Kennst Du noch *plonk*?

Wenn die Kommentarschlacht nur noch im Kreis läuft, macht es irgendwann plonk. KI-generiertes Symbolbild.Weg in 3, 2, 1 … *plonk*

Ich veröffentliche hier im Blog etwas, teile einen Beitrag bei Facebook, Instagram oder sonstwo und natürlich kommen Reaktionen. Genau so soll es ja auch sein, sonst könnte ich den ganzen Kram gleich auf meiner Festplatte liegen lassen.

Manche stimmen zu, manche sehen es völlig anders, andere bringen einen neuen Gedanken rein oder erklären mir ziemlich deutlich, warum sie meinen, dass ich Blödsinn geschrieben habe, kann ja durchaus mal sein ;-)

Alles gut, genau dafür gibt es schließlich Kommentare.

Leider leben wir aber auch in einer Zeit, in der es manchen gar nicht mehr um die Sache geht. Fakten werden ignoriert, Aussagen passend verdreht und wenn das alles nicht reicht, wird eben gepöbelt. Reagiere ich irgendwann nicht mehr, kommt gerne noch einer hinterher, manchmal auch zwei, bis schließlich der vermeintliche Sieg verkündet wird.

Keine Antwort mehr? Ha! Gewonnen!

Nein, Freund oder Freundin, Du hast nicht gewonnen. Du bist für mich irgendwann einfach zu unbedeutend, als dass ich weiter Lebenszeit in Dich investiere.

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Das Scrollrad funktioniert noch

Das Mausrad - einfach weiterscrollen ...!Das Scrollrad funktioniert noch. Lesen wäre auch eine Idee

Vor ein paar Tagen habe ich auf den Socials ein Video zu meinem Beitrag „Gegenverkehr? Erst mal bremsen“ veröffentlicht. Darin habe ich anhand von Ausschnitten aus meinem Originalmaterial die beobachtete Situation von einer KI zur Demonstration nachbauen lassen. Dass es KI ist, steht im Video, ich habe auch nirgendwo behauptet, die gezeigten Szenen wären authentische Aufnahmen meiner Fahrt.

Ein User fand trotzdem, ich solle so etwas doch lassen. Ich habe ihm erklärt, wie das Video entstanden ist und was es darstellen soll, damit hätte die Sache für mich erledigt sein können. Für ihn offenbar nicht, denn er schrieb weiter und irgendwann kam von mir sinngemäß nur noch, dass er das Video schließlich nicht anschauen muss.

Da klingelte etwas bei mir

2021 habe ich hier schon einmal über ein kleines technisches Wunderwerk geschrieben, das magische Rad an der Maus. Schon damals war die Erkenntnis dahinter recht simpel: Wenn euch im Internet etwas nicht gefällt, könnt ihr einfach weiterscrollen. Das funktioniert sogar heute noch. ;-)

Nur scheint sich das Problem inzwischen weiterentwickelt zu haben. Heute wird doch oftmals nicht einmal mehr richtig zur Kenntnis genommen, was da eigentlich steht oder gezeigt wird. Überschrift gesehen, ein paar Sekunden Video erwischt, vielleicht zwei Sätze gelesen und die Meinung ist fertig. Danach wird sie einfach über den Inhalt gebügelt, völlig egal, was dort tatsächlich gesagt oder geschrieben wurde.

Noch schräger wird es, wenn aus dieser Meinung gleich eine Art Anweisung wird. Das solltest Du nicht machen, das solltest Du nicht schreiben, so etwas sollte man nicht veröffentlichen. Eine andere Sicht reicht offenbar nicht mehr, das eigene Wort ist gesetzt und der Rest soll sich möglichst daran halten.

Natürlich kann jemand mein KI-Video blöd finden. Er kann meine Gedanken zum Straßenverkehr für Unsinn halten, meinen Blog nicht mögen oder bei meinen Social-Media-Beiträgen sofort weiterwischen. Alles völlig in Ordnung, nur entsteht daraus kein Anspruch darauf, dass ich deswegen etwas ändere oder mein Denken abstelle.

Genau das scheint mir inzwischen immer häufiger verloren zu gehen. Eine andere Meinung wird nicht einfach stehen gelassen, sie soll möglichst verschwinden. Löschen, sperren, melden, verbieten, Hauptsache weg. Dabei wäre es eigentlich recht einfach: Ihr sagt eure Meinung, ich sage meine, vielleicht sind wir uns einig und vielleicht eben nicht.

Ich schreibe hier schließlich keine Abstimmungsvorlagen. Ob jemand meiner Meinung zustimmt, geht mir im Zweifel ziemlich am Arsch vorbei. ;-)

Anders sieht es aus, wenn ich sachlich falsch liege. Wenn mir jemand klar und nachvollziehbar belegen kann, dass etwas nicht stimmt, immer her damit. Dann schaue ich mir das an, korrigiere mich gegebenenfalls und habe im besten Fall noch etwas gelernt. Das ist allerdings etwas völlig anderes als „Ich sehe das anders, also musst Du damit aufhören“.

Und wenn jemand nach einer Erklärung trotzdem immer weiter darauf herumreitet, mache ich beim Blockieren eines Accounts auch keine Wissenschaft daraus. Nicht jeder muss mich mögen und ich muss ganz sicher auch nicht jeden mögen.

Damit haben wir neben dem Scrollrad inzwischen sogar noch ein zweites technisches Wunderwerk bei den Social-Media-Plattformen: Den Blockieren-Knopf.

Beide funktionieren erstaunlich zuverlässig. ;-)

 

 

Übersicht im Blog verloren? Hier bist Du!
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Bisschen Desasterkreis & Social Media?

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Wenn ein Reel die empfindliche Stelle trifft

Social-Media-Kirmes mit KI 😁Was ein paar Bremslichter alles auslösen

Gestern ging es hier um das Bremsen bei Gegenverkehr auf der Landstraße. Das dazugehörige Reel läuft für meine Verhältnisse ziemlich gut und an den Kommentaren ist deutlich zu erkennen, dass das Thema einen Nerv trifft.

Der Großteil kennt dieses Verhalten und empfindet die Situation ähnlich wie ich. Bremslichter an, obwohl einfach nur ein Auto entgegenkommt, danach wieder etwas beschleunigen und beim nächsten Gegenverkehr dasselbe Spiel.

Spannender wird es dort, wo nicht mehr auf die Verkehrssituation reagiert wird, sondern offenbar auf das, was sie im Inneren auslöst.

 

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Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

Wenn ein Video persönlich wird

Bei einigen wirkt es, als hätte ich nicht ein bestimmtes Fahrverhalten kritisiert, sondern sie persönlich. Vielleicht erkennen sie darin eine eigene Unsicherheit, vielleicht wollen sie grundsätzlich Verständnis zeigen oder einfach nur widersprechen. Plötzlich bekommt der unbekannte Fahrer jedenfalls eine komplette Geschichte verpasst.

Vielleicht hatte er einen schweren Unfall. Vielleicht traut er sich gerade erst wieder auf die Straße. Vielleicht ist er verängstigt, fühlt sich von mir bedrängt oder bremst bergab, um meinen Überholweg zu verkürzen (was sicherlich nicht ernstgemeint war :mrgreen: ).

Nichts davon ist im Video zu sehen, trotzdem wird Verständnis für ein möglicherweise gefährliches Verhalten gefordert, weil es ja irgendeinen unbekannten Grund dafür geben könnte.

Natürlich kann hinter Unsicherheit eine Geschichte stecken. Verständnis ändert aber keinen Bremsweg und macht ein unberechenbares Verhalten nicht ungefährlich. Wer bei jedem Gegenverkehr bremst, zwingt alle dahinter, darauf zu reagieren. Egal, warum er es tut.

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Wenn ich Produktrezensionen lese …

packkram… fliegt mir manchmal der Kopf weg!

Ich habe gerade nach etwas im Netz bei Amazon, eBay und den anderen üblichen Verdächtigen gesucht, was eigentlich nicht mehr hergestellt wird.

Ganz plötzlich ist mir aber die Lust vergangen anzuschauen, was andere Kunden so sagen, wenn sie vielleicht funktionierende (vermeintliche?) Alternativen gefunden haben :roll:

Viele werden es kennen:

Irgendetwas wird benötigt, man wirft die geeigneten Suchmechanismen im Internet an und gelangt an unzählige Informationen. Jedenfalls dann, wenn nichts allzu Spezielles gesucht wird.

Ist die Auswahl groß und es ergeben sich Fragen hinsichtlich Qualität oder Funktionsumfang, schaut man gelegentlich in die Bewertungen und Kommentare der anderen Leute, die diesen Artikel schon (oder nicht mehr …) besitzen.

Mal davon abgesehen, dass natürlich nicht wenige Bewertungen von diversen Händlern oder Herstellern künstlich erzeugt werden, kommt beim Lesen der echten Rezensionen gelegentlich das Bedürfnis auf, mit dem Kopf auf den Tisch zu schlagen.

Klar, es gibt auch Artikel, bei denen man den Kommentaren entnehmen kann, dass sie nichts taugen oder wenigstens für den eigenen Zweck nicht zu gebrauchen sind, aber um die geht es mir gerade gar nicht.

Ich denke da eher an Kleidung, die bewusst zu groß- oder klein gekauft wird und dann virtuell zerrissen wird, weil sie nicht passt.

Vielleicht auch Sachen, die definitiv nur einen Sinn ergeben, wenn sie zu etwas Anderem gehören und alleine nicht nutzbar sind. So in der Art. „Ich habe mir einen Sat-Receiver angeschafft, aber ohne Antenne bekomme ich keinen Empfang, das stand da nicht bei. Betrug!

Gerne kaufen sich manche Kunden auch technische Dinge, von denen sie schlicht keine Ahnung haben und dann völlig perplex sind, dass das, was sie vorhaben, nicht funktioniert.

Was man wohl gar nicht mehr erwarten darf, ist das Lesen von kompletten Beschreibungen, geht ja gar nicht, was soll das auch?

Tja, aber im lokalen Handel wollen sie auch nicht kaufen. Einerseits müsste man sich dann ja vielleicht belehren lassen, zusätzlich könnte es ein paar Euro teurer sein, sich ordentlich beraten zu lassen, anstatt Dutzende Artikel wieder zurückzuschicken. Bis man eben verbittert feststellt, dass einem niemand helfen will und alle Hersteller und Händler Verbrecher sind.

Übrigens, ich bin kein Verfechter des Mottos „Kauf ausschließlich beim lokalen Händler“, da haben einfach zu viele die Zeichen der Zeit verpasst. Es gibt aber Dinge, bei denen bedarf es der Beratung und diese muss und soll bezahlt werden. Vor allem dann, wenn der Kunde letztlich Zeit und Geld spart, weil er nicht doppelt und dreifach mit dem Erwerb vielleicht recht einfacher Dinge beschäftigt und belastet ist.

Wer weiß …

Da ja in der heutigen Zeit ohnehin niemand mehr für irgendetwas verantwortlich ist und nur noch die Regelungen über Verbote durch den Staat akzeptiert werden, ist betreutes Einkaufen im Internet vielleicht gar keine schlechte Idee …

Nachtrag 10/2022:

Ich sammele bei Gelegenheit immer mal Links zu „Stilblüten“ und packe sie hier unter den Text ;-)

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