Wenn Sparen durstig macht

Zäher Kolonnenverkehr auf nasser Landstraße, ein unruhiger Vordermann zerlegt den Fahrfluss, Bild KI-generiert.Schleichen spart nicht automatisch Sprit

Langsam fahren spart Treibstoff!„, das hört man gerade im Moment recht oft.

Klingt auch erst mal logisch, solange man daraus nicht macht:

Ich bewege mein Auto jetzt wie eine Kuh auf Glatteis„, und jeder Meter Asphalt ist eine neue Prüfung für Pedal, Puls und Geduld.

Mein Auto ist bei solchen Dingen recht auskunftsfreudig. Verbrauch, Durchschnitt, Strecke, alles da. Ich fahre den Wagen jetzt seit über zwei Jahren, nicht gerade wenig, und inzwischen weiß ich ziemlich gut, was auf meiner Strecke normal ist und was nicht.

Morgens gegen 5:15 Uhr bin ich oft ziemlich allein unterwegs. Genau dann lässt sich das schön beobachten, weil nicht jeder zweite Kreisverkehr zum Feldversuch für betreutes Autofahren wird.

Wenn ich meinen Rhythmus fahren kann, eher zügig, aber ohne zu rasen, lande ich ziemlich stabil bei 5,1 Litern Super auf 100 Kilometer. Das funktioniert auch dann, wenn jemand vor mir fährt, der den Wagen einfach sauber rollen lässt. Abstand passt, keine hektischen Bremsaktionen, Tempozonen werden normal mitgenommen, das Auto darf einfach fahren.

So kann Verkehr sogar fast entspannend wirken.

Fast …

Dann gibt es aber diese andere Sorte. Die Liga „Ich fahre ökonomisch“, bei der man von hinten zusehen kann, wie jemand offenbar aktiv jeden einzelnen Meter kontrolliert. Nicht fahren, eher verwalten, nicht gleiten, eher beaufsichtigen. Als säße da vorne jemand im Cockpit eines Space Shuttle, mitten im Meteoritensturm, und jede Kurve könnte gleich die letzte sein, spätestens bei Gegenverkehr aber garantiert.

Da wird nicht einfach früh genug vom Gas gegangen. Da wird korrigiert, gezögert, gebremst, wieder leicht beschleunigt, wieder gebremst, wieder geprüft, ob die Straße wirklich noch Straße ist, natürlich alles im Namen der Sparsamkeit, wenn man so einen Menschen denn mal fragen kann, was wohl der Auslöser für diese Art von Fortbewegung sein KÖNNTE.

Das Ergebnis sieht man dann nicht nur an den Nerven, sondern auch im Display. Aus den gewohnten 5,1 Litern werden schnell 5,4 oder 5,5. Wenn das öfter passiert, pendelt sich der Schnitt eben nicht mehr bei 5,1 ein, sondern eher bei 5,3 oder 5,4.

Glückwunsch, Mission erfüllt

Mehr Verbrauch, weniger Fluss, mehr Puls.

Ich hatte das Thema ja in der Rubrik „Der liebe Straßenverkehr“ schon mal in ähnlicher Form, und offenbar bleibt es ein Dauerbrenner. Manche glauben wirklich, langsam sei automatisch sparsam. Dabei ist flüssig oft viel entscheidender als demonstrativ bedächtig.

Es reicht meistens, wenn man vorausschauend fährt, den Verkehr liest und nicht bei jedem Blatt am Straßenrand reflexartig den rechten Fuß neu verhandelt.

Schleichen alleine spart gar nichts, schon gar nicht die (MEINE!) Nerven. :mrgreen:

 

 

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Büroapotheke mit Fluchtpotential

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Büroapotheke mit Material für falsche Schlüsse ;-)Hast du was gegen Kopfschmerzen?

Man hat ja in seinem Schrank in der Firma, im Büro oder im Spind irgendwo so eine Ecke, in der die Dinge für den Fall der Fälle liegen.

Ein paar Ibus oder Aspirin, Pflaster, Binden, Kleinkram eben. Sachen, die man irgendwann mal brauchte, eine Zeit lang griffbereit haben wollte und die jetzt nur noch für „falls mal was ist“ dort herumliegen.

Wenn man mit Kollegen im Büro auch noch irgendwann Liquids für E-Zigaretten gemixt hat, kann vielleicht sogar die eine oder andere Spritze dabei sein. Natürlich völlig harmlos, aber erklär das mal in genau dem Moment, in dem jemand nur eine Kopfschmerztablette wollte.

Denn wenn ein Kollege reinkommt und fragt: „Hast du was gegen Kopfschmerzen da?“, und du sagst „Ja klar, warte“, dann sollte es im Idealfall relativ schnell gehen.

Blöd wird es nur, wenn du erst diesen Kram aus dem Schrank ziehen musst, um überhaupt an die Pillen zu kommen.

Dann liegt plötzlich genug Material für falsche Schlüsse auf dem Tisch. Ich habe ja nie behauptet, dass ich es einsetzen wollte. ;-)

Vielleicht wirkt das Zeug also doch.

Nur eben anders als gedacht. :mrgreen:

 

 

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Jetzt macht das Grün ernst

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Eben noch gelb, jetzt grün mit Ansage ;-)Eben noch gelb, jetzt grün

Vor ein paar Wochen hatte ich hier schon fast denselben Blick im Blog.

Damals war es der Vergleich zwischen März und April. Erst Feld, dann plötzlich Raps. Zwei Fotos, fast derselbe Blick, und die Landschaft hatte einmal kräftig den Schalter umgelegt.

Jetzt ist wieder etwas Zeit vergangen, gleiche Ecke, nächster Auftritt ;-)

Der Raps ist weg, das Grün ist da

Das Gelb war schon deutlich genug. Dieses „Guck mal, ich bin Frühling!“ quer über das Feld, nicht gerade dezent, aber hübsch.

Inzwischen sieht die Sache schon wieder anders aus. Weniger Knalleffekt, mehr Wucht. Alles voller Grün, die Bäume dichter, das Gras höher, die ganze Ecke irgendwie breiter, voller, lebendiger.

Man geht da entlang, kennt den Blick, denkt im ersten Moment vielleicht gar nichts Besonderes, und dann fällt es eben doch auf.

Da hat schon wieder jemand umgebaut :mrgreen:

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Job, Wetter, Wasser & Ruhrpott

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Job am Wasser, nur leider ohne Badefreigabe ;-)Nur gucken, nicht planschen

Wenn man bei diesem Wetter an einem Ort im Einsatz ist, an dem man an jeder Ecke Wasser sieht, ist das erst mal ziemlich nett.

Wenn man aber nicht hinein darf, dann ist das hart. :mrgreen:

Mein persönliches Highlight heute allerdings:

Wir waren irgendwo in der Nähe von Frankfurt unterwegs, und es holt mich immer wieder ein, das Ruhrgebiet.

Schaut selber … ;-)

 

 

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Blödsinn gewinnt wohl doch

Einfach mal den Garten saugen 😁War ja klar

Aus völlig anderen Gründen steht der Staubsauger im Garten, mein Kopf macht daraus natürlich „Okay, einfach mal den Rasen saugen“.

Macht ja jeder, oder?

Naja, und wenn es schon sowas wie Instagram & Co gibt… gell?

Dann sieht man, dass nicht nur ich einen merkwürdigen Humor habe. :mrgreen:

Wer mag, kann ja schauen (und folgen ;-) )

Ja, ich weiß, manche Accounts lachen vielleicht über 1000 Aufrufe, aber ich freue mich einfach. Nicht mehr, nicht weniger.

 

 

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Frohe Pfingsten rundherum

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Frohe Pfingsten mit Pfingstochse, Kaffeepott und Feiertagslaune, nett verbogen mit KI ;-)Zwei Tage Feiertag, nur leiser

Heute ist Pfingsten, also wieder zwei Feiertage hintereinander.

Ein bisschen wie Ostern, aber nicht ganz, so’n bisschen. Halt ohne diesen großen Aufmarsch drumherum. Dezenter irgendwie, leiser. Vielleicht sogar mit etwas mehr Würde, weil eben nicht alles schon Wochen vorher aus Regalen, Prospekten und Sonderangeboten herausbrüllt.

Ich mag das. Pfingsten steht da im Kalender, macht seinen Job und muss nicht ständig erklären, warum man es gefälligst beachten soll. Für Menschen, die gläubig sind, steckt da ohnehin genug drin. Für andere bleibt es vielleicht einfach ein ruhiger Punkt im Jahr, an dem der Alltag mal kurz nicht ganz so fest auf dem Brustkorb sitzt. Beides kann nebeneinander stehen, ohne dass man daraus gleich ein Seminar machen muss.

Ich starte jetzt einfach erst mal mit meinem Kaffee in einer ruhigen Ecke, Stille und so.

