Wer nicht liest, zahlt mit

KI-generiertes Symbolbild für verstaubte Bildung, bequeme Ablenkung und Entscheidungen mit Wurstbrot statt Durchblick.Herr und Frau Lesefaul und das Kleingedruckte

Vorweg, der Desasterkreis soll nach wie vor kein politisches Werkzeug sein.

Eigentlich geht es hier lieber um Alltagskram, menschliche Eigenarten, kleine Absurditäten, lustige Eier im Supermarkt und die Dinge, bei denen man erst lacht und dann kurz an der Menschheit zweifelt.

Nur ist es im Augenblick eben schwer, sich nur darauf zu konzentrieren, wenn gleichzeitig das Gefühl immer stärker wird, dass dem Volk Stück für Stück die eigene Lebensgrundlage aus den Händen gezogen wird.

Wenn auf dieser Seite oben „(K)eine Ansichtssache“ steht, dann ist das eigentlich eine Haltung zum Alltag. Gerade fühlt es sich aber eher so an, als würde aus Ansichtssache Pflichtlektüre. Weil man reagieren muss, wenn Menschen hinter Licht geführt, für dumm verkauft und mit schönen Worten in eine Richtung geschoben werden sollen, die am Ende vor allem eins kostet: Geld, Freiheit und den klaren Blick.

Also ja, heute wieder politischer als sonst.

Nicht, weil ich hier Wahlkampf spielen will, sondern weil Wegsehen auch keine Lösung ist.

So, jetzt mal ganz einfach

In den letzten Tagen kamen auf meine Beiträge ziemlich oft Rückmeldungen nach dem Muster:

Ja, genau so ist es, mich nervt zusätzlich noch dies und jenes, und überhaupt diese ganze Regierung, bei der man langsam das Gefühl bekommt, dass das eigene Volk nur noch als Melkkuh im Vorgarten steht, während man mit der Milch draußen in der Welt den großen Gönner spielt.

Soweit, so bekannt.

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Dies und das noch:

Es reicht schon lange

Radio, Laptop, Zeitung, Einkaufskorb und Euroscheine als Sinnbild für Konsumdruck und Dauerbeschallung, fotorealistisch per KI erstellt.Denn sie wissen nie, wann es genug ist

Ich drücke auf einen Knopf, schalte irgendwas ein und sofort geht es los.

Kauf das.
Denk das.
Glaub das.
Funktioniere gefälligst sauber in der Spur.

Um mich geht es dabei nicht. Schon lange nicht mehr. Mein Alltag ist egal, meine Nerven sind egal, mein Konto ist egal. Wenn mich irgendein Irrsinn innerhalb von einem Tag wirtschaftlich an die Wand fährt, dann ist das eben so. Auf Einzelschicksale kann leider keine Rücksicht genommen werden. Möchten Sie zur Überbrückung noch eine Finanzierung?

Das gleiche Spiel läuft doch überall. Ich gehe jahrzehntelang arbeiten, zahle Steuern mit Geld, das vorher schon an anderen Stellen angefasst wurde, dann kommen Abgaben drauf, Gebühren drauf, Preisaufschläge drauf, irgendwas kommt immer noch oben drauf. Am Ende stellt sich irgendein Hansel hin und verkauft mir das als notwendig, gerecht und alternativlos.

All das heißt übersetzt doch nur:

Halt den Mund. Mach mit. Frag bloß nicht zu viel.

Genau da war bei mir der Punkt schon lange überschritten.

Vier Monate ohne den ganzen Krach

2013 bin ich von Duisburg nach Fürth gezogen.

Heute weiß ich, was für ein Glück das damals war. Rund vier Monate lang hatte ich nur Filme auf der Festplatte. Kein Free TV, kein Werbegebrüll, kein Ansagegequake, kein hektisches Gezappel, das einem schon beim Einschalten auf die Nerven fällt.

Die technischen Möglichkeiten kamen später wieder.
Das Free TV nicht.

Aus gutem Grund

Man muss diesem ganzen Lärm wohl erst einmal entkommen, um zu merken, wie kaputt das alles längst ist. Solange man mittendrin steckt, hält man vieles für normal. Werbung hier, Haltung da, noch ein erhobener Zeigefinger, noch ein moralischer Hustenanfall aus dem Off, noch ein völlig überdrehter Versuch, mir das Denken, Fühlen und Konsumieren gleich mit abzunehmen.

Bis ich merke, dass es nie nur um Unterhaltung geht.

Es geht darum, dass immer irgendeiner in meinen Kopf will.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

YouTube reicht es nie

YouTube war früher für mich mal ein Ort, an dem ich Stunden versenken konnte, ohne mir vorzukommen wie in einer digitalen Fußgängerzone voller Drückerkolonnen.

Heute ist das Ding mit Werbung, Einblendungen, Bettelei und Gängelung so zugekleistert, dass ich stellenweise schon suchen muss, wo zwischen all dem Müll eigentlich noch das Video steckt.

Es reicht nicht, dass ich da bin.
Es reicht nicht, dass ich schaue.
Es reicht nicht, dass ich klicke.

Ich soll gefälligst auch noch so schauen, wie die Plattform das gern hätte. Werbung schlucken, die richtigen Grenzen akzeptieren, die richtige Moral nicht in Frage stellen und am besten noch zahlen, damit ich etwas weniger genervt werde als ohne Geld.

Das muss man auch erst mal bringen.

Erst wird der Laden vollgeräumt wie ein Grabbeltisch am Wühltag, danach soll ich bitte Verständnis dafür haben. Wenn ich mich wehre, bin natürlich nicht ich derjenige, dem es zu blöd geworden ist. Nein, dann bin ich das Problem.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

Radio mit Haltung im Beipack

Beim Radio, vor allem beim öffentlich rechtlichen Rundfunk, ist es keinen Deut besser.

Da läuft schon lange nicht mehr einfach ein Programm. Da läuft immer gleich etwas mit. Unterton, Einordnung, Richtung, Haltung, alles hübsch im Beipack. Natürlich ungefragt.

Ich will Musik hören oder Informationen.
Ich brauche keine Dauerbegleitung, die so tut, als säßen da draußen nur Menschen, die dringend an die Hand genommen werden müssen, weil sie sonst womöglich auf eigene Gedanken kommen.

Ich bin nicht völlig verblödet. Ich muss mir nicht jeden neuen Spruch, jede neue Mode und jede neue politische Duftmarke als Fortschritt verkaufen lassen. Ich habe auch keine Lust, mich an irgendeine woke Gesinnung anzuschließen, die mit großem Theater aufgeblasen wurde und gerade an allen Ecken zeigt, wie wenig tragfähig sie auf Dauer ist.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

Zeitungen, die sich selbst abschaffen

Die Webseiten der großen, ehemals namhaften Zeitungen machen denselben Fehler, nur noch peinlicher.

Kein Clickbait ist billig genug. Keine Verdrehung zu schäbig, keine Schlagseite zu offensichtlich, solange am Ende das politisch gewünschte Bild irgendwie stehen bleibt. Danach wird gejammert, dass die Auflagen sinken, das Vertrauen wegbricht und die Leser abspringen.

Ja warum denn nur?

Vielleicht, weil man Leute nicht endlos für doof verkaufen kann. Vielleicht, weil ich keine Lust habe, mir zwischen Panik, Framing und Gesinnungskulisse die Reste von Information zusammenzukratzen. Vielleicht auch, weil ein Modell, das sich immer weiter von den Leuten entfernt und ihnen gleichzeitig erklärt, sie müssten noch dankbar dafür sein, am Ende eben genau da landet, wo es hingehört.

Im freien Fall.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

Sogar der Einkauf soll mich erziehen

Selbst beim Einkaufen wird mir dieser Kram inzwischen zwischen Käse, Shampoo und Tiefkühlpizza reingedrückt.

Da geht es nicht mehr einfach nur um Ware, Preis und die Frage, ob ich das Zeug überhaupt haben will. Irgendwo will immer jemand mitdenken, mitformen, mitmoralisieren.

Ich bestimme selbst, ob ich vegan leben will.
Will ich nicht.

Ich bestimme auch selbst, was ich in Werbung glaubwürdig finde und was aussieht wie zusammengegossene Gleichmacherei mit moralischem Beipackzettel. Ich brauche keine Agentur, keine Minderheit und keinen Haltungskatalog, der mir erklärt, wie ich zu fühlen, zu kaufen und zu leben habe.

Mein Einkaufswagen ist kein Umerziehungsprojekt.

Denn sie wissen nie, wann es genug ist.

Dann eben ohne mich

Die Folge daraus ist bei mir längst klar und auf vieles verzichte ich komplett. Den Rest minimiere ich. Ich suche Alternativen, kappe Gewohnheiten, ignoriere den Kram oder schmeiße ihn gleich ganz aus meinem Alltag.

An mir wird da schon lange weniger verdient.
Morgen noch weniger als heute.
Heute schon weniger als gestern.

Nicht aus Trotz. Einfach, weil irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem ich keine Lust mehr habe, mich von jedem zweiten Kanal, jeder dritten Plattform und jedem vierten Produkt wie ein unmündiger Trottel behandeln zu lassen.

Es reicht eben nicht erst seit gestern.

Es reicht schon lange.

Erst recht bei gewissen Parteien …

 

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Dies und das noch:

Wenn der Staat plötzlich rechnen kann

Eimer mit Euro-Scheinen und Münzen, daneben ein Stethoskop und ein gelbes Emoji, das sich an die Stirn tippt.Für alles ist Geld da

Nur bei denen, die einzahlen, da wird gespart.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell dieser Politikbetrieb plötzlich rechnen kann, wenn es um die eigenen Leute geht.

Jahrelang wird Geld in alle Richtungen geworfen.

Für Haltung, Prestige, Förderung, Weltrettung und den üblichen Berliner Selbstbeweihräucherungsladen.

Sobald es aber um Familien hier geht, wird aus dem großen Gönnerstaat schlagartig der knauserige Erbsenzähler. Jetzt soll also ernsthaft an die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern ran. Rund 225 Euro im Monat stehen im Raum. Betroffen wären laut GKV rund 2,46 Millionen Ehe- und Lebenspartner.

Macht unterm Strich bis zu 6,642 Milliarden Euro im Jahr.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen

Dieselbe Republik, die Peru 2024 neue Mittel von 352,5 Millionen Euro zugesagt hat, steckt davon 20 Millionen Euro in Radwege in Lima und weitere 24 Millionen in Radwege in anderen Städten dort. Für den Ehepartner hierzulande wird dann plötzlich die Stirn in Sorgenfalten gelegt, als wäre das Land wegen ein paar Milliarden kurz vor dem Offenbarungseid. Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber diese Art Regierung war nie meine. Vor 21 Jahren nicht, heute nicht, und einen plötzlichen Erkenntnisblitz erwarte ich da auch nicht mehr.

Noch hübscher wird es, wenn man weiterblättert. Für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz wurden 2024 in Deutschland 6,7 Milliarden Euro ausgegeben. Zufall oder Ironie des Schicksals, das liegt ziemlich genau in der Größenordnung dessen, was man sich bei den mitversicherten Ehepartnern holen würde. Es ist also nicht so, dass kein Geld da wäre. Es ist nur zuverlässig da, solange es nicht um die Leute geht, die hier morgens aufstehen, arbeiten, tanken, einkaufen und den ganzen Laden bezahlen dürfen.

Baue Dir schicke Zahlen

Beim politischen Betrieb selbst ist das Rechnen übrigens auch eher eine saisonale Disziplin. 630 Abgeordnete sitzen im 21. Bundestag. Die monatliche Entschädigung liegt bei 11.833,47 Euro, die steuerfreie Aufwandspauschale bei 5.467,27 Euro. Zusammen sind das hochgerechnet rund 130,8 Millionen Euro im Jahr, nur für diese beiden Posten. Da wird nicht gespart. Da wird verwaltet, angepasst und freundlich weitergereicht. Beim Ehepartner des Beitragszahlers entdeckt man dagegen auf einmal den harten Kurs. Klar. Wo denn auch sonst.

Dasselbe Theater kennen wir vom Sprit

Da wird einem seit Jahren erzählt, man müsse die Preise eben ertragen, für das Klima, für die Zukunft, für das gute Gefühl im Berliner Altbauviertel. Faktisch liegen auf Benzin schon jetzt 65,45 Cent Energiesteuer pro Liter. Insgesamt lag der Steuer- und Abgabenanteil bei Benzin 2025 im Schnitt bei rund 64 Prozent. Dazu kommt, dass der CO2-Preis 2026 weiter steigt. Man melkt also jeden, der auf Auto und Alltag angewiesen ist, und verkauft das dann als höheren Sinn.

Das Schönste an dieser Nummer ist aber wie immer die Selbstüberschätzung. Deutschlands Anteil an den globalen energiebedingten CO2-Emissionen lag 2023 laut IEA bei 1,58 Prozent. China lag bei 32,1 Prozent, die USA bei 12,72 Prozent, Indien bei 7,97 Prozent. Trotzdem wird hier so getan, als hinge das Weltklima am deutschen Handwerker, der morgens zur Arbeit fährt und abends noch den Einkauf heimschleppt. Genau diese Mischung aus Abkassieren, Belehren und Selbstgerechtigkeit geht mir inzwischen gründlich auf den Keks.

Wer sparen will, soll bei Symbolpolitik, Auslandsförderung ohne Bezug zum hiesigen Alltag, Fehlanreizen und diesem satten Politapparat anfangen.

Familien als Sparschwein zu entdecken, ist keine Reform. Das ist einfach nur frech. Und dumm! :roll:

 

     

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Wenn Licht plötzlich böse ist


KI-generiertes Bild einer grell beleuchteten Nachtstadt mit schmerzverzerrtem Smiley und Sonnenbrille beim Blick auf den Lichterwahnsinn.

Warum ich diesen modernen Welterrettungszirkus meide

Du scrollst durch die sozialen Plattformen, liest, stockst und der Kopf fängt an bis in den 6. Gang durchzuschalten.

Jetzt also Lichtverschmutzung

Es ist immer wieder faszinierend, mit welchem Eifer aus ganz normalen Dingen plötzlich ein Problem mit erhobenem Zeigefinger gemacht wird.

Diesmal also Licht. Nicht Lärm, nicht Dreck, nicht kaputte Straßen, nicht der übliche Wahnsinn, der einem jeden Tag ganz real vor die Füße fällt. Nein, Licht.

Licht aus, damit es dunkler wird, soll also nun ein Beitrag zur besseren Welt sein. Das ist schon deshalb bemerkenswert, weil man nachts in manchen Städten eher den Eindruck bekommt, dass zusätzliche Helligkeit inzwischen zur Grundausstattung des Überlebens gehört.

Und natürlich schwingt auch hier wieder das übliche Stromsparlied mit. Strom gilt gern als problematisch, solange man ihn irgendwo im Alltag verbraucht. Beim Staubsauger, bei der Lampe, bei der Kaffeemaschine. Sobald aber das E Auto ins Spiel kommt, ist derselbe Strom plötzlich die reinste Erlösung. Dann kommt er wohl aus einem ganz besonderen Kabel, garantiert sauber, völlig atomfrei importiert und mit gut gelaunten Elektronen auf dem Weg zur Steckdose.

Wording

Genau solche Geschichten sind es, wegen denen ich diese moderne Weltverbesserung samt der passenden Berichterstattung bestimmter ganz bestimmt neutraler Medien meide wie die Pest.

Nicht, weil ich jedes Thema automatisch blöd finde, sondern weil das Muster dahinter immer gleich aussieht. Man nimmt etwas, das erst mal banal wirkt, verpasst ihm ein schön negatives Wording und schon steht der nächste kleine Moralaltar in der Gegend herum. Niederknien, nicht hinterfragen, gehorchen …

Feinstaub, CO2, Klima hier, Verhalten da, nun also Lichtverschmutzung. Immer dieselbe Methode. Aus etwas Alltäglichem wird sprachlich etwas, das sofort nach Schuld, Gefahr und falschem Leben klingt. Das muss man erst mal hinkriegen. Aber okay, ja, die Erfinder werden dafür bezahlt. Bezahlt mit und aus Geldern, die alle bezahlen, die da vielleicht gar nicht löhnen würden, wenn sie für solche Dinge nicht eben schon ihre Euros gegeben hätten. Spannendes Konzept. :mrgreen:

Die Kekse verfolgen Dich

Der Artikel, über den ich gestolpert bin (mir scheinbar für die positiv-woke-Quote bei Facebook eingespült wurde), ist für mich deshalb auch eher symbolisch gewählt.

Nicht, weil ausgerechnet dieser eine Text nun alles Böse der Welt in sich trägt. Sondern weil er wunderbar für diese Sorte Stoff steht, die man einmal anklickt und danach verfolgt einen der Mist wie Imprägnierspray im Schuhgeschäft.

Du öffnest so etwas einmal, vielleicht aus Neugier, vielleicht aus Fassungslosigkeit, und schon glauben Cookies und Algorithmen, dass Du ab sofort nur noch genau dieses Zeug lesen willst.

Dann kommt die volle Ladung. Noch mehr Weltrettung. Noch mehr Betroffenheit. Noch mehr Haltungsgymnastik im neutralen Nachrichtenkostüm. Das führt bei mir zuverlässig zu erhöhtem Bedarf an Aspirin oder Alkohol, weil es anders irgendwann kaum noch auszuhalten ist.

Natürlich kann man es mit Beleuchtung auch übertreiben. Nicht jede Einfahrt muss nachts aussehen wie ein Flughafen. Nicht jede Hauswand braucht Flutlicht, als wolle man dem Mond noch Konkurrenz machen. Das ist aber gar nicht der Punkt.

Der Punkt ist diese ständige Umerziehung über Begriffe

Aus zu viel Licht wird nicht einfach übertriebene Beleuchtung. Nein, es muss gleich Verschmutzung sein. Ein Wort, das sofort schiebt. Ein Wort, das gleich klar macht, wo der Gute steht und wo der Böse. Ein Wort, das nicht nüchtern beschreiben, sondern moralisch wirken soll.

Links, rechts, vegan, Fleisch, Elektro, Verbrenner – baue Bubbles und verdiene an ihnen. Punkt.

Und genau da bin ich raus

Weil ich dieses ganze Spiel aus Schlagwort, Schuldgefühl und Dauerbelehrung schlicht nicht mehr ertrage.

Weil ich keine Lust habe, mir jeden normalen Alltagsrest ebenfalls noch als Problem verkaufen zu lassen, und weil man bei all dem längst nicht mehr das Gefühl hat, dass hier einfach vernünftig über Dinge gesprochen wird.

Es geht immer gleich ums richtige Denken, richtige Fühlen und richtige Mitlaufen. Oh, ja, und um „konsumiere, aber frage nicht!“

Wirklich schräg wird es ohnehin dort, wo es seit Jahren gar nicht hell genug sein kann. In manchen Städten laufen nachts so viele Lichtgestalten herum, dass man eher froh über jede Laterne sein sollte, die noch funktioniert. Aber klar, das eigentliche Problem ist dann die Helligkeit.

Nicht der Irrsinn auf der Straße.

Nicht die Zustände, die jeder sehen kann.

Die Lampe!

So ungefähr muss moderne Debatte Erziehung heute wohl laufen.

Wie immer, nur mein Senf ;-)

 


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Perfekt, bis man richtig hinsieht

Ei mit harter Schale und matschigem Inneren als Symbol für heile Welt, Fassade und Perspektivwechsel.Sieht doch gut aus, oder?

Manchmal reicht ein einziges Bild, und der Rest erklärt sich fast von selbst, gell? (Gerade zu Ostern passt das Motiv natürlich doppelt gut, hier im Desasterkreis echt recht :mrgreen: )

Ein Ei wirkt erst mal simpel

Harte Schale, runde Sache, alles ordentlich. Blöd ist nur, dass eine sauber wirkende Hülle rein gar nichts darüber sagt, wie es innen aussieht.

Genau deshalb taugt das Bild so gut als Symbol. Außen geschniegelt, beim kleinsten Riss wird aus dem Inneren aber ganz schnell nur noch Matsch.

