Neu ist nur das Theater der Empörung

KI-generiertes Symbolbild: Zeitung mit der Schlagzeile „Man ist empört!“Als noch irgendwer überrascht sein müsste

Ich habe eine Meldung gelesen und mich kein Stück gewundert.

Kerninhalt bei der Nachricht bei BR24: „Die Rufe nach (Steuer) Erleichterungen werden lauter„.

Wundert mich das?

Kein Stück!

Ich bin nicht mehr verwundert, schon lange nicht mehr.

Nicht über die Preise. Nicht über die Wut. Nicht einmal über das übliche Theater, das jetzt wieder aufgeführt wird, als hätte man soeben entdeckt, dass Leben in Deutschland Geld kostet. Mehr Geld kostet, als es zum Betrieb des Landes notwendig wäre.

Neu ist hier nicht die Belastung. Neu ist nur das Theater der Empörung, wenn das Zeug endgültig nicht mehr unter den Teppich passt.

Streng genommen läuft diese Nummer auch nicht erst seit über einem Jahrzehnt, sondern noch länger.

Spätestens 1993 war der Ton doch gesetzt, als Helmut Kohl 1993 sinngemäß sagte:

Eine erfolgreiche Industrienation lasse sich nicht als „kollektiver Freizeitpark“ organisieren.

Im noch bekannteren Satz vom 21. Oktober 1993 formulierte er dann: Man könne die Zukunft nicht dadurch sichern, dass man „unser Land als einen kollektiven Freizeitpark“ organisiere.

Das passt leider auch ziemlich gut zu dem politischen Grundgefühl, das danach immer wieder durchschimmerte. Die Leute draußen sollen gefälligst mehr schultern, mehr zahlen, mehr schlucken, und wenn sie irgendwann die Schnauze voll haben, stellt man sich hin und tut verwundert. Ganz großes Kino, nur ohne Popcorn. Popcorn wäre eh Luxus, also Kino, Freizeit, leben für’s arbeiten, soll ja nicht so dekadent sein, gell?

Beim Strom konnte man das zuletzt wieder hübsch besichtigen. Im Koalitionsvertrag 2025 stand noch ziemlich groß, dass es schnelle Entlastungen von mindestens fünf Cent pro Kilowattstunde geben soll und die Stromsteuer für alle so schnell wie möglich auf das europäische Mindestmaß sinken soll.

Als es dann ernst wurde, hieß es in der Regierungspressekonferenz vom 27. Juni 2025, das gehe eben nur in mehreren Schritten, der Finanzierungsvorbehalt gelte, finanzierbar seien aktuell drei Maßnahmen. Aus dem lauten Versprechen für alle wurde also wieder das bekannte deutsche Modell, groß ankündigen, klein einsammeln, augenwischerisch erklären.

Geliefert wurden dann für 2026 vor allem 6,5 Milliarden Euro Zuschuss zu den Netzentgelten, dazu die Abschaffung der Gasspeicherumlage und die dauerhaft niedrige Stromsteuer für produzierende Unternehmen sowie Land und Forstwirtschaft. Private Haushalte blieben bei der Stromsteuer außen vor.

Der Kanzler hat das später sogar selbst so gesagt, leider nicht für private Haushalte. Ehrlicher wird es dann immerhin mal kurz, auch wenn es den Zähler und Zahler zu Hause kein Stück beeindruckt.

Beim Sprit läuft derselbe Film, nur mit Zapfsäule

Seit April darf nur noch einmal am Tag erhöht werden, mittags um zwölf. Klingt erst mal nach Ordnung, nach Eingriff, nach „wir tun was“. Der ADAC meldete für März 2026 trotzdem beim Diesel den höchsten Monatsschnitt überhaupt, 2,164 Euro je Liter. Gleichzeitig führte das Modell laut ADAC zu Preisaufschlägen von fast acht Cent um 12 Uhr. Dann wird man also nicht mehr dauernd abkassiert, sondern pünktlich. Das ist natürlich fast schon Service, fragt sich nur, für welches Land.

Was mich daran nicht einmal am meisten aufregt, ist die politische Dreistigkeit. Die gehört ja inzwischen fast schon zur Grundausstattung. Tatsächlich schlimmer finde ich, dass es offenbar immer noch genug Menschen gibt, die diese Schallwellen aus Politiker-Mündern wirklich glauben.

Trotz all der Jahre. Trotz all der Verpackungstricks. Trotz der immer gleichen Nummer, bei der Entlastung draufsteht und am Ende wieder der normale Zahler dumm aus der Wäsche guckt.

Für mich ist das auch deshalb kein neuer Film, weil ich genau diesen Mist schon vor über zwölf Jahren auf meiner „michael-floessel.de“ kritisiert habe, als es den Desasterkreis noch gar nicht gab. Zum Beispiel hier:

Neu ist hier gar nichts

Neu ist nur die Verpackung, das Theater, das betretene Gesicht und die aufgesetzte Anteilnahme, wenn Leute irgendwann nicht mehr mitspielen wollen. Fast bitterer ist nur, dass noch immer genug Publikum im Saal sitzt und ernsthaft glaubt, diesmal käme aus dem Mund der Politik etwas anderes als warme Luft mit Preisschild.

Bei all dem bin ich  eher amüsiert, weil ich recht gut immer schon vorher wußte, was wohl kommen wird. Klappt auch heute noch … ziemlich gut sogar. Und ja, nicht nur bei der Politik ;-)

Hinweis zu einem Quellenlink: Der ursprünglich verlinkte BR24-Aufhänger scheint zeitweise oder dauerhaft nicht sauber erreichbar zu sein. Am Kern des Beitrags ändert das nichts, denn der Link war der Anlass, nicht die tragende Grundlage. Es ging um den damals gemeldeten politischen Reflex, bei hohen Preisen plötzlich wieder über Steuererleichterungen und Entlastung zu reden, also genau um dieses Theater, das erst dann laut wird, wenn die Belastung längst beim Bürger angekommen ist.

