Wie man langsam an höhere Lasten gewöhnt

Stromzähler, Geld und zugreifende Hand als Bild für das Abkassieren beim Strom. KI-generiertes BildDer Testlauf in die Taschen

(Vorsicht, länger! Ich könnte meinen Frust noch eine ganze Weile weiter runterschreiben …)

Es ist inzwischen schon fast beleidigend offen geworden, wie hemmungslos an der Leistung der Leute herumgefingert wird. Hier ein höherer Beitrag, dort die nächste Abgabe, an anderer Stelle weniger Entlastung, später ein neuer Vorwand, warum alles leider nötig, alternativlos und natürlich irgendwie gerecht sein soll.

Rente, Krankenkasse, Sprit, Heizung, Strom, am Ende ist es immer dasselbe Muster. Der Staat langt zu, erklärt das zur Verantwortung und erwartet auch noch, dass man den Vorgang für vernünftig hält.

Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht

Genau das ist der Punkt. Nicht die einzelne Maßnahme. Nicht nur die aktuelle Rechnung. Sondern diese offen zur Schau gestellte Selbstverständlichkeit, mit der man sich am Geld der Bürger bedient, um immer größere Baustellen, immer schrägere Prioritäten und immer neue politische Lieblingsprojekte zu finanzieren.

Was früher wenigstens noch vorsichtig kaschiert wurde, läuft heute mit deutlich dünnerer Tarnung. Die Masken sind nicht mehr wirklich dicht, aber offenbar reicht es immer noch.

Richtig interessant wird es dann dort, wo man merkt, dass diese Art des Abkassierens nicht erst gestern erfunden wurde. Das lief schon lange vorher an, nur leiser, vorsichtiger und in kleineren Portionen.

Nicht als offener Griff in die Tasche, sondern als Test. Wie weit kann man gehen, ohne dass der Laden richtig Krach macht. Wie viel lässt sich umlegen, verteuern, umbenennen und moralisch aufladen, bis aus Widerstand bloße Gewöhnung wird.

Tatort Steckdose

Beim Strom kann man diese Entwicklung besonders gut auseinandernehmen. Da wurde früh ausprobiert, wie belastbar dieses Land ist, wenn Kosten nur kompliziert genug verpackt, politisch sauber lackiert und Schritt für Schritt normalisiert werden. Die heutige Lage ist deshalb nicht der Anfang des Problems. Sie ist das Ergebnis eines langen Trainings.

Strom eignet sich dafür fast perfekt. Das Thema ist technisch genug, um viele Leute abzuhängen. Moralisch ist es hübsch lackierbar und politisch lässt es sich mit schönen Worten aufblasen. Also wurde probiert, geschoben, umgelegt, neu benannt und mit jedem Jahr ein Stück weitergedreht.

Das EEG kam schon 2000, der sichtbare Druck auf der Rechnung wurde dann in den Jahren danach immer klarer. 1998 lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis laut BDEW bei 17,11 Cent pro Kilowattstunde, 2024 bei 41,35 Cent. Der staatlich oder regulatorisch geprägte Block aus Steuern, Abgaben und Umlagen stieg im selben Zeitraum von 4,07 auf 11,89 Cent. Schon im Monitoringbericht 2008 der Bundesnetzagentur stand, dass der damalige Preisanstieg nur zu einem kleineren Teil auf den Zubau erneuerbarer Energien zurückging, der größere Teil lag bei Energiebeschaffung und Vertrieb. 2008 war also nicht der Start, aber ein ziemlich brauchbarer Marker dafür, dass der Testlauf sichtbar wurde.

Die eigentliche Frechheit

Es war nie nur eine simple Klimaerzählung, es war ein System aus Aufschlägen, Umlagen und Verschiebebahnhöfen. Für 2024 zerlegt der BDEW den Haushaltsstrompreis in 17,93 Cent für Beschaffung und Vertrieb, 11,2 Cent Netzentgelt und 11,91 Cent für staatliche Preisbestandteile wie Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, KWK, §19-Umlage und Offshore.

2026 liegt der Haushaltsstrompreis laut BDEW zwar niedriger, aber gerade dort sieht man den Trick sehr schön. Die Netzentgelte sinken auch wegen eines Bundeszuschusses, die EEG-Umlage ist seit Juli 2022 zwar auf null gesetzt, die Kosten der Förderung laufen seit 2023 aber aus dem Bundeshaushalt weiter. Bezahlt wird also weiter, nur nicht mehr unter derselben Überschrift.

Parallel lief die politische Dauerbeschallung. Merkel sprach 2013 von sauberer, sicherer und bezahlbarer Energie. Scholz sprach 2023 von sicherer, bezahlbarer und nachhaltiger Energie. Das Muster ist also nicht neu und auch nicht auf eine einzige Regierung beschränkt. Die Vokabeln bleiben hübsch, die Rechnung eher nicht.

Genau so wird Gewöhnung gebaut. Nicht mit einem großen Schlag, sondern mit Jahren aus Versprechen, Appellen und der immer gleichen Behauptung, am Ende werde alles vernünftig, modern und selbstverständlich auch bezahlbar.

Richtig schmutzig wird es bei den Positionen, die kaum jemand sauber auseinanderhält. Die Offshore-Netzumlage ist seit 2013 Teil des Strompreises.

Eingeführt wurde sie wegen möglicher Entschädigungen an Betreiber von Offshore-Windparks bei verspäteter Netzanbindung oder langen Unterbrechungen. Seit 2019 stecken dort zusätzlich auch Kosten für Errichtung und Betrieb der Anbindungsleitungen drin.

Das ist also kein kleines Randdetail, sondern ein weiteres Beispiel dafür, wie sich politische und systemische Kosten bequem auf die Rechnung schieben lassen. Gleichzeitig hat der Bundestag Anfang 2025 die Vergütung bei negativen Preisen für PV-Neuanlagen weitgehend zurückgefahren, weil temporäre Erzeugungsüberschüsse und negative Spotmarktpreise das System belasten. Auch dazu gibt es eine offizielle Zusammenfassung der Bundesregierung.

Anders gesagt: Selbst der Gesetzgeber räumt inzwischen ein, dass der Ausbau nicht automatisch elegant im Netz landet, sondern nachträglich wieder eingefangen werden muss.

Dann kommt der Teil, der einem Übelkeit bereitet

Deutschland war 2024 laut Fraunhofer ISE Nettoimporteur von Strom mit einem Importsaldo von 24,9 TWh. Wichtigstes Importland war Frankreich mit 12,9 TWh. Frankreich deckte 2024 wiederum einen großen Teil seiner Stromerzeugung mit Kernenergie.

Man kann also in Deutschland jahrelang Kernkraft moralisch auf Abstand halten und am Ende trotzdem Strom aus einem Land holen, das genau darauf massiv baut. Das ist kein Beweis für den Untergang des Abendlandes, aber schon ein sehr deutsches Kunststück. Gefährlich ist Atom dann offenbar vor allem auf der eigenen Karte. Hinter der Grenze wirkt derselbe Strom plötzlich deutlich entspannter.

