Da war doch was, oder?

Man läuft vorbei, denkt sich nichts und ein paar Schritte später meldet der Kopf: „Moment mal, da war doch was …“ 😁Wenn der Augenwinkel Alarm schlägt

Ich gehe über einen Parkplatz, bin mit den Gedanken irgendwo ganz anders und nehme meine Umgebung eher nebenbei wahr. Eigentlich nichts Besonderes, bis plötzlich dieses Gefühl auftaucht, dass mich da irgendwer anschaut.

Nun stand da ein Wohnwagen oder Wohnmobil, also erst mal nichts Ungewöhnliches. Da kann schließlich durchaus mal jemand aus dem Fenster schauen. Also bin ich einfach weitergelaufen.

Ein paar Schritte später hat mein Kopf aber offenbar beschlossen, dass das eben Gesehene doch noch einmal geprüft werden sollte. Kein richtiger Gedanke, eher so ein Bildfetzen, der irgendwo im Hintergrund hängen geblieben war.

Also zurück. Das musste ich klären. ;-)

Und dann stand ich da tatsächlich vor diesem Fenster und wurde angeguckt.

Von einem Alien.

Zumindest von etwas, das ziemlich überzeugend so tat. :mrgreen:

Der Augenwinkel weiß manchmal mehr

Schon erstaunlich, was das Gehirn nebenbei so einsammelt und irgendwann aktiv einspielt, da musste ich natürlich noch mal zurück.

Doch, da guckte wirklich einer!

Immerhin wohl eher von der harmlosen Art ;-)

 

 

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Ich schwöre, da saß eine Taube

Eine Taube sitzt auf einem Stein im Wasser, wenige Sekunden vor dem überraschenden Wechsel.Fünf Sekunden später war alles anders

Ich gehe am Wasser entlang und sehe da eine Taube auf einem Stein sitzen. Mein erster Gedanke war natürlich: „Okay, früher war das bestimmt mal eine Ente.“

Für einen blöden Gag auf Social Media reicht das locker, für ein gescheites Foto war ich allerdings viel zu weit weg.

Also Handy wieder in die Tasche und näher ran. Wobei ich noch gar keinen Schritt gemacht hatte, denn mir kam die Idee, vorher mit der Kamera kurz zu schauen, wie nah ich überhaupt müsste.

Handy wieder raus, Kamera an, selber Fleck, derselbe Stein.

Nur der Vogel war ein anderer :shock:

Nur wenige Sekunden später sitzt ein anderer Vogel auf demselben Stein im Wasser.

Zwischen den beiden Bildern liegen maximal fünf Sekunden. Ich habe mich nicht bewegt und wenn ich die Fotos nicht hätte, würde ich inzwischen wahrscheinlich wirklich überlegen, was da vorher eigentlich gesessen hat.

Taube? Amsel? Krähe? Irgendwas mit Federn?

Zum Glück gibt es Beweisfotos. Sonst hätte ich mir die Ente am Ende auch noch eingeredet :mrgreen:

 

 

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Die Brille der Wünsche

Brille mit sonniger Wunschwelt vor einer tristen Realität. KI, was sonst?Wenn man nur sieht, was man sehen WILL

Egal ob Politik oder echte Menschen, die mir im Laufe der Jahre begegnet sind, manchmal läuft es erstaunlich ähnlich.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Passt die Realität nicht zur eigenen Vorstellung, wird eben nicht die Vorstellung überprüft, sondern die Realität zurechtgebogen. Schönreden, ausblenden, passenden Ausschnitt suchen, fertig. Im Zweifel hilft die richtige Brille, auf den Boden stampfen und schlimmstenfalls anderen die Schuld zuschieben, gerne samt Verantwortung.

 

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Kann man machen

Im Grunde ist das erst einmal jedem selbst überlassen. Wer sich eine beschissene Politik schönreden möchte, seinen Konsumwahn oder irgendeine Idee, die schon beim ersten Kontakt mit der Wirklichkeit auseinanderfällt, bitte. Jeder darf sich seine Welt so hübsch anmalen, wie er möchte.

Nur wird aus Scheiße eben keine Schokolade, bloß weil genug Kakao drauf ist. Dazu passt dieser alte Spruch immer noch wunderbar:

Millionen Fliegen können nicht irren. Scheiße muss schmecken.

So funktioniert Wahrheit nur leider nicht.

Die passende Bubble gibt es gleich dazu

Richtig praktisch wurde das Ganze mit Social Media. Früher musste man Gleichgesinnte wenigstens noch finden, heute reichen ein paar Klicks und irgendwo sitzt garantiert jemand, der dieselbe Brille trägt. Dann kommt der nächste dazu, noch einer bestätigt alles und irgendwann wirkt die eigene Sicht plötzlich erstaunlich groß.

