Wenn andere anders denken

Symbolbild für digitale Trotzanfälle, wenn in Social Media andere Meinungen auftauchen.Social Media und der kleine Weltbildschaden

Eigentlich sollte Social Media ja genau dafür ganz praktisch sein, viele Menschen treffen auf viele Gedanken und entsprechend auch auf viele Meinungen. Dass dabei nicht jeder dasselbe denkt, müsste ungefähr so überraschend sein wie Regen bei schlechtem Wetter.

In der Praxis reicht bei manchen allerdings schon die Entdeckung einer abweichenden Meinung und innerlich fliegt offenbar die komplette Erziehung auseinander, wenn es denn eine gab. Genau deshalb ist dieses kleine Reel entstanden. :mrgreen:

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

Eine Meinung ist keine Bestellung

Was mich dabei immer wieder fasziniert, sind gar nicht die unterschiedlichen Ansichten. Die sind völlig normal und ohne sie wäre jede Diskussion ohnehin ziemlich sinnlos. Interessant wird es erst, wenn jemand einen Kommentar schreibt und offenbar davon ausgeht, dass darunter anschließend genau die Antworten erscheinen müssen, die zur eigenen Sicht der Dinge passen. Vor allem, dass der Autor eines Beitrages sofort unter Erliegen eines Unterwerfungsreflexes alles revidiert.

Weiterlesen

Quelle? Beweis? Sonst noch was?

Der Erklärfinger ist schnell oben. Die Zuständigkeit dafür eher nicht. KI-generiertes SymbolbildEine Frage ist noch lange keine Antwortpflicht

In den Kommentaren der Socials lässt sich eine merkwürdige Form der Selbstbeförderung beobachten:

Jemand schreibt etwas, äußert seine Meinung oder schildert schlicht seine Sicht auf ein Thema und schon sitzt ein anderer gefühlt am Richtertisch. Quelle? Beweis? Begründe das mal! Als hätte allein die Tatsache, dass er Zweifel anmeldet, den anderen automatisch in irgendeine Beweispflicht versetzt.

Genau da frage ich mich immer öfter, woher eigentlich dieses Anspruchsdenken kommt. Natürlich darf jeder zweifeln, widersprechen oder eine Aussage für kompletten Unsinn halten. Daraus entsteht aber noch lange kein Anspruch darauf, dass ein wildfremder Mensch nun seine Gedanken, Erfahrungen oder Entscheidungen zur Prüfung vorlegt.

Fragen darf jeder

Wer etwas wissen möchte, kann fragen. Vielleicht bekommt er eine Antwort, vielleicht eine Erklärung, vielleicht sogar Quellen oder Hinweise, mit denen er weiterkommt. Das hängt allerdings auch ein bisschen davon ab, wie gefragt wird und ob der andere überhaupt Lust hat, sich darauf einzulassen oder ob es überhaupt auf fruchtbaren Boden fallen würde. Trollalarm! ;-)

Weiterlesen

Das Scrollrad funktioniert noch

Das Mausrad - einfach weiterscrollen ...!Das Scrollrad funktioniert noch. Lesen wäre auch eine Idee

Vor ein paar Tagen habe ich auf den Socials ein Video zu meinem Beitrag „Gegenverkehr? Erst mal bremsen“ veröffentlicht. Darin habe ich anhand von Ausschnitten aus meinem Originalmaterial die beobachtete Situation von einer KI zur Demonstration nachbauen lassen. Dass es KI ist, steht im Video, ich habe auch nirgendwo behauptet, die gezeigten Szenen wären authentische Aufnahmen meiner Fahrt.

Ein User fand trotzdem, ich solle so etwas doch lassen. Ich habe ihm erklärt, wie das Video entstanden ist und was es darstellen soll, damit hätte die Sache für mich erledigt sein können. Für ihn offenbar nicht, denn er schrieb weiter und irgendwann kam von mir sinngemäß nur noch, dass er das Video schließlich nicht anschauen muss.

