Der Mettwurstpfannekuchen

desasterkreis.de - M.Floessel - Der Pfannekuchen mit MettwurstEinfach, aber herzhaft

Es gibt sie ja, die Speisen, mit denen man polarisieren kann. Wie ich bemerkt habe, ist so ein Mettwurst-Pfannekuchen so einer Aufzählung ganz vorne mit dabei, wofür es gleich mehrere Gründe gibt.

Verwirrung

Es beginnt schon damit, dass in Deutschland Pfannekuchen und Pfannkuchen, noch lange nicht das Gleiche bedeutet. Darüber hinaus, geht der gleiche Zirkus dann bei Mettwurst weiter, hier habe ich auf Anhieb gleich vier verschiedene Varianten gefunden, die eigentlich nicht viel gemeinsam haben. Als ob das nicht ausreichen würde, gibt es dann noch die Idee an sich. Einige Menschen bekommen schon Pickel auf der Zunge, wenn sie an einen Pfannekuchen ohne Süßes, überhaupt denken. Für andere dann, ist so ein Teil mit Herzhaftem, völlig normal.

Nun, mir geht es hier um ein Milch-Eier-Mehl-Mettwurst-Produkt, das mit ein wenig Öl in der Pfanne gebraten wird.

Das Rezept

Es ist einfach, bietet eine hervorragende Grundlage zum Ausbau und lässt sich recht einfach realisieren. Bei der Menge wird es jetzt etwas schwierig, weil bei uns der Bedarf durch den 5-Personen-Haushalt eher größer ist und die Teile meist noch als Abendessen und Pausenbrot dienen.

Ich stelle einfach jetzt das vor, was wir hier verballert haben:

  • 1 Kilo Mehl.
  • 10 Eier.
  • 8 Mettenden mit jeweils 75 Gramm.
  • 1 Liter Milch (3,5%).

Mettwurst ScheibenAm wichtigsten, denke ich, ist die Mettwurst, oft auch als Mettenden bezeichnet. Warum am wichtigsten? Nun, weil man die ja für den Fall, dass man keine Eier oder auch kein Mehl im Hause hat, solo braten und essen kann. Natürlich ist dann der Sinn des ganzen Rezeptes auf den Kopf gestellt, es ist aber immerhin möglich. Man muss allerdings auch bedenken, dass es vielleicht in einigen Fällen geboten ist, den eigenen Hungertod bis zum Essen hinauszuzögern, wozu sich so eine Wurst sehr gut eignet. Eine faule Ausrede, um das Zeug so zu mampfen? Ja! Bei mir wird das allerdings schon dadurch verhindert, dass meine Frau mir mit dem Kochlöffel auf die Finger klopft, wenn ich’s übertreibe ;-)

Jedenfalls ist die Menge der Wurst wirklich eine Geschmackssache. Wurstfans werden mehr, andere weniger verwenden.

Teig GrundlageIm Prinzip kommt einfach so ein Schwapp Teig in die Pfanne, das Öl sollte bereits volle Pulle heiß sein. Wer mag, kann auch jetzt schon etwas mit Gewürzen oder Ähnlichem zur Sache gehen, ich persönlich bin da aber eher kein Freund von. Mein Gaumen ist eher am Ende experimentierfreundlich, wenn das fertige Ergebnis auf dem Teller liegt. Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, wenn die Zutat das Erhitzen verträgt.

In der Pfanne - MettwurstpfannekuchenIn den noch fast flüssigen Teig, kann nun sehr schön die Wurst eingebracht werden. Leicht andrücken und vor dem Wenden etwas abwarten, sonst liegt der komplette Kladderadatsch als Bausatz oder Puzzle in der Pfanne. Wer jetzt die Herausforderung sucht, kann das natürlich absichtlich machen und schauen, ob die einzelnen Stücken wieder in das vorherige Loch passen. Nein, lasst das, das war eigentlich als Scherz gedacht! :mrgreen:

MettwurstpfannekuchenWenn alles irgendwie funktioniert hat, sollte am Ende etwas Vergleichbares entstehen. Normalerweise sind die Dinger eher kreisrund, ich habe allerdings meiner Frau vielleicht ein klein wenig im Wege gestanden, als ich die Fotos machen wollte musste. Seit der Geschichte mit dem Schmierkäse, der Erdbeere, der Gans und den Eiern, sieht die Gute meine Aktivitäten etwas kritisch, ich habe auch keine Ahnung, warum das plötzlich so ist. ICH habe jedenfalls noch keine Häkelnadeln gebacken, meine werte Angetraute!

Ergebnis obenDas Endergebnis!