Über diesen Effekt hatte ich schon bei „Differenzierung stört, oder?“ geschrieben. Social Media hat solche Lager nicht erfunden, aber ziemlich komfortabel gemacht.

Problematisch wird es dann, wenn aus „Ich sehe das so“ irgendwann „So ist es“ wird und daraus gleich folgt, dass bitte auch alle anderen diese Sicht übernehmen sollen.

Realität kann ziemlich störend sein

Politik ist dafür ein dankbares Beispiel. Man kann sich Pläne, Entscheidungen und Entwicklungen wunderbar hinrechnen, solange man nur die passenden Zahlen, Leute und Erklärungen betrachtet.

Irgendwann fehlt dann Geld, Menschen verhalten sich nicht wie vorgesehen oder Dinge funktionieren schlicht anders als gedacht. Dann gäbe es natürlich die Möglichkeit zu sagen: War wohl doch nicht ganz so clever.

Das scheint nur erstaunlich schwer zu sein. Viel angenehmer ist es, einen Schuldigen zu finden. Die anderen, die Umstände, die Gesellschaft, das Schicksal, irgendwer wird sich schon auftreiben lassen. Hauptsache, die Brille bleibt auf.

Andere verdienen daran

Ganz nebenbei dürfte diese Entwicklung für manche Marketingabteilung ein ziemliches Geschenk sein. Menschen kaufen längst nicht nur Produkte, sie kaufen Zugehörigkeit, Haltung und das passende Gefühl gleich mit. Vorne wird Zugehörigkeit gepredigt, hinten das Geld gezählt und irgendwo kichert jemand, der eine Excel-Tabelle auswertet.

Je sauberer sich Gruppen selbst sortieren, desto leichter kann man ihnen genau das vorsetzen, was zu ihrer jeweiligen Welt passt. Da muss niemand mehr groß überzeugen, wenn die Zielgruppe ohnehin schon weiß, was sie sehen will.

Da kann man sich mit dem Dollarzeichen in den Augen schon mal auf die Schenkel klopfen. Die Wunschbrille gibt es praktisch gleich im passenden Design dazu.

Brille ab hilft manchmal

Wünsche und Vorstellungen sind völlig okay. Ohne die wäre das Leben vermutlich ziemlich grau. Nur sollte man gelegentlich prüfen, ob das, was man sich so hübsch zurechtgelegt hat, draußen eigentlich noch irgendetwas mit der Realität zu tun hat.

Die kann man ignorieren, schönreden oder passend einfärben. Weg ist sie deswegen nicht.

 

 

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Da liegt doch (k)ein Tor

Straße am Hang, in der Ferne wirkt ein Schatten wie ein umgestürzter Zaun oder ein TorViel Sonne, wenig Scharfblick

Ich gehe spazieren, Sonne von vorn, der Weg schön steil, also alles dabei, was man unterwegs nicht zwingend braucht.

Ein Stück weiter vorne denke ich plötzlich, da liegt doch irgendwas auf der Straße.

So sah es jedenfalls aus.

Ein Stück Zaun vielleicht.
Oder gleich das Tor dazu.
Also genau die Sorte Fundstück, auf die man beim Laufen eher nicht hofft.

Ich kenne die Strecke, deshalb war kurz eher die Frage, seit wann da plötzlich halber Gartenbau herumliegt.

Ein paar Schritte näher dran kam dann die eher unspektakuläre Wahrheit.

Nur ein Zaun .... Setz' die Brille auf Da lag gar nichts

Nur Schatten.

Mehr nicht.

Die Straße frei, der Zaun da, wo er hingehört, und ich hatte mal wieder die eine geniale Maßnahme vergessen, die solche Erkenntnisse deutlich früher möglich macht.

Brille mitnehmen! :mrgreen:

    

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Perfekt, bis man richtig hinsieht

Ei mit harter Schale und matschigem Inneren als Symbol für heile Welt, Fassade und Perspektivwechsel.Sieht doch gut aus, oder?

Manchmal reicht ein einziges Bild, und der Rest erklärt sich fast von selbst, gell? (Gerade zu Ostern passt das Motiv natürlich doppelt gut, hier im Desasterkreis echt recht :mrgreen: )

Ein Ei wirkt erst mal simpel

Harte Schale, runde Sache, alles ordentlich. Blöd ist nur, dass eine sauber wirkende Hülle rein gar nichts darüber sagt, wie es innen aussieht.

Genau deshalb taugt das Bild so gut als Symbol. Außen geschniegelt, beim kleinsten Riss wird aus dem Inneren aber ganz schnell nur noch Matsch.

Und genau so läuft es

Irgendjemand hat irgendeinen Vorteil davon, dass eine Situation perfekt wirkt, obwohl sie im Inneren stinkt. Gezeigt wird gern die glatte Seite, die ordentliche, die beruhigende, die, die man glauben soll, um jeden Preis. Eben die Perspektive, bei der alles (halbwegs) sauber wirkt und niemand nervös werden muss.

Das betrifft Bilder, Menschen, Firmen, Politik, Medien, eigentlich alles, was nach außen irgendwas darstellen will. Immer dann, wenn massiv manipuliert werden soll.

Nur ist eine ordentliche Oberfläche eben noch keine Wahrheit!

Wer nur auf das Intakte schaut, erkennt den Schaden oft erst dann, wenn der Mist schon unaufhaltsam aus dem Inneren quillt und der Schaden real ist, also einfach nicht mehr zu verhindern. Kleine Risse wirken harmlos, solange man sie nicht sehen will. Ein anderer Blickwinkel reicht manchmal völlig, und aus der schönen Behauptung von Stabilität wird plötzlich eine ziemlich matschige Angelegenheit. Ja, hätte man mal vorher die Augen aufgemacht.

Zeichen gab es wahrscheinlich genug, aber warum sollte man denn hinter die Fassade schauen, gell?

Das ist ja das Problem mit heiler Welt

Sie sieht oft nur deshalb heil aus, weil man konsequent auf die richtige Seite schauen soll. Nicht zu genau. Nicht zu lange. Bitte einfach die Schale bewundern und den Rest in Ruhe lassen. Kann man machen. Ist halt nur eher Selbstverarschung als Erkenntnis.

Gerade deshalb lohnt sich der zweite Blick

Nicht alles, was geschniegelt daherkommt, ist stabil. Nicht alles, was sauber erklärt wird, ist sauber. Und wer einem ständig erzählen will, alles sei rund, ruhig und völlig in Ordnung, hat nicht selten genau dort die größte Baustelle, wo keiner hinschauen soll.

Das gilt im Kleinen wie im Großen

Im Privaten.
Im Beruf.
In den Medien.
Überall da, wo eine Perspektive reicht, um aus einem Problem eine Präsentation zu machen.

Nur reicht das eben nicht

Bis man eben genauer hinsieht, und genau das sollte man öfter tun. Nicht nur einmal, immer wieder. Richtig übel wird es, wenn man es nicht bemerkt oder, noch schlimmer, es sich schönredet.

Warum?

Weil es dann funktioniert. Und was funktioniert, wird wiederholt, immer wieder.

Darum ist dieses Motiv so schön ehrlich, so schön unwiderruflich bei den Folgen, so schön osterhaft :mrgreen:

Was mich am meisten an all dem ärgert, ist die Tatsache, dass einem Scheiße vorgekauelt wird und man offensichtlich denkt, man schluckt das einfach. Nun, nur weil man zu etwas nichts sagt, heißt das noch lange nicht, dann man es nicht merkt.

KI Spielereien

Und weil ich am Sonntag nichts Besseres zu tun hatte, als mich mit dem Thema „Vorgaukeln und hinterfragen“ zu beschäftigen, kam da die eine oder andere Kuriosität mit diversen künstlichen Intelligenzen zum Vorschein.

Wer mag, kann sich das ja mal ansehen … ;-)

 

 

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Verzerrte Wahrnehmung durch einen Virus?

Repariere nichts, was nicht kaputt ist!Soll sein oder ist so?

Kann es eigentlich sein, dass die Darstellung der Realität in Zeiten von Corona, erheblich verbogen wird? Ich meine, noch mehr als sonst? Vielleicht ist ja eine verkannte Nebenwirkung von Covid-19, dass Luxusprobleme, nun auch unbedingt existenzbedrohend werden.

Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass gerade (mal wieder…) durch die Medien eine Belastungssituation geschaffen werden will, die so nicht existiert?! Ich meine, nicht das wir keine Probleme durch die aktuelle Lage haben, dass garantiert nicht. Ich sehe aber im Alltag andere Sorgen als die, von denen mir im Radio und auch auf diversen größeren Websites berichtet wird.

In Zeile eins leuchtet die Warnung vor Panik und Überreaktionen, fünf Absätze weiter, wird aber zeitgleich auch jedes noch so unwahrscheinliche Szenario heraufbeschworen. Egal ob diffuse Gefahren durch Verzögerungen beim Trimmen des Pudels vom Nachbarn oder verstärkte Abnutzung der privaten Kochtöpfe bei erhöhter, quarantänebedingter, Kochfrequenz in der eigenen Küche, jetzt muss alles ans Licht.

Nebenbei gibt es auch so einige Erkenntnisse, die einem ohne Erklärung völlig überraschend erscheinen. Ich finde es zum Beispiel erstaunlich, dass die Einnahmen beim Personennahverkehr so stark zurückgehen, immerhin fährt ja kaum jemand mit. Wirklich eine super Erkenntnis!

Merkwürdiges Verhalten…

Ich mein‘ ja nur ;-)