Danach darf der Tag dann gerne anlaufen, aktuelle Idee: „Mach den Grill an“ (Das hat nix mit dem Pfingstochsen zu tun. Nur, falls wieder wer fragt!) :mrgreen:

In diesem Sinne wünsche ich euch frohe Pfingsten rundherum.
Macht etwas Gutes daraus, und wenn heute einfach nur Ruhe ist, dann ist das vermutlich gar nicht die schlechteste Variante ;-)

 

      

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Vor Ort kann man durchaus was lernen

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Altes Mauerwerk, viel Gras und vermutlich mehr Geschichte, als der Kalender eingeplant hatte ;-)Heimatkunde im Job?

Gestern war ich über meinen Job an einer Stelle, an die man sonst vermutlich nicht einfach so rankommt (zumindest nicht, ohne vorher Zaun, Schild, Zuständigkeit und die Laune anderer Leute kennenzulernen).

Dort stand dieses alte Bauwerk, massiv, grau, verwachsen und irgendwie zwischen Wasserversorgung, Aussichtspunkt und „hier war bestimmt mal irgendwas“.

Genau diese Sorte Ding, an der viele vorbeilaufen würden, kurz gucken, weitergehen und fertig. Ich natürlich nicht, denn wenn irgendwo altes Mauerwerk steht und dabei so tut, als hätte es nichts zu erzählen, werde ich misstrauisch, mein Retrofimmel eben :mrgreen:

Was da noch steht

Nach dem, was sich bisher finden lässt, gehört das Ganze ziemlich sicher in die Ecke der alten Wasserversorgung. Im Stadtarchiv Ober-Ramstadt gibt es jedenfalls einen Bestand zu Wasserwerk, Hochbehälter und Wasserleitungsarbeiten mit einer Laufzeit von 1907 bis 1951. Das passt schon sehr deutlich zu dem, was man da vor der Nase hat. Alte Infrastruktur hatte eben noch Charakter. Heute bekommt man dafür vermutlich einen grauen Kasten, drei Warnschilder, eine Servicenummer und irgendeinen QR-Code, der genau dann nicht (mehr) lädt, wenn man ihn braucht.

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Wenn die Raupe Vorfahrt bekommt

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Weidenbohrer-Raupe mit Begleitschutz bis ins Gras ;-)Raupe mit Begleitschutz

Mittagspause, Spaziergang, alles wie fast jeden Tag. Aber nicht ganz, weil da ein paar Meter vor mir auf der Nebenstraße, ich will jetzt nicht asphaltierter Feldweg sagen, deutliche Bewegung herrschte.

Zu groß für einen Wurm, zu klein für eine Schlange, aber zu schnell für eine Schnecke.

Okay, ja, Neugier geweckt ;-)

Also näher ran, natürlich mit der gebotenen Würde eines erwachsenen Mannes, der mitten am Tag auf eine Raupe starrt.

Da lag, beziehungsweise lief, raupte, was auch immer, dann dieses rote Langgerät über den Asphalt. Etwas größer als mein Mittelfinger, kräftig unterwegs und optisch irgendwo zwischen Naturwunder, Gummitier und sehr ambitionierter Sonderlackierung.

Nach allem, was ich so vergleichen konnte, dürfte das eine Weidenbohrer-Raupe gewesen sein. Klingt erst mal nach Akkuwerkzeug aus dem Baumarkt, ist aber die Raupe eines Nachtfalters. Wieder was gelernt. Man geht raus, will ein paar Schritte machen und kommt mit halber Insektenkunde zurück.

Auf der Straße war sie allerdings eher schlecht aufgehoben.

Für eine Raupe ist Asphalt ungefähr das, was für uns Menschen ein Spaziergang über die A5 wäre. Kann man machen, aber die Erfolgsaussichten hängen stark davon ab, wie der Rest der Verkehrsteilnehmer das sieht …

Also habe ich sie lieber bis ins Gras eskortiert.

Einfach als spontaner Mittagspausen-Sicherheitsdienst, weil ich nun mal nicht zusehen wollte, wie dieses hübsche rote Ding als Muster im nächsten Reifenprofil endet.

Manchmal reicht ein Spaziergang eben nicht nur für frische Luft.

