gesicht!

Ein Haufen MaskenAb heute!

Nicht vergessen, seit Mitternacht ist es Pflicht, in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln Atemmasken zu tragen, sonst kann es teuer werden ;-)

50 (T)euros kann’s kosten, wenn man seinen Kram ohne Schutz erledigt.

Nicht, dass Ihr noch Viren aufsaugt oder durch die Gegend pustet!

Denkt dran, für die Heißgetränkefans, habe ich da noch eine Idee offen! :mrgreen: Natürlich sollte man auch alles richtig machen, jedenfalls so lange, bis es neue Erkenntnisse gibt.

 

 

 

Dies und das noch:

Mal eben die Tochter zur Arbeit fahren

Driving @nightDie Aufgabe

Meine beiden Mädels, sind aktuell auf Bus und Bahn angewiesen.

Da wir nicht sehr weit vom Bahnhof entfernt wohnen, ist dies eigentlich kein großes Problem. Beide arbeiten im gleichen Betrieb und in aller Regel, kann der öffentliche Personennahverkehr für die Arbeitswege genutzt werden.

Zumindest immer dann, wenn er denn auch Transporte vornimmt, was allerdings hier nicht der Fall war, später aber auch niemanden der Verantwortlichen, wirklich interessiert hat.

Jedenfalls ist es nun so, dass ich bzw. meine Frau dann Taxi spielen müssen, wenn der Weg von A nach B nicht bewältigt werden kann. Irgendwie scheint es aber so zu sein, dass bei absolut gleichen Voraussetzungen, der Weg mit Tochter B. irgendwie anders bestrahlt ist.

Spring mir vor die Haube, Kleines

Die erste merkwürdige Tour ist schon einige Wochen her, was die Sache aber nicht weniger merkwürdig macht.

Mein Start erfolgt an einem stinknormalen Samstag, um besagte Tochter von der Nachtschicht abzuholen. Ich rolle in Heppenheim so die Straße entlang, da springt eine Frau auf die Straße, nur wenige Meter vor meiner Motorhaube.

BREMSE!!!

Ich mache die Scheibe runter und brülle: „Hast Du den Knall nicht gehört? Weißt Du nicht, was für ein Papierkram dran hängt, wenn ich Dich in die Straße bügele?

Sie erzählt wirr etwas von Herzschrittmacher, Drainagen, Heppenheim und Krankenhaus. Ganz langsam humpelt dann auch noch ein Männlein heran, dem es augenscheinlich nicht gut geht. Er soll wohl zum Arzt, irgendwie aber ohne Rettungswagen. Nun ja, ich bin ein hilfsbereiter Mensch und nehme die beiden mit, es liegt fast auf meinem Weg. Zusammengefasst habe ich die Zwei dann an einer Tankstelle rausgelassen, wo wohl erst der Alkoholvorrat ergänzt werden muss, sehr aufschlussreich. Eine zweite Chance bekommt Ihr nicht, Lady, never!

Spring mir schon wieder vor die Haube, Kleines

Genau eine Woche später, muss ich die gleiche Tochter von der gleichen Arbeit abholen, jetzt allerdings um reichlich nach Mitternacht. Wir sind auf dem Rückweg und nur ein paar Meter weiter, wie beim ersten Vorfall. Aus dem Augenwinkel sehe ich etwas von der rechten Seite kommen, erneut ab auf die Bremse! Aus dem Nichts steht schon wieder ein Weiblein vor meinem Auto und schreit um Hilfe!

Sie geht zum Beifahrerfenster, Tochter macht das Fenster auf und fragt, was los ist. „Polizei, Mord, Totschlag, rufen Sie bitte die Polizei, ich bin überfallen worden, alles weg, Alarm, Hilfe„, höre ich nur, während ich versuche, irgendwie das Auto etwas an die Seite zu bewegen, ohne diese Dame da umzufahren. Tochter wählt schon den Notruf, man weiß ja nun nie, welche Gefahr die Frau erlebt hat, da braust zeitgleich ein komplett unbeleuchtetes Auto an uns vorbei, ganz knapp, ganz dunkel. „Das kann nur ein Traum sein!…„, denke ich mir, das war eng.

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6 Uhr und irgendwas… – Variante 2

Das Desaster mit dem FahrenErinnert Ihr Euch?

Da war doch vor ein paar Wochen schon mal…

Heute Tochter S., der Bus kommt nicht, kannst Du?

Natürlich kann ich, natürlich will ich lieber… Gähn! Ach ja, andere müssen auch mit 4 Stunden Schlaf auskommen, was soll’s.

Das 3. Mal, dass der liebe ÖPNV das hier durchzieht, ohne jede Ankündigung. Bei der Beschwerde wird es wieder heißen: „Der muss gekommen sein, Fahrer XYZ, steht doch im Dienstplan.“ Ja sicher, ist klar…

 

In diesem Sinne auf eine Neues: GUTEN MORGEN! Auch nen‘ Tässchen Kaffee?

 

 

Dies und das noch:

Gewissensgrauzone

Symbol BahnSituationen, Anstand und Respekt

Es gibt ja Momente im Alltag, da ist man zu jung, um alt zu sein. Vielleicht auch zu fit, um gebrechlich zu wirken. Unter Umständen lässt einen da auch die eigene Erziehung in einen inneren Konflikt geraten, der zum Handeln zwingt.

Die Situation

Ich bin, was eher selten vorkommt, mit der Bahn unterwegs und genieße die Gunst, einen Sitzplatz ergattert zu haben. Das Ding ist ansonsten wirklich proppevoll!

Mein Weg führt zum Arzt, aus verschiedenen Gründen fällt es mir schwer, längere Strecken zu laufen, auch Autofahren geht nicht wirklich vernünftig.

Um mich herum sitzen entweder deutlich betagtere Passagiere oder solche, die wahrscheinlich die 30 noch nicht erreicht haben. Mit meinem 50 Jährchen bilde ich vermutlich die goldene Mitte.

Bei einem Halt des Zuges steigt eine ältere Dame ein, die offenbar Probleme mit dem sicheren Laufen hat. Zunächst bemerke ich das gar nicht, aber nach einigen Sekunden Fahrt fällt mir anhand ihrer weißen Fingergelenke auf, dass sie sich nur mit großem Kraftaufwand, an einer Stange festhalten kann und auch sonst völlig überfordert wirkt.

Ich schaue im Kreis, niemand wird Anstalten machen, ihr den eigenen Platz anzubieten. Der eine Teil der Mitreisenden wäre selber nicht in der Lage, lange durchzuhalten und die anderen interessiert es schlicht nicht. Klar, ich könnte jetzt den großen Palaver anfangen, fühle mich aber im Moment nicht dafür zuständig, die versaute Erziehung Einzelner zu bemängeln. Nebenbei könnten ja auch die jüngeren gute Gründe haben, im Sitzen zu reisen.

Ich stecke in einer Grauzone meines Gewissens. Zwischen Respekt, Anstand und eigener Qual. Alleine weil ich der Meinung bin, weniger gebrechlich oder besser erzogen zu sein, wie der Rest rund herum.

Was mache ich also? Ich stehe auf und biete der Frau meinen Platz an, was sie auch dankend annimmt. Natürlich stehe ich nun hier, kann mich kaum gerade halten und erkläre mich selbst für bescheuert. Ich kann aber nicht anders. Verrückt, oder?