Dose offen, Essen weg
Das ist meine Proviantdose für die Arbeit.
Oder anders gesagt: ein durchsichtiges Mahnmal menschlicher Schwäche.
Man packt morgens etwas ein, fühlt sich kurz wie ein vernünftiger Erwachsener und denkt: So, damit komme ich sauber durch den Arbeitstag.
Theoretisch
Praktisch steht diese Dose dann irgendwo in Reichweite. Das ist der erste Fehler. Der zweite Fehler ist, sie während der Arbeit zu öffnen. Nicht, weil gerade Pause ist. Nicht, weil der Magen laut genug knurrt, um eine Betriebsversammlung zu stören. Sondern einfach so.
Aus Esslust.
Gedankenverloren.
Weil der Kopf gerade beim Job ist und die Hand offenbar ein eigenes kleines Parallelleben führt.
Dann langst du einmal rein, natürlich nur kurz. Dann noch einmal, weil es ja kaum auffällt und wieder, weil der erste Griff offiziell nur ein Test war. Irgendwann ist aus „für später“ ein „war wohl eben“ geworden.
Das Problem merkt man natürlich nicht sofort.
Man merkt es erst rund 1,5 Stunden bevor man den Inhalt eigentlich gebraucht hätte.
Dann guckt man in die Dose.
Die Dose guckt zurück.
Leer.
Gedankenlose Gier hat eben manchmal einen Deckel. ![]()
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Bisschen Desasterkreis & Social Media?