Und genau so läuft es

Irgendjemand hat irgendeinen Vorteil davon, dass eine Situation perfekt wirkt, obwohl sie im Inneren stinkt. Gezeigt wird gern die glatte Seite, die ordentliche, die beruhigende, die, die man glauben soll, um jeden Preis. Eben die Perspektive, bei der alles (halbwegs) sauber wirkt und niemand nervös werden muss.

Das betrifft Bilder, Menschen, Firmen, Politik, Medien, eigentlich alles, was nach außen irgendwas darstellen will. Immer dann, wenn massiv manipuliert werden soll.

Nur ist eine ordentliche Oberfläche eben noch keine Wahrheit!

Wer nur auf das Intakte schaut, erkennt den Schaden oft erst dann, wenn der Mist schon unaufhaltsam aus dem Inneren quillt und der Schaden real ist, also einfach nicht mehr zu verhindern. Kleine Risse wirken harmlos, solange man sie nicht sehen will. Ein anderer Blickwinkel reicht manchmal völlig, und aus der schönen Behauptung von Stabilität wird plötzlich eine ziemlich matschige Angelegenheit. Ja, hätte man mal vorher die Augen aufgemacht.

Zeichen gab es wahrscheinlich genug, aber warum sollte man denn hinter die Fassade schauen, gell?

Das ist ja das Problem mit heiler Welt

Sie sieht oft nur deshalb heil aus, weil man konsequent auf die richtige Seite schauen soll. Nicht zu genau. Nicht zu lange. Bitte einfach die Schale bewundern und den Rest in Ruhe lassen. Kann man machen. Ist halt nur eher Selbstverarschung als Erkenntnis.

Gerade deshalb lohnt sich der zweite Blick

Nicht alles, was geschniegelt daherkommt, ist stabil. Nicht alles, was sauber erklärt wird, ist sauber. Und wer einem ständig erzählen will, alles sei rund, ruhig und völlig in Ordnung, hat nicht selten genau dort die größte Baustelle, wo keiner hinschauen soll.

Das gilt im Kleinen wie im Großen

Im Privaten.
Im Beruf.
In den Medien.
Überall da, wo eine Perspektive reicht, um aus einem Problem eine Präsentation zu machen.

Nur reicht das eben nicht

Bis man eben genauer hinsieht, und genau das sollte man öfter tun. Nicht nur einmal, immer wieder. Richtig übel wird es, wenn man es nicht bemerkt oder, noch schlimmer, es sich schönredet.

Warum?

Weil es dann funktioniert. Und was funktioniert, wird wiederholt, immer wieder.

Darum ist dieses Motiv so schön ehrlich, so schön unwiderruflich bei den Folgen, so schön osterhaft :mrgreen:

Was mich am meisten an all dem ärgert, ist die Tatsache, dass einem Scheiße vorgekauelt wird und man offensichtlich denkt, man schluckt das einfach. Nun, nur weil man zu etwas nichts sagt, heißt das noch lange nicht, dann man es nicht merkt.

KI Spielereien

Und weil ich am Sonntag nichts Besseres zu tun hatte, als mich mit dem Thema „Vorgaukeln und hinterfragen“ zu beschäftigen, kam da die eine oder andere Kuriosität mit diversen künstlichen Intelligenzen zum Vorschein.

Wer mag, kann sich das ja mal ansehen … ;-)

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)


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Breaking News, Wasser ist nass!

Ein Smartphone mit Alarmstufe Rot im Feed. Viele Warnsymbole, viel Drama – und am Ende weiß man trotzdem nur: Winter ist kalt und Feuer ist heiß.Nur noch Verblödung …

Ich bin (auch) beruflich viel in Social Media unterwegs. Und genau deshalb bekomme ich regelmäßig Inhalte serviert, die ich eigentlich gar nicht schnell genug üerbscrollen kann.

Das Üble ist, dass es immer schlimmer wird …

Ein paar Perlen aus der Kategorie „Ich hab’s geahnt, aber danke“:

„Was Arbeitnehmer jetzt bei der Krankschreibung beachten müssen!“

Klingt nach Neuerung, Frist, Falle, Drama.
Und drin steht dann: Nach sechs Wochen geht’s ins Krankengeld, wenn es dieselbe Sache am Stück ist.
Das ist keine Nachricht, das ist ein Reminder für Leute, die auch an der Mikrowelle nachlesen, ob man Metall reinlegen darf.

