Hornisse & Social Media

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Hornisse auf Stippvisite, groß, laut und mit eigener Fluglogik ;-)Wenn ein Brummer Reichweite macht

Ihr erinnert euch an die Hornisse in meinem Schlafzimmer?

Falls nicht:

Das war die Dame, die mein Schlafzimmer kurz für betreutes Wohnen hielt, das Fenster nur als grobe Empfehlung verstand und die Gardine offenbar sehr gemütlich fand.

Kleine Rückblende

 

 

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Schau mal einer an

Als ich das kleine Video gepostet habe, war es so ein „Ach, ich halte mal die Kamera drauf, irgendwer schaut’s vielleicht an …“-Moment.

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Eine Hornisse macht fast 9.000 Aufrufe, Instagram schaut offenbar doch hin ;-)Nun, ein paar Leute mehr waren es schon, jedenfalls für meine Verhältnisse bei Instagram, wobei das natürlich nur eine Momentaufnahme ist.

In dem Augenblick, in dem der Screenshot entstand, waren es knapp 9.000 Aufrufe für eine Hornisse, die eigentlich nur aus dem Schlafzimmer sollte, das aber scheinbar anders sah.

Mir ist schon klar, dass so manches Influencerlein da nur mitleidig lächelt, aber ich bin eben ich. Man mag, was ich poste oder eben nicht, feddich.

Ich bin halt nicht bereit, zusätzlich zu der Werbung, die einem auf den diversen Plattformen sowieso vor die Nase geklebt wird, auch noch Geld für Reichweite in diese Maschinerie zu werfen. Ich poste meinen Kram, freue mich, wenn jemand hinschaut, und wenn nicht, dann ist das eben so. Umso kurioser ist es, wenn so ein spontanes Brummvideo dann doch sichtbar mehr Reaktionen hervorruft, als man beim Hochladen erwartet hätte.

Wie ging das nun aus?

Wie dem auch sei, da offenbar nicht jeder Mensch auch die Kommentare liest, die andere schon geschrieben haben, bevor man selbst kommentiert:

Wir haben an dem Tag einfach das Fenster komplett geöffnet, dem Insekt mit einer flatternden Gardine das bequeme Sitzen etwas unmöglich gemacht und die Hornisse zog es vor, wieder den Weg in die Fürther Außenwelt zu wählen. ;-)

Ich finde es allerdings schon erstaunlich, dass so ein kleiner Brummer die Leute doch scheinbar aufmerksam werden lässt, wobei Überhören natürlich auch schlecht möglich wäre. :mrgreen:

 

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Dies und das noch:

Hornisse mit Wohnrecht

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Hornisse auf Stippvisite, groß, laut und mit eigener Fluglogik ;-)Was ist das denn bitte?

Es ist fast so lang wie mein kleiner Finger, laut genug, um einen Hubschrauber zu übertönen und schon von der Zimmertür aus am Fenster zu erkennen.

Außerdem versteht es Frau Hornisse wunderbar, permanent in die falsche Richtung zu fliegen.

Also gut, Fenster ganz auf, damit die Dame raus kann.

Sie fliegt hinter die Gardine.

Gardine angehoben, freie Bahn, bitte sehr.

Sie setzt sich in die Gardine.

Ich scheuche sie vorsichtig von der Gardine weg, damit sie endlich den Ausgang nimmt, den ich ihr inzwischen wirklich recht großzügig eingerichtet habe.

Sie umfliegt die Gardine und setzt sich von der anderen Seite wieder drauf.

Man muss ja auch nicht immer gleich übertreiben mit dieser ganzen Freiheit, gell? ;-)

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Hornisse am Fenster, groß genug für eigene Hausordnung ;-)Dann wohnt sie jetzt halt hier

Irgendwann gibt man auf.

Nicht aus Angst, eher aus dieser stillen Erkenntnis heraus, dass man gerade gegen ein Tier mit Flügeln, Brummton und offenbar sehr eigenem Grundrissverständnis diskutiert.

Also habe ich gefilmt und fotografiert, wenn sie schon hier wohnt, kann sie wenigstens Material liefern. So viel Teamgeist muss drin sein.

 

 

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Dann, wirklich genau dann, fliegt sie raus, einfach so. Kaum will man sie im sicheren Haus endgültig begrüßen, so auf Dauer, da flieht sie in die Ungewissheit.
Undankbare Verräterin. :mrgreen:

War wohl doch nur zum Fotoshooting da.

Für gute Aufnahmen leider etwas zu flatterhaft, das habe ich ihr aber auch gesagt :roll:

 

 

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Jetzt macht das Grün ernst

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Eben noch gelb, jetzt grün mit Ansage ;-)Eben noch gelb, jetzt grün

Vor ein paar Wochen hatte ich hier schon fast denselben Blick im Blog.

Damals war es der Vergleich zwischen März und April. Erst Feld, dann plötzlich Raps. Zwei Fotos, fast derselbe Blick, und die Landschaft hatte einmal kräftig den Schalter umgelegt.

Jetzt ist wieder etwas Zeit vergangen, gleiche Ecke, nächster Auftritt ;-)

Der Raps ist weg, das Grün ist da

Das Gelb war schon deutlich genug. Dieses „Guck mal, ich bin Frühling!“ quer über das Feld, nicht gerade dezent, aber hübsch.

Inzwischen sieht die Sache schon wieder anders aus. Weniger Knalleffekt, mehr Wucht. Alles voller Grün, die Bäume dichter, das Gras höher, die ganze Ecke irgendwie breiter, voller, lebendiger.

Man geht da entlang, kennt den Blick, denkt im ersten Moment vielleicht gar nichts Besonderes, und dann fällt es eben doch auf.

Da hat schon wieder jemand umgebaut :mrgreen:

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Vor Ort kann man durchaus was lernen

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Altes Mauerwerk, viel Gras und vermutlich mehr Geschichte, als der Kalender eingeplant hatte ;-)Heimatkunde im Job?

Gestern war ich über meinen Job an einer Stelle, an die man sonst vermutlich nicht einfach so rankommt (zumindest nicht, ohne vorher Zaun, Schild, Zuständigkeit und die Laune anderer Leute kennenzulernen).

Dort stand dieses alte Bauwerk, massiv, grau, verwachsen und irgendwie zwischen Wasserversorgung, Aussichtspunkt und „hier war bestimmt mal irgendwas“.

Genau diese Sorte Ding, an der viele vorbeilaufen würden, kurz gucken, weitergehen und fertig. Ich natürlich nicht, denn wenn irgendwo altes Mauerwerk steht und dabei so tut, als hätte es nichts zu erzählen, werde ich misstrauisch, mein Retrofimmel eben :mrgreen:

Was da noch steht

Nach dem, was sich bisher finden lässt, gehört das Ganze ziemlich sicher in die Ecke der alten Wasserversorgung. Im Stadtarchiv Ober-Ramstadt gibt es jedenfalls einen Bestand zu Wasserwerk, Hochbehälter und Wasserleitungsarbeiten mit einer Laufzeit von 1907 bis 1951. Das passt schon sehr deutlich zu dem, was man da vor der Nase hat. Alte Infrastruktur hatte eben noch Charakter. Heute bekommt man dafür vermutlich einen grauen Kasten, drei Warnschilder, eine Servicenummer und irgendeinen QR-Code, der genau dann nicht (mehr) lädt, wenn man ihn braucht.

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Dies und das noch:

Wenn die Raupe Vorfahrt bekommt

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Weidenbohrer-Raupe mit Begleitschutz bis ins Gras ;-)Raupe mit Begleitschutz

Mittagspause, Spaziergang, alles wie fast jeden Tag. Aber nicht ganz, weil da ein paar Meter vor mir auf der Nebenstraße, ich will jetzt nicht asphaltierter Feldweg sagen, deutliche Bewegung herrschte.

Zu groß für einen Wurm, zu klein für eine Schlange, aber zu schnell für eine Schnecke.

Okay, ja, Neugier geweckt ;-)

Also näher ran, natürlich mit der gebotenen Würde eines erwachsenen Mannes, der mitten am Tag auf eine Raupe starrt.

Da lag, beziehungsweise lief, raupte, was auch immer, dann dieses rote Langgerät über den Asphalt. Etwas größer als mein Mittelfinger, kräftig unterwegs und optisch irgendwo zwischen Naturwunder, Gummitier und sehr ambitionierter Sonderlackierung.

Nach allem, was ich so vergleichen konnte, dürfte das eine Weidenbohrer-Raupe gewesen sein. Klingt erst mal nach Akkuwerkzeug aus dem Baumarkt, ist aber die Raupe eines Nachtfalters. Wieder was gelernt. Man geht raus, will ein paar Schritte machen und kommt mit halber Insektenkunde zurück.

Auf der Straße war sie allerdings eher schlecht aufgehoben.

Für eine Raupe ist Asphalt ungefähr das, was für uns Menschen ein Spaziergang über die A5 wäre. Kann man machen, aber die Erfolgsaussichten hängen stark davon ab, wie der Rest der Verkehrsteilnehmer das sieht …

Also habe ich sie lieber bis ins Gras eskortiert.

Einfach als spontaner Mittagspausen-Sicherheitsdienst, weil ich nun mal nicht zusehen wollte, wie dieses hübsche rote Ding als Muster im nächsten Reifenprofil endet.

Manchmal reicht ein Spaziergang eben nicht nur für frische Luft.

Manchmal bekommt man unterwegs auch noch kurz die Verantwortung für ein sechs Zentimeter langes Lebewesen mit Sonderlackierung. :mrgreen:


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Dies und das noch:

Da summt doch was, oder?

Neuer Mitbewohner im Gartenhocker?Bewohnte Gartenmöbel?

Gestern, Garten, draußen, so Zeug eben…

Nichts Wildes, nur sitzen, basteln, Kaffee in Reichweite, kurz mal nicht für alles zuständig sein.

Sollte man öfter machen, klappt nur leider nicht immer, weil irgendwas ja doch wieder meint, Aufmerksamkeit zu brauchen.

Diesmal war es ein Summen

Erst mal nichts Besonderes, im Garten summt es eben immer wieder mal. Hier, da, links, rechts, irgendwo über den Blumen, irgendwo hinter einem – Garten halt.

Irgendwann merkt man aber, dass da ein Rhythmus drin ist. Es kommt, es verschwindet wieder. Es klingt mal ziemlich nah, dann wieder dumpf und verdeckt, als käme es irgendwo aus etwas heraus, von innen, schwer zu beschreiben.

Was macht man?

Richtig. Man wird neugierig :mrgreen:

Dann sucht der halbe Haushalt mit.

Einchecken im InsektenhotelWer sucht, der findet!

Irgendwann war klar, dass da nicht einfach nur irgendwas durch den Garten fliegt. Das Summen kam immer wieder zur selben Stelle zurück, es kam aus dem Inneren eines Hockers. So ein Ding mit Rohren als Gestell, innen natürlich hohl, mit Entwässerungslöchern.

Nicht groß, nicht auffällig, aber für so ein Insekt offenbar völlig ausreichend. Trocken genug, scheinbar ausreichend geschützt und mit direktem Anschluss an den Garten. Mehr braucht es manchmal wohl nicht.

Da hat also jemand ein Insektenhotel eröffnet :shock:

Und noch in Bewegung ;-)

 

 

 

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Die Natur lackiert wohl mit …

Gelbe Pollen und heller Staub auf dem schwarzen Autodach im Frühlingslicht.Wenn Schwarz plötzlich gelb wird

Was immer da gerade an Staub, Pollen oder weiß der Geier unterwegs ist – schwarze Autos bekommen im Moment ganz neue Outfits.

Meiner sieht jedenfalls aus, als hätte die Natur morgens kurz draufgeschaut und beschlossen: Schwarz? Och nö, da geht noch was.

Viele sagen ja, moderne Autos hätten nur noch langweilige Einheitsfarben. Schwarz, Weiß, Grau, Silber, fertig ist die rollende Farbauswahl aus dem Baumarkt.

Nun ja.

