Leckerli aus dem Starenkasten?

Wenn der Blitzer zur Abwechslung mal etwas Gutes für euch hat. 😁Belohnung statt Bestrafung, auch im Straßenverkehr?

Ich habe da eine Idee, geradezu revolutionär:

In der Tiererziehung hat man inzwischen längst gelernt, dass Belohnung oft mehr bringt als ständige Bestrafung. Wer etwas richtig macht, bekommt ein Leckerli und soll damit motiviert werden, das gewünschte Verhalten auch künftig an den Tag zu legen.

Vielleicht sollte man dieses Prinzip endlich mal auf den Straßenverkehr übertragen, da scheint mir nämlich noch reichlich Potenzial vorhanden zu sein. :mrgreen:

Geben statt nur nehmen!

Wir rüsten sämtliche Blitzer so um, dass grundsätzlich ALLE vorbeifahrenden Fahrzeuge fotografiert werden, völlig unabhängig davon, wie schnell sie unterwegs sind.

Wer zu schnell fährt, bekommt wie gewohnt sein Bußgeld, nur mit einem kleinen Unterschied. Die Einnahmen werden anschließend unter all denen verteilt, die sich an derselben Messstelle brav ans Tempolimit gehalten haben.

Ist doch simpel, oder?

Stellt euch vor, ihr fahrt ganz vorschriftsmäßig durch eine 50er-Zone und ein paar Tage später trudeln 4,73 Euro auf dem Konto ein, weil drei andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeitsbegrenzung offenbar eher als unverbindliche Empfehlung verstanden haben.

Endlich mal Post im Zusammenhang mit einem Blitzer, über die man sich freuen kann!

Und wer soll das bezahlen?

Na, die, die zu schnell fahren! Je mehr Raser, desto höher die Ausschüttung für alle anderen, wobei die Prämien bei erfolgreicher Verkehrserziehung irgendwann natürlich immer kleiner werden müssten.

Im Idealfall gäbe es eines Tages überhaupt nichts mehr zu verteilen, weil sich schlicht alle an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Das wäre im Sinne der Verkehrssicherheit doch eigentlich ein voller Erfolg, gell? ;-)

Natürlich könnte es passieren, dass sich irgendwann jemand über einen besonders eiligen Verkehrsteilnehmer freut, weil damit wenigstens die nächste Portion Pommes finanziert ist, aber jede gute Idee hat schließlich ein paar Kinderkrankheiten. :roll:

Technisch sollte sich so etwas jedenfalls lösen lassen, und wenn es bei den Blitzern tatsächlich ausschließlich um die Sicherheit im Straßenverkehr geht, wie ja gerne betont wird, dürfte gegen die Umverteilung der Einnahmen eigentlich auch niemand etwas einzuwenden haben.

Schließlich sollen die Dinger doch für weniger Raser sorgen und nicht etwa Geld verdienen, richtig?

Ach ja, und falls das Ganze tatsächlich funktioniert und die Bußgelder irgendwann nicht mehr für ordentliche Belohnungen reichen, hätte ich auch dafür schon eine Lösung.

Da der Staat an steigenden Benzinpreisen ja bekanntlich rein gar nichts zusätzlich verdient, könnte man die Steuereinnahmen, die oberhalb eines bestimmten Spritpreises dann doch irgendwie zusätzlich in seiner Kasse landen, einfach in unseren Blitzer-Bonustopf stecken.

So bleibt auch dann noch etwas für die vorbildlichen Autofahrer übrig, wenn uns die Raser irgendwann nicht mehr ausreichend finanzieren …

Oder habe ich da jetzt irgendwas falsch verstanden? ;-)

 

 

 

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Scharfe Kante mit Naturfreigabe

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Ein Straßenrand mit Naturstein, schön anzusehen und nicht ganz ohne Kante.Der Meißel am Straßenrand?

Auf dem Foto sieht er fast harmlos aus, ein Stein eben.

Ein größerer Kiesel, irgendwo bei 50 bis 80 Zentimetern Durchmesser, also ungefähr in der handlichen Kategorie „hebt man nicht mal eben weg, wenn er stört“.

Davon liegen dort mehrere Exemplare an der Straße, nahe einer Kreuzung. Optisch finde ich das sogar gut, ehrlich!

Naturstein statt Plastikpoller, etwas Grün drumherum, kein Baumarktgeländer in Warnfarbe. Kann man ja mögen, oder? ;-)

Dann guckt man aber auf diese obere Kante und das Hirn macht wieder diesen kleinen Abzweig, den es besser nicht machen sollte.

An Fahrzeugen, Anhängern, Absperrungen, Streckenbegrenzungen und sonstigem Kram darf heute gefühlt nichts mehr eine scharfe Kante haben. Alles soll abgerundet, entschärft, geprüft, beschildert oder wenigstens so gebaut sein, dass man sich im Ernstfall nicht gleich in drei Einzelteile zerlegt.

Liegt dort aber ein Felsbrocken, der im falschen Moment wie ein feststehender Meißel wirken könnte, scheint die Sache entspannter zu laufen. Natur halt, Landschaftsbau, alles natürlich. Wahrscheinlich dekorativ gemeint, vielleicht steht im Zweifel auch irgendwo „ortsüblich“ und schon ist die Welt wieder sauber sortiert.

Ich will diese Steine gar nicht weg haben. Ich mag sowas tatsächlich lieber als den nächsten Plastikkram mit Reflexstreifen. Nur bleibt der Gedanke hängen: „Wenn ich da mit dem Auto ausweichen muss, möchte ich nicht testen, wie viel Blech so ein Brocken bei Schrittgeschwindigkeit frisst.
Mit dem Fahrrad möchte ich so einem Brocken erst recht nicht zu nahe kommen. Da wird aus „dekorativer Naturstein“ ziemlich schnell „Igitt, Pfui Pudel“

Vielleicht ist das wieder einer dieser kleinen Alltagswitze. Alles ist geregelt, entschärft und versichert, es sei denn, man kann „Natur“ dranschreiben …

 


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