Wenn der Staat plötzlich rechnen kann

Eimer mit Euro-Scheinen und Münzen, daneben ein Stethoskop und ein gelbes Emoji, das sich an die Stirn tippt.Für alles ist Geld da

Nur bei denen, die einzahlen, da wird gespart.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell dieser Politikbetrieb plötzlich rechnen kann, wenn es um die eigenen Leute geht.

Jahrelang wird Geld in alle Richtungen geworfen.

Für Haltung, Prestige, Förderung, Weltrettung und den üblichen Berliner Selbstbeweihräucherungsladen.

Sobald es aber um Familien hier geht, wird aus dem großen Gönnerstaat schlagartig der knauserige Erbsenzähler. Jetzt soll also ernsthaft an die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern ran. Rund 225 Euro im Monat stehen im Raum. Betroffen wären laut GKV rund 2,46 Millionen Ehe- und Lebenspartner.

Macht unterm Strich bis zu 6,642 Milliarden Euro im Jahr.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen

Dieselbe Republik, die Peru 2024 neue Mittel von 352,5 Millionen Euro zugesagt hat, steckt davon 20 Millionen Euro in Radwege in Lima und weitere 24 Millionen in Radwege in anderen Städten dort. Für den Ehepartner hierzulande wird dann plötzlich die Stirn in Sorgenfalten gelegt, als wäre das Land wegen ein paar Milliarden kurz vor dem Offenbarungseid. Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber diese Art Regierung war nie meine. Vor 21 Jahren nicht, heute nicht, und einen plötzlichen Erkenntnisblitz erwarte ich da auch nicht mehr.

Noch hübscher wird es, wenn man weiterblättert. Für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz wurden 2024 in Deutschland 6,7 Milliarden Euro ausgegeben. Zufall oder Ironie des Schicksals, das liegt ziemlich genau in der Größenordnung dessen, was man sich bei den mitversicherten Ehepartnern holen würde. Es ist also nicht so, dass kein Geld da wäre. Es ist nur zuverlässig da, solange es nicht um die Leute geht, die hier morgens aufstehen, arbeiten, tanken, einkaufen und den ganzen Laden bezahlen dürfen.

Baue Dir schicke Zahlen

Beim politischen Betrieb selbst ist das Rechnen übrigens auch eher eine saisonale Disziplin. 630 Abgeordnete sitzen im 21. Bundestag. Die monatliche Entschädigung liegt bei 11.833,47 Euro, die steuerfreie Aufwandspauschale bei 5.467,27 Euro. Zusammen sind das hochgerechnet rund 130,8 Millionen Euro im Jahr, nur für diese beiden Posten. Da wird nicht gespart. Da wird verwaltet, angepasst und freundlich weitergereicht. Beim Ehepartner des Beitragszahlers entdeckt man dagegen auf einmal den harten Kurs. Klar. Wo denn auch sonst.

Dasselbe Theater kennen wir vom Sprit

Da wird einem seit Jahren erzählt, man müsse die Preise eben ertragen, für das Klima, für die Zukunft, für das gute Gefühl im Berliner Altbauviertel. Faktisch liegen auf Benzin schon jetzt 65,45 Cent Energiesteuer pro Liter. Insgesamt lag der Steuer- und Abgabenanteil bei Benzin 2025 im Schnitt bei rund 64 Prozent. Dazu kommt, dass der CO2-Preis 2026 weiter steigt. Man melkt also jeden, der auf Auto und Alltag angewiesen ist, und verkauft das dann als höheren Sinn.

Das Schönste an dieser Nummer ist aber wie immer die Selbstüberschätzung. Deutschlands Anteil an den globalen energiebedingten CO2-Emissionen lag 2023 laut IEA bei 1,58 Prozent. China lag bei 32,1 Prozent, die USA bei 12,72 Prozent, Indien bei 7,97 Prozent. Trotzdem wird hier so getan, als hinge das Weltklima am deutschen Handwerker, der morgens zur Arbeit fährt und abends noch den Einkauf heimschleppt. Genau diese Mischung aus Abkassieren, Belehren und Selbstgerechtigkeit geht mir inzwischen gründlich auf den Keks.

Wer sparen will, soll bei Symbolpolitik, Auslandsförderung ohne Bezug zum hiesigen Alltag, Fehlanreizen und diesem satten Politapparat anfangen.

Familien als Sparschwein zu entdecken, ist keine Reform. Das ist einfach nur frech. Und dumm! :roll:

 

     

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Dies und das noch:

Wenn Licht plötzlich böse ist


KI-generiertes Bild einer grell beleuchteten Nachtstadt mit schmerzverzerrtem Smiley und Sonnenbrille beim Blick auf den Lichterwahnsinn.

Warum ich diesen modernen Welterrettungszirkus meide

Du scrollst durch die sozialen Plattformen, liest, stockst und der Kopf fängt an bis in den 6. Gang durchzuschalten.

Jetzt also Lichtverschmutzung

Es ist immer wieder faszinierend, mit welchem Eifer aus ganz normalen Dingen plötzlich ein Problem mit erhobenem Zeigefinger gemacht wird.

Diesmal also Licht. Nicht Lärm, nicht Dreck, nicht kaputte Straßen, nicht der übliche Wahnsinn, der einem jeden Tag ganz real vor die Füße fällt. Nein, Licht.

Licht aus, damit es dunkler wird, soll also nun ein Beitrag zur besseren Welt sein. Das ist schon deshalb bemerkenswert, weil man nachts in manchen Städten eher den Eindruck bekommt, dass zusätzliche Helligkeit inzwischen zur Grundausstattung des Überlebens gehört.

Und natürlich schwingt auch hier wieder das übliche Stromsparlied mit. Strom gilt gern als problematisch, solange man ihn irgendwo im Alltag verbraucht. Beim Staubsauger, bei der Lampe, bei der Kaffeemaschine. Sobald aber das E Auto ins Spiel kommt, ist derselbe Strom plötzlich die reinste Erlösung. Dann kommt er wohl aus einem ganz besonderen Kabel, garantiert sauber, völlig atomfrei importiert und mit gut gelaunten Elektronen auf dem Weg zur Steckdose.

Wording

Genau solche Geschichten sind es, wegen denen ich diese moderne Weltverbesserung samt der passenden Berichterstattung bestimmter ganz bestimmt neutraler Medien meide wie die Pest.

Nicht, weil ich jedes Thema automatisch blöd finde, sondern weil das Muster dahinter immer gleich aussieht. Man nimmt etwas, das erst mal banal wirkt, verpasst ihm ein schön negatives Wording und schon steht der nächste kleine Moralaltar in der Gegend herum. Niederknien, nicht hinterfragen, gehorchen …

Feinstaub, CO2, Klima hier, Verhalten da, nun also Lichtverschmutzung. Immer dieselbe Methode. Aus etwas Alltäglichem wird sprachlich etwas, das sofort nach Schuld, Gefahr und falschem Leben klingt. Das muss man erst mal hinkriegen. Aber okay, ja, die Erfinder werden dafür bezahlt. Bezahlt mit und aus Geldern, die alle bezahlen, die da vielleicht gar nicht löhnen würden, wenn sie für solche Dinge nicht eben schon ihre Euros gegeben hätten. Spannendes Konzept. :mrgreen:

Die Kekse verfolgen Dich

Der Artikel, über den ich gestolpert bin (mir scheinbar für die positiv-woke-Quote bei Facebook eingespült wurde), ist für mich deshalb auch eher symbolisch gewählt.

Nicht, weil ausgerechnet dieser eine Text nun alles Böse der Welt in sich trägt. Sondern weil er wunderbar für diese Sorte Stoff steht, die man einmal anklickt und danach verfolgt einen der Mist wie Imprägnierspray im Schuhgeschäft.

Du öffnest so etwas einmal, vielleicht aus Neugier, vielleicht aus Fassungslosigkeit, und schon glauben Cookies und Algorithmen, dass Du ab sofort nur noch genau dieses Zeug lesen willst.

Dann kommt die volle Ladung. Noch mehr Weltrettung. Noch mehr Betroffenheit. Noch mehr Haltungsgymnastik im neutralen Nachrichtenkostüm. Das führt bei mir zuverlässig zu erhöhtem Bedarf an Aspirin oder Alkohol, weil es anders irgendwann kaum noch auszuhalten ist.

Natürlich kann man es mit Beleuchtung auch übertreiben. Nicht jede Einfahrt muss nachts aussehen wie ein Flughafen. Nicht jede Hauswand braucht Flutlicht, als wolle man dem Mond noch Konkurrenz machen. Das ist aber gar nicht der Punkt.

Der Punkt ist diese ständige Umerziehung über Begriffe

Aus zu viel Licht wird nicht einfach übertriebene Beleuchtung. Nein, es muss gleich Verschmutzung sein. Ein Wort, das sofort schiebt. Ein Wort, das gleich klar macht, wo der Gute steht und wo der Böse. Ein Wort, das nicht nüchtern beschreiben, sondern moralisch wirken soll.

Links, rechts, vegan, Fleisch, Elektro, Verbrenner – baue Bubbles und verdiene an ihnen. Punkt.

Und genau da bin ich raus

Weil ich dieses ganze Spiel aus Schlagwort, Schuldgefühl und Dauerbelehrung schlicht nicht mehr ertrage.

Weil ich keine Lust habe, mir jeden normalen Alltagsrest ebenfalls noch als Problem verkaufen zu lassen, und weil man bei all dem längst nicht mehr das Gefühl hat, dass hier einfach vernünftig über Dinge gesprochen wird.

Es geht immer gleich ums richtige Denken, richtige Fühlen und richtige Mitlaufen. Oh, ja, und um „konsumiere, aber frage nicht!“

Wirklich schräg wird es ohnehin dort, wo es seit Jahren gar nicht hell genug sein kann. In manchen Städten laufen nachts so viele Lichtgestalten herum, dass man eher froh über jede Laterne sein sollte, die noch funktioniert. Aber klar, das eigentliche Problem ist dann die Helligkeit.

Nicht der Irrsinn auf der Straße.

Nicht die Zustände, die jeder sehen kann.

Die Lampe!

So ungefähr muss moderne Debatte Erziehung heute wohl laufen.

Wie immer, nur mein Senf ;-)

 


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Heute Nacht ist wieder Stundenklau

Sommerzeit, heute Nacht!Sommerzeit, der jährliche Unsinn

Heute Nacht ist es mal wieder so weit.

Aus 2 Uhr wird 3 Uhr, und morgen wundern sich dann wieder genug Leute, warum sie etwas matschig unterwegs sind.

Jedes Jahr dieselbe Nummer, jedes Jahr derselbe Quatsch.

Abends länger hell klingt erstmal nett. Blöd nur, dass morgens erstmal wieder eine Stunde fehlt. ;-)


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Dies und das noch:

Ein Wettermeckerbeitrag

Blick auf Duisburg unter blauem Himmel mit WolkenNatürlich regnet es genau heute

Ich bin ja gerade in Duisburg, gell?

Und, oh Wunder, auch Duisburg unterliegt ganz offenbar den Witterungsbedingungen.

Gestern war das noch alles halbwegs im Rahmen

Nicht schön, aber machbar. Also zieht man das durch, was vorher so angedacht war. Die Wege trennen sich, die werte Gattin folgt ihren Obsessionen und tingelt zu einer Messe nach Dortmund, ich besuche einen meiner wohl langjährigsten Freunde. Praktischerweise alles Programmpunkte, die drinnen stattfanden.

Kleiner Turm im Regen vor dem HotelHeute ist das natürlich anders

Heute ist nämlich genau der Tag, an dem wir in den Zoo wollen, und genau heute regnet es hier so, dass der kleine Turm vor dem Hotel irgendwann sicher volllaufen wird. Viel besser sieht man das auf dem Foto leider nicht, was zum einen daran liegt, dass ich dieses fucking Fenster nicht ganz öffnen kann, und zum anderen daran, dass der scheiß Regen ein scharfes Bild erfolgreich verhindert.

(Hilfreich ist auch eher nicht, dass das Fenster selbst mal eine gründliche Begegnung mit Lappen und Wasser vertragen könnte. :roll: )

Und das, wo doch bestimmt längst irgendwo feststeht, dass es der trockenste und wärmste März seit Beginn der Aufzeichnungen ist!

Ich prangere das an

Vom Duisburger Wetter hätte ich, wenn ich schon mal hier bin, ehrlich gesagt auch etwas mehr erwartet.

Ein bisschen grau, ein bisschen ruppig, meinetwegen auch ordentlich trüb, das hätte hier ja sogar ganz gut ins Bild gepasst. Stattdessen gibt es pünktlich zum geplanten Zoobesuch eine Vorführung in Sachen nasser Planvernichtung, das Timing ist mal wieder so dämlich, dass es fast schon Methode haben könnte.

Oder: Wetter eben :mrgreen:


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Da muss ich gucken, immer!

Modellbahn mit Münzeinwurf im Duisburger Hauptbahnhof hinter Glas, ich davor ;-)Sie kommt durch, die Prägung aus Kindertagen

Wer hier mitliest weiß, ich stecke gerade wieder mal in Duisburg, so eine Art Abstecher über ein verlängertes Wochenende.

Ist man dann unter anderem am Hauptbahnhof unterwegs, wird natürlich geguckt, ob sie noch da ist, die Modellbahn mit Münzeinwurf.

Ja, genau die!

Sie begleitet mich seit rund 50 Jahren. Im Laufe meiner Kindheit ist da nicht wenig reingewandert. Für ein bisschen Fahren im Kreis konnte man schon früher zuverlässig Geld versenken. Manche Dinge ändern sich eben nie :mrgreen:

Solche Sachen setzen sich fest. Einmal sauber im Kopf verankert, und Jahrzehnte später prüft man ganz automatisch, ob das Teil noch an seinem Platz steht.
Andere achten auf Geschäfte, Ausgänge oder den nächsten Kaffee (ja, doch, ich auch, Kaffee, ja klar), aber eben auf eine Bahn hinter Glas. Es gibt würdevollere Macken, ich weiß, diese hier ist aber immerhin ehrlich ;-)

Noch mehr kassiert hat früher allerdings die im Oberhausener Hauptbahnhof. Die ist ja leider weg. Wobei man fair bleiben muss, das Geld kam streng genommen nicht von mir, eher durch mich, sponsored by Oma.
Ich war gewissermaßen nur der kleine Vermittler zwischen kindlicher Begeisterung und rentnertauglicher Kleingeldvernichtung :cool:

Persönliche Macken

Schon erstaunlich, was hängenbleibt. Man wird älter, zieht irgendwann in den Odenwald, lebt sein Leben und hält sich im Alltag für halbwegs sortiert (manchmal). Dann steht da so ein Ding im Bahnhof, und sofort fährt einem ein Stück Kindheit durchs Hirn.

Manche Prägung sitzt eben tiefer, die hier gehört offenbar dazu.

Info am Rande

Zur leider verschwundenen Modellbahn im Oberhausener Hauptbahnhof habe ich so gut wie nichts gefunden.

Laut einigen Hinweisen aus Social-Media-Postings fuhr die kleine Anlage dort schon kurz vor Weihnachten 1969 los und war wohl bis etwa 2023/24 vorhanden. Mehr als dieses grobe Zeitfenster war öffentlich für mich nicht sauber zu finden.

Wenn also jemand etwas weiß, würde ich mich über Informationen freuen :-)

    

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Danke, Kuchen, Duisburg

Duisburg-Montage mit Geburtstagsdank, Kuchen und Autobahn Richtung alte HeimatHeute geht es zu den alten Wurzeln

Was ein Geburtstag am Abend des 25.3. so mit sich bringen kann?

Nun, dass man am Morgen des 26. mit gepackten Koffern dasitzt und das Auto startklar ist :cool:

Bevor ich mich später hinter das Lenkrad klemme, dann weiter pflichtbewusst faul bin und vielleicht noch mal mehr Kuchen bereue esse, noch kurz das hier:

Vielen Dank für die ganzen Geburtstagsglückwünsche gestern!

Egal ob Anruf, WhatsApp, SMS, E-Mail, persönlich oder irgendwo auf den Plattformen, das hat mich wirklich sehr gefreut. :-)

Fazit

Kaum ist das neue Lebensjahr da, landet man plötzlich wieder bei den alten Wurzeln. Heute geht es noch in den Pott, in die alte Heimat nach Duisburg. So jedenfalls die Planung. Vor dem Geburtstag wusste ich selbst noch nicht, dass das so endet.

Uiuiui, und das in meinem Alter :roll:

Und ja, es KÖNNTE sein, dass der Desasterkreis in den kommenden Tagen wieder etwas ruhrpottlastig wird ;-)


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Da war ja noch was …

KI-generiertes Bild mit Geburtstagskäsekuchen auf einem festlich dekorierten Tisch.Heute gelten andere Prioritäten

Wenig Zeit heute …

… für den Blog ;-)

Warum?

Es gibt so ein paar Tage im Jahr, da diskutiert man Prioritäten besser gar nicht erst aus.

Heute ist so einer.

Ich muss faul sein und Kuchen essen. :mrgreen:


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Knack und nix mehr mit Stereo

Bluetooth-Headset mit BruchschadenUnfassbar

Ich gehe in der Mittagspause gerne eine Runde spazieren.

Dafür hatte ich seit Jahren so ein Bluetooth-Headset, mit Bügel hinterm Ohr. Diese reinen Stöpseldinger sind nicht meins. Ich will, dass das Teil da bleibt, wo es hingehört, statt bei jedem Schritt über einen Abgang nachzudenken.

Das Ding hat mich über Jahre begleitet. Spaziergänge, Telefonate, Musik, Podcasts, alles dabei. Kein Luxus, kein Wunderwerk, einfach ein kleiner Alltagshelfer, der still seinen Job gemacht hat.

Heute dann das Geräusch, das man bei Plastik und Elektronik nicht hören will -> Knack! :shock:

Immerhin stand hier schon seit Monaten Ersatz bereit. Einfach irgendwann mal gekauft, noch gar nicht wirklich gebraucht und nun doch genau zur richtigen Zeit da.

Ich will ja nichts sagen, aber hellseherische Fähigkeiten scheinen vorhanden zu sein. Leider beschränken die sich bisher auf sterbende Bluetooth-Geräte statt auf gewinnbringendere Themen :mrgreen:


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Perfekt, bis man richtig hinsieht

Ei mit harter Schale und matschigem Inneren als Symbol für heile Welt, Fassade und Perspektivwechsel.Sieht doch gut aus, oder?

Manchmal reicht ein einziges Bild, und der Rest erklärt sich fast von selbst, gell? (Gerade zu Ostern passt das Motiv natürlich doppelt gut, hier im Desasterkreis echt recht :mrgreen: )

Ein Ei wirkt erst mal simpel

Harte Schale, runde Sache, alles ordentlich. Blöd ist nur, dass eine sauber wirkende Hülle rein gar nichts darüber sagt, wie es innen aussieht.

Genau deshalb taugt das Bild so gut als Symbol. Außen geschniegelt, beim kleinsten Riss wird aus dem Inneren aber ganz schnell nur noch Matsch.

Und genau so läuft es

Irgendjemand hat irgendeinen Vorteil davon, dass eine Situation perfekt wirkt, obwohl sie im Inneren stinkt. Gezeigt wird gern die glatte Seite, die ordentliche, die beruhigende, die, die man glauben soll, um jeden Preis. Eben die Perspektive, bei der alles (halbwegs) sauber wirkt und niemand nervös werden muss.

Das betrifft Bilder, Menschen, Firmen, Politik, Medien, eigentlich alles, was nach außen irgendwas darstellen will. Immer dann, wenn massiv manipuliert werden soll.

Nur ist eine ordentliche Oberfläche eben noch keine Wahrheit!

Wer nur auf das Intakte schaut, erkennt den Schaden oft erst dann, wenn der Mist schon unaufhaltsam aus dem Inneren quillt und der Schaden real ist, also einfach nicht mehr zu verhindern. Kleine Risse wirken harmlos, solange man sie nicht sehen will. Ein anderer Blickwinkel reicht manchmal völlig, und aus der schönen Behauptung von Stabilität wird plötzlich eine ziemlich matschige Angelegenheit. Ja, hätte man mal vorher die Augen aufgemacht.

Zeichen gab es wahrscheinlich genug, aber warum sollte man denn hinter die Fassade schauen, gell?

Das ist ja das Problem mit heiler Welt

Sie sieht oft nur deshalb heil aus, weil man konsequent auf die richtige Seite schauen soll. Nicht zu genau. Nicht zu lange. Bitte einfach die Schale bewundern und den Rest in Ruhe lassen. Kann man machen. Ist halt nur eher Selbstverarschung als Erkenntnis.

Gerade deshalb lohnt sich der zweite Blick

Nicht alles, was geschniegelt daherkommt, ist stabil. Nicht alles, was sauber erklärt wird, ist sauber. Und wer einem ständig erzählen will, alles sei rund, ruhig und völlig in Ordnung, hat nicht selten genau dort die größte Baustelle, wo keiner hinschauen soll.

Das gilt im Kleinen wie im Großen

Im Privaten.
Im Beruf.
In den Medien.
Überall da, wo eine Perspektive reicht, um aus einem Problem eine Präsentation zu machen.

Nur reicht das eben nicht

Bis man eben genauer hinsieht, und genau das sollte man öfter tun. Nicht nur einmal, immer wieder. Richtig übel wird es, wenn man es nicht bemerkt oder, noch schlimmer, es sich schönredet.

Warum?

Weil es dann funktioniert. Und was funktioniert, wird wiederholt, immer wieder.

Darum ist dieses Motiv so schön ehrlich, so schön unwiderruflich bei den Folgen, so schön osterhaft :mrgreen:

Was mich am meisten an all dem ärgert, ist die Tatsache, dass einem Scheiße vorgekauelt wird und man offensichtlich denkt, man schluckt das einfach. Nun, nur weil man zu etwas nichts sagt, heißt das noch lange nicht, dann man es nicht merkt.

KI Spielereien

Und weil ich am Sonntag nichts Besseres zu tun hatte, als mich mit dem Thema „Vorgaukeln und hinterfragen“ zu beschäftigen, kam da die eine oder andere Kuriosität mit diversen künstlichen Intelligenzen zum Vorschein.

Wer mag, kann sich das ja mal ansehen … ;-)

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)


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In Fürth hängt die Liebe etwas sparsamer

Romantik light mit Patina?Romantik mit Rostansatz

Man muss für solche Funde nicht immer sonstwohin fahren, gell? ;-)

Manchmal reicht es schon, wenn man hier bei mir in Fürth im Odenwald die Augen aufmacht.

Da hängt sie dann plötzlich, die große Liebe, in Metall gegossen, ans Geländer gepackt und dem Wetter überlassen.

Viel ist es nicht

Jendefalls hier an dieser Stelle, mehr habe ich jedenfalls nicht entdecken können.

Fürth scheint in dieser Disziplin also eher zurückhaltend zu sein. Andere Orte hängen sich da gefühlt gleich brückenweise mit ewiger Verbundenheit voll, hier wirkt das Ganze eher wie die kleinere Ausgabe. Weniger großes Kino, mehr örtliche Restromantik sozusagen. Hat aber auch was. :mrgreen:

Der Gedanke dahinter ist ja bekannt

Zwei Menschen, ein Schloss, ein Zeichen für Zusammenhalt, für Liebe, für Dauer, für das berühmte Für-immer. Klingt gut. Hat nur wie so oft den kleinen Haken, dass die Wirklichkeit selten Rücksicht auf Symbole nimmt.

Man sagt ja, alte Liebe rostet nicht.

Rostiges Liebesschloss am Brückengeländer in Fürth im Odenwald.Nun ja…

Wenn man sich die Bilder so anschaut, dann hat das Metall (Armor auch?) dazu offenbar eine ganz eigene Meinung. Da rostet es ganz ordentlich vor sich hin, und zwar nicht gerade dezent. Die Schlösser wirken nicht mehr wie ewige Verbundenheit, eher wie Romantik mit Patina und leichtem Substanzverlust :lol:

Besonders schön ist dabei, dass teilweise wohl auch die Namen schon etwas angefressen sind. Wollen wir mal hoffen, dass das nicht auch für die Betroffenen gilt.

Am Anfang ist so ein Liebesschloss immer ein großes Symbol. Später … Na, sagen wir mal so, da hängt dann einfach einn bisschen Metall rum …

Zeit. Alltag. Reibung. Mist. Vielleicht sogar Fürther Wetter. Und wenn am Schluss nur noch ein rostiges Schloss am Geländer hängt, dann ist das immerhin ein stiller Hinweis darauf, dass zwischen großer Geste und echtem Leben doch ein kleiner Unterschied besteht.

Romantisch ist es aber trotzdem, oder doch nicht? :cool:


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