Da ist man schnell wach, aber so richtig!
Morgens.
Dunkel.
Landstraße.
Alles noch im Modus „Lass‘ einfach rollen …„.
58 km/h auf dem Weg Richtung 70, keine Hektik, nur das Abblendlicht, das die Welt auf eine Handvoll Meter zusammenfaltet. Die Gedanken sortieren irgendwas im Hinterkopf, von dem man selber nicht weiß, dass man über sowas nachdenken kann.
Dann passiert genau das, was man in dem Moment nicht gebrauchen kann.
Rechts im Gras steht ein Reh!
Nicht auf der Fahrbahn, aber nah genug, dass der Puls sofort beschließt, ab jetzt alleine zu fahren.
Die Straße ist leicht rutschig, die Kurve kommt, und im Kopf steht nur noch ein einziger Satz, komplett ohne Grammatik, aber mit maximaler Autorität:
BLEIB, WO DU BIST!!!
Das ist diese Millisekunde, in der man gleichzeitig bremst, lenkt, scannt, rechnet und trotzdem denkt, man sei eigentlich noch im Halbschlaf. Kaffee? Kann warten. Erstmal kurz wieder Mensch werden.
Zum Glück hat das Reh mitgespielt. Es blieb genau da, wo es war. Und ich war zum Glück nicht schneller als nötig.
Manchmal ist Wachwerden kein Prozess. Manchmal ist es ein Ereignis. ![]()
(Und siehe da, jetzt fällt auch auf, dass die Dashcam nicht automatisch auf Winterzeit umgestellt hat. Nun ja, JETZT lohnt das auch nicht mehr
)
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Bisschen Desasterkreis & Social Media?