Vielleicht sieht die Natur das ähnlich und liefert deshalb gerade die Pollen-Sonderlackierung frei Haus :mrgreen:

Natürlich kommt dann sofort einer mit: „Dann wasch ihn halt.

Danke. Darauf wäre ich allein nie gekommen :roll:

Nur bringt es wenig, den Wagen alle paar Tage zu waschen, wenn er danach gefühlt schon beim Trocknen wieder gelb wird. Irgendwann gewinnt eben der Blütenstaub, zumindest kurzfristig.

Ja, ich denke, da werde ich am Weekend was gegen unternehmen müssen ;-)

 

 

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Eben noch Feld, jetzt Frühling

Im März wirkt die Landschaft noch eher wie Wartemodus.März guckt, April liefert

Zwei Fotos, fast derselbe Blick.

Eines im März, eines im April. Dazwischen nur ein paar Wochen, ein paar Mittagspausenspaziergänge und offenbar genug Zeit, damit die Landschaft einmal den Schalter umlegt.

Im März sieht das noch nach normaler Runde aus. Feld, Weg, Bäume, blauer Himmel. Nett, ruhig, alles okay. Nichts, worüber man groß stolpert, wenn der Kopf gerade mit Arbeit, Hunger, Wetter oder sonstigem Alltagsgedöns beschäftigt ist.

Ein paar Wochen später steht der Frühling plötzlich ziemlich deutlich da.Dann April

Gleiche Ecke, anderer Auftritt. Plötzlich steht da dieses gelbe Feld, als hätte jemand über Nacht beschlossen, dass „ein bisschen Frühling“ wohl zu langweilig wäre.

Ich mag solche Vergleiche. Nicht, weil da jetzt die große Lebensweisheit aus dem Acker wächst. Man muss nicht aus jedem Rapsfeld direkt ein Seminar machen.

Es fiel mir einfach auf

Gleiche Stelle, kurzer Abstand, komplett anderer Eindruck und als bloggenswert befunden.

Also Foto gemacht, fertig, manchmal reicht das völlig :mrgreen:

 

 

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Mal wieder Steinbachwiesen

Fürth an den SteinbachwiesenBisschen raus

Wenn ringsum alles mal wieder einen Tick zu viel ist, hilft so eine Runde draußen oft mehr als jedes Gerede über Ruhe und Runterkommen.

Dass ich hier in Fürth an den Steinbachwiesen nicht gerade selten unterwegs bin, ist kein Geheimnis. Für genau sowas taugt es da aber eben immer wieder.

Wenig Text, viel Wasser.

Mehr braucht das Bild eigentlich nicht.

Mit Ton und in Bewegung übrigens noch eine Ecke besser :mrgreen:

Manchmal auch mit Ton und in Bewegung :mrgreen:

 

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Wenn er selbst im November noch hüpft

Ein sattgrüner Grashüpfer sitzt auf der glänzenden Motorhaube eines dunklen Autos, im Lack spiegelt sich der graue Novemberhimmel.Sie geben einfach keine Ruhe

Kalt, trüb, kaum noch Blätter an den Bäumen und trotzdem sitzt da wieder einer auf meinem Auto:

Ein Grashüpfer, grün wie im Juli, völlig unbeeindruckt von Wetter, Kalender und Logik.

Langsam glaube ich, ich betreibe so etwas wie einen Fahrdienst für Insekten.
Vielleicht bin ich das Uber für Grashüpfer, wer weiß das schon.

Wo kommen die alle her, und noch spannender, wo wollen sie hin?
Fahrgastziel unbekannt, Sprungbereitschaft jederzeit vorhanden :mrgreen:

Und wer meint, das sei Zufall, sollte mal im Blog nach Hüpfer suchen, das sind nämlich sozusagen Serientäter!

Aber vielleicht ist es einfach nur ein kleiner Gruß aus dem Sommer, oder auch eine Erinnerung daran, dass manches nicht aufhört, nur weil der Kalender es so will.
Oder er wollte schlicht mitfahren, weil es auf der Motorhaube wärmer war als auf dem Asphalt ;-)

 

 


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