Okay, ja, bei dem Wetter hätte ich auch keine Lust auf den Drahtesel, im Wagen ist es gemütlicher. Allerdings ist der Platz auf dem Kofferraum eher ungeeignet, oder?
Auge in Auge
Aber ich muss zugeben, wenn einen so ein Insekt erst einmal vorwurfsvoll anschaut, fügt man sich seinem Willen und lässt es sitzen.
Also, jedenfalls sieht es so aus, sicher bin ich nicht
Grau, blau, braun, Sonne, Regen – alles innerhalb von ein paar Minuten.
Und manchmal kriegt man tatsächlich alles gleichzeitig auf’s Bild. Nur der Wind, der war echt schlecht einzufangen
Am Wochenende war genau so ein Moment.
Die Sonne oben, aber nur als Lichtpunkt, die Blühwiese noch mit ein paar letzten Farbtupfern (ja, die Saison hab ich dieses Jahr verpasst) und dazu Wind und ein paar Tropfen Regen.
Wenn man, so wie ich, eine gewisse Modellbau- und Modellbahngeschichte hat, schauen die Augen auf so eine Welt im Kleinen ja schon anders, da kann man nix gegen machen
Wer sich jetzt fragt, was sich da bei mir mit welchen Dingen verbindet, findet (nicht zuletzt) unter diesen Links hier ein paar Informationen, leider kann man das alles nur noch aus der virtuellen Zeitmaschine in der Form und an diesem Ort betrachten.
Da auch meine Uhr damals noch anders getickt hat, finden sich auf meiner michael-floessel.de natürlich ebenfalls ein paar Dinge, die damals die MWO ausgelöst hat, wer mag, kann gerne mal schauen.
Natürlich gibt es auch bei den üblichen Verdächtigen noch so manches in bewegten Bildern, ich bette einfach mal eine Mitfahrt hier ein, vielen Dank an Pennula für die Mühen bei, in und mit der Modellbahn-Szene (Video schon am neuen Ausstellungsort in Fürth Odw.!):
Zurück zu dem, was merkwürdig ist
So, ja, wo war ich?
Richtig, das Modell in Darmstadt
Natürlich läuft bei einem solchen Anblick auch ein kleiner Film im eigenen Kopf ab, immerhin hat mich das Thema Modellbahn über 11 Jahre begleitet.
Richtig komisch wird es aber, wenn an dem Tag, an dem man das bloggt, am späteren Abend Facebook mit einer Direktnachricht aufploppt und ein liebgewonnener Mensch aus der Zeit (der, der das alles überhaupt ins Leben gerufen hat) einen anschreibt.
Zugegeben, der Anlass war mehr als traurig, was dann am Ende zu einem Telefonat geführt hat, welches nun wieder hier diesen Blogbeitrag ausgelöst.
Man könnte ja
Die Idee, die da gestern am späteren Montagabend geboren wurde, war nämlich die, dass sich die ganze Bande mal treffen könnte!
Ja, genau! So richtig mit sehen, sprechen und hören!
Der Georg und ich haben noch keine Idee wann und wo, das muss sich entwickeln.
Aber: Ein Aufruf an alte Weggefährten!
Wer aus der ehemaligen Modellbahnwelt-Oberhausen jetzt und hier über diesen Beitrag stolpert, ist aufgerufen, Kontakt zum Georg, mir oder vielleicht noch bestehenden alten Seilschaften aufzunehmen, damit wir die kleine Lawine mal ins Rollen bringen.
Der oder die eine oder andere aus dem MWO-Team weilt ja inzwischen leider nicht mehr unter uns, wir denken, es wird Zeit!
Im Justus-Liebig-Haus (wo auch die Stadtbibliothek sitzt) steht das Altstadtmodell von Darmstadt.
Es zeigt den Zustand der Innenstadt vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, Maßstab 1:160, aus Karton gefertigt und mit viel Liebe zum Detail gebaut.
So sah es eben rund um 1930 aus, bevor 1944 große Teile verloren gingen. Jemand mit meinem Retrofimmel findet das natürlich richtig interessant
Man erkennt Plätze, Straßen, die enge Bebauung und auch die Ludwigssäule am Luisenplatz.
Ein Stück Vergangenheit zum Ansehen und zum Nachdenken, wie sehr sich die Stadt verändert hat.
Mit dem Album „Going Deaf for a Living“ in den frühen 80ern begonnen, für gut befunden und später mit „Red Skies over Paradise“ erweitert, hat die Band bei mir ihren festen Platz in den Playlisten, „So long“ nicht zu vergessen. Habe ich schon „Pick Up / Slip Up“ erwähnt?
Ich mein‘, wer zur Zeit der Erscheinung von „Marliese“ nicht mit 160 km/h über die Autobahn gedonnert ist (in einem Auto, dass bei 120 schon ein Risiko war ) und laut die Windschutzscheibe angeschrien hat, der hatte doch keine Jugend, oder?
Wie auch immer, ich habe mein Ticket und kommt nichts Ungeplantes dazwischen, schaue ich mir die Band live an, in Reihe eins.
Und wer weiß, vielleicht stoppt ja auch Herr Bruce Springsteen noch mal in Deutschland.
Zugegeben, ich bin immer noch kein großer Biertrinker, das war und ist bei mir eher eine Gelegenheitszeremonie.
Aber wenn schon, dann gibt es „mein“ Bier. Und das zieht sich wie ein roter Faden durch die Jahre: Diebels Alt
Von Voerde bis Fürth
Entdeckt habe ich das Ganze als Teenie in meinem Ort der Jugend, Voerde.
Nach einigen weniger gelungenen Versuchen mit anderen Sorten war es das Alt, das hängenblieb.
Damals an jeder Ecke zu bekommen, oft zusammen mit König Pilsener in der Kneipe.
Natürlich auch mit den passenden „Begleiterscheinungen“ (spätestens am Tag danach … ) in den wilden Jahren.
Nur noch in Erinnerung
Die eine oder andere Fete, die legendären Pommesbuden, Campen am Kanal oder am Baggerloch, Mopeds, laute Musik, all das schmeckt irgendwie bis heute noch mit.
Die Pommesbude, die ich eigentlich verlinken müsste, die gibt es schon lange nicht mehr.
Die hieß auch einfach „Grill“ oder „Grillstube am Markt“, nix mit Döner. Nicht mal das komplette Gebäude drumherum steht noch, da zankt bis heute wohl eine ganze Stadt über die Zukunft.
Neue Orte, alte Gewohnheiten
Hier in Fürth und Umgebung ist es deutlich schwieriger, mal an ein Alt zu kommen.
Ich habe schon so einige Klimmzüge gemacht,
um mir hin und wieder ein paar Flaschen zu sichern.
Mal klappt es, mal nicht, das Altbier ist nun mal kein hessischer Standardimport.
Überraschung
Umso größer die Freude, wenn plötzlich die Tochter ins Wohnzimmer kommt,
mir so eine Flasche auf den Tisch stellt und trocken sagt:
„Hier, habe ich bei uns im Geschäft entdeckt. Wir können Dir auch einen ganzen Kasten bestellen.“
In solchen Momenten merkt man, dass auch Getränke ein Stück Heimat transportieren können.
Und manchmal reicht eine einzige Flasche, um gleich mehrere Erinnerungen an alte Genüsse zurückzuholen.