Steuerklasse HbA1c?
Diabetes = Zucker = Ich bin am Arsch!
So jedenfalls die Kurzfassung, wenn in Berlin irgendwann jemand bemerkt, dass bei mir seit Jahren steuerlich völlig ungenutztes Potenzial durch die Gegend läuft.
Eine Zuckersteuer soll kommen. Zucker kostet dann mehr, damit weniger Zucker konsumiert wird. Gesundheit für Leichtgläubige und so. Dass dabei nebenbei ein paar Millionen in die Kasse kommen, ist natürlich nur ein ausgesprochen praktischer Zufall.
Für mich stellt sich allerdings eine ganz andere Frage.
Ich habe Diabetes, umgangssprachlich also Zucker.
Muss ich mich jetzt selbst versteuern?
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Ich sehe den Brief schon vor mir:
„Sehr geehrter Herr F., unseren Unterlagen zufolge führen Sie dauerhaft Glukose mit sich. Bitte erklären Sie Menge und Verwendungszweck.“
Abgerechnet wird vermutlich nach HbA1c. Bei höheren Werten greift die Zuckerprogression, bei besonders guten Werten gibt es vielleicht einen Freibetrag.
Zum Glück trinke ich meistens Zero, wobei selbst das kurz keine sichere Bank war. In Klingbeils Finanzministerium wurde nämlich auch darüber nachgedacht, Getränke mit Süßstoffen in die Abgabe einzubeziehen. Also Zuckersteuer ohne Zucker. Kann man sich nicht ausdenken, man muss echt erlebt haben, dass ein Mensch so einen Dünnpfiff laut ausspricht.
Inzwischen heißt es zwar, Zero und Light seien raus. Schön, aber! Wenn sie etwas wollen, dann WOLLEN sie es. Dann bekommt das Kind eben einen neuen Namen und aus der Zuckersteuer wird irgendwann eine Süßgetränkeabgabe, Gesundheitsumlage oder sonst irgendeine kreative Wortschöpfung.
Hauptsache, es klingt nicht nach „… und wir holen es uns doch!“.
Ich frage mich nur noch, wann sie in Berlin bemerken, dass Schlafen nach Stunden abgerechnet werden kann.
Bei mehreren Stunden täglich (nächtlich) kommt schließlich einiges zusammen. Allerdings … bei dem, was da gerade alles aus Berlin kommt, kann eh niemand mehr ruhig schlafen …