Wenn der Staat plötzlich rechnen kann

Eimer mit Euro-Scheinen und Münzen, daneben ein Stethoskop und ein gelbes Emoji, das sich an die Stirn tippt.Für alles ist Geld da

Nur bei denen, die einzahlen, da wird gespart.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell dieser Politikbetrieb plötzlich rechnen kann, wenn es um die eigenen Leute geht.

Jahrelang wird Geld in alle Richtungen geworfen.

Für Haltung, Prestige, Förderung, Weltrettung und den üblichen Berliner Selbstbeweihräucherungsladen.

Sobald es aber um Familien hier geht, wird aus dem großen Gönnerstaat schlagartig der knauserige Erbsenzähler. Jetzt soll also ernsthaft an die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern ran. Rund 225 Euro im Monat stehen im Raum. Betroffen wären laut GKV rund 2,46 Millionen Ehe- und Lebenspartner.

Macht unterm Strich bis zu 6,642 Milliarden Euro im Jahr.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen

Dieselbe Republik, die Peru 2024 neue Mittel von 352,5 Millionen Euro zugesagt hat, steckt davon 20 Millionen Euro in Radwege in Lima und weitere 24 Millionen in Radwege in anderen Städten dort. Für den Ehepartner hierzulande wird dann plötzlich die Stirn in Sorgenfalten gelegt, als wäre das Land wegen ein paar Milliarden kurz vor dem Offenbarungseid. Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber diese Art Regierung war nie meine. Vor 21 Jahren nicht, heute nicht, und einen plötzlichen Erkenntnisblitz erwarte ich da auch nicht mehr.

Noch hübscher wird es, wenn man weiterblättert. Für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz wurden 2024 in Deutschland 6,7 Milliarden Euro ausgegeben. Zufall oder Ironie des Schicksals, das liegt ziemlich genau in der Größenordnung dessen, was man sich bei den mitversicherten Ehepartnern holen würde. Es ist also nicht so, dass kein Geld da wäre. Es ist nur zuverlässig da, solange es nicht um die Leute geht, die hier morgens aufstehen, arbeiten, tanken, einkaufen und den ganzen Laden bezahlen dürfen.

Baue Dir schicke Zahlen

Beim politischen Betrieb selbst ist das Rechnen übrigens auch eher eine saisonale Disziplin. 630 Abgeordnete sitzen im 21. Bundestag. Die monatliche Entschädigung liegt bei 11.833,47 Euro, die steuerfreie Aufwandspauschale bei 5.467,27 Euro. Zusammen sind das hochgerechnet rund 130,8 Millionen Euro im Jahr, nur für diese beiden Posten. Da wird nicht gespart. Da wird verwaltet, angepasst und freundlich weitergereicht. Beim Ehepartner des Beitragszahlers entdeckt man dagegen auf einmal den harten Kurs. Klar. Wo denn auch sonst.

Dasselbe Theater kennen wir vom Sprit

Da wird einem seit Jahren erzählt, man müsse die Preise eben ertragen, für das Klima, für die Zukunft, für das gute Gefühl im Berliner Altbauviertel. Faktisch liegen auf Benzin schon jetzt 65,45 Cent Energiesteuer pro Liter. Insgesamt lag der Steuer- und Abgabenanteil bei Benzin 2025 im Schnitt bei rund 64 Prozent. Dazu kommt, dass der CO2-Preis 2026 weiter steigt. Man melkt also jeden, der auf Auto und Alltag angewiesen ist, und verkauft das dann als höheren Sinn.

Das Schönste an dieser Nummer ist aber wie immer die Selbstüberschätzung. Deutschlands Anteil an den globalen energiebedingten CO2-Emissionen lag 2023 laut IEA bei 1,58 Prozent. China lag bei 32,1 Prozent, die USA bei 12,72 Prozent, Indien bei 7,97 Prozent. Trotzdem wird hier so getan, als hinge das Weltklima am deutschen Handwerker, der morgens zur Arbeit fährt und abends noch den Einkauf heimschleppt. Genau diese Mischung aus Abkassieren, Belehren und Selbstgerechtigkeit geht mir inzwischen gründlich auf den Keks.

