Fahre doch mit Bus & Bahn, nie war es günstiger
(Das ist ein mehrteiliger Artikel! Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und einem abschließenden Kommentar
)
So, wir sind also in Duisburg angekommen!
Es stellt sich schon ein merkwürdig vertrautes Gefühl ein, beim Betreten des Portsmouthsplatzes. Wir bleiben wirklich eine Weile stehen und lassen ein gewisses Gefühl von Heimat auf uns wirken.
Die kleine Verklärtheit ist aber nicht von Dauer, ein Blick in die Runde auf bestimmte Szenen und Personen offenbart recht schnell, was zum Teil ein Grund war, damals nach Fürth zu ziehen. Fairerweise muss ich allerdings zugeben, dass es in Mannheim und anderen Ecken in der neuen Wahlheimat nicht anders aussieht, nur dass es da nicht Alltag für mich ist.
Egal, die Freude mal wieder hier zu sein überwiegt und wir laufen eine Weile die Einkaufsstraße hoch.
Die Gerüche und auch optischen Reize der verschiedenen Gastronomiebetriebe erinnern uns recht schnell daran, dass die letzte Mahlzeit rund 23 Stunden her ist. Kaffee und ein paar Kalorien, die sind jetzt gefragt ![]()
Nicht direkt nur ein Snack
Weil es nett wirkt und für uns neu ist, entscheiden wir, den leiblichen Bedürfnissen im Paprica auf der Königstraße nachzugehen, was sich als eine gute Idee herausstellt.
Am Morgen habe ich mich mit dem Kaffee etwas zurückgehalten, auf Reisen bin ich da aus toilettären Gründen immer vorsichtig.
Da der innere Akku aber langsam in den roten Bereich kommt, muss zuallererst an dieser Stelle die größte Not gelindert werden.
Ein Tipp!
Studiert beim Genießen einer Tasse Kaffee an solchen Orten NIE die dort liegende Speisekarte! Das wird teuer und sorgt dafür, dass man länger im Restaurant verbleibt. Im Gegenzug ist aber später der Geldbeutel leichter, also gleicht sich das wieder aus ![]()
Die Wahl fällt bei der Frau auf ein Zwiebelschnitzel, ich entscheide mich für das Schnitzel-Hawaii, dazu Pommer bzw. geröstete Kartoffelecken.
Ah ja, noch ein Tipp!
Wenn die Bedienung sagt: „Vorsicht, die Pfanne ist heiß!“, dann verinnerlicht das und denkt an diese Worte ![]()
Erstens brennen dann die Finger später nicht so und Ehefrau muss nicht die Augen verdrehen!
Fazit: Der Service ist schnell, nett und wirklich auf Draht, das Essen super, herzlichen Dank ![]()
Wir müssen weiter
Es hilft aber alles nichts, da wir nicht mehr in Duisburg wohnen, ist unser Ziel ja noch nicht erreicht. Jedenfalls dann nicht, wenn wir Wert auf eine Nacht in einer Behausung mit Bett legen.
Der Plan sieht vor, mit der Straßenbahnlinie 903 bis Dinslaken Bahnhof zu fahren, uns dort mit meinem Vater zu treffen und mit ihm gemeinsam, per Bus, zu unserem finalen Ziel Voerde am Niederrhein zu gelangen.
Ergänzend muss ich sagen, dass ich früher immer mit dem Bus Linie 918 gefahren bin, die neueren Verbindungen aber nicht kenne. Hier will ich mal lieber auf die aktuellen Kenntnisse eben meines Vaters vertrauen.
Ich kann hier schon vorwegnehmen, dass ich, Dank der Deutschen Bahn, bis heute keinen Bus von innen gesehen habe, aber das erklärt sich im weiteren Verlauf dieses Artikels.
Ab zur Straßenbahn
Weil wir gerade eh in der Nähe sind, steuern wir die Haltestelle „König-Heinrich-Platz“ an.
Also führt der Weg unter die Erde, weil das ÖPNV-System an dieser Stelle nicht unter freiem Himmel arbeitet.
Ich bin auf dem Weg zu den Bahnen da immer etwas hilflos, mir kommt das ganze Gewirr von Treppen und Gängen dort einfach kryptisch vor.
Immerhin kann man mit etwas nachdenken und lesen seine Richtung finden, wir müssen halt dorthin, wo die 903 Richtung Dinslaken zu finden ist. Ich frage mich allerdings, wie jemand überhaupt von dieser Bahn Kenntnis haben soll. Wer nicht weiß, dass es sie gibt, hat ja keine Ahnung, dass er sie suchen muss.










