Wind zurück an die Natur

Solarpanel versorgt einen kleinen USB-Ventilator im Garten.Sonne rein, Wind raus

Was macht man, wenn der Sommer einen garkocht?

Richtig, sich in den Schatten setzen oder einen Ventilator nutzen. Oder? Oder beides!

Wie man so etwas auch noch so dreht, dass sich das Ganze aus der Natur speist und sogar etwas zurückgibt?

Man nutzt folgende Ausstattung :mrgreen:

Einen kleinen akkubetriebenen USB-Ventilator mit USB-C-Anschluss, dazu mein faltbares 21-Watt-Solarpanel mit zwei USB-Ports und natürlich ausreichend Sonne. An der mangelt es schließlich genau dann nicht, wenn man den Ventilator am dringendsten braucht.

Energiewende im Gartenstuhlformat

Das Solarpanel kommt in die Sonne, der Ventilator ans USB-Kabel und schon läuft der Kreislauf. Die Sonne versorgt das Panel, das Panel lädt den Akku des Ventilators und der Ventilator kühlt mich.

Falls sich zwischendurch eine Wolke wichtigmachen möchte, übernimmt der Akku. Das Ganze funktioniert also sogar ohne App, Anmeldung, Update oder irgendein deutsches Großprojekt, das schon beim ersten Schattenwurf ins Wanken gerät.

 

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Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

Normalerweise nutzt man den Wind der Natur, um Strom zu erzeugen. Ich mache es einfach andersherum und nutze die Sonne, um Wind zu erzeugen.

Die Natur liefert mir Energie, ich gebe ihr dafür ein bisschen Wind zurück. 😂

 

 

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Dies und das noch:

Der hwV will eine neue Tastatur

CHERRY Bluetooth-Tastatur mit ein bisschen KI-Tischdeko 😉Elf Jahre alt, gestern erst ausgepackt

Kennt ihr den hwV?

Nein?

Irgendwo hier im Blog ist er schonhabe einmal aufgetaucht, damals wegen Springsteen, einem Heft und einer Schallplatte.

Das ist der haben will Virus! ;-)

Eine ziemlich hartnäckige Erscheinung, die bevorzugt dann zuschlägt, wenn irgendwo etwas Neues glänzt und das vorhandene Gerät ausgerechnet noch tadellos funktioniert.

Aktuell hat er sich meine Bluetooth-Tastatur ausgesucht, eine CHERRY aus dem Jahr 2015, also praktisch gestern gekauft. Der Kalender behauptet zwar, dass inzwischen mehr als elf Jahre vergangen sind, aber Kalender neigen bekanntlich zur Erbsenzählerei.

Die genaue Bezeichnung lautet CHERRY JK-0600DE, verkauft wurde sie seinerzeit, glaube ich, als CHERRY KW 6000 (oder war’s umgekehrt?).

Egal, damals war es jedenfalls gar nicht so einfach, eine Bluetooth-Tastatur zu finden, die bezahlbar, ordentlich verarbeitet und trotzdem angenehm zu tippen war.

Mehrere No-Name-Modelle vor ihr hatten ungefähr ein Jahr durchgehalten (wenn denn …), danach waren sie Elektroschrott mit Tasten. Die CHERRY lief dagegen an verschiedenen Tablets, an Raspberry Pis und gelegentlich sogar am Smartphone, wenn längere Texte auf Glas ungefähr so verlockend wirkten wie ein Zahnarzttermin mit anschließendem Finanzamtbesuch.

Selbst der fest eingebaute Akku macht noch mit, der Anschlag gefällt mir weiterhin und ausgelutscht wirkt sie ebenfalls nicht.

Für den hwV ist das natürlich eine denkbar ungünstige Ausgangslage :roll:

Neu wäre trotzdem irgendwie … na ja … neuer eben!

Natürlich gibt es inzwischen Tastaturen, die besser auf Android zugeschnitten sind, mehrere Geräte speichern können und vielleicht sogar einen Fn-Lock besitzen. Dem hwV reicht diese Erkenntnis vollkommen aus.

(Nebenbei, liebe Entwickler: Ist die Menschheit in eurer Vorstellung schon so verblödet, dass sie die Lala-Laune-Tasten eher braucht als die eigentlichen Werkzeuge? Klar, warum sollte ich nicht ständig lauter und leiser machen, während im Workflow eigentlich nur der Browser aktualisiert werden muss  …)

Zurück zum Thema hwV

Er braucht keinen Defekt, keine Notlage und schon gar keinen vernünftigen Grund. Ihm genügen ein paar Produktbilder, technische Daten und die leise Behauptung, dass ein neuer Gegenstand das Leben mindestens sieben Prozent schöner machen könnte.

Man sucht also in den Techniktempeln der Konsumsucht, arbeitet sich in Bezeichnungen ein, staunt über Design und … KAUFT NICHT!

Ja, tatsächlich, das geht, ich kann so etwas! Ich kann etwas sehen, toll finden und einfach NICHT erwerben. Jedenfalls dann nicht, wenn ich es nicht zwingend brauche. Warum? Weil ich schon genug Zeug habe, das mal total geil war, absolut unverzichtbar und nun nur noch auf seinen Platz im Regal aufpasst. :mrgreen:

Lieber kaufen als verstehen

Diese seltsame neue und angeblich bessere Gesellschaft kauft lieber eine Lösung, als erst einmal zu prüfen, ob das vorhandene Problem vielleicht nur aus einer Einstellung, einer ungewohnten Taste oder zehn Minuten eigener Mühe besteht.

Geräte sollen sich selbst erklären, Fehler selbst beheben und möglichst schon vor dem Einschalten wissen, was der Besitzer gleich falsch machen wird. Eine Anleitung gilt als Zumutung, Einstellungen sind verdächtig technisch und wenn etwas nicht sofort so arbeitet wie erwartet, muss eben etwas Neues her.

Am besten belegt uns demnächst noch jemand das Brötchen, kaut es vor und verdaut es gleich mit, damit bloß keine eigene Mühe anfällt.

Dabei ist es oft gar nicht das Gerät, das nichts taugt. Manchmal kennt man nur seine Eigenheiten noch nicht, hat die falsche Einstellung erwischt oder erwartet, dass drei Hersteller und zwei Betriebssysteme zufällig dieselbe Vorstellung von einer Taste besitzen.

Bei meiner CHERRY sieht man ziemlich schön, wie schnell aus einer Kleinigkeit angeblich ein Grund für Ersatz werden könnte.

Man muss nicht alles neu kaufen, manchmal nur lernen, es zu bedienen

Unter Android sind bei meiner alten CHERRY beispielsweise die Tastenplätze für < > und ^ ° vertauscht. Die Funktionstasten F1 bis F12 brauchen zusätzlich Fn, während die Multimediafunktionen direkt reagieren.

Das ist gewöhnungsbedürftig und teilweise auch einfach bescheuert, aber kein Defekt. Sobald man weiß, wo die Zeichen liegen und wie die obere Tastenreihe arbeitet, lässt sich damit problemlos umgehen.

Wer mehr über die CHERRY KW 6000, ihre Eigenheiten unter Android und ihre erstaunlich lange Geschichte seit 2015 lesen möchte, findet das im Technikbeitrag Bluetooth-Tastatur seit 2015 auf michael-floessel.de.

Zahlt mehr, denn wir schaffen Standards

Man erklärt den Deutschen, warum sie den Deckel ihrer Colaflasche nicht mehr vollständig abdrehen können sollen, weltweit darf aber weiterhin jeder Hersteller Tastaturen beschriften und belegen, wie es ihm gerade passt.

Nach USB-C war mit der Einheitlichkeit offenbar schon wieder Schluss. :mrgreen:

Eine feste Position für vier Zeichen oder eine einheitliche Lösung für die Funktionstasten wäre vermutlich keine Mondlandung. Stattdessen darf man bei jeder Kombination aus Tastatur, Betriebssystem und Endgerät neu herausfinden, welche Beschriftung ernst gemeint ist und welche lediglich als freundlicher Gestaltungsvorschlag dient.

Natürlich ist ein Neukauf nicht grundsätzlich Unsinn. Wenn ein Gerät ausfällt, der Akku am Ende ist, wichtige Funktionen fehlen oder etwas Neues die tägliche Arbeit wirklich verbessert, darf der hwV gerne recht behalten.

Der Punkt ist nicht, aus jedem kaputten Gegenstand ein Familienerbstück zu machen. Es geht darum, vor dem Bestellen erst einmal zu verstehen, was man bereits besitzt, wie es arbeitet und ob das angebliche Problem vielleicht längst gelöst ist, sobald man seine Eigenheiten kennt.

Meine CHERRY bleibt deshalb erst einmal. Nicht aus Sparreligion und auch nicht, weil alte Technik automatisch besser wäre, sondern weil sie gut tippt, zuverlässig läuft und ich inzwischen weiß, wo sie ihre Zeichen versteckt.

Der hwV darf weiter im Tablet stöbern. Bestellen kann er, sobald er auch selbst bezahlt.

 

 

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Knack und nix mehr mit Stereo

Bluetooth-Headset mit BruchschadenUnfassbar

Ich gehe in der Mittagspause gerne eine Runde spazieren.

Dafür hatte ich seit Jahren so ein Bluetooth-Headset, mit Bügel hinterm Ohr. Diese reinen Stöpseldinger sind nicht meins. Ich will, dass das Teil da bleibt, wo es hingehört, statt bei jedem Schritt über einen Abgang nachzudenken.

Das Ding hat mich über Jahre begleitet. Spaziergänge, Telefonate, Musik, Podcasts, alles dabei. Kein Luxus, kein Wunderwerk, einfach ein kleiner Alltagshelfer, der still seinen Job gemacht hat.

Heute dann das Geräusch, das man bei Plastik und Elektronik nicht hören will -> Knack! :shock:

Immerhin stand hier schon seit Monaten Ersatz bereit. Einfach irgendwann mal gekauft, noch gar nicht wirklich gebraucht und nun doch genau zur richtigen Zeit da.

Ich will ja nichts sagen, aber hellseherische Fähigkeiten scheinen vorhanden zu sein. Leider beschränken die sich bisher auf sterbende Bluetooth-Geräte statt auf gewinnbringendere Themen :mrgreen:


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