Experte? Ja. Aber wofür?

Wenn Experten (nicht) wissen, was sie tun. KI-generiertes Symbolbild.Wir haben Experten gefragt!

Aktuelle Sofortlösung der Politik, wenn man das Offensichtliche nicht zugeben will?

„Wir haben eine Expertenrunde einbestellt.“

Prima. Dann kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, schließlich sitzen jetzt Leute vom Fach am Tisch und schon bekommt die ganze Sache ein völlig anderes Gewicht.

Nur sagt das erst einmal erstaunlich wenig. :roll:

Warum?

Nun, angenommen, ich möchte eine richtig große Torte backen. Mehrstöckig, ordentlich was drauf, das Ding soll am Ende nicht nur schmecken, sondern möglichst auch stehen bleiben und episch aussehen. Dummerweise habe ich davon keine Ahnung, also mache ich das einzig Vernünftige und hole mir jemanden, der sich auskennt.

Einen Experten!

Ich habe mal gehört, in der Nachbarschaft ist einer, viele Leute haben ihn schon um Rat gefragt. Was er ist? Tischlermeister.

Der Mann ist zweifellos Profi, mit Ausbildung, Meisterbrief, Erfahrung und Fachwissen, vermutlich kann er mir einen Tisch bauen, auf dem die Torte noch steht, wenn das Haus drumherum längst aufgegeben hat. Ich denke, man kann gut sagen, er ist ein Experte.

Nur von meiner Torte hat er deswegen noch lange keine Ahnung.

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Alles ist neu, alles ist besser?

Winter eben ...Modernes Wetter …?

Wir schreiben das Jahr 2021, die logischerweise aktuellste Jahreszahl, die man im Augenblick haben kann.

Alles ist zeitgemäß durchorganisiert, gestrafft und nach Möglichkeit, von „Experten“ geplant verbessert. Was nicht sein darf, das kann auch nicht bleiben, notfalls wird das per Gesetz geregelt.

Ein kleiner Zwischenstand beim Wetter, zufällige Ähnlichkeiten mit anderen Vorkommnissen sind vielleicht nicht ganz zu vermeiden ;-)

Hochwasser trotz vorhergehender Menschheits-Killer-Trockenheit an so manchen Stellen, das eigentliche Tauwetter hat noch nicht einmal begonnen.

Einfache Stürme (oder auch nur starken Wind) gibt es eigentlich nicht mehr, spätestens die Medien verkünden den nahen Untergang, aktuell auch mit kultursolidarischer Namensgebung der einzelnen Winde und Wetterlagen. Natürlich kann nichts sicher vorhergesagt werden, ist ja Winter, gell?

Die kleinste Schneeflocke bringt das Land quasi zum Stillstand. Natürlich kann man zwischen November und April nicht von winterlichen Zuständen ausgehen, wer soll das auch schon ahnen? Immerhin ist das Land ja auch eher auf Biergarten und Sommer getrimmt.

Einfach nur „Wetter“ gibt es nicht mehr, nur noch Mega-, Hyper- und Jahrhundertphänomene. Im Zweifel ist jeder selbst an der Entwicklung oder den Folgen schuld. Bei Bedarf wird gleich mit der Klimakeule zugeschlagen, wer soll auch zwischen Trash-TV und neuem Smartphone noch Zeit finden, sich in der Sache so zu informieren, dass man zumindest weiß, was die einzelnen Begriffe bedeuten? Um die Staatseinnahmen zu steigern, taugt’s aber auf jeden Fall.

Nun, irgendwie funktioniert dieses „Wir ersetzen die physikalischen Gesetze durch menschliche Ideen“ nicht, oder?

Früher war eben alles besser, da war alles aus Holz :mrgreen:

Für mich persönlich läuft das ja schon länger unter Swetter ;-)