Genau an der Stelle beginnt der eigentliche Trick. Der ganze Umbau wurde nie nur technisch oder wirtschaftlich verkauft, sondern moralisch aufgeladen. Nachhaltigkeit, Klimarettung, CO2, Zukunft, Verantwortung, immer dieselbe Liturgie. Damit ließ sich fast jeder Griff ins Geld sauber lackieren. Wer nach Kosten fragte, hatte angeblich das große Ganze nicht verstanden. Wer an Nutzen, Belastung und Verhältnismäßigkeit zweifelte, stand schnell als Bremser da. So wurde aus einer politischen Entscheidung kein offener Streit mehr, sondern ein Erziehungsprogramm mit Rechnung.

Baue Probleme, die du dann benennen kannst

Darum liegt der Punkt auch nicht darin, ob irgendwo einzelne Effekte benannt werden können. Der Punkt ist, dass auf dem Sockel einer behaupteten Dauergefahr ein System gebaut wurde, mit dem immer neue Belastungen als moralisch überlegen verkauft werden konnten. Nicht, weil der Bürger das alles nüchtern durchgerechnet und gut gefunden hätte, sondern weil man ihm beigebracht hat, Widerspruch als unanständig und Zahlen als Nebensache zu behandeln.

Genau so wurde aus teurer Energiepolitik ein vermeintlich edles Projekt. Zahlen wurden zweitrangig, Zweifel lästig, Kritik verdächtig. Hauptsache, die Verpackung klang nach Rettung, Zukunft und Verantwortung. Der unangenehme Teil steckte dann wie so oft im Kleingedruckten, also dort, wo man zwar bezahlt, aber politisch möglichst still bleiben soll.

Für Leute mit dünner Luft im Konto war das nie bloß ein Streit auf Podien. Die Bundesnetzagentur meldete für 2023 weiterhin gut 200.000 Stromsperrungen. Genau da endet jedes erhaben wirkende Gerede über Transformation, Akzeptanz und gesellschaftliche Mitnahme.

Wer im Dunkeln sitzt, hat von Sonntagsreden relativ wenig. Gerade deshalb wirkt der langsame Gewöhnungseffekt so übel. Erst wird verteuert, dann umverteilt, dann sprachlich beruhigt und am Ende soll das alles einfach normal aussehen.

Mein persönliches Fazit

Der eigentliche Testlauf bestand also nicht nur darin, Strom teurer zu machen. Getestet wurde auch, wie schnell sich ein Volk an neue Lasten gewöhnt, wenn man sie klein genug portioniert und oft genug als alternativlos verkauft.

Hier eine Umlage, dort ein Zuschlag, später ein Zuschuss aus dem Haushalt, damit derselbe Bürger den Mist nur an anderer Stelle wieder bezahlt. Dazu eine politische Landschaft, in der viele ihr Kreuz dort machen, wo es schon immer gemacht wurde, als wäre Wahlverhalten eine geerbte Küchenuhr. Vater so, Mutter so, Oma so, also wird das schon stimmen. Gerade diese Routine hält das ganze Schauspiel am Laufen.

Beim Strom kann man das besonders gut sehen, weil dort fast alles drinsteckt. Moral, Geld, Gewöhnung, Umetikettierung, Ausreden und am Ende eine ganz persönliche Rechnung, die oft mehr Wahrheit enthält als jede Regierungserklärung.

Die aktuelle Lage ist also nicht der Anfang des Problems. Sie ist nur das Ergebnis eines langen Trainings. Erst vorsichtig in die Tasche gegriffen, später mit wachsender Dreistigkeit. Heute wundern sich viele über die Summe. Der eigentliche Skandal ist, wie früh dieser Versuch begonnen hat und wie erstaunlich lange er funktioniert hat.

 

 

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Dies und das noch:

Wenn Familie plötzlich stört

Eimer mit Euro-Scheinen und Münzen, daneben ein Stethoskop und ein gelbes Emoji, das sich an die Stirn tippt.Erst gewollt, dann zu teuer

Es gibt diese Momente, da liest man etwas und merkt sofort, was hier eigentlich läuft.

Jahrzehntelang erzählt man den Leuten, Familie sei wichtig, Kinder seien unsere Zukunft und Zusammenhalt sei sowieso das große Zauberwort.

Dann bauen Menschen ihr Leben genau auf dieser Grundlage auf. Einer geht arbeiten, der andere hält den Laden zusammen, zieht Kinder groß, steckt zurück, organisiert, verzichtet, fängt auf. Eben das, worauf dieses Land in Wahrheit die ganze Zeit gebaut hat und was auch funtkioniert hat.

Später kommt dieselbe Republik um die Ecke und tut so, als sei genau dieses Modell plötzlich ein Fehler.

Warum?

Weil die Politik bemerkt hat, dass man mit mehr Steuerzahler*INNEN (Ja, JETZT muss ich gendern!) einfach mehr einsackt, mit dem man die Welt beschenken kann.

Aktuell wird ganz offen an der Familienversicherung für Ehepartner herumgedoktert. Die beitragsfreie Familienversicherung steht heute auf gesetzlicher Grundlage im System der GKV, und das Bundesgesundheitsministerium nennt für mitversicherte Angehörige 2026 eine Einkommensgrenze von 565 Euro im Monat.

Gleichzeitig hat die Finanzkommission Gesundheit am 30. März 2026 empfohlen, die beitragsfreie Mitversicherung für Ehegatten ohne Kinder unter sechs Jahren abzuschaffen. Im Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums vom 16. April 2026 steht daraus schon die nächste Stufe auf Papier. Für nach § 10 versicherte Ehegatten und Lebenspartner sollen Beiträge erhoben werden, während Kinder weiter beitragsfrei bleiben.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen

Da gibt es Frauen, die 20, 25 oder 30 Jahre ihres Lebens nicht in Karriere und Konsumsteigerung gesteckt haben, sondern in Kinder, Familie und Alltag. Deren Kinder heute längst selbst arbeiten, selbst einzahlen, selbst tragen.

Nur die Mutter soll plötzlich das Problem sein, weil sie dem Arbeitsmarkt nicht lückenlos zur Verfügung stand, stehen konnte, Pflichten übernommen hat.

Frauen, durchaus Mitte 50. Nach Jahrzehnten Familienarbeit. In einem Land, das so tut, als würde an jeder Ecke jemand genau auf solche Lebensläufe warten. Klar doch :roll:

Bei uns sieht das so aus

Meine drei Kinder sind alle um die 30 und zahlen längst selbst in die GKV. Geht man bei ihnen im Mittel nur von 250 Euro eigenem GKV Anteil im Monat aus, also von dem Betrag, den man auf der Abrechnung auch wirklich sehen kann, dann sind das 3.000 Euro im Jahr pro Kind.

Auf die bisherigen Arbeitsjahre nach der Lehre gerechnet sind das in der Summe heute rund 100.000 Euro. Nur der Teil, den man direkt auf den Lohnzetteln sieht. Wer seine Abrechnung lesen kann, weiß auch, dass da noch der Arbeitgeberanteil obendrauf kommt. Den könnt ihr euch gerne selbst noch dazurechnen, ihr dürftet in etwa auf die gleiche Summe noch einmal oben drauf kommen. Dass allgemeiner Beitrag und Zusatzbeitrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber grundsätzlich anteilig getragen werden, ist in der GKV kein Geheimwissen, sondern offizielle Regel.