Wer sparen will, soll bei Symbolpolitik, Auslandsförderung ohne Bezug zum hiesigen Alltag, Fehlanreizen und diesem satten Politapparat anfangen.

Familien als Sparschwein zu entdecken, ist keine Reform. Das ist einfach nur frech. Und dumm! :roll:

 

     

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Wenn Licht plötzlich böse ist


KI-generiertes  Bild  einer  grell  beleuchteten  Nachtstadt  mit  schmerzverzerrtem  Smiley  und  Sonnenbrille  beim  Blick  auf  den  Lichterwahnsinn.

Warum ich diesen modernen Welterrettungszirkus meide

Du scrollst durch die sozialen Plattformen, liest, stockst und der Kopf fängt an bis in den 6. Gang durchzuschalten.

Jetzt also Lichtverschmutzung

Es ist immer wieder faszinierend, mit welchem Eifer aus ganz normalen Dingen plötzlich ein Problem mit erhobenem Zeigefinger gemacht wird.

Diesmal also Licht. Nicht Lärm, nicht Dreck, nicht kaputte Straßen, nicht der übliche Wahnsinn, der einem jeden Tag ganz real vor die Füße fällt. Nein, Licht.

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Licht aus, damit es dunkler wird, soll also nun ein Beitrag zur besseren Welt sein. Das ist schon deshalb bemerkenswert, weil man nachts in manchen Städten eher den Eindruck bekommt, dass zusätzliche Helligkeit inzwischen zur Grundausstattung des Überlebens gehört.

Und natürlich schwingt auch hier wieder das übliche Stromsparlied mit. Strom gilt gern als problematisch, solange man ihn irgendwo im Alltag verbraucht. Beim Staubsauger, bei der Lampe, bei der Kaffeemaschine. Sobald aber das E Auto ins Spiel kommt, ist derselbe Strom plötzlich die reinste Erlösung. Dann kommt er wohl aus einem ganz besonderen Kabel, garantiert sauber, völlig atomfrei importiert und mit gut gelaunten Elektronen auf dem Weg zur Steckdose.

Wording

Genau solche Geschichten sind es, wegen denen ich diese moderne Weltverbesserung samt der passenden Berichterstattung bestimmter ganz bestimmt neutraler Medien meide wie die Pest.

Nicht, weil ich jedes Thema automatisch blöd finde, sondern weil das Muster dahinter immer gleich aussieht. Man nimmt etwas, das erst mal banal wirkt, verpasst ihm ein schön negatives Wording und schon steht der nächste kleine Moralaltar in der Gegend herum. Niederknien, nicht hinterfragen, gehorchen …

Feinstaub, CO2, Klima hier, Verhalten da, nun also Lichtverschmutzung. Immer dieselbe Methode. Aus etwas Alltäglichem wird sprachlich etwas, das sofort nach Schuld, Gefahr und falschem Leben klingt. Das muss man erst mal hinkriegen. Aber okay, ja, die Erfinder werden dafür bezahlt. Bezahlt mit und aus Geldern, die alle bezahlen, die da vielleicht gar nicht löhnen würden, wenn sie für solche Dinge nicht eben schon ihre Euros gegeben hätten. Spannendes Konzept. :mrgreen:

Die Kekse verfolgen Dich

Der Artikel, über den ich gestolpert bin (mir scheinbar für die positiv-woke-Quote bei Facebook eingespült wurde), ist für mich deshalb auch eher symbolisch gewählt.

Nicht, weil ausgerechnet dieser eine Text nun alles Böse der Welt in sich trägt. Sondern weil er wunderbar für diese Sorte Stoff steht, die man einmal anklickt und danach verfolgt einen der Mist wie Imprägnierspray im Schuhgeschäft.

Du öffnest so etwas einmal, vielleicht aus Neugier, vielleicht aus Fassungslosigkeit, und schon glauben Cookies und Algorithmen, dass Du ab sofort nur noch genau dieses Zeug lesen willst.

Dann kommt die volle Ladung. Noch mehr Weltrettung. Noch mehr Betroffenheit. Noch mehr Haltungsgymnastik im neutralen Nachrichtenkostüm. Das führt bei mir zuverlässig zu erhöhtem Bedarf an Aspirin oder Alkohol, weil es anders irgendwann kaum noch auszuhalten ist.