„Die neue Gefahr im Winter!“

Neue Gefahr. Winter. Man rechnet mit irgendwas aus der „jetzt wird alles anders“-Schublade.
Inhalt: Bei Glatteis kann man ausrutschen. Autofahren ist im Winter riskanter.
Kurzfassung: Is‘ Winter.

Tja, solche Erkenntnisse kann ich auch liefern:

„Diese eine Sache unterschätzen viele im Alltag!“

Inhalt: Wer zu wenig schläft, ist müde. Wer zu spät losfährt, kommt zu spät.
Wenn das jemanden überrascht, ist der Tag grundsätzlich eine Herausforderung.

„Was ihr jetzt bei Passwörtern beachten müsst!“

Inhalt: „Passwort123“ ist keine Idee, das ist Kapitulation.
Und zwei Faktoren sind meistens besser als einer. Ja, wirklich.

Was mich daran nervt, ist nicht mal das Thema. Es ist diese künstliche Aufregung. Erst Alarm, dann Luftnummer. Erst „Jetzt unbedingt lesen“, dann blitzschnell die Erkenntnis „Freunde, wer das nicht weiß, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“. :mrgreen:

Liebe Schreiber solcher Zeilen:

Wer nicht total dicht im Hirn ist, der merkt das! :roll:

Immerhin, so weiß ich immer schnell, welche Seiten ich sofort komplett blockierne kann ;-)

   

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Dies und das noch:

Die laute Minderheit und der stille Rest

Grünes Gras am gegenüberliegenden Ufer als Symbol für vermeintlich bessere Seiten.Wenn Betroffenheit zum Beruf wird

Es gibt Menschen, die scheinen beruflich betroffen zu sein.

Nicht von echten Dingen, sondern von allem, was man möglichst laut empört verkünden kann.

Ein falscher Ton, ein normaler Satz oder einfach nur ein stinkgewöhnlicher Tag und schon wird der Alarmknopf gedrückt. Danach heißt es, man müsse sich jetzt aber bitte sehr aufregen, denn irgendjemand hätte irgendjemanden irgendwie gekränkt.

Das Kuriose daran ist die Unsichtbarkeit dieser Fachleute für Betroffenheit.

Im echten Leben trifft man sie nie

Nicht im Supermarkt, nicht beim Bäcker, nicht im Büro, nicht beim Spaziergang.
Aber im Netz und in den Medien werden sie plötzlich zu den Menschen, die entscheiden, was fünfundneunzig Prozent der anderen bitte zu denken und zu vermeiden haben (zumindest hätten sie es gerne so).

Und dann wundern sie sich später, warum keiner mehr spontan ist, warum vieles verkrampft wirkt und warum jede Kleinigkeit wie ein Stolperdraht behandelt wird, obwohl der Rest der Welt einfach nur leben möchte.

Der Neid ist natürlich oft mit im Gepäck.
Denn viele dieser selbsternannten Aufpasser schauen nie zuerst auf sich selbst.
Stattdessen wird lieber auf das vermeintlich grünere Gras auf der anderen Seite gedeutet, obwohl man das eigene Stück Erde nur mal ein wenig pflegen müsste.

Unterm Strich bleibt alles wie immer

Die Lauten sind nicht die Mehrheit.
Die Mehrheit lebt, arbeitet, lacht und versucht, ihren Alltag in Frieden zu meistern.
Die Bedenkenträger dagegen sitzen bereit, um aus jedem Fliegenschiss eine kleine Staatsaffäre zusammenzubasteln.

Manchmal hilft nur ein Kaffee und die Erkenntnis, dass es so ist … :roll:

(Geschrieben, nachdem ich vielleicht ein bisschen zu lange in den sozialen Medien unterwegs war :mrgreen: )


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Einfach mal den Sommer wegstellen

Der Sommer 2025 – MerkerSchlussstrich mit Kabel (und 3 „s“)

Gestern habe ich den Ventilator abgebaut. Im Winter steht er mir nur im Weg, außerdem fängt er Staub. Also kommt er zur Seite, fertig.

Damit ist die Sache klar!

Der Sommer ist vorbei. Offiziell!

Von mir entschieden. Wer anderer Meinung ist, kann gerne beim nächsten Mal selber das Kabel aufrollen :mrgreen:

Natürlich war es in den Medien wieder der heißeste und trockenste Sommer aller Zeiten, gar keine Frage!

Ey, echt jetzt!

Ich schwitze immer noch, jedenfalls bei der Öl-Rechnung, weil in diesem Jahr bisher rund 150 Liter Öl verballert sind, die ansonsten zwischen April und September eben nicht durch die Leitungen geflossen sind … :roll:

Wenn man das ernst nimmt, sind wir alle längst durchgegart und keiner hat es bemerkt. In der Realität lief mein Ventilator 2025 an rund zehn Tagen. Ob er jemals Stufe 3 erreicht hat, weiß ich nicht, vermutlich nicht.

Es gab Sommer, da hat das Ding morgens angefangen und abends aufgehört. Dieses Jahr war fast Ruhe. Wenn das keine Steigerung der Reduzierung ist, dann weiß ich auch nicht. :mrgreen:

 

   

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Da ist eine Toleranz in der Präzision!

Merker: Meide feuchte Flächen bei Frost!Schneechaos oder kalter Hauch?

Der Winter zeigt sich jetzt auch bei mir in Fürth mit tieferen Temperaturen.

Das war zu erwarten, immerhin liegt der Januar ja so ziemlich genau in der Jahreszeit Winter.

Man weiß, es kann noch eine Weile einfach frostig werden und sein, doch die Schlagzeilen könnten nicht dramatischer sein :roll:

Der große Kälteschock! Minusgrade im zweistelligen Bereich! Eine neue Eiszeit im Süden Deutschlands!

Nun ja, bisher würde ich sagen, reicht es noch, sich passend zu kleiden … ;-)

Morgen soll es hier angeblich bitterkalt werden. Habe mal geschaut, ja, tatsächlich um minus zwei Grad laut Wettervorhersage.
Nicht gerade das, was ich unter einem Kälteschock verstehe. Dennoch liest sich das in den Medien wie der Anfang eines Katastrophenfilms.
Schneestürme, die mich angeblich einsperren, Temperaturen, die ohne arktische Kleidung nicht zu überleben sind – Uiuiui, da wird einem ja flau im Magen!

Was mich besonders stört, ist die inflationäre Nutzung von Begriffen wie „Kälte-Horror“ oder „Eischaos“ oder „Schneewalze“. Allerdings alles wie gehabt: Angst scheint ein beliebtes Werkzeug zu sein, um Klicks zu generieren.

Ich will nicht sagen, dass man Warnungen ignorieren sollte. Vorsicht bei Glätte ist selbstverständlich wichtig, aber vertrauensvolle Berichterstattung geht anders!

Vielleicht liegt meine Sichtweise allerdings auch darin begründet, dass ich mit diesen Medien einfach fertig bin …

    

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Dies und das noch:

Meinung statt Fakten zum Jahresstart

Meinung statt FaktenWenn „könnte“ und „vermutlich“ regieren

In diesen Tagen stolpere ich in sogenannten seriösen Magazinen und Zeitungen über Wörter wie „könnte“, „vielleicht“ oder „vermutlich“.

Klingt nach Unsicherheit, oder?

Aber wenn man zwischen den Zeilen liest, merkt man schnell:

Da wird eine Meinung aufgebaut, die so gar nicht zu den eigentlichen Inhalten passt.

Es kann halt nicht sein, was nicht sein darf – das alte Spiel :roll:

Besonders jetzt zum Jahresbeginn fällt mir das wieder verstärkt auf. Und genau deshalb, Ihr wisst es, ich hab’s schon mal gesagt: Keines dieser „seriösen“ Blätter kriegt von mir auch nur noch einen Cent. Fertig, aus.

Musste ich jetzt einfach noch mal loswerden ;-)

 


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Dies und das noch: