Telefon, Zeit, Modellbahnwelt-Oberhausen

Modellbahnwelt-Oberhausen - HOAG 2008 / 2009Manchmal ist’s komisch

Gestern habe ich ja hier den Beitrag zu dem Stadtmodell aus Darmstadt gepostet.

Wenn man, so wie ich, eine gewisse Modellbau- und Modellbahngeschichte hat, schauen die Augen auf so eine Welt im Kleinen ja schon anders, da kann man nix gegen machen ;-)

Wer sich jetzt fragt, was sich da bei mir mit welchen Dingen verbindet, findet (nicht zuletzt) unter diesen Links hier ein paar Informationen, leider kann man das alles nur noch aus der virtuellen Zeitmaschine in der Form und an diesem Ort betrachten.

Ein paar digitale Zeitmarken

Ein bisschen was zur Modellbahnwelt-Oberhausen findet sich bei Wikipedia,, ein Blick auf die Zeichen der damaligen Zeit hier bei traino.de.

Da auch meine Uhr damals noch anders getickt hat, finden sich auf meiner michael-floessel.de natürlich ebenfalls ein paar Dinge, die damals die MWO ausgelöst hat, wer mag, kann gerne mal schauen.

Natürlich gibt es auch bei den üblichen Verdächtigen noch so manches in bewegten Bildern, ich bette einfach mal eine Mitfahrt hier ein, vielen Dank an Pennula für die Mühen bei, in und mit der Modellbahn-Szene (Video schon am neuen Ausstellungsort in Fürth Odw.!):

Zurück zu dem, was merkwürdig ist

So, ja, wo war ich?

Richtig, das Modell in Darmstadt :mrgreen:

Natürlich läuft bei einem solchen Anblick auch ein kleiner Film im eigenen Kopf ab, immerhin hat mich das Thema Modellbahn über 11 Jahre begleitet.

Richtig komisch wird es aber, wenn an dem Tag, an dem man das bloggt, am späteren Abend Facebook mit einer Direktnachricht aufploppt und ein liebgewonnener Mensch aus der Zeit (der, der das alles überhaupt ins Leben gerufen hat) einen anschreibt.

Zugegeben, der Anlass war mehr als traurig, was dann am Ende zu einem Telefonat geführt hat, welches nun wieder hier diesen Blogbeitrag ausgelöst.

Man könnte ja Mal zusammenkommen - die ehemaligen der MWO!

Die Idee, die da gestern am späteren Montagabend geboren wurde, war nämlich die, dass sich die ganze Bande mal treffen könnte!

Ja, genau! So richtig mit sehen, sprechen und hören!

Der Georg und ich haben noch keine Idee wann und wo, das muss sich entwickeln.

Aber: Ein Aufruf an alte Weggefährten!

Wer aus der ehemaligen Modellbahnwelt-Oberhausen jetzt und hier über diesen Beitrag stolpert, ist aufgerufen, Kontakt zum Georg, mir oder vielleicht noch bestehenden alten Seilschaften aufzunehmen, damit wir die kleine Lawine mal ins Rollen bringen.

Der oder die eine oder andere aus dem MWO-Team weilt ja inzwischen leider nicht mehr unter uns, wir denken, es wird Zeit!

 

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Saison offiziell eröffnet

Teebeutel Tee im HerbstEs ist wohl so weit

Wenn ich im Büro beginne, den Kaffee zumindest zwischenzeitlich durch Tee zu ersetzen, dann ist auch kulinarisch offiziell der Herbst erreicht.

Also, nicht, dass ihr denkt, das wäre jetzt ein Tee mehr und dafür ein Kaffee weniger, ne!

Das ist dann der Tee, der die Lücke zum nächsten Kaffee füllt :mrgreen:

Zugegeben, eigentlich bin ich ja mittlerweile eher der Typ „loser Tee“, aber im Büro ist so ein Teebeutel durchaus auch eine Alternative ;-)

Tasse Tee mit "Kaminabend"Gemütliches Ambiente

Und, man kann es drehen und wenden, wie man will:

Irgendwie schafft der erste Tee im Herbst immer eine besondere Atmosphäre, jedenfalls für ein paar Minuten.

