In Fürth hängt die Liebe etwas sparsamer

Romantik light mit Patina?Romantik mit Rostansatz

Man muss für solche Funde nicht immer sonstwohin fahren, gell? ;-)

Manchmal reicht es schon, wenn man hier bei mir in Fürth im Odenwald die Augen aufmacht.

Da hängt sie dann plötzlich, die große Liebe, in Metall gegossen, ans Geländer gepackt und dem Wetter überlassen.

Viel ist es nicht

Jendefalls hier an dieser Stelle, mehr habe ich jedenfalls nicht entdecken können.

Fürth scheint in dieser Disziplin also eher zurückhaltend zu sein. Andere Orte hängen sich da gefühlt gleich brückenweise mit ewiger Verbundenheit voll, hier wirkt das Ganze eher wie die kleinere Ausgabe. Weniger großes Kino, mehr örtliche Restromantik sozusagen. Hat aber auch was. :mrgreen:

Der Gedanke dahinter ist ja bekannt

Zwei Menschen, ein Schloss, ein Zeichen für Zusammenhalt, für Liebe, für Dauer, für das berühmte Für-immer. Klingt gut. Hat nur wie so oft den kleinen Haken, dass die Wirklichkeit selten Rücksicht auf Symbole nimmt.

Man sagt ja, alte Liebe rostet nicht.

Rostiges Liebesschloss am Brückengeländer in Fürth im Odenwald.Nun ja…

Wenn man sich die Bilder so anschaut, dann hat das Metall (Armor auch?) dazu offenbar eine ganz eigene Meinung. Da rostet es ganz ordentlich vor sich hin, und zwar nicht gerade dezent. Die Schlösser wirken nicht mehr wie ewige Verbundenheit, eher wie Romantik mit Patina und leichtem Substanzverlust :lol:

Besonders schön ist dabei, dass teilweise wohl auch die Namen schon etwas angefressen sind. Wollen wir mal hoffen, dass das nicht auch für die Betroffenen gilt.

Am Anfang ist so ein Liebesschloss immer ein großes Symbol. Später … Na, sagen wir mal so, da hängt dann einfach einn bisschen Metall rum …

Zeit. Alltag. Reibung. Mist. Vielleicht sogar Fürther Wetter. Und wenn am Schluss nur noch ein rostiges Schloss am Geländer hängt, dann ist das immerhin ein stiller Hinweis darauf, dass zwischen großer Geste und echtem Leben doch ein kleiner Unterschied besteht.

Romantisch ist es aber trotzdem, oder doch nicht? :cool:


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Wenn Gefühle an Metall gehängt werden

Hunderte Liebesschlösser an einer Fußgängerbrücke, bunt, verrostet und voller unbekannter Geschichten.Liebesschlösser und rostige Restlaufzeit?

Manche Orte zeigen sehr deutlich, was Menschen mit Symbolen anstellen, wenn Worte allein offenbar nicht reichen.

In diesem Fall, eine Fußgängerbrücke, vollgehängt mit Liebesschlössern (auf dem Foto sind längst nicht alle …).

Tausendfach befestigte Zuneigung, in Metall gegossen, zugeklappt und mit mehr oder weniger Pathos der Öffentlichkeit übergeben.

Die Idee dahinter ist schnell erzählt

Zwei Menschen bringen ein Schloss an, werfen den Schlüssel weg und erklären ihre Verbindung damit praktisch zur Sache ohne Rückgaberecht. Romantisch gedacht, dauerhaft gemeint, gern mit Herzchen, Datum und eingeritzten Namen, die damals vermutlich sehr sicher klangen.

Und dann steht man davor und denkt unweigerlich weiter

Wie viele dieser Schlösser hängen da noch, obwohl die zugehörige Liebe längst im Neckar schwimmt?
Wie viele Namen lesen sich heute eher wie ein Kapitel, das man lieber nicht noch einmal aufschlägt?
Wie viele dieser eingeklickten Versprechen waren schon beim Zuschnappen eher eine Luftnummer mit Dekoration?

So ein Schloss ist schließlich technisch erst mal nur eine Verbindung aus Metall.
Es hält zu, solange Material, Mechanik und Umgebung mitspielen.
Das ist mehr, als man über manche große Worte sagen kann.

Ein Teil davon dürfte noch aus Zeiten stammen, in denen man gemeinsam Selfies mit schlechtem Handy gemacht hat, statt Beziehungsstatus in fünf Plattformen gleichzeitig zu posten.
Manche Schlösser sind neu, bunt, geschniegelt und bereit für die Ewigkeit, andere haben schon sichtbar Rost angesetzt und sehen eher nach „War wohl mal wichtig“ aus.

Das Schöne und gleichzeitig Schräge daran ist ja, dass hier hunderte Geschichten nebeneinander hängen, ohne Erklärung, ohne Update, ohne Schlusswort.
Nur Name, Datum, vielleicht ein Herz.
Der Rest ist Spekulation.

Die Variablen

Sind die beiden noch zusammen?
War das der Anfang von etwas Großem, oder nur ein sehr öffentlich befestigter Irrtum?
Hat einer inzwischen längst jemand anderen geheiratet, während das Schloss noch tapfer so tut, als wäre 2014 nie zu Ende gegangen?

Und dann kommt noch der technisch reizvolle Gedanke dazu:
Was, wenn jemand den Zweitschlüssel hat?
Oder den Drittschlüssel?
Oder wenn die ewige Verbindung zwar symbolisch verriegelt wurde, aber organisatorisch von Anfang an erstaunlich offen gebaut war? :mrgreen:

Romantik hat eben oft einen Hang zur großen Geste.
Metall verstärkt das nur. Es klackt schön, wirkt verbindlich und macht aus Gefühl kurzzeitig fast schon ein Bauprojekt. Ach ja, ölen nicht vergessen, falls man das Ding noch mal öffnen möchte, weil es jemand anderes braucht, der Spind auf der Arbeit zum Beispiel …

Am Ende bleibt genau das, was solche Orte interessant macht.
Nicht das Schloss selbst. Nicht das Herzchen. Nicht der Name in krakeliger Gravur.
Spannend ist das, was nicht dabeisteht.

Was aus den Menschen wurde.
Was gehalten hat.
Was gebrochen ist.
Und was heute nur noch als kleine rostige Erinnerung an einem Gitter hängt, während das Leben der Beteiligten längst ganz woanders weitergelaufen ist.

Romantisch ist das schon

Aber eben auch mit einem leichten Beigeschmack von Materialermüdung. ;-)

 


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Dies und das noch:

Momente im Bild: Zugreisen-Melancholie

Regen bei der ZugfahrtZwischen Romantik und Sauwetter

Meine Aussicht gestern während der Zugfahrt.

Vor allem war es zum Ende hin echt einlullend.

Wenn man seinen Bahnhof nicht verpassen will, ist wach bleiben angesagt, da hilft so ein Anblick wenig ;-)

 


Der Desasterkreis ist @sesselphilosoph bei InstagramAuf ein Wort, weil es mir gerade beim Thema „Bilder“ einfällt!

Wenn jemand von Euch auch bei Instagram herumturnt und wir uns dort noch nicht begegnet sind, das hier bin ich:

@sesselphilosoph bei Instagram

Warum dort nicht als „desasterkreis„?

Weil da bei der Erstellung des Accounts etwas verbaselt wurde (ne, nicht vom mir!) und der Name seitdem reserviert ist. Irgendwie habe ich es geschafft, den gleich im ersten Anlauf damals in ein Desaster zu verwandeln, den Accountnamen … :mrgreen:


Weitere Momente im Bild und ein Wort zur Nutzung von Material aus dieser Webseite.

 

Dies und das noch:

Das ist kein Porno, das ist Romantik!

romantikschneckenAlles moralisch einwandfrei hier!

Ich weiß ja, dass die meisten Leute immer von unanständigen Dingen ausgehen, wenn sich zwei Exemplare einer Gattung irgendwie berühren. Ganz besonders dann, wenn dies irgendwie am unteren und auch oberen Ende des jeweils anderen Körpers geschieht. Sicherlich spielt da aber auch die jeweilige Anatomie eine gewisse Rolle.

Ok, zugegeben, Erotik und Romantik gehen Hand in Hand und können zu Missverständnissen führen, man muss da schon aufpassen, gelle? Aber natürlich gehen wir hier im Blog mal von FSK 0 aus, nicht von Schweinkram.

Klar, es wird immer etwas schlüpfrig, wenn ausgerechnet Worte wie „feucht“,  „schleimig“ und „nackte Schnecke“ eine Rolle spielen. Alleine bei den Begriffen sollte man(n) auf sein Kopfkino aufpassen, es wird heutzutage ja so schnell etwas unterstellt, entsetzlich, entsetzlich …

Natürlich und ohne Frage ist das auf dem Foto dargestellte pure Romantik, ich will ja hier nicht ins Schlüpfrige abgleiten, wenn auch im Schneckentempo.

Allerdings habe ich schon Leute gesehen, die bei diversen Balzversuchen nicht weniger glitschig wirken :mrgreen:

Nebenbei soll es ja sogar wirklich Amateurerotiker*²innen geben, die auf diesem Geschwindigkeitsniveau agieren. Ok, über Geschmack lässt sich schlecht streiten…

 

*² (Ich wollte jetzt auch mal so ein Sternchen verwenden und stelle fest, es sieht auch hier scheiße aus -) )

 

 

Dies und das noch:

Die passende Deko!

Stimmung!

Habt Ihr gesehen?

Für die Weihnachtszeit habe ich oben den Header passend dekoriert ☝ ;-)

Na, Romantik kann ich eben :mrgreen:

 

 

 

Dies und das noch:

Ach wie schön

kaffeeschleifchenAntiromatik?

Ich wollte einfach auch jetzt ein bisschen Romantik beim Kaffee am Tisch versprühen.

OK, vielleicht bin ich da jetzt nicht so der Tatelntierteste, aber ich übe auch noch ☝ ;-)

 

 

 

 

 

Dies und das noch:

Diese „besonderen“ Tage…

Frühstücks-Survival-PackEs fehlt was!

Wo? In der Reihe der Tage, an denen die Geschäfte einem mit Aktionen, Rabatten, Sonderposten und bestimmten Produkten, geradezu die Taschen vollstopfen!

Valentinstag, überall Plüsch und Blumen und in Rosa.

 
Ich würde mir ja mal so Motto-Tage wünschen, die einen wirklich weiterbringen.
Wo Bierschinken und Räucherspeck, sich an den Kassen türmen oder wenn man an der Wursttheke, eine Wurstscheibe als Aufmerksamkeit bekommt.
ALS ERWACHSENER ;-)
Gerne auch so ein ‚Frühstücks-Survival-Pack‘ wie auf dem Foto, wenn es noch sehr früh am Tage ist. So was eben!
Wenn dann der Partner lächelnd auf Dich zukommt und Dir, verführerisch lächelnd, mit den Worten: „Auf das Du so schwer bleibst, wie Du bist!„, ein Mettbrötchen anbietet.
Das wäre doch auch mal ein Erfolg, oder? ;-)

Es könnte übrigens durchaus sein, dass ich heute hungrig einkaufen war. Merkt man das?

 

Dies und das noch:

Schau mir in die Augen, Kleines!

Der erstaunte Blick des GrashüpfersEine romantische Begegnung

Das Foto ist zugegeben nicht mehr ganz neu. Es lag Jahre in der Ablage, um jetzt endlich an die Öffentlichkeit zu kommen. Vielleicht habe ich es sogar schon irgendwo verwendet, allerdings ohne die wirklich tiefe Verbindung, die ich zu dem Tier im Bild hatte, Fremden zu enthüllen.

So ein Moment darf jedoch nicht vergessen werden. Wenn man einen grünen Fleck an der Wand entdeckt, sich neugieig nähert und der kleine Grashüpfer einem erwartungsvoll, ohne jede Scheu, in die Augen sieht. Herzzerreißend, nicht? Das hat so etwas kuscheliges und wärmendes, mir wurden glatt die Knie weich. Er musste errettet werden, ich musste ihn in Sicherheit wissen.

Glaubt wieder keiner, klar. Ich hatte echt weiche Knie! Das Insekt saß nämlich oben, knapp hinter dem Kühlschrank an der Wand und sollte da weg. Ich musste an ihn irgendwie ran! Die Kinder waren noch klein, eines von ihnen einfach hochzuwerfen, erschien mir aber letztendlich doch unpassend. Frau kam auch nicht da hoch. Sie zu werfen, hätte obendrein noch blödere Folgen gehabt. Für mich!

Das hieß: Leiter!

Ich hatte keine Leiter! Das wieder hieß, Stuhl + Fußbank auf Stuhl + Zehenspitzen = Zitterpartie! Außer mir wollte da natürlich keiner draufsteigen, war ja klar. Schissbüxen! Und ja, da wurden mir die Knie labberig! Obendrein musste da ja auch das Foto gemacht werden, völlig außen vor, das der Kerl ja auch hätte abhauen können. Hüpfen und so! Aber, ich hab’s überlebt! Den Kampf ausgefochten.

Der Hüpfer wurde gerettet und in die sichere Freiheit entlassen – Happy End! Zum Abschied habe ich ihn leise „Casablanca“ getauft. Grashüpferromatik!

 

 

 

Dies und das noch: