Von Krümeln auf dem Sofa, Tatortspuren und Vertuschung

Kruemel aus SchokoladeSo kann ich nicht arbeiten!

Da sitze ich hier und will eigentlich einen Blogbeitrag tippen. Bequem in kurzer Hose, beinfrei kann man sagen. Wie immer zu einem Thema der Weltöffentlichkeit, welches ohne meine Ergänzung, nicht erläutert werden kann. Na gut, vielleicht auch nicht ganz so wichtig, aber immerhin schreibe ich was, nein, will ich schreiben. Geht aber nicht, weil ich mich nicht konzentrieren kann.

Warum? Weil es pikst. Unter mir. Irgendwo an den Oberschenkeln. Was unternimmt man also, um den vermuteten Krümel unter sich zu beseitigen? Richtig, man wischt einmal mit der Hand über die Stelle, damit sollte alles erledigt sein. Sollte…

Ich habe noch nicht zwei neue Wörter getippt, sticht’s schon wieder. OK, so geht das nicht, offensichtlich will das Problem mehr Aufmerksamkeit. Ich muss also sozusagen in Phase zwei eintreten und mich zur Bekämpfung des Missempfindens erheben. Akribisches prüfen der Schonauflage und, tatsächlich, ein Krümel. Rein optisch Schokokeks oder Kuchen, was mir beides eher unerklärlich ist, ich habe so etwas schlichtweg nicht hier und eigentlich, in der letzten Zeit, gar nicht, zu mir genommen.

Na, das geht alles ganz schnell, eben die Decke ausschütteln und gut ist das. Also hinsetzen, weiter tippen.

Ne, irgendwas ist da immer noch. Nicht was sticht, eher etwas leicht Drückendes, Veränderliches. Da lebt was :shock: Ein Kontrollgriff bringt Klarheit: Alles braun, ich habe erfolgreich Schokolade geschmolzen und mich eingesaut. Das kann doch wohl nicht wahr sein! Decke eingesaut, ich natürlich auch, was für eine Scheiße! Oh, Moment! Wie sieht denn das jetzt aus? Also, falls jemand das Zimmer betritt. Die denken doch alle, ich wäre inkontinent. An meinem geistigen Zustand zweifeln sie ohnehin alle hier, seit sie diesen Blog kennen. Nun, die Hausherrin ist gerade Zwecks Wäsche im Keller abgetaucht, das gibt mir mindesten 20 Minuten Zeit, die Geschichte ungeschehen zu machen. Vor allem muss es gründlich sein. Meine Holde hat für den Fall des aufkommenden Misstrauens, bestimmt so eine Art Spurensicherungskoffer in der Hinterhand, um mich zu überführen. Spätestens, seit sie auch hier die Beiträge liest.

Ich muss die Spuren verwischen!

Jetzt kann man mal sehen, wie schnell man als eigentliches Opfer, Spuren verwischen muss, um nicht als Täter zu gelten. Egal, mein Selbstmitleid muss warten, handeln ist jetzt erst mal wichtig. Jetzt aber nichts überstürzen. Die Sofadecke ist das Schwierigeste! Erstens habe ich keine Ahnung, wo wir da Ersatz lagern und nach welchen Kriterien, die ausgetauscht wird. Nebenbei, wenn die Frau das merkt, glaubt sie mir sowieso kein Wort, wenn ich behaupte, ich wollte einfach auch mal ’ne Decke wechseln. Ne, da wird klassisches Ausreiben, wohl das Einfachste sein.

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Repariere nichts, was nicht kaputt ist! Von Pommes, Kaffee und Normalität.

Heiß & FettigAltmodisch oder einfach normal?

Es kann jetzt gut sein, dass dieser Beitrag hier schon (m)einen Generationskonflikt beinhaltet. Vielleicht ist es auch nur eine Macke von mir, persönlich gesehen empfinde ich meine Einstellung aber als völlig normal. Erstaunlich, oder?

Als bekennendes Kind der 80er, habe ich nämlich einen gewissen Anspruch auf Normalität, auf bewährte Standards.

Wisst Ihr auch, womit das beginnt? Mit Pommes! Einfache, stinknormale Pommes! Diese ungesunden, fettigen und gesalzenen Kartoffelstäbchen, denen in heißer Ölbrühe endgültig der Garaus gemacht wird. Wo oben drauf ein Klatsch noch viel fettigerer Mayonnaise samt massakrierter Tomaten als Ketchup, die Sache bis zum äußersten Übel verschlimmert.

Jetzt kommt aber der Knackpunkt! Wenn ich damals in eine beliebige Pommesbude marschiert bin, dann habe ich einfach Pommes bekommen. Normalos, ohne die Gefahr, da nun was Verschlimmbessertes zu erhalten. Nix mit extra Special-Würz oder gar in den Honkey-Donkey Sonderbauformen. Keine extra dünnen 3mm Kanten oder in Einhornform. Misstrauen gab es bestenfalls beim Fett – riecht es nach Aquarium, mach besser einen Bogen drum.

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