Freitags gibt es Fisch: Kalorien im Matjesbrötchen

DIY MatjesbrötchenDas Matjesbrötchen

Nicht jeder mag es, das Brötchen mit dem Matjes-Hering darauf. On Top noch Salat und Zwiebeln – so etwas liebt man oder hasst es :-)

Ich jedenfalls liebe die Dinger, vor allem, wenn es schnell gehen muss und der Sinn nicht nach Burgern oder Pizza steht.

Wer auf sein Gewicht achtet, sollte natürlich auch in etwa den Kalorienpower so eines Snacks abschätzen können, ist ja nicht unwichtig.

Ja, aber was stimmt denn nun?

Allerdings gehen hier die Informationen im Netz stark auseinander, weshalb ich dazu nun eigentlich überhaupt den Beitrag hier schreibe.

Schaut man sich nämlich auf den geeigneten Seiten zur Kalorienzähmung im Web um, wird das klassische Matjesbrötchen mit rund 220 kcal und 28,8 Gramm Kohlenhydraten (Entspricht 2,4 BE) angegeben. Klar, unter Umständen bezieht sich das auch auf 100 Gramm, wer hat aber denn unterwegs am Fischwagen, schon eine Küchenwaage dabei? Natürlich weiß ich, dass dieses Problem oft auch bei anderen Außer-Haus-Mahlzeiten zu finden ist, nehmt diesen Artikel einfach stellvertretend, für alle anderen. Ich mein, an jeder Ecke wird einem vorgekaut, wie wichtig gesunde Ernährung ist. Wenn Du aber keine Chance hast, erst duch langes Diskutieren, Recherchieren und Rätseln an die Daten einer Speise zu gelangen, gilt im Einzelfall: Nimm, was Du findest!

So weit, so gut. Ein durchschnittliches Weizenbrötchen alleine, bringt aber schon 250-300 kcal mit, bei bis zu 4 Broteinheiten (auf 100 Gramm bezogen). Matjes selber schlägt auch noch mit ca. 240 kcal/100 Gr. zu Buche, rund 110-160 Gramm, sind in dem kompletten Matjesbrötchen verbaut. Wie muss man da denn nun mit umgehen? Salat und Zwiebeln, sind in der Übersicht, übrigens noch gar nicht berücksichtig.

Wie kann also ein komplettes Paket weniger Energie besitzen, als die Summe der Einzelteile?

Werden die Brötchen speziell ausgehöhlt bei der Herstellung? Also quasi alles Weiche raus, Fisch rein? Zugegeben, ich mache das immer, allerdings auch bei jedem Brötchen. Hat was mit Resten der Kindheit und perfekter Belagvorbereitung zu tun. Ja auch mit Gier, meistens zumindest ;-) Sind vielleicht sogar Brötchen für Matjesbrötchen spezielle Brötchen, die der Ottonormal-Nicht-Matjesbrötchenesser, gar nicht einzeln erwerben kann?

Bleibt aber immer noch das Problem:

Wie viele Kalorien hat ein Matjesbrötchen?

Beim Eigenbau eines Einzelexemplares, habe ich, bei Durchschnittswerten, Folgendes auf der Liste:

65 Gramm Brötchen: 180 kcal

110 Gramm Fisch: 240 kcal

Salat und Zwiebeln: 20 kcal, die gehen wohl im Schwund unter :-)

Sind, nach Adam Riese und Rita Zwerg, in der Summe 440 kcal.

Bämms!

Und nun?

Ich persönlich halte mich übrigens an meine Rechnung aus meiner Liste, so kann ich zumindest nichts falsch machen, außer weniger gegessen zu haben.

Ach ja, dass mein Brötchenfoto nicht das Schönste ist, weiß ich.

Dafür war es aber lecker :mrgreen:

(Lüften nicht vergessen!)

 

 

 

Abnehmen, Kilos, Nicht-Diät, Diabetes: (K)ein K(r)ampf – Vorsicht, länger!

Diät-Schlemmermenü

 

Kleines Vorwort:

Ganz wichtig! Ich bin kein Arzt, nicht annähernd medizinisch ausgebildet. Der folgende Text ist eine völlig subjektive Auswertung meiner persönlichen Erfahrungen, Erwartungen und Gedanken. Ich will nicht behandeln oder belehren, ich will nur berichten. Wer immer ein gesundheitliches Anliegen hat, muss in erster Linie zum Arzt! Beherzigt das bitte!

Dieser Artikel hier ist wahrscheinlich ungewohnt für regelmäßige Leser meiner Seiten. Warum? Weil er kein Gedankenspiel ist, sondern eine nun schon länger andauernde Lebensumstellung beschreibt, die ich abgechlossen habe. Nein, nicht abgeschlossen, die meinen Alltag derart verändert hat, dass es seither einfach anders läuft. Abschließen kann nur Dinge mit einmaligem Charakter, eine Umstellung führt zur Veränderung, die sollte andauern, wenn positive Ergebnisse eintreten.

Der Name „Desasterkeis“, der meine Domain kennzeichnet, kommt für mich übrigens nicht von ungefähr. Er beschreibt meine Lebenserkenntnis, dass man eigentlich immer mit den gleichen Tatsachen verbunden ist. Die Spielfiguren ändern sich, die Zeiten – niemals aber der Kreislauf aus:

Problen – Analyse – Planung – Änderung – Ergebnis – Fazit.

Ist man mit dem Fazit nicht zufrieden, geht es beim ersten Punkt wieder los, dem Erkennes des Problems, des Desasters. Ich bezeichne so etwas eben als Desasterkreis.

Um den Kreis aufzubrechen, müssen Veränderungen her! Aus dem Kreis heraus, führt nur ein Richtungswechsel. Gerade beim Thema Ernährung, passt das schon sehr gut, denke ich.

Der Artikel ist übrigens auch verhältnismäßig lang. Ich denke allerdings, dass Menschen, die sich ernsthaft mit ihrer Gesundheit und Ernährung befassen, gezielt nach Erfahrungsberichten suchen und die Mühe des Lesens auch aufbringen. Es kann natürlich gut passieren, dass meine Erkenntnisse für andere unpassend sind, es sind eben nur meine ganz persönlichen Gedanken und Berichte. Sollte jemand vielleicht auch einfach nur gerne in diesem Blog lesen, freut mich das natürlich trotzdem ungemein ;-)

Um was es geht:

Um meine Erfahrungen beim Verringern des eigenen Körpergewichtes. Dabei, was mich persönlich natürlich am meisten freut, auch um Erfolge.

Nein, keine Diät! Diäten sind für Politiker und Showeffekte. Wer meint, wenn er mal vier Wochen weniger oder kontrollierter Nahrung zu sich nimmt, genügts für alle Zeit, betrügt sich schlicht selber. Man kann nicht einen Monat im Jahr Disziplin zeigen um zu legitimieren, dass man während der anderen 11 fröhlich alles in sich hineinstopft. Ich sage nicht, das darf man nicht. Muss jeder selber wissen. Wenn man aber Gewicht verlieren will, weil man ein Problem erkannt hat, gibt es einen Grund zum Reagieren. Irgendetwas muss Alarm geschlagen haben.  Wer mit seinem Selbst zufrieden ist, kommt doch auf so eine Idee gar nicht.

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Weihnachten und der Blutzucker: Wenn Du denkst, Du denkst…

Blutzuckerverlauf-WeihnachtenEs ist ja erst ein paar Stunden her, da habe ich mir schon mal Gedanken zur Diabetes, Weihnachten und Leidensgenossen gemacht. Klar, man muss auf sich achten, da bietet auch der Christen größtes Fest keinen Sonderbonus.

Erstaunlich ist aber, welche Schnippchen einem geschlagen werden können, obwohl man seit Längerem wirklich von sich behaupten kann, man hat seinen Zucker im Griff.

Der erste Weihnachtstag nähert sich seinem Ende, es wurde gut und vielleicht auch etwas zu reichlich gegessen. Der Mensch ist sich aber sicher, es nicht wirklich übertrieben zu haben. Das Bett ruft, nur noch mal eben schnell den Blutzucker messen, sicher ist sicher.

Kurz nach 23 Uhr, Zucker bei 119 mg/dl, da bin ich mit zufrieden. Das letzte Kurzzeit-Insulin gab es um 19 Uhr, passt alles. Jetzt noch eben zur Nacht Langzeit spritzen und fertig für heute. Der Film, den man sich gestartet hat läuft noch rund 20 Minuten, da darf jeder entspannt an die Nachtruhe denken.

Einige Zeit später stelle ich jedoch fest, dass es wohl früher Zeit fürs Nachtschläfchen wird. Irgendwie ist die Sicht nicht mehr so richtig gut, Konzentrationsprobleme treten auf, ich muss wirklich müde sein. Allerdings, irgendwie ist auch zeitgleich eine gewisse Unruhe da, leichtes zittern in den Fingern, irgendwie überdreht.

Da springt im Kopf die Alarmlampe an: „Mess mal den Zucker, Dicker!“

bz50Also Klick, Pieks, Aua, Piep – 50 mg/dl! Na klasse!

Da ich mittlerweile aber auch Kaltschweißigkeit und labberige Beine bemerke, wird es Zeit, was zu unternehmen! Zum Glück trinkt die holde Gattin so etwas ekeliges wie normale Cola, also mal einen guten Schluck runterspülen. Irgendwo hier liegen noch so Lebkuchenkekse, da soll mal lieber auch noch einer hinterher. Alles in allem sind das rund 2 BE (Broteinheiten), bei mir kommt damit in etwa ein Blutzuckeranstieg von rund 80 mg/dl zustande, sollte ausreichen.

So ein klein wenig Panik kann übrigens schon aufkommen. Was ist, wenn der Pegel einfach weitersinkt, ehe die zugeführten Kohlenhydrate verarbeitet werden? Hilft nichts, Geduld aufbringen und erneut messen.

bz84Ok, er steigt wieder, das wäre geklärt. Wohin aber wird es nun gehen?

Zu hoch ist nicht so gefährlich wie zu tief, das ist mir schon klar. Mit 300 und drüber will ich aber auch nicht unbedingt durch die Nacht gehen. Da die Müdigkeit ohnehin vergessen ist, kann ich aber ebensogut noch ’ne Weile warten und erneut checken, was Sache ist. Die Zittrigkeit und die Unruhe sind auch noch nicht wirklich verschwunden. Ich weiß natürlich, dass dies immer ein Weilchen dauert, in solchen Momenten ist meine, sowieso nicht besonders ausgeprägte, Geduld aber wirklich gefordert. Was ein blödes Spiel, kann sowas, wenn es denn überhaupt passieren muss, nicht früher auftreten? Vom Film habe ich nichts mehr mitbekommen, netter Ausklang eines eigentlich wirklich entspannten Weihnachtstages.

bz102Jetzt 102! OK, damit kann ich leben, das geht. Ganz langsam kommt wieder Entspannung in den Körper, das Augenflimmern verschwindet.

Ich muss noch dazu sagen, dass ich vor ein paar Wochen auch in beide Augen neue Linsen bekommen habe, der graue Star lässt grüßen. Im ersten Schreck denkt man da nicht unbedingt an den Zucker, eher an die Augenoperationen. Ich werde jetzt mal wieder unfein: Was für eine Scheiße! Ich mein, das ist nicht mein erster Unterzucker und auch wahrscheinlich nicht der letzte, nur gerade an Tagen, wo eher mit erhöhten als zu geringen Werten zu rechnen ist, kann das doch eigentlich nur wieder Murphys Gesetz sein, oder?

bz127So schlimm, wie ich befürchtet hatte, war’s dann heute morgen zum Glück doch nicht. 127 mg/dl ist zwar nicht gerade meine Wunsch-Nüchternwert, aber es geht. Jetzt habe ich ja wieder die Möglichkeit, gezielt gegenzuarbeiten.

 

 

Schön, dass Ihr mir Eure Zeit gewidmet habt! :-)

 

 

Besondere Grüße an die Diabetes-Gemeinde! Ach was, an alle, die nicht so essen sollten, wie sie möchten :-)

diabetes-first-aid-weihnachts-setJetzt ein spezieller Gruß an all meine (mit)betroffenen Diabetiker, Kalorienzähler und Waageparanoiker!

Die Weihnachtszeit mit ihren Genüssen und Versuchungen, kann gerade für Menschen mit besonderen Ansprüchen an die Ernährung zum Spießrutenlauf werden. Es gibt schon Momente, in denen die Versuchung groß ist. Darum möchte ich an dieser Stelle nun auch besonders gute Festtagswünsche an alle  aussprechen, die nicht so dürfen, wie sie gerne würden! Wer sich zurückhält, diszipliniert sich meist stark, wer nicht, leidet früher oder später vielleicht noch mehr. Bisher habe ich persönlich beim Zucker die 140mg/dl nicht überschritten, das Gewicht ist stabil, hoffentlich klappt das weiterhin!

Diabetiker-Sparmenue„In Maßen, nicht Massen“, ist ja nun wirklich schon das passenste Motto, damit geht es eigentlich ohne totalen Verzicht. Oft wäre es nur schön, wenn man wenigstens gelegentlich mal konsequenzlos zugreifen dürfte, oder? So eine Art „Weihnachtskalorien-Anti-Gen“  ;-) Sich gar nichts gönnen, ist ja nun auch nicht richtig, das ist schon klar. Der kleine Vertreter des Gewissens, der einem beim Essen auf der Schulter sitzt, kann aber schon recht anstrengend sein, oder?

In diesem Sinne: Mögen auch das beste Weihnachtsessen gnädig bei den BE’s, der kohlenhydratfreie Stollen erfunden und die 10 kcal Schokolade Realität werden.

Träumen darf man ja :-D

PS: Aktueller HbA1c bei mir: 5,6%. Ich werde den nächsten Wert, ohne Rücksicht auf Peinlichkeiten, hier im Blog veröffentlichen. Mal sehen, ob ich mich blamiere… :mrgreen: