Quelle? Beweis? Sonst noch was?

Der Erklärfinger ist schnell oben. Die Zuständigkeit dafür eher nicht. KI-generiertes SymbolbildEine Frage ist noch lange keine Antwortpflicht

In den Kommentaren der Socials lässt sich eine merkwürdige Form der Selbstbeförderung beobachten:

Jemand schreibt etwas, äußert seine Meinung oder schildert schlicht seine Sicht auf ein Thema und schon sitzt ein anderer gefühlt am Richtertisch. Quelle? Beweis? Begründe das mal! Als hätte allein die Tatsache, dass er Zweifel anmeldet, den anderen automatisch in irgendeine Beweispflicht versetzt.

Genau da frage ich mich immer öfter, woher eigentlich dieses Anspruchsdenken kommt. Natürlich darf jeder zweifeln, widersprechen oder eine Aussage für kompletten Unsinn halten. Daraus entsteht aber noch lange kein Anspruch darauf, dass ein wildfremder Mensch nun seine Gedanken, Erfahrungen oder Entscheidungen zur Prüfung vorlegt.

Fragen darf jeder

Wer etwas wissen möchte, kann fragen. Vielleicht bekommt er eine Antwort, vielleicht eine Erklärung, vielleicht sogar Quellen oder Hinweise, mit denen er weiterkommt. Das hängt allerdings auch ein bisschen davon ab, wie gefragt wird und ob der andere überhaupt Lust hat, sich darauf einzulassen oder ob es überhaupt auf fruchtbaren Boden fallen würde. Trollalarm! ;-)

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Kennst Du noch *plonk*?

Wenn die Kommentarschlacht nur noch im Kreis läuft, macht es irgendwann plonk. KI-generiertes Symbolbild.Weg in 3, 2, 1 … *plonk*

Ich veröffentliche hier im Blog etwas, teile einen Beitrag bei Facebook, Instagram oder sonstwo und natürlich kommen Reaktionen. Genau so soll es ja auch sein, sonst könnte ich den ganzen Kram gleich auf meiner Festplatte liegen lassen.

Manche stimmen zu, manche sehen es völlig anders, andere bringen einen neuen Gedanken rein oder erklären mir ziemlich deutlich, warum sie meinen, dass ich Blödsinn geschrieben habe, kann ja durchaus mal sein ;-)

Alles gut, genau dafür gibt es schließlich Kommentare.

Leider leben wir aber auch in einer Zeit, in der es manchen gar nicht mehr um die Sache geht. Fakten werden ignoriert, Aussagen passend verdreht und wenn das alles nicht reicht, wird eben gepöbelt. Reagiere ich irgendwann nicht mehr, kommt gerne noch einer hinterher, manchmal auch zwei, bis schließlich der vermeintliche Sieg verkündet wird.

Keine Antwort mehr? Ha! Gewonnen!

Nein, Freund oder Freundin, Du hast nicht gewonnen. Du bist für mich irgendwann einfach zu unbedeutend, als dass ich weiter Lebenszeit in Dich investiere.

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Schon geil oder schön hässlich?

Puristisch, eigenwillig und irgendwie geil: eine umgebaute BMW.Wenn sich der Kopf nicht entscheiden kann

Beim Einkaufen ist mir diese BMW vor die Linse gekommen und natürlich musste ich ein Foto machen.

Ich selbst besitze leider keinen Führerschein für die Dinger.

Damals war’s nicht drin, heute juckt es mich durchaus in den Fingern, aber mit 57 noch mal Fahrschule? Weiß nicht … :mrgreen:

Jedenfalls liefen beim Anblick sofort zwei völlig gegensätzliche Gedanken gleichzeitig durch meinen Kopf.

Der eine:

„Schon geil, so puristisch.“

Parallel dazu:

„Schön hässlich, sieht aus, als hätte sie 1940 jemand bei der Wehrmacht vergessen.“

Welcher davon nun stimmt? Keine Ahnung. Je länger ich drauf schaue, desto öfter kippt der Eindruck von einer Seite auf die andere und wieder zurück.

Vielleicht macht genau das den Reiz aus. Ob ich sie tatsächlich fahren (wollen) würde? Da bin ich unsicher und beim Blick auf den Sattel sagt mein Steißbein ohnehin: „Nein, willst Du nicht, ganz sicher nicht!“

Aber ohne den passenden Führerschein bleibt die Frage vorerst ohnehin reine Theorie. ;-)

 

 

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Wie Vertrauen verspielt wird

Zwischen Gestern und Zukunft sitzt heute offenbar die KI am Steuer. ;-) KI-generiertes Bild.Früher war vieles besser, aber eben nicht alles

„Früher war alles besser, da war alles aus Holz.“

So oder ähnlich kennt ihr den Spruch bestimmt. Natürlich Quatsch, aber eben nicht komplett Unsinn. Differenzieren, Baby, differenzieren. ;-)

Das Problem steckt eigentlich nur in einem einzigen Wort: alles.

Früher war vieles unbequemer, langsamer und technisch schlicht schlechter. Autos rosteten schneller, Fernseher hatten drei Programme und Telefonieren kostete Geld. Wobei letzteres heute auch nicht wirklich kostenlos ist, es steht nur nicht mehr bei jedem Gespräch einzeln auf der Rechnung.

Beim Fernsehen haben wir dagegen gewaltige Fortschritte gemacht. Früher gab es drei Programme, heute Hunderte. Damit ist endlich auch genug Platz, um noch viel mehr Scheiße zu senden. :mrgreen:

Smartphone, Navigation, Internet und moderne Technik dürfen ebenfalls sehr gerne bleiben. Ich brauche keine Straßenkarte auf dem Schoß, keine Telefonzelle und auch keinen Überweisungsträger zurück. Der Punkt ist nur: Ich könnte damit umgehen. Das Alltagsleben hat damit funktioniert und würde es auch heute noch, wenn man es denn ließe.

 

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Daraus folgt eben noch lange nicht, dass neu automatisch besser bedeutet.

 

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Und dann kam der Mensch

Drinnen wird die Wunschwelt geplant, draußen läuft die Realität einfach weiter. KI-generiertes Symbolbild.Selbstverarschung 2.0

Ich weiß nicht, welcher einzelne Auslöser den Gedankenkreisel für diesen Beitrag hier dieses Mal angeschoben hat. Vermutlich war es wieder die übliche Mischung aus Politik, Werbung und Social Media. Was aber bleibt, ist mein Kopfschütteln und der Wunsch, die Stirn mit Wucht auf die Tischplatte zu befördern … :roll:

Warum?

Irgendwo wird gegendert, daneben die nächste bunte Haltungskampagne gestartet und drei Beiträge weiter erklärt jemand, wie die Zukunft gefälligst auszusehen hat, am besten möglichst alltagsuntauglich.

Bei mir blieb irgendwann eine ziemlich einfache Frage hängen:

Schaut eigentlich noch irgendwer auf das, was real passiert?

Ein Blick in die Natur reicht dafür eigentlich.

Die Raubkatze jagt ihre Beute, tötet sie und frisst sie. Nicht schön, passiert aber. Keine Betäubung, keine vorherige Abstimmung, keine Ethikkommission. Jagen, erwischen, beißen, Blut, Ende.

Beim Weißstorch kann es ebenfalls recht endgültig zugehen. Reicht das Futter nicht für alle, wird der schwächste Nachwuchs im Zweifel aussortiert und getötet. Problem erledigt, aus Sicht des Storches jedenfalls.

Jedes Lebewesen wird geboren, wächst, altert und stirbt. Dazwischen geht es um Nahrung, Schutz, Fortpflanzung und das eigene Überleben. Da gibt es kein fair oder unfair, kein „Ich möchte aber“ und auch keine Beschwerdestelle.

Die Realität kennt keine Moral. Sie ist einfach da.

Nur der Mensch kommt auf die Idee, sie so lange zu drehen und zu wenden, bis sie endlich zur eigenen Wunschvorstellung passt, und die, Freunde, die ist keine einheitliche Geschichte.

Gleichwertig ist nicht gleich

Natürlich soll eine zivilisierte Gesellschaft nicht wie ein Löwenrudel oder Storchennest funktionieren. Genau deshalb nennt sie sich schließlich zivilisiert. Der Mensch kann die Härte des Lebens abfedern, Medizin, Schutz, Hilfe, Rücksicht und gleiche Rechte gehören zu den Dingen, auf die er durchaus stolz sein darf.

Nur ist ihm irgendwo auf diesem Weg eine Sicherung herausgeflogen. Aus „Wir lassen niemanden einfach fallen“ wurde nach und nach „Unterschiede gibt es nicht“. Ungleiche Ergebnisse gelten plötzlich automatisch als ungerecht und wenn die Wirklichkeit nicht zur gewünschten Vorstellung passt, bekommt sie eben ein Gendersternchen verpasst. Im Zweifelsfalle wird eben einfach eine Demo gegen rechts ausgerufen, scheinbar das Universalmittel, wenn es mit der eigenen Kompatibilität zu den Tatsachen nicht so weit her ist.

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Wildwechsel: Frühschicht auf der L3099

Frühverkehr auf der L3099, Reh inklusive. Zum Glück war noch genug Zeit zum Reagieren.Morgens halb sechs auf der L3099

Da war doch gerade erst etwas mit Rehen, Schrecksekunde und 50:50

Heute früh gegen 5:30 Uhr gab’s dann gleich die nächste Runde, wieder auf dem Weg von Fürth zur Arbeit, dieses Mal auf der L3099 in den 100/70/50er-Kurven vor Brandau.

Keine dramatische Schrecksekunde oder Panik in „3-2-1“, harmlos war es trotzdem nur, weil mein Tempo passte. Wäre ich dort schneller unterwegs gewesen, hätte das ziemlich anders ausgehen können. So reichte es zum rechtzeitigen und kontrollierten Reagieren und danach sogar noch für das Knöpfchen der Dashcam.

Auf jeden Fall ausreichend Aufregung für halb sechs in der Frühe, also, haben muss ich das nicht … :roll:

Die Video- und Bildqualität ist, nun ja, ausbaufähig. Regen, Insekten auf der Scheibe und die morgendliche Dunkelheit sind eher suboptimal für saubere Bilder, zumal ich hier nur einen Ausschnitt zeigen kann. Für einen Naturfilmpreis reicht es nicht, für den Blog muss es genügen :mrgreen:

 

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Das ist leider nicht die einzige Ecke

Ein Stück vorher auf derselben Strecke, kurz vor der Ortseinfahrt Glattbach, gab es früh zwischen ungefähr 5:15 und 5:30 Uhr inzwischen mehrfach dasselbe Spiel. Tiere auf der Fahrbahn oder beim Sprung aus dem Unterholz, vermutlich Rehe.

Bei Tage besehen scheint unweit der Straße außerdem eine Futterstelle zu liegen. Kein Wunder also, wenn dort morgens Familientreffen stattfinden und der Nachwuchs mal eben testet, wie schnell Autos bremsen können, wenn denn rechtzeitig aufgepasst wird.

Dann eben wieder über Reichelsheim

Wild auf der Strecke zwischen Fürth und Ober-Ramstadt ist nichts Neues. Im Moment häufen sich die Begegnungen auf der L3099 allerdings so sehr, dass ich morgens wohl wieder den etwas längeren Weg über Reichelsheim nehme.

Ganz tierfrei ist es dort natürlich auch nicht, nach meiner persönlichen Statistik liegt das Verhältnis der Sichtungen aber ungefähr bei 20:1. Lieber ein paar Kilometer mehr, dafür aber vielleicht etwas weniger morgendliches Wildwechsel-Roulette.

Gute Fahrt und Augen auf

Angepasst fahren ist kein Schleichen, aber Schleichen ist auch keine Vorsicht. Das ist einfach Schleichen. ;-)

 

 

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Komische Dinge geschehen heute

Das ist er mal, der Regen 😉Was kommt denn da von oben?

Was ist das nur?

Kommt von oben, irgendwie habe ich das schon mal gesehen, aber ich erinnere mich nicht mehr so recht. Klingt auch vertraut, nur komme ich einfach nicht drauf.

Nach Wochen mit Sonne, Hitze und trockenem Wetter ist das Gehirn offenbar nicht mehr auf alles vorbereitet. ;-)

Ich frage mal ChatGPT.

Oh, fuck.

REGEN! :shock:

(Es werden Tage kommen, an denen man sich freut, wenn er wieder aufhört :mrgreen: )

 

 

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Knapp vorbei mit der Glaskugel

34 Grad um 15:21 Uhr in Fürth. Heiß war es definitiv, aber gemessen ist eben etwas anderes als vorhergesagt. ;-) Eigener Screenshot.Knapp vorbei, ich hatte nicht so ganz Unrecht

Gestern wusste das Radio ja schon am Morgen ziemlich genau, was der Tag bringen würde:

Bis zu 39 Grad, heißester Tag der Woche. Ich hatte bei „Wenn aus Prognose Wahrheit wird (vielleicht)“ vor allem mit einem kleinen Wort mein Problem: ist.

Am Nachmittag dann mein Screenshot: Samstag, 15. August 2026, 15:21:43 Uhr, Fürth im Odenwald, 34 Grad. Heiß? Aber hallo, gar keine Frage!

Aber 39 Grad? Zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht.

Bevor jetzt jemand mit „bis zu“ um die Ecke kommt, genau darum ging es doch. Natürlich können irgendwo 39 Grad erreicht werden, vielleicht wurden sie später sogar noch irgendwo gemessen. Eine Vorhersage darf ziemlich genau sein und auch komplett ins Schwarze treffen.

Nur ist sie eben vorher noch keine Tatsache, mein „vielleicht“ war also gar nicht so verkehrt. :mrgreen:

34 Grad um 15:21 Uhr sind gemessen, alles andere war zu diesem Zeitpunkt weiterhin Vorhersage.

Knapp vorbei? Vielleicht. Ganz daneben lag ich jedenfalls nicht. Und 5 Grad mehr oder weniger sind nun auch nicht gerade ein Rundungsfehler … ;-)

 

 

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Wenn aus Prognose Wahrheit wird (vielleicht)

Wenn das Radio morgens schon weiß, wie heiß der Tag wird, fehlt eigentlich nur noch die Glaskugel. ;-) KI-generiertes Bild.Das Radio kennt das Wetter von heute Abend schon

Heute Morgen im Radio: „Bis zu 39 Grad. Es ist der heißeste Tag der Woche.“

Ähm. Es ist? Um kurz nach acht Uhr morgens?

Da bin ich offenbar technisch etwas hinterher. Mein Wetter kann nämlich noch nicht in die Zukunft schauen. Das Radio schon. ;-)

Natürlich kann heute der heißeste Tag der Woche werden. Die Vorhersage kann genau das erwarten, vielleicht sogar mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit. Trotzdem ist zwischen „wird voraussichtlich“ und „ist“ ein kleiner Unterschied, der nennt sich Realität.

 

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Bis heute Nacht können irgendwo 39 Grad erreicht werden. Vielleicht werden es 38, vielleicht 39, vielleicht sogar mehr, wahrscheinlich oft weniger. Irgendwo zieht früher etwas zu, irgendwo später, irgendwo trifft die Prognose genau ins Schwarze. Erst wenn der Tag vorbei ist, wissen wir, wie heiß er tatsächlich war.

Vorher wissen wir, wie heiß er werden könnte, eigentlich keine Raketenwissenschaft.

Aus vielleicht wird Tatsache

Genau über solche Unterschiede hatte ich mich bei „Augen auf beim Wetterkauf“ schon ausführlicher ausgelassen. Eine Prognose ist keine Messung aus der Zukunft. Ein Modell ist keine Zeitmaschine und ein einzelner heißer Tag ist zunächst einmal Wetter.

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Ein Stern hinterm Zaun

Ein Mercedes C 123 als Futter für den Retrofimmel.Futter für den Retrofimmel

Wer hier öfter liest, kennt meinen Fimmel mit alten Autos.

Mercedes war zwar nie so ganz meine Welt, aber wenn irgendwo ein Stück Automobilgeschichte herumsteht, bleibt der Blick trotzdem hängen. ;-)

Diesmal hinter einem Zaun: ein weißes Mercedes-Coupé, ziemlich sicher aus der Baureihe C 123. Gebaut wurden die Coupés von 1977 bis 1985. Welcher Typ es genau ist, ließ sich aus der Entfernung und durch den Maschendraht natürlich nicht feststellen.

Näher kam ich leider nicht heran. Für ein Foto hat es aber gereicht, und das Herz des Freundes der Kfz-Geschichte freut sich notfalls eben auch auf Abstand. :mrgreen:

 

 

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