Eingefroren in Schrödingers Moment

Eine Hand lässt ein Wasserglas über dunklen Fliesen fallen, daneben ein panischer Smiley, der Moment kurz vor dem Aufprall. KI generiert.Und Du weißt, Du bist machtlos

Es gibt diese Momente, da schaut man sich selber beim Scheitern zu, gell? ;-)

Nicht lange, eigentlich lediglich für einen Wimpernschlag.

Blöd ist nur, dass sich genau dieser Wimpernschlag anfühlt wie eine kleine Ewigkeit. Diese Phase zwischen „Huch“ und „Shit“ läuft nämlich nicht normal ab. Die läuft in Zeitlupe.

Genau das ist der fiese Teil

Es passiert noch nichts Endgültiges, aber innerlich ist schon alles vorbei. Das Glas fällt noch, das Handy kippt erst, die Tasse ist noch nicht auf dem Boden angekommen, der Satz ist noch nicht ganz raus.

Der Fehler lebt offiziell noch in der Zukunft, aber im Kopf ist die Sache längst erledigt.

Man begreift es sofort

Nur glauben will man es nicht, kann ja alles nicht sein!

Und genau da wird’s schräg.

Der Arm macht noch irgendeine nutzlose Bewegung und die Hand zuckt hinterher (was es meist verschlimmert), als würde sie jetzt plötzlich Wunder bewirken können. Im Kopf läuft erst noch dieses stumpfe „WTF?“ und direkt danach kommt die Wahrheit mit Ansage. :shock:

Den Mist hast Du selber verzapft. Nur Du selber!

Nicht der Boden, nicht das Glas oder was da sonst gerade dabei ist, sich aus Deinem Zugriff zu verabschieden. Oder die Schwerkraft, die heute auch nur ihren Job macht, kein schräger Zufall und erst recht nicht das Schicksal, das angeblich wieder schlechte Laune hat.

Nein.

Du warst das!

Du ganz allein.

Ein Griff daneben, ein Moment nicht aufgepasst, ein Tick zu hektisch, ein Satz zu viel, eine Sekunde zu sicher. Reicht ja völlig.

Und dann wird es richtig unerquicklich, denn ab da gehört Dir die Sache nicht mehr, vergiss es!

Du hast sie in Gang gesetzt, und jetzt läuft sie. Sauber, schnörkellos, ohne Rücksicht und genau vor Deinen Augen, auf Einzelschicksale wird keine Rücksicht mehr genommen.

Du darfst noch zugucken, Du darfst noch kapieren, Du darfst Dich innerlich noch anlügen, dass es sich vielleicht irgendwie fängt, aber eingreifen darfst Du nicht mehr. Der Zug ist weg, und Du stehst daneben wie der Depp, der ihn selbst losgeschickt hat. :roll:

Genau das macht diese Momente so schön (eklig)

Nicht nur, dass etwas schiefgeht. Sondern dass Du in aller Ruhe dabei zusehen darfst, wie aus Deinem kleinen Bockmist etwas wird, das jetzt seinen eigenen Lauf nimmt.

Das „Ding“ entwickelt seine eigene Dynamik, bekommt eine Postleitzahl und einen eigenen Raum in der Evolution und beansprucht Lebensraum. Da fällt nicht bloß etwas. Da kippt nicht nur irgendwas. Da marschiert Dein Fehler los und zeigt Dir sehr deutlich, dass er auch ohne weitere Hilfe bestens zurechtkommt.

Und Du? Du kannst live dabei sein

Erst kommt noch dieses alberne Hoffen. Vielleicht fängt es sich. Vielleicht war’s doch nicht so schlimm. Vielleicht geht’s diesmal gut. Klar. Und vielleicht baut sich der ganze Mist nebenbei auch noch selbst zurück. Ähm … lass‘ überlegen … NEIN! :cool:

Dann macht es Klick

Nicht dieses nette Klick von „aha, wieder was gelernt“. Eher dieses trockene, unangenehme Klick, bei dem im Hirn ankommt: Tja. Das war’s. Jetzt lebst Du mit dem, was Du da gerade selber angeschoben hast.

Genau das nenne ich „Schrödingers Moment.“ :mrgreen:

 


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Von Scherben, Trödel und Ouzo

Von Scherben, Trödel und OuzoManchmal treffen die Macken aufeinander

Regelmäßige Besucher vom Desasterkreis kennen ja so die eine oder andere meiner Macken.

Zum einen nuckel ich am Abend gelegentlich gerne mal einen Ouzo, allerdings habe ich auch ein gewisses Talent, aus bestimmten Gläsern lustige Granulatsammlungen zum Wegwerfen zu basteln.

Auf der anderen Seite habe ich auch einen gewissen Fimmel für Trödelläden, speziell für den Hallentrödel der Tierschutzinitiative Odenwald e. V. hier in Fürth.

Der Vorteil ist, dass es dort immer ziemlich günstig Nachschub bei kleinen Gläsern gibt und ich auch so das eine oder andere Schnäppchen entdecken kann.

Wenn, wie heute, allerdings alles zusammenkommt, dann ist man eben 2 Euro los ;-)

Ich weiß allerdings nicht, ob ich die Gläser wirklich ganz füllen sollte :mrgreen:

 

   

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Fußboden, Erdanziehung, Heidelberg

Fußboden, Erdanziehung, HeidelbergIch will da mal nix zu sagen …

Es ist kein Bild aus dem Archiv, es ist aktuell von diesem Aufenthalt!

Aber:

Außer dem, diesem und auch jenem hier, habe ich keine Meinung dazu … ;-)

Allerdings: :roll:

 

 

 

Beinahe frischer Filterkaffee

kaffeekannen-desasterNe, ne?

Es ist manchmal echt nicht zu glauben, wie einem buchstäblich die Dinge aus der Hand gleiten können :shock:

Der Wunsch

Selber frischen Filterkaffee kochen.

Die Lösung

Eine Kaffeemaschine in Betrieb nehmen.

Der Weg

Diese Maschine nach dem Transport aufstellen.

Der Haken

Der Besitzer stellt sich blöd an! :roll:

Das Foto ist nicht das Beste, aber ich musste mir schnell merken, bis wohin die Scherben geflogen sind, keine Zeit für ein besseres Bild. Zu sehen ist eben der traurige Rest einer Kaffeemaschinen-Glas-Kaffeekanne, die in gefühlt 2 Millionen Teile zerfetzt ist. :-(

 

 

Mal eben die Tochter zur Arbeit fahren

Driving @nightDie Aufgabe

Meine beiden Mädels, sind aktuell auf Bus und Bahn angewiesen.

Da wir nicht sehr weit vom Bahnhof entfernt wohnen, ist dies eigentlich kein großes Problem. Beide arbeiten im gleichen Betrieb und in aller Regel, kann der öffentliche Personennahverkehr für die Arbeitswege genutzt werden.

Zumindest immer dann, wenn er denn auch Transporte vornimmt, was allerdings hier nicht der Fall war, später aber auch niemanden der Verantwortlichen, wirklich interessiert hat.

Jedenfalls ist es nun so, dass ich bzw. meine Frau dann Taxi spielen müssen, wenn der Weg von A nach B nicht bewältigt werden kann. Irgendwie scheint es aber so zu sein, dass bei absolut gleichen Voraussetzungen, der Weg mit Tochter B. irgendwie anders bestrahlt ist.

Spring mir vor die Haube, Kleines

Die erste merkwürdige Tour ist schon einige Wochen her, was die Sache aber nicht weniger merkwürdig macht.

Mein Start erfolgt an einem stinknormalen Samstag, um besagte Tochter von der Nachtschicht abzuholen. Ich rolle in Heppenheim so die Straße entlang, da springt eine Frau auf die Straße, nur wenige Meter vor meiner Motorhaube.

BREMSE!!!

Ich mache die Scheibe runter und brülle: „Hast Du den Knall nicht gehört? Weißt Du nicht, was für ein Papierkram dran hängt, wenn ich Dich in die Straße bügele?

Sie erzählt wirr etwas von Herzschrittmacher, Drainagen, Heppenheim und Krankenhaus. Ganz langsam humpelt dann auch noch ein Männlein heran, dem es augenscheinlich nicht gut geht. Er soll wohl zum Arzt, irgendwie aber ohne Rettungswagen. Nun ja, ich bin ein hilfsbereiter Mensch und nehme die beiden mit, es liegt fast auf meinem Weg. Zusammengefasst habe ich die Zwei dann an einer Tankstelle rausgelassen, wo wohl erst der Alkoholvorrat ergänzt werden muss, sehr aufschlussreich. Eine zweite Chance bekommt Ihr nicht, Lady, never!

Spring mir schon wieder vor die Haube, Kleines

Genau eine Woche später, muss ich die gleiche Tochter von der gleichen Arbeit abholen, jetzt allerdings um reichlich nach Mitternacht. Wir sind auf dem Rückweg und nur ein paar Meter weiter, wie beim ersten Vorfall. Aus dem Augenwinkel sehe ich etwas von der rechten Seite kommen, erneut ab auf die Bremse! Aus dem Nichts steht schon wieder ein Weiblein vor meinem Auto und schreit um Hilfe!

Sie geht zum Beifahrerfenster, Tochter macht das Fenster auf und fragt, was los ist. „Polizei, Mord, Totschlag, rufen Sie bitte die Polizei, ich bin überfallen worden, alles weg, Alarm, Hilfe„, höre ich nur, während ich versuche, irgendwie das Auto etwas an die Seite zu bewegen, ohne diese Dame da umzufahren. Tochter wählt schon den Notruf, man weiß ja nun nie, welche Gefahr die Frau erlebt hat, da braust zeitgleich ein komplett unbeleuchtetes Auto an uns vorbei, ganz knapp, ganz dunkel. „Das kann nur ein Traum sein!…„, denke ich mir, das war eng.

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