Heuschrecke mit Rückfahrkarte?

Flip wollte raus. Oder rein. Oder einfach nur diskutieren.Der Rückweg lag direkt auf meinem Arm

Es wird mal wieder tierisch!

Oder insektisch?

So genau weiß man das im Desasterkreis ja nie, weil hier scheinbar alles, was Beine, Flügel, Fühler oder ein fragwürdiges Verständnis von Hausrecht hat, irgendwann auftaucht.

Diesmal in der Küche und da saß er an der Wand.

Ein recht großer grüner Hüpfer. Grashüpfer? Heuschrecke? Heupferdchen? Nach dem Foto würde ich auf ein Grünes Heupferd tippen, aber ich bin eben kein Insektenkundler mit Klemmbrett, sondern nur der Mann, der plötzlich einen grünen Mitbewohner an der Küchenwand hat.

Der gute Kerl war zu Fuß auf dem Weg nach oben.

Nicht dramatisch, aber eben in diese Richtung, in der man irgendwann nicht mehr ohne Leiter, Verrenkung oder mittelgroße Diskussion drankommt. Also habe ich ihn vorsichtig von der Wand gepflückt, innerlich schon mal als Rettungsaktion verbucht und ihm schnell noch einen Namen gegeben: Flip!

Ja, natürlich wegen Biene Maja. Wer das noch kennt, darf sich jetzt kurz alt fühlen, muss aber nicht :mrgreen:

Der Plan war einfach

Ich wollte Flip durch das offene Küchenfenster in die Freiheit entlassen.

Klingt nach einem überschaubaren Vorgang, oder?

Mensch nimmt Heuschrecke.
Mensch hält Heuschrecke ans Fenster.
Heuschrecke erkennt Freiheit, Natur, Grünzeug und Horizont.
Heuschrecke verlässt das Gebäude.

So weit die Theorie,  aber Scheißdreck :shock:

Ich setze ihn raus, und wer hüpft auf meinen Arm und rennt wieder rein?

Flip.

Nicht irgendwie panisch. Nicht verwirrt. Eher zielstrebig. Als hätte er draußen kurz gesehen, dass Natur auch ohne Fliesen, Kaffeemaschine und trockene Wand funktioniert, und das Konzept spontan abgelehnt.

Also noch mal.

Ich setze ihn auf die andere Hand.

Gleiches Spiel, nur links.

 

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Es wird persönlich

Beim dritten Versuch hatte Flip offenbar endgültig die Schnauze voll. Er zeigte mir seine Sprungbeine in Aktion und krallte sich auf der Schulter der Gattin fest.

Das muss man erst mal machen. Man wird freundlich gerettet, bekommt ein offenes Fenster angeboten, hat alle Möglichkeiten der Welt und denkt sich: Nein, ich nehme jetzt die Frau des Hauses als Zwischenstation.

Also pflückte ich ihn dort wieder vorsichtig ab, altes Spiel, neue Runde!

Und zwar so stabil, dass ich sogar noch Zeit hatte, das Handy anzuwerfen und zumindest so gut mitzufilmen, wie es die Lage zuließ. Man muss ja Beweise sichern, sonst heißt es nachher wieder, ich würde übertreiben.

Als ob :roll:

Serientäter mit Fühlern

Ganz neu ist das Thema hier ja nicht.

Grashüpfer, Heuschrecken und sonstige Hüpfer haben im Desasterkreis offenbar längst eine eigene Nebenrolle. Da war schon der blinde Passagier auf dem Fahrrad, dann gab es die Idee vom Hotel für Grashüpfer, und selbst im November saß noch einer auf meinem Auto, als wäre der Kalender nur eine unverbindliche Empfehlung.

Vielleicht sind das gar keine Zufälle, vielleicht läuft da draußen längst eine geheime Hüpferliste.

„Bei dem kannst du landen. Der redet zwar dummes Zeug, aber setzt dich wieder raus.“

Das würde einiges erklären.

Aussperraktion mit Ansage

Am Ende hat dann ein etwas nachdrücklicherer Rausschmiss funktioniert.

Nicht grob, nicht wild, aber eben mit klarer Kante. Fenster, raus, Abstand, keine Diskussion, Fenster zu, Ende der Verhandlung.

Flip draußen – ich drinnen.

So war es ursprünglich auch gedacht.

Sollte er allerdings wiederkommen, bekommt er ein eigenes Schild am Briefkasten.

„Flip, 3 x klingeln“

Wundern würde es mich nicht mehr :mrgreen:

 

 

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Quark kennt kein Oben

Finde die Wahrheit!Das Gleiche ist nicht dasselbe

Noch mitten im Garten, also da, wo ich mich mal wieder mit dem Rasenmäher herumärgern durfte, kommt die Gattin raus und fragt mich:

„Wolltest Du heute Quark essen?“

Man hält in so einem Moment kurz inne.

Nicht wegen der Frage an sich. Quark ist ja jetzt nichts, wovor man grundsätzlich Angst haben müsste. Eher wegen des Tons. Da war schon dieses kleine Detail drin, das sagt: Gleich kommt noch was.

Also sage ich sinngemäß, dass wir doch eben erst welchen gekauft haben und ein Mangel an Quark im Hause derzeit eher nicht das Problem sein dürfte.

Darauf sie:
„Egal, aber WENN du das willst, musst du einen bestimmten nehmen.“

Da weiß man dann schon, dass drinnen offenbar etwas zu feinden sein wird, das mit der handelsüblichen Vorstellung von „ein Becher Quark“ nur noch lose verwandt ist. :mrgreen:

Geschlossener Becher Erdbeerquark auf dem Ceranfeld, äußerlich völlig unauffällig.Erwartung

Ich gehe also rein und denke mir, dass mich da ungefähr das erwartet, was auf so einem Becher eben außen drauf versprochen wird.

Deckel zu.
Inhalt unten.
Weltordnung intakt.

Also, ja.
Nicht ganz. :shock:

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Paprika mit Identitätsproblem?

Außen rot, innen offenbar noch in der Findungsphase.Jetzt also auch Gemüse

Nun, ich weiß jetzt nicht, ob es da einen Zusammenhang gibt, aber in unserer neuen und besten aller Zeiten kommt es ja vor, dass manche Leute sich nicht mehr als das identifizieren möchten, was sie ganz offenbar sind.

Nun ja, jedem das Seine oder so, gell? ;-)

Aber es scheint abzufärben

Man kauft eine rote Paprika, jedenfalls dem äußeren Eindruck nach, und stellt dann fest, dass in ihrem Inneren offenbar noch etwas ganz anderes unterwegs ist.

Da steht man dann in der Küche, will eigentlich nur was zu essen machen und fragt sich plötzlich, ob das jetzt Biologie, Kannibalismus oder schon gelebte Neuzeit ist.

Vielleicht lag das Ding im LKW zu dicht neben einer anderen Frucht, die mit ihrer Einordnung ebenfalls so ihre Probleme hatte. Vielleicht wollte die große Paprika aber auch einfach nur zeigen, was heute alles in ihr steckt.

Ich will ja keinem Gemüse zu nahe treten, aber normal ist das alles auch nicht mehr.

Nun ja, was einem beim Blick in das Innere einer Paprika eben so durch den Kopf geht :mrgreen:

 

 

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Dies und das noch:

Techniktreff Küche, Disco?

Techniktreff Küche?Nur eben schnell …

… noch einen Kaffee holen.

Also, so dachte ich wenigstens.

Was aber passiert?

Du triffst auf den Sohn, der irgendwie die gleiche Idee hatte, sich aber auch neue Bluetooth-Jubeldosen gekauft hat und eben zeigen wollte, was die Teile so können.

Nun ja, so entstehen 10 Minuten Party in der Küche, beim Kaffee holen :mrgreen:

 

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Dies und das noch:

Momente, oder: Rätsel in Gelb

Gelber Kreis in pinker Schüssel, Nahaufnahme von obenSchon komisch

Ich komme in die Küche, schaue in eine Schüssel, an der Tochter S. gerade herumfuhrwerkt, und sehe DAS!

Ich überlege kurz, ob ich irgendwas verpasst habe… :roll:

Neues Rezept? Geheimprojekt? TikTok-Trend, von dem ich besser nichts wissen möchte?

Ei?

Pfirsich?

Aprikose?

Also, wer möchte raten? :mrgreen:


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Dies und das noch:

Kaffee? Ganz schnell, ganz einfach! (II)

Die leidvoll klagende KaffeemaschineMan fühlt sich schon …

… vera(***)lbert!

Da investiert man am späten Abend jede Menge Zeit, um der leidvoll klagenden Kaffeemaschine Reinigung, Entkalkung und frische Wasserfilterung zu gönnen, da zeigt sie sich beleidigt.

Alles ist gemacht, alles ist durch und sie beharrt weiter darauf, dass Entkalken jetzt wohl notwendig ist … :roll:

   

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Dies und das noch:

Kaffee? Ganz schnell, ganz einfach!

Kaffee? Ganz schnell, ganz einfach!Nur noch schnell reinigen, entkalken, spülen …

Man sagt ja immer, Kaffeevollautomaten seien die Krönung der Bequemlichkeit:
Knopf drücken, warten, genießen -so das Versprechen!

In der Realität leuchtet einem die Maschine schon frühmorgens entgegen wie ein Weihnachtsbaum auf Droge :roll:


Reinigen! Entkalken! Wasserfilter wechseln!

Und wehe, man ignoriert nur eines davon, dann gibt’s statt Kaffee nur beleidigtes Blinken, ist ja nicht das erste Mal;-)

Ich wollte eigentlich nur einen Kaffee auf Knopfdruck, keine Servicestunde mit Bedienungsanleitung und Chemie-Set.

Aber gut, wer Vollautomat sagt, muss auch Reinigungszyklus sagen.
Kaffee ist schließlich nichts für Anfänger :mrgreen:

   

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Dies und das noch:

Nur kurz was ausprobieren

Nur kurz was ausprobierenNa, wenn man doch eh schon angefangen hat!

Es ist schon komisch, aber wenn ich in die Küche gehe, werden hier immer noch einige Leute skeptisch.

Ich schwöre, es ging eigentlich nur darum, den Inhalt eines Kartons zu sichten, der Rest ist dann einfach passiert …

Hey, das musste schnell gehen, da kommt der Baum drauf und essen kann man auch temporär irgendwo anders! Der Besitzer der Orange da hinten hat jedenfalls die Flucht ergriffen :mrgreen:

Ja, ich weiß, da fehlt noch was ;-)

   

 


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Dies und das noch:

Brötchen aus dem Vakuum!

Brötchen aus dem Vakkum!Erinnert Ihr Euch?

Der Wissenschaftler, der in einigen Menschen steckt, musste ja mal ausprobieren, was passiert, wenn man Burgerbrötchen mit dem Vakuumiergerät verpackt.

Nun, wie soll ich sagen, auf dem Foto ist das Ergebnis, wenn die Teile wieder befreit wurden :mrgreen:

Hey, die Brötchen sehen vielleicht etwas spezieller aus, schmecken aber genau gleich!

Ich habe blöderweise verpasst, ein Bild vom kompletten Burger zu machen, da ist das nämlich kaum noch aufgefallen.

GepacktZur Erinnerung, so haben die Teile direkt nach dem Absaugen der Luft ausgesehen ;-)

 

 

 


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Dies und das noch:

Was Zip-Dateien und Brötchen verbindet?

In UrformDie Effizienz!

Also jedenfalls dann, wenn man bereit ist, in der Küche ein wenig zu experimentieren.

Kennt Ihr das Prinzip von gepackten oder komprimierten Dateien in der digitalen Welt?

Es beruht darauf, Dinge, die mehrfach vorkommen, zu entfernen und nur aufzulisten, wo später eben diese Dinge wieder erscheinen sollen.

Kurz und laienhaft erklärt:

Man kann die Zahl 1.000.000.000 schreiben, dann hat sie eben 10 Stellen, oder man schreibt 1.9×0, das sind dann eben nur 5 Stellen, also 50 % weniger Platzbedarf. So in der Art jedenfalls.

GepacktDigital zu analog

Genau so geht das auch in der Küche!

Wenn man alle Luft aus so einem Burger-Brötchen, neu Denglisch auch „Bun“ genannt, absaugt und das Zeug einschweißt, dann wird es sehr klein. Flach und stapelbar – so geht Effizienz!

Macht man später die Verpackung auf, sorgt das große Zisch dafür, dass neue Luft die einst abgesaugte ersetzt. Das ist sogar Tuning, immerhin kommt dann aktueller Sauerstoff an Stellen, die eigentlich schon viel älter sind!

Lagereffizienz im Vergleich ;-)Clever, gell?

Ob ich schon weiß, ob das funktioniert?

Nein, warum? :shock:

Aber ich werde berichten!

Ja, natürlich sollte man immer Ersatzbrötchen kaufen, ehe man sie benötigt, man weiß ja nie :mrgreen:

 

 


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Dies und das noch: