Fahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger! (Teil 4)
(Das ist ein mehrteiliger Artikel! Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und einem abschließenden Kommentar
)
Es ist Montag Morgen und zum ersten Mal seit Tagen (Wochen?) feuert nicht schon in der Frühe sie Sonne ins Zimmer. Eigentlich wollen wir bis morgen noch bei meinem Vater bleiben, das Wochenende war eh viel zu schnell vorbei.
Allerdings haben die vergangenen Tage auch gezeigt, dass wir uns für den Heimweg durchaus auf einiges gefasst machen sollten. Zusätzlich habe ich nur noch bis zum kommenden Sonntag Ferien und zu Hause ist durchaus noch einiges zu erledigen.
Darüber hinaus kann ich auch sagen, dass nach den mittlerweile rund 50 Kilometern, die wir seit Donnerstag Abend gelaufen sind, die Leistungsfähigkeit doch ein klein wenig nachgelassen hat ![]()
Kurzum, hauptsächlich wegen des erträglicheren Wetters entschließen wir uns, den Heimweg anzutreten. Wir legen uns bei gar nichts fest und werden auch nicht versuchen, bestimmte Verbindungen zu erreichen. Notfalls machen wir in den Städten eine kleine Sightseeingtour, ehe es weitergeht.
Rückmarsch
Der Plan:
Von Voerde mit dem RE 5 nach Koblenz und dann erst schauen, wie die nächsten Verbindungen zu erreichen sind.
Die Fahrt bis Koblenz sollte heute entspannter sein, da wir einen entscheidenden Vorteil haben:
Weil der RE 5 in Wesel erst frisch startet und anschließend nur in Voerde-Friedrichsfeld hält, ehe wir zusteigen müssen, sollte noch jede Menge Luft im Zug sein.
Ha, die Vermutung hat sich bestätigt. Wir können uns buchstäblich einen Platz aussuchen und haben sogar die Möglichkeit, ohne Stress unser Gepäck halbwegs koordiniert zu verstauen.
Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich seit Freitag in keinem Zug so weit durch den Gang schauen konnte.
Klar, das wird sich ändern, aber jetzt ist mir das relativ egal, wir haben unsere Plätze bis Koblenz gesichert, so nichts Unerwartetes mehr eintritt.
Ich halte es für eine gute Idee, doch noch mal die Toilette auszusuchen, eher der Zug wieder aus allen Nähten platzt.
Nun, manche Probleme entdeckt man im Detail.
Klokabine Nummer 1, lässt sich gar nicht erst öffnen, also ab in die andere Richtung bis eine weitere auftaucht.
Ich öffne die Tür, kriege fast Atemnot und würde am Liebsten wieder herausgehen. Da aber der Zug jetzt mit jedem Stopp voller wird, überwinde ich meinen Ekel, atme nicht durch die Nase und klappe den Toilettendeckel hoch.
Ich erspare Euch die Beschreibung, aber seid sicher, nach Essen ist mir in den kommenden Stunden nicht. Wie können Menschen nur so eine Fäkalschlacht veranstalten?
Alles rollt
Wie erwartet füllt sich der Zug mit jedem Halt mehr, die Gänge sind voll, das Drücken und Schieben ist Standard.
Derweil wage ich mal einen Blick in die DB-App, wie es wohl ab Koblenz weitergehen kann. Ich würde Frankfurt gerne vermeiden und via Mainz nach Mannheim ausweichen, allerdings steht da eine Meldung von einem Brand bzw. Feuer an oder auf der Strecke. Fährt da nun überhaupt ein Zug? Keine Ahnung …
Koblenz
Nach rund 2,5 Stunden erreicht der RE 5 Koblenz Hauptbahnhof.
Wir warten geduldig, bis die Masse im Zug an uns vorbei ist. Ich frage mich wirklich, warum manche Menschen so drücken und drängeln müssen, nur um in Richtung Tür zu gelangen. Ob man nun Nummer 50 oder 51 ist, ehe man durchkommt, spielt doch keine Rolle und schneller geht’s auch nicht.
Zusätzlich endet der Zug hier, wer also nicht direkt einen Anschluss bekommen muss, kann es gar nicht so eilig haben und, seien wir mal ehrlich, wann war denn in Zeiten des 9-Euro-Tickets ein Zug pünktlich? ![]()
Man kommt unter Umständen ohnehin selbst im Bahnhofgebäude nicht weiter, wenn vorne irgendein Vorfall alles ausbremst oder sich vielleicht auch nur jemand mal wieder dumm angestellt hat.
Der Grund für den Stau auf dem Bild?
Wir haben es nie erfahren. Aber nach den Erfahrungen in den Zügen der letzten Tage sind solch kuschelige Menschengruppen ohnehin ein gewohnter Anblick.
Das Foto schmeichelt der Situation allerdings ein wenig. Da wir ja nicht im Zeitdruck sind, haben wir uns etwas zurückfallen lassen. Ein paar Sekunden später stehen wir aber trotzdem mittendrin, weil ein paar Leute keine Zeit haben und versuchen müssen, schneller als der Rest hindurchzukommen. Natürlich ohne Erfolg, aber immerhin haben sie damit die Verstopfung wenigstens verschlimmert.