Natürlich kann man es mit Beleuchtung auch übertreiben. Nicht jede Einfahrt muss nachts aussehen wie ein Flughafen. Nicht jede Hauswand braucht Flutlicht, als wolle man dem Mond noch Konkurrenz machen. Das ist aber gar nicht der Punkt.

Der Punkt ist diese ständige Umerziehung über Begriffe

Aus zu viel Licht wird nicht einfach übertriebene Beleuchtung. Nein, es muss gleich Verschmutzung sein. Ein Wort, das sofort schiebt. Ein Wort, das gleich klar macht, wo der Gute steht und wo der Böse. Ein Wort, das nicht nüchtern beschreiben, sondern moralisch wirken soll.

Links, rechts, vegan, Fleisch, Elektro, Verbrenner – baue Bubbles und verdiene an ihnen. Punkt.

Und genau da bin ich raus

Weil ich dieses ganze Spiel aus Schlagwort, Schuldgefühl und Dauerbelehrung schlicht nicht mehr ertrage.

Weil ich keine Lust habe, mir jeden normalen Alltagsrest ebenfalls noch als Problem verkaufen zu lassen, und weil man bei all dem längst nicht mehr das Gefühl hat, dass hier einfach vernünftig über Dinge gesprochen wird.

Es geht immer gleich ums richtige Denken, richtige Fühlen und richtige Mitlaufen. Oh, ja, und um „konsumiere, aber frage nicht!“

Wirklich schräg wird es ohnehin dort, wo es seit Jahren gar nicht hell genug sein kann. In manchen Städten laufen nachts so viele Lichtgestalten herum, dass man eher froh über jede Laterne sein sollte, die noch funktioniert. Aber klar, das eigentliche Problem ist dann die Helligkeit.

Nicht der Irrsinn auf der Straße.

Nicht die Zustände, die jeder sehen kann.

Die Lampe!

So ungefähr muss moderne Debatte Erziehung heute wohl laufen.

Wie immer, nur mein Senf ;-)

 


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Heute Nacht ist wieder Stundenklau

Sommerzeit, heute Nacht!Sommerzeit, der jährliche Unsinn

Heute Nacht ist es mal wieder so weit.

Aus 2 Uhr wird 3 Uhr, und morgen wundern sich dann wieder genug Leute, warum sie etwas matschig unterwegs sind.

Jedes Jahr dieselbe Nummer, jedes Jahr derselbe Quatsch.

Abends länger hell klingt erstmal nett. Blöd nur, dass morgens erstmal wieder eine Stunde fehlt. ;-)


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Ein Wettermeckerbeitrag

Blick auf Duisburg unter blauem Himmel mit WolkenNatürlich regnet es genau heute

Ich bin ja gerade in Duisburg, gell?

Und, oh Wunder, auch Duisburg unterliegt ganz offenbar den Witterungsbedingungen.

Gestern war das noch alles halbwegs im Rahmen

Nicht schön, aber machbar. Also zieht man das durch, was vorher so angedacht war. Die Wege trennen sich, die werte Gattin folgt ihren Obsessionen und tingelt zu einer Messe nach Dortmund, ich besuche einen meiner wohl langjährigsten Freunde. Praktischerweise alles Programmpunkte, die drinnen stattfanden.

Kleiner Turm im Regen vor dem HotelHeute ist das natürlich anders

Heute ist nämlich genau der Tag, an dem wir in den Zoo wollen, und genau heute regnet es hier so, dass der kleine Turm vor dem Hotel irgendwann sicher volllaufen wird. Viel besser sieht man das auf dem Foto leider nicht, was zum einen daran liegt, dass ich dieses fucking Fenster nicht ganz öffnen kann, und zum anderen daran, dass der scheiß Regen ein scharfes Bild erfolgreich verhindert.

(Hilfreich ist auch eher nicht, dass das Fenster selbst mal eine gründliche Begegnung mit Lappen und Wasser vertragen könnte. :roll: )

Und das, wo doch bestimmt längst irgendwo feststeht, dass es der trockenste und wärmste März seit Beginn der Aufzeichnungen ist!

Ich prangere das an

Vom Duisburger Wetter hätte ich, wenn ich schon mal hier bin, ehrlich gesagt auch etwas mehr erwartet.