Ermöglicht wurde das von einer Frau, die eben nicht gemütlich am Rand stand, sondern ihre Zeit, ihre Kraft und am Ende auch Gesundheit in Familie und Kinder gesteckt hat. Einer Frau, deren Reserven heute leider nicht einfach wieder jung werden, nur weil sich ein paar kalte Rechner in Berlin eine neue Gerechtigkeit ausgedacht haben.

Man merkt der Moral und oft leider auch dem Ergebnis in diesem Land längst an, welche Kinder wirklich in der Familie erzogen wurden und welche man über Jahre lieber ausgelagert hat.

Natürlich kann auch eine arbeitende Mutter drei Kinder haben. Das wird dann immer als Totschlagargument in den Raum geworfen, als wäre damit irgendetwas bewiesen.

Ist es nicht!

Ausnahmen gibt es immer, nur taugen Ausnahmen eben nicht als Maßstab für das, was im echten Leben bereits funktioniert. Die OECD verweist selbst auf die Bedeutung elterlicher Unterstützung beim Lernen, und das Bundesbildungsministerium nannte die PISA Ergebnisse 2022 für Deutschland besorgniserregend. Wer da ernsthaft behauptet, Nähe, Zeit und Erziehung im Elternhaus seien am Ende bloß romantische Nebensache, will sich die Realität schönreden.

Mama unter der Woche fast nur noch abends kurz zum Gute-Nacht-Sagen zu sehen, wenn überhaupt, als Fortschritt zu verkaufen, ist woker Dreck der Neuzeit. Die wenigen Ausnahmen bestätigen auch hier eher die Regel.

Genau das macht mich an dieser Nummer so sauer. Es ist nicht nur eine Beitragssache. Es ist Wortbruch. Menschen haben ihr Leben auf Regeln aufgebaut, die genau so gedacht waren. Erst wollte man dieses Modell. Heute will man die Rechnung anders schreiben.

Hier nehmen, dort verschwenden

Für Auslandsgeschenke, politische Lieblingsprojekte und jeden neuen Unsinn scheint in diesem Land zuverlässig noch irgendwo Geld zu liegen. Bei den eigenen Leuten wird dann plötzlich hektisch gerechnet. Genau mein Humor.

Werte Staatsverwalter, diese Frau hat der GKV Stand heute rund 100.000 Euro eingespielt, Arbeitnehmeranteil. Den Rest könnt ihr euch selbst dazurechnen, oder braucht ihr dazu wieder eine Expertenkommission?.

Ich erwarte, dass man sich an Gesetze hält, die Regierungen einst mit Ehre beschlossen haben.

Noch schöner wird es bei denen, die so etwas beklatschen, weil es angeblich gerechter sei. Hebt euch die Schadenfreude ruhig gut auf. Es kommt der Punkt, da greift dieselbe Logik auch an euren Hintern, denn dann ist das Geheule wieder groß.

 

 

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Sie regieren Dich überall!

Blick aus dem Auto auf die Autobahn mit Kaffeebecher, Wischerblick, wartenden Lkw und WC-Schild am Rastplatz, auf Grundlage eines eigenen Fotos mit KI ergänzt.Es gibt ihn, den persönlichen Mix aus Toilette und Regierung!

Warum?

Wenn ich längere Autofahrten, in meinem Fall also alles über 20 Minuten, vor mir habe, dann trinke ich früh wenig Kaffee, Klo-Drang, der eine oder andere kennt das wahrscheinlich.

Das hat zum einen die Folge, dass ich aufgrund von Koffeinmangel dann echt nicht pflegeleicht bin, zum anderen führt es dazu, dass ich mich auch gefühlt, so aus meinem Inneren heraus, zu nichts zu gebrauchen fühle.

Jetzt denkt ihr, ich bin völlig durchgeknallt, richtig?

Ja, bin ich, aber an anderen Stellen, also erkläre ich die Zusammenhänge mal. :mrgreen:

Sobald absehbar ist, dass ich etwas länger im Auto sitze, reduziere ich eben die Zufuhr von meinem persönlichen Treibstoff.

Nicht aus Vernunft, schon gar nicht aus Reife. Einfach, weil ich keine Lust habe, unterwegs irgendwann mit wachsendem Ernst zu überlegen, wo ich im Zweifel noch rechtzeitig an eine Toilette komme.

Disziplin Baby

Auf Landstraßen liegt die Lösung irgendwo zwischen Gelegenheit, Botanik, Mut und auch Glück, an Autobahnen gibt es natürlich Toiletten, weshalb ich auch eben diese bevorzuge. ;-)

Theoretisch. Unter der Woche, zu normalen Zeiten, klappt das oft noch halbwegs. Billiger wird es dadurch nicht, schon für einen ganz gewöhnlichen biologischen Vorgang darf man wieder Geld in die Hand nehmen. Einfach nur deshalb, weil der menschliche Körper sich leider nicht mit der Tatsache befasst, dass zum Einlass in das begehrte stille Örtchen gelöhnt werden muss.

Das Ding mit dem Gesetz und den Profis

Richtig dämlich wird es aber am Wochenende oder dann, wenn die Brummifahrer irgendwo stehen müssen, weil irgendeine Regel sagt, dass jetzt Feierabend ist.

Für Lkw über 7,5 Tonnen gilt sonntags und an Feiertagen ein Fahrverbot von 0 bis 22 Uhr. Im Juli und August kommt auf vielen Strecken samstags von 7 bis 20 Uhr noch eins dazu.

On top kommen die Lenkzeiten und Ruhezeiten: Nach spätestens 4,5 Stunden ist Pause fällig, täglich sind meist 9 Stunden Lenkzeit erlaubt, zweimal pro Woche 10.

Klingt nach Ordnung, führt nur dazu, dass sehr viele ziemlich gleichzeitig ziemlich dringend irgendwo hin müssen, wo sie stehen dürfen müssen. Tja, und das macht die Rastplätze voll, dicht, total zu.

Der eigentliche Witz an der Sache

Bin ich beruflich unterwegs, halte ich mich mit dem Kaffee ohnehin zurück, der Tag ist lang und man will sich ja nicht nur vom Bohnensaft ernähren, gell?

Aber nachts oder am Wochenende, also bei privaten Fahrten, bei denen man auch nach dem 3. Kaffee noch gar nicht weiß, dass man gleich fahren wird, DA gibt es dann WC-Roulette!

Rastplätze gibt es genug, aber klar

Nur spannend wird es dann immer, wenn wieder mit Stellplatzzahlen gewedelt wird, als wäre damit irgendetwas gelöst. Ein Stellplatz bringt genau dann etwas, wenn er da ist, wo der Fahrer ihn braucht, wenn seine Zeit am Limit ist.

Nicht zehn Kilometer zu früh. Nicht zwanzig zu spät. Nicht irgendwo, wo ein Schreibtischmensch später eine schöne Zahl in eine Tabelle drücken kann.

Die Autobahn GmbH schreibt selbst, dass im Umfeld der Autobahnen rund 82.500 Lkw-Stellplätze zur Verfügung stehen, 2023 aber trotzdem rund 19.600 gefehlt haben. Genau das ist der Punkt. Nicht nur zu wenig Platz. Zu wenig Platz dort, wo er im entscheidenden Moment gebraucht wird.

Genau so sieht deutsche Expertenkunst aus. Da entscheiden Leute über praktische Abläufe, die mit der Praxis ungefähr so viel zu tun haben wie ein Teelicht mit Flutlicht. Ein Bäcker ist auch ein Experte. Ich würde ihn trotzdem nicht über die Elektrik in meinem Haus entscheiden lassen. Wobei man fair sein muss. Wenn der in seinem Fach Mist baut, kann er die Beweise wenigstens aufessen. Keine Beweise, keine Vorwürfe.

Hier bleibt der Murks einfach stehen, wird mit ernster Miene zur Lösung erklärt und ich darf zusehen, wie selbst mein kümmerlicher Plan mit weniger Kaffee am Ende nicht mehr sauber funktioniert.

Streng genommen lässt mich die Regierung also durch die Hintertür nicht aufs Klo!

Ich hacke schon wieder auf der Regierung rum?

Ja, natürlich!

Weil da seit Jahren, eher seit Jahrzehnten, nichts mehr passiert, was dieses Land nicht ein Stück weiter in die Entwicklungshilfe treibt.

Jeden Tag ein neuer (Ein)Griff ins Klo

Und ja, vielleicht ist dieser Blogbeitrag nicht ganz ernst gemeint, vielleicht … :cool:

 

 

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Dies und das noch:

Neu ist nur das Theater der Empörung

KI-generiertes Symbolbild: Zeitung mit der Schlagzeile „Man ist empört!“Als noch irgendwer überrascht sein müsste

Ich habe eine Meldung gelesen und mich kein Stück gewundert.

Kerninhalt bei der Nachricht bei BR24: „Die Rufe nach (Steuer) Erleichterungen werden lauter„.

Wundert mich das?

Kein Stück!

Ich bin nicht mehr verwundert, schon lange nicht mehr.

Nicht über die Preise. Nicht über die Wut. Nicht einmal über das übliche Theater, das jetzt wieder aufgeführt wird, als hätte man soeben entdeckt, dass Leben in Deutschland Geld kostet. Mehr Geld kostet, als es zum Betrieb des Landes notwendig wäre.

Neu ist hier nicht die Belastung. Neu ist nur das Theater der Empörung, wenn das Zeug endgültig nicht mehr unter den Teppich passt.

Streng genommen läuft diese Nummer auch nicht erst seit über einem Jahrzehnt, sondern noch länger.

Spätestens 1993 war der Ton doch gesetzt, als Helmut Kohl 1993 sinngemäß sagte:

Eine erfolgreiche Industrienation lasse sich nicht als „kollektiver Freizeitpark“ organisieren.

Im noch bekannteren Satz vom 21. Oktober 1993 formulierte er dann: Man könne die Zukunft nicht dadurch sichern, dass man „unser Land als einen kollektiven Freizeitpark“ organisiere.

Das passt leider auch ziemlich gut zu dem politischen Grundgefühl, das danach immer wieder durchschimmerte. Die Leute draußen sollen gefälligst mehr schultern, mehr zahlen, mehr schlucken, und wenn sie irgendwann die Schnauze voll haben, stellt man sich hin und tut verwundert. Ganz großes Kino, nur ohne Popcorn. Popcorn wäre eh Luxus, also Kino, Freizeit, leben für’s arbeiten, soll ja nicht so dekadent sein, gell?

Beim Strom konnte man das zuletzt wieder hübsch besichtigen. Im Koalitionsvertrag 2025 stand noch ziemlich groß, dass es schnelle Entlastungen von mindestens fünf Cent pro Kilowattstunde geben soll und die Stromsteuer für alle so schnell wie möglich auf das europäische Mindestmaß sinken soll.

Als es dann ernst wurde, hieß es in der Regierungspressekonferenz vom 27. Juni 2025, das gehe eben nur in mehreren Schritten, der Finanzierungsvorbehalt gelte, finanzierbar seien aktuell drei Maßnahmen. Aus dem lauten Versprechen für alle wurde also wieder das bekannte deutsche Modell, groß ankündigen, klein einsammeln, augenwischerisch erklären.

Geliefert wurden dann für 2026 vor allem 6,5 Milliarden Euro Zuschuss zu den Netzentgelten, dazu die Abschaffung der Gasspeicherumlage und die dauerhaft niedrige Stromsteuer für produzierende Unternehmen sowie Land und Forstwirtschaft. Private Haushalte blieben bei der Stromsteuer außen vor.

Der Kanzler hat das später sogar selbst so gesagt, leider nicht für private Haushalte. Ehrlicher wird es dann immerhin mal kurz, auch wenn es den Zähler und Zahler zu Hause kein Stück beeindruckt.

Beim Sprit läuft derselbe Film, nur mit Zapfsäule

Seit April darf nur noch einmal am Tag erhöht werden, mittags um zwölf. Klingt erst mal nach Ordnung, nach Eingriff, nach „wir tun was“. Der ADAC meldete für März 2026 trotzdem beim Diesel den höchsten Monatsschnitt überhaupt, 2,164 Euro je Liter. Gleichzeitig führte das Modell laut ADAC zu Preisaufschlägen von fast acht Cent um 12 Uhr. Dann wird man also nicht mehr dauernd abkassiert, sondern pünktlich. Das ist natürlich fast schon Service, fragt sich nur, für welches Land.

Was mich daran nicht einmal am meisten aufregt, ist die politische Dreistigkeit. Die gehört ja inzwischen fast schon zur Grundausstattung. Tatsächlich schlimmer finde ich, dass es offenbar immer noch genug Menschen gibt, die diese Schallwellen aus Politiker-Mündern wirklich glauben.

Trotz all der Jahre. Trotz all der Verpackungstricks. Trotz der immer gleichen Nummer, bei der Entlastung draufsteht und am Ende wieder der normale Zahler dumm aus der Wäsche guckt.

Für mich ist das auch deshalb kein neuer Film, weil ich genau diesen Mist schon vor über zwölf Jahren auf meiner „michael-floessel.de“ kritisiert habe, als es den Desasterkreis noch gar nicht gab. Zum Beispiel hier:

Neu ist hier gar nichts

Neu ist nur die Verpackung, das Theater, das betretene Gesicht und die aufgesetzte Anteilnahme, wenn Leute irgendwann nicht mehr mitspielen wollen. Fast bitterer ist nur, dass noch immer genug Publikum im Saal sitzt und ernsthaft glaubt, diesmal käme aus dem Mund der Politik etwas anderes als warme Luft mit Preisschild.

Bei all dem bin ich  eher amüsiert, weil ich recht gut immer schon vorher wußte, was wohl kommen wird. Klappt auch heute noch … ziemlich gut sogar. Und ja, nicht nur bei der Politik ;-)

 

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Dies und das noch:

Regieren – vorne blenden, hinten treten!

KI-Symbolbild: Geier im Würgegriff, davor Geld und ZapfpistoleDas ist kein Zufall!

Ostern ist vorbei, aber während der Feiertage habe ich mir mal das eine oder andere angesehen, was gerade so in den Nachrichten auftaucht. Plötzlich war mir danach, mal zu schauen, was eben NICHT in dicken Schlagzeilen steht.

Zwangsläufig fängt dann der Kopf an, auch alle anderen Dinge zu beleuchten, die einem beim Scrollen so auf die Netzhaut projiziert werden.

Gedanken

Es ist schon bemerkenswert, worauf in diesem Land zuverlässig der Scheinwerfer gehalten wird.

Vorne irgendein digital aufgepumpter Aufreger, die nächste künstlich hochgezogene Empörungsnummer, das übliche Brot-und-Spiele-Gezappel für ein paar Stunden Medienbetrieb zur Meinungsmache und Ablenkung.

Hinten laufen Dinge durch, die ganz real in Freiheit, Alltag und Geldbeutel eingreifen. Nicht als großes Getöse, sondern als nüchterne Gesetzesänderung, als höherer Satz, als stiller Griff ins Portemonnaie. Nicht heimlich, nein, aber so schön leise, dass man es eben einfach durchwinken kann.

Während also an jeder passenden Symbolfigur tagelang herumempört wird, jung, digital verwertbar und politisch brauchbar, und bei echtem Dreck erstaunlich schnell wieder der Deckel draufkommt, laufen die wirklich harten Dinge angenehm leise mit. Darf es ein bisschen sexuelle Empörung sein? Bitte nicht am digitalen Lack kratzen, da könnte Rost zum Vorschein kommen … ;-)

Neue Pflichten. Neue Belastungen. Neue Zumutungen. Für die, die morgens aufstehen, arbeiten, tanken, heizen und diesen Laden überhaupt noch finanzieren.

Ohne große Bühne

Ein schönes Beispiel dafür steht seit dem 1. Januar 2026 schwarz auf weiß im Wehrpflichtgesetz.

Männliche Personen brauchen für einen Auslandsaufenthalt von mehr als drei Monaten eine Genehmigung, solange ihre Wehrpflicht nicht ruht. Parallel dazu läuft der neue Wehrdienst an, inklusive verpflichtender Erfassung für junge Männer. Das ist keine krumme Internetgeschichte, das ist amtlicher Stoff. Nur eben ohne große Bühne. Nur betrifft es eben nicht viele, darum juckt es eben wenig.

Erinnert sich noch jemand an den Aufriss, der gemacht wurde, als die Wehrpflicht abgeschafft wurde? War praktisch für so manche männliche Wählerstimme im passenden Alter, gell?

Noch so’n Ding

Ein zweites Beispiel ist noch banaler und genau deshalb so schön leise. Zum 1. Januar 2026 sind die Beitragsbemessungsgrenzen in Kranken- und Rentenversicherung gestiegen. In der gesetzlichen Krankenversicherung ging es von 5.512,50 auf 5.812,50 Euro im Monat hoch, in der Rentenversicherung von 8.050 auf 8.450 Euro.

Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung laut Bundesgesundheitsministerium von 2,5 auf 2,9 Prozent, und als wäre das noch nicht genug, haben zum Jahresbeginn laut Bundesgesundheitsministerium gleich 43 Krankenkassen ihre Beitragssätze erhöht.

Das ist kein Stoff für tagelange Empörungswellen, kein Brennpunkt, kein moralisches Theater.

Auf der Lohnabrechnung steht es trotzdem. Leise, pünktlich und ziemlich zuverlässig zu Lasten derer, die morgens arbeiten gehen und diesen Laden am Laufen halten.

Ich will hier keine Endlosliste erstellen, aber wer sich wundert, wo immer mehr von seinem erarbeiteten Einkommen versackt, kommt nicht drumrum, sich ein bisschen zu informieren, würde vielen Wahlberechtigten ohnehin guttun …

Für die Show laut, für die Wiederwahl leise, so läuft das eben.

Zahlen, die wehtun

Beim Geld läuft das Spiel genauso, nein, schlimmer.

Ausgerechnet die Bundesregierung selbst wirbt für 2026 mit rund 160 Euro Entlastung bei Strom und Gas für einen Musterhaushalt.

Klingt nett. Klingt ordentlich. Klingt so, als sei man auf der Seite der Leute. Nur ist das eben wieder so eine Zahl aus dem Prospekt. Die echten Belastungen kommen nicht als freundlicher Jahreswert mit Schleife, sondern beim Tanken, beim Heizen und am Ende des Monats.

By the way, wer sorgt eigentlich seit Jahren dafür, dass genau diese Preise politisch immer weiter unter Druck gesetzt werden, um dann später so zu tun, als seien 160 Euro Trostpflaster schon eine große Entlastung?

Du kommst ja nicht drumrum

Damit das nicht wieder in irgendeiner weichgekochten Durchschnittszahl versandet, reicht ein ziemlich normaler Fall. Kein Luxus, kein Wochenendgekurve, kein Spaßverkehr. Nur Arbeit und Heizen.

Gerechnet ist mit 20 Kilometern einfacher Strecke zur Arbeit, also 40 Kilometern am Tag, 230 Arbeitstagen im Jahr wegen 30 Tagen Urlaub und einem Dieselverbrauch von 8 Litern auf 100 Kilometer.

Macht 9.200 Kilometer und damit 736 Liter Diesel im Jahr, nur für den Arbeitsweg. Dazu kommen 2.000 Liter Heizöl. Mehr nicht, das ist stellenweise eher schon die freundliche Variante des Alltags.

Und bei der Rechnung kriege ich große Augen

2025 lagen die Kosten dafür noch bei 3.017,70 Euro.

Mit dem Stand von Anfang April 2026 landet derselbe Fall plötzlich bei 4.929,78 Euro.

Nicht mit mehr Fahrerei, nicht mit größerer Wohnung, nicht mit irgendeinem Extrawunsch, sondern für denselben Arbeitsweg und dieselbe Heizmenge.

Unterm Strich sind das also 1.912,08 Euro mehr als noch 2025.

Es gibt Menschen, bei denen ist das ein Monatsgehalt. Also quasi, wo es das noch gibt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld zusammen, nur in die falsche Richtung.

Für denselben Arbeitsweg. Für dieselbe Heizmenge. Für denselben Alltag, wenn man die Preise von jetzt hochrechnet und die Tatsache berücksichtigt, dass niemand wirklich daran denkt, irgendetwas Sinnvolles zur Entlastung beizusteuern.

Kein noch so frecher, dummer und auch anmaßender Vorschlag ist bestimmten Personen in Berlin zu peinlich.

Und genau an der Stelle wird das Gerede von Entlastung zur blanken Verhöhnung

Die von der Bundesregierung selbst beworbenen rund 160 Euro decken in diesem Beispiel nicht einmal ein Zehntel dessen ab, was an realer Mehrbelastung schon wieder draufliegt.

Es bleiben also trotz dieses hübsch präsentierten Trostpflasters noch rund 1.752 Euro Mehrbelastung stehen. Allein beim Heizöl liegen zwischen 2025 und dem jetzigen Niveau 1.338 Euro. Beim Diesel für den reinen Arbeitsweg noch einmal gut 574 Euro. Für dieselbe Strecke. Für dieselbe Heizmenge. Für denselben Alltag.

Und selbst bei den groß angekündigten Hilfen kam eben oft nicht das an, was vorher vollmundig versprochen wurde. Der Bayerische Oberste Rechnungshof hält für den Energiesperren-Schutzschirm fest, dass von 25,5 Millionen Euro vorgesehener Härtefallhilfe am Ende nur 265.000 Euro ausgezahlt wurden. Der Vollzug kostete 1,4 Millionen Euro, also ein Mehrfaches der eigentlichen Hilfe. Das muss man auch erstmal schaffen. Groß helfen wollen und am Ende mehr Verwaltung als Hilfe produzieren.

In Baden-Württemberg wird 2026 noch immer an einem Ausgleich für Corona-Soforthilfen herumgedoktert. Das Antragsportal soll erst im vierten Quartal 2026 öffnen. Anders gesagt, Jahre später ist das Thema noch immer nicht sauber vom Tisch. Von punktgenau angekommenen Entlastungen zu reden, ist da schon ziemlich sportlich.

Wenn die nächsten Ideen auch noch kommen

Noch schöner wird es bei dem, was zusätzlich schon offen diskutiert wird. Nicht beschlossen, aber eben auch nicht aus der Welt. Beim Ehegattensplitting ist ziemlich klar, wen eine Einschränkung besonders träfe. Vor allem Alleinverdiener-Familien. Das Institut der deutschen Wirtschaft schreibt das selbst ziemlich deutlich. Wer also so tut, als gehe es da nur um irgendeine elegante Reform für mehr Gerechtigkeit, erzählt nur die halbe Geschichte.

Bei der kostenlosen Familienversicherung für Ehepartner ist ebenfalls schon offen im Gespräch, sie zu kippen. Im Raum steht ein Mindestbeitrag von rund 225 Euro im Monat. Macht 2.700 Euro im Jahr, nur damit die Gattin weiter mitversichert wäre. Der Arzt wäre dann nicht weg. Kostenlos wäre er aber plötzlich auch nicht mehr. Darüber berichtete zuletzt auch das Handelsblatt.

Dann ist da noch die Mehrwertsteuer. Auch da muss man gar nicht verkünsteln. Wenn der Satz steigt, steigt er auf den Nettopreis, fertig. Aus 1.000 Euro netto werden bei 19 Prozent 1.190 Euro brutto. Bei 22 Prozent wären es 1.220 Euro. Macht 30 Euro mehr. Aus 2.000 Euro netto werden 60 Euro mehr. Im Jahr also 360 oder 720 Euro zusätzlich. Und das natürlich nicht auf freundliche Wohlfühlpreise, sondern auf Sprit, Heizöl, Handwerk, Reparaturen und Dienstleistungen, die ohnehin schon völlig überzogen sind. Politisch beschlossen ist das bislang nicht. Aber schon das laute Nachdenken darüber zeigt die Richtung. Erst denkt man laut nach, später heißt es dann, es sei leider alternativlos. Über solche Gedankenspiele wurde zuletzt auch im Tagesspiegel berichtet.

Reduziert auf das, was bleibt

Unterm Strich ist die Botschaft doch längst klar. Lebt damit. Fahrt weniger, friert leiser, zahlt mehr und seid dankbar, wenn irgendwer dazu noch eine freundlich gelayoutete Grafik mit angeblicher Entlastung herumzeigt. Von dort kommt am Ende nicht Hilfe, sondern vor allem die nächste Erklärung, warum man jetzt eben verzichten, verzichten und noch mal verzichten soll.

Am Ende bleibt genau dieser Eindruck. Vorne blendet man, hinten tritt man. Mal mit neuer Pflicht, mal mit höherem Beitrag, mal mit Sprit- und Heizkosten, die längst jeden normalen Rahmen verlassen haben. Das ist kein Zufall. Das ist Methode. Und dass dieser Politikbetrieb die Realität des normalen Bürgers noch ernsthaft im Blick hätte, glaubt inzwischen auch nur noch, wer solche Prospektzahlen wirklich für Hilfe hält.

 

Wie gut, wenn dann passend ein Wal strandet (und Ostern kommt, ist oder war…) ;-)

 


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Dies und das noch:

Wenn der Staat plötzlich rechnen kann

Eimer mit Euro-Scheinen und Münzen, daneben ein Stethoskop und ein gelbes Emoji, das sich an die Stirn tippt.Für alles ist Geld da

Nur bei denen, die einzahlen, da wird gespart.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell dieser Politikbetrieb plötzlich rechnen kann, wenn es um die eigenen Leute geht.

Jahrelang wird Geld in alle Richtungen geworfen.

Für Haltung, Prestige, Förderung, Weltrettung und den üblichen Berliner Selbstbeweihräucherungsladen.

Sobald es aber um Familien hier geht, wird aus dem großen Gönnerstaat schlagartig der knauserige Erbsenzähler. Jetzt soll also ernsthaft an die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern ran. Rund 225 Euro im Monat stehen im Raum. Betroffen wären laut GKV rund 2,46 Millionen Ehe- und Lebenspartner.

Macht unterm Strich bis zu 6,642 Milliarden Euro im Jahr.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen

Dieselbe Republik, die Peru 2024 neue Mittel von 352,5 Millionen Euro zugesagt hat, steckt davon 20 Millionen Euro in Radwege in Lima und weitere 24 Millionen in Radwege in anderen Städten dort. Für den Ehepartner hierzulande wird dann plötzlich die Stirn in Sorgenfalten gelegt, als wäre das Land wegen ein paar Milliarden kurz vor dem Offenbarungseid. Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber diese Art Regierung war nie meine. Vor 21 Jahren nicht, heute nicht, und einen plötzlichen Erkenntnisblitz erwarte ich da auch nicht mehr.

Noch hübscher wird es, wenn man weiterblättert. Für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz wurden 2024 in Deutschland 6,7 Milliarden Euro ausgegeben. Zufall oder Ironie des Schicksals, das liegt ziemlich genau in der Größenordnung dessen, was man sich bei den mitversicherten Ehepartnern holen würde. Es ist also nicht so, dass kein Geld da wäre. Es ist nur zuverlässig da, solange es nicht um die Leute geht, die hier morgens aufstehen, arbeiten, tanken, einkaufen und den ganzen Laden bezahlen dürfen.

Baue Dir schicke Zahlen

Beim politischen Betrieb selbst ist das Rechnen übrigens auch eher eine saisonale Disziplin. 630 Abgeordnete sitzen im 21. Bundestag. Die monatliche Entschädigung liegt bei 11.833,47 Euro, die steuerfreie Aufwandspauschale bei 5.467,27 Euro. Zusammen sind das hochgerechnet rund 130,8 Millionen Euro im Jahr, nur für diese beiden Posten. Da wird nicht gespart. Da wird verwaltet, angepasst und freundlich weitergereicht. Beim Ehepartner des Beitragszahlers entdeckt man dagegen auf einmal den harten Kurs. Klar. Wo denn auch sonst.

Dasselbe Theater kennen wir vom Sprit

Da wird einem seit Jahren erzählt, man müsse die Preise eben ertragen, für das Klima, für die Zukunft, für das gute Gefühl im Berliner Altbauviertel. Faktisch liegen auf Benzin schon jetzt 65,45 Cent Energiesteuer pro Liter. Insgesamt lag der Steuer- und Abgabenanteil bei Benzin 2025 im Schnitt bei rund 64 Prozent. Dazu kommt, dass der CO2-Preis 2026 weiter steigt. Man melkt also jeden, der auf Auto und Alltag angewiesen ist, und verkauft das dann als höheren Sinn.

Das Schönste an dieser Nummer ist aber wie immer die Selbstüberschätzung. Deutschlands Anteil an den globalen energiebedingten CO2-Emissionen lag 2023 laut IEA bei 1,58 Prozent. China lag bei 32,1 Prozent, die USA bei 12,72 Prozent, Indien bei 7,97 Prozent. Trotzdem wird hier so getan, als hinge das Weltklima am deutschen Handwerker, der morgens zur Arbeit fährt und abends noch den Einkauf heimschleppt. Genau diese Mischung aus Abkassieren, Belehren und Selbstgerechtigkeit geht mir inzwischen gründlich auf den Keks.

Wer sparen will, soll bei Symbolpolitik, Auslandsförderung ohne Bezug zum hiesigen Alltag, Fehlanreizen und diesem satten Politapparat anfangen.

Familien als Sparschwein zu entdecken, ist keine Reform. Das ist einfach nur frech. Und dumm! :roll:

 

     

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Sprit frisst Geld, Parken nimmt den Rest

Parkautomat im Messeparkhaus mit Tagesticket für 20 EuroPremiumbenzinpreise und Stehen de luxe

Manchmal reicht ein einziges Foto, und der ganze Irrsinn ist komplett erzählt.

Da fährt man zu einer Messe, stellt den Wagen im Parkhaus ab und denkt sich erstmal nichts weiter. Anfahrt, Sprit, voller Tag, viel los. Reicht ja eigentlich schon. Doch dann kommt der Automat und zeigt, dass noch Luft nach oben ist.

Erst an die Zapfsäule, dann an den Automaten

Das ist ja das eigentlich Schöne an der Sache.

Erst fahrt ihr los und werdet an der Tankstelle schon sauber erleichtert. Egal ob Benzin oder Diesel, billig ist da längst nichts mehr. Danach kommt das Parkhaus auf der Messe und schaut offenbar, ob vom Rest auch noch was zu holen ist.

Richtig unerquicklich wird es für die, die mehrere Messetage mitnehmen. Da ist das nicht mehr einfach nur ein teurer Stellplatz, da wird aus ein paar Tagen Aufenthalt schnell ein kleiner Nebenkriegsschauplatz fürs Portemonnaie.

Fair wäre irgendwie anders

Genau das nervt ja daran.

Auf einer Messe ist man nicht automatisch den kompletten Tag. Manchmal reichen ein paar Stunden völlig aus. Trotzdem wird behandelt, als hätte man den Stellplatz von morgens bis abends in Beschlag genommen. Das ist schon eine besondere Art von Großzügigkeit, nur eben in die falsche Richtung.

Teuer ist nicht einfach nur teuer

Es wird ständig so getan, als wären diese Spritpreise einfach Schicksal, Weltmarkt, Pech gehabt. Das ist natürlich bequem, aber eben nicht die ganze Wahrheit. Ein gewaltiger Teil des Preises besteht aus Steuern, Abgaben und Aufschlägen. Der Staat hält also nicht nur die Hand auf, er hat sie längst fest eingebaut.

Dazu kommt der übliche Verkaufston, warum das alles angeblich nötig sein soll. Klima, Lenkung, Verantwortung, Zukunft, irgend so was. Klingt auf dem Papier immer herrlich edel. An der Kasse bleibt davon nur teuer übrig.

Diesel, das frühere Wundermittel

Besonders schräg ist der Blick auf Diesel.

Es ist noch gar nicht so furchtbar lange her, da wurde Diesel vielen als die clevere Lösung verkauft. Sparsamer, günstiger, sinnvoll für Vielfahrer, praktisch das kleine Heil aller Verbrennerfreunde. Dann wurde politisch draufgehauen, gesellschaftlich die Nase gerümpft und beim Preis ist von dem alten Vorteil inzwischen auch nicht mehr viel übrig.

Heute zahlt man vielerorts auch da Summen, bei denen man sich fragt, wann genau aus dem angeblich vernünftigen Antrieb ein weiteres Luxusproblem geworden ist.

Wenn schon arm, dann bitte komplett

So sieht es doch aus.

Erst frisst das Tanken Geld, dann nimmt das Parken den Rest. Und weil der Spaß bei Kraftstoffen nicht endet, trifft die ganze Nummer über Heizöl auch noch das Zuhause. Man kann also unterwegs zahlen und daheim gleich weitermachen. Effizienz können sie.

Mobilität ist hier längst kein normales Thema mehr. Aber nett gemacht! Du sollst flexibel sein, gearbeitet wird auch zu wenig, krank werden ist eine Frechheit für die Gesellschaft und überhaupt kostet das Volk zu viel Geld. Also, malocht gefälligst, damit ihr konsumiert, damit der Steuerrubel rollt.

Es ist ein Dauerspiel aus Preisen, Aufschlägen, Steuern und Ausreden. Erst wird das Fahren teuer gemacht, dann das Stehen gleich mit. Und irgendwo erklärt euch bestimmt wieder einer, warum das alles vernünftig sein soll.

Natürlich wieder nur mein Senf, is‘ klar, oder? ;-)

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Dies und das noch:

Verkehrsschilder – Könnte es so sein?

Verkehrsschilder - Könnte es so sein?Was einem eben so beim Fahren durch den Kopf geht

Wer hier öfter liest (ja, das scheint es echt zu geben!) kennt meine Einstellung zu random eingerichteten 30er-Zonen und ähnlichem Theater.

Mittlerweile vergeht kaum ein Quartal, in dessen Verlauf nicht eine halbwegs zügig befahrbare Strecke künstlich zur Lärm- und Stauzone umgemodelt wird, weil da plötzlich nur noch die Bremse zählt.

Wobei ich allerdings auch mal Positives erwähnen will: Die neue 30er in Groß-Bieberau ist tatsächlich sinnvoll, nur morgens um halb sechs, da isses Quatsch ;-)

Kopfkino

Jedenfalls habe ich ja politisch gesehen eine recht klare Meinung zu all dem, was sich seit Anfang der 2000er Jahre hierzulande so dem Bürger eröffnet.

Deshalb gehe ich nicht unbedingt immer davon aus, dass bestimmte Entscheidungen wirklich einem Fortschritt dienen, aber lassen wir das ;-)

Gedanklich ergibt sich bei mir folgendes Szenario

Sagen wir mal, da sind 3 Parteien am Start, die über Maßnahmen zur Kontrolle des Straßenverkehrs in einer Sitzung vor sich hin planen.

Sagen wir weiter, die Damen und Herren stammen aus folgenden Vereinigungen:

Partei 1: ABB (Absolout Blödsinnige Beschlüsse)

Partei 2: SSAM (Sozial Sollen Andere Machen)

Partei 3: IMF (Irgendwas mit Farbe im Namen)

 

Irgendwie entsteht dann in meinem Kopf ein Gespräch

ABB: „Was Besonderes im Straßenverkehr?“

SSAM: „Ja, die Unfallzahlen sind gesunken!“

IMF: „Toll, die Co2-Abgabe wirkt!“

ABB: „Warum gesunken?“

SSAM: „Vornehmlich, weil die Autos sicher sind als früher.“

ABB: „Blöd, das können wir nicht zugeben.“

IMF: „Das kommt nur durch die CO2-Abgabe!“

ABB: “ :roll:

SSAM: “ :roll:

IMF: „Ihr nehmt uns nicht ernst …“

ABB & SSAM: “ :Doch, doch … “

ABB: „Also, wir müssen was tun, damit die Leute sehen, dass wir was tun!“

SSAM: „Klar, das ist ja der Punkt unserer Arbeit!“

IMF: „Genau! Aber es muss auch in den Zeitgeist passen und Einnahmen generieren!“

ABB: „Also irgendwas mit Umwelt, Sicherheit oder Verkehrswende?“

SSAM: „Am besten alles auf einmal, dann gibt’s keinen Widerspruch!“

IMF: „Ich hätte da eine Idee! Wir machen einfach irgendwo eine neue 30er-Zone!“

ABB: „Super! Aber wo?“

SSAM: „Egal, Hauptsache, es gibt eine schöne Begründung!“

IMF: „Wir könnten sagen, dass es da mal vor 20 Jahren fast einen Unfall gab und eine Gefahr für die Zukunft besteht, weil ja so lange nichts passiert ist!“

ABB: „Oder dass dort demnächst jemand wohnen könnte!“

SSAM: „Oder dass es statistisch gesehen irgendwann mal regnet, dann wird es ja rutschig!“

IMF: „Oh ja, und dann noch irgendwas mit Klima!“

ABB: „Klasse! Dann haben wir das beschlossen!“

SSAM: „Ein Hoch auf die Demokratie!“

IMF: „Ein Hoch auf die Verkehrswende!“

ABB: „Ein Hoch auf uns!“ *Hier bitte geistig das Geräusch von ploppenden Sektkorken einblenden*

Gegebenenfalls auftretende Übereinstimmungen mit der Realität wären natürlich reiner Zufall, das wollte ich noch betont haben :mrgreen:


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Wahlen: Meckern oder nutzen?

Wahlen: Meckern oder nutzen?Bald: Wahlen!

Es ist mal wieder so weit: Die Wahlen stehen an!

Die Plakate hängen, die Slogans klingen hohl und irgendwie hat man das Gefühl, dass sich an der allgemeinen Misere trotzdem nichts ändert. Aber eins steht fest, die Zeit wird knapp! Wer noch nicht gewählt hat, sollte langsam in die Hufe kommen!

Meckern ohne Wahl? Schwierig!

Jetzt mal ehrlich, man kann Wahlen doof finden, ihnen misstrauen oder der Meinung sein, dass sich eh nichts ändert. Ich gehöre da sicher nicht zur euphorischen Fraktion. Wie war das noch? „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.

Jepp, das hat was. Trotzdem, gar nicht zu wählen und sich dann über die Ergebnisse aufzuregen, ist in etwa so, als würde man hungrig vor einem Buffet stehen und sich darüber beschweren, dass man nichts auf dem Teller hat.

Wahlkampf-Pantomime

Wobei, seien wir ehrlich, der eigentliche Zirkus beginnt doch schon vorher. Wahlplakate mit grinsenden Gesichtern, hohle Versprechen, die eher an Horoskope als an echte politische Inhalte erinnern und ein Schauspiel, bei dem alle so tun, als würden sie knallhart gegeneinander kämpfen, nur um sich nach der Wahl doch wieder den Sandkasten zu teilen.

Ich hab dazu ja schon mal die Kompetenz und das Vertrauen an jeder Laterne zur Kenntnis genommen ;-)

Immerhin sind jetzt an Getränken die Verschlüsse fest, damit Müll vermieden wird, da kommt es auf ein paar tausend Plakate natürlich nicht an …

Fazit, wählen oder schweigen

Klar, ich traue dem ganzen Wahlsystem auch nicht über den Weg. Trotzdem nutze ich meine Stimme!

Nicht weil ich glaube, dass plötzlich alles besser wird, sondern weil ich dann zumindest das Recht habe zu sagen, „Ich habe an dieser Stelle meinen Teil getan.

Also, geht wählen!

Die Uhr tickt und nachher ist es zu spät. Dann bitte auch ohne Gejammer, wenn’s nicht so läuft, wie ihr wollt. :mrgreen:

 

  

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Umfragen: Wer wird denn da befragt?

Frage nur, wenn Du auch eine Antwort willst! (KI generiert)Frage nur, wenn Du auch eine Antwort willst!

Ansonsten stelle sicher, dass die Antwort dem entspricht, was DU hören möchtest :mrgreen:

Es ist wieder soweit, habe ich ja gestern schon dezent festgestellt – Wahlkampfzeit!

Plötzlich tauchen sie überall auf: Umfragen!

„Laut einer aktuellen Umfrage…“ – ein Satz, der scheinbar jede These untermauern kann.

Gelegentlich gibt’s eine Quelle dazu, oft genug bleibt die im Dunkeln. Und die Rahmenbedingungen? Nun ja, dagegen kann man das Rezept für Coca-Cola direkt als frei zugänglich bezeichnen.

Das Seltsame daran

Kaum jemand kennt jemanden, der jemals an einer dieser „repräsentativen“ Umfragen teilgenommen hat.

Und falls doch:

  • Wer fragt?
  • Warum wird gefragt?
  • Welche Fragen wurden genau gestellt?
  • In welchem Umfeld?
  • Welche Antwortmöglichkeiten gab es überhaupt?

All das bleibt meistens so unklar wie ein Nebelschleier über heißem Kaffee, nur, dass man bei dem weiß, was es ist.

Besonders spannend wird es, wenn man genauer hinsieht. Viele dieser Umfragen sind nicht etwa neutral erhoben, sondern stammen von Akteuren mit sehr spezifischen Interessen. Und siehe da, die Ergebnisse passen oft verdächtig gut zu deren gewünschtem Narrativ.

Selbst wenn eine Umfrage tatsächlich sauber durchgeführt wurde, kommt es immer darauf an, wie sie präsentiert wird. Zahlen lassen sich wunderbar in die gewünschte Richtung deuten. Und wenn die Antwortmöglichkeiten bereits clever vorgegeben sind, kann immerhin kein für den Profiteur unpassendes Ergebnis herauskommen.

Mir fällt das in diesen Tagen noch stärker auf. Kein abschließendes Fazit, nur eine Beobachtung.

Mein Gedanke am Schluss

Wer wird eigentlich gefragt – und wer bekommt die Antworten serviert? ;-)

 

  

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