Schirmständerkunst

StandkunstEine vergängliche Skultpur

Draußen auf dem Hof, also irgendwie am und im Garten:

Sie: „Was’n das?

Ich: „Ein altes Handtuch auf dem Sonnenschirmständer?!

Sie: „Willst Du das so lassen?“

Ich: „Warum nicht, das ist Kunst!“

Sie: :shock:

Ich: „Schirmständerkunst!“

Sie: „Nimm das weg!“

Ich: „Ganz große Gartenkultur!“

Sie: „SOFORT!“

So schade :mrgreen:

 

 

 

In der Ambulanz – der beinahe vierte Kontakt!

Frau beim Doc...Stand der Dinge

Der Montag, der 20.7., soll nun endlich Fakten liefern. Nach 1,5 Wochen ist es ja vielleicht nicht zu viel verlangt wissen zu wollen, ob die Ehefrau nun operiert werden muss und, wenn ja, was da genau geschieht. Nicht weniger interessant wäre auch Informationen zum Verlauf danach. Überhaupt sind Antworten eine schlechte Idee, außer einem Paar Krücken und einem Vakuumschuh, haben wir nämlich eigentlich nichts bekommen.

Der Weg führt allerdings zu unserer Hausärztin. Vielleicht kann sie ja mit den spärlichen Informationen etwas anfangen, immerhin halten wir einen Bericht vom Radiologen und eine CD mit CT-Bildern in den Händen.

Frau Doktor schaut sich die für sie relevanten Daten an, „Das sieht stark nach Operation aus…„; bemerkt sie. Da sie allerdings auch keine Expertin in diesem Bereich ist, folgt nun ein erneuter Anruf im Krankenhaus. Immerhin sollten wir ja am Freitag schon von deren Seite angerufen werden, irgendjemand sollte ja vielleicht inzwischen eine belastbare Meinung haben. Persönlich frage ich mich, ob der Oberarzt wohl immer noch im OP steckt…

Unsere Ärztin wählt eine Nummer, legt auf, wählt eine andere und wartet. Es kommt irgendwann tatsächlich ein Gespräch auf. Ja, Nein und vielleicht – viel kann man so als Nebendransitzer nicht erahnen. Es wird erläutert und auch erwähnt, dass der Geduldsfaden auf der Patientenseite schon über die Belastungsgrenze hinaus gespannt ist. Das Telefonat endet, wir werden ins Bild gesetzt. „Der Ambulanzarzt ruft sie zeitnah zurück. Wenn nicht, melden Sie sich kurz wieder hier in der Praxis, dann schauen wir, welchen Schritt wir weiter gehen können. Überlegen Sie sich aber schon, wo die OP stattfinden soll. Vermutlich werden Sie ja nicht in dieses Krankenhaus gehen wollen, oder?„, ist die Aussage unserer Ärztin, mit der wir nun den Heimweg antreten.

Unruhe

Rein zufällig treffen wir Tochter B. vor der Praxis, sie muss zur Arbeit und ihr Bus fährt direkt auf der anderen Straßenseite. Als wir ihr so die aktuelle Situation erklären wird mit klar, dass aus einer wagen Hoffnung, praktisch gerade eine gegenteilige Tatsache geworden ist. Ich mein, wer glaubt denn jetzt noch daran, dass hier irgendwas von alleine verheilt?

Der Heimweg verläuft eher schweigsam, jeder hängt den eigenen Gedanken nach. Immerhin heißt eine OP auch, dass es wieder neue Unwägbarkeiten gibt, eine Menge organisiert werden muss, von der Angst vor dem eigentlichen Eingriff, noch gar nicht zu reden.

Wieder Zuhause, wieder warten?

Daheim angekommen. Was nun? Erst mal Kaffee und Luft holen. Wir sind allerdings noch nicht damit fertig die Schuhe auszuziehen, bei Sandra ist’s ja eh nur einer, als auch schon das Telefon klingelt, augenscheinlich die Nummer des Krankenhauses. OK, was wird da nun folgen?

Ich hebe ab, höre die nicht ganz unbekannte Stimme samt Akzent des Arztes und nach der Begrüßungsfloskel ist das erste, was ich wirklich bewusst aufnehme der Satz: „Eine Operation ist nicht notwendig!

Wow!

