Neu ist nur das Theater der Empörung

KI-generiertes Symbolbild: Zeitung mit der Schlagzeile „Man ist empört!“Als noch irgendwer überrascht sein müsste

Ich habe eine Meldung gelesen und mich kein Stück gewundert.

Kerninhalt bei der Nachricht bei BR24: „Die Rufe nach (Steuer) Erleichterungen werden lauter„.

Wundert mich das?

Kein Stück!

Ich bin nicht mehr verwundert, schon lange nicht mehr.

Nicht über die Preise. Nicht über die Wut. Nicht einmal über das übliche Theater, das jetzt wieder aufgeführt wird, als hätte man soeben entdeckt, dass Leben in Deutschland Geld kostet. Mehr Geld kostet, als es zum Betrieb des Landes notwendig wäre.

Neu ist hier nicht die Belastung. Neu ist nur das Theater der Empörung, wenn das Zeug endgültig nicht mehr unter den Teppich passt.

Streng genommen läuft diese Nummer auch nicht erst seit über einem Jahrzehnt, sondern noch länger.

Spätestens 1993 war der Ton doch gesetzt, als Helmut Kohl 1993 sinngemäß sagte:

Eine erfolgreiche Industrienation lasse sich nicht als „kollektiver Freizeitpark“ organisieren.

Im noch bekannteren Satz vom 21. Oktober 1993 formulierte er dann: Man könne die Zukunft nicht dadurch sichern, dass man „unser Land als einen kollektiven Freizeitpark“ organisiere.

Das passt leider auch ziemlich gut zu dem politischen Grundgefühl, das danach immer wieder durchschimmerte. Die Leute draußen sollen gefälligst mehr schultern, mehr zahlen, mehr schlucken, und wenn sie irgendwann die Schnauze voll haben, stellt man sich hin und tut verwundert. Ganz großes Kino, nur ohne Popcorn. Popcorn wäre eh Luxus, also Kino, Freizeit, leben für’s arbeiten, soll ja nicht so dekadent sein, gell?

Beim Strom konnte man das zuletzt wieder hübsch besichtigen. Im Koalitionsvertrag 2025 stand noch ziemlich groß, dass es schnelle Entlastungen von mindestens fünf Cent pro Kilowattstunde geben soll und die Stromsteuer für alle so schnell wie möglich auf das europäische Mindestmaß sinken soll.

Als es dann ernst wurde, hieß es in der Regierungspressekonferenz vom 27. Juni 2025, das gehe eben nur in mehreren Schritten, der Finanzierungsvorbehalt gelte, finanzierbar seien aktuell drei Maßnahmen. Aus dem lauten Versprechen für alle wurde also wieder das bekannte deutsche Modell, groß ankündigen, klein einsammeln, augenwischerisch erklären.

Geliefert wurden dann für 2026 vor allem 6,5 Milliarden Euro Zuschuss zu den Netzentgelten, dazu die Abschaffung der Gasspeicherumlage und die dauerhaft niedrige Stromsteuer für produzierende Unternehmen sowie Land und Forstwirtschaft. Private Haushalte blieben bei der Stromsteuer außen vor.

Der Kanzler hat das später sogar selbst so gesagt, leider nicht für private Haushalte. Ehrlicher wird es dann immerhin mal kurz, auch wenn es den Zähler und Zahler zu Hause kein Stück beeindruckt.

Beim Sprit läuft derselbe Film, nur mit Zapfsäule

Seit April darf nur noch einmal am Tag erhöht werden, mittags um zwölf. Klingt erst mal nach Ordnung, nach Eingriff, nach „wir tun was“. Der ADAC meldete für März 2026 trotzdem beim Diesel den höchsten Monatsschnitt überhaupt, 2,164 Euro je Liter. Gleichzeitig führte das Modell laut ADAC zu Preisaufschlägen von fast acht Cent um 12 Uhr. Dann wird man also nicht mehr dauernd abkassiert, sondern pünktlich. Das ist natürlich fast schon Service, fragt sich nur, für welches Land.

Was mich daran nicht einmal am meisten aufregt, ist die politische Dreistigkeit. Die gehört ja inzwischen fast schon zur Grundausstattung. Tatsächlich schlimmer finde ich, dass es offenbar immer noch genug Menschen gibt, die diese Schallwellen aus Politiker-Mündern wirklich glauben.

Trotz all der Jahre. Trotz all der Verpackungstricks. Trotz der immer gleichen Nummer, bei der Entlastung draufsteht und am Ende wieder der normale Zahler dumm aus der Wäsche guckt.

Für mich ist das auch deshalb kein neuer Film, weil ich genau diesen Mist schon vor über zwölf Jahren auf meiner „michael-floessel.de“ kritisiert habe, als es den Desasterkreis noch gar nicht gab. Zum Beispiel hier:

Neu ist hier gar nichts

Neu ist nur die Verpackung, das Theater, das betretene Gesicht und die aufgesetzte Anteilnahme, wenn Leute irgendwann nicht mehr mitspielen wollen. Fast bitterer ist nur, dass noch immer genug Publikum im Saal sitzt und ernsthaft glaubt, diesmal käme aus dem Mund der Politik etwas anderes als warme Luft mit Preisschild.

Bei all dem bin ich  eher amüsiert, weil ich recht gut immer schon vorher wußte, was wohl kommen wird. Klappt auch heute noch … ziemlich gut sogar. Und ja, nicht nur bei der Politik ;-)

Hinweis zu einem Quellenlink: Der ursprünglich verlinkte BR24-Aufhänger scheint zeitweise oder dauerhaft nicht sauber erreichbar zu sein. Am Kern des Beitrags ändert das nichts, denn der Link war der Anlass, nicht die tragende Grundlage. Es ging um den damals gemeldeten politischen Reflex, bei hohen Preisen plötzlich wieder über Steuererleichterungen und Entlastung zu reden, also genau um dieses Theater, das erst dann laut wird, wenn die Belastung längst beim Bürger angekommen ist.

 

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Ruhe in Frieden Mario Adorf

Kein Foto LogoRuhe in Frieden

Tja, 95 Jahre sind nun wirklich kein geringes Alter, traurig ist es trotzdem, Mario Adorf ist verstorben.

Für viele war er einfach immer da. So ein Gesicht, so eine Stimme, so eine Präsenz, die man nicht groß erklären musste.

Ich habe bei ihm natürlich auch sofort Santer aus „Winnetou 1. Teil“ auf dem Schirm, also genau den Kerl, der Winnetous Vater Intschu tschuna und dessen Schwester Nscho tschi erschossen hat. Solche Rollen bleiben eben hängen.

Da ist wieder einer weg, den man nicht groß erklären musste. Er war einfach da.

 


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Ostern frisst die Woche

Wenn Ostern den inneren Kalender schreddert, darf die KI den Rest zusammensammeln. 😁Vier freie Tage, null innere Ordnung

Tja, da sind wir bei Teil 2 von 2 zum Osterfest 2026, Ostermontag.

Was bleibt? Verwirrung!

Warum? Heute ist Ostermontag.

Sagt jedenfalls der Kalender.

Fühlt sich aber an wie Sonntag, nur: Morgen ist Dienstag.

Im Kopf natürlich Montag :shock:

Vorher war es ja schon nicht besser

Der Donnerstag war doch längst kein normaler Donnerstag mehr. Volle Läden, genervtes Gewusel, überall noch schnell dies, noch rasch das, weil am nächsten Tag alles dicht ist.

Karfreitag war offiziell Freitag, machte aber komplett auf Sonntag.

Der Samstag hatte dann schon Montag im Gesicht, nur eben mit Wochenende drumherum, weil ja gestern alles zu war.

Der Ostersonntag konnte damit schlecht noch einfach Sonntag sein. Der Platz war längst besetzt. Also blieb nur Dienstag in Verkleidung.

Heute hängen wir folglich in einem Montag fest, der auf Sonntag macht.

Morgen ist deshalb Dienstag.

Gefühlt Montag.

Verwirrt?

Ja, ich auch, dankt mir später :mrgreen:

(Wartet mal ab, Weihnachten legt in diesem Jahr noch einen drauf, da ist gleich ein Stück Wochenende mit drin ;-) )

 

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Frohe Ostern, was denn sonst?

Ostern im Desasterkreis 🥚Heute ist Ostern

Ostersonntag um genau zu sein ;-)

Also nicht einfach nur irgendein freundlicher Frühlingstag mit ein bisschen Deko, Schokolade und bunten Eiern, sondern eben Ostern.

Das Fest, das hier seit langer Zeit zu diesem Land, zu diesem Glauben und zu diesem Kalender gehört, auch wenn man inzwischen manchmal den Eindruck haben könnte, man müsse sich dafür fast schon entschuldigen.

Ist aber nicht nötig

Ostern ist Ostern.

Mit allem, was für viele dazugehört.

Auferstehung, Glaube, Familie, Essen, Eier, Schokolade, vielleicht ein Gottesdienst oder all das eben nicht, sondern einfach nur ein paar Tage frei.

Ja gut, bis auf die, für die es beruflich gar keine freien Ostertage gibt. Ich habe das selber jahrelang erlebt. Das soll jeder mit sich selbst ausmachen, aber trotzdem muss man an die denken, die jetzt auch einfach nur ihren Job machen.

Vielleicht sind es auch einfach nur Tage mit den Menschen, die einem etwas bedeuten (sollten).

Okay, ja, manche verbringen diesen Tag auch mit Menschen, bei denen eher nur die Erwartung im Raum steht, ganz ähnlich wie an Weihnachten. Das ist zwar nicht direkt der Gedanke dahinter, aber auch da bedeuten einem diese Menschen etwas, nur gegebenenfalls nichts Gutes :mrgreen:

Man muss daraus weder ein Event machen, noch es auf irgendein belangloses Frühlingsgedöns herunterkochen, nur weil sich bloß keiner von irgendwas empört fühlt, das hier schon deutlich länger existiert als der nächste Zeitgeistquatsch.

Habt schöne Feiertage, etwas Ruhe, etwas Anständiges auf dem Tisch und, je nach Lebenslage, entweder gute Gespräche oder endlich mal Ruhe davor.

Mehr muss ich dazu gar nicht sagen, nur:

Frohe Ostern euch allen!

 

 

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Paprika mit Identitätsproblem?

Außen rot, innen offenbar noch in der Findungsphase.Jetzt also auch Gemüse

Nun, ich weiß jetzt nicht, ob es da einen Zusammenhang gibt, aber in unserer neuen und besten aller Zeiten kommt es ja vor, dass manche Leute sich nicht mehr als das identifizieren möchten, was sie ganz offenbar sind.

Nun ja, jedem das Seine oder so, gell? ;-)

Aber es scheint abzufärben

Man kauft eine rote Paprika, jedenfalls dem äußeren Eindruck nach, und stellt dann fest, dass in ihrem Inneren offenbar noch etwas ganz anderes unterwegs ist.

Da steht man dann in der Küche, will eigentlich nur was zu essen machen und fragt sich plötzlich, ob das jetzt Biologie, Kannibalismus oder schon gelebte Neuzeit ist.

Vielleicht lag das Ding im LKW zu dicht neben einer anderen Frucht, die mit ihrer Einordnung ebenfalls so ihre Probleme hatte. Vielleicht wollte die große Paprika aber auch einfach nur zeigen, was heute alles in ihr steckt.

Ich will ja keinem Gemüse zu nahe treten, aber normal ist das alles auch nicht mehr.

Nun ja, was einem beim Blick in das Innere einer Paprika eben so durch den Kopf geht :mrgreen:

 

 

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Wieder Osterpost von „X“

Osterkarte mit der Aufschrift „Frohe Ostern“ auf einem Umschlag.Wenn Social Media wieder im Briefkasten liegt

Ja, da ist wieder so ein Post, den wohl nur meine inzwischen ziemlich langjährige Twitter bzw. X-Bubble wirklich einordnen kann, aber egal, hier gehört das hin, in den Blog.

Gestern lag wieder eine Osterkarte im Briefkasten. Also echte Post. Papier, Umschlag, Briefmarke, Handschrift. Kein schneller Gruß auf dem Bildschirm, sondern etwas, das ganz klassisch seinen Weg gemacht hat.

Genau das gefällt mir daran

Social Media ist oft laut, hektisch und schnell wieder weg. Umso schöner, wenn von dort auch mal etwas kommt, das nicht nur digital vorbeifliegt, sondern ganz altmodisch im Briefkasten landet.

Darum gehört das hier auch wieder in den Blog. Einfach als Dank. Und auch als kleiner Hinweis darauf, dass hinter Profilbildern und Benutzernamen eben manchmal doch noch ganz normale Menschen stecken, die sich echte Mühe machen.

Also kurz und ehrlich: Vielen Dank an Frau Knüppelkuh für die schöne Osterpost. Ich habe mich sehr darüber gefreut. :-)

 

 

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Ich, Parken und B&B Duisburg-Nord

Blick auf das B&B HOTEL Duisburg Hbf-Nord am Hauptbahnhof in DuisburgWer suchet, der findet

Also, ihr kennt das vielleicht:

Man bucht ein Hotelzimmer, in dem Fall im B&B HOTEL Duisburg Hbf-Nord, hat ein paar Stunden Autofahrt von Hessen nach NRW hinter sich und will eigentlich erst mal nur ankommen, das Auto abstellen, aufs Zimmer, Ruhe.

Dazu ist der Parkplatz sogar mitgebucht. Eigentlich also eine Sache, über die man sich gar keine großen Gedanken mehr machen müsste.

Eigentlich…

Klar, vielleicht hätte mein sicherheitshalber erledigter Anruf vorher mich schon seelisch darauf vorbereiten müssen, dass es da einen kleinen Trick gibt. Ich frage am Telefon nämlich nicht nach Quantenphysik, sondern nach eher naheliegenden Dingen. Wie komme ich auf den Parkplatz, wo ist der genau, brauche ich einen PIN oder etwas Ähnliches, wann bekomme ich den und wie läuft das dort überhaupt?

Gerade bei B&B ist das ja nicht immer überall gleich. Mal ist es simpel, mal braucht man irgendeinen Code, mal muss erst jemand öffnen, mal steht der Wagen halbwegs geschützt, mal eher so mittel. Also fragt man lieber einmal sauber nach.

Antworte wie Du willst, nicht, wie Du sollst

Nur hilft das begrenzt, wenn die Reaktion sinngemäß eher in Richtung geht: „Ich weiß jetzt nicht so ganz, was Sie von mir wollen.“ Nun, die Frage war: „Wo genau ist der Parkplatz und kann ich einfach so reinfahren?

Am Ende bleibt als Erkenntnis ungefähr dies hier übrig: Fahre hin und klingel irgendwo. Weil, das war das Einzige, was das Telefonat ergeben hat: Es MUSS eine Klingel geben.

Das Problem ist nur, dass man nach so einem Gespräch zwar weiß, dass es wohl irgendwo eine solche Vorrichtung gibt, aber eben noch nicht, wo genau sie ist, wie man da mit dem Auto vernünftig hinkommt und ob das Ganze nach normalem Menschenverstand oder eher nach Schnitzeljagd funktioniert.

Also fährt man los, nutzt Maps, folgt schön der Adresse und landet in einem Bereich, bei dem erstmal nicht sofort der Gedanke aufkommt: Ach ja, herrlich, hier geht es jetzt ganz entspannt auf den Hotelparkplatz.

Immerhin habe ich 44 Jahre in und um Duisburg herum gelebt und weiß:

B&B HOTEL Duisburg Hbf-Nord, Portsmouthplatz 5, 47051 Duisburg“, diese Adresse ist eher der Bahnhofsplatz als eine Straße.

Aber erstmal hin, der Adresse folgen und dann schauen. Vielleicht ist das Ganze ja ausgeschildert. Könnte man denken, hoffen … Ja …

Stattdessen ist man gefühlt fast schon am Hauptbahnhof selbst. Dort, wo man nicht gemütlich stehenbleibt. Dort, wo man erstmal sortieren muss, was nun Hotel ist, was Tor ist, was Einfahrt ist und was einfach nur Verkehrsraum, in dem man besser nichts falsch macht.

Irgendwann sieht man den Parkplatz dann auch. Genauer gesagt das Tor dazu. Seitlich am Gebäude, vergitterte Einfahrt, Schild dran, also grundsätzlich schon vorhanden. Nur hilft einem das in dem Moment noch nicht sofort weiter, weil da vorne absolutes Halteverbot ist und man trotzdem genau dort kurz Orientierung braucht.

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Eine Geschichte in 4 Bildern ;-)

Einfach mal wieder chinesisch essen gehen.Logische Folgen

Am Wochenende in Duisburg haben die Gattin und ich einen gar nicht mal kleinen Teil der Zeit damit verbracht zu überlegen, was wir wo, wann und zu welchem Kurs essen. Ja, zugegeben, das kommt öfter vor :roll:

Bei der Suche fiel uns auf der Königstraße ein Laden auf, bei dem schon über der Tür recht klar war, wohin die Reise geht: nach Asien.

Rein ging es aber nicht einfach ebenerdig, sondern erst mal eine Treppe runter, also genau die Sorte Eingang, bei der man kurz guckt und dann natürlich wissen will, was da unten los ist. An sowas läuft man nicht vorbei, nur weil außenrum die übliche Einkaufsmeile da anderen Regeln folgt.

Also runter da, rein da, und schon saßen wir im China-Restaurant Nan. Das Essen war gut und auch bezahlbar, nur das Ambiente vom Restaurant wirkte eher leicht nüchtern und funktionell.

Für mich war das okay, Romantiker mit Hang zum Plüschigen könnten vielleicht knapp ihre Erwartungen verfehlen. Vermutlich ist das aber auch gar nicht so die Zie(h)(l)gruppe, die das Geschäft ansprechen will, keine Ahnung ;-)

Erst mal die wichtigste Grundlage

Bevor es philosophisch wird, muss erst mal gegessen werden, siehe das Bild oben. Reis, Soße, Gemüse, Huhn, alles da, alles richtig. Wer hungrig irgendwo einkehrt, will an der Stelle keine Weltdeutung, sondern etwas Vernünftiges auf dem Teller. (Jedenfalls das, was ICH darunter verstehe).

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Heute Nacht ist wieder Stundenklau

Sommerzeit, heute Nacht!Sommerzeit, der jährliche Unsinn

Heute Nacht ist es mal wieder so weit.

Aus 2 Uhr wird 3 Uhr, und morgen wundern sich dann wieder genug Leute, warum sie etwas matschig unterwegs sind.

Jedes Jahr dieselbe Nummer, jedes Jahr derselbe Quatsch.

Abends länger hell klingt erstmal nett. Blöd nur, dass morgens erstmal wieder eine Stunde fehlt. ;-)


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Da muss ich gucken, immer!

Modellbahn mit Münzeinwurf im Duisburger Hauptbahnhof hinter Glas, ich davor ;-)Sie kommt durch, die Prägung aus Kindertagen

Wer hier mitliest weiß, ich stecke gerade wieder mal in Duisburg, so eine Art Abstecher über ein verlängertes Wochenende.

Ist man dann unter anderem am Hauptbahnhof unterwegs, wird natürlich geguckt, ob sie noch da ist, die Modellbahn mit Münzeinwurf.

Ja, genau die!

Sie begleitet mich seit rund 50 Jahren. Im Laufe meiner Kindheit ist da nicht wenig reingewandert. Für ein bisschen Fahren im Kreis konnte man schon früher zuverlässig Geld versenken. Manche Dinge ändern sich eben nie :mrgreen:

Solche Sachen setzen sich fest. Einmal sauber im Kopf verankert, und Jahrzehnte später prüft man ganz automatisch, ob das Teil noch an seinem Platz steht.
Andere achten auf Geschäfte, Ausgänge oder den nächsten Kaffee (ja, doch, ich auch, Kaffee, ja klar), aber eben auf eine Bahn hinter Glas. Es gibt würdevollere Macken, ich weiß, diese hier ist aber immerhin ehrlich ;-)

Noch mehr kassiert hat früher allerdings die im Oberhausener Hauptbahnhof. Die ist ja leider weg. Wobei man fair bleiben muss, das Geld kam streng genommen nicht von mir, eher durch mich, sponsored by Oma.
Ich war gewissermaßen nur der kleine Vermittler zwischen kindlicher Begeisterung und rentnertauglicher Kleingeldvernichtung :cool:

Persönliche Macken

Schon erstaunlich, was hängenbleibt. Man wird älter, zieht irgendwann in den Odenwald, lebt sein Leben und hält sich im Alltag für halbwegs sortiert (manchmal). Dann steht da so ein Ding im Bahnhof, und sofort fährt einem ein Stück Kindheit durchs Hirn.

Manche Prägung sitzt eben tiefer, die hier gehört offenbar dazu.

Info am Rande

Zur leider verschwundenen Modellbahn im Oberhausener Hauptbahnhof habe ich so gut wie nichts gefunden.

Laut einigen Hinweisen aus Social-Media-Postings fuhr die kleine Anlage dort schon kurz vor Weihnachten 1969 los und war wohl bis etwa 2023/24 vorhanden. Mehr als dieses grobe Zeitfenster war öffentlich für mich nicht sauber zu finden.

Wenn also jemand etwas weiß, würde ich mich über Informationen freuen :-)

    

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