Warum wollen die alle in diese Ecke?

Gießkannen drängen sich in einem Lager dicht in eine Ecke.Wenn alle dahin wollen, muss es doch wichtig sein

Manchmal entdeckt man in einem fremden Lager Dinge, bei denen man unweigerlich stehenbleibt.

Hier zum Beispiel ein ganzer Haufen Gießkannen, dicht zusammengedrängt in einer Ecke, als gäbe es genau dort etwas, das man unbedingt haben muss.

Billiges Wasser vielleicht. Eine geheime Sonderaktion. Die große Ausgabe für Auserwählte.

Blöd nur – dort ist gar nichts!

Kein Hahn, keine Quelle, kein sichtbarer Grund für dieses Gedränge.

Einfach nur Ecke, ganz viel Ecke.

Trotzdem scheint für diese Kannen festzustehen, dass man genau da hin muss, möglichst schnell, möglichst geschlossen und bitte ohne lange nachzufragen.

So albern das aussieht, ganz fremd ist das Prinzip nun auch bei Menschen nicht :mrgreen:

Klopapier zu Coronazeiten.

Das nächste Smartphone mit Apfel im Logo, obwohl das bisherige noch tadellos läuft.

Schlangen vor Läden, nur weil irgendwo ein neues Produkt auftaucht, das plötzlich jeder haben will, sobald genug andere auch so tun.

Hauptsache, man ist dabei. Hauptsache, man läuft nicht als Letzter hinterher.

Genau so entsteht Herdentrieb. Einer fängt an, die anderen halten es vorsichtshalber für eine gute Idee, und am Ende stehen alle in derselben Ecke und tun so, als müsse das wohl seine Richtigkeit haben.

Wer dazu neigt, den eigenen Verstand lieber bequem bei anderen abzugeben, fühlt sich in solchen Momenten oft sogar noch besonders gut aufgehoben.

Das Bild zeigt also nicht nur ein paar abgestellte Gießkannen, es zeigt ein Prinzip, das erstaunlich oft funktioniert. Selbst dann, wenn weit und breit nichts zu holen ist … ;-)

 


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Ein paar, fast schon nachträgliche, Worte (auch) zu Weihnachten (Vorsicht – länger!)

Ein paar Worte zu Weihnachten ...Das Weihnachtsfest

Ich möchte nun einfach ein paar Worte zum jetzt schon fast vergangenen Weihnachtsfest in Text verpacken. Eigentlich aber nicht nur zum aktuellen Jahr, eher generell, auch wenn die besondere Situation 2020 eigentlich keine allgemeinen Worte zulässt.

Angeregt zu diesem Blogbeitrag hat mich mal wieder die eine oder andere Berichterstattung in den Medien. Ich habe vormittags eigentlich immer das Radio im Hintergrund laufen, ursprünglich als Informationsberieselung, bei der man nicht allzu konzentriert sein muss, aktuell aber vor allem auch um zu erfahren, was einem Corona und der Umgang damit nun wieder bescheren. Das führt dann und wann schon an die Grenze des Erträglichen.

Kommt dann aber jetzt auch noch Weihnachten hinzu, kann nur oft noch der Druck auf die Aus-Taste helfen, alternativ dazu ein Wechsel zu reiner Musik. Für Musik nach Wahl gibt es allerdings meiner Meinung nach bessere Quellen als einen Radiosender.

Wir alle sind jedenfalls anscheinend ausnahmslos durch Weihnachten völlig überfordert am Boden, durch das oder den Virus nahe am sofortigen Dahinscheiden oder auch, feinstaubbedingt, bereits dem sicheren (Co²) Ende geweiht.

Keine Spur mehr von realem Alltag oder wenigstens dem, was sich auf der Straße als völlig gegenteilig von dem unterscheidet, was da zu hören ist. Im TV sieht es nicht besser aus, aber das läuft bei mir so gut wie gar nicht mehr. Egal wie, ich wundere mich nicht mehr darüber, dass viele Menschen absolut kein Vertrauen mehr in das haben, was aus den bekannten Kanälen zu erfahren ist. Am Rande sei noch bemerkt, dass ich so gut wie niemanden kenne, der so finanziell unabhängig ist, wie es offenbar in den Köpfen einiger “Fachleute“ als normal vorausgesetzt wird.

Es wird jetzt direkt wieder Leute geben, dir mir jede Neutralität absprechen, weil ich nicht sofort alles ohne zu hinterfragen glaube, auf der anderen Seite aber genauso, weil ich nicht automatisch alles anzweifele, was irgendjemand sagt.

Nun, ich habe einen Kopf, der eigentlich recht gut funktioniert und in der Lage ist zu entscheiden, was richtig und falsch ist. Unabhängig davon hat jeder Mensch die Möglichkeit, sich in die Themen seiner Wahl selber einzuarbeiten und Erkenntnisse durch Wissen zu erlangen, was anscheinend aber bei einigen aus der Mode gekommen ist. Wie auch immer, mir geht es jetzt eigentlich nur um Weihnachten und das, was anscheinend als normal empfunden wird, mir aber persönlich eher selten so begegnet, wie es gerne vermittelt wird.

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