Wenn Grashüpfer mit der Zeit gehen

nachtschalterhuepferModerne Sitten

Erinnert Ihr Euch noch an alte Zeiten, als Grashüpfer ihre Nahrung aus der Wiese bezogen und überhaupt die Bedürfnisse aus dem natürlichen Umfeld befriedigt haben?

Tja, auch das hat sich jetzt geändert, mittlerweile versorgen sich die Hüpfer einfach am Nachtschalter der Tankstelle :mrgreen:

 

 

 

Ein blinder Passagier?

Der Grashüpfer als blinder PssagierIch verleihe mein Fahrrad nicht!

Im Regelfall verlässt man seine Wohnung, steigt auf sein Fahrrad und radelt los, seinem Ziel entgegen eben. Bestenfalls aus dem Unterstand oder Keller ist es noch zu holen, in meinem Fall reicht es, das Schloss zu öffnen.

Gestern allerdings habe ich mich gefragt, warum sich das Rad so schwer treten lässt, aber ein genauerer Blick auf den Gepäckträger, brachte schnell Klärung.

Tja, zu zweit ist doppelte Anstrengung ja schließlich auch kein Wunder. Immerhin wissen wir alle ja, was so ein Grashüpfer wiegt!

Nachdem mir klar war, dass ich nicht alleine auf dem Gefährt sitze, sollte ein nettes Gespräch ja bestimmt Abhilfe schaffen, so gehts nun nicht, außerdem ist das verboten. Alleine fahren war für ihn erst recht nicht drin, ohne Daumen kann man schließlich nicht klingeln, Sicherheit und so!

huepfer--02-1kWeit gefehlt! 

Nun, zumindest dachte ich bisher, dass man über alles reden kann.

Allerdings hat der kleine Kollege dort auf dem Foto auch gar nicht vorher gefragt, ob er das Fahrrad benutzen darf, warum sollte er also an einer Diskussion interessiert sein?

Als wir uns so in die Augen sahen, war mir klar, dass der Grashüpfer es mir wohl nicht einfach machen wird, ein echt harter Verhandlungspartner!

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Schau mir in die Augen, Kleines!

Der erstaunte Blick des GrashüpfersEine romantische Begegnung

Das Foto ist zugegeben nicht mehr ganz neu. Es lag Jahre in der Ablage, um jetzt endlich an die Öffentlichkeit zu kommen. Vielleicht habe ich es sogar schon irgendwo verwendet, allerdings ohne die wirklich tiefe Verbindung, die ich zu dem Tier im Bild hatte, Fremden zu enthüllen.

So ein Moment darf jedoch nicht vergessen werden. Wenn man einen grünen Fleck an der Wand entdeckt, sich neugieig nähert und der kleine Grashüpfer einem erwartungsvoll, ohne jede Scheu, in die Augen sieht. Herzzerreißend, nicht? Das hat so etwas kuscheliges und wärmendes, mir wurden glatt die Knie weich. Er musste errettet werden, ich musste ihn in Sicherheit wissen.

Glaubt wieder keiner, klar. Ich hatte echt weiche Knie! Das Insekt saß nämlich oben, knapp hinter dem Kühlschrank an der Wand und sollte da weg. Ich musste an ihn irgendwie ran! Die Kinder waren noch klein, eines von ihnen einfach hochzuwerfen, erschien mir aber letztendlich doch unpassend. Frau kam auch nicht da hoch. Sie zu werfen, hätte obendrein noch blödere Folgen gehabt. Für mich!

Das hieß: Leiter!

Ich hatte keine Leiter! Das wieder hieß, Stuhl + Fußbank auf Stuhl + Zehenspitzen = Zitterpartie! Außer mir wollte da natürlich keiner draufsteigen, war ja klar. Schissbüxen! Und ja, da wurden mir die Knie labberig! Obendrein musste da ja auch das Foto gemacht werden, völlig außen vor, das der Kerl ja auch hätte abhauen können. Hüpfen und so! Aber, ich hab’s überlebt! Den Kampf ausgefochten.

Der Hüpfer wurde gerettet und in die sichere Freiheit entlassen – Happy End! Zum Abschied habe ich ihn leise „Casablanca“ getauft. Grashüpferromatik!