Dann ist er kalt, leer oder man vergisst ihn, weil man ihn in der Küche vergessen hat :roll:

   

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Erfinderisch musst du sein!

Persönlicher Pavillon 2 go – getestet und für gut befunden.Okay, ein bisschen Zufall hilft auch …

Gestern Regen, heute wahrscheinlich auch, der Herbst nimmt seine Termine in diesem Jahr echt ernst :roll:

Da wir in der Firma draußen weder eine Überdachung für die Raucher, Telefonierer noch für die „mal kurz Pause“-Leute haben, ist das bei Nässe immer so eine Sache.

Mit Schirm, Telefon, Zigarette, Kaffeetasse oder Tasche in den Händen fehlt einfach mindestens ein Arm.

Glück durch Missgeschick

Gestern bin ich dann bei meiner Mittagsrunde, eher zufällig, mit dem Schirm am Zaun hängengeblieben.

Und siehe da: Steht der Zaun im 90-Grad-Winkel, bleibt der Schirm dort liegen und schon hat man ein temporäres Dach. Funktioniert! ;-)

Was man braucht:

  • Einen Zaun mit mindestens zwei Metern Höhe

  • Rechtwinklig aufgestellt

  • Einen Regenschirm

  • Regen (im Sommer geht auch Sonne, falls man einen Schirm dabeihat)

  • Einen Grund, die Hände freihaben zu wollen

  • Die Nerven, die Gesichter der Passanten auszuhalten

  • Eintrittskarten für alle, die ebenfalls drunter wollen

Persönlicher Pavillon 2 go – getestet und für gut befunden :mrgreen:

   

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Phantomtöchter und Zahlendreher!

Wer ruft an und warum?Wer ruft an und warum?

Szene:

Heimweg von der Arbeit, im Auto, eine mir unbekannte Nummer ruft an.

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich überhaupt drangehe, weil es vielleicht wie “ ist, der meine Zugangsdaten zum PC braucht oder einfach so eine Kackbratze meine Kontodaten mit dem Gewinnspiel abgleichen will, bei dem ich mal sicher nicht mitgemacht habe, so’n Rotz halt :roll:

Eine Alarmlampe im Kopf leuchtet!

Ich weiß nicht, vielleicht nennt man es Intuition, aber da es eine deutsche Nummer war, ging ich mal ran, was im Nachhinein eine gute Idee war.

Weil: Es gibt sie noch! Mitdenkende, fähige Menschen, die beim Arbeiten denken und sich Mühe machen!

Die Situation:

Sagen wir mal, Du hast 2 Töchter, die tatsächlich am gleichen Tag im gleichen Jahr geboren sind, sowas nennt sich Zwillinge.

Sagen wir weiter, diese beiden arbeiten auch noch beim Arbeitgeber „Nudelgericht“, die eine aber bei Spaghetti, die andere bei Makkaroni, also einem Konzern mit einzelnen Unternehmen in privater Hand untendrunter.

Jetzt sind vor ein paar Wochen die Spaghetti verkocht und beide Zwillinge arbeiten nun bei Makkaroni, aber eben in zwei verschiedenen Kochtöpfen.

Keine Sorge, das geht noch weiter!

Es kann also vorkommen, dass bei so einem Wechsel eine Zahl verdreht wird, Tochter S. dann zum Beispiel ein bisschen unglücklich ist, weil falsche Steuerklassen bei der Übermittlung auch zu wenig ausgezahlte Geldmittel auf dem Konto bedeuten, was an sich ja schon blöde genug ist.

Genau diese Tochter bekommt aber auch Post von der Krankenkasse, weil sie ein neues Foto für die Gesundheitskarte einreichen soll. Okay, ja, das ist so weit nicht unüblich, es sei denn, das wäre erst vor ein paar Wochen schon mal angefordert und auch erledigt worden.

Wenn solche Dinge geschehen, dann könnte es sein, dass Folgendes passiert ist:

Ein weiterer Zahlendreher generiert die Tochter im deutschen Staats-Verwaltungsdschungel neu, mit einem anderen Geburtsdatum. Dies bewirkt, dass eine neue Krankenversicherungsnummer und (mindestens) auch eine neue Rentenversicherungsnummer entstehen, die final eine neue, dem Universum völlig unbekannte Person generieren.

Man selber merkt’s ja nicht.

Wenn in dem Fall eine pfiffige, wirklich bemühte Mitarbeiterin bei der Krankenkasse hellhörig wird, in die Vita schaut und feststellt „Der Herr F. hat Zwillinge!“, weil da ein Phantom generiert wurde, dann hat man Schwein. Diese Dame ruft dann den Erzeuger an (Tochter konnte nicht drangehen, die war eben bei Makkaroni (be)arbeiten), klärt ab, wie der Sachverhalt ist und dreht nun krumme Zahlen wieder richtig! (Hoffe ich …).

Fragt sich nur, ob wir für das Phantom jetzt auch einen Teller mehr auf den Tisch stellen müssen, laut Vater Staat gibt’s ja jetzt eine Tochter mehr … ;-)

      

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Oh, der Hallentrödel hat heute geöffnet!

Fritz!Fon vom TrödelHey, da war geöffnet!

Heute ist etwas Merkwürdiges geschehen.

Wir, also meine Frau und ich, haben die letzten Einkäufe vor den Feiertagen in Angriff genommen, bis irgendwie das Thema „Öffnungszeiten vom Trödelmarkt“ auf den Tisch kam.

So eine Art Zeichen

Normal hat der Hallentrödel von der Tierschutzhilfe hier in Fürth nur dienstags und samstags geöffnet. Da aber morgen Heiligabend ist, galt das heute nicht. Rein zufällig bin ich da also vorbeigefahren und, ich weiß nicht wieso, plötzlich waren wir in den Geschäftsräumen. Ich mein‘, so ein Omen muss man doch wahrnehmen, oder?

Ich habe wohl einen Telefonfimmel

Was soll ich sagen, ich bin jetzt 4 Euro ärmer, habe dafür aber 2 astrein funktionierende Fritz!Fon-Geräte. Ja, echt, 2 Euro pro Stück :mrgreen:

Ich mein‘, es ist ja nicht so, dass ich nicht schon ein Telefönchen vom Trödel hätte ;-)

Weihnachtsmann vom TrödelEy, aber nicht nur ich!

Die werte Angetraute war der Meinung, dass bei uns noch etwas weihnachtliche Deko fehlt und der Weihnachtsmann da ganz traurig geschaut hätte, weil ihn niemand haben möchte und er so alleine ist … :mrgreen:

 

 

 

Erkenntnisse 2021

WieseÖfter mal was Neues

Ich mein‘, durch die ganzen Pandemieumstände in der aktuellen Zeit, lernt man ja doch noch Situationen kennen, an die man früher nie gedacht hätte.

Da ich in dieser Woche sozusagen Lernen im Homeoffice betreibe, zeitgleich aber auch einen telefonischen Besprechungstermin und Unterricht parallel hatte, konnte ich am Morgen gleich mal ausprobieren, wie konzentrationsfähig ich noch bin. Was soll ich sagen … Es geht, aber öfter muss ich das auch nicht haben. Zuweilen gibt man am Telefon dann die Antworten, die am Bildschirm gefordert werden. Im Internat ist’s da schon ruhiger, da wär’s nur das Eine, oder das Andere gewesen ;-)

Als Bonus:

In der Pause kann man gleich eben checken, warum der Rasenmäher zickt. Da soll mal einer sagen, der Alltag läuft immer gleich ab, so beim Onlinewerkeln. Noch schöner wäre allerdings ein Wetter, bei dem man gleich draußen sitzenbleiben kann, aber die Chancen steigen! :mrgreen:

 

 

Der Sonnen-Cold-Call

Cold CallerPlump, dumm und billig

Das Telefon klingelt, eine mir unbekannte Nummer steht auf dem Display.

Manchmal, aber nur manchmal reizt es mich, zu erfahren, welche Bereicherung mein Leben wohl erfahren wird, wenn ich jetzt abhebe. Und, richtig getippt, es ist ein Cold-Call. Eben so ein mehr oder weniger intelligenter Versuch, Menschen etwas zu verkaufen, nach dem sie gar nicht gesucht haben.

Zu dem, was ich gleich schildere, muss ergänzt werden, dass ich mich (zufällig?) zeitgleich mit den Möglichkeiten beschäftigt habe, Handy, Tablet und Co im sommerlichen Garten zu betreiben, ohne extra die Kabeltrommel hervorzukramen.

Cold-Call *Energisch, dynamisch*:

„Guten Tag und Hallo. Wie sind die XYZ-Sonnenstrom-Dingens und möchten auf die Fragen zurückkommen, die Sie wohl haben!“

Ich *verwundert*:

„Aha… Alle?“

Cold-Call *selbstsicher*:

„Natürlich nur die, welche Solarstrom betreffen!“

Ich *freudig*:

„Klasse, das passt gerade!“

Cold-Call *kommt auf volle Drehzahl, $$$ in den Augen*:

„Also, wir haben für SIE und nur FÜR SIE – bla -Förderung – Dach – Amortisierung – 2000 Jahre – Reich – Schloss – neues Leben!!!“

Ich *zweifelnder Unterton*:

„Ich will mein Smartphone im Garten aufladen, aber nur im Sommer…“

Cold-Call:

*STILLE*

Ich *besorgt klingend*:

„Hallo, noch da?“

Cold-Call *bemüht nicht ausfallend zu werden*:

„Wollen Sie mich verarschen?“

Ich:

„Sie haben MICH angerufen!“

*Tut Tut Tut Tut*

:mrgreen:

Nachtrag im Februar 2021:

Immer wieder mal, gell? ;-)

 

 

 

 

 

Das Ding mit dem Spam, den Daten, ehrwürdigen Versendern und Bestellungen

Merkwürdiges

Man nehme einmal folgende Ereignisse als gegeben:

  • Ein eher alt eingesessener Versandhandel aus einem technischen Bereich.
  • Eine uralte E-Mail-Adresse, die nur noch weitergeleitet wird, da sie nicht mehr genutzt wird, aber eben bei ganz alten Geschichten noch zu einem Kundenkonto gehört.
  • Ein sehr markanter Schreibfehler im eigenen Nachnamen, der trotz drölfzig Änderungen und Telefonaten, immer wieder falsch erscheint.
  • Die einzige Bestellung seit Jahren, ich weiß auch wieder warum.
Seltsame Effekte seit der besagten Bestellung:
  • Plötzlich vermehrt Spam auf dem oben genannten E-Mail-Konto.
  • Der Schreibfehler im Nachnamen, erscheint in einigen dieser Drecksmails.
  • Regelmäßig unerwünschte Anrufe auf dem Festnetz.
  • Die Lieferung für einen eher unscheinbaren Artikel, hat satte 15 Tage gedauert,
  • Der Artikel ist im Eimer und darf jetzt noch zurückgesendet werden.
Fazit:

Eigentlich sollte man so etwas nicht auf sich beruhen lassen, andererseits lohnt es sich aber auch nicht, an solche Penner Lebenszeit zu verschwenden. Sobald die Retoure geklärt ist, bin ich dort jedenfalls Ex-Kunde!

 

 

 

 

 

Trödel, als ob ich da in Versuchung käme!

troedel_pferdchenEin Samstags-Desaster?

Es ist Samstag, durch die Termine in der vergangenen Woche, ist der Lebensmitteleinkauf etwas aus der Planung geraten. In der Regel vermeiden wir es nämlich, am Wochenende den, na sagen wir mal, wöchentlichen Basiseinkauf zu erledigen. Wie es auch sei, heute geht es nicht anders. Idealerweise können wir durch die Läden geradezu durchmarschieren und liegen super in der Zeit. Frau kommt auf die Idee, den Puffer zu nutzen und mal zu dem Hallentrödel von der Tierschutzhilfe zu fahren, der nur samstags geöffnet ist.

OK, warum nicht? Sie war schon mal dort, weiß also was uns erwartet und würde mich eher nicht mitschleppen, wenn es nichts für mich wäre. In dem Fall kann ich nämlich eine wirkliche Spaßbremse sein, sagen böse Zungen zumindest. Pure Verleumdung!

Ich kann mir allerdings auch nicht so recht vorstellen, etwas Erwerbswürdiges zu finden. Meine Konsuminteressen liegen eher im technischen Bereich, bei Flohmarktartikeln kann man Glück haben, ich rechne aber nicht damit. Aus der Erinnerung heraus, tauchen vor meinem geistigen Auge rostige Stehlampengestelle, Brokatdeckchen und riesige Einkochthermometer auf.

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Im Wartezimmer: Der Wasserspender!

Symbolfoto WasserSchon wieder was aus der Gesundheitsecke?

Ja, was soll ich denn machen? Ich habe aktuell viel Arztkram, also reichlich Termine und somit logischerweise auch mehr Kontakt zum Geschehen in Arztpraxen, als mir lieb ist. Zum Glück für den Blog, kommt da auch immer wieder was Bemerkenswertes bei rum, mit dem ich Euer Leben bereichern muss. Konntet Ihr jemals ohne den Desasterkreis auskommen? War schwer, oder? Ein Leben ohne Desasterkreis ist eben möglich aber sinnlos. Jaja, ich bin schon still :mrgreen:

Gedulden

Jetzt also ein kleines Erlebnis, eher eine Beobachtung, aus dem allseits beliebten Wartezimmer beim Doktor, vieles passt aber bestimmt an etlichen anderen Orten ebenso.

Man kann schon beinahe eine Gruppierung der im Wartezimmer sitzenden Mensch vornehmen. Es gibt die Smartphoner, die Leser und die Gesprächigen. Eine 50/25/15 % Verteilung heute, gefühlt jedenfalls. Die restlichen 10 % ergeben sich durch Leute, die mit geschlossenen Augen dösen, alle paar Sekunden einen Anlass finden zur Theke zu gehen oder schlicht ins Leere starren.

Ich schaue auf die Uhr, Viertel nach 9. Eigentlich sollte ich jetzt dran sein, direkt vor mir ist aber gerade eine Frau aufgerufen worden, wird also wohl noch etwas länger dauern. Ich schaue mich abschätzend um. 10 oder 11 Leute sitzen noch, die schon vor mir hier waren. Vielleicht auch mehr, ich kann nicht alle Plätze einsehen. In der Praxis arbeiten mehrere Ärzte bzw. Ärztinnen, schwer einzuschätzen, wer nun zu wem möchte. Soll ich einfach mal fragen, wie lange es noch dauern kann? Ach was, schneller geht es dadurch auch nicht.

Die Zapfsäule

Hm, da steht ein Wasserspender…  So ein Spacy-Teil mit Knöpfen zum Drücken, für mit und ohne Kohlensäure und so. Ein kleiner Schluck käme mir jetzt durchaus gelegen, vielleicht muss ich später eine Urinprobe liefern, meist bin ich dann ohnehin trocken wie die Sahara.

Wie das Ding wohl funktioniert? Man will sich ja nicht unbedingt vor den Mitpatienten blamieren, oder? Ist diese Befürchtung der Grund dafür, dass sich auch von den anderen bisher niemand bedient hat? Hm, das kann man ja mal antesten. Ich stehe auf und gehe zu dem Gerät. Als klar wird, was ich denn ungeheures plane, folgen mir Blicke. Immer mehr werden aufmerksam! Ich schau‘ einmal im Kreis, direkt in ihre Gesichter. Panik, sie wurden erwischt! Ich habe zurückgeschaut, DAS hat niemand erwartet!

Ich ziehe einen der Becher, wirklich nur einen. Die Peinlichkeit, gleich den halben Vorrat aus dem Stapel zu ziehen, habe ich mir erspart. Diesmal. Am Bedienfeld sind 3 Tasten. Einmal Wasser pur, daneben der Knopf für „mit Blubber“ und einer, den ich nicht zuordnen kann. Selbstzerstörung? Soll ich…? Ne, lass mal.

Also Behälter drunter halten, Knöpfchen für „mit Bläschen“ drücken, Becher auf einen ungefährlichen Pegel füllen, geschafft! Eigentlich wäre jetzt Applaus angebracht, vor meinem geistigen Auge verneige ich mich vor dem Publikum, Standing Ovations!

Real nehme ich meine Beute und setze mich wieder hin. Ich trinke zwei- drei Schlückchen unter heimlicher Beobachtung. Befürchtet etwa jemand der Anwesenden meine Vergiftung?