Da klingelte etwas bei mir

2021 habe ich hier schon einmal über ein kleines technisches Wunderwerk geschrieben, das magische Rad an der Maus. Schon damals war die Erkenntnis dahinter recht simpel: Wenn euch im Internet etwas nicht gefällt, könnt ihr einfach weiterscrollen. Das funktioniert sogar heute noch. ;-)

Nur scheint sich das Problem inzwischen weiterentwickelt zu haben. Heute wird doch oftmals nicht einmal mehr richtig zur Kenntnis genommen, was da eigentlich steht oder gezeigt wird. Überschrift gesehen, ein paar Sekunden Video erwischt, vielleicht zwei Sätze gelesen und die Meinung ist fertig. Danach wird sie einfach über den Inhalt gebügelt, völlig egal, was dort tatsächlich gesagt oder geschrieben wurde.

Noch schräger wird es, wenn aus dieser Meinung gleich eine Art Anweisung wird. Das solltest Du nicht machen, das solltest Du nicht schreiben, so etwas sollte man nicht veröffentlichen. Eine andere Sicht reicht offenbar nicht mehr, das eigene Wort ist gesetzt und der Rest soll sich möglichst daran halten.

Natürlich kann jemand mein KI-Video blöd finden. Er kann meine Gedanken zum Straßenverkehr für Unsinn halten, meinen Blog nicht mögen oder bei meinen Social-Media-Beiträgen sofort weiterwischen. Alles völlig in Ordnung, nur entsteht daraus kein Anspruch darauf, dass ich deswegen etwas ändere oder mein Denken abstelle.

Genau das scheint mir inzwischen immer häufiger verloren zu gehen. Eine andere Meinung wird nicht einfach stehen gelassen, sie soll möglichst verschwinden. Löschen, sperren, melden, verbieten, Hauptsache weg. Dabei wäre es eigentlich recht einfach: Ihr sagt eure Meinung, ich sage meine, vielleicht sind wir uns einig und vielleicht eben nicht.

Ich schreibe hier schließlich keine Abstimmungsvorlagen. Ob jemand meiner Meinung zustimmt, geht mir im Zweifel ziemlich am Arsch vorbei. ;-)

Anders sieht es aus, wenn ich sachlich falsch liege. Wenn mir jemand klar und nachvollziehbar belegen kann, dass etwas nicht stimmt, immer her damit. Dann schaue ich mir das an, korrigiere mich gegebenenfalls und habe im besten Fall noch etwas gelernt. Das ist allerdings etwas völlig anderes als „Ich sehe das anders, also musst Du damit aufhören“.

Und wenn jemand nach einer Erklärung trotzdem immer weiter darauf herumreitet, mache ich beim Blockieren eines Accounts auch keine Wissenschaft daraus. Nicht jeder muss mich mögen und ich muss ganz sicher auch nicht jeden mögen.

Damit haben wir neben dem Scrollrad inzwischen sogar noch ein zweites technisches Wunderwerk bei den Social-Media-Plattformen: Den Blockieren-Knopf.

Beide funktionieren erstaunlich zuverlässig. ;-)

 

 

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home Internet
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei TikTok

Winken für die Überwachung?

Zwei Smileys winken Überwachungskameras zu, der dritte zeigt ihnen den Vogel. KI-generiertes Symbolbild.Wer kennt denn sowas?

(Aus der Reihe: Dinge, die keine Sau kennt und die deshalb erst ein paar Tage später durch Zufall auf den Schirm kommen!)

Am 16. August, also gestern, war Wink-Überwachungskameras-zu-Tag ( :shock: ) und natürlich erfahre ich sowas rechtzeitig, also präzise später. :roll:

Bis dahin hatte ich nicht den blassesten Schimmer, dass es diesen Tag überhaupt gibt, wobei ich vermute, damit nicht ganz allein zu sein. So richtig scheint der hierzulande jedenfalls nicht eingeschlagen zu haben. Grund genug, es jetzt und hier zu erwähnen :mrgreen:

Dabei ist die Sache durchaus echt. Wer eine Überwachungskamera sieht, soll ihr zuwinken, als kleiner Protest gegen die zunehmende Überwachung im öffentlichen Raum. Kein Witz, kann man bei den Kuriosen Feiertagen nachlesen.

Ich musste trotzdem zweimal darüber nachdenken. Da hängt also eine Kamera, die mich beobachtet, ich entdecke sie und als Zeichen meines Protestes winke ich freundlich hinein. Damit habe ich es der Überwachung natürlich mal richtig gezeigt. ;-)

Dinge, die keine Sau kennt?

Material dürfte genug vorhanden sein, man muss es nur finden (wollen) …

 

 

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home Internet
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei TikTok

TikTok hat jetzt ein kleines Desaster

Digitales Arbeiten im Garten 😉Der Desasterkreis erreicht China

Der Desasterkreis hat nun also auch China erreicht. Zumindest über den Umweg ByteDance und TikTok ;-)

Irgendwie ist das schleichend passiert.

Erst habe ich dort nur geschaut, was andere so treiben, dann landeten die ersten eigenen Videos auf der Plattform und irgendwann war der Account nicht mehr nur vorhanden, sondern wurde tatsächlich benutzt.

Eigentlich hätte das längst hier im Blog stehen müssen, aber besser spät als nie.

Ganz neu ist TikTok hier nicht

TikTok war im Desasterkreis sogar schon einmal Thema. Im Beitrag „Wenn sich Fimmel und TikTok treffen“ hatte ich bereits ein Video eingebunden, weil der Fund für meine gepflegten Macken einfach zu gut passte.

Damals stammte das Video allerdings noch von jemand anderem, inzwischen liefert der Desasterkreis seinen Kram dort selbst ab.

Die Videos sind dabei nichts Neues

Videos gehören bei mir schließlich schon lange zu Instagram, Facebook und den anderen Social-Media-Kanälen, und was vorhanden ist, kann man auch nutzen, oder? ;-)

Wenn etwas flattert, krabbelt, fährt, brummt oder auf andere Weise meint, sich vor meiner Kamera wichtigmachen zu müssen, bleibt es eben nicht immer bei einem Foto.

Dazu kommen Alltag, Technik, kleine Fundstücke und Momente, die sich in Bewegung einfach besser zeigen lassen, wobei der passende Text natürlich trotzdem noch im Blog landen kann. Man muss sich ja nicht unnötig auf eine Form beschränken :mrgreen:

Neu ist also nicht, dass der Desasterkreis Videos veröffentlicht, neu ist nur die zusätzliche Ablage bei TikTok.

Platz war gerade vorhanden

Der Zeitpunkt passte ebenfalls ganz gut.

Wie ich im Beitrag „Bluesky passt dann wohl eher nicht“ bereits beschrieben habe, muss man nicht jede Plattform weiter bespielen, nur weil man irgendwann einmal ein Profil angelegt hat.

Wenn etwas geht, das hauptsächlich noch nervt, entsteht wenigstens Raum für etwas Unterhaltsameres, bei dem nicht sofort jeder in Schockstarre verfällt, wenn die Realität auf Ideologie trifft.

TikTok hat diesen Platz nun übernommen, ganz ohne Bewerbungsgespräch, Einarbeitung oder Probezeit.

Jetzt steht es auch im Blog

Das TikTok-Symbol sitzt inzwischen unten bei den anderen Social-Media-Links und das Profil bekommt tatsächlich Inhalt.

Zu finden ist der Desasterkreis dort unter:

Der Desasterkreis bei TikTok

Damit wäre auch das im öffentlichen Privatarchiv festgehalten und TikTok hat jetzt ebenfalls ein kleines Desaster.

Ob die Plattform weiß, was sie sich damit eingefangen hat, wird sich zeigen :mrgreen:

 

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home Internet
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei TikTok

Checke mit der KI, wer Du bist

Frühe Technikjahre und digitale SpurenWer lange online ist, legt Fährten

Ich habe ChatGPT mal den Auftrag gegeben, zu suchen, wo ich im weltweiten Netz auftauche, wer ich dort seit wann und warum bin.