Ich gebe meiner Frau den Hörer, die Details sollte ja ohnehin sie kennen und klären. Nebenbei stellt sich dann noch heraus, dass die Spritzen, welche nur für 10 Tage verschrieben waren, für die komplette Genesungszeit beibehalten werden müssen. Na, nett, dass wir das auch erfahren. Also, wieder los, Rezept auftreiben und zur Apotheke, wo ich sicherlich zweimal hin darf, die Dinger waren schon am ersten Tag nicht in „unserer“ Dosierung vorrätig.

Aber das ist eigentlich auch alles erstmal egal: keine OP!   

Es dauert ein bisschen, bis die Neuigkeiten auch wirklich meine Realität erreicht, bis Erleichterung aufkommt.

In zwei Wochen soll sich nun ein Orthopäde um Kontrolle kümmern, der Termin ist bereits bestätigt. Dann mal hoffen, dass der auch zufrieden ist, wir haben uns nämlich entschlossen, jemanden außerhalb dieses Krankenhauses zu wählen.

 

 

 

 

In der Ambulanz – der dritte Kontakt!

In der Ambulanz!Es soll wohl einfach, nicht so einfach sein

Tja, nach dem eigentlichen Notfallbesuch und dem folgenden Anruf, ist es nun der Tag des CT. Der Untersuchung die offenbart, ob da nun was geschnitten und repariert werden muss.

Der Weg ist das Ziel

10 Uhr am 17.7., Freitag, vielleicht die Stunde der Wahrheit. Wir sind reichlich früh dran, es ist eben schlecht zu kalkulieren, wie viel Zeit Sandra auf Ihren Krücken so für die Wege benötigt. Obwohl ich Sorge um unsere finanziellen Rücklagen habe, entschließe ich mich, wieder auf dem Kurzzeitparkplatz zu parken. 1,50 € für die halbe Stunde – da geht es hin, das Familienerbe. Wie aber, soll meine werte Frau denn sonst von A nach B kommen? Immerhin kann ich den Wagen ja später vielleicht wieder umsetzen, unter Umständen geht es ja auch schnell.

Wir humpeln, also SIE humpelt, ich schleiche nebendran, nun zur Anmeldung des Krankenhauses. Heute keine Schlange, nichts. Am Schalter sitzt dieses Mal ein Herr. Frau gibt ihm den Papierkram von der Hausärztin, er schaut kurz drauf, schüttelt den Kopf und meint nur „Ne!„. Ich schau, Frau schaut, er schaut. „Da müssen Sie da um die Ecke, in die Radiologie. Hat man Ihnen das nicht gesagt?„, fragt er mit dem Unterton der Überzeugung von Menschen, denen das schon 1000x passiert ist. Ich schüttle, den Kopf. Ich habe allerdings auch keinen Nerv auf lange Diskussionen ohne Sinn, weswegen ich darauf verzichte ihm zu sagen, dass der Doktor der Ambulanz nach Rückfrage, ausdrücklich „hier bei uns im Hause“ bestätigt hat. Mit etwas Verständnis in der Stimme sagt der Pfortenmensch nur noch: „Sind ja nur ein paar Schritte“, „Ja, für Sie!“; entgegne ich.

Sandra und ich ziehen also los. Raus aus dem Gebäude, über den Vorplatz und an einem anderen Gebäude vorbei. Immer wieder Päuschen machen, die Schulter meiner Frau sind echt am Limit, die Krücken sind schon eine Last, bis man sich dran gewöhnt hat. Wir kommen um eine weitere Gebäudeecke und ich staune nicht schlecht – Baustelle! Die letzten 20 oder 30 Meter, geht es über eine notdürftig angelegte Schotter- und Rollsplittstrecke. Ausgerechnet! In meinem Kopf setzt sich schon ein Kopfkino aus rutschenden Krücken und strauchelnden Vakuumschuhen zusammen. Was für eine Scheiße! Vor allem schon deshalb, weil ziemlich ersichtlich ist, dass es eine Verbindung zwischen dem Klinikgebäude und dieser Einrichtung hier gibt, optisch jedenfalls. Egal, ich hinterfrage das jetzt nicht, wir müssen da nun hinein. Schritt für Schritt also Krücke aufsetzen, Frau sicherheitshalber abstützen und dem Ziel nähern. Zum Glück hat sie den Bogen schnell raus, wir kommen an. Es ist jetzt 9:40, wir haben noch reichlich Zeit.

Jetzt folgt Routine. Papier abgeben, Infos erhalten, im Wartebereich Platz nehmen – Im Gegensatz zu dem, was bisher auf diesem Gelände zu erleben war, wirkt alles sehr professionell. Ich muss allerdings wieder raus, kann nicht dabei bleiben. Wirklich wundern tut’s mich nicht, mehr will ich gar nicht dazu sagen.

Weiterlesen

In der Ambulanz – der (fast) zweite Kontakt!

In der Ambulanz!Es hätte alles so einfach sein können…

Der erste Schreck ist überwunden, Tochter B. hat inzwischen Zuhause das Essen improvisiert, mit dem Einkaufen wurde es ja nun nichts und mit dem Kochen an sich, wird es bei meiner Frau wohl auch noch eine Zeit lang auch nichts. Mindestens sechs Wochen kann sie wohl einrechnen, bis ernstzunehmende und eigenständige Ausflüge zu Fuß möglich sind. Immerhin sind die Schmerzen dank des Vakuumschuhs und Ibuprofen erträglich. Ibus als 400er, die haben wir noch eben selber geholt, aus dem Krankenhaus gab es zum Thema Schmerzen nicht eine Silbe. Trotz Nachfrage nicht, wie eigentlich bei allen Fragen.

Der Anruf

So ziemlich genau beim Abräumen des Geschirrs klingelt das Telefon. Ich schaue aufs Display und ahne bei der angezeigten Vorwahl schon nichts Gutes. Ich hebe ab. Wieder liege ich richtig, vom anderen Ende der Leitung her, erklingen Worte wie: „Hallo, hier Krankenhaus XXX, Sie waren ja heute bla bla Oberarzt, CT, Operation, Radiologie, Termin, wieder, Ambulanz, waren weg und haben nicht mitgenommen!„, mehr kann ich so auf einen Schlag nicht zuordnen. Immerhin war ja meine Frau bei diesem Herrn in Behandlung und nicht ich. Die ganze Szene ist doch für diejenigen, die nicht mit rein durften nur eine medizinische Blackbox.

Darüber hinaus kann ich den Doktor auch nur sehr schlecht verstehen, ihm zuzuhören ist wirklich anstrengend. In der Regel gehöre ich nicht zu den Menschen, die damit ein Problem haben, aber bei medizinischen Erklärungen muss ich doch zumindest verstehen können, was wichtig für mich ist. Vielleicht ist noch wichtiger, dass MEINE Fragen und Aussagen sicher verstanden werden. Überhaupt könnte hier auf meiner Seite auch der Paketbote zuhören, so viel zum heiß geliebten Datenschutz. Ist mir eigentlich reichlich egal, ich muss nur gerade an das entsprechende Geschiss vor den Theken der Ärzte denken. Ich mein, dass ich NICHT die Frau F. bin, sollte schon der Klang der Stimme rüberbringen. Allerdings keimt in mir auch die Frage auf, ob ich nicht hätte nach dem Oberarzt fragen sollen. Vielleicht steckt der arme Mann ja immer noch im OP? Was, wenn der da gegen seinen Willen festgehalten wird?

Weiterlesen

In der Ambulanz – der erste Kontakt!

In der Ambulanz!Es könnte alles so einfach sein…

Ich möchte Euch jetzt einfach eine kleine, vielleicht sogar reale, Geschichte erzählen. Einfach so, aus einem gewissen Bedürfnis heraus.

Die Vorgeschichte

Meine Frau hat am Donnerstag vor 9 Tagen morgens das Haus verlassen, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Kurze Zeit später klingelt mein Handy. Kennt Ihr das, wenn in diesem Moment schon irgendwie alle Alarmlampen aufleuchten? Ja? Eigentlich ist es hier nicht so ungewöhnlich, wir telefonieren auch gelegentlich. Irgendwie habe ich aber gewusst, dass da jetzt nix Gutes kommt.

Jedenfalls war der Satz: „Ich bin auf der Treppe gefallen und kann nicht laufen, kannst Du mich abholen?„, nicht das, was man hören möchte. Ich lasse also alles stehen und liegen, springe ins Auto und los.

Was ein Anblick bei der Ankunft. Auf der Treppe vor dem Geschäft sitzt ein Haufen Elend der Ehefrau, betüttelt von der Ladeninhaberin. Also Auto abstellen, Frau einsammeln und ab zum Arzt. Eigentlich schauen wir uns solche Blessuren immer erst in Ruhe an, meistens reichen ja ein bisschen Ruhe und Salbe aus, um wieder alles ins rechte Lot zu bringen. Diesmal ist aber klar, da muss ein Arzt dran! Was in den paar Minuten so anschwillt, kann vielleicht auch explodieren!

Lasset die Doktorspiele beginnen!

Beim Hausarzt wird schnell ersichtlich, hier muss unter die Haut geschaut werden. Während die Überweisung für das Krankenhaus aus dem Drucker flattert, die große Überlegung, wohin geht’s?

Die Frau hat echt dicke Schmerzen, dass Hospital des geringsten Misstrauens ist weiter weg. Näher dran ist das, mit dem schlechten Ruf, es soll aber eben auch schnell Hilfe her. Wir entscheiden uns trotz Bedenken zu Option zwei. Erfahrungsgemäß ist ein übler Ruf nicht immer gerechtfertigt, man kann ja auch Glück haben. Hier war noch niemand von uns, vielleicht gewinnen wir ja einen völlig anderen Eindruck.

Gut 30 Minuten später beginnt der Kampf mit der Ankunft. Habt Ihr schon versucht, einen direkten Weg, der lange Fußstrecken vermeidet, einen kurzen Weg zur Ambulanz oder wenigstens an die Anmeldung zu finden? Tja, wenn man nicht gerade im Krankenwagen kommt, ist das wohl auch scheißegal. Wer noch aufrecht stehen kann, muss eben schauen, wie er klarkommt.

Weiterlesen

Daumen drücken!

Fuß-AuaZum CT

Ich hatte ja kurz erwähnt, dass meine Frau sich mit einer Treppe angelegt und den Streit verloren hat.

Heute ist nun das im ersten Beitrag erwähnte CT fällig, mal sehen, wie der Stand der Dinge ist.

Wer immer einen Daumen freihat, kann den gerne drücken, dass der Knochen einfach nur verheilen muss und alle Skalpelle dort bleiben können, wo sie gelagert werden.

An dieser Stelle auch einen großen Dank für all die Genesungswünsche, wir haben und wirklich gefreut! :-)

 

 

 

Unverhofft kommt oft oder Glück im Unglück…

Fuß-AuaBesser nichts planen, gell?

Man hat an einem Tag dieses und jenes vor, die Frau geht einkaufen und alles geht seinen normalen Gang.

Bis, tja, bis dann das Telefon geht, die Angetraute mitteilt, dass sie die Treppe nicht auf dem normalen Wege verlassen hat und der Rest des Tages wird von Ärzten, Schmerzen und der Notaufnahme bestimmt.

Nicht falsch verstehen! Ich bin heilfroh, dass es, neben ein paar Abschürfungen, „nur“ das Fersenbein erwischt hat, es hätte schlimmer kommen können. Angebrochen ist es wohl, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass Schmerz und Einschränkungen in den nächsten Wochen bei ihr zum Alltag gehören. Es ist nebenbei erstaunlich, wie stark ein Fuß anschwellen kann :shock:

Ich hab’s ja schon mal gesagt: Wenn es der Frau schlecht geht, ist das einfach beschissener, als wenn man selber flach liegt.

Update:

Und dann geht das Telefon und man bekommt mitgeteilt, dass ja vielleicht doch noch irgendwas und lieber noch ein CT und in den kommenden Tagen

 

Der wahre Grund der Lauchblüten

LauchblütenUrsachen und Wirkung

 

Na, ich habe ja gestern was zu den Lauchblüten geschrieben, die sich so unerwartet im Wasserglas entwickelt haben.

Wahrscheinlich habe ich doch Tomaten auf den Augen.

Der Lauch

 

Es war wohl abzusehen, dass der Herr Lauch, nachdem er durch sein Gejammer auf Frau Lauch getroffen ist, irgendwann wieder zum Thema wird.

 

Frau Lauch

 

Nun ja. SO gesehen, wundern mich die biologischen Folgen nicht mehr :mrgreen:

 

 

 

 

 

 

Preußische Tugend?

SilverCrest (SBH 5.0 A1)Falsche Sprache

OK, eigentlich ist der Artikel wieder ein Merker für mich persönlich. Sollte allerdings noch jemand so ein Klemm-es-hinters-Ohr-Headset benutzen, so eines von SilverCrest (SBH 5.0 A1) und mit Blutetooth, dann kommen er oder sie ja vielleicht auch in die Situation, dass dieses Teil plötzlich in einer fremden Sprache kommuniziert.

Die Ansagen meine ich natürlich, ehe wieder einer meckert. Das ich selber schuld bin, wenn die Medien nach anderen Nationen klingen, kapiere ich gerade noch selber :mrgreen: Schlimm ist das auch nicht, aber komisch klingt es ;-)

Abhilfe:

Headset aus.

Große Taste lange drücken, bis zum Pairing.

Dann Lautstärke +, mit jedem Druck eine Sprache weiter.

Unschön:

Jetzt kommt der preußische Punkt, die Stimme.

Französisch: Eine dezent rauchige Dame.

Italienisch: Erotischer Timbre in einer Frauenstimme.

Englisch: Leicht distanzierte Weiblichkeit.

Deutsch: Klassischer deutscher Beamter Mann aus der Verwaltung. Nur ein Klingone wäre noch wirkungsvoller!

WTF? :shock:

Mit dem eigentlichen Headset bin ich übrigens zufrieden. Nicht, dass Missverständnisse aufkommen.

 

 

 

 

 

Ein entspannter Filmabend – Extended Version

Disc - Dark - desasterkreis.deNix mit Nickerchen!

Jetzt denkt man ja, egal ob Film oder Schläfchen, der Abend kann und soll ruhig enden.

Irgendwie kommt aber in Dir eine Unruhe auf, die Dich wieder aufwachen lässt. Es ist so dieses eigenartige Gefühl, etwas vergessen zu haben.

Der Minutenzeiger der Uhr vermeldet das deutliche Überschreiten der 22 Uhr Marke, der Film läuft noch. Ein Timing, welches kaum perfekter sein könnte. Tochter B. hat auch bald Feierabend, alle haben dann Ruhe.

Ich stutze! „Sag mal, bis wann muss Tochter B. heute?„, frage ich sicherheitshalber meine Holde. „Bis 0 Uhr, wie immer an den Tagen, mit der Schicht bis Mitternacht!„, verkündet das Eheweib. Ich frage kurz, ahnungsschwanger: „Wie kommt die nach Hause?“ „Du hast gesagt, Du holst sie ab.„, höre ich.

Ich ziehe mich dann gleich mal an…

 

Ein entspannter Filmabend

Disc - Dark - desasterkreis.deFilmabend?

So ein Samstag am Osterwochenende bietet ja, gerade in der aktuellen Situation, eine Menge Potenzial, einen wirklich gemütlichen Filmabend zu starten. Zwei Feiertage folgen, die Möglichkeiten an außerhäusiger Aktivität sind überschaubar, wir sind aber ohnehin eher häusliche Typen.

Ich frage also in der Familie im Kreis, wer denn mitmacht, immerhin sind wir zu fünft. Schnell kristallisiert sich heraus, dass meine Frau und ich da wohl im Duett bleiben, einer will nicht, eine andere muss Sonntag früh raus und Tochter B. ist eh aus dem Rennen, die hat Schicht bis Mitternacht. Also nur die Angetraute und ich.

Was sollen wir überhaupt gucken?

Das ist ja immer DIE Frage in solchen Fällen. Was von DVD oder Blu-Ray, Streaming oder aus den Tiefen der Festplatte? Film oder Serie, etwas neues oder doch lieber einen der Lieblingsstreifen? Wählst Du etwas Neues, besteht die Gefahr, dass mindestens drölfzig neue Versuche notwendig werden, um etwas Erträgliches zu finden. Nimmst Du was Bekanntes, könnte es sein, dass sich ein sehr früher Nachtschlaf einstellt. Nun, es muss eben sorgfältig abgewogen werden. Wir haben uns auf ‚nicht neu, aber auch noch nicht auswendig gelernt‚, geeinigt. Ein 3,5 Stunden Schinken wird es.

Der Abend kommt

Die Unruhen des Abendessens sind vorüber, so langsam kann man seine Festung auf der Couch einrichten. Ein Getränk hier, die Knabberkleinigkeit dort, so soll es gelingen. Der Fernseher ist bereits warmgelaufen, die Schublade am Player wartet darauf, eine Scheibe entgegenzunehmen.

Tüdel Tüdel Tüdel – Das Telefon schlägt an.