Ein bisschen grau, ein bisschen ruppig, meinetwegen auch ordentlich trüb, das hätte hier ja sogar ganz gut ins Bild gepasst. Stattdessen gibt es pünktlich zum geplanten Zoobesuch eine Vorführung in Sachen nasser Planvernichtung, das Timing ist mal wieder so dämlich, dass es fast schon Methode haben könnte.

Oder: Wetter eben :mrgreen:


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Wenn Sprüche am Schreiben scheitern

KI-generiertes Spruchbild über große Weisheiten und stolpernde Rechtschreibung. ;-)Große Ansage, wenig Kontrolle

Du scrollst durch Insta, Facebook und den ganzen Rest. Irgendwann tauchen sie auf, garantiert nicht nur einmal:

Diese Sprüche in Bildern, die mit ein paar Worten gleich das Leben erklären wollen.

Mal geht es um Stärke. Mal um Enttäuschung. Mal um Menschen, Ehrlichkeit, Liebe oder um die ganz große Wahrheit für zwischendurch. Manche davon sind sogar gut. Manche treffen einen Punkt. Manche bringen mit wenig Text mehr rüber als andere mit einer halben Predigt.

Daran liegt es also (manchmal) nicht

Dabei ist es am Ende auch nur das, was einer in genau diesem Moment daraus gemacht hat. Ein bisschen Erfahrung, etwas Laune, vielleicht Frust, vielleicht Trotz, vielleicht einfach das Bedürfnis, mal eben besonders tief zu wirken. Kann man machen. Nur ist das eben keine absolute Wahrheit, auch wenn viele dieser Bilder genau SO tun.

Daran liegt es aber nicht, dass ich den Beitrag hier jetzt schreibe. Jeder muss selber wissen, was den eigenen Kopf anspricht.

Peinlich wird es vor allem dann, wenn die wenigen Worte schon falsch geschrieben sind oder zum Teil ganz fehlen!

Dann lese ich nicht mehr den angeblich klugen Gedanken. Dann sehe ich nur noch, dass da einer sehr viel Bedeutung ausstrahlen will, aber nicht bereit war, vorher kurz zu prüfen, ob sein Satz überhaupt geradeaus laufen kann. Das macht den Inhalt nicht automatisch falsch. Es macht ihn nur deutlich schwerer, ernst genommen zu werden.

Klar, Fehler passieren

Mir auch. Viele sogar.

Der Unterschied liegt für mich eher woanders. Ich versuche wenigstens, das zu vermeiden. Ich lese drüber. Ich prüfe den Kram. Nicht immer mit perfektem Ergebnis, aber wenigstens mit dem erkennbaren Willen, nicht jeden Murks einfach rauszublasen und dann auf Applaus zu hoffen.

Genau das fehlt bei vielen dieser Bildsprüche komplett

Da wird irgendwas ins Netz gestellt, weil es gerade bedeutungsvoll klingt, und fertig. Ob da Wörter fehlen, ein Fall verrutscht ist, die Grammatik humpelt oder die Rechtschreibung schon beim Einstieg die Treppe runterfällt, scheint vielen völlig egal zu sein. Hauptsache, es wirkt erstmal tief. Hauptsache, jemand teilt es. Hauptsache, die große Pose steht.

Das ist mir zu billig

Blöd ist nur, dass man das lesen muss, um es zu merken.

Und genau da nervt es dann richtig. Wer einen halbwegs sortierten Kopf hat, stolpert über so etwas sofort. Da ist der Inhalt oft schon tot, bevor er überhaupt die Chance hatte, einer zu werden. Nicht weil der Gedanke zwingend schlecht wäre, sondern weil der Weg dorthin mit so viel sprachlichem Gerümpel zugestellt ist, dass einem die Lust vergeht.

(Mit KI wird das übrigens kein bisschen harmloser. Eher im Gegenteil… :roll: )

Manche Menschen sollten vielleicht auch einfach nur mehr lesen, das hilft auch beim Schreiben (und denken…) ;-)

 


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Früh hell fährt es sich einfach besser

Früher Morgenhimmel mit hellem Streifen über dunkler Straße.Morgens besser, bald wieder dämlich

Es ist schon angenehm, wenn es morgens wieder früher hell wird.

Beim Autofahren merkt man das sofort. Man sieht mehr, fährt entspannter und kommt irgendwie auch besser in den Tag. Kreuzungen, Einfahrten, alles wirkt gleich ein gutes Stück angenehmer, wenn man nicht schon früh durch halbe Nacht gurken muss.

Noch haben wir ja normale Zeit. Also die vernünftige Variante.

Lange hält das nur leider nicht mehr. In Deutschland wird 2026 in der Nacht vom 28. auf den 29. März wieder auf Sommerzeit umgestellt. Die Uhr springt von 2 auf 3 Uhr, morgens ist es also wieder eine Stunde länger dunkel.

Mach einfach den Schritt zurück

Dann ist es früh zwischen 5 und 6 wieder duster wie im Bärenarsch, damit ein paar Peoples abends länger Licht haben.

Für Biergarten, für drei Grillabende im Jahr und für dieses ewige Gerede vom langen Sommerabend.
Als würden die Massen draußen romantisch den Sonnenuntergang feiern, obwohl ein guter Teil davon ohnehin lieber mit Netflix und Bingesessions auf dem Sofa versackt.

Morgens, wenn Menschen wirklich unterwegs sind, wird es also wieder unpraktischer gemacht. Abends kann man sich dann einreden, das sei alles ganz toll und modern. Politik eben. Noch nicht davon zu reden, dass Frühaufsteher quasi fast bei Sonnenschein ins Bett gehen müssen.

Immerhin, im Hochsommer klappt es dann für ein paar Wochen, dass es morgens natürliches Licht gibt.

Es sei denn, es regnet, im nächsten „heißesten und trockensten Sommer aller Zeiten“ … ,-)

 


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Sprit frisst Geld, Parken nimmt den Rest

Parkautomat im Messeparkhaus mit Tagesticket für 20 EuroPremiumbenzinpreise und Stehen de luxe

Manchmal reicht ein einziges Foto, und der ganze Irrsinn ist komplett erzählt.

Da fährt man zu einer Messe, stellt den Wagen im Parkhaus ab und denkt sich erstmal nichts weiter. Anfahrt, Sprit, voller Tag, viel los. Reicht ja eigentlich schon. Doch dann kommt der Automat und zeigt, dass noch Luft nach oben ist.

Erst an die Zapfsäule, dann an den Automaten

Das ist ja das eigentlich Schöne an der Sache.

Erst fahrt ihr los und werdet an der Tankstelle schon sauber erleichtert. Egal ob Benzin oder Diesel, billig ist da längst nichts mehr. Danach kommt das Parkhaus auf der Messe und schaut offenbar, ob vom Rest auch noch was zu holen ist.

Richtig unerquicklich wird es für die, die mehrere Messetage mitnehmen. Da ist das nicht mehr einfach nur ein teurer Stellplatz, da wird aus ein paar Tagen Aufenthalt schnell ein kleiner Nebenkriegsschauplatz fürs Portemonnaie.

Fair wäre irgendwie anders

Genau das nervt ja daran.

Auf einer Messe ist man nicht automatisch den kompletten Tag. Manchmal reichen ein paar Stunden völlig aus. Trotzdem wird behandelt, als hätte man den Stellplatz von morgens bis abends in Beschlag genommen. Das ist schon eine besondere Art von Großzügigkeit, nur eben in die falsche Richtung.

Teuer ist nicht einfach nur teuer

Es wird ständig so getan, als wären diese Spritpreise einfach Schicksal, Weltmarkt, Pech gehabt. Das ist natürlich bequem, aber eben nicht die ganze Wahrheit. Ein gewaltiger Teil des Preises besteht aus Steuern, Abgaben und Aufschlägen. Der Staat hält also nicht nur die Hand auf, er hat sie längst fest eingebaut.

Dazu kommt der übliche Verkaufston, warum das alles angeblich nötig sein soll. Klima, Lenkung, Verantwortung, Zukunft, irgend so was. Klingt auf dem Papier immer herrlich edel. An der Kasse bleibt davon nur teuer übrig.

Diesel, das frühere Wundermittel

Besonders schräg ist der Blick auf Diesel.

Es ist noch gar nicht so furchtbar lange her, da wurde Diesel vielen als die clevere Lösung verkauft. Sparsamer, günstiger, sinnvoll für Vielfahrer, praktisch das kleine Heil aller Verbrennerfreunde. Dann wurde politisch draufgehauen, gesellschaftlich die Nase gerümpft und beim Preis ist von dem alten Vorteil inzwischen auch nicht mehr viel übrig.

Heute zahlt man vielerorts auch da Summen, bei denen man sich fragt, wann genau aus dem angeblich vernünftigen Antrieb ein weiteres Luxusproblem geworden ist.

Wenn schon arm, dann bitte komplett

So sieht es doch aus.

Erst frisst das Tanken Geld, dann nimmt das Parken den Rest. Und weil der Spaß bei Kraftstoffen nicht endet, trifft die ganze Nummer über Heizöl auch noch das Zuhause. Man kann also unterwegs zahlen und daheim gleich weitermachen. Effizienz können sie.

Mobilität ist hier längst kein normales Thema mehr. Aber nett gemacht! Du sollst flexibel sein, gearbeitet wird auch zu wenig, krank werden ist eine Frechheit für die Gesellschaft und überhaupt kostet das Volk zu viel Geld. Also, malocht gefälligst, damit ihr konsumiert, damit der Steuerrubel rollt.

Es ist ein Dauerspiel aus Preisen, Aufschlägen, Steuern und Ausreden. Erst wird das Fahren teuer gemacht, dann das Stehen gleich mit. Und irgendwo erklärt euch bestimmt wieder einer, warum das alles vernünftig sein soll.

Natürlich wieder nur mein Senf, is‘ klar, oder? ;-)

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Wo Du parkst, ist wie Du putzt

Autowäsche von Hand im Clean Park nach nächtlicher Attacke.Wenn ein Vogel gut zielt, kommt Bewegung auf

Die Lage:

Man parkt unter einem Baum.
Auf dem Baum leben wohl Vögel.
Diese Vögel fressen.
Diese Vögel haben Verdauung.
Diese Vögel entleeren sich.
Unten steht Dein Auto.

Am nächsten Morgen sieht der Wagen plötzlich beschissen aus, großflächig und unerquicklich :shock:

Für einen kurzen Moment denkt man über gegrillte Vögel nach, verwirft das aber wieder und kümmert sich lieber um das eigentliche Problem.

Das Zeug muss weg :roll:

Nun könnte man sagen, fahr halt durch die Waschanlage, fertig.
Wäre schön. Nur kommt die bei so einem Zustand an etliche Stellen eben nicht ordentlich ran. Genau deshalb landet man dann nicht im bequemen Durchziehprogramm, sondern im Clean Park, mit Hochdruck, Schaum und eigener Muskelkraft.

Also selber sprühen, selber einschäumen, selber nacharbeiten.

Und genau da zeigt sich dann, dass ungünstiges Parken ziemlich direkt in ehrlicher Handarbeit endet. Nicht geplant, nicht gewollt, aber nun mal fällig. :mrgreen:

Auto sauber, Fahrer grinst.Am Ende ist die Karre wieder sauber und der Fahrer grinst

Nicht, weil Waschen plötzlich Spaß gemacht hätte, ne, das nicht.
Eher, weil das Auto wieder aussieht wie ein Auto und nicht wie ein Bahnhofsvordach ;-)

Zeitlich passt das übrigens genau in die Lücke zwischen niedrigem und hohem Benzinpreis …

 


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Männergrippe, Spritpreise und Timing

Beim Tanken noch unter zwei Euro, knapp gewonnen.Tankpreis schlagen statt leiden

Eigentlich war der (mein) Plan heute ein anderer.

Erkältet, angeschlagen und innerlich schon halb im Sofamodus, also genau die passende Bühne für eine gepflegte Männergrippe.

Dann kam aber dieser eine Gedanke, der einem selbst im leicht verrotzten Zustand noch dazwischenfunkt:

Geh mal raus, hol Luft und schau, ob sich der Sprit am Samstagnachmittag vielleicht wenigstens ein kleines bisschen weniger frech benimmt.

Was beim Tanken in Deutschland inzwischen abgeht, hat mit normaler Preisbildung doch längst nichts mehr zu tun. Das ist ein albernes Schauspiel aus Abzocke, politisch gewollter Verteuerung und der ständigen Erzählung, der Bürger müsse das alles natürlich tapfer schlucken, weil irgendein Weltretter auf einem Podium wieder etwas von Klima, Verantwortung und Verzicht gefaselt hat.

Am Ende läuft es doch immer gleich. Mehr CO2-Steuer, mehr Abgaben, mehr Druck auf die, die arbeiten, fahren und heizen müssen. Verkauft wird das dann als moralischer Fortschritt. Zahlen darf der normale Mensch. Und ein erschreckend großer Teil der Wählerschaft nickt dazu, weil es im Fernsehen gesagt wurde und deshalb ja irgendwie stimmen muss. Dass man in anderen Ländern für denselben Saft teils deutlich weniger bezahlt, soll man dabei am besten gar nicht erst zu laut erwähnen.

Mir ging es an dem Nachmittag aber nicht darum, das große politische Elend zu lösen. Mir ging es um Timing.

Also ab zur Tanke

15:47 Uhr, Blick aufs Schild: Super E5 für 1,99,9 Euro.

Zwei Minuten später an der Säule, 15:49 Uhr: plötzlich 1,98,9 Euro.

Da muss man nicht lange philosophieren, also die Schüssel vollgemacht.

Wenig später schon teurer, Timing schlägt Zapfsäule.So weit, so gut

Wenn man schon mal da ist, kann man dem Auto auch noch schnell den Hochdruckreiniger gönnen. Der Saharastaub hatte sich schließlich nicht nur dekorativ abgelegt, sondern eher in Richtung komplette Umlackierung in Beige gearbeitet. Also einmal kurz sauber gemacht, wieder an der Tanke vorbei und dann kam der Moment, in dem mein innerer Preis-Spürhund zufrieden mit dem Schwanz wedelt:

16:20 Uhr: Super E5 bei 2,01,9 Euro.

Ja, Freunde, das ist dann genau der Punkt, an dem ich mir still denke: Ich hab’s halt im Gefühl.

In den letzten zwölf Jahren habe ich Heizöl genau zweimal nicht zum absoluten Tiefpreis gekauft. Zweimal. Das ist für deutsche Verhältnisse praktisch schon Hellseherei mit Brennstoffbezug. Und nein, ich bilde mir da natürlich überhaupt nichts drauf ein :mrgreen:

Aber SIE arbeiten ja an der Lösung

Als wäre der ganze Irrsinn nicht schon albern genug, kommt jetzt die nächste woke Genialidee um die Ecke.

Sprit soll künftig nur noch einmal pro Tag teurer werden dürfen. Billiger darf es zwischendurch weiter werden, teurer eben nur einmal.

Das wird dann ernsthaft als Lösung verkauft, obwohl schon ein Grundschüler merken müsste, wie bescheuert das ist. Dann macht man den Saft morgens halt einmal kräftig teuer und spielt den Rest des Tages Transparenz. Herzlichen Glückwunsch :roll:

 


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Warum? Weil es das kann!

Warum? Weil es das kann!Darum gibt es den Desasterkreis

Pommes (und Artverwandtes) sind fettig, heiß und nicht selten überschüttet man die mit Ketchup oder Majonaise, so weit, so gut.

Um die Konsequenzen für die Finger möglichst gering zu halten, hat irgendjemand die Pommesgabel erfunden.

Die kann man nutzen, um eben vor allem die Finger sauber zu halten.

Die Hürden

Was wieder niemand planen kann?

Dass diese dämliche Majo-Tüte falsch aufreißt, man nachfassen muss, dabei eben auf diesen Minibeutel drückt und der Schei…lamassel spritzt raus :shock:

Wohin?

Genau!

Auf den Griff der Gabel!

An die Stelle, and der man das Ding in der Regel anfasst.

Ja, vor solchen Gefahren warnt einen niemand …  :roll:

(Und, kein Scheiß jetzt, der letzte Fissel Majo, da noch zu retten war, ist mir samt Pommesstück erst auf den Pullover und dann auf die Hose geklatscht, soviel dazu :mrgreen: )

 


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