Kurz darauf stelle ich innerlich grinsend fest, dass meine Einschätzung richtig war. Nach der Anstandswarteminute, erhebt sich hier und dort jemand, um ebenfalls die Quelle zu nutzen. Nacheinander, möglichst beiläufig und unauffällig wagen sie den Versuch. Einer musste eben den Anfang machen.

Gleich ist es 9:45 Uhr, irgendwann bin auch ich wohl dran…

   

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Die Zeitmaschine im Kopf: eine kurze Reise durch Erinnerungen

bmw-323i-e21-cockpitIch wurde gerade getriggert!

In einem Tweet bei Twitter ging es irgendwann um das Anschauen von alten TV-Sendungen, vornehmlich aus den 80er und frühen 90er Jahren.

Irgendwie hat dies bei mir etwas ausgelöst. In meinem Kopf wurde ein, sich in Echtzeit selbst erstellender, Film gestartet.

Keine große Reise, nein!

Ein ganz gewöhnlicher Tag, für ganz normale Erledigungen. Nur, dass eben der größte Teil davon für immer Erinnerung bleibt, es existiert vieles aus der Zeit schlicht nicht mehr.

Die Autos sind längst als etwas anderes unterwegs, die Musik Kult oder vergessen. Die meisten Orte haben heute andere Bedeutung, vor allem sind leider auch viele der Menschen aus der Zeit, nicht mehr in der Gegenwart zu erleben.

Los geht es:

Ich steige für einen kurzen Moment noch einmal in meinen BMW 323i. Den E21, der E30 ist noch zu neu, für mich unbezahlbar.

Radio an, Kassette rein, die „Sisters of Mercy“ hämmern den „Temple of Love“ in mein Gehör. Wahrscheinlich schüttelt meine Mutter schon wieder den Kopf, weil sie die Musik bis in die Wohnung hört. Nun, es ist wirklich etwas dolle mit der Lautstärke, mal leiser drehen.

Im 323iDer erste Weg führt zur BP-Tankstelle, ich muss verbleites Benzin tanken. Vielleicht wieder teurer heute, wahrscheinlich um 1.15 DM der Liter.

Den Tankwart kenne ich schon lange, zum Sprit noch zwei Raider und eine Flasche Cola, das kennt er schon. Beim Bezahlen lese ich auf der Bildzeitung eine Schlagzeile, irgendwas mit Helmut Kohl und Genscher.

Ich fahre auf den Parkplatz der Firma, es ist 6 Uhr früh, der Job ruft. Heute ist wieder ein Montageeinsatz fällig. Das ist gut, vor allem ruhig.

Wenn man den Hof verlassen hat, kann einen niemand mehr erreichen, bis der Tag auf der Baustelle vorbei ist. Sollte die Arbeit schneller von der Hand gehen, kann man immer noch an einer Telefonzelle stoppen und Rücksprache halten. Hab ich eigentlich noch was auf der Telefonkarte? Egal, ein paar Groschen liegen bestimmt im Handschuhfach.

Nichts Außergewöhnliches auf der Arbeit heute, endlich Feierabend. Anschließend geht es nach Allkauf, ich brauche eine paar leere VHS- und auch Audiokassetten.

Für den Ton werden es wohl wieder BASF Chromdioxid, bei den Videobändern ist mir die Marke relativ egal.

Blöde, die VHS-Tapes sind da, nur keine für die Musik. Wohin nun? Vielleicht bei Divi? Ne, nicht mehr heute, um 18:30 machen die den Laden ja dicht. Außerdem will ich nach Hause, da gibt es vielleicht etwas Neues.

Es kann nämlich sein, dass endlich die Fernsehantenne aufgerüstet ist, ich will auch mal RTL schauen, mit Sat-1 wird’s höchstwahrscheinlich ohnehin wieder nichts, die senden ihren Kram hier einfach zu schwach aus.

Klar, ich könnte auch noch einen Filmvorrat in der Videothek holen, langsam wird das aber auch teuer. Nebenbei kenne ich das Spielchen mit dem Ausleihen, der Rückgabe und dem Zurückspulen. Vergessen als Ausrede zieht bei beidem nicht und ich zahle wieder eine 1 DM „Erinnerungsgeld“.

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