 

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Regieren – vorne blenden, hinten treten!

KI-Symbolbild: Geier im Würgegriff, davor Geld und ZapfpistoleDas ist kein Zufall!

Ostern ist vorbei, aber während der Feiertage habe ich mir mal das eine oder andere angesehen, was gerade so in den Nachrichten auftaucht. Plötzlich war mir danach, mal zu schauen, was eben NICHT in dicken Schlagzeilen steht.

Zwangsläufig fängt dann der Kopf an, auch alle anderen Dinge zu beleuchten, die einem beim Scrollen so auf die Netzhaut projiziert werden.

Gedanken

Es ist schon bemerkenswert, worauf in diesem Land zuverlässig der Scheinwerfer gehalten wird.

Vorne irgendein digital aufgepumpter Aufreger, die nächste künstlich hochgezogene Empörungsnummer, das übliche Brot-und-Spiele-Gezappel für ein paar Stunden Medienbetrieb zur Meinungsmache und Ablenkung.

Hinten laufen Dinge durch, die ganz real in Freiheit, Alltag und Geldbeutel eingreifen. Nicht als großes Getöse, sondern als nüchterne Gesetzesänderung, als höherer Satz, als stiller Griff ins Portemonnaie. Nicht heimlich, nein, aber so schön leise, dass man es eben einfach durchwinken kann.

Während also an jeder passenden Symbolfigur tagelang herumempört wird, jung, digital verwertbar und politisch brauchbar, und bei echtem Dreck erstaunlich schnell wieder der Deckel draufkommt, laufen die wirklich harten Dinge angenehm leise mit. Darf es ein bisschen sexuelle Empörung sein? Bitte nicht am digitalen Lack kratzen, da könnte Rost zum Vorschein kommen … ;-)

Neue Pflichten. Neue Belastungen. Neue Zumutungen. Für die, die morgens aufstehen, arbeiten, tanken, heizen und diesen Laden überhaupt noch finanzieren.

Ohne große Bühne

Ein schönes Beispiel dafür steht seit dem 1. Januar 2026 schwarz auf weiß im Wehrpflichtgesetz.

Männliche Personen brauchen für einen Auslandsaufenthalt von mehr als drei Monaten eine Genehmigung, solange ihre Wehrpflicht nicht ruht. Parallel dazu läuft der neue Wehrdienst an, inklusive verpflichtender Erfassung für junge Männer. Das ist keine krumme Internetgeschichte, das ist amtlicher Stoff. Nur eben ohne große Bühne. Nur betrifft es eben nicht viele, darum juckt es eben wenig.

Erinnert sich noch jemand an den Aufriss, der gemacht wurde, als die Wehrpflicht abgeschafft wurde? War praktisch für so manche männliche Wählerstimme im passenden Alter, gell?

Noch so’n Ding

Ein zweites Beispiel ist noch banaler und genau deshalb so schön leise. Zum 1. Januar 2026 sind die Beitragsbemessungsgrenzen in Kranken- und Rentenversicherung gestiegen. In der gesetzlichen Krankenversicherung ging es von 5.512,50 auf 5.812,50 Euro im Monat hoch, in der Rentenversicherung von 8.050 auf 8.450 Euro.

Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung laut Bundesgesundheitsministerium von 2,5 auf 2,9 Prozent, und als wäre das noch nicht genug, haben zum Jahresbeginn laut Bundesgesundheitsministerium gleich 43 Krankenkassen ihre Beitragssätze erhöht.

Das ist kein Stoff für tagelange Empörungswellen, kein Brennpunkt, kein moralisches Theater.

Auf der Lohnabrechnung steht es trotzdem. Leise, pünktlich und ziemlich zuverlässig zu Lasten derer, die morgens arbeiten gehen und diesen Laden am Laufen halten.

Ich will hier keine Endlosliste erstellen, aber wer sich wundert, wo immer mehr von seinem erarbeiteten Einkommen versackt, kommt nicht drumrum, sich ein bisschen zu informieren, würde vielen Wahlberechtigten ohnehin guttun …

Für die Show laut, für die Wiederwahl leise, so läuft das eben.

Zahlen, die wehtun

Beim Geld läuft das Spiel genauso, nein, schlimmer.

Ausgerechnet die Bundesregierung selbst wirbt für 2026 mit rund 160 Euro Entlastung bei Strom und Gas für einen Musterhaushalt.

Klingt nett. Klingt ordentlich. Klingt so, als sei man auf der Seite der Leute. Nur ist das eben wieder so eine Zahl aus dem Prospekt. Die echten Belastungen kommen nicht als freundlicher Jahreswert mit Schleife, sondern beim Tanken, beim Heizen und am Ende des Monats.

By the way, wer sorgt eigentlich seit Jahren dafür, dass genau diese Preise politisch immer weiter unter Druck gesetzt werden, um dann später so zu tun, als seien 160 Euro Trostpflaster schon eine große Entlastung?

Du kommst ja nicht drumrum

Damit das nicht wieder in irgendeiner weichgekochten Durchschnittszahl versandet, reicht ein ziemlich normaler Fall. Kein Luxus, kein Wochenendgekurve, kein Spaßverkehr. Nur Arbeit und Heizen.

Gerechnet ist mit 20 Kilometern einfacher Strecke zur Arbeit, also 40 Kilometern am Tag, 230 Arbeitstagen im Jahr wegen 30 Tagen Urlaub und einem Dieselverbrauch von 8 Litern auf 100 Kilometer.