Spannendes Ding :shock:

Natürlich war mir klar, dass man mich findet. Ich betreibe schließlich seit mehr als 25 Jahren eigene Webseiten, schreibe in Blogs, bin auf diversen Plattformen unterwegs und beruflich ebenfalls nicht gerade unsichtbar.

Trotzdem hatte ich eher mit dem üblichen Kram gerechnet. Der Desasterkreis, michael-floessel.de, ein paar soziale Netzwerke, berufliche Profile und natürlich die Impressen. Die müssen nun einmal sein, auch wenn man digitalen Schnüfflern damit schon einen Teil der Arbeit abnimmt.

Die KI kam allerdings nicht mit ein paar Links zurück, sie legte mir beinahe einen Lebenslauf mit Quellenangaben auf den Tisch.

Online seit 1999

Los ging das Ganze bereits 1999 mit pc-tech-tips.de.

Nach einem Providerwechsel gingen die Inhalte später in michael-floessel.de auf. Dass ich mir das nicht gerade passend zurechterinnere, steht sogar seit 2019 in meinem eigenen Beitrag „Sicher, unsicher, HTTP, HTTPS, altes, neues“. (Ja, ich weiß, auf der Seite ist im Moment tote Hose, aber ich komme einfach nicht dazu, mal wieder in die Elektronikkiste zu greifen … :roll: )

Dort hatte ich selbst geschrieben, dass ich um 1999 mit meiner Webseite begonnen habe und Inhalte über Providerwechsel, andere Domains und verschiedene Systeme hinweg immer wieder mitgenommen wurden.

Ein Newsgroup-Beitrag aus dem Jahr 2003 verweist sogar bereits auf einen alten pc-tech-tips-Inhalt unter michael-floessel.de.

Das Netz hat die Verbindung also ebenfalls nicht ganz vergessen.

Eine der ältesten noch direkt auffindbaren Fährten stammt vom 20. Oktober 2001 aus einer alten Newsgroup.

Es ging um die Internetverbindungsfreigabe bei T-DSL. Schon die Begriffe klingen heute ein wenig so, als hätte man beim Einwählen noch Kohlen in den Rechner schaufeln müssen.

Unter dem Beitrag standen mein Name und gleich vier Domains:

pc-tech-tips.de, dayofmen.de, computer-basis.de und wollideen.de.

Eine Webseite allein war mir offensichtlich schon damals zu übersichtlich ;-)

Später kamen weitere Beiträge zu Autos, Linux, WLAN, Netzwerken, Computern und Technik hinzu. Selbst meine WLAN-Probleme aus dem Jahr 2003 liegen noch griffbereit im Archiv.

Dazu tauchten Projekte wie antischulgewalt.de auf, alte Signaturen blieben erhalten und längst verschwundene Seiten wurden in Foren, Verzeichnissen oder anderen Beiträgen verlinkt.

Jeder dieser Treffer ist erst einmal nur ein Stück aus seiner Zeit.

Ein alter Forenbeitrag, eine frühere Domain, ein Foto, ein Presseartikel oder irgendein technisches Problem, über das ich vor Jahren geschrieben habe.

Nichts davon ist geheim, schließlich habe ich es selbst veröffentlicht. Jeder, der an dieser Stelle reflexartig „Datenschutz!“ schreit, sollte erst einmal in sich gehen und sich fragen, WAS da eigentlich geschützt werden muss, wenn man freiwillig öffentlichen Austausch betreibt ;-)

Interessant wird es, wenn man die einzelnen Marker nebeneinanderlegt. Dann entsteht aus vielen kleinen Fundstücken ein erstaunlich vollständiges Bild davon, womit ich mich beschäftigt habe, wo ich unterwegs war und wie sich die Dinge über die Jahre entwickelt haben.

Nicht wegen irgendeiner finsteren Datensammelei, sondern schlicht deshalb, weil ich den größten Teil davon selbst ins Netz gestellt habe.

Weiterlesen

Breaking News, Wasser ist nass!

Ein Smartphone mit Alarmstufe Rot im Feed. Viele Warnsymbole, viel Drama – und am Ende weiß man trotzdem nur: Winter ist kalt und Feuer ist heiß.Nur noch Verblödung …

Ich bin (auch) beruflich viel in Social Media unterwegs. Und genau deshalb bekomme ich regelmäßig Inhalte serviert, die ich eigentlich gar nicht schnell genug üerbscrollen kann.

Das Üble ist, dass es immer schlimmer wird …

Ein paar Perlen aus der Kategorie „Ich hab’s geahnt, aber danke“:

„Was Arbeitnehmer jetzt bei der Krankschreibung beachten müssen!“

Klingt nach Neuerung, Frist, Falle, Drama.
Und drin steht dann: Nach sechs Wochen geht’s ins Krankengeld, wenn es dieselbe Sache am Stück ist.
Das ist keine Nachricht, das ist ein Reminder für Leute, die auch an der Mikrowelle nachlesen, ob man Metall reinlegen darf.

„Die neue Gefahr im Winter!“

Neue Gefahr. Winter. Man rechnet mit irgendwas aus der „jetzt wird alles anders“-Schublade.
Inhalt: Bei Glatteis kann man ausrutschen. Autofahren ist im Winter riskanter.
Kurzfassung: Is‘ Winter.

Tja, solche Erkenntnisse kann ich auch liefern:

„Diese eine Sache unterschätzen viele im Alltag!“

Inhalt: Wer zu wenig schläft, ist müde. Wer zu spät losfährt, kommt zu spät.
Wenn das jemanden überrascht, ist der Tag grundsätzlich eine Herausforderung.

„Was ihr jetzt bei Passwörtern beachten müsst!“

Inhalt: „Passwort123“ ist keine Idee, das ist Kapitulation.
Und zwei Faktoren sind meistens besser als einer. Ja, wirklich.

Was mich daran nervt, ist nicht mal das Thema. Es ist diese künstliche Aufregung. Erst Alarm, dann Luftnummer. Erst „Jetzt unbedingt lesen“, dann blitzschnell die Erkenntnis „Freunde, wer das nicht weiß, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“. :mrgreen:

Liebe Schreiber solcher Zeilen:

Wer nicht total dicht im Hirn ist, der merkt das! :roll:

Immerhin, so weiß ich immer schnell, welche Seiten ich sofort komplett blockierne kann ;-)

   

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home Internet
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

 

 

 

Mit Vollgas ins Halbwissen

Selbstdiagnose als VolkssportSelbstdiagnose als Volkssport

Es fällt mir immer öfter auf, dass Wissen heute überall erreichbar ist, nur irgendwie falsch genutzt. (Nicht nur medizinisches …) Wissen ist da, aber effizient verwendet wird es eher selten.

Mal eben schnell eine Krankheit haben

Ein kleiner Huster reicht und schon wird nach einer Diagnose gesucht. Drei Klicks später liefert ChatGPT die ersten Ergebnisse und plötzlich fühlt man sich, als wäre man in einem medizinischen Sonderkapitel gelandet. Vielleicht gibt es sogar völlig neue Symptome, die man erst mal suchen musste, um sie zu haben :shock:

Und falls die Antwort nicht dramatisch genug klingt, fragt man einfach noch einmal. Irgendwann spuckt die KI schon etwas aus, das zum eigenen Kopfkino passt. Und wenn nicht, dann findet sich irgendwo eine Gruppe, die alles bestätigt, was man hören will. Logik ist dabei reine Nebensache, Hauptsache die Geschichte klingt spannend (und nach einem nahenden Ende).

Manchmal hat man ja auch Kollegen, die wirklich eine super Referenz darstellen.

Wenn man nur sagt, dass er heute etwas blass wirkt, sitzt er fünf Minuten später im Wartezimmer. Dort liest er in einer Illustrierten über die Vogelgrippe und in seinem Kopf fängt der Vogel sofort an zu kränkeln (also, der eigene). Er lebt diese Dinge richtig, selbst wenn nichts davon im Ansatz realistisch ist. Aber wenn man schon kränkelt, dann muss man eben auch das volle Leid mitnehmen, kein Weg umsonst!

Andere steigern sich in alles hinein, was sich gerade anbietet. Wer nach sechs Gläsern Rum-Cola wackelig auf den Beinen ist, braucht keine seltene neurologische Erklärung. Das ist simple Logik. Nur scheint Logik in modernen Zeiten so etwas wie eine optionale Zusatzfunktion zu sein.

Auch die Corona-Zeit hat ihr Übriges getan. Manche hatten mehrere Masken übereinander und ein halbes Abo auf Impfungen (Flatrate zum Impfstoff oder so …). Heute erkälten sie sich einmal und sind sicher, dass es eine Langzeitfolge sein muss. Alles ist dramatisch. Alles ist wichtig. Und vor allem muss es kompliziert sein. Aber auf jeden Fall Long Covid! Final: Jedem seine Pille!

Die Mischung aus Halbwissen und kompletter Überzeugung ist der eigentliche Klassiker. Man liest ein paar Zeilen, versteht nichts davon, ist aber sicher, dass man nun im medizinischen Profi-Modus unterwegs ist. Hauptsache, es fühlt sich nach großer Erkenntnis an.

Wissen ist da, es liegt offen herum, am besten einfach das Wahrscheinlichste ignorieren :mrgreen:


Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home Internet
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Scheißdreck per Mail – mal anders

Scheißdreck per Mail - mal andersIch kann das nicht ignorieren

Ja, ich weiß, das bekommen viele Leute, aber ich denke, es kann immer noch nicht schaden, davor zu warnen, bei so einem Rotz auf die eingebetteten Links zu klicken.

Schon wenn man die Ausdrucksweise innerhalb der Nachricht liest, muss man doch merken, dass das nicht von jemandem geschrieben wurde, der den üblichen Standards entspricht.

 


Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home Internet
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky

 

Scheißdreck per Mail – Wieder so plump

Scheißdreck per MailDas muss man doch merken

Eigentlich sollte man meinen, eine weitere Warnung vor Scheißdreck per Mail ist unnötig, gell?

 Man könnte meinen, so eine Mail würde sofort Misstrauen wecken, leider ist das aber wohl doch oft genug nicht so.

Die Nachricht droht mit der Sperrung der Telefonnummer und fordert zum „Login“ auf, der Link führt nur blöderweise nicht zur Telekom, sondern zu einer s3.amazonaws.com-Adresse. Das allein reicht schon, um skeptisch zu werden.

Wie soll man das einschätzen?

So, Schritt für Schritt, praktisch und ohne Technik-Kauderwelsch:

  • Absender prüfen, nicht nur den angezeigten Namen, sondern die echte E-Mailadresse.

  • Links nicht anklicken, stattdessen mit der Maus drüberfahren, um die Zieladresse zu sehen. Führt sie zu einer fremden Domain, Finger weg.

  • Auf Grammatik und Stil achten, merkwürdige Schreibweisen oder falsche Abkürzungen sind Verdachtsmomente, zum Beispiel „GmBh“ statt „GmbH“.

  • Dringlichkeit und Drohungen hinterfragen, Betrüger arbeiten gern mit Zeitdruck.

  • Anhänge nicht öffnen, besonders wenn sie ungewöhnliche Dateitypen haben.

  • Im Zweifel den Anbieter über die offiziellen Kanäle kontaktieren, niemals über die in der fragwürdigen Mail genannten Links oder Nummern.

  • Verdächtige Mails melden, beim eigenen Mailprovider als Phishing markieren, und wenn möglich beim betroffenen Unternehmen melden.

Kurz gesagt, die Mail gehört nicht angeklickt, sondern gelöscht oder an die Sicherheitsstellen weitergeleitet.

Die Telekom macht zwar auch Fehler, in solchen Fällen spricht aber sehr viel gegen Echtheit, zum Beispiel die falsche Zieladresse hinter dem Button, verwirrende Formulierungen und die offensichtliche Nachlässigkeit beim Text.

 


Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
Home Internet
Bisschen Desasterkreis & Social Media?

Der Desasterkreis bei Facebook Der Desasterkreis bei Instagram Der Desasterkreis bei Pinterest Der Desasterkreis bei XDer Desasterkreis bei Bluesky