Manchmal bekommt man unterwegs auch noch kurz die Verantwortung für ein sechs Zentimeter langes Lebewesen mit Sonderlackierung. :mrgreen:


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Die gnädige Entlastung

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Erst auspressen, dann warten, bis sie es fressen, nett verbogen mit der KI ;-)Erst auspressen, dann fürs Nachlassen feiern lassen

An der Tankstelle steht der Spritpreis wieder so nah an zwei Euro, dass man die Zwei schon mit bloßem Auge schwitzen sieht. Offiziell ist natürlich alles noch im Rahmen, denn 1,99 Euro sind ja keine zwei Euro, da fehlt schließlich ein ganzer Cent, und dieser eine Cent scheint in diesem Land inzwischen als psychologische Brandschutzmauer zwischen „Was soll der Mist?“ und „Na ja, immerhin nicht drüber“ zu gelten, genau so funktioniert dieses Spiel.

Erst wird die neue Schmerzgrenze gesetzt, dann wartet man, bis genug Leute müde geworden sind, danach gibt es gnädig ein bisschen Entlastung, nicht zurück auf normal, nicht zurück auf erträglich, sondern nur so weit zurück, dass der neue Wahnsinn als kleinere Zumutung durchgeht. Das ist keine Hilfe, das ist Dressur (auch) an der Zapfsäule.

Der Bürger als Gewöhnungstier

Natürlich liegt der Spritpreis nicht nur am Staat. Rohöl, Raffinerien, Konflikte, Märkte, Transport, all das gibt es. Geschenkt. Nur steht der Staat bei diesem Spiel nicht als trauriger Zuschauer daneben und hält betroffen ein Taschentuch hoch, er kassiert mit, und zwar ziemlich zuverlässig.

Energiesteuer, CO2-Abgabe, Mehrwertsteuer auf das ganze Paket, da wird nicht nur Kraftstoff verkauft, da wird jeder Liter zur kleinen mobilen Abgabestelle. Man fährt nicht einfach zur Arbeit, man finanziert unterwegs die nächste politische Selbstverwirklichung mit, und wenn es dann knallt, kommt die große Entlastung, natürlich befristet, natürlich mit ernster Stimme, natürlich so verkauft, als hätte gerade jemand persönlich den Tresor aufgebrochen, um dem einfachen Mann zu helfen.

In Wahrheit hat man ihm vorher nur genug aus der Tasche gezogen, um ihm danach ein paar Münzen wieder reinzuwerfen. Mit warmem  Hundeblick, schließlich ist man ja vertrauenswürdig und verständnisvoll.

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Zeichen kurz vor der Firma

Betrachtet aus dem Desasterkreis: Montagmorgen, grau und kalt, bis der Himmel Richtung Firma plötzlich Theater macht.Ein Himmel mit verdächtigem Timing

Montagmorgen, 5:30 Uhr.

Draußen 7 Grad, der Himmel größtenteils grau, das verlängerte Wochenende gerade noch warm in Erinnerung und der Körper ist innerlich nicht ganz davon überzeugt, dass Arbeit wirklich wieder eine tragfähige Idee ist.

Man fährt also los. Nicht dramatisch, nicht heldenhaft, einfach nur so, wie man montags eben losfährt. Mit Restwochenende im Kopf, leichter Systemverzögerung im Gemüt und dem stillen Wunsch, dass der Kaffee in der Firma bitte schon aus Prinzip bereitsteht.

Der Himmel spielt dabei zunächst ganz normal mit. Grau, kühl, unmotiviert. Also passend zur Uhrzeit. Kurz vor dem Ziel, vielleicht noch 10 Kilometer bis zur Firma, bietet sich einem dann allerdings dieses Bild, also das da oben.

Hinten am Horizont reißt es auf, genau in Fahrtrichtung. Nicht irgendwo dekorativ links im Feld, nicht romantisch über einem mustergrültigen Wald, sondern ziemlich genau da, wo ich hinmuss – bei der Firma!

Natürlich kann man jetzt nüchtern sagen: Sonnenaufgang, Wolkenkante, Wetterlage, fertig. Kann man machen. Dann ist man vermutlich auch der Mensch, der bei einem Geschenk zuerst den Kassenbon sucht, ich bleibe lieber bei der anderen Version :mrgreen:

Wenn sich der Himmel nach einem verlängerten Wochenende, an einem kühlen Montagmorgen, ausgerechnet Richtung Firma so aufführt, dann darf man das schon mal als Zeichen nehmen. Nicht gleich als Zeichen des Universums, so weit wollen wir es nicht treiben. Eher als freundlichen Hinweis von oben, dass ein Wochenende auch mal fertig sein will.

Vielleicht heißt es einfach: Fahr weiter, Kaffee kommt gleich.

Für einen Montag reicht mir das erst mal ;-)


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