Macht 9.200 Kilometer und damit 736 Liter Diesel im Jahr, nur für den Arbeitsweg. Dazu kommen 2.000 Liter Heizöl. Mehr nicht, das ist stellenweise eher schon die freundliche Variante des Alltags.

Und bei der Rechnung kriege ich große Augen

2025 lagen die Kosten dafür noch bei 3.017,70 Euro.

Mit dem Stand von Anfang April 2026 landet derselbe Fall plötzlich bei 4.929,78 Euro.

Nicht mit mehr Fahrerei, nicht mit größerer Wohnung, nicht mit irgendeinem Extrawunsch, sondern für denselben Arbeitsweg und dieselbe Heizmenge.

Unterm Strich sind das also 1.912,08 Euro mehr als noch 2025.

Es gibt Menschen, bei denen ist das ein Monatsgehalt. Also quasi, wo es das noch gibt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld zusammen, nur in die falsche Richtung.

Für denselben Arbeitsweg. Für dieselbe Heizmenge. Für denselben Alltag, wenn man die Preise von jetzt hochrechnet und die Tatsache berücksichtigt, dass niemand wirklich daran denkt, irgendetwas Sinnvolles zur Entlastung beizusteuern.

Kein noch so frecher, dummer und auch anmaßender Vorschlag ist bestimmten Personen in Berlin zu peinlich.

Und genau an der Stelle wird das Gerede von Entlastung zur blanken Verhöhnung

Die von der Bundesregierung selbst beworbenen rund 160 Euro decken in diesem Beispiel nicht einmal ein Zehntel dessen ab, was an realer Mehrbelastung schon wieder draufliegt.

Es bleiben also trotz dieses hübsch präsentierten Trostpflasters noch rund 1.752 Euro Mehrbelastung stehen. Allein beim Heizöl liegen zwischen 2025 und dem jetzigen Niveau 1.338 Euro. Beim Diesel für den reinen Arbeitsweg noch einmal gut 574 Euro. Für dieselbe Strecke. Für dieselbe Heizmenge. Für denselben Alltag.

Und selbst bei den groß angekündigten Hilfen kam eben oft nicht das an, was vorher vollmundig versprochen wurde. Der Bayerische Oberste Rechnungshof hält für den Energiesperren-Schutzschirm fest, dass von 25,5 Millionen Euro vorgesehener Härtefallhilfe am Ende nur 265.000 Euro ausgezahlt wurden. Der Vollzug kostete 1,4 Millionen Euro, also ein Mehrfaches der eigentlichen Hilfe. Das muss man auch erstmal schaffen. Groß helfen wollen und am Ende mehr Verwaltung als Hilfe produzieren.

In Baden-Württemberg wird 2026 noch immer an einem Ausgleich für Corona-Soforthilfen herumgedoktert. Das Antragsportal soll erst im vierten Quartal 2026 öffnen. Anders gesagt, Jahre später ist das Thema noch immer nicht sauber vom Tisch. Von punktgenau angekommenen Entlastungen zu reden, ist da schon ziemlich sportlich.

Wenn die nächsten Ideen auch noch kommen

Noch schöner wird es bei dem, was zusätzlich schon offen diskutiert wird. Nicht beschlossen, aber eben auch nicht aus der Welt. Beim Ehegattensplitting ist ziemlich klar, wen eine Einschränkung besonders träfe. Vor allem Alleinverdiener-Familien. Das Institut der deutschen Wirtschaft schreibt das selbst ziemlich deutlich. Wer also so tut, als gehe es da nur um irgendeine elegante Reform für mehr Gerechtigkeit, erzählt nur die halbe Geschichte.

Bei der kostenlosen Familienversicherung für Ehepartner ist ebenfalls schon offen im Gespräch, sie zu kippen. Im Raum steht ein Mindestbeitrag von rund 225 Euro im Monat. Macht 2.700 Euro im Jahr, nur damit die Gattin weiter mitversichert wäre. Der Arzt wäre dann nicht weg. Kostenlos wäre er aber plötzlich auch nicht mehr. Darüber berichtete zuletzt auch das Handelsblatt.

Dann ist da noch die Mehrwertsteuer. Auch da muss man gar nicht verkünsteln. Wenn der Satz steigt, steigt er auf den Nettopreis, fertig. Aus 1.000 Euro netto werden bei 19 Prozent 1.190 Euro brutto. Bei 22 Prozent wären es 1.220 Euro. Macht 30 Euro mehr. Aus 2.000 Euro netto werden 60 Euro mehr. Im Jahr also 360 oder 720 Euro zusätzlich. Und das natürlich nicht auf freundliche Wohlfühlpreise, sondern auf Sprit, Heizöl, Handwerk, Reparaturen und Dienstleistungen, die ohnehin schon völlig überzogen sind. Politisch beschlossen ist das bislang nicht. Aber schon das laute Nachdenken darüber zeigt die Richtung. Erst denkt man laut nach, später heißt es dann, es sei leider alternativlos. Über solche Gedankenspiele wurde zuletzt auch im Tagesspiegel berichtet.

Reduziert auf das, was bleibt

Unterm Strich ist die Botschaft doch längst klar. Lebt damit. Fahrt weniger, friert leiser, zahlt mehr und seid dankbar, wenn irgendwer dazu noch eine freundlich gelayoutete Grafik mit angeblicher Entlastung herumzeigt. Von dort kommt am Ende nicht Hilfe, sondern vor allem die nächste Erklärung, warum man jetzt eben verzichten, verzichten und noch mal verzichten soll.

Am Ende bleibt genau dieser Eindruck. Vorne blendet man, hinten tritt man. Mal mit neuer Pflicht, mal mit höherem Beitrag, mal mit Sprit- und Heizkosten, die längst jeden normalen Rahmen verlassen haben. Das ist kein Zufall. Das ist Methode. Und dass dieser Politikbetrieb die Realität des normalen Bürgers noch ernsthaft im Blick hätte, glaubt inzwischen auch nur noch, wer solche Prospektzahlen wirklich für Hilfe hält.

 

Wie gut, wenn dann passend ein Wal strandet (und Ostern kommt, ist oder war…) ;-)

 


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Wenn der Staat plötzlich rechnen kann

Eimer mit Euro-Scheinen und Münzen, daneben ein Stethoskop und ein gelbes Emoji, das sich an die Stirn tippt.Für alles ist Geld da

Nur bei denen, die einzahlen, da wird gespart.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell dieser Politikbetrieb plötzlich rechnen kann, wenn es um die eigenen Leute geht.

Jahrelang wird Geld in alle Richtungen geworfen.

Für Haltung, Prestige, Förderung, Weltrettung und den üblichen Berliner Selbstbeweihräucherungsladen.

Sobald es aber um Familien hier geht, wird aus dem großen Gönnerstaat schlagartig der knauserige Erbsenzähler. Jetzt soll also ernsthaft an die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern ran. Rund 225 Euro im Monat stehen im Raum. Betroffen wären laut GKV rund 2,46 Millionen Ehe- und Lebenspartner.

Macht unterm Strich bis zu 6,642 Milliarden Euro im Jahr.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen

Dieselbe Republik, die Peru 2024 neue Mittel von 352,5 Millionen Euro zugesagt hat, steckt davon 20 Millionen Euro in Radwege in Lima und weitere 24 Millionen in Radwege in anderen Städten dort. Für den Ehepartner hierzulande wird dann plötzlich die Stirn in Sorgenfalten gelegt, als wäre das Land wegen ein paar Milliarden kurz vor dem Offenbarungseid. Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber diese Art Regierung war nie meine. Vor 21 Jahren nicht, heute nicht, und einen plötzlichen Erkenntnisblitz erwarte ich da auch nicht mehr.

Noch hübscher wird es, wenn man weiterblättert. Für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz wurden 2024 in Deutschland 6,7 Milliarden Euro ausgegeben. Zufall oder Ironie des Schicksals, das liegt ziemlich genau in der Größenordnung dessen, was man sich bei den mitversicherten Ehepartnern holen würde. Es ist also nicht so, dass kein Geld da wäre. Es ist nur zuverlässig da, solange es nicht um die Leute geht, die hier morgens aufstehen, arbeiten, tanken, einkaufen und den ganzen Laden bezahlen dürfen.

Baue Dir schicke Zahlen

Beim politischen Betrieb selbst ist das Rechnen übrigens auch eher eine saisonale Disziplin. 630 Abgeordnete sitzen im 21. Bundestag. Die monatliche Entschädigung liegt bei 11.833,47 Euro, die steuerfreie Aufwandspauschale bei 5.467,27 Euro. Zusammen sind das hochgerechnet rund 130,8 Millionen Euro im Jahr, nur für diese beiden Posten. Da wird nicht gespart. Da wird verwaltet, angepasst und freundlich weitergereicht. Beim Ehepartner des Beitragszahlers entdeckt man dagegen auf einmal den harten Kurs. Klar. Wo denn auch sonst.

Dasselbe Theater kennen wir vom Sprit

Da wird einem seit Jahren erzählt, man müsse die Preise eben ertragen, für das Klima, für die Zukunft, für das gute Gefühl im Berliner Altbauviertel. Faktisch liegen auf Benzin schon jetzt 65,45 Cent Energiesteuer pro Liter. Insgesamt lag der Steuer- und Abgabenanteil bei Benzin 2025 im Schnitt bei rund 64 Prozent. Dazu kommt, dass der CO2-Preis 2026 weiter steigt. Man melkt also jeden, der auf Auto und Alltag angewiesen ist, und verkauft das dann als höheren Sinn.

Das Schönste an dieser Nummer ist aber wie immer die Selbstüberschätzung. Deutschlands Anteil an den globalen energiebedingten CO2-Emissionen lag 2023 laut IEA bei 1,58 Prozent. China lag bei 32,1 Prozent, die USA bei 12,72 Prozent, Indien bei 7,97 Prozent. Trotzdem wird hier so getan, als hinge das Weltklima am deutschen Handwerker, der morgens zur Arbeit fährt und abends noch den Einkauf heimschleppt. Genau diese Mischung aus Abkassieren, Belehren und Selbstgerechtigkeit geht mir inzwischen gründlich auf den Keks.

Wer sparen will, soll bei Symbolpolitik, Auslandsförderung ohne Bezug zum hiesigen Alltag, Fehlanreizen und diesem satten Politapparat anfangen.

Familien als Sparschwein zu entdecken, ist keine Reform. Das ist einfach nur frech. Und dumm! :roll:

 

     

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Sprit frisst Geld, Parken nimmt den Rest

Parkautomat im Messeparkhaus mit Tagesticket für 20 EuroPremiumbenzinpreise und Stehen de luxe

Manchmal reicht ein einziges Foto, und der ganze Irrsinn ist komplett erzählt.

Da fährt man zu einer Messe, stellt den Wagen im Parkhaus ab und denkt sich erstmal nichts weiter. Anfahrt, Sprit, voller Tag, viel los. Reicht ja eigentlich schon. Doch dann kommt der Automat und zeigt, dass noch Luft nach oben ist.

Erst an die Zapfsäule, dann an den Automaten

Das ist ja das eigentlich Schöne an der Sache.

Erst fahrt ihr los und werdet an der Tankstelle schon sauber erleichtert. Egal ob Benzin oder Diesel, billig ist da längst nichts mehr. Danach kommt das Parkhaus auf der Messe und schaut offenbar, ob vom Rest auch noch was zu holen ist.

Richtig unerquicklich wird es für die, die mehrere Messetage mitnehmen. Da ist das nicht mehr einfach nur ein teurer Stellplatz, da wird aus ein paar Tagen Aufenthalt schnell ein kleiner Nebenkriegsschauplatz fürs Portemonnaie.

Fair wäre irgendwie anders

Genau das nervt ja daran.

Auf einer Messe ist man nicht automatisch den kompletten Tag. Manchmal reichen ein paar Stunden völlig aus. Trotzdem wird behandelt, als hätte man den Stellplatz von morgens bis abends in Beschlag genommen. Das ist schon eine besondere Art von Großzügigkeit, nur eben in die falsche Richtung.

Teuer ist nicht einfach nur teuer

Es wird ständig so getan, als wären diese Spritpreise einfach Schicksal, Weltmarkt, Pech gehabt. Das ist natürlich bequem, aber eben nicht die ganze Wahrheit. Ein gewaltiger Teil des Preises besteht aus Steuern, Abgaben und Aufschlägen. Der Staat hält also nicht nur die Hand auf, er hat sie längst fest eingebaut.

Dazu kommt der übliche Verkaufston, warum das alles angeblich nötig sein soll. Klima, Lenkung, Verantwortung, Zukunft, irgend so was. Klingt auf dem Papier immer herrlich edel. An der Kasse bleibt davon nur teuer übrig.

Diesel, das frühere Wundermittel

Besonders schräg ist der Blick auf Diesel.

Es ist noch gar nicht so furchtbar lange her, da wurde Diesel vielen als die clevere Lösung verkauft. Sparsamer, günstiger, sinnvoll für Vielfahrer, praktisch das kleine Heil aller Verbrennerfreunde. Dann wurde politisch draufgehauen, gesellschaftlich die Nase gerümpft und beim Preis ist von dem alten Vorteil inzwischen auch nicht mehr viel übrig.

Heute zahlt man vielerorts auch da Summen, bei denen man sich fragt, wann genau aus dem angeblich vernünftigen Antrieb ein weiteres Luxusproblem geworden ist.

Wenn schon arm, dann bitte komplett

So sieht es doch aus.

Erst frisst das Tanken Geld, dann nimmt das Parken den Rest. Und weil der Spaß bei Kraftstoffen nicht endet, trifft die ganze Nummer über Heizöl auch noch das Zuhause. Man kann also unterwegs zahlen und daheim gleich weitermachen. Effizienz können sie.

Mobilität ist hier längst kein normales Thema mehr. Aber nett gemacht! Du sollst flexibel sein, gearbeitet wird auch zu wenig, krank werden ist eine Frechheit für die Gesellschaft und überhaupt kostet das Volk zu viel Geld. Also, malocht gefälligst, damit ihr konsumiert, damit der Steuerrubel rollt.

Es ist ein Dauerspiel aus Preisen, Aufschlägen, Steuern und Ausreden. Erst wird das Fahren teuer gemacht, dann das Stehen gleich mit. Und irgendwo erklärt euch bestimmt wieder einer, warum das alles vernünftig sein soll.

Natürlich wieder nur mein Senf, is‘ klar, oder? ;-)

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Verkehrsschilder – Könnte es so sein?

Verkehrsschilder - Könnte es so sein?Was einem eben so beim Fahren durch den Kopf geht

Wer hier öfter liest (ja, das scheint es echt zu geben!) kennt meine Einstellung zu random eingerichteten 30er-Zonen und ähnlichem Theater.

Mittlerweile vergeht kaum ein Quartal, in dessen Verlauf nicht eine halbwegs zügig befahrbare Strecke künstlich zur Lärm- und Stauzone umgemodelt wird, weil da plötzlich nur noch die Bremse zählt.

Wobei ich allerdings auch mal Positives erwähnen will: Die neue 30er in Groß-Bieberau ist tatsächlich sinnvoll, nur morgens um halb sechs, da isses Quatsch ;-)

Kopfkino

Jedenfalls habe ich ja politisch gesehen eine recht klare Meinung zu all dem, was sich seit Anfang der 2000er Jahre hierzulande so dem Bürger eröffnet.

Deshalb gehe ich nicht unbedingt immer davon aus, dass bestimmte Entscheidungen wirklich einem Fortschritt dienen, aber lassen wir das ;-)

Gedanklich ergibt sich bei mir folgendes Szenario

Sagen wir mal, da sind 3 Parteien am Start, die über Maßnahmen zur Kontrolle des Straßenverkehrs in einer Sitzung vor sich hin planen.

Sagen wir weiter, die Damen und Herren stammen aus folgenden Vereinigungen:

Partei 1: ABB (Absolout Blödsinnige Beschlüsse)

Partei 2: SSAM (Sozial Sollen Andere Machen)

Partei 3: IMF (Irgendwas mit Farbe im Namen)

 

Irgendwie entsteht dann in meinem Kopf ein Gespräch

ABB: „Was Besonderes im Straßenverkehr?“

SSAM: „Ja, die Unfallzahlen sind gesunken!“

IMF: „Toll, die Co2-Abgabe wirkt!“

ABB: „Warum gesunken?“

SSAM: „Vornehmlich, weil die Autos sicher sind als früher.“

ABB: „Blöd, das können wir nicht zugeben.“

IMF: „Das kommt nur durch die CO2-Abgabe!“

ABB: “ :roll:

