Dein Kommentar, mein Popcorn

Böser Kommentar? Schwer erschütternd ... 😉So wichtig ist Deine Meinung nun auch wieder nicht

Mal ein Wort zu Social Media und dem, was man selbst damit macht, was andere vielleicht erwarten und, noch etwas präziser, welchen Wert und Einfluss manche ihrem eigenen Weltbild dabei beimessen.

Warum macht man Social Media? Kurze Antwort: Weil man es kann, weil es jeder kann und wer mag, soll es auch tun. Man hat Interessen, ein Hobby, will Gewinn machen oder einfach nur sichtbar sein? Okay, warum auch nicht!

Deine Meinung ist keine Hausordnung

Es passt Dir nicht, was jemand macht? Dann scroll einfach weiter!

Du kommentierst lieber, wie schlecht, unangebracht oder überflüssig das ist, was Du da siehst? Nun, immerhin war es wertvoll genug für Dich, den Beitrag zu lesen, die Kommentarfunktion auszuwählen, etwas zu schreiben und das Ganze auch noch abzusenden.

Damit hast Du oft mehr Engagement investiert als so mancher Follower, der zwar liest, beim Doomscrolling aber schlicht zu schnell ist, um ein Like oder einen Kommentar dazulassen. Nur hast DU gerade Lebenszeit in etwas gesteckt, was Du ja angeblich überhaupt nicht magst.

Und noch etwas: Vielleicht interessiert DEINE Meinung noch weniger Menschen als der Inhalt, den Du gerne nicht auf der Plattform sehen würdest.

Anonym, privat und natürlich allwissend

Besonders beeindruckend sind dabei anonyme Profile, möglichst noch auf „Privat“ gestellt, ohne Beiträge und mit einem Auftritt, bei dem von Bot über Spinner bis zu irgendeiner krummen Nummer (oder einfach nur dumm) alles möglich ist.

Was meinst Du, wie ernsthaft ich darüber nachdenke?

Ich werde solchen Profilen in der Regel nicht folgen und es kommt durchaus vor, dass ich sie aus meiner Followerliste werfe, wenn mir an dem Auftritt etwas komisch vorkommt. Ne, Freund, DU NICHT!

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Irrglaube?

Ich weiß ja nicht, wie sich so ein „weiser Mensch des Internets“ vorstellt, dass man reagiert, wenn so etwas kommt. Der Kommentar stammt von jemandem, den man vermutlich nicht kennt, nie gesehen oder getroffen hat und wahrscheinlich auch nie kennenlernen wird.

Die totale innere Zerstörung? Kündigung des eigenen Accounts unter Löschung aller Postings? Totales Hinterfragen des eigenen Mindsets? Junge! Fass Dir mal an den Kopf! :roll:

Bestenfalls steigt der Blutdruck leicht an, weil einem mal wieder bewusst wird, mit welchen Deppen man die Atemluft auf diesem Planeten teilt, teilen muss.

Acht Sekunden und weg

Deinen Kommentar lesen, gegebenenfalls löschen, Dich blockieren und vergessen, so richtig für immer vergessen, dauert bei Instagram ungefähr acht Sekunden, habe ich mal gemessen. Bin ich richtig im Flow, geht es noch schneller. Danach bist Du für mich wieder das, was Du vorher warst: unwichtig.

Und ob Du es glaubst oder nicht, mir ist es scheißegal, ob Du mich ebenfalls blockierst. In der Regel bekomme ich das gar nicht mehr mit, weil DU bei mir längst im Nirwana verschwunden bist.

Ich wette allerdings, in Deinen Troll-Kommentar hast Du mehr Zeit investiert und länger über Deine Worte an mich nachgedacht, als ich über Dich.

Wer mag da wohl wirklich der Depp sein, gell?

Ansonsten wären ein Hobby, echte Menschen im Leben oder ein Beruf, in dem Du Dich als Blockwart austoben kannst, vielleicht eine Empfehlung. Dann hätte wenigstens irgendwer etwas davon. ;-)

Sorry, aber das musste ich mal loswerden. Alle anderen sind natürlich und nach wie vor herzlich willkommen.

 

 

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Bisschen Desasterkreis & Social Media?

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Viel Meinung, erstaunlich wenig Wissen?

Ne, dann nehme ich das 1. Text dazu? Lautstarke Meinung auf der einen, recherchiertes Wissen auf der anderen Seite. KI-generiert.Wenn Überzeugung größer ist als Wissen

Gerade jetzt, in einer Zeit, in der es politisch in Deutschland an ziemlich vielen Ecken qualmt, lese ich in den sozialen Medien Kommentare, bei denen ich mich ernsthaft frage, ob der Verfasser noch alle Latten am Zaun hat.

Da widersprechen sich Aussagen teilweise schon innerhalb weniger Sätze, es werden Zusammenhänge konstruiert, die sich mit etwas logischem Denken ziemlich schnell selbst zerlegen, oder Parteien Dinge zugeschrieben, die so weder im Programm stehen noch jemals gefordert wurden.

Trotzdem wird das Ganze mit einer Sicherheit in die Tastatur gehämmert, als hätte man die entsprechenden Parteiprogramme persönlich mitgeschrieben.

Natürlich kann jeder eine politische Meinung haben, auch eine völlig andere als ich. Darum geht es überhaupt nicht. Interessant wird es für mich an dem Punkt, an dem aus Meinung angebliches Wissen wird und dieses vermeintliche Wissen anschließend noch dazu benutzt wird, anderen zu erklären, sie hätten keine Ahnung.

Genau deshalb habe ich mich gefragt, wie viel die Menschen eigentlich tatsächlich über die Parteien wissen, die sie wählen, verteidigen oder verteufeln. Da wird es ziemlich schnell interessant.

Ich will schon wissen, was ich wähle

Ich lese die Programme der Parteien, die für mich infrage kommen, ziemlich aufmerksam. Gerade bei denen, bei denen ich noch zweifle, sogar besonders genau, denn wie soll ich mich entscheiden, wenn ich nicht weiß, wofür ich mich da eigentlich entscheide?

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Die Brille der Wünsche

Brille mit sonniger Wunschwelt vor einer tristen Realität. KI, was sonst?Wenn man nur sieht, was man sehen WILL

Egal ob Politik oder echte Menschen, die mir im Laufe der Jahre begegnet sind, manchmal läuft es erstaunlich ähnlich.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Passt die Realität nicht zur eigenen Vorstellung, wird eben nicht die Vorstellung überprüft, sondern die Realität zurechtgebogen. Schönreden, ausblenden, passenden Ausschnitt suchen, fertig. Im Zweifel hilft die richtige Brille, auf den Boden stampfen und schlimmstenfalls anderen die Schuld zuschieben, gerne samt Verantwortung.

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Kann man machen

Im Grunde ist das erst einmal jedem selbst überlassen. Wer sich eine beschissene Politik schönreden möchte, seinen Konsumwahn oder irgendeine Idee, die schon beim ersten Kontakt mit der Wirklichkeit auseinanderfällt, bitte. Jeder darf sich seine Welt so hübsch anmalen, wie er möchte.

Nur wird aus Scheiße eben keine Schokolade, bloß weil genug Kakao drauf ist. Dazu passt dieser alte Spruch immer noch wunderbar:

Millionen Fliegen können nicht irren. Scheiße muss schmecken.

So funktioniert Wahrheit nur leider nicht.

Die passende Bubble gibt es gleich dazu

Richtig praktisch wurde das Ganze mit Social Media. Früher musste man Gleichgesinnte wenigstens noch finden, heute reichen ein paar Klicks und irgendwo sitzt garantiert jemand, der dieselbe Brille trägt. Dann kommt der nächste dazu, noch einer bestätigt alles und irgendwann wirkt die eigene Sicht plötzlich erstaunlich groß.

Über diesen Effekt hatte ich schon bei „Differenzierung stört, oder?“ geschrieben. Social Media hat solche Lager nicht erfunden, aber ziemlich komfortabel gemacht.

Problematisch wird es dann, wenn aus „Ich sehe das so“ irgendwann „So ist es“ wird und daraus gleich folgt, dass bitte auch alle anderen diese Sicht übernehmen sollen.

Realität kann ziemlich störend sein

Politik ist dafür ein dankbares Beispiel. Man kann sich Pläne, Entscheidungen und Entwicklungen wunderbar hinrechnen, solange man nur die passenden Zahlen, Leute und Erklärungen betrachtet.

Irgendwann fehlt dann Geld, Menschen verhalten sich nicht wie vorgesehen oder Dinge funktionieren schlicht anders als gedacht. Dann gäbe es natürlich die Möglichkeit zu sagen: War wohl doch nicht ganz so clever.

Das scheint nur erstaunlich schwer zu sein. Viel angenehmer ist es, einen Schuldigen zu finden. Die anderen, die Umstände, die Gesellschaft, das Schicksal, irgendwer wird sich schon auftreiben lassen. Hauptsache, die Brille bleibt auf.

Andere verdienen daran

Ganz nebenbei dürfte diese Entwicklung für manche Marketingabteilung ein ziemliches Geschenk sein. Menschen kaufen längst nicht nur Produkte, sie kaufen Zugehörigkeit, Haltung und das passende Gefühl gleich mit. Vorne wird Zugehörigkeit gepredigt, hinten das Geld gezählt und irgendwo kichert jemand, der eine Excel-Tabelle auswertet.

Je sauberer sich Gruppen selbst sortieren, desto leichter kann man ihnen genau das vorsetzen, was zu ihrer jeweiligen Welt passt. Da muss niemand mehr groß überzeugen, wenn die Zielgruppe ohnehin schon weiß, was sie sehen will.

Da kann man sich mit dem Dollarzeichen in den Augen schon mal auf die Schenkel klopfen. Die Wunschbrille gibt es praktisch gleich im passenden Design dazu.

Brille ab hilft manchmal

Wünsche und Vorstellungen sind völlig okay. Ohne die wäre das Leben vermutlich ziemlich grau. Nur sollte man gelegentlich prüfen, ob das, was man sich so hübsch zurechtgelegt hat, draußen eigentlich noch irgendetwas mit der Realität zu tun hat.

Die kann man ignorieren, schönreden oder passend einfärben. Weg ist sie deswegen nicht.

 

 

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Experte? Ja. Aber wofür?

Wenn Experten (nicht) wissen, was sie tun. KI-generiertes Symbolbild.Wir haben Experten gefragt!

Aktuelle Sofortlösung der Politik, wenn man das Offensichtliche nicht zugeben will?

„Wir haben eine Expertenrunde einbestellt.“

Prima. Dann kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, schließlich sitzen jetzt Leute vom Fach am Tisch und schon bekommt die ganze Sache ein völlig anderes Gewicht.

Nur sagt das erst einmal erstaunlich wenig. :roll:

Warum?

Nun, angenommen, ich möchte eine richtig große Torte backen. Mehrstöckig, ordentlich was drauf, das Ding soll am Ende nicht nur schmecken, sondern möglichst auch stehen bleiben und episch aussehen. Dummerweise habe ich davon keine Ahnung, also mache ich das einzig Vernünftige und hole mir jemanden, der sich auskennt.

Einen Experten!

Ich habe mal gehört, in der Nachbarschaft ist einer, viele Leute haben ihn schon um Rat gefragt. Was er ist? Tischlermeister.

Der Mann ist zweifellos Profi, mit Ausbildung, Meisterbrief, Erfahrung und Fachwissen, vermutlich kann er mir einen Tisch bauen, auf dem die Torte noch steht, wenn das Haus drumherum längst aufgegeben hat. Ich denke, man kann gut sagen, er ist ein Experte.

Nur von meiner Torte hat er deswegen noch lange keine Ahnung.

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Wenn Politik im Alltag größer wird

Auf ein Wort, denn Politik ist im Moment eben auch Alltag. Der Hintergrund ist KI, ich bin echt.Warum das gerade hierher gehört

So, ja, ich weiß, hier geht es im Moment ziemlich oft um Dinge rund um das politische Geschehen in diesem Land.

Eigentlich soll das gar nicht der Schwerpunkt des Desasterkreises sein, nur geht es hier eben um Dinge des Alltags, manchmal groß, manchmal klein und manchmal um Details, die schnell übersehen werden. Dazu gehören auch Zusammenhänge, die man kaum erkennen kann, wenn man erst drei Tage vor einer Wahl anfängt hinzuschauen.

Nun, ICH denke, im Moment ist es das wert, auch hier den einen oder anderen Beitrag dazu zu schreiben.

Wer wirklich der Meinung ist, dass alles, was sich gerade in Deutschland verändert, normal und irgendwie gewinnbringend für die Menschen hier ist, den kann ich irgendwann nicht mehr für voll nehmen. Sorry, aber 1 + 1 ist 2 und nicht 1,99, nur weil irgendwer lange genug erklärt, warum das Ergebnis trotzdem stimmen soll.

Dabei geht es mir nicht darum, irgendeine Partei aufgrund ihrer Farbe groß oder klein zu schreiben. Mir ist ziemlich egal, ob da CDU, SPD, AfD, FDP, Grüne oder sonst etwas draufsteht.

Ich möchte mich am Abend mit dem Vertrauen ins Bett legen können, dass am nächsten Morgen noch das Leben existiert, das ich seit, Stand heute, 57 Jahren mehr oder weniger erfolgreich für mich und meine Familie aufgebaut habe. Ein Leben auf der Grundlage dessen, was hier einmal Recht, Gesetz, Kultur und eine halbwegs planbare Zukunft bedeutete.

Genau dieses Vertrauen bekommt allerdings zunehmend Risse

Mit Ideologie lässt sich die Realität nicht bewältigen, mit Größenwahn kein Alltag meistern und mit Hirngespinsten kein Kühlschrank füllen.

Wenn ich mich also für oder gegen eine Partei entscheide, dann deshalb, weil ich von ihr erwarte, dass sie ihr Bestes für meine Heimat und die Menschen darin gibt. Der Name auf dem Wahlzettel ist mir dabei ziemlich scheißegal.

Bei der nächsten Wahl kann meine Entscheidung deshalb völlig anders aussehen, vielleicht ändere ich meine Meinung sogar noch direkt an der Wahlurne.

Dieses „Habe ich schon immer gewählt“ gibt es für mich nicht. Ebenso wenig „Papa, Oma oder Opa haben die auch gewählt“, „haben sie im Fernsehen gesagt“ oder „stand so in der Zeitung“.

Ich versuche mir mein eigenes Bild zu machen, und zwar immer, nicht erst kurz vor einer Wahl und natürlich ist es vielleicht mühsam, wenn einen das nicht interessiert. Nun, ich kann aber nicht verstehen, wie es jemandem egal sein kann, wie das eigene Leben regiert wird. ICH habe das früh begriffen und wenn man einfach im Alltag etwas achtsam ist, dann bekommt man das Wichtigste eigentlich mit.

Jeder, dem das zu anstrengend scheint, sollte vielleicht einmal daran denken, wie lange ihn die Folgen seiner Entscheidung begleiten können. Auf dem Konto, an der Tankstelle, im Job, beim Einkaufen, vor Gericht, bei seiner persönlichen Sicherheit und inzwischen teilweise selbst bei Dingen, über die vor ein paar Jahren kaum jemand überhaupt nachgedacht hätte.

24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr

Da finde ich es nicht übertrieben, ein bisschen Zeit und Wissen in die Frage zu investieren, wer eigentlich darüber entscheiden möchte, was vom Brutto als Netto übrigbleibt, wofür jemand vor Gericht landen kann, was morgen noch erlaubt ist und wie sicher die nächste Ecke des eigenen Alltags eigentlich bleibt.

Das Kreuz dauert ein paar Sekunden, die Folgen können Jahre dauern.

Weiterhin gilt hier trotzdem genau das, was schon immer gegolten hat. Wenn im Alltag etwas passiert, was MIR bedeutsam erscheint, dann landet es möglicherweise im Desasterkreis.

Mal ist das ein kaputter Gegenstand, irgendein Irrsinn auf der Straße, ein Gedanke beim Kaffee oder eben etwas Politisches, das am Ende sehr viel stärker in unseren Alltag hineinreicht, als manche wahrhaben wollen.

Wie ihr das wertet, bleibt euch überlassen. Lesen muss es ebenfalls niemand, weiterscrollen ist schließlich auch eine völlig legitime Möglichkeit.

Nur eines bleibt dabei ziemlich einfach:

Mein Blog, meine Regeln.

Mein Senf und mein Wort zum Tag.

Punkt.

 

 

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Quelle? Beweis? Sonst noch was?

Der Erklärfinger ist schnell oben. Die Zuständigkeit dafür eher nicht. KI-generiertes SymbolbildEine Frage ist noch lange keine Antwortpflicht

In den Kommentaren der Socials lässt sich eine merkwürdige Form der Selbstbeförderung beobachten:

Jemand schreibt etwas, äußert seine Meinung oder schildert schlicht seine Sicht auf ein Thema und schon sitzt ein anderer gefühlt am Richtertisch. Quelle? Beweis? Begründe das mal! Als hätte allein die Tatsache, dass er Zweifel anmeldet, den anderen automatisch in irgendeine Beweispflicht versetzt.

Genau da frage ich mich immer öfter, woher eigentlich dieses Anspruchsdenken kommt. Natürlich darf jeder zweifeln, widersprechen oder eine Aussage für kompletten Unsinn halten. Daraus entsteht aber noch lange kein Anspruch darauf, dass ein wildfremder Mensch nun seine Gedanken, Erfahrungen oder Entscheidungen zur Prüfung vorlegt.

Fragen darf jeder

Wer etwas wissen möchte, kann fragen. Vielleicht bekommt er eine Antwort, vielleicht eine Erklärung, vielleicht sogar Quellen oder Hinweise, mit denen er weiterkommt. Das hängt allerdings auch ein bisschen davon ab, wie gefragt wird und ob der andere überhaupt Lust hat, sich darauf einzulassen oder ob es überhaupt auf fruchtbaren Boden fallen würde. Trollalarm! ;-)

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Wie Vertrauen verspielt wird

Zwischen Gestern und Zukunft sitzt heute offenbar die KI am Steuer. ;-) KI-generiertes Bild.Früher war vieles besser, aber eben nicht alles

„Früher war alles besser, da war alles aus Holz.“

So oder ähnlich kennt ihr den Spruch bestimmt. Natürlich Quatsch, aber eben nicht komplett Unsinn. Differenzieren, Baby, differenzieren. ;-)

Das Problem steckt eigentlich nur in einem einzigen Wort: alles.

Früher war vieles unbequemer, langsamer und technisch schlicht schlechter. Autos rosteten schneller, Fernseher hatten drei Programme und Telefonieren kostete Geld. Wobei letzteres heute auch nicht wirklich kostenlos ist, es steht nur nicht mehr bei jedem Gespräch einzeln auf der Rechnung.

Beim Fernsehen haben wir dagegen gewaltige Fortschritte gemacht. Früher gab es drei Programme, heute Hunderte. Damit ist endlich auch genug Platz, um noch viel mehr Scheiße zu senden. :mrgreen:

Smartphone, Navigation, Internet und moderne Technik dürfen ebenfalls sehr gerne bleiben. Ich brauche keine Straßenkarte auf dem Schoß, keine Telefonzelle und auch keinen Überweisungsträger zurück. Der Punkt ist nur: Ich könnte damit umgehen. Das Alltagsleben hat damit funktioniert und würde es auch heute noch, wenn man es denn ließe.

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Daraus folgt eben noch lange nicht, dass neu automatisch besser bedeutet.

 

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Das Scrollrad funktioniert noch

Das Mausrad - einfach weiterscrollen ...!Das Scrollrad funktioniert noch. Lesen wäre auch eine Idee

Vor ein paar Tagen habe ich auf den Socials ein Video zu meinem Beitrag „Gegenverkehr? Erst mal bremsen“ veröffentlicht. Darin habe ich anhand von Ausschnitten aus meinem Originalmaterial die beobachtete Situation von einer KI zur Demonstration nachbauen lassen. Dass es KI ist, steht im Video, ich habe auch nirgendwo behauptet, die gezeigten Szenen wären authentische Aufnahmen meiner Fahrt.

Ein User fand trotzdem, ich solle so etwas doch lassen. Ich habe ihm erklärt, wie das Video entstanden ist und was es darstellen soll, damit hätte die Sache für mich erledigt sein können. Für ihn offenbar nicht, denn er schrieb weiter und irgendwann kam von mir sinngemäß nur noch, dass er das Video schließlich nicht anschauen muss.

Da klingelte etwas bei mir

2021 habe ich hier schon einmal über ein kleines technisches Wunderwerk geschrieben, das magische Rad an der Maus. Schon damals war die Erkenntnis dahinter recht simpel: Wenn euch im Internet etwas nicht gefällt, könnt ihr einfach weiterscrollen. Das funktioniert sogar heute noch. ;-)

Nur scheint sich das Problem inzwischen weiterentwickelt zu haben. Heute wird doch oftmals nicht einmal mehr richtig zur Kenntnis genommen, was da eigentlich steht oder gezeigt wird. Überschrift gesehen, ein paar Sekunden Video erwischt, vielleicht zwei Sätze gelesen und die Meinung ist fertig. Danach wird sie einfach über den Inhalt gebügelt, völlig egal, was dort tatsächlich gesagt oder geschrieben wurde.

Noch schräger wird es, wenn aus dieser Meinung gleich eine Art Anweisung wird. Das solltest Du nicht machen, das solltest Du nicht schreiben, so etwas sollte man nicht veröffentlichen. Eine andere Sicht reicht offenbar nicht mehr, das eigene Wort ist gesetzt und der Rest soll sich möglichst daran halten.

Natürlich kann jemand mein KI-Video blöd finden. Er kann meine Gedanken zum Straßenverkehr für Unsinn halten, meinen Blog nicht mögen oder bei meinen Social-Media-Beiträgen sofort weiterwischen. Alles völlig in Ordnung, nur entsteht daraus kein Anspruch darauf, dass ich deswegen etwas ändere oder mein Denken abstelle.

Genau das scheint mir inzwischen immer häufiger verloren zu gehen. Eine andere Meinung wird nicht einfach stehen gelassen, sie soll möglichst verschwinden. Löschen, sperren, melden, verbieten, Hauptsache weg. Dabei wäre es eigentlich recht einfach: Ihr sagt eure Meinung, ich sage meine, vielleicht sind wir uns einig und vielleicht eben nicht.

Ich schreibe hier schließlich keine Abstimmungsvorlagen. Ob jemand meiner Meinung zustimmt, geht mir im Zweifel ziemlich am Arsch vorbei. ;-)

Anders sieht es aus, wenn ich sachlich falsch liege. Wenn mir jemand klar und nachvollziehbar belegen kann, dass etwas nicht stimmt, immer her damit. Dann schaue ich mir das an, korrigiere mich gegebenenfalls und habe im besten Fall noch etwas gelernt. Das ist allerdings etwas völlig anderes als „Ich sehe das anders, also musst Du damit aufhören“.

Und wenn jemand nach einer Erklärung trotzdem immer weiter darauf herumreitet, mache ich beim Blockieren eines Accounts auch keine Wissenschaft daraus. Nicht jeder muss mich mögen und ich muss ganz sicher auch nicht jeden mögen.

Damit haben wir neben dem Scrollrad inzwischen sogar noch ein zweites technisches Wunderwerk bei den Social-Media-Plattformen: Den Blockieren-Knopf.

Beide funktionieren erstaunlich zuverlässig. ;-)

 

 

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Was ich gefälligst zu wissen habe!

Was WIR denken, was DU zu wissen hast! (realisiert mit KI)Wenn Berichte seriöse Fakten schaffen

Es ist so, Du brauchst nicht selber denken!

Eigentlich wollte ich den MDR-Beitrag zum Drohnenvorfall in Leipzig/Halle nur noch einmal querlesen. Über den eigentlichen Vorfall habe ich mich schließlich schon in Glaube an Drohnen, Gefahr und Helden? ausgelassen.

Weit kam ich allerdings nicht, denn schon oben blieb ich hängen:

„Was wir über den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle wissen“

Was wir wissen!

Bei solchen Überschriften funktioniert mein Kopf inzwischen etwas anders, als es vermutlich vorgesehen ist. Mein erster Gedanke lautet tatsächlich: Okay, was soll vertuscht werden? Klingt die Sache nicht danach, schaltet mein Filter direkt eine Stufe weiter: Okay, welcher neue Gehorsam wird von mir erwartet?

Das war es eigentlich schon. Mehr brauche ich inzwischen gar nicht, damit aus vermeintlicher Gewissheit bei mir erst einmal ein Fragezeichen wird.

Wissen ist schon ein ziemlich großes Wort

Natürlich kann das alles stimmen, was dort steht. Darum geht es mir nicht einmal. Mich stört dieser Anspruch, aus dem aktuellen Stand einer Berichterstattung gleich etwas zu machen, das „wir wissen“.

Auf der Seite finden sich Angaben aus Sicherheitskreisen, vertrauliche Behördenunterlagen, Aussagen von Politikern, Einschätzungen von Experten, Informationen von Verfassungsschutz, Polizei und Bundesanwaltschaft sowie Berichte anderer Medien. Völlig normal für einen Nachrichtenbeitrag, nur ist das für mich eben zunächst genau das: ein Nachrichtenbeitrag auf Grundlage dieser Quellen.

Was davon weiß der MDR selbst?

Was davon weiß der Zuschauer?

Wir wissen, dass jemand gesagt hat, dass etwas so gewesen sein soll. Wir wissen vielleicht auch, dass mehrere Stellen dieselbe Information weitergegeben haben. Ob wir damit automatisch wissen, was tatsächlich passiert ist, steht für mich auf einem ganz anderen Blatt.

Genau dieser kleine Unterschied scheint mir inzwischen gerne verloren zu gehen.

Wenn sich der Kreis selbst bestätigt

Besonders interessant wird es, wenn aus einer ursprünglichen Information plötzlich eine ganze Wand vermeintlicher Bestätigungen entsteht. Eine Behörde gibt etwas bekannt, mehrere Medien berichten darüber, Politiker reagieren auf diese Berichte und Experten erklären anschließend, wie das Geschehen einzuordnen ist.

Andere Medien berichten wiederum über die Aussagen der Politiker und Experten. Wer danach sucht, findet jede Menge Treffer und bekommt schnell den Eindruck, hier würden sich zahlreiche unabhängige Quellen gegenseitig bestätigen.

Wenn sie am Ende alle auf derselben ursprünglichen Information beruhen, sind zehn Meldungen aber noch lange keine zehn Beweise. Dann habe ich im Zweifel eine Information in zehn verschiedenen Verpackungen.

Öffentliche Medien können auf diese Weise wunderbar mit öffentlichen Stellen und anderen öffentlichen Medien einen hübschen Kreis bilden. Jeder verweist auf jeden, jeder bestätigt irgendetwas und irgendwann gilt das Ergebnis als gesichertes Wissen.

Das kann vollkommen richtig sein. Eine selbsterfüllende Faktenbestätigung macht mich trotzdem nicht automatisch vertrauensseliger.

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Glaube an Drohnen, Gefahr und Helden?

Fliegende Dinge aus der KI ;-)Wenn die Drohnen aufs Vertrauen treffen

Da liegt also eine Drohne am Flughafen Leipzig/Halle. Sprengstoff dran, Zünder dran, in der Nähe einer ukrainischen Antonow. Inzwischen ermittelt der Generalbundesanwalt wegen des Verdachts auf einen Anschlag.

Das klingt erst einmal ziemlich übel. Ist es vermutlich auch. Mein erster Gedanke war trotzdem ein anderer:

Huch, da passen jetzt aber schön viele Zufälle zusammen.

Eine Drohne, Sprengstoff, ukrainische Antonows, ein wichtiger NATO-Logistikstandort, zunächst angeblich Munition, Russland ziemlich schnell irgendwo mit im Raum und jede Menge Möglichkeiten, das Ganze im endlosen Kreis auszuargumentieren. Eine Geschichte, bei der jede Antwort gleich wieder die nächste Erklärung liefert.

Es darf nur niemand die falsche Frage stellen

Genau an diesem Punkt geht bei mir inzwischen automatisch der Bullshitfilter an. Nicht, weil ich dabei gewesen wäre und wüsste, was wirklich passiert ist. Genau das weiß ich nämlich nicht, die meisten anderen übrigens auch nicht.

Trotzdem entstehen aus Meldungen erstaunlich schnell Geschichten, aus Vermutungen werden Einordnungen und aus Einordnungen gefühlt Wahrheiten, an denen möglichst nicht mehr gerüttelt werden soll. Mein Problem dabei ist inzwischen ziemlich schlicht: Ich glaube euch erst einmal gar nichts mehr.

Dann kommt auch noch der Busfahrer

Nach der bisher bekannten Darstellung soll ein Busfahrer am Flughafen die niedrig fliegende Drohne mit einem Tritt aus der Luft geholt haben.

Wenn das wirklich genau so gelaufen ist, dann Respekt an den Busfahrer. Gleichzeitig muss ich das Bild trotzdem erst einmal im Kopf sortieren: Ein möglicherweise professionell vorbereiteter Anschlag auf einem bedeutenden Frachtflughafen und NATO-Logistikstandort endet vorerst durch den beherzten Fuß eines Busfahrers.

Das Leben schreibt manchmal ziemlich schräge Geschichten, diese hier gibt sich jedenfalls Mühe. Vor allem, weil es damit noch lange nicht vorbei ist.

Ein zweites Flugobjekt passt auch noch hinein

Eine DHL-Frachtmaschine kollidierte nach dem Durchstarten mit einem bislang unbekannten Flugobjekt und wurde leicht beschädigt. Ob es sich dabei tatsächlich um eine zweite Drohne handelte, ist bisher nicht geklärt, die Möglichkeit steht aber im Raum.

Damit haben wir inzwischen eine Sprengstoffdrohne, möglicherweise noch eine zweite Drohne, ukrainische Transportmaschinen, einen NATO-Logistikstandort und ein beschädigtes Frachtflugzeug. Alles einzeln möglich, alles zusammen inzwischen eine ziemlich stattliche Portion zufälliger Zufälligkeit.

Kaum war die Geschichte draußen, war die Antonow außerdem angeblich mit Munition beladen. Passt natürlich wunderbar ins Gesamtbild. Ukrainisches Flugzeug, Munition, Sprengstoffdrohne daneben, irgendwo noch Russland in den Raum stellen und schon läuft der Film.

Dumm nur, dass das mit der Munition inzwischen wieder einkassiert wurde. Die betreffenden Antonows waren zum Zeitpunkt des Vorfalls offenbar leer. Kann passieren? Natürlich. Genau solche Dinge sind allerdings der Grund, warum mein Vertrauen inzwischen irgendwo zwischen kaum vorhanden und vollständig aufgebraucht liegt.

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