Inhaltlich kommt man auf rund 240 kcal und 2,4 BE pro 100 Gramm, was man als Diabetiker im Auge behalten sollte. Der Beispielkandidat auf dem Foto, hat rund 20 cm Durchmesser und bringt 150 Gramm auf die Waage, was eben rund 360 kcal und 3,6 BE bedeutet. Das ist aber wirklich nur ein Schätzwert, alleine durch die Wurst oder den Fettgehalt der Milch, kann sich etwas völlig anderes ergeben!

Guten Appetit :-D

 

 

Freitags gibt es Fisch: Kalorien im Matjesbrötchen

DIY MatjesbrötchenDas Matjesbrötchen

Nicht jeder mag es, das Brötchen mit dem Matjes-Hering darauf. On Top noch Salat und Zwiebeln – so etwas liebt man oder hasst es :-)

Ich jedenfalls liebe die Dinger, vor allem, wenn es schnell gehen muss und der Sinn nicht nach Burgern oder Pizza steht.

Wer auf sein Gewicht achtet, sollte natürlich auch in etwa den Kalorienpower so eines Snacks abschätzen können, ist ja nicht unwichtig.

Ja, aber was stimmt denn nun?

Allerdings gehen hier die Informationen im Netz stark auseinander, weshalb ich dazu nun eigentlich überhaupt den Beitrag hier schreibe.

Schaut man sich nämlich auf den geeigneten Seiten zur Kalorienzähmung im Web um, wird das klassische Matjesbrötchen mit rund 220 kcal und 28,8 Gramm Kohlenhydraten (Entspricht 2,4 BE) angegeben. Klar, unter Umständen bezieht sich das auch auf 100 Gramm, wer hat aber denn unterwegs am Fischwagen, schon eine Küchenwaage dabei? Natürlich weiß ich, dass dieses Problem oft auch bei anderen Außer-Haus-Mahlzeiten zu finden ist, nehmt diesen Artikel einfach stellvertretend, für alle anderen. Ich mein, an jeder Ecke wird einem vorgekaut, wie wichtig gesunde Ernährung ist. Wenn Du aber keine Chance hast, erst duch langes Diskutieren, Recherchieren und Rätseln an die Daten einer Speise zu gelangen, gilt im Einzelfall: Nimm, was Du findest!

So weit, so gut. Ein durchschnittliches Weizenbrötchen alleine, bringt aber schon 250-300 kcal mit, bei bis zu 4 Broteinheiten (auf 100 Gramm bezogen). Matjes selber schlägt auch noch mit ca. 240 kcal/100 Gr. zu Buche, rund 110-160 Gramm, sind in dem kompletten Matjesbrötchen verbaut. Wie muss man da denn nun mit umgehen? Salat und Zwiebeln, sind in der Übersicht, übrigens noch gar nicht berücksichtig.

Wie kann also ein komplettes Paket weniger Energie besitzen, als die Summe der Einzelteile?

Werden die Brötchen speziell ausgehöhlt bei der Herstellung? Also quasi alles Weiche raus, Fisch rein? Zugegeben, ich mache das immer, allerdings auch bei jedem Brötchen. Hat was mit Resten der Kindheit und perfekter Belagvorbereitung zu tun. Ja auch mit Gier, meistens zumindest ;-) Sind vielleicht sogar Brötchen für Matjesbrötchen spezielle Brötchen, die der Ottonormal-Nicht-Matjesbrötchenesser, gar nicht einzeln erwerben kann?

Bleibt aber immer noch das Problem:

Wie viele Kalorien hat ein Matjesbrötchen?

Beim Eigenbau eines Einzelexemplares, habe ich, bei Durchschnittswerten, Folgendes auf der Liste:

65 Gramm Brötchen: 180 kcal

110 Gramm Fisch: 240 kcal

Salat und Zwiebeln: 20 kcal, die gehen wohl im Schwund unter :-)

Sind, nach Adam Riese und Rita Zwerg, in der Summe 440 kcal.

Bämms!

Und nun?

Ich persönlich halte mich übrigens an meine Rechnung aus meiner Liste, so kann ich zumindest nichts falsch machen, außer weniger gegessen zu haben.

Ach ja, dass mein Brötchenfoto nicht das Schönste ist, weiß ich.

Dafür war es aber lecker :mrgreen:

(Lüften nicht vergessen!)

 

 

 

Darf ich vorstellen: 4 kcal Schweinegulasch

3 Gramm SchweinegulaschNach dem Erlebnis mit den verkneteten Häkelnadeln, musste ich noch einige andere Bilder von wirklich essbarem machen, Traumabewältigung und so… Das Foto links war irgendwie übrig, es hat mich aber auch inspiriert, etwas damit zu veranstalten, vorzugsweise für den Blog natürlich :-)

Da Ernährung ja hier im Blog immer wieder mal mein Thema ist, habe ich für mich gedacht, zu einem bildlichen Vergleich kann man so ein Bild gut nutzen. Ich persönlich bin jedenfalls immer ganz froh, wenn ich mir theorielastige Vorgänge live ansehen kann, irgendwie wird’s dann griffiger :-) Ich werfe, hier und jetzt, also mal mein Stammtischhalbwissen als Ernährungsverbrater in den Ring!

Das ist ein Stückchen mageres Schweinegulasch, mit einem Gewicht von ca. 3 Gramm. Es bringt einen Energiegehalt von rund 4 kcal mit. Bei einer eher lässigen Sitzung auf dem Ergometer unter 50W Belastung, strampelt Mann oder Frau so rund 60 kcal zusätzlich in 20 Minuten aus seinem biologischen Akku. Legt man nun diese 4 kcal zu Grunde, heißt dies: 1,5 Minuten in die Pedale treten! Für das pure, ungekochte oder ungewürzte Stückchen. Ja, ich weiß, dass dies nur annähernde Werte sind, für ein grobes überschlagen ist das aber völlig ausreichend, denke ich zumindest.

Leider stelle ich jetzt fest, dass ein optischer Größenvergleich hilfreich gewesen wäre. Dummerweise ist das nicht mehr möglich, das Fitzelchen Fleisch geht schon den Weg alles irdischen. Stellt es Euch ungefähr vor, wie das letzte Glied des kleinen Fingers einer schmalen Hand, dann passt’s ;-)

 

 

 

Abnehmen, Kilos, Nicht-Diät, Diabetes: (K)ein K(r)ampf – Vorsicht, länger!

Diät-Schlemmermenü

 

Kleines Vorwort:

Ganz wichtig! Ich bin kein Arzt, nicht annähernd medizinisch ausgebildet. Der folgende Text ist eine völlig subjektive Auswertung meiner persönlichen Erfahrungen, Erwartungen und Gedanken. Ich will nicht behandeln oder belehren, ich will nur berichten. Wer immer ein gesundheitliches Anliegen hat, muss in erster Linie zum Arzt! Beherzigt das bitte!

Dieser Artikel hier ist wahrscheinlich ungewohnt für regelmäßige Leser meiner Seiten. Warum? Weil er kein Gedankenspiel ist, sondern eine nun schon länger andauernde Lebensumstellung beschreibt, die ich abgechlossen habe. Nein, nicht abgeschlossen, die meinen Alltag derart verändert hat, dass es seither einfach anders läuft. Abschließen kann nur Dinge mit einmaligem Charakter, eine Umstellung führt zur Veränderung, die sollte andauern, wenn positive Ergebnisse eintreten.

Der Name „Desasterkeis“, der meine Domain kennzeichnet, kommt für mich übrigens nicht von ungefähr. Er beschreibt meine Lebenserkenntnis, dass man eigentlich immer mit den gleichen Tatsachen verbunden ist. Die Spielfiguren ändern sich, die Zeiten – niemals aber der Kreislauf aus:

Problen – Analyse – Planung – Änderung – Ergebnis – Fazit.

Ist man mit dem Fazit nicht zufrieden, geht es beim ersten Punkt wieder los, dem Erkennes des Problems, des Desasters. Ich bezeichne so etwas eben als Desasterkreis.

Um den Kreis aufzubrechen, müssen Veränderungen her! Aus dem Kreis heraus, führt nur ein Richtungswechsel. Gerade beim Thema Ernährung, passt das schon sehr gut, denke ich.

Der Artikel ist übrigens auch verhältnismäßig lang. Ich denke allerdings, dass Menschen, die sich ernsthaft mit ihrer Gesundheit und Ernährung befassen, gezielt nach Erfahrungsberichten suchen und die Mühe des Lesens auch aufbringen. Es kann natürlich gut passieren, dass meine Erkenntnisse für andere unpassend sind, es sind eben nur meine ganz persönlichen Gedanken und Berichte. Sollte jemand vielleicht auch einfach nur gerne in diesem Blog lesen, freut mich das natürlich trotzdem ungemein ;-)

Um was es geht:

Um meine Erfahrungen beim Verringern des eigenen Körpergewichtes. Dabei, was mich persönlich natürlich am meisten freut, auch um Erfolge.

Nein, keine Diät! Diäten sind für Politiker und Showeffekte. Wer meint, wenn er mal vier Wochen weniger oder kontrollierter Nahrung zu sich nimmt, genügts für alle Zeit, betrügt sich schlicht selber. Man kann nicht einen Monat im Jahr Disziplin zeigen um zu legitimieren, dass man während der anderen 11 fröhlich alles in sich hineinstopft. Ich sage nicht, das darf man nicht. Muss jeder selber wissen. Wenn man aber Gewicht verlieren will, weil man ein Problem erkannt hat, gibt es einen Grund zum Reagieren. Irgendetwas muss Alarm geschlagen haben.  Wer mit seinem Selbst zufrieden ist, kommt doch auf so eine Idee gar nicht.

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