Wer ist das denn? Bert, Paul, Ulli, Sabine oder Gretchen? Völlig egal! Schön das wer anruft aber: MUSS DAS JETZT SEIN?

Ach, lass‘ bimmeln. Der Blick auf das Display sagt nichts aus, was aber nicht viel heißen muss. Seit das Festnetztelefon immer mehr zur Deko wird, habe ich längstens nicht mehr alle Nummern eingespeichert. Egal, wenn es wichtig ist, werden er oder sie, sich bestimmt noch mal melden. Allerdings… Ich mein, es KÖNNTE ja jetzt schon wichtig sein. OK, ich geh‘ ran.

Hi, Kurt hier, wir haben uns ja lange nicht mehr gesprochen!„, trällert es mir entgegen. Ich, für mich persönlich weiß auch, warum das so lange her ist. Wir haben uns nämlich eigentlich nichts zu sagen. Kann es sein, dass ich so dermaßen langweilig bin, dass selbst die größten Schnarchnasen sich nur bei mir melden, wenn sogar bei denen Stillstand herrscht? Egal, man will ja nun niemanden kränken, etwas Besseres als mit „Ja, ich weiß. Wie kommts, dass Du an meine Nummer gedacht hast?„, fällt mir aber nicht ein. Voller Stolz wird mir berichtet, wie meine Nummer im alten Handy gefunden wurde und man nun ja mal schauen könnte, was der alte ‚Penner‘ denn so treibt. :shock: Für mich ist das Gespräch gerade, quasi schlagartig, noch uninteressanter geworden. Ich nutze meine Fähigkeiten der Wortspielerei und überzeuge diesen Störenfried nach ein paar Minuten davon, dass ich gerade leider keine Zeit habe. Ich weiß nicht, ob er dahinterkommt, dass „Ich muss das Ostergras entwirren!„, eine eher plumpe Ausrede ist aber, hey, eigentlich ist mir das auch scheißegal. OK, das wäre geklärt!

Es könnte losgehen…

Die Frau hat die kleine Verzögerung genutzt, um schon den Film vorzubereiten. Das Format stimmt, die Sprache stimmt, das Menü wartet nur noch, auf den finalen Knopfdruck. In 3 – 2 – 1 wird alles wie geplant beginnen. Der Finger nähert sich der Play-Taste und just in genau diesem Moment, meldet sich meine Blase. „Warte noch…„, sage ich, „Toilette, Du verstehst?„, was soll ich auch anderes behaupten und machen? Frau schaut verständnisvoll in meine Richtung, vielleicht war da auch eine kleine Spur Augenrollen zu erkennen.

Es geht los!

Das finale Ziel ist erreicht! Der Film flimmert, der Tee gluckert in mich hinein und vor Freude diebisch grinsend, genieße, nein feiere ich, diese extrem faule und dekadente Abendaktivität. Was soll auch jetzt noch stören?

Es kommt, wie es kommen muss

Das Sofa ist extrem bequem, es ist kuschelig warm und der Film wirklich gut. Allerdings brennen die Augen ein wenig. Es kann ja eigentlich nicht schaden, mal für ein paar Sekunden die Lider zu schließen. Nein, nein, nicht richtig fest! Nur eben, um die Augen etwas zu entspannen. So, sind schon wieder auf, kann jeder sehen! Allerdings, angenehmer war es schon, so mit Döppen zu. Vielleicht noch eine Minute? Ne, dann verpennste wieder den halben Abend! Andererseits, was soll’s? Ist doch eigentlich egal und der Film lässt sich doch immer wieder einlegen. Ich mein, so ein kleines Nickerchen wird ja wohl erlaubt sein? Wenn auch nur der Idee nach…

;-)

 

 

Der gute Wille zählt, oder?

desasterkreis.de - Das SaunatuchGedisst

Ich habe so ein großes Handtuchdingens, was man nach dem Duschen benutzt und eben benötigt, wenn man ein klein wenig mehr Körperoberfläche bietet. Genau dieses Teil, ein Saunatuch ist es wohl, sagte irgendwer, lege ich gerade zusammen. Ordentlich, so denke ich. Immer Hälfte auf Hälfte auf Hälfte, ich halte das für korrekt.

Meine Frau sieht mir zu, schweigend.
Ich falte weiter.
Sie zieht eine Augenbraue hoch, schweigend.
Ich sage: „Das macht man jetzt so!“
Sie nimmt mir das Tuch weg, schweigend.
Sie entfaltet und faltet neu. Es sieht nun anders aus. Ich fühle mich komisch. Sie schweigt.

So werden Innovationen schon im Keim erstickt!

 

:mrgreen:

 

 

Mal eben die Tochter zur Arbeit fahren…

Driving @nightDie Aufgabe

Meine beiden Mädels, sind aktuell auf Bus und Bahn angewiesen. Da wir nicht sehr weit vom Bahnhof entfernt wohnen, ist dies eigentlich kein großes Problem. Beide arbeiten im gleichen Betrieb und in aller Regel, kann der öffentliche Personennahverkehr für die Arbeitswege genutzt werden. Jedenfalls immer dann, wenn er denn auch Transporte vornimmt, was allerdings hier nicht der Fall war, später aber auch niemanden der Verantwortlichen, wirklich interessiert hat.

Jedenfalls ist es nun so, dass ich bzw. meine Frau dann Taxi spielen müssen, wenn der Weg von A nach B nicht bewältigt werden kann. Irgendwie scheint es aber so zu sein, dass bei absolut gleichen Voraussetzungen, der Weg mit Tochter B. irgendwie anders bestrahlt ist.

Spring mir vor die Haube, Kleines

Die erste merkwürdige Tour ist schon einige Wochen her, was die Sache aber nicht weniger merkwürdig macht.

Mein Start erfolgt an einem stinknormalen Samstag, um besagte Tochter von der Nachtschicht abzuholen. Ich rolle in Heppenheim so die Straße entlang, da springt eine Frau auf die Straße, nur wenige Meter vor meiner Motorhaube. BREMSE!!! Ich mache die Scheibe runter und brülle: „Hast Du den Knall nicht gehört? Weißt Du nicht, was für ein Papierkram dran hängt, wenn ich Dich in die Straße bügele?“ Sie erzählt wirr etwas von Herzschrittmacher, Drainagen, Heppenheim und Krankenhaus. Ganz langsam humpelt dann auch noch ein Männlein heran, dem es augenscheinlich nicht gut geht. Er soll wohl zum Arzt, irgendwie aber ohne Rettungswagen. Nun ja, ich bin ein hilfsbereiter Mensch und nehme die beiden mit, es liegt fast auf meinem Weg. Zusammengefasst habe ich die Zwei dann an einer Tankstelle rausgelassen, wo wohl erst der Alkoholvorrat ergänzt werden muss, sehr aufschlussreich. Eine zweite Chance bekommt Ihr nicht, Lady, never!

Spring mir schon wieder vor die Haube, Kleines

Genau eine Woche später, muss ich die gleiche Tochter von der gleichen Arbeit abholen, jetzt allerdings um reichlich nach Mitternacht. Wir sind auf dem Rückweg und nur ein paar Meter weiter, wie beim ersten Vorfall. Aus dem Augenwinkel sehe ich etwas von der rechten Seite kommen, erneut ab auf die Bremse! Aus dem Nichts steht schon wieder ein Weiblein vor meinem Auto und schreit um Hilfe! Sie geht zum Beifahrerfenster, Tochter macht das Fenster auf und fragt, was los ist. „Polizei, Mord, Totschlag, rufen Sie bitte die Polizei, ich bin überfallen worden, alles weg, Alarm, Hilfe„, höre ich nur, während ich versuche, irgendwie das Auto etwas an die Seite zu bewegen, ohne diese Dame da umzufahren. Tochter wählt schon den Notruf, man weiß ja nun nie, welche Gefahr die Frau erlebt hat, da braust zeitgleich ein komplett unbeleuchtetes Auto an uns vorbei, ganz knapp, ganz dunkel. „Das kann nur ein Traum sein!…„, denke ich mir, das war eng.

Weiterlesen

Stimmen in der Nacht oder: Frau Lauch, gibt’s auch!

Frau LauchDie Frau Lauch, die gibt es auch!

Kurz nachdem der Herr Lauch gestern das Licht des Internets erblickt hatte, war immer wieder ein leises Wimmern zu hören. Nicht laut, eher jämmerlich und schluchzend. Das ging die komplette Nacht hindurch, an Schlaf war kaum zu denken.

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um zu bemerken, dass die Töne aus dem Netzwerk kamen. Ein kurzer Blick in das Logbuch des Routers hat es heute früh an’s Tageslicht gebracht: Es ist der Herr Lauch, der da so verzweifelt lamentiert.

Ich habe ihn dann natürlich gleich auf den Bildschirm geholt, es wurde ein nettes Gespräch unter Männern und schnell war klar, dass er einsam ist. So geht es nicht, das kann man mit so einem Gemüse nicht machen. Der wird am Ende noch faul oder holzig, wer will das schon? Ein Blick in die Vorräte rettet die Situation, er bekommt jetzt eine Frau!

Klar, ein kleines Risiko bringt so eine Kuppelei schon mit sich. Die beiden kennen sich schließlich nur aus einer kurzen Begegnung in der Gemüsekiste beim Händler. Herr Lauch meinte aber, dass es da schon zwischen ihnen gekeimt hätte, wenn nicht ständig die blöden Kartoffeln dazwischengefunkt hätten! Wir sind da jetzt einfach guter Hoffnung.

Entschuldigt übrigens bitte, dass die Dame so leicht dümmlich schaut, sie hatte keine Gelegenheit mehr, sich die Haare zu machen.

Zum Ausgleich habe ich beide in den Adelsstand erhoben, es empfehlen sich Herr und Frau Lauch von Bio, aus dem Hause Desasterkreis!

Nein, ich fühle mich nicht eigenartig, wieso?

 

 

 

Heiße Häkelnadeln: Wenn die Frau mit Knete spielt

BastelkneteDas muss ich Euch jetzt erzählen, echt!

Da komm ich gerade in die Küche um die Kaffeekanne zu erleichtern, sitzt mein weibliches Gegenstück schon am Tisch und bereitet etwas zu. Das ist nun keine Besonderheit, ich seh’s ja fast täglich, ein normaler Anblick eben.

Plötzlich stutze ich, schaue genauer hin! Das ist kein Essen, das ist, ja was denn eigentlich? Ich glaub‘ ich spinne… DIE SPIELT MIT KNETE! :shock: Nebendran liegen nackte Häkelnadeln, unbekleidet, also quasi Pornostangen mit krummen Enden! Wow!

Ist das nun Voodoo, irgendwas mit Harry Potter oder ein Fetisch? Vor allem, kann ich mich trauen, sie zu fragen? Was, wenn sie gerade in Trance ist? Ich bring erstmal den Kaffee weg, die Tasse in der Hand zu behalten, ist mir zu riskant.

Ach was, ich traue mich zu fragen, was das denn wohl wird. Erschöpfende, geradezu allumfassende Antwort: „Griffe!“ Ah ja… OK, das werden also Griffe. Ich meine gut, das kann ich verstehen, das kann Mann zusammenreimen. Außerdem, wenn dieser „Quatsch mich nicht an, ich muss aufpassen“ – Blick zu erkennen ist, stellt man keine weiteren Fragen. Niemand spricht über den mit dem Fight-Club!

Was soll ich sagen, die Dame legt noch einen drauf!

Sie glüht den Backofen vor, die Erzeugnisse kommen auf Backpapier. Beschriftet mit sonderbaren Zeichen und Zahlen, also doch Voodoo, ich hab’s geahnt.So viele Jahre kennen wir uns und nun das. Unfassbar!

Ah, Moment! Vielleicht hat das ja was mit zuckerreduzierter Nahrung zu tun, SO habe ich das mit der Ernährungsumstellung aber nicht gemeint, meine Liebe!

Etwas gekruschel, diese „Dinge“ sind nun im Ofen. Es kommt etwas Entspannung ins Gemüt der Frau, mir wird erklärt:  „Das ist Bastelknete! Zum dröseln, ziehen, drücken, biegen und formen. Dann backen, alles wird hart – Voila: Griffe!

Da kann man nur noch ehrfürchtig den Kopf senken und in Demut versinken. Knallharte Ergebnisse, knappe Erklärung und ein glasklarer Sachverhalt. Mir ist jede Chance auf Ironie oder Saraksmus vergangen, das kann ich Euch sagen.

Ich muss aber ehrlich eingestehen, klasse Sache. Man kann sich seine ganz individuellen Griffe basteln, richtig an die eigene Hand angepasst, nach Maß, ich bin beeindruckt. Der Bastler in mir erschafft sich schon Bilder im Kopf, was da noch alles möglich ist ;-)