Zwischen den Jahren?

Moralei: Zwischen den Jahren?Zwischen den Jahren

Wann genau ist “zwischen“, so beim Jahreswechsel?

Stoppt nach Weihnachten und vor Silvester der Kalender?

Was ist mit denen, die kein Weihnachten feiern? Sind die so lange Stand-by?

Befinden wir uns im zeitleeren Raum?

Ist das dann ein Überhang, der nicht zählt?

Wie sehen die Chinesen das?

Muss ich in der Zeit Rechnungen bezahlen?

Wird Arbeitszeit entlohnt?

Altere ich in der Frist nicht? Immerhin hätte man dann alle 52 Jahre eins gewonnen!

Fragen über Fragen …🤔

:mrgreen:

 

 

Ein paar, fast schon nachträgliche, Worte (auch) zu Weihnachten (Vorsicht – länger!)

Ein paar Worte zu Weihnachten ...Das Weihnachtsfest

Ich möchte nun einfach ein paar Worte zum jetzt schon fast vergangenen Weihnachtsfest in Text verpacken. Eigentlich aber nicht nur zum aktuellen Jahr, eher generell, auch wenn die besondere Situation 2020 eigentlich keine allgemeinen Worte zulässt.

Angeregt zu diesem Blogbeitrag hat mich mal wieder die eine oder andere Berichterstattung in den Medien. Ich habe vormittags eigentlich immer das Radio im Hintergrund laufen, ursprünglich als Informationsberieselung, bei der man nicht allzu konzentriert sein muss, aktuell aber vor allem auch um zu erfahren, was einem Corona und der Umgang damit nun wieder bescheren. Das führt dann und wann schon an die Grenze des Erträglichen.

Kommt dann aber jetzt auch noch Weihnachten hinzu, kann nur oft noch der Druck auf die Aus-Taste helfen, alternativ dazu ein Wechsel zu reiner Musik. Für Musik nach Wahl gibt es allerdings meiner Meinung nach bessere Quellen als einen Radiosender.

Wir alle sind jedenfalls anscheinend ausnahmslos durch Weihnachten völlig überfordert am Boden, durch das oder den Virus nahe am sofortigen Dahinscheiden oder auch, feinstaubbedingt, bereits dem sicheren (Co²) Ende geweiht.

Keine Spur mehr von realem Alltag oder wenigstens dem, was sich auf der Straße als völlig gegenteilig von dem unterscheidet, was da zu hören ist. Im TV sieht es nicht besser aus, aber das läuft bei mir so gut wie gar nicht mehr. Egal wie, ich wundere mich nicht mehr darüber, dass viele Menschen absolut kein Vertrauen mehr in das haben, was aus den bekannten Kanälen zu erfahren ist. Am Rande sei noch bemerkt, dass ich so gut wie niemanden kenne, der so finanziell unabhängig ist, wie es offenbar in den Köpfen einiger “Fachleute“ als normal vorausgesetzt wird.

Es wird jetzt direkt wieder Leute geben, dir mir jede Neutralität absprechen, weil ich nicht sofort alles ohne zu hinterfragen glaube, auf der anderen Seite aber genauso, weil ich nicht automatisch alles anzweifele, was irgendjemand sagt.

Nun, ich habe einen Kopf, der eigentlich recht gut funktioniert und in der Lage ist zu entscheiden, was richtig und falsch ist. Unabhängig davon hat jeder Mensch die Möglichkeit, sich in die Themen seiner Wahl selber einzuarbeiten und Erkenntnisse durch Wissen zu erlangen, was anscheinend aber bei einigen aus der Mode gekommen ist. Wie auch immer, mir geht es jetzt eigentlich nur um Weihnachten und das, was anscheinend als normal empfunden wird, mir aber persönlich eher selten so begegnet, wie es gerne vermittelt wird.

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Grauer Star: The day after – Nach der OP

Augenabdeckung

Die Abdeckung zum Schutz des Auges nach der OP. Das sie transparent ist, habe ich erst am nächsten Tag bemerkt. Zuvor war alles mit Verbandmaterial gefüllt. Die Befestigung erfolgt schnell und einfach mit Pflasterstreifen.

Die Diagnose ist längst gestellt, der Operationsstress vorbei, ich bin endlich wieder Zuhause. Natürlich ist da eine ziemliche Erschöpfung zu spüren, nicht nur von der Ruhigstellung während des Eingriffes. Die Nachtruhe war eher dürftig, ich habe vor dem Termin nur oberflächlich und eher zu wenig geschlafen.

Für den heutigen Rest vom Donnerstag, dem OP-Tag, steht nur ausruhen auf dem Plan. Lediglich der Kontrollanruf aus dem Augenzentrum, ist gegen Abend noch Teil des Pflichtprogramms. Bis zum morgigen Kontrolltermin, habe ich soweit mit dem frisch behandelten Auge keine Interaktionspflicht, einfach möglichst die Augen geschlossen halten und nichts anstrengendes unternehmen.

Ich trinke endlich in Ruhe eine heimische Tasse Kaffee, dann eine Kleinigkeit essen und ab auf das Sofa. Fernsehen oder lesen sind zwar nicht verboten, mit nur einem Auge und einer merklichen Erschöpfung, kommt aber bei mir im Moment kein Verlangen nach solcher Zerstreuung auf. Ich versuche ein bisschen zu schlafen, irgendwie klappt’s dummerweise nicht so recht. Es tritt eher eine Art Dämmerzustand ein. Immer wieder verspüre ich den Drang, die Augen zu öffnen.

Das Spielchen zieht sich bestimmt eine Stunde lang hin, bis ich im verbundenen Auge ein leichtes Fremdkörpergefühl verspüre. Vergleichbar mit einer Wimper, die sich verirrt hat. Kein Schmerz, nur eine sehr penetranter und neviger Reiz. Das Auge ist mit der Schutzabdeckung versehen, da bleibt wohl nur aushalten. Der Drang sich die Augen zu reiben, ist jedoch gigantisch, man bleibt aber eisern. Unter dem Verband fängt es auch noch an zu jucken, eben all das, was man zumindest meint zu empfinden, wenn keine Handlungsmöglichkeit besteht.

Irgedeine Form von Ablenkung muss her, sonst dreh ich durch :-) Also doch mal den TV anschalten und testen, in wie weit da mit einem (vor der 2. OP ebenfalls eingeschränkten) Auge etwas Filmvergnügen aufkommen kann.

Es geht mehr schlecht als recht, immerhin eine Form der Beschäftigung. Leider wird nach einiger Zeit das Pieksen im verbundenen Auge deutlicher, jetzt ist es schon eine eher schmerzende Angelegenheit. Was sagte die Dame in der Augenklinik noch gleich? „Am besten beide Augen geschlossen lassen, dann sind auch die Beschwerden beim Operierten erträglicher!“ Was soll ich sagen? Sie hat Recht. Sind beide Augen zu, sticht nach ein paar Sekunden nichts mehr.

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Alltag, besser: Die Januar-Melancholie

AlltagNun, da ist er: Der 2. Januar 2020. Der erste, ganz normale Werktag im neuen Jahr.

Kein Feiertag, keine Vorbereitungen auf nahende Festlichkeiten, keine Jahresendstimmung. Die Weihnachtsdeko in den Straßen bekommt plötzlich einen etwas traurigen Charme, man sieht Christbäume an den Straßen liegen, die vor wenigen Tagen vielleicht noch Herzen und Seelen berührt haben. An den Bordsteinen liegen vereinzelt noch Reste der Silvesternacht. Neu ist in diesem Zusammenhang erscheint jedoch, daß diese Feuerwerksreste nach Willen einiger Meinungsdurchsetzer, in kommenden Jahren wohl seltener werden dürften. Sachlich völlig in Ordnung, in der eigentlichen Motivation untragbar. Lassen wir das, es passt jetzt nicht.

Ich mag diesen Zeitraum jedenfalls nicht besonders, für mich fühlt es sich immer so an, als wenn man eine Schutzzone verlassen muss. Wirklich eine Art von Januar-Melancholie, auch wenn mir völlig klar ist, daß dies Unsinn ist.

Klar, heute ist Donnerstag, so richtig auf Drehzahl kommt die Welt wohl wieder erst am Montag, wenn bei etlichen der Urlaub beendet ist und die Silvesterwunden verheilt sind. Was natürlich noch lange nicht für alle gilt. Alleine schon hier bei uns Zuhause, musste die halbe Familie an den Fest- und Feiertagen ihren Job erledigen, incl. Nachtschicht in der Silvesternacht.

Ich persönlich kann so allmählich ab heute schon das Rennen beginnen, viele Weichen sind zu stellen, Entscheidungen zu treffen. 2020 hat einiges an Ungewissheiten für mich offen, soviel weiß ich jetzt schon. Wer auch zukünftig hier gelegentlich mitliest, wird mit ziemlicher Sicherheit einiges davon mitbekommen, man wird sehen. Es gibt eben so ein paar persönliche Dinge, bei denen man sich schon gut überlegen sollte, ob man sie denn mit der Welt teilt.

Andersherum gibt es ab jetzt auch wieder Ereignisse, die einen freundlicher Stimmen können. Der Frühlingsanfang liegt näher, als der vergangene Herbstbeginn und vieles, was heute klar ist, war seinerseits vor einigen Wochen noch unbekannt oder beunruhigend. Wie immer, es liegt an der eigenen Einstellung, dem Erlebten und Erwarteten. Man kann es nun mal drehen wie man will aber die Zeit anhalten, diese Macht hat niemand.

OK, soweit meine Neujahrsansprache ;-)