SSAM: “ :roll:

IMF: „Ihr nehmt uns nicht ernst …“

ABB & SSAM: “ :Doch, doch … “

ABB: „Also, wir müssen was tun, damit die Leute sehen, dass wir was tun!“

SSAM: „Klar, das ist ja der Punkt unserer Arbeit!“

IMF: „Genau! Aber es muss auch in den Zeitgeist passen und Einnahmen generieren!“

ABB: „Also irgendwas mit Umwelt, Sicherheit oder Verkehrswende?“

SSAM: „Am besten alles auf einmal, dann gibt’s keinen Widerspruch!“

IMF: „Ich hätte da eine Idee! Wir machen einfach irgendwo eine neue 30er-Zone!“

ABB: „Super! Aber wo?“

SSAM: „Egal, Hauptsache, es gibt eine schöne Begründung!“

IMF: „Wir könnten sagen, dass es da mal vor 20 Jahren fast einen Unfall gab und eine Gefahr für die Zukunft besteht, weil ja so lange nichts passiert ist!“

ABB: „Oder dass dort demnächst jemand wohnen könnte!“

SSAM: „Oder dass es statistisch gesehen irgendwann mal regnet, dann wird es ja rutschig!“

IMF: „Oh ja, und dann noch irgendwas mit Klima!“

ABB: „Klasse! Dann haben wir das beschlossen!“

SSAM: „Ein Hoch auf die Demokratie!“

IMF: „Ein Hoch auf die Verkehrswende!“

ABB: „Ein Hoch auf uns!“ *Hier bitte geistig das Geräusch von ploppenden Sektkorken einblenden*

Gegebenenfalls auftretende Übereinstimmungen mit der Realität wären natürlich reiner Zufall, das wollte ich noch betont haben :mrgreen:


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Wahlen: Meckern oder nutzen?

Wahlen: Meckern oder nutzen?Bald: Wahlen!

Es ist mal wieder so weit: Die Wahlen stehen an!

Die Plakate hängen, die Slogans klingen hohl und irgendwie hat man das Gefühl, dass sich an der allgemeinen Misere trotzdem nichts ändert. Aber eins steht fest, die Zeit wird knapp! Wer noch nicht gewählt hat, sollte langsam in die Hufe kommen!

Meckern ohne Wahl? Schwierig!

Jetzt mal ehrlich, man kann Wahlen doof finden, ihnen misstrauen oder der Meinung sein, dass sich eh nichts ändert. Ich gehöre da sicher nicht zur euphorischen Fraktion. Wie war das noch? „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.

Jepp, das hat was. Trotzdem, gar nicht zu wählen und sich dann über die Ergebnisse aufzuregen, ist in etwa so, als würde man hungrig vor einem Buffet stehen und sich darüber beschweren, dass man nichts auf dem Teller hat.

Wahlkampf-Pantomime

Wobei, seien wir ehrlich, der eigentliche Zirkus beginnt doch schon vorher. Wahlplakate mit grinsenden Gesichtern, hohle Versprechen, die eher an Horoskope als an echte politische Inhalte erinnern und ein Schauspiel, bei dem alle so tun, als würden sie knallhart gegeneinander kämpfen, nur um sich nach der Wahl doch wieder den Sandkasten zu teilen.

Ich hab dazu ja schon mal die Kompetenz und das Vertrauen an jeder Laterne zur Kenntnis genommen ;-)

Immerhin sind jetzt an Getränken die Verschlüsse fest, damit Müll vermieden wird, da kommt es auf ein paar tausend Plakate natürlich nicht an …

Fazit, wählen oder schweigen

Klar, ich traue dem ganzen Wahlsystem auch nicht über den Weg. Trotzdem nutze ich meine Stimme!

Nicht weil ich glaube, dass plötzlich alles besser wird, sondern weil ich dann zumindest das Recht habe zu sagen, „Ich habe an dieser Stelle meinen Teil getan.

Also, geht wählen!

Die Uhr tickt und nachher ist es zu spät. Dann bitte auch ohne Gejammer, wenn’s nicht so läuft, wie ihr wollt. :mrgreen:

 

  

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Umfragen: Wer wird denn da befragt?

Frage nur, wenn Du auch eine Antwort willst! (KI generiert)Frage nur, wenn Du auch eine Antwort willst!

Ansonsten stelle sicher, dass die Antwort dem entspricht, was DU hören möchtest :mrgreen:

Es ist wieder soweit, habe ich ja gestern schon dezent festgestellt – Wahlkampfzeit!

Plötzlich tauchen sie überall auf: Umfragen!

„Laut einer aktuellen Umfrage…“ – ein Satz, der scheinbar jede These untermauern kann.

Gelegentlich gibt’s eine Quelle dazu, oft genug bleibt die im Dunkeln. Und die Rahmenbedingungen? Nun ja, dagegen kann man das Rezept für Coca-Cola direkt als frei zugänglich bezeichnen.

Das Seltsame daran

Kaum jemand kennt jemanden, der jemals an einer dieser „repräsentativen“ Umfragen teilgenommen hat.

Und falls doch:

  • Wer fragt?
  • Warum wird gefragt?
  • Welche Fragen wurden genau gestellt?
  • In welchem Umfeld?
  • Welche Antwortmöglichkeiten gab es überhaupt?

All das bleibt meistens so unklar wie ein Nebelschleier über heißem Kaffee, nur, dass man bei dem weiß, was es ist.

Besonders spannend wird es, wenn man genauer hinsieht. Viele dieser Umfragen sind nicht etwa neutral erhoben, sondern stammen von Akteuren mit sehr spezifischen Interessen. Und siehe da, die Ergebnisse passen oft verdächtig gut zu deren gewünschtem Narrativ.

Selbst wenn eine Umfrage tatsächlich sauber durchgeführt wurde, kommt es immer darauf an, wie sie präsentiert wird. Zahlen lassen sich wunderbar in die gewünschte Richtung deuten. Und wenn die Antwortmöglichkeiten bereits clever vorgegeben sind, kann immerhin kein für den Profiteur unpassendes Ergebnis herauskommen.

Mir fällt das in diesen Tagen noch stärker auf. Kein abschließendes Fazit, nur eine Beobachtung.

Mein Gedanke am Schluss

Wer wird eigentlich gefragt – und wer bekommt die Antworten serviert? ;-)

 

  

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Kompetenz und Vertrauen an jeder Laterne

Kompetenz und Vertrauen an jeder Laterne! (Das Foto ist dazu die Meinung der KI mit meinen Worten ;-) )Bald sind Wahlen

Fällt kaum auf, oder?

Also, falls doch:

Das merkt man nicht nur an der ansteigenden Dichte unsinniger Phrasen in den Nachrichten, sondern vor allem an den geringfügig öfter auftauchenden Plakaten, die einem an jeder Ecke ins Gesicht springen.

Da „lächelt“ einen das Antlitz einer Person an, die durch ihr gephotoshopptes Äußeres suggerieren möchte, dass genau ihre Partei die Lösung aller Probleme sei, das Maß aller Dinge, die Zukunft, der Fortschritt.

Kurzum: Wenn du nicht diesen freundlichen Herrn oder diese sympathische Dame wählst, bist du selbst schuld am Untergang der Zivilisation.

Jeden Tag der gleiche Anblick, die gleichen Parolen, dieselben Sprüche. Leerformeln, die so allgemein gehalten sind, dass sogar ein Horoskop dagegen wie eine wissenschaftliche Abhandlung wirkt.

Freunde, so lernt man Menschen hassen. :mrgreen:

Hand aufs Herz

Hat jemals in der Geschichte der Menschheit irgendjemand seine Wahlstimme anhand eines solchen Steckbriefes vergeben?

Wie muss ich mir das vorstellen?

Da steht einer morgens an der Ampel, betrachtet ein Plakat, auf dem ein Kandidat mit berechnendem Lächeln und sorgsam drapiertem Hemdkragen zu sehen ist, und denkt sich: „Ja, genau der! Der sieht so vertrauenswürdig aus – den wähle ich!„?

Merkt ihr wieder selber, oder?

Mal ehrlich, jeder weiß jetzt schon, dass wahrscheinlich keiner dieser Clubs allein gewinnen kann. Also wird nach der Wahl wieder das gleiche Spiel gespielt:

Erst fleißig gegeneinander kämpfen, dann sich zusammenrotten, bis die Macht gesichert ist und am Ende geht es genauso weiter wie vorher. Immerhin kann man dann ja so tun, als hätte man alles gegeben (haben können wollen)… :roll:

Die einzigen, die bei der Plakatflut wirklich profitieren, sind Druckereien und Entsorgungsunternehmen. Und vielleicht ein paar Krähen, die auf die Idee kommen, ihre Nester mit diesem politischen Sondermüll auszupolstern.

Okay, ja, die Statistik der Straftaten im weitesten Sinne steigt auch, weil einige da immer auch etwas Großem auf der Spur sind und Plakate beschädigen, so eine Tat ändert natürlich alles.

Aber hey, immerhin haben für einige Wochen auch ein paar farblose Persönlichkeiten die Chance, das Stadtbild zu prägen … ;-)

Ah, fast vergessen! Die Partei, die ich wähle, die ist natürlich die richtige! :mrgreen:

  

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Falsche Taste = falscher Sender!

Kasperletheater für ErwachseneKasperletheater für Erwachsene

Oder:

Du denkst erst richtig, wenn Du Dich hinterher gut informiert fühlst!

Eigentlich bevorzuge ich Radiosender, die sich auf Musik beschränken oder, wenn überhaupt, Nachrichten senden, die nicht aus Deutschland über Deutschland berichten.

Denn hier weiß man doch eh schon vorher, was am Ende rauskommt:

  • Die Politik ist gut.
  • Man macht alles richtig.
  • Kritik ist grundsätzlich unbegründet – es sei denn, sie kommt von den „Guten“.

Heute früh ist es dann doch passiert

Einmal die falsche Taste erwischt, und ich bin mitten in den Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gelandet. Ein Fehler mit Folgen, denn was mir da um die Ohren flog, war reinstes Theater für Leichtgläubige:

E-Autos: Mehr Zulassungen denn je im Januar! Natürlich ein Erfolg auf ganzer Linie – außer bei Tesla. Aber das liegt vermutlich nur daran, dass Elon Musk böse ist. Wobei mir auffällt, dass gegenteilige Berichte eher dauern, weil so schnell ja keinen Zahlen vorliegen …

Die Russen kommen! Und diesmal verstopfen sie nicht nur Pipelines, sondern direkt unsere Auspuffanlagen. Doppelter Punktgewinn für die Nachrichtenschreiber: Feindbild Russe geht immer, und nebenbei wird noch der schmutzige Verbrenner verteufelt.

Der Oberhammer: Der böse Russe klebt sogar noch einen Sticker aufs verstopfte Auto, um den Grünen die Schuld zuzuschieben – Opferrolle inklusive!

Mal ehrlich

Für wie bescheuert soll man hier eigentlich verkauft werden?

Ich bin immer mehr davon überzeugt, dass man an entscheidenden Stellen fest daran glaubt, der Bürger bewege sich auf dem intellektuellen Niveau einer Amöbe.

Vielleicht – aber nur vielleicht – liegt das Problem doch eher am geistigen Horizont derer, die so einen Unsinn verzapfen (und glauben).

Und falls jetzt wieder jemand daher kommt uns fragt: „Was ist, wenn es doch stimmt?„. Dann Freunde, dann ist das Ende tatsächlich nahe und dazu braucht es noch nichtmal den Klimawandel oder eben die Russen, dann hat die Menschheit einfach fertig (oder doch nur einige Deutsche?) :mrgreen:

Oh, ja, fast vergessen, bald sind ja Wahlen … ;-)

Mir reicht’s jedenfalls mal wieder für eine ganze Weile mit diesen „Volksinformationen“.

Eine lange Weile. Eine ganz, ganz lange Weile …

 

  

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Die 9 – 49 € Show – treten sie näher!

fred_auf_dem_geldDa platzt einem fast der Kopf!

Man kommt ja aktuell kaum an dem Thema 49-Euro-Ticket vorbei, gell?

Egal wo man liest oder hinhört, wenn es um (angeblich) wahre Dinge aus dem Alltag geht, es ist eines der Themen, die immer ganz oben auf der Liste stehen.

Natürlich ist gerade in den „renommierten“ Medien die vorauseilende Wortwahl zur Einleitung zum Berichten vom Stand der Dinge schon geregelt, nur nicht das freie Denken provozieren.

Auffällig inszeniert

Warum ich das sage?

Weil mir bei all diesen Preisdiskussionen immer als Erstes der Satz durch den Kopf geht: „Für allen Scheiß und die halbe Welt ist Geld da, nur für bezahlbaren ÖPNV nicht!“

Wie aber werden viele Berichte eingeleitet? Mit Sätzen wie: „Die Alternative zum Auto …“ oder auch „… der nachweisbare Erfolg der Verkehrs- und Energiewende …“.

Scheißdreck ist’s

Meine Töchter haben während der Ausbildung zwangsweise Monatskarten für Bus und Bahn benötigt. Dafür waren jeden verschissenen Monat rund 110 Euro fällig, nur, um damit jeweils rund 25 Minuten im Bus zu sitzen, um eben zur Arbeit zu kommen.

Also eigentlich nur rein in den Bus (wenn er nicht wieder mal einfach nicht kam), eben mitgurken und am Ziel wieder raus.

Klar, wenn man dicke verdient, dann sind das ja „nur“ 100 Euro, aber für Auszubildende oder Menschen mit wirtschaftlich eingeengter Lebenslage, da ist das unglaublich viel.

Natürlich ist das den Personen in den hohen Staatsämtern auch klar, also muss man mal ein bisschen Augenwischerei betreiben und so tun, als würde dagegen etwas unternommen werden.

Was ist also zu tun?

Man bastelt eine Show, die mit 9 € beginnt, schließlich muss ja fadenscheinig behauptet werden können, man habe es versucht.

Dann quält man sich mit zurückgehaltenen Tränen zu dem Schritt, das alles ja nun wenigstens für 49 € zu versuchen. Wohlgemerkt per Abo, es soll ja alles planbar sein, nicht?

Im nächsten Schritt kommt dann, was kommen muss, man macht ein riesen Getöse um den ganzen Kram und schlägt ordentlich drauf.

Freunde!

Abgesehen von einigen wenigen Leuten, die wirklich an all den gepredigten Nachhaltigkeitswahn glauben, brauchen die Menschen den ÖPNV vor allem für eines:

Um zur Arbeit zu kommen und lebensnotwendige Wege zu absolvieren!

Glaub Ihr im Ernst, dass die mit den dicken Geldbeuteln auch nur einen Schiss um Nachhaltigkeit geben und sich in den Bus setzen? Die Bahn darf man ja nicht mal mehr erwähnen, da fährt halt das, was kommt, wenn es denn kommt. Mit ein bisschen Glück, fährt es sogar ans Ziel.

Aber gebt ruhig weiter Leuten, die hier nichts zu suchen haben ein nettes Handgeld mit nach Hause, finanziert Radwege in Peru oder stopft Euch mit den Diäten mal hübsch weiter die Taschen voll, das mir schon klappen.

Nach vier Jahren kann da schon richtig was zusammenkommen und dann kann ja jemand anders den Mist klären genau so weitermachen … :roll:

Ich habe seinerzeit übrigens tatsächlich aus Interesse eine Weile das 9-Euro-Ticket genutzt, um wirklich das Auto mal stehenzulassen.

Nein, nicht aus irgendwelchen Ideologien heraus, sondern weil es wirtschaftlich sinnvoll war. Das Erlebte war schon bizarr, was aber meiner Meinung nach nicht am Preis selber, sondern an etwas Anderem liegt:

In vielen Städten funktioniert der öffentliche Personennahverkehr gerade so eben. Kommen dann viele Menschen dazu, bricht nicht nur das System zusammen, nein, es bemerken einfach auch viel mehr Menschen die Unzulänglichkeiten. Wen juckt es sonst schon, wenn man bequem in seinem Auto im Winter und mit Heizung an Leuten vorbeifährt, die zitternd auf den vielleicht nie einfahrenden Zug warten?

Eben, keine Sau.

Um das in den Fokus zu bringen, muss schon der eigene Hintern einer Masse betroffen sein.

Aber alleine bei 49 € gehe ich da schon längst nicht mehr mit! Jetzt ratet mal, was ich dann garantiert (nicht) mache, wenn es noch teurer wird.

Dafür kann ich Hunderte Kilometer wahlfrei fahren, wann immer ich will, kenne die Landessprache des Fahrers und bestimme selber, wo es lang geht.

Wollte ich nur mal erwähnt haben, muss ja nicht stimmen ;-)

 

      

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